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Diskutiere im Thema Du denkst zuviel, ich denke zuviel. im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: Du denkst zuviel, ich denke zuviel.

    janinka30 schreibt:
    Dann müssten Philosophen auch zuviel denken...Kant, Nietzsche, Hegel, Platon, Sokrates haben sich sicher NICHT mit Smalltalk-Antworten zufrieden gegeben..da wurde dann schon "ein bisschen" intensiver nachgehakt!

    Vielleicht waren wir ja alle als Philosophen am Start in früheren Leben..von wegen ADS !!!??

    ha!voll ins schwarze getroffen!

    ICH studiere philosophie und LIEBE es, viel und ausführlich bis ins kleinste detail etwas zu durchdenken.denken ist mein größtes hobby

    das grübeln über nichtigkeiten hab ich mir längst abgewöhnt...

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Du denkst zuviel, ich denke zuviel.

    Ja, ich finde viele von uns sind auch jetzt noch Philosophen und sie sind überdurchschnittlich oft sehr weise.
    Leider stehen heute alle unter so einem Zeitdruck, dass sie keine Ruhe mehr haben, anderen zuzuhören. Da kommt man mit seinen AD(H)S Eigenschaften nicht mehr so gut an.
    Die meisten sind schnell überfordert, wenn ein Thema von verschiedenen Seiten betrachtet wird. Meist wird versucht, das Ganze wieder zu „versimpeln“ und schnell ist ein Gedankengang wieder in einem Schubkasten gelandet.
    @ Linus30 : Ich wünsche Dir, dass Du in Deiner Umgebung mehr Menschen findest, die mit Dir interessante Unterhaltungen führen, Dir gerne ihr Herz ausschütten und denen Du auch Deine Empfindungen und Probleme erzählen kannst. Es ist sicher besser, Ausschau nach gleich Gesinnten zu halten, denn die warten bestimmt auf jemanden wie Dich.

    Wenn aber jemand vom Typ anders ist, dann ist es vielleicht besser, wenn man nicht weiterspricht (zumindest nicht intensiv), sonst ist man von der Reaktion oft enttäuscht. Mir ging es früher öfter mal so.
    Nun sind wir aber alle anders und haben unterschiedliche Gefühle und Bedürfnisse. Es gibt ja auch Menschen, die bei Kummer wirklich lieber allein sind und die nicht gerne über ihre Probleme sprechen. Einige haben ihre Gefühle vielleicht nie zeigen dürfen. Auch das kann man mit einigen Gesprächen nicht ändern.
    Ich habe immer Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass es diesen Menschen dann wirklich besser dabei geht, weil ich so etwas von mir nicht kenne. In solchen Situationen nehme ich zwar deren Signale wahr und ziehe mich zurück. Zufrieden bin ich dann aber nicht, weil ich immer denke, ob man, wenn es ihnen schlecht geht, nicht doch noch mit etwas geholfen haben könnte.

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: Du denkst zuviel, ich denke zuviel.

    Celine schreibt:
    Ja, ich finde viele von uns sind auch jetzt noch Philosophen und sie sind überdurchschnittlich oft sehr weise.
    Leider stehen heute alle unter so einem Zeitdruck, dass sie keine Ruhe mehr haben, anderen zuzuhören. Da kommt man mit seinen AD(H)S Eigenschaften nicht mehr so gut an.
    Die meisten sind schnell überfordert, wenn ein Thema von verschiedenen Seiten betrachtet wird. Meist wird versucht, das Ganze wieder zu „versimpeln“ und schnell ist ein Gedankengang wieder in einem Schubkasten gelandet.
    mag einigen mit bekannten so ergehen...
    mir ergehts mit freunden und familienmitgliedern,die sich für dieses fach interessieren generell,gar nicht so.meine leute sind eben auch so,dass sie alles relevante mit einbeziehen und die wichtigkeit von details zb in theorien nachvollziehen können.zb die genauen begriffsdefinitionen uä.

    die in meinem freundeskreis,die wollen,dass man fix zum punkt kommt,die kann ich ebenfalls zufriedenstellen.dann nenne ich eben nur die quintessenz dessen,was für das momentane gesprächsthema relevant ist.
    und wenn einer mal versucht, das ganze auf die schnelle abzuhandeln,weiß ich denjenigen offfen draufhin,dass das bei dem thema nicht geht und wir es eben entweder abbrechen oder wir uns genauer ausdrücken müssen,damit dabei was rumkommt für uns beide.und dann bekomm ich eben ne ehrliche antwort und die lautet nur sehr selten "ach nee komm,thememwechsel"

    zudem weiß man ja,welche freunde welches thema interessiert.is doch klar,das man nicht mit jedem über alles gleich gut reden kann.und man musses ja auch nicht erzwingen.
    mein bruder zb istn total praktischer typ,ein macher (mitm job im bereich handwerk) -ich hingegen bin die totale theoretikerin,ein reiner kopfmensch.den laber ich natürlich nicht stdlang von kant und platon zu,sondern äußere wenns grad passt nur die kernaussage,das,auf das ich eben genau hinauswollte und quäle ihn nicht mit den gesamten theorien.und er mich im gegenzug nicht mit inhalten aus dem bereich kunststofftechnik.wär für uns beide kein vergnügen...

