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Diskutiere im Thema Wusste früher nichts von ADS ... jedoch ... ... im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Wusste früher nichts von ADS ... jedoch ... ...

    Ja es ist so einfach was immer alles sein müßte wenn man tut und und und das man dann ungewöhnliche Wege geht die keiner versteht, um selbst besser im Leben und Alltag klar zu kommen begreift kaum einer. Man macht dadurch auch viel für die breite Masse unverständliches. Um sich selbst zu helfen weil keiner wirklich Verständnis dafür hat. Und da genau fängt der Teufelskreis an. Der rote Faden lag bei mir auch vor und mein Selbstwertgefühl ging immer mehr zu boden das ich nur noch allen es recht machen wollte und ich verlor dabei meinen eigenen Willen, meine Wünsche. Wenn mich heute einer fragt was ich mir wünsche, ich weiss es nicht mehr. Vielleicht das ich mir was wünsche wieder für mich . Ausser wieder etwas bessere Lebensqualität udn Gesundheit aber ich denk das kommt dann alles von ganz allein. Meine Eltern hatten nie Zeit für mich vonwegen Hausaufgaben oder so. Ich war immer allein am vor mich hinpruckeln. Aber ich finde gut wenn man nun weiß wie man es angehen kann und ja vorallem sich austauschen das man doch gar nicht so verrückt ist wie alle denken. Einen sogar als krank bezeichnen und Klappsenreif. Hilfe das ist zur Zeit bei mir so, deswegen betonte ich es gerade.

    LaTiShA schreibt:
    In der Schulzeit hieß es immer,

    - muss sich mehr auf das Wesentliche konzentrieren,
    - bei mehr Konzentration zu bedeutend besseren Leistungen fähig,
    - muss ordentlicher werden,
    - ist sehr unruhig, lässt sich leicht ablenken

    das zieht sich wie ein roter Faden durch alle Beurteilungen.

    ... es waren die 70-iger und niemand hat von ADHS gesprochen.

    Meine Eltern hat es nicht interessiert, da gab es keine Hausaufgabenkontrolle oder gemeinsames Hausaufgabenmachen ...

    ich war immer anders und wusste doch nie, warum das so war...

    ... mach nicht immer alles auf den letzten Drücker, hat meine Mutter gemeckert, wenn ich morgens um halb sechs meinen Aufsatz geschrieben hab, den ich seit drei Wochen nicht fertiggebracht hatte ...

    Wenn es im Job Probleme gab, die man (aus meiner heutigen Sicht hätte lösen können!), bin ich gegangen ...

    Ein Ex meinte mal, wenn es den letzten Moment nicht gäbe, würdest du nüscht gebacken kriegen ...
    und ... er hatte ja recht.

    Ich stand mir meistens selbst im Weg und wusste nicht warum.

    Ich hatte keine Ahnung, warum ich Wutausbrüche hatte, bei manchmal wirklichen Kleinigkeiten.
    Wenn ich gar nicht klar kam, habe ich mich geprügelt ... dann die Ermahnungen, du bist ein Mädchen, reiß dich doch mal zusammen.

    Wenn ich jetzt EINS und EINS zusammenzähle, weiß ich warum ich so war.

    Ich selbst hatte auch keine Ahnung von ADHS ... ich war zu sehr mit dem Alltag beschäftigt, um mich mit mir zu beschäftigen.

    Meine beiden Töchter haben auch ADHS, auch davon hatte ich keine Ahnung ... und ich schäme mich dafür, dass ich es nicht gemerkt habe ... aber auch keiner der Lehrer hat da mal irgendwas gesagt, gemerkt ... es tut mir leid, dass iceih es den beiden nicht leichter machen konnte durch eine rechtzeitige Diagnose ... aber zumindest haben sie beide Geborgenheit und Liebe bekommen ...

    Nun bin ich 52 und habe die Diagnose ADHS ...

    irgendwie ist das alles ziemlich krank und verrückt!!



