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Diskutiere im Thema ADHS und späte Diagnose im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: ADHS und späte Diagnose

    Hallo das Sternchen,

    ich hab mich eigentlich nie angestrengt. Ich bin immer irgendwie so durchgekommen. Ich konnte mich auch nie so richtig anstrengen, weil entweder ich konnte oder ich konnte nicht. Und was ich nicht konnte hat mich auch nie interessiert. Und was ich konnte, darin war ich super. Hab da wohl vieles ausgleichen können. Leider funktioniert das heute im "normalen Leben" nicht mehr. Hier wird nicht mehr gut und schlecht aufgewogen. Meistens jedenfalls nicht. Hier ist gut schnell vergessen und schlecht = böse = unangepasst wird lange in den Gehirnen der "Normalos" gespeichert.

    LG

    Snagila

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: ADHS und späte Diagnose

    Hallo Snagila,

    das mit dem Durchwursteln ohne viel Anstrengung kenn ich vor allem aus der Schulzeit. Hab mein Abi so gemacht - die Noten waren entsprechend.

    Nur das mit dem "gut können" hat nicht so funktioniert, aber das ist anscheinend eine Familienkrankheit. Eine Freundin meiner Schwester sagte mal: "Familie X kann 98%, aber sie messen sich an den 2%, die nicht so berauschend sind."

    Wie wahr. Ich hab mein halbes Leben lang auf meine Unfähigkeiten gestarrt wie das berühmte Kaninchen auf die Schlange. Sehr lähmend sowas. Erst nach mehrjähriger Beschäftigung mit der Diagnose werd ich langsam lockerer, und fange an, Dinge zu tun für die ich nachweislich Talent habe. Jetzt steht einer späten Karriere eigentlich nur mehr die eigene Feigheit im Wege. Aber das Kind werd ich auch noch schaukeln.

    Deshalb hab ich mit meiner sehr späten Diagnose auch nicht sooo ein Problem. Die Vergangenheit mag oft besch.... gewesen sein, aber ich lebe jetzt. Und es kommt drauf an, was ich jetzt aus mir mache, mit dem ganzen Wissen über das Störungsbild samt Vor- und Nachteilen.

    lg

    lola

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 56
    Forum-Beiträge: 85

    AW: ADHS und späte Diagnose

    Lola, du hast so recht.

    Mein pa dachte, weil er so viel kann, ist das was er macht, und was andere machen, daher wertlos.

    Er hat alle Leute verabscheut, die Landschaftsbilder malen können, weil er das konnte. Daher ist das Malen von Landschaften sch......

    Und mit 98% hast du fast den Punkt bei mir erwischt. Mein Pa hat mir einmal eine Mathe Arbeit, die ich mit 97% relativ (hihi) gut bestanden hatte, als Schrott bezeichnet und ist mit mir durchgegangen, was ich bei den 3% falsch gemacht hatte.

    Mein Abi habe ich versiebt. Völlig.

    Jetzt bin ich dabei, nebenberuflich zu studieren. Wenn ich zwei Module bestehe und eine Zusatzprüfung mache, kann ich weiter studieren.

    Und ich finde, dass das, was ich gut kann schön ist. Ich arbeite weiter an mich.

    Alles Gute

    Pidge

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: ADHS und späte Diagnose

    @pidge

    Weisst was ich schön finde? Wir sind beide in einem Alter, wo man als Frau am Arbeitsmarkt als klinisch tot gilt.

    Und was tun wir? Gas geben!

    Tot ist nur wer sich tot fühlt, sag ich mal. Mit der Fachkenntnis aus den schlauen Büchern weiss ich wo ich aufpassen muss - es ist also nicht mehr zwingend notwendig, auf die ewig gleiche Art zu scheitern wie in den letzten 30 Jahren.

    Gefällt mir. Und denen werd ichs zeigen wie ganzundgarnicht-tot ich bin.

    lg

    lola

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: ADHS und späte Diagnose

    Zuwachs an der Veteranenfront!

    Ich begrüße lilo (59), die ihre Diagnose erst seit ein paar Monaten hat. Willkommen in unserer illustren Runde.

