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Diskutiere im Thema Kompensation Hochbegabung -- Probleme mit ADS Diagnose? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 53

    Kompensation Hochbegabung -- Probleme mit ADS Diagnose?

    Hi Leute, long story short:


    Gibt es hier jemanden, der aufgrund Hochbegabung gesagt bekommen hat, er habe wohl kein ADHS obwohl Testresultate in Aufmerksamkeits und Konzentrationsleistung unterirdisch waren? Wie seid ihr weiter vorgegangen?

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Kompensation Hochbegabung -- Probleme mit ADS Diagnose?

    Es gibt tausend Gründe dafür warum man sich schlecht konzentrieren kann und eine gerine Aufmerksamkeitsspanne hat und die Ursache dafür muss nicht immer ADHS sein. Ist denn bei dir abgeklärt worden ob du nicht durch die jahrelange Unterforderung in Schule und Beruf vielleicht Depressionen entwickelt hast. Starke Depressionen können die Konzentrationsfähigkeit nämlich ebenfalls extrem einschränken und kommen gerade bei Kindern, deren Hochbegabung unerkannt blieb und somit nicht gefördert wurde, häufiger vor.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Kompensation Hochbegabung -- Probleme mit ADS Diagnose?

    Bright eyes schreibt:
    Es gibt tausend Gründe dafür warum man sich schlecht konzentrieren kann und eine gerine Aufmerksamkeitsspanne hat und die Ursache dafür muss nicht immer ADHS sein. Ist denn bei dir abgeklärt worden ob du nicht durch die jahrelange Unterforderung in Schule und Beruf vielleicht Depressionen entwickelt hast. Starke Depressionen können die Konzentrationsfähigkeit nämlich ebenfalls extrem einschränken und kommen gerade bei Kindern, deren Hochbegabung unerkannt blieb und somit nicht gefördert wurde, häufiger vor.

    Ja, no worries. Ich bin das absolute Gegenteil von depressiv. Ich habe abklären lassen BEVOR ich in die Diagnostik ging: Schlafstörungen, biologische Störungen, Zwangsstörungen, Allergien, Wechselwirkungen, Wirkung bestimmter Lebensmittel...

    Unterfordert war ich ja auch nie wirklich, weil es durchaus echt anstrengend war, ein einigermassen guter Schüler zu sein, ohne wirklich in die Bücher zu gucken...

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: Kompensation Hochbegabung -- Probleme mit ADS Diagnose?

    [QUOTE=Bright eyes;396376 Starke Depressionen können die Konzentrationsfähigkeit nämlich ebenfalls extrem einschränken und kommen gerade bei Kindern, deren Hochbegabung unerkannt blieb und somit nicht gefördert wurde, häufiger vor.[/QUOTE]

    Was macht man denn in solchen Fällen, gerade wenn man sich keinen Coach leisten kann? In der Literatur über Hochbegabte liest man, dass diese Menschen im hohen Grade selbstmordgefährdet sind. Es wird geraten einen Psychologen aufzusuchen. Das ist schön und gut, doch muss erst einmal einer gefunden werden, der einem auch wirklich helfen kann. Diese Mischung aus schnell kapieren und fehlender Erfahrung Lernprozesse am eigenen Leib in Erfahrung gebracht zu haben, ist der reinste Horror. Das hängt sicherlich damit zusammen, weil man seit Kind auf sich irgendwie durchmogeln konnte, ohne irgendwelche längeren Prozesse durchzugehen. Als Erwachsener ist man dann mit Vielem überfordert. Bei der Diagnose ist halt sehr wichtig herauszufinden, ob man als Kind trotz Bemühungen in der Schule scheitert, denn selbst bei leichteren Dingen haben hochbegabte ADS'ler Schwierigkeiten, wohingegen die reinen hochbegabten Kids sich bei häufiger Wiederholung von leichten Aufgaben anfangen zu langweilen.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Kompensation Hochbegabung -- Probleme mit ADS Diagnose?

    Bright eyes schreibt:
    Es gibt tausend Gründe dafür warum man sich schlecht konzentrieren kann und eine gerine Aufmerksamkeitsspanne hat und die Ursache dafür muss nicht immer ADHS sein. Ist denn bei dir abgeklärt worden ob du nicht durch die jahrelange Unterforderung in Schule und Beruf vielleicht Depressionen entwickelt hast. Starke Depressionen können die Konzentrationsfähigkeit nämlich ebenfalls extrem einschränken und kommen gerade bei Kindern, deren Hochbegabung unerkannt blieb und somit nicht gefördert wurde, häufiger vor.