  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Wusste früher nichts von ADS ... jedoch ... ...

    Grünbert, ja es passt sehr gut und diese Achterbahn gedanken kenne ich nur zu gut. Leider. Zwar nicht unter der Wirkung aber eben mit anderen Mitteln und Wegen. Konzentration ist etwas völlig schwieriges. Was war denn das für ein Vortrag bezüglich Konzentration ? Ja dies instinktive ist mir eben durch Unwissenheit auch etwas gewesen was ich dann immer irgendwie versuchte auf einen Weg zu bringen. Ich machte vieles wo andere gar nicht drauf kommen und es dann leicht als krank bezeichnen. Was einen ganz schön weh tut. Hilfe wird angeboten von aussen wenn man sie braucht ist sie aber nicht da. Wenn man sich öffnet wird man belächelt ja sogar Freundschaft zerbrechen an zuviel Offenheit und da fängt es an zu schmerzen das man sich am liebsten ins Schneckenhaus verkrümmeln möchte. Und niemandem sich mehr anvertrauen möchte. Mit diesem mehr brauchen kann ich mehr als nur nachvollziehen. Da hast Du vollkommen recht.. Telefonate sind für mich ein schwieriges Thema. Anrufe binich nicht gewachsen und die Idee diese Aufzuzeichnen hat was, wenn ich auch gar nicht weiss wie. Aber mir fällt es schwer gespräche am tel zuführen wenn ich einen anruf bekomme. anders wenn ich anrufe. was suspekt für mich ist. irgendwie. Ich hab regelrecht Panik davor. und ruf daher auch meistens zurück wenn mir jemand auf die Mailbox spricht.

    Grünbert schreibt:
    Hmm, ich bin mir nicht sicher, ob das, was ich gerade denke, dazu passt, aber irgendwas hat Dein Post in meine Kopf ausgelöst.

    Bin grad nicht auf MPH, daher fahren die Gedanken Achterbahn, sorry.

    Also, als ich meine Ausbildung angefangen hab, hab ich noch viel mehr als in der Schule gemerkt, dass meine Konzentration unter aller Sau ist und ich damit ein Problem bekommen würde.

    Zufälligerweise haben zwei sehr gute Freunde mich kurz danach zu einem Vortrag "geschleift", bei dem es unter anderem um ein Produkt ging, das die Konzentration verbessert.
    Langer Rede kurzer Sinn, ich nehm das seither und es hat mir tatsächlich durch die Ausbildung geholfen. Bei weitem nicht so gut, wie MPH es getan hätte, aber wenigstens ein kleines Bisschen. Ist aber auf Vitaminbasis.

    Das Interessante bei der Sache ist, dass ich instinktiv gespürt habe, dass das etwas ist, was mir gut tut und habe es daher nicht "abgesetzt". Und ich hab Unmengen davon konsumiert.

    Und das mit dem Aufnehmen und wieder abspielen hab ich zwar so nicht gemacht, aber ich hab stundenlang meiner damals besten Freundin, einer Klassenkameradin telefoniert und dabei den Stoff nochmal durchgekaut.

    Irgendwie hab ich mir die letzten beiden Tage schon ein paarmal gedacht, dass wir AD(H)S-ler bei allem, was ein Stimulus ist, einfach mehr brauchen als alle anderen um eine ähnlich zufriedenstellende Wirkung zu erzielen.

    Mehr Essen, mehr Gespräch, mehr Sex / Zuwendung, mehr Adrenalin, mehr Koffein, mehr Medienkonsum, einfach von allem mehr. Kann das jemand nachvollziehen?

    Aber grad ist mir eingefallen, dass ich das mit dem Aufnehmen auch schon gemacht habe, nur bei anderen Gelegenheiten und nicht in der Schule. WIchtige Telefonate habe ich zum Beispiel aufgenommen und immer wieder gehört, an die kann ich mich auch noch sehr gut erinnern.

