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Diskutiere im Thema Hochbegabt, aber schlecht in Mathe? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    Nicht ganz.
    Gesetze kann/ muss man auswendig lernen, bei Mathe gibt es Formeln und Regeln, die anzuwenden sind und um dies zu können, muss man sie quantisieren/ verstehen können.
    [/QUOTE]

    Genau da liegt der Fehler.. Wenn man zuerst Formeln und Regeln auswendig lernt, lernt man keine Mathematik sondern Sätze (sprachlich gesehen (Keine mathematische Sätze))!.

    Das "verstehen" ist viel wichtiger als Formeln. Mathe ist ziemlich abstrakt man braucht evtl sehr viele Beispiele (auch eigene kreative Beispiele) bis man Muster erkennt und dann macht es Sinn Formeln herzuleiten bzw lernen. Wenn ein Kind 2+1 nicht versteht nützen auch andere Bespiele nicht. Wie zB 3+2 oder 1+2

    Das ist ein "Step by Step" Ding.

    Fliegerlein schreibt:
    Sprich: Hat man die Grundlagen verinnerlicht oder spult man nur auswendig gelerntes ab.
    Schul Mathematik ist das reine abfragen von Sachen die man auswendig gelernt hat.

    5+9 ist das gleiche wie 41+9, dass Prinzip ist a+b

    Das geht bis nach Abi zeit so. Man zeigt wie man ableitet und dann rechnet man den Spaß mit anderen Zaheln nach... und das ist reine Wiedergabe, Man muss nix verinnerlichen oder so, man setzt einfach nur andere Zahlen ein etc...

    lg isebaby

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    Ich kann nur noch mal wiederholen und empfehlen, für ein besseres Verständnis des Problemes der Dyskalulie, Dir den Wikipedia-Artikel durchzulesen.

    Ich habe zu diesem Thema schon so einiges gelesen, weit mehr als diesen Artikel, dennoch beschreibt er es recht gut.

    Ich kann jetzt versuchen, das hier deutlicher zu erklären, aber am ende würde ich dann nur ebenjenen Artikel mehr oder weniger abgeschrieben haben, denn er bringts recht gut auf den Punkt.

    Jegliches Üben und Automatisieren ist hier vergeblich, da die Kerngedanken unerschlossen sind. Wenn z. B.Menge und Zahl mit gänzlich falschen Vorstellungen besetzt sind, kann die innere Logik des Stellenwertsystems nicht erarbeitet werden.
    Wenn dieser Bereich der mathematischen Intelligenz nicht ausgebildet ist, dann kann man sich auf den Kopf stellen, es wird nicht klappen.

    Der Satz macht btw. auch deutlich, dass Schul-Mathematik mitnichten das reine Abfragen von Auswendiggelerntem.
    Sollte es jedenfalls nicht sein.


    Ich weiß nicht wie groß und wie sportlich Du bist, aber genauso könnte ein Mensch von 1,65m versuchen, 100m in weniger als 10 Sekunden zu laufen.
    Das wird er nicht können, egal wie sportlich und athletisch er ist und egal wie viel er trainiert, weil sein Körperbau dem nun mal entgegen steht.

    Wenn die physikalischen Gegebenheiten nicht vorhanden sind, dann gerät man an seine Grenzen.
    Das ist auch im Bereich der Denkleistung nicht anders.

    Die Dyskalkulie ist, ebenso wie die Lese-Rechtschreibschwäche, insofern eine Besonderheit, als sie als reine Teilleistungsschwäche auftritt und mit dem sonstigen, zu Grunde liegendem geistigen Potential im Widerspruch steht.

    Ich kann z.B: Schaltpläne lesen, wie andere eine Bildzeitung; kann mechanische Explosionszeichnungen schnell und logisch erfassen und umstellen, sie mir räumlich und funktional vorstellen.

    Besonders das Funktionale ist hier der ausschlaggebende Punkt.
    Ich sehe einfach, wie das Teil funktioniert, das setzt aber voraus, dass ich das Zusammenspiel der Teile verstanden habe und den nächsten Schritt erdenken kann und das anhand dieser einen Zeichnung, die ja nur einen momentanen Zustand anzeigt.
    Ddie weiteren Zustände muss ich mir selbst vor Augen führen.

