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Diskutiere im Thema Ich glaube inzwischen es ist eine Gabe... im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Ich glaube inzwischen es ist eine Gabe...

    Ich wollte euch nur ein Update geben:

    Email an den Herrn Professor ist raus, ein Gesamtkonzept der Präsentation steht bereits.

    Ich kann nicht glauben, was hier gerade neben mir liegt - noch viel weniger, dass das so aus meiner Hand stammen soll. Die Sache ist inzwischen so bombenfest und lückenlos durchargumentiert, die einzig möglichen Gründe meine Theorie abzulehnen kann nur noch vollkommene Ignoranz von Fakten oder ein Versuch sein, mir meine Idee klauen zu wollen.

    Ohne Scheiß jetzt, ich fress nen Besen wenn das so am Ende nicht aufgeht.

    Ich denke ich kann hier mit viel Selbstsicherheit nun schreiben: Ich bin da verdammt nochmal sehr nah an einer funktionierenden Diagnostikmethode dran. Auch wenn ich garnicht absehen kann, wie sich das im Endeffekt entwickelt wenn man es wirklich konkret anwendet - der Theorie nach ist alles vollkommen eindeutig. Zumindest ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit besser als das, was bisher zur Verfügung steht. Wir werden sehen, drückt mir die Daumen.

    Ich meine das voll und ganz ernst was ich hier schreibe.

    Ich möchte euch allen nochmal deutlich sagen: Lasst euch nichts einquatschen. Ihr habt mit dieser Krankheit auch Talente in die Wiege gelegt bekommen. Erkennt diese und nutzt sie entsprechend. Wenn euer Umfeld das nicht erlaubt - ändert nicht euch selbst, wie das Umfeld es gerne hätte - sondern ändert euer Umfeld.

    Mein Wort zum Sonntag (oder was war heute nochmal für ein Tag? ).

    Ich möchte euch noch ein Zitat aus der Bibel mitgeben, das für mich persönlich mehr und mehr an Bedeutung gewonnen hat:

    Mk 11,24 Darum sage ich euch: Alles, worum ihr betet und bittet - glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil.


    Ganz egal ob ihr nun gläubig seid oder nicht - es ist die Wahrheit. Ihr müsst das nur erkennen können.

  2. #42
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Ich glaube inzwischen es ist eine Gabe...

    Jetzt dreht er durch... NUR SPAAAAß!!
    (aber wenn jemand mit Bibel-zitaten um die Ecke kommt, muss ich immer `n dummen Spruch abgeben, reine routine)

    Wünsch dir von ganzem Herzen viel Erfolg bei der Sache! Und machst mich echt saumäßig neugierig darauf, wie sich´s entwickeln wird - und natürlich auch, was du da Spannendes entdeckt hast. Fänds großartig, wenn das auch hier irgendwann mal bißchen genauer erklären könntest. Vorausgesetzt natürlich, deine Arbeit ist in sicheren Tüchern, udn so - will dich natürlich nicht animieren, irgendwas preiszugeben, was deinen akademischen Erfolg beeinträchtigen könnte. Von wegen Ideenklau.
    Also, toi-toi-toi; petri-heil; hals-und-beinbruch u.s.w. Drück dir fest die

  3. #43
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Ich glaube inzwischen es ist eine Gabe...

    wirrɟdoʞ schreibt:
    Jetzt dreht er durch... NUR SPAAAAß!!
    (aber wenn jemand mit Bibel-zitaten um die Ecke kommt, muss ich immer `n dummen Spruch abgeben, reine routine)
    Kann ich voll und ganz nachvollziehen, kenne ich von mir selbst.

    Fänds großartig, wenn das auch hier irgendwann mal bißchen genauer erklären könntest.
    Nun, ich befürchte wenn das wirklich so ein dickes Ding werden sollte, dann werde ich das nicht einmal dürfen.