    Hm, das war jetzt so das, was mir spontan dazu eingefallen ist, bin etwas nebelig im Kopf...merk den Rebound grad.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 63

    60iger 70iger Jahre Kinder - Wie erging es Euch früher?.

    In den Meinungen Erlebnissen Lebensläufen oder so die ich im Austausch
    intern und öffentlich bekam sind mir wirklich sehr viele Dinge klar
    geworden und ja es war irgendwie wie ein a ha Erlebnis. Das ist schon
    etwas was einen Wirbelwind wie mich wieder etwas runter holt von meiner
    Palme auf er ich momentan bin. Ich würde mich weiter freuen über
    weitere Erkenntnisse und ja Selbstversuche ob nun alternatives,
    natürliche Medikamente, Übungen wie ihr Euch zu unserer Zeit wo keiner
    was wusste so geholfen haben. Einiges ist dem ein oder anderen durch
    meine Zeilen bekannt dem anderen würde ich auch weiteres gern über PN
    oder so mitteilen. Wie zB das ich gelernt habe in der Übung Beine hoch
    als Kerze. Verrückte Haltung um die ich seiner Zeit von meinen Mitbewohnern
    belächelt wurde. Und mich dann auch an meinem Pensum wieder
    zurück schlug. Oder das ich im Beruf locker mehrere gleichzeitig machte.
    Und hinter mir ne Bombe hoch gehen konnte und nichts brachte mich aus
    meinem Trott nur wenn das kleinste in mir unsicher wurde ging dann
    garnichts mehr. Und momentan hab ich meinen inneren Halt verloren.
    Durch verschiedene Vorkommnisse.

    Wie erging es denen die heute es erst sag ich mal erfahren haben was früher mit Ihnen los war und wie sind sie damit umgegangen ????

    Ich würde gern mal erfahren wie so es denen ergangen ist früher und heute welche Veränderung es Ihnen brachte diese Erkenntnis ? Ich bin ein Kind der 70iger Jahre und vielleicht ist so um den Dreh ja auch jemand hier dabei von Euch ? Oder so annähernd eben das man Schulzeit oder Lehrzeit was auch immer so durch geackert ist. Und mal kurz wie es bei Euch war als Überblick. Würde mich weiter freuen

    -----------------------------------------------------------------------

    Oh ja das passte genau dazu was mir eine innere Antwort und auch Ruhe gibt doch nicht so schräg und abgefahren zu sein wie gerade in jüngster Zeit von mir gedacht wird. Ich versuche mich immer zu erklären und weiß genau eigentlich selbst nicht wie ich mich erklären soll, wenn ich mich doch nicht verstehe. Mir sind einige Mitmenschen im engsten Freundeskreis so was von Feindselig mit einmal weil ich aus Hilflosigkeit heraus manches gemacht habe was für sie nicht nachvollziehbar ist. Nur jetzt bin ich tiefer im Sumpf als vorher. Da versuch ich mich zu finden , mich die ich mich selbst nicht hatte nicht mal weiß ob es mich gibt. Also ein ICH und soooooooo viele Missverständnisse wenn ich mit Menschen die sich Freunde nannten so schreibe wie hier ja , wie hier einige Denken. Eben genau wie ich es wohl auch erfahren habe und aggressive Art rüber kommt. Alles im Grunde nur aus Unverständnis, deswegen kann ich den Menschen nicht mal böse sein. Nur wenn es Menschen sind wo man dachte das sie einen lieben ist es für mich zZ der totale Untergang.

    Ja, genau diese ganzen Selbstversuche, Experimente doch weiter zu machen zeigt eigentlich das ein Mensch auch Wille und Biss hat. Das mit dem Rumlaufen hey kommt mir auch bekannt vor. Selbst das mit dem Extremsport der mir wahnsinnig fehlt und ich nicht mehr ausüben kann aus gesundheitlichen Gründen. Weil meine Pumpe nicht mehr so mitmacht wie ich es gern möchte. Da ich einen Herzfehler habe. Nur immer auf Krankheit schieben und keinen Ausweg finden will ich eben einfach nicht. Ich habe in den letzten Wochen auch diese Déjà-vu und auch so viel Erinnerungslücken das ich ja Zeitabschnitte nicht mehr weiß was da eigentlich war. Sogar manchmal Sehstörungen und so. Ich kann vieles na mir nicht mehr einsortieren und bin fürchterlich am Suchen.