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Du denkst zuviel, ich denke zuviel.

    Selenia schreibt:
    Ihr wisst ja vermutlich, dass mph die Gedanken anders werden lässt.


    Allerdings habe ich aus einem Teil dessen was ich besser als andere realisierte dann einen Beruf gemacht - also meine Stärken (denn es sind sowohl Stärken also auch Schwächen, diese Gedanken) eingesetzt, dort wo die Muggels dumpf dasitzen und nichts kapieren.
    Was machst Du denn für einen Beruf, falls Du es sagen möchtest? Sonst habe ich auch absolut Verständnis, wenn Dir das zu persönlich ist.

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Du denkst zuviel, ich denke zuviel.

    ...wollt hier das löschen. klappt aber nicht
    Geändert von janinka30 (24.01.2011 um 02:52 Uhr)

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Du denkst zuviel, ich denke zuviel.

    Celine schreibt:

    Wenn aber jemand vom Typ anders ist, dann ist es vielleicht besser, wenn man nicht weiterspricht (zumindest nicht intensiv), sonst ist man von der Reaktion oft enttäuscht. Mir ging es früher öfter mal so.
    Nun sind wir aber alle anders und haben unterschiedliche Gefühle und Bedürfnisse. Es gibt ja auch Menschen, die bei Kummer wirklich lieber allein sind und die nicht gerne über ihre Probleme sprechen. Einige haben ihre Gefühle vielleicht nie zeigen dürfen. Auch das kann man mit einigen Gesprächen nicht ändern.
    Ich habe immer Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass es diesen Menschen dann wirklich besser dabei geht, weil ich so etwas von mir nicht kenne. In solchen Situationen nehme ich zwar deren Signale wahr und ziehe mich zurück. Zufrieden bin ich dann aber nicht, weil ich immer denke, ob man, wenn es ihnen schlecht geht, nicht doch noch mit etwas geholfen haben könnte.


    Das ist ein interessanter Gedankengang, überhaupt der ganze Thread ist wirklich gut, jeder einzelne Beitrag für mich sehr lehrreich und bereichernd. Hieran sieht man nämlich mal, wie Probleme in der Kommunikation entstehen können, weil Menschen in völlig anderen Eben fühlen, denken, handeln, in anderen Welten leben und anders funktionieren.

    Das mit den Schwierigkeiten, den anderen "zu lassen" in einer völlig andersartigen Weise, wie dem Schweigen bei Gefühlen, kann ich mal wieder absolut nachvollziehen. Mir geht das STÄNDIG so... und ich denke, auch DAS ist ziemlich typisch für ADS. Zwar ist das eine stark ausgeprägte Empathie und eine hohe Sensibilität für Stimmungen und Gefühle. Gleichzeitig fält es manchmal schwer, andere zu lassen. Oder sich in die Perspektive (nicht die Stimmung der Gefühlswelt gemeint..das kann man ja sehr gut) anderer hinein zu versetzen. Mit MPH fällt mir das wesentlich leichter..plötzlich ist da eine Grenze, es verschwimmt nicht mehr, da bin ich..auf der anderen Seite bist Du. Und ich kann besser die Andersartigkeit lassen, auch wenn ich selber es nicht ertragen würde, ganz anders mit der Situation umgehen würde..Beispiel mit den Gefühlen nach außen tragen. Man will die anderen irgendwie ständig überzeugen, den anderen die eigene Sicht, die Einstellung oder bestimmte Gefühle genau erklären..bis ins Detail. Ich glaube man sucht nach der Symbiose?! Man sehnt sich vielleicht nach gegenseitigem Verständnis im Sinne von Seelenverwandtschaft, Gleichklang...?!

    Mittlerweile habe ich aber auch gelernt, meinen Mund zu halten, wenn ich merke: da tickt jemand komplett anders. Vielleicht sehr linear, verkopft, einseitig...

    Musste total lachen bei diesem Satz
    " Wenn aber jemand vom Typ anders ist, dann ist es vielleicht besser, wenn man nicht weiterspricht (zumindest nicht intensiv), sonst ist man von der Reaktion oft enttäuscht.

