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Diskutiere im Thema Ist unsere Aufmerksamkeit wirklich immer schlecht? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Ist unsere Aufmerksamkeit wirklich immer schlecht?

    Ich habe gerade einen interessanten Link gefunden.
    Peter Matussek schreibt da über Aufmerksamkeitsstörungen eine Selbstreflexion unter den Bedingungen digitaler Medien.
    Der Text ist aber anstregend zu lesen.
    Er überlegt, ob ADHS eine Voraussetzung für die neue Medienkompetenz ist.
    Ich musste dabei an die Beiträge von Sofie und matt-e denken.
    Das könnte vielleicht ein neues Thema wert sein.
    Ich habe tatsächlich mehrfach beobachtet, dass zum Beispiel Computerspiele bei einigen Kindern mit ADHS positive Wirkungen in Bezug auf ihre Aufmerksamkeit hatten. Oft wird genau das Gegenteil gesagt. Vielleicht ist es unter bestimmten Bedingungen sogar richtig.
    Natürlich muss man damit sehr vorsichtig sein, aber der Artikel enthält Thesen, über die man zumindest einmal nachdenken könnte.
    Hier ist der Link:
    Aufmerksamkeitsstrungen

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Ist unsere Aufmerksamkeit wirklich immer schlecht?

    schnuff schreibt:
    JA, das ist es was die meisten Leute an ADHS nicht verstehen!!

    Es ist nämlich ein Defizit, die Aufmerksamkeit zu steuern, nicht überhaupt aufmerksam sein zu können!
    Öhm, also ich stoße bei Unwissenden immer auf eine noch absurdere These: nämlich dass ADHSler mehr Aufmerksamkeit von Anderen haben möchten, also quasi immer im Mittelpunkt stehen wollen

    Folgendes habe ich gedacht als ich dieses vor Kurzem erst wieder vernahm:

    LG Amneris

  3. #13
    ADLer

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.384

    AW: Ist unsere Aufmerksamkeit wirklich immer schlecht?

    Amneris schreibt:
    Öhm, also ich stoße bei Unwissenden immer auf eine noch absurdere These: nämlich dass ADHSler mehr Aufmerksamkeit von Anderen haben möchten, also quasi immer im Mittelpunkt stehen wollen

    Folgendes habe ich gedacht als ich dieses vor Kurzem erst wieder vernahm:

    LG Amneris

    ..ich schlies mich dem an..

    genau dieses vorurteil..

    immer wieder


  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Ist unsere Aufmerksamkeit wirklich immer schlecht?

    Mir geht es auch so. Wenn etwas in meinem Kopf ist, dann sprudelt es auch schon aus mir heraus.
    Ich rede zu viel und zu schnell.
    Meine übersprudelnden Gefühle zeige ich auch immer sehr deutlich.
    Das passiert aber von ganz alleine und ich kann es kaum steuern.
    Andere könnten dann denken, dass ich Aufmerksamkeit benötige. Ich möchte aber das alles nur mit ihnen teilen.
    Wenn ich wirklich im Mittelpunkt stehe, ist es mir peinlich. Ich versuche dann immer zu flüchten.
    Da könnte man auch ein neues Thema draus machen.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: Ist unsere Aufmerksamkeit wirklich immer schlecht?

    Amneris schreibt:
    Öhm, also ich stoße bei Unwissenden immer auf eine noch absurdere These: nämlich dass ADHSler mehr Aufmerksamkeit von Anderen haben möchten, also quasi immer im Mittelpunkt stehen wollen

    Folgendes habe ich gedacht als ich dieses vor Kurzem erst wieder vernahm:

    LG Amneris
    Das hab ich auch schon sehr oft gehört. Kinder haben dieses Vorurteil schon. AD(H)S'ler sind nun mal Exzenriker und wollen sogar oft zur Norm gehören und scheitern daran. Die, die damit zurechtkommen mit ihrem exzentrischen Verhalten, sind höchstwahrscheinlich jenige AD(H)S'ler, die ihren Charakter ausleben können, ohne dabei großartig auf Probleme zu stoßen.