    Ja, nur was man versteht und vor allem KENNT kann man auch in Angriff nehmen und mit umgehen, vorher geht einfach gar nichts.

    Ja, es ist so einfach was immer alles sein müsste wenn man tut und und und das man dann ungewöhnliche Wege geht die keiner versteht, um selbst besser im Leben und Alltag klar zu kommen begreift kaum einer. Man macht dadurch auch viel für die breite Masse unverständliches. Um sich selbst zu helfen weil keiner wirklich Verständnis dafür hat. Und da genau fängt der Teufelskreis an. Der rote Faden lag bei mir auch vor und mein Selbstwertgefühl ging immer mehr zu Boden das ich nur noch allen es recht machen wollte und ich verlor dabei meinen eigenen Willen, meine Wünsche. Wenn mich heute einer fragt was ich mir wünsche, ich weiss es nicht mehr. Vielleicht das ich mir was wünsche wieder für mich . Außer wieder etwas bessere Lebensqualität und Gesundheit aber ich denk das kommt dann alles von ganz allein. Meine Eltern hatten nie Zeit für mich von wegen Hausaufgaben oder so. Ich war immer allein am vor mich hinpruckeln. Aber ich finde gut wenn man nun weiß wie man es angehen kann und ja vor allem sich austauschen das man doch gar nicht so verrückt ist wie alle denken. Einen sogar als krank bezeichnen und Klappsenreif. Hilfe das ist zur Zeit bei mir so, deswegen betonte ich es gerade.

    Grünbert, ja es passt sehr gut und diese Achterbahn Gedanken kenne ich nur zu gut. Leider. Zwar nicht unter der Wirkung aber eben mit anderen Mitteln und Wegen. Konzentration ist etwas völlig schwieriges. Was war denn das für ein Vortrag bezüglich Konzentration ? Ja dies instinktive ist mir eben durch Unwissenheit auch etwas gewesen was ich dann immer irgendwie versuchte auf einen Weg zu bringen. Ich machte vieles wo andere gar nicht drauf kommen und es dann leicht als krank bezeichnen. Was einen ganz schön weh tut. Hilfe wird angeboten von außen wenn man sie braucht ist sie aber nicht da. Wenn man sich öffnet wird man belächelt ja sogar Freundschaft zerbrechen an zu viel Offenheit und da fängt es an zu schmerzen das man sich am liebsten ins Schneckenhaus verkrümeln möchte. Und niemandem sich mehr anvertrauen möchte. Mit diesem mehr brauchen kann ich mehr als nur nachvollziehen. Da hast Du vollkommen recht.. Telefonate sind für mich ein schwieriges Thema. Anrufe bin ich nicht gewachsen und die Idee diese Aufzuzeichnen hat was, wenn ich auch gar nicht weiß wie. Aber mir fällt es schwer Gespräche am Tel. zuführen wenn ich einen Anruf bekomme. anders wenn ich anrufe. was suspekt für mich ist. irgendwie. Ich hab regelrecht Panik davor. und ruf daher auch meistens zurück wenn mir jemand auf die Mailbox spricht.
    Geändert von Yoin (21.01.2011 um 13:32 Uhr)

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 220

    AW: Wusste früher nichts von ADS ... jedoch ... ...

    ist ja wirklich interessant, was ihr da alles beschreibt. ich kenne das alles auch. in meiner kindheit hatten wir einen perserteppich.

    der hatte aussenherum ein muster, das drumrumlief. und ich lief STUNDENLANG im quadrat auf diesem muster und hörte ständig dasselbe lied! es ist ein wunder, dass meine eltern mich nicht eingeliefert haben.