    Ja, no worries. Ich bin das absolute Gegenteil von depressiv. Ich habe abklären lassen BEVOR ich in die Diagnostik ging: Schlafstörungen, biologische Störungen, Zwangsstörungen, Allergien, Wechselwirkungen, Wirkung bestimmter Lebensmittel...

    Unterfordert war ich ja auch nie wirklich, weil es durchaus echt anstrengend war, ein einigermassen guter Schüler zu sein, ohne wirklich in die Bücher zu gucken...

    Was macht man denn in solchen Fällen, gerade wenn man sich keinen Coach leisten kann? In der Literatur über Hochbegabte liest man, dass diese Menschen im hohen Grade selbstmordgefährdet sind. Es wird geraten einen Psychologen aufzusuchen. Das ist schön und gut, doch muss erst einmal einer gefunden werden, der einem auch wirklich helfen kann. Diese Mischung aus schnell kapieren und fehlender Erfahrung Lernprozesse am eigenen Leib in Erfahrung gebracht zu haben, ist der reinste Horror. Das hängt sicherlich damit zusammen, weil man seit Kind auf sich irgendwie durchmogeln konnte, ohne irgendwelche längeren Prozesse durchzugehen. Als Erwachsener ist man dann mit Vielem überfordert. Bei der Diagnose ist halt sehr wichtig herauszufinden, ob man als Kind trotz Bemühungen in der Schule scheitert, denn selbst bei leichteren Dingen haben hochbegabte ADS'ler Schwierigkeiten, wohingegen die reinen hochbegabten Kids sich bei häufiger Wiederholung von leichten Aufgaben anfangen zu langweilen.

    Nein, man scheitert nicht unbedingt in der Schule. Man lernt schnelle Prozesse, die einen die Arbeit schaffen lassen. Schafft gedankliche Umwege, die irgendwo Abkürzungen sind. Ein Aufsatz beginnt mit drei Teilen, der Einleitungsteil beschreibt einfach nur eine Einleitung, nennt den Kontext und versucht den Leser zu binden, der Hauptteil besteht aus schnell einem Teil was man sagen will, einem Teil, der nicht so wichtig ist aber zur Komplettierung wichtig ist und einem weiteren wichtigen Teil. Wichtige Aussagen an Anfang und Schluss. Im Schlussteil zieht man ein Resume. Mit so einem Schema ist ein Aufsatz zu einem weniger komplexen Thema in unter 10 Minuten geschrieben, man braucht nicht viel nachsehen. Die Recherchefähigkeit wird erst durch detaillierte Nachfrage in Bedrängnis gebracht. Soviel Zeit hat kein Lehrer in der Schule.

    Man lernt schnell, solche Schemata einzusetzen. Ich brauche für so etwas maximal 5-10 Minuten und der Text ist vor meinem Auge. A
    ber dann fängt es auch schon an, dass die Ablenkungen zu stark werden, ich eher über Videospiele nachdenke oder daran, was es zum essen gibt. Wie interessant es ist, dass das Lycopen in den Tomaten in meiner Nudelsauce gegen Krebs wirkt. Wie verrückt Krebs eigentlich ist und wie kocht man Nudeln richtig? Und die rote Farbe, wo kommt sie her? Ah, rote Farbe hat eine psychologische Wirkung die physiologisch nachweisbar ist. Wollte ich nicht gerade einen Aufsatz schreiben? Oh, die Wirkung ist in einem MRT oder PET nachweisbar? Ein Magnetresonanztomograph, Magnetismus, faszinierend. Wie wirkt dieses Feld eigentlich? Wo hab ich das schonmal gesehen?

    Ich sauge dann enorme Mengen an Informationen auf. Abrufbar, später. Ich kann sie nachvollziehen, damit argumentieren. Aber eigentlich wollte ich einen Text über die Aufzucht von Nachtschattengewächsen schreiben. Das hab ich dann bereits vergessen. Ärgerlich vor allem, wenn man für jemanden arbeitet und drei verschiedene Themen erfolgreich recherchiert über 4 Stunden und dann bemerkt, dass man kein Stück weiter gekommen ist. Dafür aber amerikanische Geschichte, M-Theorie und Grenzwissenschaften ein wenig besser kennengelernt hat. Das Gehirn kann nicht nicht lernen, bei jemandem wie mir läuft es auf Hochtouren und lernt alles, was es findet. Ob relevant oder nicht.


