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Diskutiere im Thema Von der Schule gelangweilt? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 117

    Von der Schule gelangweilt?

    Hey zusammen,

    erstmal vorweg - ich glaube nicht, dass mein Sohn unter ADS leidet, getestet wurde das allerdings nicht.

    Trotzdem hätte ich gern euren Rat. Mein Sohn (13) ist in der Schule von den Leistungen im oberen Drittel (davon aber eher Mittelmaß), lernt zu Hause praktisch nie, nimmt alle Infos aus dem Unterricht. Hausaufgaben? Naja - mehr oder weniger regelmässig - eher weniger. Die Noten sind ok bis gut. Eher gut.

    Allerdings ist er immer wieder Auffällig in der Schule. Vermeintlich, weil er sich nicht an Regeln halten kann und sich nicht in die Gemeinschaft integriert. Ich selbst (und übrigens auch beide Großeltern!) teilen diese Meinung nicht. Auffällig ist das Verhalten wirklich nur in der Schule.

    Das ist inzwischen soweit, dass sie ihn von der Klassenfahrt ausgeschlossen haben. Grund: er möge sich doch bitte zunächst in die Gemeinschaft integrieren. (Die Logik bleibt mir verwehrt, aber das nur am Rande).

    Also habe ich heute erneut das Gespräch mit ihm gesucht. Ich habe ihm zunächst meine volle Unterstützung zu gesagt und ihn gefragt was in der Schule los ist. Was er denkt und fühlt. Hier seine Antworten: (zur Erinnerung: er ist 13 - im März geworden)

    "Wie soll ich mich in die Klassengemeinschaft integrieren, wenn ich nicht dabei sein darf?"

    "Meine Lehrerin denkt, dass ich durch den Druck den sie ausübt sofort ein Engel werde."

    "Wenn ich mein zum Spaß jemandem die Federtasche klaue, dann hängt sie die Messlatte immer so hoch und tut als hätte ich ein Attentat begangen!"

    "Ich weiss gar nicht welche Erwartungen sie an mich hat."


    Alle diese Sätze sind O-Ton (ich habe sie mir notiert) und ich bin überrascht, dass er sich erstmal soviele Gedanken gemacht hat und vor allem finde ich das was er sagte sehr reif - besonders für einen 13 jährigen Jungen.

    Kommen wir nun also zu meiner Ausgangsfrage. Ich habe auch schon mal seine Lehrerin gefragt, ob er sich vielleicht im Unterricht langweilt!?
    Wirklich spannend findet er Schule nicht. Er geht zwar total gerne hin, was aber den Unterrichtsstoff betrifft winkt er immer nur ab.

    Ich habe nun den Schulpsychologen um ein Gespräch gebeten. Was denkt ihr?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 735

    AW: Von der Schule gelangweilt?

    Hmmm...ich weiß ja nun nicht, in wie weit Du Dich schonmal mit dieser Lehrerin
    auseinander gesetzt hast, aber ich glaube schon, dass Du Dir diese Frau mal zur Brust
    nehmen solltest.
    Hat sie sich mal die Mühe gemacht, eben solche Gespräche mit ihm direkt zu führen?
    Vielleicht ein Dreier-Gespräch anschließend mit ihm? Damit sie mal die Distanz verliert.
    Ihn nicht nur in Gruppensituationen als Störenfried sieht. Sondern zur Abwechslung mal
    als Menschen wahrnehmen kann?

    Ich finde es erstaunlich, wie reflektiert der Junge ist und ich halte es für nicht gut, wenn
    ein, wie ich finde normales Verhalten immer gleich pathologisiert wird. In meinen Augen
    ist so was entwicklungstechnisch kontraproduktiv.

    Gute Nacht & alles Liebe
    Etosha

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Von der Schule gelangweilt?

    Ja , der meinung schließe ich mich an.
    Ich würde nicht fragen, warum hat er diese Probleme, sonder ich würde fragen, was für einen nutzen bringt ihm das spezielle Verhalten.
    Auch wenns evtl. erst negatiev aussieht, vieles davon kann z.B. einfach eine ,meist auch unbewuste Strategie sein, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Egal wie dieses Ziel auch aussieht: z.B.Aufmerksamkeit von anderen, Wunsch nach gesehen werden,Wunsch nach akzeptiert werden, so sein wollen-wie man will,...