    Mir sind die mathematischen Grundlagen und Formeln durchaus bekannt, nützt mir aber auch nix, ich brauch jedesmal ein Stück Papier und muss jedesmal von Grund auf die Formel aus der Basisformel neu aufbauen, einfach weil ich den Sch... nicht in den Kopf bekomme.
    Genauso wie ich mich immer wieder verfahre, weil ich mir den Weg nicht merken kann, es geht nicht.
    Da hakt es einfach.

    Genauso könnte man versuchen sich vorzustellen, wo das Ende des Universums ist.

    Oder den netten Mathematikerwitz bildlich vorstellen:
    "Treffen sich zwei Parallelen in der Unendlichkeit"

    (Bevor jetzt Jemand auf die idee kommt, mir das erklären zu wollen:
    Ja, ich verstehe den, aber versuch sich mal einer, das bildlich vorzustellen, ... das kann schnell mal einige Stunden Beschäftigung für einen ADS'ler bedeuten )


    Apropos Abakus, bzw. Rechenhilfsmittel.
    Was denn meisten ein Greuel, ist mir ein Segen: Mit Rechenschiebern z.B. kann ich umgehen (Ok, ... mit Taschenrechnern auch...) .

    In der Fliegerei verwendet man auch heute noch den sog. "Drehmeier", einen auf die Fliegerei spezialisierten Rechenschieber.:

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Aviat.jpg
Hits:	20
Größe:	101,0 KB
ID:	3667

    Ich liebe dieses Teil ....
    Naja, ... ich komme damit zurecht ....
    Geändert von Fliegerlein ( 9.08.2011 um 20:29 Uhr)

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    Hallo,

    also ich bin jetzt 48 und mache gerade mein Abi am Tageskolleg nach. Viele Jahre meiner Schulzeit habe ich mich mit Mathe nur so rumgeschlagen, obwohl ich heute weiß, dass ich einen IQ von 145 habe und eine Hochbegabung im Naturwissenschaftlichen Bereich.

    Meine Tochter jetzt 13 ist auch Hochbegabt und besucht deshalb eine Schule in der es einen individualisierten gymnasialen Bildungsgang gibt. Sie wird im musischen und künstlerischen Bereich in dem ihre Hochbegabung liegen individuell gefördert (z.B. Arbeit schon im Oberstufen oder Unibereich) in den anderen Fächern ganz normal nach ihrem 8.Klasse Niveau. Das hat sie sehr gut weiter gebracht und ihr Selbstvertrauen zurück gegeben.

    Ja, es hängt viel davon ab ob erkannt wird, in welchem Bereich die Hochbegabung liegt und dann gefördert wird.

    Viel Glück für alle die von diesem Problem betroffen sind

    LG Micky0163

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    Oh, BTW, vergessen:

    isebaby schreibt:
    5+9 ist das gleiche wie 41+9, dass Prinzip ist a+b
    Das ist eben genau auch nicht das Problem eines Dyskalkulie-Betroffenen ...

    Ich finde es immer faszinierend, wenn meine Frau eine an sich schwere Rechnung im Kopf macht, indem sie einen alternativen, einfacheren Rechenweg nimmt.
    Wenn sie es mir erzählt, ist der auch vollkommen logisch.
    Ich hätte ihn aber nie ableiten können, auch später nicht, sondern würde wieder vor dem selben Problem stehen,

    Hier kurz die Definition, wie sie von der WHO getroffen wurde:
    Diese Störung beinhaltet eine umschriebene Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie und Differential- sowie Integralrechnung benötigt werden.“

    Quelle: (WHO/ ICD 10 - Internationale Klassifikation psychischer Störungen 1995, S. 277 unter F8 Entwicklungsstörungen, F81 umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten) (ICD 10 F81.2)


    Wer wirklich verstehen möchte, was hinter der Dyskalkulie steckt, dem seien
    die Seite des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalulie
    und
    z.B. die Seite der Uni Bielefeld zum Thema empfohlen.