    Aber kurz oberflächlich zusammengefasst:

    Es handelt sich um eine neuartige Entdeckung einer Funktion in einem speziellen Gehirnareal, das mit ADHS nachweislich in direkter Verbindung steht. Ich kann logisch anhand von existierender Forschung belegen, dass meine Beobachtungen an mir selbst in einer ganz speziellen Art und Weise interpretiert werden können, womit einige Ungereimheiten bestehender verschiedenartiger Beobachtungen in direktem und nicht so direktem Zusammenhang zu ADHS eindeutig nachvollziehbar und erklärbar werden. Die daraus resultierenden Schlüsse lassen auch andere Beeinträchtigungen in einem neuartigen Licht erscheinen und die aus Beobachtungen bisher angenommene Funktion des angesprochenen Hirnareals muss umgedeutet werden. Der gegenwärtige Wissensstand legt nahe, dass die hier gemachten Beobachtungen in direktem Zusammenhang mit ADHS stehen können und vorerst spricht noch nichts dagegen, dass es sich um ein Phänomen handelt, das auf alle ADHS-Betroffenen in mehr oder weniger starkem Maße zutreffen und sie von Gesunden unterscheidbar machen könnte. Sollte all das so zutreffen ergibt sich aus diesen neuartigen Schlüssen ein sehr simpel umzusetzendes Testverfahren, das den gegenwärtigen Tests weit überlegen sein dürfte.

    Das muss leider reichen an Informationen, der Rest ist einfach zu sensibel, da es hier ja um was Wichtiges geht.

    Ich sage mal so, die Indizienlage zu der von mir neu entdeckten Funktion des genannten Hirnareals ist zumindest aus meiner Sicht glasklar und unabstreitbar, zumindest in Kombination mit meinen persönlichen Beobachtungen an mir selber. Diese Beobachtungen werden gestützt durch einen hyperaktiven ADHSler aus dem Forum hier, der dieselben Beobachtungen an sich feststellen konnte. Außerdem haben sie einen deutlichen, direkten Bezug zu einigen sehr häufig in Kombination mit ADHS auftretenden Problemen.
    Da ich anders als jenes Forenmitglied außerdem reinrassig hypoaktiv bin kann diese Beobachtung an mir schon mal nicht im Typus seine einzige Ursache haben - es besteht also durchaus Hoffnung, dass es sich um ein generelles ADHS-Problem handeln könnte.
    Ganz "nebenbei" erklärt es noch eine sehr spezielle, von ADHS jedoch vollkommen unabhängige Störung in detaillierterer Form, als das zur Zeit scheinbar möglich ist.
    Wenn das alles so zutrifft und am Ende funktioniert wie ich denke, dann ist die Messung des Ganzen ein Kinderspiel. Die technische Umsetzung ist dabei so günstig, dass es kein Problem darstellen dürfte soetwas in allen normalen Arztpraxen problemlos verfügbar zu machen.

    Vielen Dank nochmal an dieser Stelle an M. , der mir sehr viel geholfen hat und wohl seinen ganz persönlichen Teil dazu beigetragen hat.
    Achja - halt bloß deinen Mund, du bist quasi fast der Einzige außer mir, der genauer weiß, was ich vorhabe Dafür hast du wirklich deinen persönlichen Beitrag dazu geleistet, wenn das denn so klappen sollte - ist doch auch was. Ich hätte dich als Dankeschön mit deinen beruflichen Fähigkeiten wirklich gerne in eine mögliche technische Umsetzung des Ganzen eingebunden - schade, dass dein Arbeitsfeld nicht so gut dazu passt.
    Geändert von hypocampus ( 2.11.2011 um 04:50 Uhr)

  4. #44
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Ich glaube inzwischen es ist eine Gabe...

    Hallo ihr Lieben


    Hypocampus, da ging mir aber bei deinem Text gerade dermaßen ein Licht auf: Stimmt, es ist nicht nur, dass ich besser lernen kann wenn ich die Zusammenhänge verstanden habe, ich kann andersherum Einzelheiten ohne sinnvolle Verknüpfungen überhaupt nicht behalten, das war schon in der Schule so. Und es ist natürlich auch eine ernorme Entlastung für das Hirn (bzw. für das Arbeitsgedächtnis), wenn ich die einzelnen Verknüpfungen nach und nach aufzeichne und das als Bild abspeichere, als wenn ich mit Einzelinformationen hantieren würde.
    nicht zu schnell mit den jungen Pferden. Was da beschrieben wird, ist nicht nur die Art, mit der AD(H)Sler besser lernen können. So lernen alle besser - das ist nix AD(H)S spezifisches.



