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Diskutiere im Thema Hochbegabung - geht das wieder weg? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 319

    Pfeil Hochbegabung - geht das wieder weg?

    Äh, ja, komischer Titel, ich versuche, mich zu erklären

    Also, ich hab in letzter Zeit in meiner Vergangenheit rumgeprökelt, vor allem darin, was meine Mutter so über mich notiert hat.
    Ich war schon immer sehr sprachbegabt, konnte angeblich mit anderthalb schon einige Wörter lesen, mit 2 ziemlich "perfekt" sprechen, mit 3-4 hab ich angefangen zu schreiben und richtig zu lesen. Einen Test hab ich nie gemacht.

    Nehmen wir nun einfach mal an, ich sei hochbegabt gewesen - richtig gefördert wurde das aber, soweit ich das rückblickend sagen kann, nie.
    Ich habe zwar Musikunterricht gehabt (Flöte und Klavier), allerdings wurde ich nie wirklich zum Üben gezwungen, in Folge dessen hab ich da keine wirkliche Expertise.

    Ich habe als Fremdsprache nur Englisch gelernt - theoretisch hätte ich 2sprachig aufwachsen können (ein Elternteil Ausländer), das wurde aber nicht gemacht.

    Auch später in der Schule wurden mir wenig Anreize gegeben, doch mal richtig zu lernen.
    Mir ist immer alles so zugeflogen, daher hab ich nie Lernstrategien geschweige denn Disziplin gelernt, heute weiß ich, dass man Kinder, denen der normale Schulstoff zufliegt, noch anders fordern kann, Sommerkurse, schon mal an der Uni reinschnuppern, Chinesisch lernen... sowas hab ich alles nicht gemacht.

    Nach dem Abi bin ich dann unter die Underachiever gegangen, ein Studium verkackt, mein jetziger Abschluss eher Durchschnitt mit Tendenz zum schlechteren.


    Wenn wir also annehmen, dass ich mal hochbegabt gewesen sein könnte, ist diese Begabung dan jetzt mangels Förerung verkümmert?
    Wenn ja, ist das nun endgültig oder kann ich da vielleicht noch wieder was wachkitzeln?

    Ich habe gelesen, dass Hochbegabung und ADS-Symptome sich teils überschneiden könnten, wie äußert sich das wohl?
    Und in Zusammenhang mit Depressionen kann es auch stehen - hat jemand ne Idee, wie ich das ganzheitlich angehen könnte, um meine Situation zu verbessern...?

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Hochbegabung - geht das wieder weg?

    Nein, Begabung ist eine Basis die beständig ist und auf deinem induviduellen Hirnaufbau basiert, aber ohne Förderung erreicht man wenig.
    Dann verändert sich durch Förderung auch die Leistungsfähigkeit des Hirnes in dem Bereich, man wächst schließlich an seinen Aufgaben.

    google doch mal nach ADS-HB.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 319

    AW: Hochbegabung - geht das wieder weg?

    Hab ich schon
    Man findet halt sehr viel in Richtung Diagnosen/Tests/... im Kindesalter, oder zu Intelligenztests usw, aber wenig dazu, was man denn macht, wenn im Kindesalter nicht gefördert wurde.

    Bzw. ganz viel "na, nur weil ihr Kind schlecht in der Schule ist/Langeweile bei Hausaufgaben hatte/... heißt das nicht, dass es hochbegabt sein muss"


    Also, du sagst im Prinzip, die Begabung bleibt, man hat nur ggf. den Nachteil, dass das, was noch viel besser hätte werden können, eher so auf dem gleichen Level geblieben ist?

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Hochbegabung - geht das wieder weg?

    aprilesque schreibt:
    Bzw. ganz viel "na, nur weil ihr Kind schlecht in der Schule ist/Langeweile bei Hausaufgaben hatte/... heißt das nicht, dass es hochbegabt sein muss"
    Der ADS IQ liegt ja bei 100, oder so, trotzdem klingen viele ADSler sehr von ihrer "grundlegenden Intelligenz" überzeugt, die ja nur durchs ADS unterdrückt wird.
    Und immer wieder lese ich von Leute mit einen IQ von 130-145, die "jetzt plötzlich" ihr Problem erkennen. Totales Versagen in Schule, Ausbildung, Beruf usw..., aber total begabt.
    Für mich Lügen fürs Selbstwertgefühl.
    Meist sieht es so aus:

    "Ich habe eine IQ von 129." Und dann wird versucht bescheiden zu sagen, dass er ohne ADS höher währe, was ja nicht stimmt...