    In erster Linie würde ich daher nicht versuchen, irgendwelche Ursachen und Probleme eines einzelnen zu finden,
    sondern ich würde mir das gesammte System genauer ansehen, in dem Dein Sohn intergriert ist.Dieser Kontext ist maßgebend für sein Verhalten. Alles ist in irgendein System integriert und wenn Störungen auftreten, dann ist meist das ganze System dafür verantwortlich und nicht nur ein einziger.

    Solche Hilfe findest Du nur bei einem systemischen, oder systemisch geschultem Therapeuten oder Berater. (findest du im Internet)
    Ich finde die Methoden, die es in diesem Bereich gibt, echt klasse. Wird allerdings nicht von der Kasse bezahlt.
    Aber mir wäre es das Geld auf jeden Fall wert.
    Ich bin davon überzeugt, das Du dort in besten Händen bist.

    Die Kasse zahlt nur das was wirklich krank ist, d.h nur die Verhaltenstherapie und die Tiefenpsychologischen Therapiemethoden
    Aber der Fall Deines Sohnes kling alles andere als krankhaft.

    Abgesehen davon, würde ich ein ADS oder evtl. eine Hochbegarbung nicht gänzlich beiseite schieben.
    Hochbegarbte Menschen verhalten sich änlich wie Personen mit ADS/ADHS und statistisch gesehen gibt es auch mehr Hochbegarbte mit ADS als ohne.

    Das ADS /ADHS selber ist in erster Linie überwiegend motivationsbedingt.
    Alles was zu einer guten Motivation beiträgt,vermindert die typische Problematik oder lässt sie gänzlich verschwinden.H
    Hierzu zählen alle Möglichkeiten die positiv stimmulierend wirken (z.B. gute Integration in der Klasse, Freunde, ein guter verständnissvoller Lehrer,ein Spaß zwischendurch, Unterrichtsgestalltung dementsprechend reizvoll und interessant,...)einfach alles, was man mit posietiven Gefühlen verbindet.

    Daher sehe ich das ADS/ADHS auch nicht unbedingt zwangsläufig als pathologisch oder krankhaft an.
    Es ist eben auch eine Entwicklungssache die stark vom Kontext abhängig ist.
    Es gibt mehr als genügend Menschen mit ADS/ADHS die fast nie Probleme hatten/haben und es evtl nicht mal wissen.


    Erst wenn diese posietiven Gefühle fehlen, aus welchem Grund auch immer,dann kann auch die ADS/ADHS Symptomatik stärker ausgeprägt sein oder meist auch erst deswegen auftreten.

    So, das waren nur ein paar Tips von mir. Ich hoffe, Du kannst etwas damit anfangen.

    LG Irrlicht
    Geändert von Irrlicht80 (13.05.2011 um 03:13 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 117

    AW: Von der Schule gelangweilt?

    Irrlicht80 schreibt:
    Ja , der meinung schließe ich mich an.
    Ich würde nicht fragen, warum hat er diese Probleme, sonder ich würde fragen, was für einen nutzen bringt ihm das spezielle Verhalten.
    Auch wenns evtl. erst negatiev aussieht, vieles davon kann z.B. einfach eine ,meist auch unbewuste Strategie sein, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Egal wie dieses Ziel auch aussieht: z.B.Aufmerksamkeit von anderen, Wunsch nach gesehen werden,Wunsch nach akzeptiert werden, so sein wollen-wie man will,...
    Danke erstmal euch beiden für die Antworten!