    Aber besonders fertig machen? Nein. Selbstmordgefährdet? Nie im Leben. Es ist eine völlig andere Art die Welt zu sehen und daher wünsche ich mir einfach, ein wenig mehr Fokus, damit ich nicht in die Nächte arbeiten muss, um meine Ablenkung zu kompensieren...

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: Kompensation Hochbegabung -- Probleme mit ADS Diagnose?

    Ich habe meinen Text nicht explizit auf dich bezogen. Es spiegelt nur einen Teil meiner Erfahrungen und dem was ich in Literatur über Hochbegabte gelesen habe. Das es da auch sehr individuelle Fälle gibt, ist klar. Du bist dir über deine Fähigkeiten bewusst, das ist sehr wichtig finde ich. Es gibt unerkannte HB bei denen ist das nicht so. Sie glauben alle Menschen um sie herum sind mindestens genau so klug wie sie. Man will keine Fehler machen, um nicht von den Eventualitäten die einem selbst im Kopf durchgehen, von außen von anderen aufmerksam gemacht zu werden. Als ADS'ler fehlt dann oft die Struktur seinen nicht abschaltbaren Perfektionismus nachzukommen.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Kompensation Hochbegabung -- Probleme mit ADS Diagnose?

    Ich habe meinen Text nicht explizit auf dich bezogen. Es spiegelt nur einen Teil meiner Erfahrungen und dem was ich in Literatur über Hochbegabte gelesen habe. Das es da auch sehr individuelle Fälle gibt, ist klar. Du bist dir über deine Fähigkeiten bewusst, das ist sehr wichtig finde ich
    Man darf davon aber auch nicht das Selsbtbewusstsein abhängig machen

    Es gibt unerkannte HB bei denen ist das nicht so. Sie glauben alle Menschen um sie herum sind mindestens genau so klug wie sie. Man will keine Fehler machen, um nicht von den Eventualitäten die einem selbst im Kopf durchgehen, von außen von anderen aufmerksam gemacht zu werden. Als ADS'ler fehlt dann oft die Struktur seinen nicht abschaltbaren Perfektionismus nachzukommen.
    Das geht leider nicht weg. Ich bin immer noch erstaunt, wie kreuzendämlich manche Menschen sind, oder wenn ich sage "Ach, das ist wieder son cum hoc ergo propter hoc Geschichte bei der du nun Auftreten mit Regelmässigkeit verbindest" gucken, als hätte sie nen Auto überfahren...

    Das Problem ist, dass es immer schlimmer wird, je mehr du hast. Die soziale Interaktion wird einfacher, du bist gut integriert. Du brauchst aber eine Menge Empathie, damit du andere Menschen nicht überfährst und überforderst. Nicht weil sie ausserstande wären, dich zu verstehen, aber eben in der Geschwindigkeit in der du an Dinge rangehst, sind sie überfahren. Ein Klassiker ist ein Team Meeting, bei dem man nach 15 Minuten eigentlich fertig sein könnte. Würde der Rest nicht noch 3 Stunden Diskussion brauchen um zum gleichen Ergebnis zu kommen wie man selbst

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Kompensation Hochbegabung -- Probleme mit ADS Diagnose?

    Shronk schreibt:
    ber dann fängt es auch schon an, dass die Ablenkungen zu stark werden, ich eher über Videospiele nachdenke oder daran, was es zum essen gibt. Wie interessant es ist, dass das Lycopen in den Tomaten in meiner Nudelsauce gegen Krebs wirkt. Wie verrückt Krebs eigentlich ist und wie kocht man Nudeln richtig? Und die rote Farbe, wo kommt sie her? Ah, rote Farbe hat eine psychologische Wirkung die physiologisch nachweisbar ist. Wollte ich nicht gerade einen Aufsatz schreiben? Oh, die Wirkung ist in einem MRT oder PET nachweisbar? Ein Magnetresonanztomograph, Magnetismus, faszinierend. Wie wirkt dieses Feld eigentlich? Wo hab ich das schonmal gesehen?