    Also, du sagst im Prinzip, die Begabung bleibt, man hat nur ggf. den Nachteil, dass das, was noch viel besser hätte werden können, eher so auf dem gleichen Level geblieben ist?
    Jo, Begabung ist eine Grundlage. Macht man was anderes als diese Begabung zu fördern wird für die neute Tätigkeit nutzbar gemacht. Z.B. kann man auch in Sprachen eine Logikbegabung nutzbar gemacht werden.
    So modelliert man immer um.

    Deswegen gehts ja wieder zurück.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 319

    AW: Hochbegabung - geht das wieder weg?

    Peterpan23 schreibt:
    Der ADS IQ liegt ja bei 100, oder so,
    naja, der IQ allgemein liegt per Definitionem im Durchschnitt bei 100
    Außerdem wärs ja total bekloppt sich auch noch absichtlich runterzumachen...

    Und immer wieder lese ich von Leute mit einen IQ von 130-145, die "jetzt plötzlich" ihr Problem erkennen. Totales Versagen in Schule, Ausbildung, Beruf usw..., aber total begabt.
    wie gesagt, ich hab keinen richtig langen Test gemacht, aber ob man nu exakt die 2 Standardabweichungen für ne Diagnose erreicht, ist dem Alltag ja eh egal (wobei es ja auch heißt, ein Uniabschluss sei schon ein sehr guter Indikator, aber das kommt imo prozentual niht mehr hin, seit versucht wird, alle auf die Uni zu pushen, aber das führt nu auch zu weit).

    Meist sieht es so aus:
    das is mir eigtl wumpe, wie es normalerweise aussieht, aber es scheint mir nun nicht so abwegig, dass bei nem stundenlangen Test die Aufmerksamkeit nachlässt, Aufgaben vergessen oder mit Flüchtigkeitsfehlern gespickt erledigt werden und so das Ergebnis verfälscht wird.

    Aber - wie gesagt - das ist mir egal.
    Ich weiß, dass ich bestimmte Begabungen hatte und, seit ich das ganze mit Disziplin und Organisation paaren müsste, immer weiter abgesackt bin. Worauf das letztendlich zurückzuführen ist, ist mir egal, ich hab eh nicht mein Leben lang gedacht, ich wäre hochbegabt, da würd mir nu auch kein Traum kaputt gemacht.

    Wenn es aber die Möglichkeit gäbe ,die Begabungen nochmals anzuzapfen, und die Lebensqualität zu steigern, wäre das natürlich super, aber "Deswegen gehts ja wieder zurück" widerspricht dem natürlich.
    (Wobei das, was du beschreibst, auch an meiner Frage etwas vorbeigeht, aber egal).

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Hochbegabung - geht das wieder weg?

    öhm... ich glaube man muss unterscheiden...
    .... zwischen.... was da ist.... und umsetzung

    motivation / interesse / sinn und zweck

    willenskraft / disziplin / kontinuität

    und hier glaube ich, macht uns die adhs einen strich durch die rechnung....
    - wir brauchen mehr willenskraft (da wir diese bereits im kleinen alltäglichen mehr strapazieren müssen)
    - interesse (vieles scheint sinnlos.... da wir aufgaben erst dann erledigen, wenn wir den sinn darin sehen)
    - diziplin (uns fehlt es schwer zu automatisieren)
    - kontinuität (wir können leistung nicht immer gleich leisten - paradox - verunsichert - immer das gefühl unter-niveau - demotivierend)

    ..... ich glaube, das war meine kern-schwierigkeit.... in bezug auf leistung auf papier bringen.
    (bin aber, so glaube ich, nicht hb)

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 319

    AW: Hochbegabung - geht das wieder weg?

    Nee, im Fall meiner Frage muss man das nicht, das wäre ja fatal...

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Hochbegabung - geht das wieder weg?

    du bist gleich begabt - im vergl. zu gleichaltrigen
    wie im kindergarten..... iq - ist eine konstante.

    p.s. ich finde es nicht fatal.... doch eine begründung... für mich....
    banal ausgedrückt..... ein 100 meter sprinter - der zwar das talent, die voraussetzungen hätte.... wird
    nie an der weltspitze mithalten können.... ohne training.

    training - disziplin / willenskraft / individueller trainingsplan, damit die leistung punktuell am wettkampfstag
    erbracht werden kann.