    Wie gesagt, da gibts noch tonnenweise mehr, ... der Suchbegriff "Dyskalkulie" bei Google fördert mal eben ungefähr 691.000 Ergebnisse zu Tage, ...

    Das ADS'ler besonders gern von sowas heimgesucht werden, liegt einfach daran, dass das Arbeitsgedächtnis, ein Teil des Kurzzeitgedächtnisses eben etwas schlechter ist.

    Auf Deutsch: Wenn ich zwei Zahlen im Kopf addiere und eine Zwischensumme bilden muss o.ä. vergesse ich mindestens wieder eine der anderen Zahlen und fang wieder von vorne an ...


    Die in meinen Augen schönste Beschreibung dafür ist: Für die Betroffenen ist Mathematik wie eine Fremdsprache, die sie nicht verstehen.

    (Und jetzt komm mir keiner mit "Sprachen kann man lernen" ... genau das nicht zu können, ist ja unser Problem)


    Micky0163 schreibt:
    Meine Tochter jetzt 13 ist auch Hochbegabt und besucht deshalb eine Schule in der es einen individualisierten gymnasialen Bildungsgang gibt.
    Finde ich Oberklasse!!
    Auf der einen Seite Stärken, die Begabung entdecken und sie auch zu fördern.
    Hunderttausendmal mal besser, als auf den Schwächen rumzureiten.
    Absolut Oberklasse, ehrlich!

    LG
    Fliegerlein

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    Hallo Fliegerlein,

    es wäre schön, wenn das viel mehr Schulen anbieten würden, dann hätten wir weniger Schulabbrecher und hochbegabte Kinder, die ja heute viel früher auffallen (durch Aggressionen und Schwenzen) und oft als ADHS ler abgetan werden. Hoffen wir auf ein besseres Schulsystem und angagieren uns, damit dieses Beispiel in die Republik getragen wird.

    LG Micky0163

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    Hallihallo Khaos_Prinz (und weitere Betroffene)!

    Mach' Dich nicht fertig.

    Zunächst dies: Ich bin allgemein hochbegabt, also nicht nur einseitig, wie angeblich die Meisten (hat aber auch Nachteile... z.B. wenn man als Schülerin nach einem Test beim Arbeitsamt, den man gemacht hat, um herauszufinden, welchen Beruf man nun am besten ergreifen sollte = Orientierung zu finden, gesagt bekommt: "Sie können ALLES machen, Sie haben überall weit überdurchschnittlich abgeschnitten!" Na toll... das hilft ja ungemein weiter. Nicht lustig). Trotzdem hatte ich früher immer schwere Probleme mit Mathematik.

    a) Ich sehe von Kindheit an nur mit einem Auge, habe dadurch weder räumliches Seh- noch ausgeprägtes Vorstellungsvermögen (bzw. in Grenzen. Die üblichen Rotationsaufgaben in Tests kann ich nur mit Logik lösen, nicht mit Vorstellung). Für mathematische Fähigkeiten ist räumliches Vorstellungsvermögen aber notwendig. Damit hast Du also auch ein Problem... aha!

    Ich bin übrigens beidhändig. *seufz* Das Problem mit links und rechts kenne ich auch.

    b) "Bei Mathematik liegt beim ADS/ADHS das Problem häufig am "zu geringem Arbeitsspeicher"

    Genau das ist es. Und genau deshalb kann ich z.B.auch nicht Schach spielen... ich vergesse, welche Züge ich gerade geplant habe! Die Logik ist kein Problem, aber das Merken... kannst Du Schachspielen?

    c) Wenn zu diesem "RAM-Problem" noch unangenehme Erfahrungen kommen wie z.B. "erzieherische Maßnahmen" der Eltern, didaktisch ungeschickte oder demütigende Lehrer usw., kannste es ganz vergessen, denn dann haste unbewußt eine Blockade.

