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Diskutiere im Thema sind 84% der menschheit wirklich sooo doof? + intelligenz nur eine angewohnheit? im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 59

    Blinzeln sind 84% der menschheit wirklich sooo doof? + intelligenz nur eine angewohnheit?

    hallo leute,

    bin heute beim rumkurven im netz, zur wiederholten auffrischung meines legasthenischen halbwissens, wieder mal bei wiki vorbeigekommen....

    dort gibt es eine grafik, an der mich etwas sehr irriert, ja schon fast ein wenig schockiert, hat:

    Datei:Two Curve Bell with Jobs De.jpg

    da heißt es, daß erst menschen ab einen iq von 115 selbstständig informationen sammeln und daraus schlußfolgerungen ziehen. (und der kommt laut definition bei 16% der bevölkerung vor.)

    sooo... kritik am iq-test u.ä. will ich hier mal außen vor lassen (darüber kann gern in einem anderen treat diskutiert werden.)

    ich will mich hier auch nicht über zahlen streiten.


    mir geht es darum:

    ich frag mal ganz blöd:
    ziehen mehr als 3/4 der menschen keine schlußfolgerungen, aus den informationen (die sie hoffentlich vorher gesammelt haben), sondern übernehmen einfach das, was eine autoritäts-person (wie lehrer, ärzte, politiker oder in gewisser hinsicht auch schriftsteller, journalisten) von sich gibt?

    kann nur weniger als 1/4 der menschheit mehr, als das wiederzugeben, was andere vor ihnen von sich gegeben haben (meist in form von büchern); oder eben daraus lernen, wenn sie selbst mal auf die schnautze gefallen sind?


    also fehlt dem großteil der menschheit die fähigkeit zur reflektion und damit auch die fehigkeit der selbstreflektion???

    das fehlen dieser fähigkeit hätte ich vor nicht all zu langer zeit nur bei 1/4- bis 1/2-debielen und soziophaten vermutet...
    ...und bei solchen, die sich durch ein übermaß an medien- und/oder drogen-konsum zu ebensolchen gemacht haben.


    nun, ich muß zugeben, daß ich immer wieder mit menschen zu tun hatte, die die dinge nicht hinterfragen....
    die einfach glauben, was der reporter, oder arzt sagt.... ohne darüber nachzudenken, ohne sich zusätzliche informationen zu holen und diese miteinander zu vergleichen....

    lange rede, kurzer sinn:
    mir stellt sich da die frage (und das meine ich jetzt nicht rethorisch):
    ist es sooo ungewöhnlich, nicht nach dem motto "friß, oder stirb" zu leben? alles zu hinterfragen? sich seine meinung wirklich(!) selbst zu bilden? (nein, nein, damit meine ich nicht bild-zeitung lesen!)




    es soll ja leute geben, die nicht wirklich über sich selbst (und das eigene handeln) nachdenken...
    nun, das mit dem über-sich-selbst-nachdenken habe ich schon vor der einschulung gemacht... (da kam ich drauf, daß es blöd ist, meine schwester zu ärgern, wenn mich mein vater wütend gemacht hat, nur weil sie schwächer als ich war. also hab ich s gelassen.)
    macht mich das nun zu einem genie?



    soooo..... das ist dann auch schon die passende überleitung zur nächsten frage:

    kann es sein, daß intelligenz zu guten teilen ein resultat einer angewohnheit ist?

    ist hochbegabung quasi erlernbar?

    ich hab mal gelesen, daß nur ein ganz kleiner teil der menschen tagebuch schreibt...
    ...und daß jedoch der großteil, der leute die tagebuch schreiben, besonders intelligent ist.
    (oh, mann, fragt mich bitte nicht nach den genauen zahlen!)

    leute, die tagebuch schreiben, betreiben gewöhnlich auch selbstbeschau...

    somit müßte selbstbeschau intelligenzfördernd sein.

