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Diskutiere im Thema ADHS und Nähe / Distanz zu anderen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 257

    AW: ADHS und Nähe / Distanz zu anderen

    @KaiWin, also mir ist ganz kribbelig geworden als ich anfing dien beitrag zu lesen. Nur das dran denken jemand die ganze zeit zu umarmen und "anzuknuddeln" da krieg ich ne gänze haut. (eine unangenehme).

    Ich hab heute uber dieses thema nachgedacht und es ist garnicht sooo schlimm wie ich dachte Ich habe sogar 2 menschen in meinen umfeld die ich IMMER beim begrüßung und abschied umarm. Komischerweise sind beide männer, beide kommen aus schwierige familien und beide erzählen nicht viel drüber, aber irgend wie drucken wir mit unser umarmung aus das wir uns auch so versehen. Alle anderen sind Küsschen Küsschen schicki mickis, einfach oberflächlich, unehrlich und überwiegend zickige ******. Am anfang hab ich mit gemacht aber irgendwie hat mein körper selber übernommen und hat so deutliche signale ausgesendet das die es nicht mehr versüchen.

    Einer seits ist mir das sehr recht aber andernseits denkt mann sich, na toll

    Bei meine familie mag ich es garnicht, inzwischen aber zwing ich mich dazu weil ich die meinung bin das es mir gut tut. Verzeihung ist harte arbeit und damit hab ich schon vor ein paar jahre angefangen bei meine familie, bis jetzt bin ich so weit das ich kein kontact mehr zu mutter oder father hab mit 5 geschwister nicht mehr rede und die anderen umarmen kann wenn ich mal alle 5 jahre nach schotland flieg oder die nach D. Ein grosse schritt find ich.


    LG hobo

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Nähe / Distanz zu anderen

    Nähe und Vertrauen, Sympathie und Zulassen von Berührungen - das hängt bei mir sehr davon ab, wie ich für das Gegenüber empfinde.

    Und zwar in dem Moment. Meine eigene Stimmung ist hier sehr ausschlaggebend. Wenn es mir nicht gut geht, dann kann ich auch nicht offen sein, denke nur in eine Richtung und wenn derjenige dann nicht genau den richtigen Ton trifft, ist es vorbei. Klappe zu.

    Nur die Menschen, denen ich vertraue, die können mich in solch einer Situation manchmal erreichten.

    Umarmung bei Begrüßungen - das kannte ich aus meiner Kindheit gar nicht. Hand-geben, klar das gehörte zu den Umgangsformen, aber mehr nicht.
    Als Jungendliche lernte ich jedoch viele Menschen kennen, die ich mochte und die auch mich mochten, ich konnte ich sein und mich öffnen.

    Zu Beginn war das bestimmt auch ein wenig Schicki-Micki, aber ich habe da gelernt, Berührungen zu zu lassen und es als angenehm zu empfinden. Ich habe einige dieser Freunde heute noch, nach über 20 Jahren und es ist das geleiche Gefühl der Vertrautheit, wenn wir uns treffen (was nicht oft ist, da wir räumlich sehr weit auseinander leben)

    Heute ist es ein spontanes Gefühl, wenn ich jemanden neuen kennen lerne. Ich merke sehr schnell, ob die Wellenlänge passt. Und Menschen, die mir nicht gut tun oder die ich nicht mag, da lasse ich auch keine Berührung zu.

    Schwierig ist es, wenn man Kontakte zu anderen hat, die ein Zwischending darstellen. Intensives Zusammenarbeiten an Projekten (nicht beruflich) etc. hier wird meine Höflichkeit schon mal falsch verstanden und meine plötzliche ablehnende Haltung wirkt dann kalt oder arrogant.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 12