    Ich selber kann ein Lied davon singen. Ich war von der Grundschule (da wurden diese "erzieherischen Maßnahmen" angewandt) bis zum Gymnasium (unfaire und beinahe schon sadistische Lehrer) aus Angst ab der 3. Klasse immer schlecht in Mathe - nein, halt, als wir mal in der 10. Klasse einen netten Lehrer in Vertretung hatten, schnellte ich plötzlich von 'mangelhaft' auf 'gut'... seltsam, nicht wahr... und als unsere alte Ziege wieder da war, fiel ich wieder zurück. Weil sich bei der im Kopf festgesetzt hatte, die Ulrike ist schlecht, kann ja gar nicht sein, dass die auf einmal gute Leistungen bringt... also piesacken wir sie ein bißchen und dann wird sie schon wieder in der alten Realität landen... dazu kam, ich war aufgrund meiner ärmlichen Herkunft (war nur auf dem Gymnasium, weil die Grundschullehrer meine Eltern dazu gedrängt hatten) unbeliebt bei den Lehrern. Sowas gibt es nicht, meint Ihr? Doch. In den 70er/80er Jahren ja. Dazu kommt, diese Dame war sogar Physikerin, hätte also den Unterricht/die Rechenwege durch Beispiele anschaulich und interessant machen können... hat sie aber nicht. Der Unterricht war staubtrocken, ohne Erklärungen, einfach nur Vermitteln und Auswendiglernen von Formeln. Ich muss aber immer wissen, warum etwas so ist, den Sinn begreifen, sonst vergesse ich es wieder... pures Auswendiglernen konnte ich nie gut.Nur Vokabeln zu lernen fiel mir immer ziemlich leicht - weil jedes Wort eine Bedeutung und eine Sprachmelodie hat (Ihr ahnt es... bin auch musikalisch hochbegabt) und es schön ist, mit anderen Menschen in deren Muttersprache reden zu können ( na gut... bei Latein eher nicht, es sei denn,ich mache eine spiritistische Sitzung... ;-) )

    Und weiß Du, was heute ist?

    Ich habe Spaß an Mathematik! Weil ich an der Uni gesehen hatte, was man damit machen kann, also wozu bestimmte Methoden gut sind (z.B. Exponentialfunktion = Wachstum von Bakerien), weil man mit mathematischen Gesetzen die Natur beschreiben und so Einiges verstehen kann.Und weil es einfach Spaß macht, Lösungen zu finden (für mich wie ein zu knackendes Rätsel). Natürlich gibt es Grenzen. Aber, was ich so brauche, kann ich rechnen. Auch die typischen Aufgaben in den IQ-Tests. Und das, obwohl ich wirklich nur einen sehr flüchtigen RAM-Speicher habe... *g*

    Ich mache sogar in meiner Umschulung (übrigens Fachinformatik Anwendungsentwicklung... was "quasi-mathematisches") für meine MitschülerInnen Erklärungs- und Übungszettel, in denen ich die Rechenwege in skurrile Geschichten packe. Je bekloppter, desto leichter kann man es sich nämlich merken...


    Was ich damit sagen will?

    Matheprobleme haben NICHTS, aber auch GAR NICHTS mit Intelligenzmangel zu tun, sondern können die verschiedensten Ursachen haben. Bis hin zur Unfähigkeit und/oder Ignoranz von Lehrern.

    Also nicht an Dir zweifeln. Du bist nicht dumm, Du hast nur einige Probleme und es daher schwerer als Andere. Bedeutet aber nicht, dass Du es grundsätzlich nicht schaffen kannst!

    "...ich frage mich echt wie manche Leute das locker bzw. nach kurzer Einarbeitung verstehen und behalten können und warum ich, trotzdem ich theoretisch 96-98% aller Menschen IQ-technisch in die Tasche stecke, derbe auf dem Schlauch stehe?! "

    Ganz wichtig: Locker angehen, sich die Dinge "schönreden" (= s. Mathezettel), also 'ne Spaßkomponente 'reinbringen und sich nicht unter Druck setzen, wenn mal ein Sch...tag ist, wo nix klappt (oh ja, kenne ich...). Dafür kann der nächste schon wieder einer sein, wo alles besonders gut klappt!