    trennungen, misserfolge, entspannungskurse die nichtts brachten (heute entspanne ich im thermalbad-aussenbecken, kann ich nur empfehlen -ist absolut adhs-tauglich, warmes wasser und aussreichend reize und nichtreize, bewegung und frische luft, das funktioniert), selbstversuche, selbststimulationen, experimente ...

    es ist schon unglaublich, was diese störung alles so mit sich bringt und brachte. all die jahre zu glauben, mit einem stimmt etwas nicht und nun erklärt sich vieles. und auch endlich zu begreifen, ich bin kein schlechter nichtsnutziger inkompetenter mensch.

    sollten wir nie vergessen. ja und weitermachen und aushalten lernen, und sich selber besser verstehen lernen. ich glaube für uns hat lebenslanges lernen eine andere bedeutung als für "normalos", es ist hart erarbeitet und erkämpft. darauf sollten wir stolz sein.

    auf jedes noch so winzige schrittchen. tut soooooo gut hier zu sein.

    alles liebe
    mara

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Wusste früher nichts von ADS ... jedoch ... ...

    Ja Mara das ist es. Und moemntan fühle ich mich von meiner Umgebung absolut nicht verstanden in keinster Hinsicht. Vorallem was schmerzvoll ist von geliebten Menschen weggestoßen zu werden bzw nicht verstanden und das zieht mich so verdammt runter. Wenn Du zig mal am Tag zu hören bekommst krank zu sein und eingeliefert gehörst hält das irgendwann keiner mehr aus.

    anfang schreibt:
    ist ja wirklich interessant, was ihr da alles beschreibt. ich kenne das alles auch. in meiner kindheit hatten wir einen perserteppich.

    der hatte aussenherum ein muster, das drumrumlief. und ich lief STUNDENLANG im quadrat auf diesem muster und hörte ständig dasselbe lied! es ist ein wunder, dass meine eltern mich nicht eingeliefert haben.

    trennungen, misserfolge, entspannungskurse die nichtts brachten (heute entspanne ich im thermalbad-aussenbecken, kann ich nur empfehlen -ist absolut adhs-tauglich, warmes wasser und aussreichend reize und nichtreize, bewegung und frische luft, das funktioniert), selbstversuche, selbststimulationen, experimente ...

    es ist schon unglaublich, was diese störung alles so mit sich bringt und brachte. all die jahre zu glauben, mit einem stimmt etwas nicht und nun erklärt sich vieles. und auch endlich zu begreifen, ich bin kein schlechter nichtsnutziger inkompetenter mensch.

    sollten wir nie vergessen. ja und weitermachen und aushalten lernen, und sich selber besser verstehen lernen. ich glaube für uns hat lebenslanges lernen eine andere bedeutung als für "normalos", es ist hart erarbeitet und erkämpft. darauf sollten wir stolz sein.

    auf jedes noch so winzige schrittchen. tut soooooo gut hier zu sein.

    alles liebe
    mara

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 220

    AW: Wusste früher nichts von ADS ... jedoch ... ...

    liebe liebe liebe yoin,

    herzliche grüsse des trostes an dich und denke immer daran, hier bist du nicht allein und wirst richtig verstanden. wir sind nicht verrückt. und auch nicht krank!!!

    es ist so schwer, zu begreifen wie dumm menschen sein können und sich verhalten, wenn man nicht ihren vorstellungen und ewartungen entspricht. ich bin inzwischen öieber alleine, als meine zeit mit solchen zu verbringen, die mich langweilen und meine zeit stehelen. und ich habe sehr wenige freunde, die ich an meiner seite habe und die sind da.

    es gibt auch menschen, die nicht begreifen wollen, dass adhs keine krankheit sondern eine störung ist. und ich spreche mit den meisten menschen nicht mehr über meine seelenzustände. will sie auch nicht damit belasten, denn für einen nicht betroffenen ist das sehr schwer zu verstehen, was mit uns und unserem leben alles passiert und passiert ist.

