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Diskutiere im Thema ADHS und späte Diagnose im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: ADHS und späte Diagnose

    He lola,

    ich freue mich für dich. Endlich eine Diagnose! Herzlichen Glückwunsch!

    LG

    Snagila

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 72

    AW: ADHS und späte Diagnose

    Auf den Gedanken gekommen, dass ich ADHS haben könnte, bin ich durch meinen 8jährigen Sohn gekommen. Dazu muss ich sagen, dass ich von 1997 bis 2008 im Ausland gelebt habe, die letzten drei Jahre davon in einem Land, in dem es keine Möglichkeit gab, ADHS zu diagnostizieren.

    Im Urlaub in Deutschland haben wir dann zwar mal eine Kinder- und Jugendpsychiatrie aufgesucht, aber wir konnten nur ein Gespräch führen - die Psychiaterin sagte spontan "schweres ADHS", aber das kam mir einfach zu unseriös vor, auf der Grundlage eines kurzen Kennenlernens.

    Er ist auch im Ausland in der Schule schon ab und zu über die Stränge geschlagen - vor allem in der 1. Klasse, wo er mit der Lehrerin überhaupt nicht zurecht kam. In der 2. Klasse hatte er dann eine junge Lehrerin mit einer besonders guten Vorbildung, da ging es dann einigermaßen.

    Richtig gekracht hat es dann in der 3. Klasse hier in Deutschland - wieder Pech mit der Klassenlehrerin, dazu noch die Umstellung, zum ersten Mal in Deutschland leben und nicht nur zu Besuch sein.

    Dann haben wir Hilfe gesucht und sind schließlich bei einem Kinderpsychiater gelandet, zu dem ich sofort Vertrauen hatte. Nachdem bei meinem Sohn dann ADHS diagnostiziert worden war, begann ich, über mich selbst nachzudenken - manche von seinen negativen, aber auch positiven Verhaltensweisen kamen mir von mir selbst doch sehr bekannt vor.

    Wie viele andere hier geschrieben haben, spüre ich auch große Erleichterung, nachdem ich die Diagnose bestätigt bekommen habe. Vorher hatte ich wegen vielem Schuldgefühle - warum kann ich mich nicht besser organisieren, besser den Erwartungen der anderen gerecht werden, mein Potential ausschöpfen, usw.? Jetzt kann ich es "auf ADHS schieben". Intellektuell finde ich das etwas unehrlich, aber was soll's, jetzt weiß ich, was los ist und habe einen Ansatz, um an mir zu arbeiten.

    Ich muss dazu sagen, dass ich im Leben sicherlich sehr viel Glück gehabt habe. Durch das Abi bin ich dank meiner Begabung ohne groß zu lernen mit 2,3 durchgekommen - ich habe einfach die Fächer als Leistungskurse gewählt, in denen ich am besten war, also Englisch und Französisch (Sprachenlernen fällt mir unheimlich leicht), dazu Religion (wieso eigentlich?) und Chemie (der Lehrer hatte die Eigenheit, seine Klausuren vom Vorjahr zu recyceln - die haben wir uns dann besorgt und konnten gut vorbereitet in die Klausur gehen).

    Der nächste Glücksfall war, dass ich eine FH-Ausbildung gemacht habe, die im Vergleich zu einem Uni-Studium (jedenfalls vor dem Bologna-Prozess) sicherlich viel stärker strukturiert (ja, auch verschult) war, und die auch ganz gut geschafft habe.

    Als Drittes bin ich im öffentlichen Dienst gelandet, wo es für Schrulligkeit wohl mehr Verständnis gibt als in der "freien Wirtschaft".

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: ADHS und späte Diagnose

    Ich kann nur bestätigen, dass viele Psychotherapeuten bei ADHS im erwachsenen Alter im Dunkeln tappen. Ich selbst habe Ende der 80er Jahre studiert, da war ADHS kein Thema und Ende der 90er habe ich dann noch mal ein Aufbaustudium angehängt und da war ADHS bei Erwachsenen auch kein Thema nur bei Kindern, das Wissen über ADHS kann also bei älteren Therapeuten, wenn überhaupt vorhanden nur durch Eigeninitiative entstanden sein und wohl kaum durch ein Studium zudem gibt es kaum welche die sich auf ADHS bei Erwachsenen spezialisiert haben, leider.

  4. #24
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: ADHS und späte Diagnose

    Hi Nomade.

    ja, die Diagnose ist schwierig. Und vor allem der Umgang damit ist noch viel schwieriger. Und wenn man im Ausland lebt, wird das ganze nicht leichter.

    LG

    Snagila

  5. #25
    hirnbeiß

    Gast

    AW: ADHS und späte Diagnose

    So. Gestern war ich in München.
    Da bin ich nun hin zum Screening als "üblicher Verdächtiger"
    und kam zurück als ausgewachsener ADHS´ler

    Das Prozedere war professionell und ausgewogen. Mit Eingangsgespräch, EEG und Fragebögen ect/pp
    und das alles auf einen Rutsch. Selber mußte ich 88 Euro zahlen.
    O-Ton Arztin auf die Frage nach der Diagnose:.."..aber so was von.."
    Das war mir aber lieber, als noch Wochen, oder Monate zu warten.

    Danach war ich fix und fertig. Wollte einfach noch einkaufen. Das habe ich nicht mehr geschafft.
    Am 13.05. habe ich meinen nächsten Termin, Blutabgabe und Medikamenteneinstellung.
    Was und wie ich nun damit umgehen kann, das weiß ich noch nicht.
    Ich kann auch nicht sagen oder beschreiben, wie ich mich fühle.
    Ich werde mich weiter hier im Forum umsehen und alles andere geht ja am 13. weiter...

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