    Es grüßt Dich und alle ebenso "Mathe-Geschädigten" herzlich

    die Ulli

    (Laut Aussage besagter Physikerin die unfähigste Schülerin, die sie jemals hatte...
    )

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    hmmm....Mathe...das war bei mir in der Schule auch so ein Ding....in einem Jahr eine 5 ( lag aber eher am cholerischen Lehrer, der immer mit Schlüsseln warf, wenn man nicht aufgepasst hat...und naja...einmal warf er seinen Schlüsselbund vor mir auf den Tisch...ich habe mich so erschrocken, daß ich den im Reflex zurück geworfen habe...er war eine Woche krank und eine Platzwunde reicher).

    Im Jahr darauf Geometrie ...super....auch andere Lehrerin...statt 5 nur noch Einsen geschrieben....

    aber ich habe schon immer anders gerechnet...ich kam meißtens auf das selbe Ergebnis...nur konnte ich den eigentlichen Lösungsweg eigentlich nie nach vollziehen ( nicht bei Geometrie...die war mir immer total logisch)...

    auch heute rechne ich noch vieles im Kopf sehr schnell aus...aber eben nicht auf dem üblichen Weg...würde hier jetzt etwas weit fürhen, das aus einander zu klabüstern...

    Bei mir gibt es auch ein paar Sachen, die ich einfach nicht in meinen Kopf bekomme...das sind zB Kartenspiele...es hat bisher absolut niemand geschafft, mir Romme bei zu bringen....

    und mein PC wird mir wohl auch immer ein Mysterium bleiben, denn ich kann mir die Grundlagen einfach nicht merken, reagiere immer panisch und Hilflos, wenn irgendetwas daran nicht funktioniert.....einen Screenshot zu machen ist auch nach 1000 Erklärungen ein Rätsel für mich *ggg*

    Laut einem IQ Test als Kind hatte ich damals einen IQ von 130... galt also damals auch als hochbegabt ...ich bin mit gerade mal 5 in die Schule gekommen...war gerade 15 als ich die Mittl Reife hatte....und habe mich geweigert auf ein Gymnasium zu gehen, weil ich das für meinen Berufswunsch Krankenschwester damals nicht brauchte...

    meine Schwester war immer stinkig auf mich, weil ich nie wirklich lernen mußte und trotzdem nie die Gefahr bestand sitzen zu bleiben....

    wie hier schon in den vorher gegangen Beiträgen sehr gut erklärt wurde, bedeutet Hoher IQ nicht, das man alles können muss, und keine Schwächen haben darf, oder kann


    LG

    Bonga

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    @ ulli

    Bis hin zur Unfähigkeit und/oder Ignoranz von Lehrern.


    ... es gibt keine schlechten schüler nur.... s. oben


    (ich habe es lehrern wirklich schwer gemacht.... sprache = kommunikation - was bringt mir vocabeln lernen - aus dem kontext verstehe ich die sprache besser -
    wieviel bringen mir diktate - wenn ich später kommunizieren und mit hilfsmittel briefe schreiben kann? - was bringt es mir das 1 x1 auswendig zu können - ich muss es
    anwenden können, an beispielen)

  9. #19
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    Immerhin Hochbegabt nach allgemeingültiger IQ-Bemessungsgrundlage,

    wieso ALLES ... das schafft nur Neider, soooooooooooooo bleibst Du auf

    dem Teppich und genießt die Erdanziehung

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Hochbegabt, aber schlecht in Mathe?

    Hallo!

    Also, Schwierigkeiten in Mathe müssen ja nicht gleich mit einer Dyskalkulie zusammenhängen, oder? Ich verwechsle zwar auch sehr oft die 2 mit der 7, aber ich kann auch auf das ein oder andere Schuljahr zurückblicken, in dem es in Mathe eine 1 gab. (Ah, Bonga, ich lese gerade "1 in Geometrie" - ja, ich glaube da und bei x/y-ungelöst war ich auch besonders gut. Vielleicht hat das (also Geometrie) auch was mit dem visuellen Lerntyp zu tun??)

