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Diskutiere im Thema Hochbegabt, aber schlecht in Mathe? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 457

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    Hi Smile,

    definiere "lerngerecht". Die Methodik wäre nur dann inadäquat (= nix wert ), wenn sich keine nennenswerten Lernerfolge jenseits vom Rundungsfehler (oder so) einstellten.

    Dem ist es aber nicht so. Denn durchschnittlich begabte Menschen können ja verhältnismäßig einfach alle möglichen Schulen absolvieren und nehmen was am Wissen mit.

    Wenn es anders wäre, hätten wir es mit ganzen Nationen voller Analphabeten zu tun. Zum Glück ist es aber anders.

    Es grüßt ein studierter Pauker (lang isses her…)

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    hallo dalek

    ich habe mich einfach gefragt,
    wieso ich es nicht hin bekommen habe. (ja, ich habe auch grundschule/oberstufe/berufsschule durch)
    mit nicht hin bekommen, meine ich das potenzial ausgeschöpft zu haben. z.b. ich kann einfach nicht auswendig
    lernen ohne den sinn und zweck der übung kapiert zu haben. ich kann auch nur sehr schlecht schritt für schritt
    zum ziel geführt werden, wenn ich das ziel nicht kenne. und auswendig lernen ohne das ganze kapiert zu haben
    ist gemäss meinem empfinden - nicht, sich wissen aneignen.

    ach ja, und sorry - ich meinte gehirn-gerecht.

    nun gut und recht, wer keine schwierigkeiten hat, muss sich ja auch keine gedanken machen, wie
    er es besser hinbekommen würde. und wer mühe hat, wie ich, sucht sich neue/andere wege ;-)

    p.s. im übrigen hast du recht - der DURCHSCHNITTS-mensch.... (und was ist mit all den anderen?)
    *gg* und durchschnitt bedeutet, das mittelmass und NICHT überdurchschnittliche leistungen. ;-)

  3. #33
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 457

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    Ja - ha, Smile, da gibt es eine ganze Menge zu beachten:

    Es ist erstens unmöglich - behaupte ich mal - ein Schulprogramm so aufzustellen, das es für alle möglichen Schüler, gleich welcher Begabung, sozialer und auch lokaler Herkunft, Intelligenz, Entwicklungsstufe, sprachlichen Hintergrundes… gleich gut ist. Das haben Pädagogen in den ganzen Hunderten bis Tausenden von Jahren nicht hinbekommen und werden es auch nicht hinkriegen - dafür wir Menschen sind zum Glück zu unterschiedlich.
    Wer das Gegenteil behauptet und meint, irgendwas "Ganzheitliches" erfunden zu haben, ist ein ganz normaler Lügner. Das schließt IMHO die ganzen sektenähnlichen Pädagogiken ausdrücklich mit ein.

    Dann gibt es natürlich aber nicht nur Methodik, Didaktik, Schulprogramme und -stoff, sondern auch und vor allem: Schüler und Lehrer. Hier ist der Lehrer gefragt. Wenn der Lehrer keine individuelle Methode entwickelt, auch Schülern was beizubringen, die "anders" denken, dann gibt es das Problem, das Du beschreibst.

    "Durchschnitt" habe ich mangels Alternative benutzt (ich hätte stattdessen auch "normal" schreiben können, was noch schneller zum Stein des Anstosses wird). "All die anderen" brauchen eben spezielle Zuwendung und/oder müssen auch selber zusehen, wo sie stehen.

    Eine Rundum-Sorglos-Schule kann es nicht geben, außer sie baut vollkommen an der Realität vorbei. Gemäß der Binsenweisheit, dass wir hauptsächlich für das Leben und nicht für die Schule lernen.

    Oder habe ich Dich komplett falsch verstanden?