    Ich sauge dann enorme Mengen an Informationen auf. Abrufbar, später. Ich kann sie nachvollziehen, damit argumentieren. Aber eigentlich wollte ich einen Text über die Aufzucht von Nachtschattengewächsen schreiben. Das hab ich dann bereits vergessen. Ärgerlich vor allem, wenn man für jemanden arbeitet und drei verschiedene Themen erfolgreich recherchiert über 4 Stunden und dann bemerkt, dass man kein Stück weiter gekommen ist. Dafür aber amerikanische Geschichte, M-Theorie und Grenzwissenschaften ein wenig besser kennengelernt hat. Das Gehirn kann nicht nicht lernen, bei jemandem wie mir läuft es auf Hochtouren und lernt alles, was es findet. Ob relevant oder nicht.
    Das nenne ich "Pontius-Pilatus-Recherchemodus" ist der einzig bei mir verfügbare. Leider ist oft das Ergebnis zwar ausreichend aber nicht befriedigend Praxisrelevant. Mit etwas mehr Konzentration direkt beim Thema zu bleiben hätte mehr gebracht als mich "nur" allgemein zu bilden... Ich habe die Krux der Hochbegabung m.E. nicht auch noch zu schleppen, aber trotzdem komme ich wohl immer viel zu "perfekt" rüber um Leuten, die mich noch nicht lange kennen meine Probleme nahe zu bringen. Da kommt dann auch immer das "ja, ein bisschen unkonzentriert ist doch jeder mal" oder "Du hast die Aufgabe super gelöst, weiß gar nicht was los ist" , nachdem ich zwar die Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers gelöst habe, aber dabei soviele Umwege und Trampelpfade gegangen bin, dass ich eine ganze Landkarte über das Thema - und diverse andere, damit verknüpfte - hätte zeichnen können... wieviel Kraft das kostet zu wissen, dass man effektiver sein KÖNNTE und immer darum Kämpft am Ball zu bleiben und nicht zuweit zu abschweifen fragt keiner.

    Shronk schreibt:

    Aber besonders fertig machen? Nein. Selbstmordgefährdet? Nie im Leben. Es ist eine völlig andere Art die Welt zu sehen und daher wünsche ich mir einfach, ein wenig mehr Fokus, damit ich nicht in die Nächte arbeiten muss, um meine Ablenkung zu kompensieren...
    Jepp. Wenn Du einen Weg gefunden hast, lass es mich wissen. Denn ich habe leider keinen. Also eigentlich OT.... aber mir ging es anfangs mit meiner Hausärztin und dann der Therapeutin auch so... nu kennt mich letztere aber schon ein wenig besser

    Zum Thema unerkannte HB - kennt ihr das Hochstapler Syndrom? Klingt ähnlich, kann aber sicher auch bei weniger "geistig bemittelten" vorkommen, denn damit habe ich im Job meist zu kämpfen, auch wenn das Feedback positiv ist...

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Kompensation Hochbegabung -- Probleme mit ADS Diagnose?

    Hi Shronk,

    ich interpretiere Dein Eingangsposting so, dass Du eine Diagnostik begonnen hast und man Dir gesagt hat, dass Du kein ADHS hast. Du denkst, dass man ADHS nicht erkannt hat, da Du dank Hochbegabung sehr viel kompensieren konntest und kannst. Richtig?

    Ich habe auch die Möglichkeit gesehen, dass das bei der Diagnostik zu Schwierigkeiten führen könnte. Mittlerweile habe ich die Diagnostik hinter mir und ADHS war klar feststellbar. Beim ersten Gespräch hatte ich erwähnt, dass ich durch die Hochbegabung wohl einiges kompensieren konnte. Später war das aber kaum noch Thema.

    Wenn man Dir gesagt hat, dass Du kein ADHS hast, Du aber nicht davon überzeugt bist, dass das stimmt, dann würde ich Dir vorschlagen, das entweder noch mal bei dem Arzt anzusprechen, der Dich untersucht hat, oder eine andere Stelle aufzusuchen.

    Hat denn der untersuchende Arzt keine Aussage darüber gemacht, was er bei Dir vermutet oder was er Dir weiter empfiehlt? Falls Du da noch nichts hast, würde ich den noch mal aushorchen.