    tut mir leid, dass du da gerade so unschöne erfahrungen machst. ich habe diesen zustand bereits vor vielen jahren erleben müssen (auch ohne diagnose) und da habe ich mich für eine einrichtung aufgerieben und bekam nur unverständnis engegen, das ging soweit, dass die mir anhängen wollten, dass ich psychisch krank sei.

    wir sehen viele dinge anders und manche auch viel genauer. dazu kommt, dass wir dinge wahr nehmen an menschen, die sie selbst nicht sehen oder sehen wollen. das macht auch angst. uns und ihnen. denn wenn einem gewahr wird, dass man eben anders tickt und wahr nimmt und doch nicht alle so sind wie wir, oder wir nicht wie alle, das ist ein harte schritt.

    denn dann muss man auch dem gefühl nachgeben, dass man nicht wirklich dazu gehört oder gehörte. das leben bricht zusammen wie ein kartenhäuschen. bei mir folgte ein burn-out und eine tiefe depression, die monate anhielt. ich konnte nur weinen, weinen, weinen. irgendwann wusste ich nicht mal mehr warum ich weinte.

    konnte weder staubsaugen, noch essen zubereiten, noch war ich in der lagen irgend etwas zu tun, was mit normalem leben in zusammenhang gebracht werden konnte. und gott sei dank habe ich einen hausarzt der mich kennt und dem ich vertraue. er schrieb mich krank, verschrieb mir fluoxetin. und nun, zwei jahre später nehme ich seit drei monaten elontril, das hilft mir in vielen dingen.

    ich war immer gegen medis, aber in meinem damaligen zustand war mir alles egal. da ich dem arzt vertraute nahm ich die hilfe an. etwas was ich auch erst jetzt lerne, hilfe anzunehmen, nicht mehr alles alleine schaffen zu müssen (weil man ja sonst nicht ganz richtig ist). immer besser sein als die anderen, immer perfekter, damit nicht auffällt, dass man eigentlich im tiefsten inneren das gefühl hat etwas stimmt nicht mit einem selbst.

    und seit der diagnose hat sich soviel verändert. ich mache eine richtige trauerphase durch. schwanke zwischen trauer (was wäre alles möglich gewesen), wut (will kein adhs), depression (das wird nun immer so sein, keiner liebst mich, bin sowieso das letzte) und hochgefühlen (werde alles hinbekommen, neu strukturieren).

    dank dem forum kann ich alles etwas besser aushalten, denn da es so vielen so geht wie mir, ähnlich oder in diese richtugn, kann ich es anders einordnen und es besser aushalten. auch dank elontril.

    liebe yoin. ist es hilfreich für dich mit deinem arzt zu reden. medikamente zu nehmen?

    fühl dich aufjedenfall umarmt, du bist nicht allein
    alles liebe und gute
    mara

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Wusste früher nichts von ADS ... jedoch ... ...

    Fühl mich gerade nicht in der Verfassung wie Du es verdienst drauf zu antworten aber genau das lebe ich gerade durch dies ewige nonstop weinen und nicht mehr raus kommen. Danke Dir aus tiefstem Herzen für Deine Zeilen die mir so wahnsinnig vertraut sind.

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 220

    AW: Wusste früher nichts von ADS ... jedoch ... ...

    liebe yoin,

    du musst nich angemessen antworten. alles was tu tust und sagst, IST angemessen, weil es dir und deiner momentanen verfassung entspricht!!! alles gut.

    und wenn dir danach ist, kannst du mit auch eine persönliche mitteilung schreiben. ich glaube über PN.

    sende dir herzliche grüsse in deinen tag
    alles gute
    mara

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 95

    AW: Wusste früher nichts von ADS ... jedoch ... ...