  4. #34
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    hallo du hast mich schon richtig verstanden.

    ich kann nur von mir sprechen und ja, ich bin "vorbelastet" und
    darf jetzt meine kinder durch die schulzeit begleiten.

    das was ich für meine kinder wünsche:
    dass sie an ihre fähigkeiten glauben / gesunder selbstwertgefühl
    sie motiviert bleiben / die natürliche freude am lernen beibehalten
    wenn was nicht fuktioniert - andere wege suchen

    und ja, wie du bereits andeutest - die zwischenmenschliche beziehung von schüler und lehrer
    ist unter anderem eins vom wichtigsten.

    wir sind aber jetzt, so glaube ich, off-topic.... auf alle fälle, finde ich es interessant
    andere wege beschreiten zu versuchen - wenn der 0815-er nicht funktioniert.

    gruss

  5. #35
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    Habe ich keine Zeit für, in allen Bereichen "Hochbegabt zu sein" .. in der Penne (Schule) war ich in allen Fächern gut, wo ich meine Kreativität nutzen konnte ... Grammatik ,

    Auswendig lernen fand ich anfangs öde, verstehen ist besser und dann praktisch anwenden, nuuuuuuuuuuuuuur, wenn niemand im Umfeld ´ne Erklärung rausreicht und

    ich mit dem Kram damals nicht klar gekommen bin, oder warten mußte ... ´ne halbe Stunde, dann kam meiner Ma was dazwischen, dann noch mal warten und dann ´nen freundlichen

    Hinweis, das mein Vater/Scherzhaft, mein Alter eventuell ab 18:00 Uhr Zeit hat .. unglaublich und spielen, draußen mit Freunden schob sich zeitlich in weite Ferne als Zwerg

    Chancengleichheit sieht anders aus, erst mal Schularbeiten/Hausaufgaben , danach zur Kontrolle vorlegen , dann Endkontrollergebnis abwarten, dann Arbeitsplatz aufräumen

    ... danach die richtige Spielkleidung anziehen .. fand ich nervig, noch mal umziehen, dann ermahnende Worte wo ich spielen darf und mit wem und mündlich abmelden,

    wenn wir etwas abseits vom Spielbereich toben wollten .. später hatten wir ´ne Zeichensprache, das war dann auch für mich und meine Ma in Ordnung, wenn ich in ´ner Gaststätte

    bin, bestelle ich mir ´nen Getränk und falls ich Nachschub benötige hebe ich meine Hand und bestelle dann nach, jeder Finger ein Getränk, falls noch andere etwas trinken wollen,

    spart Zeit und bringt gute Laune und der Rest freut sich ebenfalls, genauso wie der Getränkebringedienst

  6. #36
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    ich kann gerade nicht auf die beiträge der seite 4 eingehen, weil ich sonst vergessen habe, was ich eigentlich schreiben wollte.

    was mir ins auge stach, waren folgende aspekte:

    1. definition des intelligenz-begriffes bzw. intelligenzformen außerhalb der populären definition

    das schulsystem ist, wie sicher in vielen anderen threads schon ausgeführt wurde, in einer bestimmten art des denkens verhaftet und richtet jede denkensart, die sich davon unterscheidet, als "dumm" oder zumindest "seltsam". das führt dann sogar später im studium dazu, nicht frei denken und sich frei ausdrücken zu dürfen, ohne schiefe bzw. böse blicke oder gar einen auf den deckel zu bekommen. viele ADSler bezeichnen sich beispielsweise als kreativ und assoziativ, was den "geradlinig" denkenden menschen anscheinend unglaublich fremd sein muss. ich selbst kann meine ergebnisse oder besser gesagt "eingebungen" selten unmittelbar nach ihrem aussprechen begründen und kann trotzdem mit ihnen gedanklich weiter arbeiten und sie anwenden, um letztendlich zu einem ergebnis zu kommen, das sich in einer "guten" (der situation angepassten, "intelligenten") handlung ausdrückt. ich lerne quasi durch beobachtung, nachahmung, reflexion und anwendung des gelernten, ohne die einzelnen schritte präzise dokumentieren/protokollieren zu können, geschweige denn die "fachausdrücke" korrekt benutzen zu können. mir ist wurscht, wie das heißt, hauptsache, ich kann es in meinem gesamtbild benutzen, um später eine neue handlungsweise (z.b. in einem neuen sozialen umfeld zurechtkommen) anwenden zu können. das ist wohl kaum eine intelligenz, für die es einen test gibt, weil sie ohne konkrete begriffe und zuordnungen auskommt - vielleicht könnte man sie als intuitiv benennen. ich arbeite eher mit bildern und assoziationen und benutze sie als "bastelmaterial" in einem denkprozess.