  9. #9
    Lysander

    Gast

    AW: Hochbegabung - geht das wieder weg?

    Ich senfe mal mit, ohne Ahnung zu haben. Das mache ich nur zu gern. Eine Gernsenfbegabung*.
    Ich habe einmal, zweimal oder dreimal gelesen, dass sich das Gehirn bis zum Tode umbauen kann. Neuronen werden nicht nur im Kindesalter vernetzt, sondern eben bis ins hohe Alter.
    Ich meine mich auch zu erinnern, dass nicht geförderte, geübte, wiederholte Fähig- und Fertigkeiten verkümmern können. Beispiel: ein Mensch, der lange Zeit über kein Hörvermögen verfügte und es durch eine OP wiedererlangt, kann Schwierigkeiten bekommen mit dem Hören, weil zwar Signale ins Hirn gelangen, aber dort nicht mehr verarbeitet werden können, weil sich die Verschaltung über Jahre verändert hat. Ich weiß nicht, ob das so stimmt und mich mein Gedächtnis täuscht. Ich bin gerade auch zu faul zum Suchen. Es könnte also Halbwissen sein.
    Wenn dem aber so ist, können Begabungen sehr wohl verkümmern, wenn Mensch sie nicht nutzt und übt. Zum Beispiel: Sprachbegabung. Die mag zwar da sein - im Grunde ist jeder sprachbegabt, wenn er zumindest seine Muttersprache spricht ;-) - sie kann aber auch verkümmern. Ich erinnere mich an Schulmodelle, da hat man Kindern sehr früh mehrere Sprachen beigebracht, da die Mäuse sich sozusagen noch nicht ganz auf eine Sprache "festgelegt" haben. Deshalb ist Zweisprachigkeit (Mama und Papa sprechen unterschiedliche Muttersprachen und pflegen die mit ihrem Kind) ja erst möglich. Pflegen beide Eltern nicht beide Sprachen im Umgang mit dem Kind, hat es später ganz normale Mühen, eine weitere Sprache zu erlenen. Es muss also in fast jedem Kind eine Begabung stecken, die irgendwann "verschwindet", weil es eine "Festlegung" auf eine "Mutter"Sprache gibt. Ergo ändert sich etwas in der Hirnverschaltung, ergo kann man Begabungen wohl verlieren.

    Das ist aber nur mein Schluss... schlag nach bei....wem auch immer.

    *Hier die Fußnote. Eine Fußnote! Die Begabung ist für andere natürlich auch ein Fluch, nämlich für die von mir besenften.
    Geändert von Lysander (10.08.2012 um 10:57 Uhr)

  10. #10
    Lysander

    Gast

    AW: Hochbegabung - geht das wieder weg?

    Nu fällt mir noch etwas anderes ein. Oliver Sacks beschrieb in Büchern bestimmte Fälle, da haben Menschen durch Hirnverletzungen plötzliche Fertigkeiten entwickelt, die vorher nicht vorhanden waren. Sacks ist Neurologe und die Fälle sind nachweisbar. Das Hirn scheint also auch vergrabene Möglichkeiten zu haben oder eben jede Änderung seiner Struktur (Verletzung, OP usw) kann einen Menschen "neu bauen". Es scheint ein Charakter durch die Summe aller Vernetzungen sich zu bilden. (nicht der Charakter).

    Ich finde den Vergleich des Gehirns mit einem Hologramm sehr sinnig. In jedem Punkt sind alle Informationen eine Bildes gespeichert. Deshalb kann man ein Hologramm zerbrechen und in der Scherbe doch wieder räumliche Informationen sehen (bei Bestrahlung mit Licht), die mehr hergeben als die bloße Größe der Scherbe selbst. Das ist ähnlich wie eine Spiegelscherbe: da sieht man auch "mehr" als die Größe der Scherbe hergibt. Und trotzdem: große Stücke, die herausgenommen werden, ändern irgendwann das Gesamtbild des Gehirns.

    Jetzt habe ich einen Knoten im selbigen. Wo ist mein roter Faden hin?

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