    ....also, habe ich mich gefragt, inwieweit intelligenz angeboren ist...

    oh nein! ich quassel hier schon wieder so vor mich hin und lande am ende wieder bei der "henne-ei"-frage!


    so, jetzt will ich da aber noch n konkretes beispiel geben:
    wenn ein kind etwas verbotenes gemacht hat, währe es dann nicht sinnvoller statt ein "entschuldigung" zu verlangen, zu fragen, warum es das getan hat (und zwar nicht als vorwurf, sondern als ehrliche frage gemeint)...?
    würde soetwas vielleicht dann auch die selbst-reflektion und damit die intelligenz fördern...?

    die andere möglichkeit wäre natürlich, sich, als eltern so absurd zu verhalten, daß das kind frühzeitig anfängt, seine eigenen eltern in frage zu stellen. ich glaube, das ist auch eine beliebte methode zur steigerung der intelligenz des eigenen kindes.

    damit läßt sich eine weitere these formulieren:
    nämlich, daß nicht mehr als 16% der eltern (un/-glücklicherweise) so dermaßen gestört ist, daß sie eine ungewollte intelligenzsteigerung ihres nachwuchses provozieren!


    das war s von "einfach zum nach denken, aus dem sumpf"

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: sind 84% der menschheit wirklich sooo doof? + intelligenz nur eine angewohnh

    Wenn nur 84% der Menschen wirklich blöd sind und nicht reflektieren können, sind wir ja schon gut bedient. Das wäre ja schon fast optimal.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 48

    AW: sind 84% der menschheit wirklich sooo doof? + intelligenz nur eine angewohnh

    Ich würde schon davon ausgehen das ein Großteil vieles einfach hinnimmt was Ihnen gesagt wird, aber ob das jetzt wirklich sooo viele sind
    Ich denke nicht das es wirklich soo viele sind die nicht hinterfragen und schlussfolgerungen ziehen können.
    Aber ich würd auch nicht behaupten, dass die dann blöd sind.

    Ich meine nur als Beispiel, ich selber bin jmd. der immer Alles hinterfragen muss und alles wirklich ALLES ganz genau wissen muss
    Und das macht einem das Leben mitunter schon schwer.
    Wenn man jetzt also einfach hinnimmt was einem gesagt wird, solange es einem Nicht schadet, Ist das dann wirklich schlecht? Oder vlt. sogar manchmal besser ?!

    Fragen über Fragen ...

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: sind 84% der menschheit wirklich sooo doof? + intelligenz nur eine angewohnh

    Naja, schon interessant, dass ein Collegebesuch nur innerhalb eines Spektrums von ca. 10 IQ-Punkten sinnvoll ist. Das sollte unsere Bildungsministerin aufhorchen lassen
    Vielleicht ist diese Grafik ja auch von jemandem erstellt worden, der zu den 84% stammt

  5. #5
    TBX


    ___________

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.221

    AW: sind 84% der menschheit wirklich sooo doof? + intelligenz nur eine angewohnh

    Da ich mich selbst nicht gerade als Datensammler bezeichnen kann, aber schon immer mal gerne ab und an herumphilosophiert habe, gebe ich mal meinen Teil dazu.

    Kommt es nicht auf die Relevanz des Überlebens drauf an?
    Welche Informationen sind Erfahrungsgemäß überhaupt zum Überleben wirklich notwendig?
    Will ich nur Überleben oder strebe ich nach mehr und selbst wenn ich mehr möchte, ist jemand da der mir beibringt wie ich Informationen sammeln kann,
    wenn sich in meinem Hirn von selbst nichts regt, was dies veranlassen könnte?

    Wo ist das Ende der zu benötigenden Informationen?

    Selbst die,
    deren System in der Lage ist, die anfallenden Informationen alle zu sammeln, sind die ohne Hilfe von Ihren Bezugspersonen,
    in der Lage den Wust an Daten so geordnet zu halten, das er noch Sinn ergibt?

    Selbst im besten Falle,
    was macht die Person mit ihrer Erkenntnis?
    Einer Erkenntnis die Ihr kaum einer abnehmen kann, weil sie viel zu umfassend und in ihrer Letztendlichkeit nicht greifbar, massenkomatibel ist.

    Ich glaube das es nur wenige Menschen gibt, die wirklich in der Lage sind, die Menge an vorliegenden Informationen zu verarbeiten ohne verrückt zu werden.

    Talente mag es genug geben,
    doch ohne ein frühzeitiges Erkennen des Talentes und die darauf passende Erziehung,
    die Daten auch "richtig" (hier stellt sich auch die nächste Frage was ist wirklich richtig und was wirklich falsch) miteinander zu verknüpfen,
    wird aus dem Sammler auch nicht mehr als nur ein Messi,
    der in seinem Müll aus vergangenen Tagen zu ersticken droht und bei Besichtigung einiger Gegenstände in Erinnerung schwelgt.

