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Diskutiere im Thema Soziale Phobie, Depressionen, Eigenverdacht ADS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 18

    Soziale Phobie, Depressionen, Eigenverdacht ADS

    Hallo,

    der Text ist doch recht lang geworden, aber ich hoffe der ein oder andere wird ihn sich bis zum Schluss durchlesen, und mir eventuell weiterhelfen können

    ich war als Kind schon immer irgendwie anders als die anderen, und als Heranwachsender ging der Spass dann richtig los. Heute bin ich 25 Jahre alt, und vor einigen Monaten fing ich an meine psychologischen Auffälligkeiten, Verhaltensweisen und Gedanken aufzuschreiben um endlich mal ordentich durchzuwischen . Warum das Ganze, ist jetzt erstmal zweitrangig.
    Was ich schon lange wusste ist das ich eine soziale Phobie habe, die mit ca. 13 richtig losging und auch dazu führte das ich ohne Abschluss von der Hauptschule abging. Die soziale Phobie wurde bei mir mit 18 Jahren "diagnostiziert", und diagnostiziert ist schon etwas zuviel gesagt. Ich musste zum Versorgungsamt wo mir der Psychologe sagte es sehe sehr nach sozialer Phobie aus, um aber eine richtige Diagnose zu bekommen hat er mir ein Termin bei der Medizinischen Hochschule Hannover gemacht mit den Worten "Und da MÜSSEN sie hingehen". Das Wort müssen ist bei mir oft mit sofortiger Weigerung und Bockigkeit verbunden, also ging es nicht in das Krankenhaus.
    Die zweite Sache, die kommt und geht wann es ihr passt, aber immer eine art "dauer Trübsinn" in mir hinterlässt ist die Depression. Lange Zeit ignoriert, weggeschoben und geblockt, habe ich es jetzt akzeptiert.
    Wegen den beiden Sachen war ich noch nicht in Behandlung, was ich aber ändern möchte. Jetzt kommt es aber zu dem Teil, wegen dem ich überhaupt hier bin

    Vor einigen Wochen habe ich durch Zufall das Erste mal was von ADS und seinen Symptomen gelesen. Sowohl in den negativen als auch positiven Eigenschaften erkenne ich mich größtenteils wieder. Jetzt bin ich aber an einem Punkt an dem ich nicht weiterkomme. Ich weiss nicht wirklich wie ich jetzt vorgehen soll. Der Gedanke ADS lässt mich nicht mehr los, und ich würde sehr gerne Gewissheit und auch Klarheit in dieser Richtung haben. Aber da gibt es noch immer Dinge die mir im Kopf rumschwirren. Die ADS Symptome können auch von der Depression sein die ich wohl wirklich schon sehr lange mit mir rumschleppe. Andererseits könnte sie auch eine Folge von ADS sein. Und dann das Nächste. ADS beginnt im Kindesalter, ich war als Kind schon irgendwie seltsam, aber nach allem was ich gelesen habe nicht unbedingt ADS seltsam . Vorallem kann ich mich nicht mehr an sehr viel erinnern.
    Ich war schon immer sehr ruhig, ängstlich und grenzte mich so ein bisschen von allen anderen Kindern ab. War recht eigenbrödlerisch. Auch war ich recht oft traurig und niedergeschlagen. In der Vorschule, mit 6 Jahren, konnte ich mich vor Sport zum Beispiel auch nicht mit den anderen Kindern in der Kabine umziehen. Ich machte das vor dem Raum in dem sich meine Lehrerin umzog. Ich sagte meine Mutter wohl damals es sei mir zu laut in der Umkleide.
    In der Vorschule wurden mit mir dann auch Tests gemacht, halt weil ich so ruhig, ängstlich und zurückhaltend war. Ergebniss war das ich vollkommen normal sei, ein durchschnittlicher Schüler sein werde, und nur mit Mathe meine Probleme haben werde. Und die hatte ich auch. Is halt blöd wenn Mathe einem vorkommt, wie eine geheime Sprache die aus chinesisch und isländisch entstanden ist.
    Naja, was sich in der Vorschule schon hin und wieder zeigte fing dann richtig in der Grundschule an, und hörte erst auf als ich die Hauptschule verliess. Angst, Nervosität, Übelkeit, irgendwie Kopf voller Gedanken. Jeden Morgen Panikattacken. Zumindest würde ich es aus heutiger Sicht Panikattacken nennen. Ich konnte morgens nie was essen, in der Schule zum Anfang hin und wieder noch, später gar nicht mehr. Auch als ich in der Schule war, stand ich unter Hochspannung, war sehr nervös und unruhig, aber dennoch äusserlich ruhig. Bis auf ständiges Wippen mit meinen Beinen. Und die Sache ist die, ich weiss nicht wirklich wieso. Ich war zwar immer dicker und auch größer als die anderen Kinder, stach immer aus der Masse heraus, allerdings wollte ich nie aus der Masse heraus stechen, sondern mich in ihr verstecken , und wurde dementsprechend auch hin und wieder von anderen geärgert, aber das schien mir nie sonderlich viel auszumachen .Was mir hingegen schon sehr viel mehr ausmachte waren die Lehrer, die gerne mal rumschrien. Ich wurde zwar nie angeschrien, aber ich habe es immer gehasst, das ist schwer zu beschreiben. Es war einfach nur schlimm für mich wenn jemand rumschrie. Vielleicht würde ich sagen das ich sehr sensibel war (und noch immer bin), und jegliche Unruhe, Hektik, "negative Schwingungen" sich auch negativ auf mich auswirkten, weil ich es alles einsog.
    Wie gesagt war ich sehr ruhig und ängstlich usw. , wo ich aber wirklich aus mir rauskommen konnte, war wenn ein Mitschüler von anderen Kindern in irgendeiner weise schikaniert oder ungerecht behandelt wurde. Bei sowas wurde, und werde ich auch heute noch, richtig wütend. Da bin ich desöfteren - verbal - dazwischen gegangen. Das war die Grundschule.
    Auf der anschliessenden Orientierungsstufe wurde meine soziale Phobie immer schlimmer, ich fühlte mich unter Menschen einfach nicht wohl. Ich denke wie gesagt, es waren nicht nur die Menschen an sich, sondern auch die Hektik die sie verbreiteten, das rumgetobe und geschrei usw. Ich denke das hat mich alles total fertig gemacht.