    Hypocampus schrieb
    Bei mir trifft jedenfalls folgendes zu, das sich nahtlos in diese Erklärung einfügt:

    -ich lerne deutlich besser wenn ich einen Gesamtzusammenhang erkennen kann
    -zusammenhangsloses Faktenwissen kann ich mir nicht merken und finde es uninteressant - so bestehen gravierende Lücken im Allgemeinwissen in den Bereichen Geografie, Politik, Geschichte
    -ich muss die Einzelschritte eines Handlungsablaufs im Zusammenhang verstanden haben, dann kann ich ihn auch fehlerfrei ausführen, sobald die einzige Information ist "Mach A, dann B", ohne dass ich mir herleiten kann warum B aus A folgen muss, so besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass ich öfters direkt zu C springen werde, ohne es zu merken.
    Was hat das mit ADHS zu tun? Ich liebe Geschichte, Politik, etc. es waren meine absoluten Lieblingsfächer und sind auch heute noch von größten Interesse für mich. Wieso schließt du daraus, dass du diese Lücken hast, dass es sich um zusammenhangloses Faktenwissen handelt. Handelt es sich nicht vielleicht vielmehr darum, dass du nicht in der Lage warst, diese Fakten als Teil eines stochastischen Prozesses zu erkennen und dich lieber in die Sicherheit determinierter Prozesse begeben hast, weil ein determinierter Prozess es so einen AD(H)Sler Hirn einfach besser ermöglicht sich zu ordnen und nicht im Chaos unter zu gehen?

    Oder haben dich diese Fakten und deren Zusammenhänge einfach nicht interessiert – AD(H)Sler sind wunderbar in der Lage ihren Focus sehr einseitig auszurichten und was dann nicht im Kegel dieses Lichts liegt ist auch nicht von Interesse und wird als ... z.b. „zusammenhangsloses Faktenwissen“ abgetan.

    Muß nicht stimmen, meine Vermutung – ist nur so eine Idee.

    In meiner Familie z. B. sind 2 AD(H)Sler beide hochinteressiert an den Geisteswissenschaften und 2 AD(H)Sler sind Naturwissenschaftsfreaks – (alle 4 haben auch in den entsprechenden Bereichen ein Studium absolviert). In beiden Bereichen gibt es einen vollkommen chaotischen AD(H)Sler und einen sehr zwanghaften. Ob mit oder ohne H ist auch gemischt.

    Ich kann z. B. bei mir in der Familie beobachten, dass es durchaus große Unterschiede gibt, ob zu der AD(H)S eine Hochbegabung kommt und/oder eine narzistische Persönlichkeitsstruktur. Auch kann ich beobachten, dass Nicht-AD(H)Sler (haben wir auch in der Sippe) bei hoher Begabung sehr, sehr kreativ leben, lernen und denken können.



    Ich habe mal gelernt, dass in der Wissenschaft N = 1 als Größe einer randomisierten Studie nicht viel mehr aussagt, als das da etwas bei genau einer Person zutrifft und dass, wenn dieser Proband auch noch der Tester ist, die Auswertung sehr subjektiv ist ....


    .... denn

    jeder reflektiert in seinen Kategorien

    (Hegel)

    Alles Liebe
    Elvira

  5. #45
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Ich glaube inzwischen es ist eine Gabe...

    @Elvira
    wenn so, alle besser lernen - verstehe ich nicht, wieso die schule ganz anders aufgebaut ist?
    ich habe immer gedacht, die schule orientiere sich an der grossen masse - also lerntyp / iq / fleiss - die ersten schuljahre (meine meinung)
    erzeugen mehr fleissige, im rahmen-denker als kreative querdenker - im täglichen leben, sehen wir uns mit der aufforderung konfrontiert und
    versuchen hierfür lösungswege zu suchen. in der schule werden einzelne schritte zusammenhanglos auswendig gelernt.

    ich hatte riesengrosse mühe, mit dem IST. nichts ist so wie es scheint und wenn das wasser aufwärts fliesst (aus physikalsichen gründen) so
    ist es eben nicht so, dass wasser immer abwärts fliesst. (versteht man was ich meine ?)
    man kann es jetzt so sehen, adhsler haben mühe sich gedanklich in einem begrenzten, vorgegebenen rahmen aufzuhalten - oder - der vorgegebene rahmen
    endspricht nicht dem möglichen denken der lernenden.

    doch sonst, glaube ich, dass ich verstanden habe, was gemeint ist.... wie die farbe rot bei anderen wahrgenommen wird werden wir nie herausfinden.

    mein bauchgefühl (ich schreibe es so, da ich es einfach annehme)
    das gehirn gleicht aus - fehlt es an kapazität auszufiltern, (oder ist es sogar so gewollt?) - sucht es sich
    andere wege der verarbeitung.

    gruss

  6. #46
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Ich glaube inzwischen es ist eine Gabe...