    Ich glaube viel eher, dass man Mathe einfach wirklich sehr lieben muss, um sich entsprechend "reinsteigern" zu können, weil es doch irgendwie so "abgekapselt" vom alltäglichen Leben erscheint. Also, Bilanzen erstellen konnte ich z.B. in rasender Geschwindigkeit (und mit großer Sorgfalt), weil Zahlen da für mich plötzlich einen Bezug zum Alltag hatten. Mich jetzt hinzusetzen und mich mit dem reinen Schul-Mathe zu beschäftigen, wäre für mich so, als würde ich versuchen perfekt Chinesisch zu lernen OBWOHL ich weiß, dass ich niemals niemals in China leben würde bzw. es mich auch nicht mal als Urlaubsland interessiert. Versteht ihr was ich meine?

    Es gibt ja eh große Diskussionen um Intelligenztests, aber für adhs-ler müsste doch eh nochmal ein ganz neues Verfahren erschaffen werden, um den IQ zu erfassen, oder?

    Ich hab vorhin mal so einen Trainingstest bei mensa online gemacht. Ich hab mich die ganze Zeit gewundert, wer jetzt eigentlich entschlossen hat, was jetzt hier die "logische" Reihenfolge ist und warum er sich bloß mit SO was Langweiligem auseinander gesetzt hat!! Nutzlos! *gähn* 2 Aufgaben konnte ich gar nicht lösen und bei denen kam raus, dass die Wurzel zu ziehen war. <- Öhm... das hatte ich vor 10 Jahren mal kurzzeitig kapiert, dann aber wieder schnell vergessen (Hallo! adhs! ). Warum sollte ich mir das auch gemerkt haben? Findet doch in meinem Alltagsleben gar keine Anwendung! Und wieso taucht eine solche "Bildungsfrage" eigentlich in einem IQ-Test auf? Das hat doch eher etwas damit zu tun, ob ich irgendwann in der Schule mal aufgepasst hab bzw. damit, was mich interessiert. Oder kann mir das vielleicht mal einer erklären?

    Gesetze finde ich übrigens ganz ganz wunderbar, weil die Sprache darin so präzise genutzt wird - das absolute Gegenstück zu meinem hyperaktiven blah blah blubb blubb!

    Ich hatte vor 12 Jahren auch mal 2 Tests gemacht, weil ich dachte ich sei "zu dumm" für eine kaufmännische Ausbildung. Nachdem das Ergebnis des Tests beim Arbeitsamt "überdurchschnittlich" ausfiel und der Test beim Psychologen über 120 ergab, hat das an meinem Selbstwertgefühl aber leider auch absolut nichts verändert! Ich zweifle nach wie vor stark an mir.

    Und, selbst wenn ich jetzt seit so langer Zeit schwarz auf weiß habe, dass ich FAST (knapp vorbei ist auch daneben ) hochbegabt bin: Kann ich mir dafür irgendwas kaufen?! Gibt mir dafür jemand einen besser bezahlten Job (Nur, weil ich so "intelligent gucke"!? )? Finde ich gut, von anderen beneidet und bekämpft zu werden deshalb? Nein! Absolut ganz und gar nicht! Adhs macht einsam und intelligenter als sein soziales Umfeld zu sein auch = Doppelt einsam.

    Und das Schlimmste ist ja, dass ich durch mein adhs mit meinem "brain" bisher noch gar nichts anfangen konnte, außer, dass ich ohne jemals das Lernen gelernt zu haben trotzdem irgendwie eine gute Ausbildung und ein Abitur geschafft habe. Aber das alles in einer Achterbahnfahrt, die mich sogar über die Hauptschule geführt hat. Ich wünschte, jemand hätte das mal früher erkannt! <- Und genau DA ist für mich "Intelligenz" die größte Strafe gewesen! Mir wurde immer vorgeworfen, WEIL ich ja im Gespräch immer so "helle" rüber komme, ich hätte einfach nur kein Bock zu arbeiten, mich anzupassen usw. und so fort. Sehr trauriger Scheiß!

    Ich musste jetzt mal so dringen labern, sorry Leute! Dabei konnte ich leider nicht mal all eure Beiträge sorgfältig lesen (rebound). Schade

    Liebste Grüße,

    die Schoki
    Geändert von Schokominza (16.12.2011 um 10:34 Uhr)

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