    ein zweites beispiel wäre, dass ich mir soziale gegebenheiten merke, ohne es zu wollen - die beziehungen der personen untereinander, die "rangfolge" (meist unausgesprochen), wer gerne was isst und mit wem, wer wann geburtstag hat oder seinen zahnarzttermin, wer mit wem befreundet ist und warum wer auf wen sauer ist usw...also tratsch-und klatsch-wissen.

    ich frag mich immer, was ich damit soll, weil ich bis jetzt noch keine interessante anwendung dafür gefunden habe, weil ich nicht auf small-talk und tratsch stehe...

    kann mir ein iq-test sagen, was das für eine intelligenz ist und warum gerade auf das soziale spezialisiert?

    2. ein umfeld, das zu den eigenen fähigkeiten passt?

    ein umfeld, das zumindest zu mir passt, ist das philosophie-studium. dort laufen genauso seltsame exemplare herum wie ich eines bin und manche von ihnen fordern auch noch, selbstständig zu denken. dort ist man schon allein durch das fach gezwungen, offen für neues zu sein und jede möglichkeit zumindest in erwägung zu ziehen. das machen sich dann diejenigen zunutze, die woanders nicht reinpassen...dort gibt es sogar leute, die seltsamer sind als ich.
    es kommt mir fast vor wie ein hafen für hochbegabte gedanken-jongleure und...freaks.

    auch ich selbst habe in diesem studium gelernt, keine hand mehr vor den mund zu nehmen und das, was ich denke, so auszusprechen, wie ich es denke, ohne es vorher "mundgerecht" für die anderen zurechtzustutzen. dort fehlen die einengenden strukturen, die einen bestimmten kodex abverlangen wie bei vielen anderen wissenschaften - was nicht heißt, dass philosophie keine methoden hat...im gegenteil ist sie die mutter aller methoden.

    also...die hier in unserem bildungssystem am meisten geforderte intelligenzart ist keine, die "uns" ADSlern (manchmal plus besondere begabung) unbedingt gerecht wird - daher müssen wir uns nischen suchen, in denen wir uns und unsere fähigkeiten ausspielen dürfen.

    denn sonst kommt es eventuell zu einer

    3. selbstblockade

    und zwar ist es besonders wahrscheinlich, wenn die erwartungen an uns, der gegebene rahmen (der wie gesagt meist nicht unserer ist) nicht mit uns arbeiten, sondern etwas von uns fordern, für das wir nicht unbedingt gebaut sind, für das wir nicht unbedingt die passenden fähigkeiten haben. durch diese immer wieder an uns herangeführten erwartungen und unserem unvermögen, ihnen gerecht zu werden, kommt es dann evtl. zu einer selbsthemmung, einer resignation, einem irregeleiteten versuch, sich anzupassen - was z.b. dazu führt, dass wir die erwartungen unserer mitmenschen letztendlich doch erfüllen in einer uns schädigenden weise, nämlich in einer art "selbsterfüllenden prophezeiung" der negativen bilder, die andere in unserem denken von uns haben. wir werden den anderen gerecht in ihren vorurteilen (die wir ihnen wiederum zuschreiben) über uns, ihren negativen erwartungen. (Bedrohung durch Stereotype)
    Geändert von Chamaeleon (31.01.2012 um 18:52 Uhr)

  7. #37
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    -Beitrag entfernt-
    Geändert von Schokominza (26.03.2012 um 03:41 Uhr) Grund: war doof

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