    AW: ADHS und Nähe / Distanz zu anderen

    Ich bin was Berührungen angeht generell heikel. Es gibt nur wenige Menschen, deren Hautkontakt ich ertrage. Als Kind fand ich es richtiggehend "eklig" z.B. von meiner Schwester zufällig berührt zu werden (Arm an Arm etc.) wenn wir z.B. mal gemeinsam im Bett schliefen. Andererseits war ich schon immer ein anhängliches Wesen. Gerade in sozialen Situationen die mich gestresst haben (und das haben sie oft) war ich dann andererseits wahnsinnig froh meine Schwester dabei zu haben und hab mich fast wortwörtlich an ihren Rockzipfel gehängt. Ja und Körperkontakt durch den Stoff hindurch war gerade in solchen Situationen dann natürlich auch beruhigend. Aufgeregt hat mich auch immer, wenn Mama, Schwester etc. meinten mich knuddeln zu müssen (ich war recht putzig und sie haben es gerne gemacht).
    Das Bedürfnis nach engem Körperkontakt konnte ich nur im Zusammensein mit Tieren problemlos ausleben (nichts ist schöner als das dreckige, stinkende Fell eines Hundes der im freien gehalten wird ...naja, so wild nun denn auch nicht, aber was auch immer für Tiere es waren, ich wollte immer Kontakt zu ihnen haben: emotional, seelisch und körperlich). Ich habe Tiere schon immer geliebt. Wenn ich die Wahl hatte, habe ich den Kontakt zu Tieren auch immer dem Kontakt zu Kindern vorgezogen (das ist heute glücklicherweise nicht mehr so. Ich bin sehr froh über die Menschen in meinem Leben).

    Heute ist mein Freund derjenige, der mein Bedürfnis nach Nähe fürsorglich stillt. Da kann ich gar nicht genug bekommen. Und erstaunlicherweise, klappt es nach vielen, vielen Fehlschlägen mit anderen "Partner" super mit uns beiden.
    Bei Freunden ist es nach wie vor schwierig. Ich mag es einfach nicht, wenn sie mir zu nahe kommen. Schon Schulter an Schulter zu sitzen macht mich wahnsinnig. So was ginge nur, wenn ich mich innerlich versteife und darauf konzentriere nicht noch näher zu kommen. Neulich saß ich gemeinsam mit einer sehr guten Freundin auf der Couch. Sie hatte ihre Füße hochgezogen. Die Spitze ihres Zehs berührte dabei meinen Oberschenkel. Ein furchtbares Gefühl . Bin ja aber doch auch irgendwie diplomatisch. Möchte niemanden verletzen. Also hab ichs ertragen. Aber dieser Berührungspunkt ging mir solange er da war nicht aus dem Sinn. Als würde sie ihren Zeh in mein Gehirn bohren nach dem Motto "ich bin HIER". Schon schade, da wär ich echt gern entspannter.

    Was sich seit der Einnahme von Ritalin verändert hat, ist unter anderem genau dieses "Problem". Wenn mich vorher eine Handbewegung in meine Richtung fast erschlagen hat, bleibe ich jetzt oft völlig cool. Und sollte diese Bewegung zu einer flüchtigen Berührung führen, finde ich das ab und zu sogar förmlich angenehm (natürlich nicht immer, aber "wow", es geht ab und zu eben doch).

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 239

    AW: ADHS und Nähe / Distanz zu anderen

    Ich möchte mich auch bEdanken bei Euch , das ihr hier so offen über Eure Gefühlwelt redet , das lesen Eurer Beiträge hat auch mir schon geholfen , einiges anderst zu sehen DAnke an Alle. ein dickes Lob an Euch

  5. #15
    Ehemaliges Mitglied 3

    Gast

    AW: ADHS und Nähe / Distanz zu anderen

    Hallo an alle,

    also, obwohl ich erst neu bei Euch bin, fühle ich mich unheimlich gut bei Euch aufgehoben. Es gibt vieles, wo ich dachte, das geht nur mir so.......und es macht mich etwas ruhiger, das Ihr auch die gleichen Fragen/ Probleme habt wie ich.

    Ich hab es von jehher nicht gemocht, angefaßt zu werden, vorallen, wenn ich nicht gefragt wurde.....das ist so. Bis heute. Steht/ sitzt man in der Bahn, Zug oder so, und es ist so eng, weil der andere sich breit macht, dann krieg ich auch langsam einen Krampf. Ich mein, ich brauch nicht wahnsinnig viel Abstand zu anderen Leuten, so auch nicht, aber es muß genügend sein, wenigstens eine Armlänge. Alles andere ist zu eng.