    Also zusammenfassend kann ich sagen das ich als Kind sehr ruhig, aber innerlich unruhig war, nervös, ängstlich, eigenbrödlerisch, sensibel, habe mich teilweise bewusst von den anderen Kindern abgegrenzt, und irgendwie war ich auch recht gerne nur mit meinen Gedanken alleine. Mathe war schon immer ein Buch mit sieben Siegeln für mich, meine Handschrift war recht krakelig und sehr klein. In meinem Ranzen herrschte das reine Chaos, genau wie in meinem Zimmer (ist bis heute so geblieben). Das ich öfter geträumt hätte im Unterricht, nicht immer geistig da war kann ich nicht sagen, ich weiss es nicht. Aber ich denke auch ich hatte soviel Angst von den Lehrern angeschrien zu werden, das ich immer brav war, und zumindest geistig dem Unterricht folgte. Ich kann mich an eine Situation erinnern wo ich bei Mathe aus dem Fenstern schaute und auf einmal total weg war. Ich habe nichts mehr mitbekommen um mich herum, mein Kopf war absolut leer. Und ausgerechnet da hat meine Lehrerin eine Aufgabe gestellt die ich lösen sollte . Das ist so das einzige was mir in dieser Richtung einfällt.

    Gibt es hier vielleicht jemanden mit ADS dem es in der Kindheit auch so, oder ähnlich ging? Ich weiss nämlich wirklich nicht ob ich mich trauen soll mich testen zu lassen, obwohl es in der Kindheit eventuell keine Dinge gegeben hat die auf ADS hindeuten. Achso, etwas habe ich noch. Ich konnte, und kann noch immer, besser riechen und schmecken als jeder den ich kenne. Als Kind konnte ich es in Schuhläden nie aushalten wo viele Lederschuhe standen, da hat meine Nase einfach dicht gemacht, konnte nicht mehr atmen. Dasselbe in Klamottenläden. Teilweise war es so als ob diese beissenden Gerüche das innere meiner Nase weg ätzen . Deo war auch immer der Graus... ja, kein eindeutiges Indiz, aber eventuell interessant .

    Ausserdem habe ich keine Ahnung wie ich taktisch vorgehen soll. Es gibt die Depression, soziale Phobie und den Eigenverdacht auf ADS. Was mich zur Zeit am meissten beschäftigt ist ADS, die anderen beiden Sachen sind alte bekannte und momentan eher langweilig . Sollte ich vielleicht, bevor ich einen ADS Test machen lassen sollte, zu einem Psychologen gehen um die Depression und soziale Phobie diagnostizieren zu lassen? Oder wird sowas auch bei einem ADS Test abgehandelt? Ich bin, wie ihr vielleicht merkt, recht unschlüssig, durch den Wind, und habe keine Ahnung wie ich vorgehen soll... bin total hilflos *g*

    Ja, das war es eigentlich auch schon. Würde mich freuen wenn der ein oder andere, vielleicht sogar hilfreiche Kommentar , kommen würde.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Soziale Phobie, Depressionen, Eigenverdacht ADS

    Lieber I.O.K.,

    willkommen im Club.