    Elwirrwarr schreibt:
    Hallo ihr Lieben




    nicht zu schnell mit den jungen Pferden. Was da beschrieben wird, ist nicht nur die Art, mit der AD(H)Sler besser lernen können. So lernen alle besser - das ist nix AD(H)S spezifisches.



    Hypocampus schrieb


    Was hat das mit ADHS zu tun? Ich liebe Geschichte, Politik, etc. es waren meine absoluten Lieblingsfächer und sind auch heute noch von größten Interesse für mich. Wieso schließt du daraus, dass du diese Lücken hast, dass es sich um zusammenhangloses Faktenwissen handelt. Handelt es sich nicht vielleicht vielmehr darum, dass du nicht in der Lage warst, diese Fakten als Teil eines stochastischen Prozesses zu erkennen und dich lieber in die Sicherheit determinierter Prozesse begeben hast, weil ein determinierter Prozess es so einen AD(H)Sler Hirn einfach besser ermöglicht sich zu ordnen und nicht im Chaos unter zu gehen?

    Oder haben dich diese Fakten und deren Zusammenhänge einfach nicht interessiert – AD(H)Sler sind wunderbar in der Lage ihren Focus sehr einseitig auszurichten und was dann nicht im Kegel dieses Lichts liegt ist auch nicht von Interesse und wird als ... z.b. „zusammenhangsloses Faktenwissen“ abgetan.

    Muß nicht stimmen, meine Vermutung – ist nur so eine Idee.
    Ne, du hast Recht. Das Interesse ist ausschlaggebender Faktor, nicht die Grundstruktur des Interessensgebietes an sich. Woher das kommt kann dir keiner sagen. Ich würde jedoch weiterhin behaupten, dass erst die Einschränkung durch das ADHS eine übermäßige Beschäftigung mit bzw. Interesse für ein Thema erweckt und gleichzeitig die Bedeutung von Zusammenhängen dadurch im Vordergrund stehen. Im Prinzip ist das bei jedem zu einem gewissen Grad so - auch dort hast du Recht. Jedoch bei ADHSlern eben ausgeprägter in meiner Ansicht.

    Generell muss ich über das wa du sagst nochmal etwas genauer nachdenken - auch dafür wird es einen Grund geben und auch das ist etwas komplizierter als "Faktenwissen interessiert keinen ADHSler". Ich wollte dir den Wert deines Spezialinteresses nicht schlechtquatschen, falls du das dachtest - es interessiert mich eben nunmal nicht.

  7. #47
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 806

    AW: Ich glaube inzwischen es ist eine Gabe...

    Hallo Elvira
    Elwirrwarr schreibt:
    nicht zu schnell mit den jungen Pferden. Was da beschrieben wird, ist nicht nur die Art, mit der AD(H)Sler besser lernen können. So lernen alle besser - das ist nix AD(H)S spezifisches.
    Oh, da muss ich hypocampus aber grad ein Bisschen verteidigen - dasselbe habe ich in einem früheren Post auch schon angemerkt, und er hat das "korrigiert", bzw. genauer geschrieben
    hypocampus schreibt:
    =)Du hattest etwas zu den Mindmaps geschrieben.
    Es ist tatsächlich so, jeder lernt besser mit Mindmaps. Das weiß nur nicht jeder und nutzt es auch.
    Wir jedoch sind eben noch stärker darauf angewiesen - weil wir uns weniger gut auf den geradlinigen Verlauf verlassen können - durch den "working memory" fällt vieles dann einfach schnell raus. Zusammenhänge herzustellen umgeht das Problem ein bisschen.
    Leider will/kann/darf er ja nichts genaueres über seine Entdeckung schreiben, aber ich gehe davon aus, dass er das irgendwie begründen könnte, aus neurologischer Sicht