    Schaut mal, was bei Wikipedia steht (kommt euch das nicht bekannt vor ):
    • unangepasst
    • kreativ
    • stark durch Neugier motiviert
    • idealistisch: mit dem Anspruch, die Welt zu verbessern und die Menschen in ihr glücklicher zu machen
    • betreibt beglückt ein oder mehrere Steckenpferde
    • ist sich von klein auf des Andersseins bewusst
    • intelligent
    • eigensinnig und freimütig; überzeugt, selbst richtig zu liegen und dass der Rest der Welt aus dem Tritt geraten ist
    • ohne Konkurrenzstreben, ohne Verlangen nach Anerkennung oder Bestätigung durch die Gesellschaft
    • ungewöhnliche Essgewohnheiten und Lebensführung
    • nicht sonderlich interessiert an den Ansichten oder der Gesellschaft anderer, ausgenommen zu dem Zweck, diese vom eigenen - richtigen - Standpunkt zu überzeugen
    • ausgestattet mit einem schelmischen Sinn für Humor
    • alleinstehend
    • gewöhnlich das älteste oder einzige Kind
    • fehlerhafte Rechtschreibung
    http://de.wikipedia.org/wiki/Exzentriker
    Geändert von vakuum (22.12.2010 um 18:22 Uhr)

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Ist unsere Aufmerksamkeit wirklich immer schlecht?

    Das finde ich ja richtig interessant. Wir sind zwar von dem eigentlichen Thema abgekommen, aber das hat sich gelohnt.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Ist unsere Aufmerksamkeit wirklich immer schlecht?

    Also ich muss sagen das ich mich absolut in matt_e wiederfinde. Sein Beitrag spricht mir aus der Seele und hat mir ein fettes Grinsen ins Gesicht gezaubert als ich es gelesen hab.

    Alles wird verschoben und verdrängt aber wehe der Rechner läuft nicht... Und das Erfolgserlebniss ist riesengroß wenn man ihn wieder hinbekommen hat. Ganz anders als ein gesaugter Boden oder gewaschenes Geschirr...Was ich in meinem Kopf nicht unter Kontrolle habe lebe ich am PC aus. Deshalb ist er mir so wichtig. Habe die ganze Welt in dem kleinen Kasten ohne vor die Tür zu müssen. Und das wichtigste: Ich habe das alles unter Kontrolle und kann ihn mit wenigen Klicks und Tasten drücken steuern so wie ich es möchte.Herrlich oder...

    Gruß
    Maggie

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Ist unsere Aufmerksamkeit wirklich immer schlecht?

    Richtig, dem kann ich mich anschließen!
    Der Weihnachtsbaum wartet darauf, dass er geschmückt wird, der ganze Schmuck liegt überall im Zimmer verteilt, sodass ich kaum noch treten kann und ich sitze hier gemütlich am Rechner und fühle mich beim Schreiben wohl, freue mich gemütlich im Warmen zu sitzen und kann draußen nicht auf dem Eis ausrutschen. Glücklicherweise ist alles andere Wichtige fertig.
    Aus lauter Angst, in Stress zu geraten, habe ich alle Einkäufe sehr früh erledigt.


    Ich möchte noch ergänzen, dass ich am Computer auch noch meine Probleme und Gedanken aufschreiben und austauschen kann, viele mit der gleichen „Wellenlänge“ finde - wie hier im Forum - und Texte, die ich aufgeschrieben habe, kann ich so lange ordnen, bis sie halbwegs verständlich sind.
    Wenn ich andere mit einem zu schnellen Sprechen und zu vielen Informationen auf einmal überfordere, kann ich mich mithilfe von geschriebenen Texten doch noch mitteilen.
    Meist funktioniert dann sogar meine Aufmerksamkeit sehr gut und ich kann in sehr kurzer Zeit lange Texte formulieren, bei denen ich mündlich Probleme gehabt hätte, weil ich meinen eigenen Gedanken manchmal selbst nicht mehr folgen kann.
    Wenn mir jemand zuhört, der mich mag und den es nicht stört, wenn ich zu schnell spreche, dann schaffe ich es merkwürdigerweise auch öfter geordnet und ohne Aussetzer zu reden. Wehe aber, jemand unterbricht mich. Dann ist alles weg.
    Leider neige ich dazu andere ständig zu unterbrechen, weil ich meine Gedanken nicht so lange erinnern kann. Darum ist es schwer, den anderen zu erklären, warum ich selbst nicht unterbrochen werden möchte und ich entschuldige mich dann immer für meine Unhöflichkeit. Trotzdem verstehen das leider nicht viele und Fremden kann man ja ohnehin nicht gleich alles über AD(H)S erklären.
    Der Computer sowie das Internet können mir daher sehr gut helfen, einen Teil der Nachteile, die durch die Aufmerksamkeitsprobleme (Schwankungen) entstanden sind, zu mindern.
    Es gibt inzwischen sogar Hinweise darauf, dass wir im medialen Zeitalter, aufgrund unseres AD(H)S im Vorteil sein könnten.

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Ist unsere Aufmerksamkeit wirklich immer schlecht?