    Auf das hier von Irrlicht möchte ich gern etwas näher eingehen, weil ich mir darüber natürlich auch schon gedanken gemacht habe. Fakt ist, dass ich dieses Kind, das die Lehrerin beschreibt, in der Form nicht kenne. Ich weiss, dass mein Sohn kein Engel ist, aber alle Verhaltensweisen die er zu Hause an den Tag legt finde ich für einen pupertierenden Jungen total normal (auch wenn sie manchmal nervig sind

    Ich stimme dir zu 100% zu. Folgende Gründe: ich bin alleinerziehend (sprich lebe mit meinem Freund der nicht sein Vater ist nicht unter einem Dach) und voll berufstätig. Das heißt aber nicht das ich 8 Stunden aus dem Haus bin, sondern wir sprechen da manchmal von deutlich mehr Stunden. Mir ist natürlich auch klar, dass dies nicht besonders Ideal für mein Kind ist. Hat aber bisher funktioniert - dachte ich. Somit ziehe ich mir also durchaus den Schuh an, dass er von mir nicht immer die Aufmerksamkeit bekommen hat, die womöglich nötig gewesen wäre.
    Ich sehe also auch, dass wir die Gründe seines Verhaltens finden müssen um etwas für ihn tun zu können. Leider hat das mit seiner Lehrerin bisher nicht funktioniert. Aus diesem Grund habe ich Ende nächster Woche einen Termin beim Schulpsychologen.

    Ich habe noch einpaar Fakten:
    Das Verhalten meines Sohnes kommt bei den Klassenkammeraden anders an, als die Lehrerin behauptet. Sie behauptet, dass sich die Klasse von ihm abwendet. Ich habe sowohl mit seinen Klassenkammeraden und sogar mit deren Eltern gesprochen. Die haben mir alle das Bild anders beschrieben und keineswegs bestätigt. Eine Mutter (zu deren Tochter mein Sohn übrigens keinen privaten Kontakt hat!) hat sogar gelacht und gemeint das Gegenteil wäre der Fall. Sie konnte es zu meiner Überraschung sogar sehr genau erklären und schildern.

    Um Ethoshas Frage zu beantworten: Ja, die Lehrerin hat mit meinem Sohn gesprochen und ihm gesagt, dass er nicht an der Klassenfahrt teilnehmen darf und er psycholgische Hilfe benötigt.
    Das einem Kind zu sagen ohne vorher mit den Eltern gesprochen zu haben finde ich ebenfalls sehr fragwürdig.
    In einem Gespräch vor einigen Monaten hat sie mir sogar Nahe gelegt meinen Sohn in ein Internat zu geben. Eine weitere Frage war, ob ich denn nicht weniger Arbeiten könnte. "Rufen Sie meinen Chef an oder soll ich selbst?" war meine, zugegeben unqualifizierte, Antwort darauf. In der Schule wäre ich dann trotzdem nicht dabei.

    So langsam aber sicher fängt diese Lehrerin an mich echt zu nerven - was wirklich nicht gut ist und dahin führen könnte, dass diese Zusammenarbeit kontraproduktiv wird. Besonders seitdem ich erfahren habe, dass andere Aussenstehende das Verhalten meines Sohnes so nicht sehen.
    Eine Mutter sagte mir sogar, dass sie sehr wohl wissen würde, dass mein Sohn kein Heiliger ist - ABER - das er sehr wohl zu Dingen die er angestellt hat stehen würde. Ausserdem wäre er sehr loyal gegenüber seinen Klassenkammeraden. Sie sagte ausserdem, dass es auch sehr oft vorkäme, dass mein Sohn beschuldigt würde, wenn er gar nichts gemacht hätte. Das er dann trotzig und stur reagiert wundert mich keineswegs.

    Nun denn - warten wir mal ab.
    Nächste Woche gehe ich jedenfalls für meinen Sohn in die Schlacht und ich werde nicht so einfach aufgeben.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Von der Schule gelangweilt?

    Ich wollt nochmal kurz etwas dazu los werden.
    Es ist nur eine Hypothese, kann aber was wares dran sein:
    Du sagst, Du hast den Verdacht, das die Leherin anders Urteilt, als es der Realität entspricht (Freunde und Eltern anderer Schüler)
    Das ist verständlich- sie kann das ja nur aus rein subjektiever Sicht tun und dafür gibt es verschiedene Ursachen.

    Es ist daher zusätzlich zu bedenken, das Lehrer allgemein kein psychologisches Hintergrundwissen haben müssen, bzw. dies auch meistens nicht haben.
    d.h es kann sein, das sie ihr eigenes Verhalten generell nur wenig selbst reflecktiert.
    evtl. hatte sie es noch nie notwendig, sich einem psychologischen Entwicklungsprozess zu unterziehen.