    Da kann ich mich mit Erstverdacht mit 49 ja bald verstecken.

    tatterige Grüße

    lola

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 35

    AW: ADHS und späte Diagnose

    Veteranen? Na ja. Ich war 40. Meine Schwester hat zuerst ihre Diagnose gekriegt. Ich habe delegierte Psychotherapie (Psychologin wird von Krankenkasse bezahlt, wenn du auch Artzt hast.) Und endlich hatte ich Psychiater mit richtigen FRAGEN. Eigentlich glaube ich, dass er selber ADD hatte, die Unordnung im Praxiszimmer kam mir bekannt vor... So ging es weiter. Aber nachher hatte ich ein Psychiater, der nicht an ADHS glaubte. GLAUBTE!
    Jetzt habe ich gute Psychiaterin, und kriege Medis, die einigermassen helfen.
    Komisch:Ich hab oft gefühl dass ich gut kleinkinder verstehe. Und auch Tiere, wie Hunde.

    Es ist nur schwierig, weil ich keine genauere Diagnose habe. Irgendwie ADD, Depressionen und "Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung" und das verstehen die andere nicht.

    Viele Liebe Grüsse an Veteranen Gruss L

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 232

    AW: ADHS und späte Diagnose

    luuseri schreibt:
    Und endlich hatte ich Psychiater mit richtigen FRAGEN
    Bei mir hat auch erst mein Psychotherapeut eine moegliche ADHS angesprochen (und mich letztlich in die Diagnostik geschickt), nachdem ich mal irgendwann erwaehnt habe, meine Eltern haetten mich immer als "Zappelphilipp" bezeichnet. Und das auch erst mit 40. Naja, lieber spaet als nie. Kann nicht schaden, mich auch jetzt noch dagegen behandeln zu lassen.

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: ADHS und späte Diagnose

    So, jetzt ist es amtlich, ich habe meinen Status auf "ärztliche Diagnose als Erwachsener" geändert. Meiner spontanen Erleichterung habe ich in einem anderen thread Ausdruck verliehen. http://adhs-chaoten.net/16258-post8.html

    Heute ist The Day After, die Diagnose ist 24 Stunden alt.
    Und ich bilde es mir nicht ein, ich bemerke tatsächlich Veränderungen, auch und gerade in meinem Schreibverhalten. Die Tatsache, dass der Facharzt eigenständige Folgeerkrankungen mit Ausnahme des im letzten Jahr gestoppten Alkoholismus ausgeschlossen hat, wird wohl das Ihrige dazu beigetragen haben.
    Es ist also alles ADHS.

    Und ich kann mich mit der Diagnose in der Hand endlich trauen, in den geschützten Bereichen Schritt für Schritt auch die "verbotenen Zonen" und meine dunkle Seite zur Sprache zu bringen. Und diese böse Stimme im Hinterkopf hat jetzt endlich Pause. Ich bin vielleicht teilzeitbescheuert, aber definitiv nicht charakterschwach oder moralisch schlecht.

    Ums auf den Punkt zu bringen: ich spinne jetzt mit mehr Selbstvertrauen.

    Damit ist im Grunde alles von Bedeutung gesagt, soll ja kein Roman werden.

    lg
    lola

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 42

    AW: ADHS und späte Diagnose

    hi ihr lieben
    als meine endgültige diagnose kam war ich auch schon 35 jahre.
    gewußt habe ich es schon, oder viel mehr geahnt. na ja bei dem leben was hinter mir lag........ es ist auch eine gute leistung bei 5 kindern das schwarze scharf zu sein. jedenfalls viel ich immer auf *kicher*
    von meinen eltern habe ich auch eine großen rucksack mit bekommen " du kannst, das nicht, du schafst das nicht, das wird eh nichts........."
    nach vier jahren tiefenspsychologischetherapie und das beenden der jahrerlangen quälerei mit panikatacken und das hinter her jagen nach anerkennung von meiner mutter...... ja da stand ich plötzlich vor einem richtigen arzt der sich aus kannte mit ads bei erwachsene. er frug mich als erstes warum ich wissen will ob ich adhs habe. ich habe einfach gesagt weil ich jetzt wissen will ob ich bald gänzlich verrrückt werde oder es einen grund gibt warum ich so bin.
    ja und was soll ich sagen, seid der diagnose geht es mir besser. mann kann es annehmen und einfach sagen" na und, bin ebend so"
    seid dem ich medis nehmen läuft es auch im sozialen berreich besser, zumindest gebe ich nicht mehr ungefragt meine meinung preis,und schon gar nicht in unpassenden momenten
    ich verschwende keine gedanken darüber wie es gewesen wäre wenn ich schon als kind meine diagnose gehabt hätte. ich denke einfach dann wäre ich jetzt nicht so weit wie ich bin. denn ich war immer dabei es allen zu zeigen..........
    thema kinder, kinder waren mir immer lieber als menschen, mit denen habe ich mich verstanden.
    bei uns ist es auch immer lebhaft, oft werde ich gefragt wie ich das aushalte und alles schaffe ( sohn bald 16 ADHS, tochter bald 13, sohn 9 ads, sohn bald 6
    ( PK ), FAS. dann noch ehemann, hund , fische, meerschwein, hamster, berufstätig , ein haus zur miete und großer garten extra....... wenn ich darüber nach denken dann denke ich oft,eh was wolln die denn von mir. ich selber seh da nichts stressiges drinne. ich brauche die aktion.