    Yoin schreibt:
    Konzentration ist etwas völlig schwieriges. Was war denn das für ein Vortrag bezüglich Konzentration ?
    Es handelte sich damals um einen Produktvortrag einer deutschen Firma, die Nahrungsergänzungsmittel vertreibt. Dort wurden diverse "Alltagszipperlein" angesprochen, unter anderem auch Konzentrations- und Leistungsprobleme, was mich damals beides sehr beschäftigte.

    Ich werde hier bewusst keine Namen sagen, da ich weiß dass das hier im Forum zum einen nicht angebracht und zum anderen (zu Recht!) auch nicht erwünscht ist.
    Auch ich bin der Meinung, dass dieses Forum werbungsfrei bleiben soll.

    anfang schreibt:
    Und seit der diagnose hat sich soviel verändert. ich mache eine richtige trauerphase durch. schwanke zwischen trauer (was wäre alles möglich gewesen), wut (will kein adhs), depression (das wird nun immer so sein, keiner liebst mich, bin sowieso das letzte) und hochgefühlen (werde alles hinbekommen, neu strukturieren).
    Mir geht es zum Teil ähnlich wie Dir Mara. Ich habe zwar keine Trauer und Depression in mir, aber zeitweise eine erhöhte Nachdenklichkeit.
    Die Wut schlägt bei mir eher in ein Bedauern um wenn ich daran denke, was möglich gewesen wäre.
    Am stärksten sind bei mir die Hochgefühle, mit hochfliegenden Ideen und Plänen - aber auch mit der Unsicherheit, ob ich denn auch wirklich richtig liege mit der Diagnose AD(H)S (wegen meinem bisherigen "Underachievement") und ob ich das überhaupt schaffen kann.

    Da ich aber grundsätzlich ein durch und durch positiver Mensch bin, habe ich mir generell und auch verstärkt in Bezug auf AD(H)S ein Lebensmotto gesetzt (zu etlichen anderen!):

    "Die Vergangenheit ist vorbei und Du kannst sie nicht mehr ändern, Du kannst nur aus ihr lernen! Darum schau nach vorne, wende die Erfahrungen und das Wissen an, das Dir die Vergangenheit geschenkt hat und mach das Beste aus Deiner Zukunft!!!"

    Grundsätzlich denke ich immer: egal wie gut oder wie schlecht es gerade ist - es kann auf jeden Fall besser werden.

    Ich weiß allerdings auch, dass das für mich bei weitem nicht so schwierig ist wie für viele andere, da es mir vergleichsweise echt gut geht, sowohl gesundheitlich als auch sonst.

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 220

    AW: Wusste früher nichts von ADS ... jedoch ... ...

    Grünbert schreibt:
    Die Vergangenheit ist vorbei und Du kannst sie nicht mehr ändern, Du kannst nur aus ihr lernen! Darum schau nach vorne, wende die Erfahrungen und das Wissen an, das Dir die Vergangenheit geschenkt hat und mach das Beste aus Deiner Zukunft!!!"

    Grundsätzlich denke ich immer: egal wie gut oder wie schlecht es gerade ist - es kann auf jeden Fall besser werden.
    danke dafür. du hast recht. es ist einfach so schmerzhaft gerade. das liegt lediglich daran, dass ich nun alles durch das medikament klarer wahr nehmen. es ist so DEUTLICH. und es hat nun eine andere bedeutung. manche dinge KONNTE ich einfach nicht anders machen.

    ich bin in der regel auch ein durch und durch positiver mensch, das hat mir mein ganzes leben geholfen. und hilft mir nach vorne zu sehen.

    stelle eben gerade fest, dass ich sovieles immer auf andere menschen aufgebaut habe, und nicht auf mich selbst. muss jetzt lernen mich auf mich aufzubauen. stehe vor dem nichts (oder vielleicht kann ich das etwas noch nicht sehen)... dabei bin ich beruflich eine selbstständige und erfolgreiche frau.

    danke dir für den beitrag

    und dir liebe yoin alles gute und liebe in deinen abend
    grüsselchen aus dem wunderhübschen schwaben
    mara

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