    Es ist daher auch möglich, das bei ihr in Bezug auf Deinen Sohn, eine starke Übertragung stattfindet, die ihr nicht bewusst ist.
    d.h Dein Sohn kann sie z.B. an den Jungen in ihrer Kindheit erinnern, der sie immer fertig gemacht hat, oder der Vater, der sie immer unterdrückt hat,.... Dies braucht ihr aber, wie gesagt nicht mal bewust zu sein.
    Denn nur wer weis, das es so etwas wie eine Übertragung gibt und sich auch damit beschäftigt, kann daraus lernen und entsprechend handeln.
    Es währe nicht verwunderlich.
    Ich selbst habe auch mal einige Zeit als Dozentin gearbeitet und war derartigen Übertragungen unterlegen.
    Mitleweile habe ich diesbezüglich einiges dazu gelernt. Übertragungen hat jeder Mensch- das ist föllig normal- nur viele wissen dies nicht.
    Wenn wir also davon ausgehen, das dies unter anderem mit dazu kommt, dann kann es sein, das sie allein schon beim Gedanken an Deinen Sohn, eine Gänshaut bekommt.

    Das typische Verhalten darauf währe ein Abwehrmechanismus z.B.: entweder die Vermeidung von bestimmten Situationen mit ihm oder sogar Mobbing, um ihn loszuwerden. - Nur um sich unbewust selbst zu schützen.
    Wenn das der Fall währe, dann kann Dein Sohn sich so gut anstellen wie er will, es würde nicht viel bringen.

    Was denkst Du darüber?
    Und überhaupt, wer von Euch empfindet das Verhalten Deines Sohnen denn alls als Problematisch. So wies bisher aussieht, tut das in erster Linie nur die Lehrerin.

    Was den Vater von Deinem Sohn angeht, so wollte ich Dir noch kurz den Hinweis geben, das aus system-psychologischer Sicht, der leibliche Vater eines Kindes, einen enorm Wichtigen stellenwert nach der systemischen Sichtweise hat.
    D.h der Vater als Figur muss zumindest in (wie soll ichs ausdrücken?) in gedanklicher Hinsicht auch diese Stelle besetzen.Er muß von Deinem Sohn als Vater geachtet werden, sonst kann auf der systemischen Ebene zu sog.Verstrickungen und Komplikationen führen, die sich z.B so äußern können, wie dus zum Anfang hin beschrieben hast.

    Fall es Dich interessiert, es gibt eine Möglichkeit die sich "systemisches Familienstellen nach Hellinger" nennt.
    Meiner Meinung nach eine sehr faszienierte und effektive Methode, die man zumindest mal an einem Infoabend kennen gelernt haben sollte.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 117

    AW: Von der Schule gelangweilt?

    Danke dir noch mal, Irrlicht für die vielen Ideen und Vorschlage!

    Sicherlich ist es gut möglich, dass es sich für sie so darstellt. Ich weiss jedoch von anderen Eltern, dass sie auch extrem unzufrieden mit ihr sind. Nicht so extrem wie bei meinem Sohn, aber so wirklich gerecht behandelt fühlt sich da niemand. Ich habe jetzt eben gerade mit einer Mutter gesprochen deren Tochter ihr einpaar Mal widersprochen hat und schon als "Problemkind" behandelt wird.
    Ich stimme meinem Sohn immer mehr zu - die große Frage die im Raum steht ist "welche Erwartungen hat sie eigentlich an die Kinder" ?