    Außerdem würde ich "trotzdem" eine Verhaltenstherapie anfangen und da wohl auch darauf achten, dass ADHS-Erfahrung beim Therapeuten da ist. Zusammen mit dem Therapeuten wirst Du sicher etwas positives erreichen und er kann da ja flexibel genau auf Dich reagieren.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Kompensation Hochbegabung -- Probleme mit ADS Diagnose?

    Chao schreibt:
    Hi Shronk,

    ich interpretiere Dein Eingangsposting so, dass Du eine Diagnostik begonnen hast und man Dir gesagt hat, dass Du kein ADHS hast. Du denkst, dass man ADHS nicht erkannt hat, da Du dank Hochbegabung sehr viel kompensieren konntest und kannst. Richtig?

    Ich habe auch die Möglichkeit gesehen, dass das bei der Diagnostik zu Schwierigkeiten führen könnte. Mittlerweile habe ich die Diagnostik hinter mir und ADHS war klar feststellbar. Beim ersten Gespräch hatte ich erwähnt, dass ich durch die Hochbegabung wohl einiges kompensieren konnte. Später war das aber kaum noch Thema.

    Wenn man Dir gesagt hat, dass Du kein ADHS hast, Du aber nicht davon überzeugt bist, dass das stimmt, dann würde ich Dir vorschlagen, das entweder noch mal bei dem Arzt anzusprechen, der Dich untersucht hat, oder eine andere Stelle aufzusuchen.

    Hat denn der untersuchende Arzt keine Aussage darüber gemacht, was er bei Dir vermutet oder was er Dir weiter empfiehlt? Falls Du da noch nichts hast, würde ich den noch mal aushorchen.

    Außerdem würde ich "trotzdem" eine Verhaltenstherapie anfangen und da wohl auch darauf achten, dass ADHS-Erfahrung beim Therapeuten da ist. Zusammen mit dem Therapeuten wirst Du sicher etwas positives erreichen und er kann da ja flexibel genau auf Dich reagieren.

    Moin!

    Der erste Satz von dir deckt zwar nicht die ganze Bandbreite ab, trifft es aber im Großen und Ganzen.

    Die Diagnostik hat Hinweise gezeigt, die Fragebögen sind eindeutig, jedoch weigert man sich, das ganze zu interpretieren, dies aufgrund von Fehlern in Geschwindigkeit. Nimmt man WHO Kriterien, habe ich 8 von 9 A Symptomen und 4 von 9 H Symptomen. D.h. ich bin ein wenig hyperaktiv, jedoch nicht im klassischen Sinne, aber massiv unaufmerksam im Sinne der Diagnostik. Dieser Fragebogen hier hilft das zu verstehen wie ich es meine: http://www.divacenter.eu/Content/Ver...%202.0.pdf.pdf

    Es gab auch nicht einen Arzt, sondern ein Eingangsinterview mit einer jungen Psychiaterin, die ich dann nie wieder gesehen habe, eine diagnostische Untersuchung mit einem Psychologen, der dann aber nicht den Bericht geschrieben hat, sondern seine Chefin, die ich nie gesehen habe und am Ende eine Fallbesprechung mit einer komplett neuen Psychiaterin, die zwar anscheinend kompetenter war, aber keine Idee hatte außer einer Psychoanalyse. Dazu kamen eben eine Menge Ausschlussdiagnostiken, d.h. Bluttests, Urintests (Will der nur Ritalin abgreifen und ist auf Drogen?), MRT, EEG.

    Was wohl ausschlaggebend war, dass es in den Zeugnissen nicht drin stand. Eltern oder Partner waren dann unwichtig, weil der Lehrer hats ja net gemerkt, kann net so schlimm sein. Habe dahingehend den DIVA Bogen mit meiner Mutter gemacht und Schritt für Schritt durchgearbeitet. Ich denke, 8 von 9 Symptonen, bei denen sich mehr als 60% der beschriebenen Symptomäusserungen zeigen, dürften da wohl ein Schlag ins Gesicht sein. Nur habe ich eben den Unterricht nie gestört, weil er einfach war. Ich konnte lesen, mit meinem Sitznachbarn XXO spielen, über Filme quatschen und hatte trotzdem "gute" Noten. Sie waren gut, von meinem IQ her und meiner Leistung haben sich alle gewundert, warum es keine 1,0 war. Hat man dann aufs "Arbeitsverhalten" geschoben. Habe nie richtig verstanden, was das überhaupt sein sollte und warum alle soviel Zeit mit aufs Vokabelheft starren verbringen konnten.

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