    vor 2 jahren war ich mit meinen 4 kids zur mutter kind kur. die haben mich alle angeguckt von wegen wo ist denn da erholung. ich fands geil, nicht kochen nicht putzen einfach nur mal frühs zeit für mich und dann kindertime ohne terminwahnsinn.
    vielleicht ist es ja auch eine gabe durch das adhs sehe ich in viellen nur die guten dinge und nehm sie mit.
    wenn situationen so sind wie sie sind die ich eh nicht ändern kann dann egal.
    mein leitspruch ist immer wenn mal irgent etwas ist " geht denn davon die welt unter" und und wenn ich es mit nein beantworten kann dann gehts halt weiter
    klaro setzt noch oft der verstand aus und ich muß die folgen ertragen, aber das bin ich ja gwohnt.
    ach ja und meine eltern, nun ja meine mutter denkt immer noch ich bin verrückt und mein großer sohn ist nur so weil er als kind zu viel spielzeug hatte. aber was sollst. ich habe mein eigenes leben.
    lg gruß emmi

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 56

    AW: ADHS und späte Diagnose

    da hab ich ja irgendwo noch glück das es bei mir mit 23 gemerkt wurde. Aber auch nur weil ich selber gesagt habe geht nicht mehr so weiter. Dank Arbeitsamt bin ich zur der Psychaterin gekommen wo es rausgefunden hatt. Hätte in meinem falle schon viel früher auffallen müssen. weil ich nie ruhig sitzen konnte immer am rumrennenwar und als ich 3 war wie mir meine mutter erzält hatt bin ich ich wärend dem essen eingeschlaffen weil ich keinen mittags schlaf machen wollte.

    Heute ist es so das ich seit 5 jahren große probleme habe überhaupt was auf die reihe zu bekommen.Mit der zeit weis ich warum das so extrem ist,aber auch nur dadurch weil ich die arbeit von den Ärzten bei mir im umkreis übernommen habe und die zum großteil aufklären darf.Was mich dan wiederum sehr wundert,aber so ist das halt wenn an m letzten nest wohnt.Bei mir ist es mit derzeit so geworden das ich mit kinder garnicht mehr kann.Früher konnte ich die in 15 gruppe um mich haben war kein problem. Heute reicht 1 schon und ich bekomme jenachdem die kriese.

    Denke mal das das Arbeitsamt im Punkt ADS auch keine sehr große hilfe ist ist klar.Alleine schon aus dem grunde wo ich gehört hab, wir haben einige wo ads haben das ist ja nicht so schlimm war da bei mir rum.Das ich ich zurzeit nur in der luft häge und es nicht vor geht sondern gefühlt eher zurück geht, daran hab ich mich gewöhnt.Gerade aus dem grund weil ich noch viel lerne und lernen mus.Weil ich im ereichbaren umkreis (ohne führerschein)keine hilfe erwarten kann.Was ich schade finde aber ändern kann man das nicht.Wenigstens kann meine mutter mich imemr zum thermin Von meiner Psychaterin fahren.macht sie gerne weil sie meistens dan mehr erfährt und ich dan wieder ein rezept für meine medikamente bekomme.

    Für den fall das ich ab und an mal abgekommen bin vom thema sorry hab ich öfters so und hoffe auch das es verständlich ist.

    MFG: Drache

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