    "There is no ADHD if you got a nintendo." http://www.en.kolobok.us/smiles/big_madhouse/gamer.gif

    Russell Berkley

    ADHS ist keine Wahrnehmungsstörung, sondern eine Umsetzungsstörung.

    Des heisst ADHSler sehen die Welt nicht anders, wie immer wieder suggeriert wird, sie sehen, fühlen, schmecken und so weiter genauso wie normale Menschen.

    Des Problem fängt dabei an, dass sie auf das Wahrgenommene ANDERS ragieren, des ist dr Punkt.

    Und zwar i. d. R. gar ned oder verzögert, oder sie springen sofort drauf an.

    Am besten funktionieren sie, wenn "was los ist", z. B. bei einem Ballerspiel.

    Am schlechtesten funktionieren sie, wenn "gar nix los ist", z.B. beim Matheunterricht.

    Aus diesem Grund kann der ADHSler, in stundenlanger Konzentration seine Sozialhilfe am Spielautomaten verspielen, ist dann aber unfähig, am nächsten Tag beim Amt einen Sonderantrag auf Zuteilung eines Lebensmittelgutscheins zu stellen, damit er ned verhungert.

    Aus diesem Grund können sie gleichzeitig telefonieren, fernsehen und eine Zeitschrift durchblättern, aber nicht eine Steuererklärung ausfüllen.

    Wenn ein Unbedarfter das beobachtet, entseht bei ihm schnell der Eindruck, dass dieser ADHSler irgendwie auf einem anderen Planeten zu Hause zu sein scheint, genau genommen befindet er sich aber auf dem selben Planeten, nur in einer anderen Zeit.

    Bei allem, was sofort passiert, oder eine sofortige Reaktion hervorruft, kann er seine Aufmerksamkeit auch über einen längeren Zeitraum halten (die Zeit vergeht ihm dann "wie im Fluge", bei allem, was erst in der Zukunft einen Effekt auslöst, scheint die Zeit still zu stehen (beim Hausaufgaben machen spielt das Bewusstsein, wenn ich regelmässig meine Hausaufgaben mache, DANN schreibe ich in vier Wochen bei der Arbeit eine bessere Note, gar keine Rolle, weil es gar ned vorhanden ist. Auf gut Deutsch formuliert: Hausaufgaben sind kotzlangweilig, PC-Spiel nicht.)

    Was macht Ritalin?

    Ritalin bewirkt die Chance, dass der ADHSler die Symptome seiner Störung wie Konzentration, Impulsivität, innere Unruhe u.s.w. (also diese kleine, aber wesentliche, weil sichtbarste Spitze des grossen Eisberges ADHS) so weit in den Griff kriegen kann, dass er an einem normalen Alltagsleben teilnehmen kann.

    Technisch formuliert, dass sein inneres Erregungsniveau so weit zurückgefahren wird, dass er an einer Veranstaltung wie Unterricht oder Vorlesung teilnehmen kann. GLEICHZEITIG die Birne aber aktiviert bleibt. (Letzteres ist sozusagen der Clou an der ganzen Sache, weil unserer psychiatrischen Schlaumeier (der Grossteil also, der zwar keine Ahnung vom Thema hat, aber trotzdem überall mitschwätzen will, sagt: das innere Erregungsniveau könne man auch mit AD und NL herunterfahren. Japp, kann man. Auch mit THC, Nikotin oder Alkohol. Sogar mit Schokolade, Liegestützen, Sebastian-Kneipp-Kur und Gummibärchen. Aber man verpasst dabei eben den wichtigsten Punkt an der Sache, den der Aktivierung der Birne: => . )

    Jetzt gibt`s bei der kleinen Spezies unserer alller Lieblings-ADHS-Spezialisten eine Häresie. Die "Ordensgemeinschaft" teilt sich in zwei Teile, die einen könnte man - so lang einem der Humor an der Sache no ned ausgegangen ist - als die Stimulanzkis, die anderen als die Komborbidinskis bezeichnen. Der erste "Verein" kommt meistens aus der konkreten Arbeit mit Kindern, und sagt ADHS muss mit Stimulanzien behandelt werden, alles andere, ADs und weiteres, auf ein Minimum reduzieren, Stimulanzkis Endziel ist also eine Monobehandlung mit Stimulanzien, der zweite "Club" "rekrutiert" sich vor allem aus Psychiatern, die mit Erwachsenen zusammenarbeiten, diese wissen, dass man bei den meisten eine ADHS überhaupt nicht SINNVOLL behandeln kann, wenn man die Komorbiditäten nicht ZUERST in den Griff kriegt.

    Des ist jetzt natirlich überspitzt formuliert. "Die Wahrheit", in Gänsefüsschen, weil es die bei ADHS sowieo ned gibt, wird - wie so oft im Leben - irgendwo in der Mitte liegen.