    Oder man geht einkaufen ins Kaufhaus, einfache Beispiele, aber mir ist das zu viel. Gern mach ich alles mit, aber gedrängt - sorry....oder einkaufen im Markt, und man steht an der Kasse, vor einem eine Mutter mit Kinderwagen, hinter einem jemand mit Bier.....natürlich raste ich nicht aus, da kann ich mich beherrschen, aber hinterher ist man ziemlich breit.

    Beim Sport dagegen lasse ich das Anfassen zu, logischerweise, auch das Umarmen beim Begrüßen und Wiedersehn sagen, oder eben mit einem festen Handschlag, wenn mein Gegenüber denkt, das er mich mit Umarmung bedrängen könnte.

    MfG Hero

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: ADHS und Nähe / Distanz zu anderen

    hero schreibt:
    Ich hab es von jehher nicht gemocht, angefaßt zu werden, vorallen, wenn ich nicht gefragt wurde.....das ist so.
    Das bringt es auf den Punkt.

    Ich empfinde die Selbstverständlichkeit, mit der manche Menschen einen anfassen, als übergriffig.

    Ich sage meistens aber nichts, weil ich nicht als hysterische Zicke oder Mimose dastehen will. Und weil ich spüre, dass ich mit meiner Distanziertheit in der Minderheit bin.

    Das kann sich aber flux ändern, da ich zur Zeit gerade einen Schub in der Aufarbeitung meiner Vergangenheit und Gegenwart unter dem Gesichtspunkt ADHS erlebe.

    bin schon gespannt

    lg

    lola
    Geändert von lola (18.06.2009 um 21:18 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler

  7. #17
    Ehemaliges Mitglied 3

    Gast

    AW: ADHS und Nähe / Distanz zu anderen

    Hallo Iola,

    dank für Mail. Hab mich sehr darüber gefreut.

    Das glaub ich auch, ich will auch nicht einfach so angefaßt werden......

    Ich sag es schon, wenn ich es nicht will, besser noch, ich zeige es auch noch mit dem Gesicht. Das hat doch nichts mit Zicke oder Mimose zu tun, sondern einfach mit Selbstbestimmung (glaub ich zumindest). Ich will es nicht, und damit ist gut. - Leider hab ich das auch erst vor einiger Zeit! gelernt,

    Ich finde auch Leute mit Bierflaschen in Bus/ Bahn usw. furchtbar. Bei uns leider gang und gäbe.....wenn du Glück hast, setzt sich einer neben dich. Der geht dich zwar nicht an, aber es ist doch furchtbar unangenehm - so denk ich jedenfalls. Bloß, meist sind die Verkehrsmittel ja schön besetzt, also geht nichts weiter, als so´tun, als störe es nicht, wegrücken.....oder aufstehen. Da könnt ich wirklich glatt ausrasten.Leider muß man sich beherrschen. Vorallem auf Geruch von Alkohol reagiere ich sehr allergisch.....

    MfG Hero

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: ADHS und Nähe / Distanz zu anderen

    Hallo

    Ist sehr interessant wie ihr über das Thema schreibt, ich sehe sehr viele Prallelen zu mir selber.

    Ich selber hatte es als Kind schon nicht gerne, angefasst oder berührt zu werden. Ich habe es total gehasst, selbst von meiner Mutter oder Vater und meinen Brüdern. Ich habe es dann auch gezeigt und zuverstehen gegeben, dass ich das nicht will.

    Heute gibt es nur sehr wenige Menschen, die mich berühren dürfen und bei denen ich es auch zulasse, aber ich kann diese an einer Hand abzählen. Andere Mitmenschen halte ich immer auf Distanz, wenn sie mir zu nahe kommen, weiche ich einen Schritt zurück. Viele sagen auch das ich einen eiskalter Klotz sei, aber das stört mich eigentlich gar nicht. Ich habe es einfach nicht gerne. Heute gebe ich es auch verbal zu verstehen. Die meisten verstehen das dann auch. Wenn nicht kommt es hin und wieder zu einer Eskalatiion und ich mache ihnen klar das sie mit ihrem Leben spielen.
    Da kann ich dann voll ausrasten.