    Zu deiner Frage wer das Verhalten meines Kindes als problematisch sieht gibts eine sehr kurze Antwort: Niemand?
    Ich weiss nicht, ob ich es irgendwo schon mal erwähnt habe (und ich mag nicht nachlesen), aber meine Eltern sind meine allergrößten Kritiker was meinen Erziehungstil angeht. Was meine Zeit mit ihm angeht, was seine Ernährung betrifft usw usw...die Inhalte wären romanfüllend ...und sogar sie sehen ihn überhaupt nicht als Problemkind. Ja, klar - er ist in der Pupertät, aber wirkliche "Probleme" sehen anders aus. Wenn mein Sohn es vorzieht 15 Minuten mit mir über etwas zu diskutieren was er tun soll, statt es in einer Minute erledigt zu haben - dann ist das kein Problem, sondern pupertäres Verhalten. Jedenfalls in meinen Augen. Wenn mein Sohn in der Klasse die Federtasche eines anderen Kindes entwendet und versteckt, dann ist das in meinen Augen ein dummer Schulstreich. In den Augen der Lehrerin ist das Missachtung des Eigentums von anderen. Ja - sie hat grundsätzlich Recht, aber - hallo? - das sind Kinder. Es gab mal irgendwelche Zettel mit Werbung für die Schüler. Mein Sohn hat davon einen zerschnibbelt. Danach war DRAMA...und die Lehrerin verkaufte mir das zunächst als "er hat den Stapel ohne Sinn und Verstand zerschnitten". Ich versteh das so langsam alles nicht mehr und frage mich ernsthaft, ob sie einfach nur überfordert ist!?
    Noch ein Beispiel das mir gerade einfällt. Lehrerin sagt mir, dass mein Kind einen Stuhl aus dem Fenster geworfen hat. Ich war schockiert und stellte mein Kind zur Rede. Der guckte blöd und sagte nur "Mama, unser Klassenraum ist im Keller und ja, ich habe einen Stuhl nach draußen gestellt, aber werfen funktioniert da techisch schon gar nicht".
    Ich will damit sagen, dass es für mich immer mehr so aussieht, als würde sie "normale" Schülerstreiche dramatisieren. Ich frage mich wie sie reagiert, wenn ein Kind z.B. dealt, andere unterdrückt oder erpresst oder Alkohol oder sonstige Drogen im Spiel sind.

    Ach man, ich reg mich schon wieder auf

    Ich bin sehr gespannt auf morgen. Habe mir vorgenommen (und es war sogar der Vorschlag einer anderen Mutter) noch vor dem Gespräch einen Termin beim Rektor einzuholen. Der Termin mit ihr wird am Ende zu nichts mehr führen.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Von der Schule gelangweilt?

    Think Hypies schreibt:
    Ich habe noch einpaar Fakten:
    Das Verhalten meines Sohnes kommt bei den Klassenkammeraden anders an, als die Lehrerin behauptet. Sie behauptet, dass sich die Klasse von ihm abwendet. Ich habe sowohl mit seinen Klassenkammeraden und sogar mit deren Eltern gesprochen. Die haben mir alle das Bild anders beschrieben und keineswegs bestätigt. Eine Mutter (zu deren Tochter mein Sohn übrigens keinen privaten Kontakt hat!) hat sogar gelacht und gemeint das Gegenteil wäre der Fall. Sie konnte es zu meiner Überraschung sogar sehr genau erklären und schildern.

    Um Ethoshas Frage zu beantworten: Ja, die Lehrerin hat mit meinem Sohn gesprochen und ihm gesagt, dass er nicht an der Klassenfahrt teilnehmen darf und er psycholgische Hilfe benötigt.
    Das einem Kind zu sagen ohne vorher mit den Eltern gesprochen zu haben finde ich ebenfalls sehr fragwürdig.
    In einem Gespräch vor einigen Monaten hat sie mir sogar Nahe gelegt meinen Sohn in ein Internat zu geben. Eine weitere Frage war, ob ich denn nicht weniger Arbeiten könnte. "Rufen Sie meinen Chef an oder soll ich selbst?" war meine, zugegeben unqualifizierte, Antwort darauf. In der Schule wäre ich dann trotzdem nicht dabei.
    Ich weiß nicht, aber für mich hört sich das so an, als ob die Lehrerin Deinen Sohn los werden will. Auf ein Internat schicken.. echt lustig

    Ich finde es sehr gut, dass Du deinen Sohn voll und ganz unterstützt.

    Als ich noch in die Grundschule ging weiß ich noch dass ich bei Elternabenden immer sehr sehr früh ins Bett gegangen bin.

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