    Ist die Vielfalt der verschiedenen Gedanken und Möglichkeiten an sich nicht schon ein enormes Hemmnis, wenn es darum geht ein Schachspiel zu gewinnen und wer ist überhaupt wirklich daran interessiert, wenn er davon ausgeht das ihm diese Tätigkeit nicht wirklich satt macht?

    Ich schließ hiermit jetzt erstmal.
    Will gleich Fussball gucken.

    "Brot und Spiele braucht das Volk" und um noch einen dran zu hängen.
    "Seelig sind die geistig Dummen".



  6. #6
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: sind 84% der menschheit wirklich sooo doof? + intelligenz nur eine angewohnh

    Hallo ,

    ich denke auch, dass "reflektieren" zunächstmal eine persönliche Relevanz voraussetzt( so wie von TBX beschrieben). Wenn mir etwas nur mäßig wichtig ist, warum soll mich das lange Beschäftigen... Zeitverschwendung. Da Beschäftige ich mich doch lieber mit Fragen die mir persönlichwichtig sind.
    Was einer Person als Relevant im eigenen Interesse erscheint, ist sehr unterschiedlich. Hängt davon ab, was man so zum eingenen Glück braucht.
    Bsp. Politik: Wenn ich damit zufrieden bin einen Job zuhaben, ein Dach über dem Kopf und was zu Essen, dann wird mich Politik solange das so ist, nicht weiter interessieren.

    Wenn ich aber angst haben muss dass polit. Entscheidungen dazu führen, dass diese Bedingungen gefährdet sind, werde ich sehr wohl Anfangen Informationen zu sammeln und diese zu meinem Zweck werten und weiter geben.


    Das würde ich jetzt als eine Person mit einfachem Gemüt bezeichnen. Nicht dumm... eben einfach.

    Jemehr eigene Interessen ich aber habe, in diesem Fall zBsp., dass andere Menschen, dass gleiche Recht auf Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse haben, dass vllt. meine Tätigkeit Einfluß nimmt auf das ganze, wenn auch nur geringfügig, .... also wenn meine Interessen komplex sind, werde ich auch viel mehr Informationen sammeln und auswerten...

    Ob das mit Intelligenz zu tun hat, weiß ich nicht.
    Denke aber so wie TBX (hat es glaube ich auch geschrieben), dass es in dem zusammenhang auch ganz klar darauf ankommt was mir als Kind vorgelebt wird.
    Und dass ein Kind mit normalem IQ in einem Elternhaus aufwachsend, in dem viel politisches Interesse besteht, sehr wohl über den Tellerrand der eigenen Interessen schauen und stetig hinterfragen wird... weil es das so "gelernt" hat.



    sumpfnudel schreibt:
    ...lange rede, kurzer sinn:
    nun, das mit dem über-sich-selbst-nachdenken habe ich schon vor der einschulung gemacht... (da kam ich drauf, daß es blöd ist, meine schwester zu ärgern, wenn mich mein vater wütend gemacht hat, nur weil sie schwächer als ich war. also hab ich s gelassen.)
    macht mich das nun zu einem genie? ...



    Ich könnte mir diese Situation auch als Lernprozess vorstellen...

    Nämlich, wenn ich meine Wut an meiner kleinen Schwester auslasse, gibt es noch mehr Ärger , muss ich noch mehr Wut schlucken.
    Dann lass ich das lieber.

    Nur eine Theorie...

    L.G.
    happypill

  7. #7
    Bruchpilot

    Gast

    AW: sind 84% der menschheit wirklich sooo doof? + intelligenz nur eine angewohnh

    Ich glaube mit dem "selbständigen Sammeln von Informationen und Ziehen von Schlussfolgerungen" ist nicht gemeint bla bla die anderen reden ich sag was anderes bla bla, sondern sowas wie Kepler hat aufgeschrieben wann wo welcher Planet steht (das sind Informationen, die hat er gesammelt) und daraus konnte er die Planetenbewegungen schlussfolgern. Ich zähle mich nicht zu den Menschen die das in dem Maße können, und habe auch noch keinen kennengelernt, weshalb ich die 84% für maßlos untertrieben halte. Das könnte eher der Prozentsatz der Menschen sein, die ohne Taschenrechner mit den Grundrechenarten überfordert sind.
    Außerdem glaube ich, dass dieses Diagramm Schrott ist und man es in die Tonne treten kann, weil derjenige der es erstellt hat es nicht mal geschafft hat zwei von zwei Achsen zu beschriften.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 137

    AW: sind 84% der menschheit wirklich sooo doof? + intelligenz nur eine angewohnh

    Ich würde die Grafik mit gesunder Skepsis hinterfragen!