    Elwirrwarr schreibt:
    Ich habe mal gelernt, dass in der Wissenschaft N = 1 als Größe einer randomisierten Studie nicht viel mehr aussagt, als das da etwas bei genau einer Person zutrifft und dass, wenn dieser Proband auch noch der Tester ist, die Auswertung sehr subjektiv ist ....
    Eben deshalb weil diese mysteriöse Diagnosemethode ja noch sehr neu ist, gibt es dazu bisher logischerweise noch keine empirischen Daten. Das Vorgehen ist aber nichts desto trotz ein wissenschaftliches, nur hat hypocampus einen anderen Startpunkt gewählt: von der ursprünglichen Theorie (die veraltet scheint) und seinen eigenen Beobachtungen (dem Speziellen) über die Induktion (abstrahierender Schluss aus beobachteten Phänomenen) zum "Allgemeinen" (der Theorie die er dem Professor vorstellt). Gemäss der Wissenschaftstheorie sollte danach natürlich ein Deduktiver Vorgang folgen, (s. Grafik), das wäre dann vllt. Teil der Doktorarbeit oder aber weiterführender Studien, wodurch eben die empirischen Daten ermittelt würden, welche die Theorie bestätigen können (oder auch nicht ... ). Wissenschaft heisst eben "Wissen schaffen", d.h. es ist eigentlich ein kontinuierlicher Prozess, aber irgendwo muss man ja mal anfangen
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	800px-Induktion-Deduktion.svg.png
Hits:	13
Größe:	20,7 KB
ID:	4461

    Natürlich ist dieses Modell der Wissenschaftstheorie stark vereinfacht, kommt aus den Geisteswissenschaften, wurde und wird immer noch kontrovers diskutiert, aber mir scheint es verständlich

    Im Übrigen kann ich Dir aber zustimmen: während der Schulzeit (Waldorf-Schule) waren Geschichte, Geografie usw. immer meine Lieblingsfächer, und da war ich auch Klassenbeste Mathematik z.B. habe ich da nie begriffen, war mir einfach zu abstrakt. Im Studium aber, ist genau das Gegenteil passiert: da war ich plötzlich wesentlich besser in den logisch-mathematischen Modulen (Datenbanken, Java-Programmierung usw.) als in den eher geisteswissenschaftlichen.

    Ich vermute mal, dass dies u.A. in der Art, wie die Inhalte vermittelt wurden, bzw. wie das Wissen danach geprüft wird, liegt:

    In der Waldorf-Schule werden gerade meine Lieblingsfächer sehr systematisch von der ersten Klasse an mit dem Prinzip eines "Mindmaps" aufgebaut. Es geht überhaupt nie darum, irgendwelche historischen Daten oder anderes nur auswendig zu lernen, sondern es wird bewusst ein ganzheitliches Wissensnetz aufgebaut. Ach ja, ich weiss jetzt gerade nicht, woher ich eine Quelle dafür holen könnte. Aber wir hatten eben keine Prüfungen, in denen Daten abgefragt wurden, sondern wir mussten Aufsätze schreiben, selber denken also. Dieses Prinzip des ganzheitlichen Lernens lässt sich leider auf die Mathematik nur schwer übertragen. Zumindest für mich war es ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr möglich, die Logik hinter den Formeln wirklich und vollkommen zu verstehen. Da hätte man sich diese abstrakten, einander sehr ähnlichen Rechenvorschriften einprägen sollen, und diese anwenden ohne zu denken (Regeln befolgen geht sowieso nicht gut ). Das ging bei mir einfach nicht, weil mir das Grundverständnis fehlte, das Mindmap, in welchem ich mich hätte zurecht finden können. In meinen Zeugnissen der höheren Klassen steht dem gemäss: "Sehr eigenwillig, fast unzugänglich ist ihre Arbeitsweise geworden."

    An der FH aber, war ich trotz brennendem Interesse an Kommunikationswissenschaft, Sozialpsychologie etc., nicht in der Lage einigermassen ordentliche Klausuren zu schreiben. Denn da war eben dieses zusammenhanglose Faktenwissen gefragt (lag wohl auch an dem Dozenten, der diese Fächer unterrichtete). Man musste unglaublich viel lesen (für mich zu viel), und natürlich auch verstehen (was mir mE trotzdem gelang), an den Prüfungen ging es aber darum, die korrekten Begriffe zu verwenden. Es genügte nicht, etwas sinngemäss zu Erklären, wenn man nicht das betreffende Stichwort in der Beantwortung der Fragen hatte, dann gab es Null Punkte.
    Datenbanken zu entwickeln oder kleine Programme zu schreiben (z.B. für Berechnungen ... ) war dagegen überhaupt kein Problem, weil es eben Zielgerichtet war, d.h. man konnte mit den gelernten Regeln tatsächlich etwas realistisches aufbauen, und ohne diese Regeln läuft da gar nichts. Klar kann dies auch wieder am Interesse liegen, aber es hat mir gezeigt, dass meine bisherigen Misserfolge in daten- und faktenorientierten Bereichen nichts mit mangelnder Begabung zu tun hatten.