    Öffentliche Verkehrsmittel vermeide ich eigentlich immer, gehe lieber zu Fuss oder mit dem Velo und Auto, nur nicht Bahn und Bus fahren, das halte ich nicht aus, da kommen mir die Mitmenschen einfach viel zu nahe.
    Es reicht mir schon wenn jemand neben mir im Restaurant sitzt. Das ist schon fast zu nahe für meine Verhältnisse.

    Ein Beispiel von letzter Woche:

    Ich bin seit langem wieder mal auf einer Party, habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Am Morgen als es langsam zu Ende ging, wollte mir doch noch einer an die Wäsche. Ich habe ihm dann klar gemacht, dass er es lassen solle. Er probierte es dann noch ein mal, ich packte seinen Arm und sagte ihm dass ich Ihn brechen werde, wenn er nicht die Hände bei sich behalten kann. Ich reagiere sehr selten so, aber ich empfinde eine Berührung von fremden Mitmenschen schon fast als eine Bedrohung und überreagiere dann auch hin und wieder, zum Glück waren meine besten Freunde dort und konnten mich dann etwas beruhigen, und mich ablenken.

  9. #19
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: ADHS und Nähe / Distanz zu anderen

    Ein sehr wichtiges Thema, wie ich finde!

    ich empfinde es auch als unv erschämt, selbst wenn Menschen an der Kasse drängeln und man im Nacken schon den Atem des Hintermanns(frau) spürt. Oder Leute die man grad erst kennen lernt, gleich so Kumpelhaft den Arm um einen legen wollen, oder mich ständig am Arm anstupsen, während sie reden. Obwohl ich doch eh am zuhören bin, und dann alle 5 sekunden so ein anstupser kommt... fürchterlich.

    Aber Nähe und Distanz in der Partnerschaft sind - zumindest bei mir- wichtige Themen. Ich führe eine WE Beziehung. Am WE freuen wir uns sehr doll, wenn wir uns wiedersehen. Aber auch beim Treffen brauchen wir beide Zeiten, in denen wir auch nur für uns sind, um Eindrücke, Gespräche und Gefühle erst einmal in die richtigen Hirnwindungen einzuordnen.

    Liebste Grüße

  10. #20
    Patty

    Gast

    AW: ADHS und Nähe / Distanz zu anderen

    Grundsätzlich empfinde ich so, wie die meisten es hier beschrieben haben.

    Wichtig finde ich immer, auf die Signale des Gegenübers zu achten und gleichzeitig auf mein Bauchgefühl. Leider trügt beides manchmal

    Vor ein paar Tagen kam eine gute Bekannte, um mitzuteilen, daß ihre Mutter verstorben ist. Da wir uns gut kennen, und schon viele tiefgehende Gespräche hatten, hielt ich es für plump, einfach nur "herzliches Beileid" zu wünschen, und ihr die Hand zu schütteln.

    Ich habe sie umarmt und merkte sofort, daß es falsch war.
    Hätte mich selbst am liebsten .

    Bei anderer Gelegenheit ist mir mal eine schwer psychisch kranke Frau extrem auf die Pelle gerückt. Um dann auch noch an ein Kleinkind zu kommen, an das wir sie nicht hatten drankommen lassen wollen, lehnte sie sich dann auch noch über meinen Schoß und drückte mich in den Stuhl zurück. Aaaaaaargh!


    Da fühlte ich mich Stunden später noch unwohl.

    Andererseits habe ich auch eine ganz liebe Bekannte (die, bei der ich auch nachts was zu essen kriege), wo es mir einfach guttut, daß sie häufiger mal meinen Arm berührt.

    Das ist wie Kraft tanken, wenn wir uns gegenseitig anstrahlen und uns einfach nur zu verstehen geben, daß wir uns mögen.

    LG Patty

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