    Zunächst eine kleine Bitte: Vielen hier fällt es schwer langen Texten bis zum Ende zu folgen. Viel leichter wird es für die Leser, wenn Du mehr Absätze und Leerzeilen einbaust.

    Aber nun zu Dir: Natürlich bin ich kein Arzt und es gibt wohl auch noch einige Krankheit, die solche Symptome machen, aber eines ist klar:

    Was Du erzählst kommt hier vielen sehr beknnt vor!

    Vielleicht bist Du, wie ich, eher der ADSler ohne "H", ohne Hyperaktivität. Ich kenne diese nach innen gerichtete Unruhe sehr gut, ebenso ähnliche Probleme in der kindheit, extreme Sensibilität und Sinnes wahrnehmungen, Gerechtigkeitssinn. uvm.

    Und viele hier kennen auch Depressionen oder andere Begleiterkrankungen, die aus unbehandeltem ADS resultieren.

    Ich kann Dir nur empfeheln hier ganz viel zu lesen, vielleicht auch konkrete Fragen zu stellen.

    Und ich kann nur sagen. seit ich meine Diagnose und Therapie habe, erklärt sich mir nach und nach mein Leben und auch die Kindheitserinnerungen kommen zurück.
    Das ist ein riesen Berg vor dem man steht und der einem extrem Angst macht ihn zu besteigen, aber ich würde es immer wieder tun, auch wenn mich zwischendurch Lawienen überrollen und ein Stück wieder runter werfen. Es lohnt sich alle mal!

    Wichtig wäre, dass Du zu einem Arzt oder in eine Kloinik gehst, die sich mit ADS im Erwachsenenalter auskennt. Leider sind die immer noch spärlich geseht und es gibt immer noch einige, die behaupten ADS gibt es gar nicht.
    Da darfst Du dann nicht aufgeben und must Dir jemand Neuen suchen. Und vielleicht auch einen weiteren Weg in Kauf nehmen.

    Ich muss jetzt zur arbeit, aber ich schreibe Dir gerne morgen nochmal genaueres.

    Liess Dich hier mal quer durchs Forum.

    LG sychotante

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Soziale Phobie, Depressionen, Eigenverdacht ADS

    Hallo I.O.K.
    HERZLICH WILKOMMEN hier
    Na das war ja nen Berg an Buchstaben aber hab ihn geschafft zu lesen
    Ich bin auch noch sehr frisch bei den CHAOTEN,habe Hilfe gesucht wie Du auch:

    Mit dem was Du beschreibst kann ich mich im Großen und Ganzen vergleichen!
    Habe auch Zweifel und mich mein Lebenlang anders gefühlt....erst seit meine Tochter vor 3 Jahren die Diagnose ADHS bekommen hat,kenne ich den Begriff ADS/ADHS!!!!

    Habe mich soo oft gefragt warum alles anders ist,warum bin ich empfindlicher was Kälte,Wärme,Lautstärke oder Gerüche angeht,
    (BEI MIR UND MEINER TOCHTER AUCH GANZ STARK)
    ständiges Anecken bei Mitmenschen,extremer Gerechtigkeitssinn,nicht dazuzugehören,
    (in der Grundschule ganz extrem)von Mathe ganz zu schweigen

    innere Unruhe und sich ständig fragen warum man eigentlich auf der Welt ist und wozu man jeden Tag kämpft

    Ich habe es bis vor ein paar Wochen ertragen,geweint,geschimpft und war antriebslos...alles schien kaputt zu gehen....meine Familie,mein Leben

    Jetzt habe ich Freitag einen Termin bei einem Psychologen der Erwachsene auf ADHS/ADS testet und ich nehme all meine noch vorhandene Kraft und werde diesen Weg gehen um Gewissheit zu haben und nicht alles zu verlieren!!!!