    Ich persönlich glaube, dass mein Interesse an Dingen u.A. stark mit den damit verknüpften Erfolgserlebnissen ist. Wird wohl bei einigen so sein - Die FH hat mir aber die Freude an geisteswissenschaftlichen Themen zum Glück nicht mehr nehmen können.

    Also Elvira, vielleicht kannst Du deine (für die Sammlung empirischer Daten im übrigen genau so subjektiven) Beobachtungen an "Sippen"-Mitgliedern ja nochmals überdenken Ich habe abgesehen davon auch schon läuten gehört, dass AD(H)S eventuell zum autistischen Spektrum gerechnet werden kann. Damit liessen sich die spezialinteressen Deiner genannten Beispiele vielleicht auch noch erklären. Ich selber bin übrigens ein Mischtyp, Hochbegabung hat man mir auch schon nachgesagt (aber naja ... ), und bei diesen Online-Aspie-Tests habe ich immer eine sehr hohe Punktezahl erreicht (warum auch immer).

    lg
    Lineli

    ps: habe gesehen, dass inzwischen noch andere gepostet haben, schick das jetzt trotzdem nochmals ab, mit der Grafik drin (hoffe ich)
    Geändert von Lineli ( 2.11.2011 um 13:07 Uhr) Grund: Grafik ... nicht mehr Chinesisch hoff ich

  8. #48
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Ich glaube inzwischen es ist eine Gabe...

    Hallo und danke für die vielen Denkanstöße

    klar sind meine Beobachtungen auch subjektiv - klar lerne ich lieber wenn ich einen Sinn sehe, denn nur dann kann ich meinen Fokus darauf legen und ohne Fokus lerne ich gar nix.

    Ich habe abgesehen davon auch schon läuten gehört, dass AD(H)S eventuell zum autistischen Spektrum gerechnet werden kann
    Bei mir wurden Aspie-anteile ausgeschlossen. Ich habe an einer Studie für eine Doktorarbeit in der MHH teilgenommen, wo soetwas untersucht wurde. Die Studie ist noch nicht ausgewertet, so dass ich da nix zu sagen kann.

    wenn so, alle besser lernen - verstehe ich nicht, wieso die schule ganz anders aufgebaut ist?
    ich habe immer gedacht, die schule orientiere sich an der grossen masse - also lerntyp / iq / fleiss - die ersten schuljahre (meine meinung)
    erzeugen mehr fleissige, im rahmen-denker als kreative querdenker - im täglichen leben, sehen wir uns mit der aufforderung konfrontiert und
    versuchen hierfür lösungswege zu suchen. in der schule werden einzelne schritte zusammenhanglos auswendig gelernt.
    Ich denke, dass liegt mehr an unserer preußisch-protestantischen Tradition und weniger an der Sinnhaftigkeit für die große Masse.


    Und ich denke auch das Hypocampus bestimmt eine tolle Idee hat - viele große Dinge haben ihren Ursprung in ganz subjektiven Beobachtungen.


    Bis bald

    Elvira

  9. #49
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Ich glaube inzwischen es ist eine Gabe...

    ps:

    Das Interesse ist ausschlaggebender Faktor,
    genau das denke ich ist bei uns AD(H)Lern sehr, sehr ausgeprägt. Unsere Fähigkeit den Fokus extrem bündeln zu können - wahrscheinlich mehr als es nicht-AD(H)Ler können ist eine Gabe, birgt aber auch die Gefahr, dass wir wichtige Dinge und Aspekte außerhalb des Lichtkegels unseres Fokuses nicht erkennen.

    Alles Liebe ELvira

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Ich glaube inzwischen es ist eine Gabe...

    Elwirrwarr schreibt:

    Ich habe mal gelernt, dass in der Wissenschaft N = 1 als Größe einer randomisierten Studie nicht viel mehr aussagt, als das da etwas bei genau einer Person zutrifft und dass, wenn dieser Proband auch noch der Tester ist, die Auswertung sehr subjektiv ist ....
    N=2

    Nun, mehr sollen dann ja im Rahmen der zugrundeliegenden Arbeit dazukommen - schon klar dass ich im Kopf keine statistisch korrekten Schlüsse ziehen kann.

    Aber was da jetzt bereits steht ist besser als alle Ansätze die es momentan gibt. Denn die Ansätze die bereits in der Diagnostik Anwendung finden sind Müll, in meinen Augen zumindest.

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