    ...hatte sofort ein Bild vor Augen, wie ich ohne Punkt und Komma auf jemandem einrede, der das in keinster Weise wechseln kann..es nicht bei ankommt was ich meine, wie ich es meine. Da komplett anders fühlend, denkend, die Welt wahrnehmend. Der nur noch schweigt und hinterrücks ablästert: "Die ist ne ganz komische Person"..."läuft nicht ganz rund" ;-). In der Realität ist das nicht so komisch...früher ist es mir häufig passiert und es gab immer Leute um mich herum..in der Klasse, im Studium, die mich total geschnitten haben. Und ich wusste nicht warum, was ich ihnen getan habe. Manchmal ist es wirklich besser, sich zu schützen und seinen Mund zu halten. Von den "Normalos" sich einen Schuss Strategie abzugucken. Meine Mutter sagte immer: Warum bist Du so geschwätzig. Warum erzählst Du das? Du musst lernen, nicht immer alles gleich auszuplaudern. Da ist schon was dran. Manchmal kann etwas Taktik nicht schaden.
    Geändert von janinka30 (24.01.2011 um 02:56 Uhr)

  7. #27
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Du denkst zuviel, ich denke zuviel.

    Oh, es freut mich, wenn mein Gedankengang etwas bereichernd war, aber ich habe auch an einer Stelle Quatsch geschrieben.
    Es ist aber auch schon spät. Die Buchstaben tanzen schon vor meinen Augen.
    Ich muss mich jetzt aber noch schnell verbessern.
    Das Wort "alle" war natürlich falsch. Es ist fast immer falsch so zu verallgemeinern. Gerade ich kann Verallgemeinerungen absolut nicht leiden. Es sollte eigentlich viele heißen und gab meinen Eindruck von Beobachtungen wieder.

    Meine Familie und meinen engen Freundeskreis meinte ich damit nicht.
    Ich habe mich sehr missverständlich ausgedrückt.
    Jetzt gehe ich besser schlafen, bevor ich noch mehr Unsinn schreibe:nächtle:

  8. #28
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: Du denkst zuviel, ich denke zuviel.

    @Janika
    Einer meiner Berufe ist es Anfängern und Senioren PC beizubringen. Auch biete ich Webseiten und alles Mögliche am Computer an.
    Habe jeden Fehler selber schon gemacht und genug Sportsgeist gehabt die selber lösen zu lernen.
    Meine Kunden schätzen es, dass da kein junger Mann reinprescht, kurz die Maus rumzuckelt und wieder rausrennt.. und Compi läuft wieder..
    Nein, ich setze mich gemütlich hin, mache auch hie und wieder Fehler.. kann erklären wie es zu jedem Fehler kommt und was wirklich wichtig ist, damit keine weiteren Fehler mehr passieren.
    Hier darf ich endlich reden, darf helfen
    Und es wird sehr geschätzt...

    Zum anderen, dem helfen beim Kummer:
    Wir neigen dazu zu lösungsorientiert helfen zu wollen.
    Die Muggels mögen es eher, wenn man einfach nur zuhören kann und ihre Sätze anders wiederholt. Dann fühlen sie sich verstanden.
    Während ADSler eher diskutieren wollen um mit ihren Gedanken weiterzukommen, sich entwickeln, verstehen möchten. Parallelen suchen...
    Ich kann es mir jedoch immer noch nicht verkneifen den anderen das Ei des Kolumbus zu präsentieren .. aber ich werde besser.. es kommt immer weniger vor.. ideal .. siehe oben.. wenn ich dafür noch Geld kassieren kann und meine Kunden dieses Ei wirklich von mir möchten.

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Du denkst zuviel, ich denke zuviel.

    Hey Linus,

    wow, wahnsinnig gut beschrieben. Mir geht es da genauso wie dir.

    Ich denke immer nach. Über alles und jeden. Ständig.

    In einer Unterhaltung analysiere ich alles und jeden (ausser sehr gute Freunde, denen ich "blind vertraue"). Jede Gestik, jede Mimik, jedes Wort wird sofort kategorisiert und ausgewertet. Das macht mich extrem empfindlich gegenüber äusseren Einflüssen. Empfinde ich meinen Gegenüber als abweisend - reagiere ich auch abweisend. Usw. Richtig steuern kann ich das nicht.

    SmallTalk kotzt mich an! Da es aber nicht ohne geht, habe ich mir sogar schon Bücher besorgt wie man SmallTalk führt. Ich denke mir immer wieder, dass es doch nicht sein kann, dass man sich jeden Mittag beim Gang in die Kantine über das Wetter unterhält. Aber scheinbar stört es niemand. Ich habe versucht mich anzupassen. Es gelingt mir immer öfter, mich über solche "Nichtigkeiten" zu unterhalten. Ich bin erstaunt, wie oft daraus ein normales Gespräch entstehen kann.
    Das bekomm ich aber auch nur an meinen "guten Tagen" hin, wenn ich wegen irgendwas euphorisch bin zb. Ansonsten - keine Chance.