    Ich denke es ist nicht falsch wenn man einfach abklährt was mit einem los ist und vieleicht erklähren sich ja auch dadurch die Dinge die Du schon als normal ansiehst

    Ich wünsche Dir auf deinem weiteren gewähltem Weg alles Gute

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Soziale Phobie, Depressionen, Eigenverdacht ADS

    Danke euch beiden für die Antworten
    Mehr Leerzeichen und Absätze werde ich mir für die Zukunft merken. Merke auch selber das ich so besser den Texten folgen kann

    Und ich saß auch schon an einer kürzeren Fassung des Textes, aber wenn ich einmal drin bin ist es schwer für mich wieder aus diesem "Erzählschwall" rauszukommen, sorry

    Es gibt eigentlich zwei Sachen die mich daran hindern einen Termin für einen ADS Test machen zu lassen. Ich wohne übrigens ganz in der Nähe der MHH, die ADS Abteilung bei denen scheint nicht schlecht zu sein. Die Wartezeiten sind aber leider auch dementsprechend.

    Da ist, oder war, zum einen die Frage ob die "Auffälligkeiten" die ich schon im frühsten Kindesalter zeigte, auch andere ADSler hatten. Ich habe irgendwie Angst davor das der Psychiater dann meint wie ich darauf kommen würde das ich ADS haben könnte, weil die Probleme und Eigenarten in meiner Kindheit absolut nicht zu ADS passen würden.
    Deswegen war mir erstmal wichtig zu wissen ob sich andere ADSler in meinen Kindheitsbeschreibungen wiedererkennen. Und ja, ich weiss das sich ADS nicht bei jedem gleich bemerkbar macht. Aber es wäre eine kleine Beruhigung für mich.

    Und zum anderen bin ich mir unsicher wegen der Depressionen und sozialen Phobie.
    Wie ist das wenn ich, nach heutigem Stand, weiss das ich Depressionen habe und eine soziale Phobie, die aber weder behandelt wurden noch richtig diagnostiziert.
    Sollte ich erst zu einem Psychologen gehen und das abchecken lassen? Wäre es wichtig für eine ADS Testung das es sicher ist das ich eine soziale Phobie und Depressionen habe?
    Oder kann sowas auch bei einem ADS Test entdeckt werden? Sind die Tests eventuell auch so ausgelegt das eine Depression oder auch soziale Phobie erkannt werden könnte?

    Auch hier habe ich bedenken das der Psychiater sagen könnte man brauch erst Gewissheit über die anderen Erkrankungen, bevor man sich auf ADS konzentriert.

    Eventuell mach ich mir da zuviel Gedanken, aber so war ich schon immer *g*
    Geändert von I.O.K (19.01.2011 um 11:15 Uhr)

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Soziale Phobie, Depressionen, Eigenverdacht ADS

    Moin,

    also ich habe auch Depressionen, SoziPhobie und ADHS.
    ADHS wurde bei mir in der Verhaltenstherapie für die Soziphobie entdeckt. Hab zwar vorher schon mal überlegt, ob ich des nicht habe, aba als mein Therapeut das von alleine erkannt hat, hab ich direkt einen Termin zur Testung gemacht.

    Ich persönlich würde empfehlen einen Therapeuten aufzusuchen, die haben ja auch recht lange Wartezeiten. Da kannst du ja schonmal nen Plan ausarbeiten und alles zusammen behandeln lassen und eventuell auch schon Medikamente gegen Depression einstellen lassen.
    Solltest du dann doch kein ADHS haben, ändert sich ja an der Therapie nur geringfügig was.

    Auf jeden Fall solltest du dich auf SoziPhobie und ADHS testen lassen. Es kostet ja nix, du hast Gewissheit und in DE braucht man ja eh alles schriftlich in dreifacher Ausführung.

    MfG ichnicht

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Soziale Phobie, Depressionen, Eigenverdacht ADS

    Hallo Du,

    auch ich habe es nach Anlaufschwierigkeiten geschafft, mit durch den Wörterberg zu wühlen, war gar nicht so schwer, wie es erst schien.

    Lachen musste ich, denn die chaotische Schreibweise erinnert mich an das Chaos in meinem Kopf.
    So viele Gedanken, und man weiss gar nicht, wo man anfangen soll geschweige denn in welcher Reihenfolge man das anstellen soll, grins.

    Am liebsten würdest Du uns all Deine Gedanken in einem dicken Ballen vor die Füsse schmeissen und sagen "so, jetzt wisst ihr Bescheid, uuuuund?!?!?!"

    Ich selbst bin immer viel zu ungeduldig, habe das aber das Glück, einen Partner zu haben, der mich fast taub verstehen kann und ich deswegen nie viele Worte brauche, um mich verständlich zu machen. *Seeeufz und verliebt guck..*

    Weil ich irgendwie immer wusste, daß ich "anders" bin und mich das mittlerweile SO annervt, hab ich mir ne Psychologin gesucht, die den strengen Verdacht zu ADS äusserte. Ich warte noch auf die konkrete Auswertung.