    Zum einen ist natürlich zu beachten, dass derartige Statistiken nur Wahrscheinlichkeiten anzeigen und die Kurve zudem idealisiert ist. Zum anderen ist die starke Differenz Schwarz - Weiß kritisch zu sehen. Dass es evolutionsbedingt Differenzen gibt, scheint an sich nicht ausgeschlossen; dass sie so groß (rund 80 % der Schwarzen hätten demnach einen IQ unterhalb von 100!) sind dagegen schon.

    Die Studie dahinter ist in den 80er-Jahren in den USA entstanden. Vermutlich wurde der IQ von einer gewissen Anzahl an Vertretern jeder Berufsgruppe gemessen und dann von den Berufen auf die angeblichen Fähigkeiten geschlossen. Zudem könnte dann andersrum von der Anzahl aus Vertretern gewisser Berufsgruppen auf deren IQ geschlossen worden sein. Dabei bliebe aber die Chancen(un)gleichheit Arm - Reich oder vor allem Schwarz - Weiß unberücksichtigt!

    Ich gehe daher davon aus, dass man nicht dem Fehler erliegen sollte mehr als reine Tendenzen oder gar konkreten Zahlenwerte abzuleiten.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 46

    AW: sind 84% der menschheit wirklich sooo doof? + intelligenz nur eine angewohnh

    sumpfnudel schreibt:
    ziehen mehr als 3/4 der menschen keine schlußfolgerungen, aus den informationen (die sie hoffentlich vorher gesammelt haben), sondern übernehmen einfach das, was eine autoritäts-person (wie lehrer, ärzte, politiker oder in gewisser hinsicht auch schriftsteller, journalisten) von sich gibt?
    Ja.

    sumpfnudel schreibt:
    kann nur weniger als 1/4 der menschheit mehr, als das wiederzugeben, was andere vor ihnen von sich gegeben haben (meist in form von büchern); oder eben daraus lernen, wenn sie selbst mal auf die schnautze gefallen sind?
    ja

    sumpfnudel schreibt:
    also fehlt dem großteil der menschheit die fähigkeit zur reflektion und damit auch die fähigkeit der selbstreflektion???

    das fehlen dieser fähigkeit hätte ich vor nicht all zu langer zeit nur bei 1/4- bis 1/2-debielen und soziophaten vermutet...
    ...und bei solchen, die sich durch ein übermaß an medien- und/oder drogen-konsum zu ebensolchen gemacht haben.
    Sei nicht ganz so streng. Ich würde nicht von einer allgemeinen Abwesenheit dieser Fähigkeit sprechen. Meiner Meinung nach ist es so, dass den meisten Menschen diese Fähigkeit in Teilbereichen fehlt. Manche sind nicht in der Lage abzuschätzen, dass ein Bahnhof der 5 km entfernt ist und ein Zug der in 6 Minuten abfährt zu Fuss nicht rechtzeitig zu erreichen ist - andere verstehen nicht, dass die Ehefrau wahrscheinlich sauer wird, wenn sie Kondome vom "Kongress" mitnehmen.

    sumpfnudel schreibt:
    mir stellt sich da die frage (und das meine ich jetzt nicht rethorisch):
    ist es sooo ungewöhnlich, nicht nach dem motto "friß, oder stirb" zu leben? alles zu hinterfragen? sich seine meinung wirklich(!) selbst zu bilden? (nein, nein, damit meine ich nicht bild-zeitung lesen!)
    Unterscheide zwischen dem, was "ist" und dem was man wahrnehmen kann. Wer sich selbst seine Meinung bildet, ist öfters leiser, als derjenige, der nur eine Meinung kopiert - und sich durch lautstarkes Verbreiten dieser Meinung vergewissern muss, dass es eine schicke Meinung ist.
    Es gibt den schönen Spruch, dass kleine Geister über Menschen sprechen, mittlere Geister über Dinge und grosse Geister über Ideen.
    Wenn Du beobachtest, dann wirst Du auch merken, dass diejenigen, die über Menschen, sprechen, am lautesten sind: "Und dann hat die Jaqueline gesagt dass was ich am Donnerstag gesagt hab ist nicht wahr. Und ich hab der Jaqueline gesagt: Du Jaqueline, nimm dich in Acht, dass ist ist schon wahr, dass Du dem Rene sein Auto gehabt hast."
    Derartiges Gewäsch wird laut sein.
    "Also mein neuer Triturboquadrocopter ist wirklich gut. Ich bin sooo zufrieden mit ihm, Du musst Dir unbedingt auch einen kaufen. Stimmst schon, er ist nicht billig, aber allein die Innenausstattung aus Kobeochsenpenisleder - ein Traum!" So etwas hört man seltener - und auch leiser.
    Und in der U-Bahn hört man so gut wie nie: "Ist es etwa ungewöhnlich, alles zu hinterfragen? Eigene Erkenntnis zu suchen, ist doch ein wesentliches Element, dass uns vom Tier unterscheidet."
    Es ist sicher der Fall, dass die Masse nicht grundsätzlich hinterfragt - aber diejenigen, die Fragen stellen, sind noch dazu leise - und es wirkt daher so, als ob sie kaum vorhanden wären.