    Seit ich ADs nehme, fällt es mir etwas einfacher - gerne mache ich es aber trotzdem nicht. Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, und sehe einen flüchtigen Bekannten, gehe ich ihm oftmals aus dem Weg - weil ich absolut keine Lust auf das sinnlose Gerede habe...

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Du denkst zuviel, ich denke zuviel.

    Hallo Janinka30,
    Du schreibst: "Man will die anderen irgendwie ständig überzeugen, den anderen die eigene Sicht, die Einstellung oder bestimmte Gefühle genau erklären..bis ins Detail. Ich glaube man sucht nach der Symbiose?! Man sehnt sich vielleicht nach gegenseitigem Verständnis im Sinne von Seelenverwandtschaft, Gleichklang...?!"

    Das hast Du sehr gut geschrieben. Da finde ich mich wieder.
    Im Laufe meines Lebens habe ich mich inzwischen zwar mehr zurückgenommen, aber wenn jemand mit mir die gleiche Wellenlänge zu haben scheint, dann kommen bei mir exakt diese Gefühle zurück. Dann scheint das Gespräch aber für beide meist eine Bereicherung zu werden, weil man sich über die Seelenverwandtschaft freut.

    @Selenia,
    auch Du hast einen Satz geschrieben, den ich oft so empfinde (ich habe immer noch nicht verstanden, wie man ein Zitat schreibt, darum kopiere ich den Text):

    "Wir neigen dazu zu lösungsorientiert helfen zu wollen.
    Die Muggels mögen es eher, wenn man einfach nur zuhören kann und ihre Sätze anders wiederholt. Dann fühlen sie sich verstanden.
    Während ADSler eher diskutieren wollen um mit ihren Gedanken weiterzukommen, sich entwickeln, verstehen möchten. Parallelen suchen..."

    Das kann man zwar nicht verallgemeinern, aber es scheint doch sehr häufig in dieser Art vorzukommen.
    Therapeuten haben in ihrer Ausbildung gelernt (ich kenne es zumindest von früher so), dass sie die Sätze der Klienten in einer anderen Form wiederholen sollen.
    Ich glaube, dass dies bei den meisten mit AD(H)S nicht besonders gut ankommt und umgekehrt, dass ein Therapeut mit einem AD(H)S eher erspürt, wo die Schwierigkeiten liegen und entsprechend reagiert.
    Natürlich hängt das auch noch von den individuellen Begabungen ab. Ich glaube aber, dass die statistische Wahrscheinlichkeit des eben Beschriebenen höher ist.
    Wie kompliziert schreibe ich jetzt, nur um nicht zu Verallgemeinern.
    Dein Satz war da schöner und anschaulicher..
    Für Deine Tätigkeit könnte man sicher niemanden finden, der sich dafür besser eignet.
    Wenn doch alle mit AD(H)S die Möglichkeit hätten, in einem Beruf zu arbeiten, wo man seine Fähigkeiten richtig einsetzen kann, dann würden nicht so viele von uns das AD(H)S als Krankheit empfinden. Dann wäre es eine Bereicherung und man müsste sich über diese Andersartigkeit freuen.
    Die richtige Umgebung (Freunde, Partner) wär natürlich auch noch wichtig.
    Du hilfst bestimmt sehr vielen Menschen und erhöhst deren Lebensqualität. Super

    @LizardKing:
    Ich bin doch immer wieder fasziniert, wie viele Ähnlichkeiten man in den Texten wiederfindet. Mir geht es fast mit allem genau so wie Dir.
    Allerdings beherrsche ich auch den Small Talk. Ich vermeide ihn nur, wo es geht. Wenn das nicht möglich ist, dann entstehen extrem langweilige Gespräche und ich komme mir dann vor, wie eine Maschine und nicht, wie ein Mensch.
    Manchmal denke ich, dass es den anderen vielleicht genau so gehen könnte.
    Sobald ich dann aber doch einmal versuche, mehr in die gefühlsmäßige Tiefe zu gehen, merke ich schnell, dass dies ein Irrtum war. Wer sich anders unterhalten möchte, signalisiert es meist auch sehr schnell.

    Trotz aller Ähnlichkeiten, auch unter uns gibt es gewaltige Unterschiede. Es sind nicht alle mit AD(H)S so ausgeprägt sensibel. Einige möchten sich trotz (AD(H)S nicht so intensiv unterhalten und auch die, die kein AD(H)S haben verstehen sich nicht immer untereinander und manche von denen können auch sehr sensibel sein.
    Auf meine Sensibilität möchte ich auf jeden Fall nicht verzichten. Auch die ist eine Bereicherung für mich, sogar wenn sie manchmal schmerzen kann.

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