    Ich würde auf jeden Fall empfehlen, auch einen Termin bei einem Psychiater zu machen, der sich damit auskennt. Und weil die Wartezeiten so schrecklich lange sind, müsste mein Hausarzt solange herhalten. Man lernt ja nie aus, ne? hab ich ihm gesagt, frech wie ich bin.
    Schiebs nicht auf die lange Bank :-)

    Und besorg Dir Lektüre zu dem Thema, ich les grad "zwanghaft zerstreut oder die unfähigkeit, sich zu konzentrieren".
    Dabei geht es um ads und adhs, aber ich hab mich da total oft wiedererkannt und darin gibt es einige checklisten, mithilfe derer du dich selbst schonmal ganz gut einschätzen kannst. ausserdem werden auch die begleiterkrankungen bzw. unterarten wie depressionen, lernstörungen usw. ausführlich genug behandelt sowie gut differenziert ads und adhs beschrieben. also für beide was, echt interessant.


    ich wünsche dir viel glück, toi toi toi!!!

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Soziale Phobie, Depressionen, Eigenverdacht ADS

    Hallo I.O.K und die anderen,

    ich war als Kind ähnlich wie du.
    Zurückhaltend, verträumt, bummelig, lieber allein, ständig genervt von meinen Mitmenschen.
    Mit Mathe brauchst du mir gar nicht kommen, das Horrorfach schlechthin.
    Ebenso Chemie
    Orte mit vielen Menschen waren mir schon immer ein Graus.

    Meine ebenfalls ständig genervte Mutter fand es super, dass ich immer so ein "ruhiges, liebes Kind war, welches immer schön allein spielte."
    Jaja, sie hatte ihre Ruhe, bloß nicht mit dem Kind beschäftigen.
    Nur wenn ich meine Ausraster bekam weil ich total reizüberflutet war, dann hat sie mir Ohrfeigen verpasst damit das Kind Ruhe gibt.
    So hat es irgendwie nie jemand mitbekommen was mit mir los war.

    Auch als kleines Kind war ich oft traurig und habe viel über Leben und Tod nachgedacht.
    Das erste mal mit 11 Jahren bei einer Psychologin wegen Verfolgungsangst,
    sie hat das nicht ernstgenommen und meinte ich hätte wohl Probleme mit dem Essen weil ich ein bißchen moppelig war.
    Daraus hat sich eine ausgewachsene Bulimie entwickelt.

    Depressionen mit 14, Behandlung eher mittelmäßig erfolgreich.
    Schulangst, Herumhibbeln, lieber unsichtbar sein, gehänselt werden... kenn ich alles.

    Stand bis vor kurzem auch vor dem gleichen Problem wie du.
    Unabhängig von den bereits gestellten Diagnosen, aber nicht erfolgreichen Behandlungen habe ich mir ein Herz gefasst und mir einen Termin in einer Klinik geben lassen, die auf ADHS Diagnostik im Erwachsenenalter spezialisiert ist.
    Nun muss ich nur noch die 6-monatige Wartezeit herumkriegen.

    Trau dich, du hast doch nix zu verlieren.
    Im Gegenteil, wenn du bescheid weißt dann hast du endlich einen Ansatzpunkt wo du weitermachen kannst.

    schnucksi23

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Soziale Phobie, Depressionen, Eigenverdacht ADS

    Dickes Danke nochmal an alle die mir bis jetzt geantwortet haben.
    Das hier einige Leute gewisse Ähnlichkeiten zwischen ihren Kindheiten und meiner sehen "beruhigt" mich auf eine gewisse Art und Weise. Nun ist eine der größten Hürden für mich um einiges kleiner geworden.

    Jetzt steht zwischen mir und einem Termin für ein ADS Test nur noch ein Telefon.
    Und ich hasse telefonieren... naja, wird schon
    Geändert von I.O.K (20.01.2011 um 00:53 Uhr)

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Soziale Phobie, Depressionen, Eigenverdacht ADS

    Hehe, Telefone sind echt fiese Dinger. Kenn das sehr gut.
    Mach das morgen gleich wenn du Zeit hast. Was weg ist, ist weg.

    Du schaffst das! Tschakka !

    schnucksi23

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Soziale Phobie, Depressionen, Eigenverdacht ADS

    Das Telefon musste ich zum Glück nicht anfassen, die Termine werden per Mail vergeben.
    Dafür hatte ich sofort eine Mail im Postfach, nachdem ich meine abgeschickt hatte, das selbst die Antwort 2-3 Wochen in Anspruch nehmen kann.
    Naja, war ja zu erwarten

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