    sumpfnudel schreibt:
    kann es sein, daß intelligenz zu guten teilen ein resultat einer angewohnheit ist?

    ist hochbegabung quasi erlernbar?
    Nein. Intelligenz ist die "technische Rechenleistung" des Gehirn. Das ist nicht lernbar.

    sumpfnudel schreibt:
    ich hab mal gelesen, daß nur ein ganz kleiner teil der menschen tagebuch schreibt...
    ...und daß jedoch der großteil, der leute die tagebuch schreiben, besonders intelligent ist.
    leute, die tagebuch schreiben, betreiben gewöhnlich auch selbstbeschau...
    somit müßte selbstbeschau intelligenzfördernd sein.
    Intelligenz und Tagebuch ist relativ einfach. Hochintelligente Menschen haben oft sehr "vollgeräumte" Leben - da macht ein Tagebuch allein schon deshalb Sinn, damit man nicht den Überblick verliert.
    Selbstbeschau macht nicht intelligent, aber wahrscheinlich weise.

    sumpfnudel schreibt:
    ....also, habe ich mich gefragt, inwieweit intelligenz angeboren ist...

    oh nein! ich quassel hier schon wieder so vor mich hin und lande am ende wieder bei der "henne-ei"-frage!
    Das Henne-Ei-Thema ist gelöst. Abgesehen davon, dass Selbstbeschau nicht intelligent sondern weise macht - wenn Intelligenz erst durch Tagebuchschreiben erworben würde, gäbe es weder intelligente Kinder noch intelligente Analphabeten.

    sumpfnudel schreibt:
    so, jetzt will ich da aber noch n konkretes beispiel geben:
    wenn ein kind etwas verbotenes gemacht hat, währe es dann nicht sinnvoller statt ein "entschuldigung" zu verlangen, zu fragen, warum es das getan hat (und zwar nicht als vorwurf, sondern als ehrliche frage gemeint)...?
    würde soetwas vielleicht dann auch die selbst-reflektion und damit die intelligenz fördern...?
    "Entschuldigungen verlangen" ist dümmliche Schwarzpädagogik aus dem letzten Jahrhundert. Natürlich macht es mehr Sinn sich mit der Sache auseinanderzusetzen. Das ist übrigens sogar schon sinnvoll, wenn das Verbot ausgesprochen wird - und führt dazu, dass nicht der Zwang, sondern die Erkenntnis das Kind davon abhalten Blödsinn zu machen.

    Lg
    halbwirksam

  10. #10
    Bruchpilot

    Gast

    AW: sind 84% der menschheit wirklich sooo doof? + intelligenz nur eine angewohnh

    Ich versuchs nochmal:
    Wer den ein oder anderen Artikel in der Bild-Zeitung hinterfragt, braucht sich nicht einzubilden intelligent zu sein! Das ist mit Informationen sammeln und schlussfolgern nicht gemeint!
    Und wie Dragolo schon festgestellt hat: Das Diagramm ist aus den 80ern und aus den USA. Da hat es mit der Diskriminierung der Schwarzen noch ganz anders ausgesehen, weshalb die Schwarzen schlechtere Arbeitsplätze bekommen haben als die Weißen. Dass der Ersteller des Schaubilds anscheinend vom Beruf auf die Intelligenz schließt, lässt nicht gerade darauf schließen, dass er selbst mit hoher Intelligenz gesegnet ist und führt schon wieder zum selben Fazit: Das Diagramm ist zum in die Tonne treten!

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