    Aber wir sind abgeschweift: Halten wir bloss fest, dass die Behandlung von ADHS mit Stimulanzien bei Kindern teils wirklich dramatische Verbesserungen für ihre schulische und - wie ich nach wie vor wichtiger finde - soziale Entwicklung bereit halten.

    Und dass diese dramatische Wirkung - im positiven Sinne jetzt - beim Grossteil der Spätdiagnostizierten (Erwachsenen) ausbleibt. Ja, so ein Schied.

    Und i will jetzt gar ned wieder mit dem offensichtlichen Thema anfangen, woran des u.a. genau liegt, nämlich an dene ganzen Komorbiditäten, die man im Schlepptau von ADHS mit sich rumschleppt, und die den eigentlichen Leidensdruck ausmachen, also i will ned wieder damit anfangen, weil des ganze Forum ischd ja überschwemmt mit dem Thema...

    Der Hauptgrund liegt ganz einfach daran, dass die wesentlichen Erfahrungen in Schule, Beruf, Beziehung, privater Bereich u.s.w. u.s.f. bereits gelaufen sind, und zwar ohne dass ADHS je erkannt, oder behandelt oder konkret ausgedrückt: in de meischde Fälle au no fehlbehandelt worden ischd.

    Vereinfacht könnte man also auf die Frage, warum Stimulanzien im allg. bei Erwachsenen nicht so gut wirken wie bei Kindern sagen: Weil der Zug der individuellen Entwicklung im wesentlichen bereits abgefahren ischd. Sozusagem: Auf Nimmerwiedersehen!

    Aber jetzt bin i doch wieder abgschweift, Herrschaftssechser, i wollt ja auf an ganz andera Punkt hinaus bei dera Sach...

    Also: Umsetzungsstörung. Japp, die bleibt im Kern sozusagen lebenslänglich erhalten. Unabhängig davon, wie gut oder schlecht man die Symptome in den Griff kriegt.

    Bei Kindern funktioniert des besser, weil sie durch den Stundenplan strukturiert sind. Ein Kennzeichen, genauer gesagt eine Folge von nicht behandeltem Erwachsenen-ADHS ist ja aber gerade die totale Desorganisation. Des ist des Problem.

    Trotzdem führt Ritalin auch bei Kindern nicht dazu, dass sich ADHS besiegen lässt, und jetzt quasi das Hassfach Mathematik zur Lieblingsbeschäftigung mutiert. Dass des Lernen effektiver wird, ischd schon klar, trotzdem muss auch für den behandelten ADHSler noch ein konkretes Interesse am Gegenstand dazukommen, um zu wirklich optimalen Ergebnissen zu kommen. (Optimale Leistung bei ADHS heisst: dem individuellen Potential entsprechend, nicht dem Anforderungsprofil des Lehrers oder der Schulart, scho klar, gell? Ich sag`s ja bloss, weil des sozusagen der kleine, aber feine Unterschied ist, an dera Sach... und des in dr Praxis immr verwechselt wird...)

    (Jetzt muss i hier aber doch no bewusst a kleine Abschweifung einfügen, es gibt da nämlich noch so eine kleine Gruppe - 2 bis 4 % - von ADHSlern, die mir aber in den letzten beiden Jahren im Forum zunehmend ans Herz gewachsen ist, nämlich diejenigen mit der "Komorbidität" Hochbegabung. Ans Herz gewachsen vor allem deshalb, weil angesichts dieser zahlenmässig kleinen und daher in keiner ADHS-Forschung bislang berücksichtigten, "Rabauken-" oder "Gurkentruppe", sämtliche geballte ADHS-Weisheit, auch von sich auskennenden Ärzten und Therapeuten, selbst bei richtiger Dosierung, psychologischer, Hausaufgaben-Betreuung, sozialem Training u.s.w. i. d. R. in die Hosen zu gehen pflegt. Zum Beispiel, wenn die schulischen Leistungen unter Ritalin erst einmal abnehmen. Wenn die verdutzte Elternschaft dann auf den Verzweiflungsbrüller "Scho wieder a Fünfer in Mathematik! Du fauler Lump!" Mit der Aussage konfrontiert wird: "Machad ned so an Wind, des kann ich durch an 2er in Deutsch locker wieder ausgleichen." Ischd die Frustration naturgemäß auf dem Siedepunkt.)

    Japp, alos fassmr zamm: Richtige medikamentöse Einstellung ist sicherlich der Dreh- und Angelpunkt an dera ganza Sach.

    Bewirkt für sich genommen aber nix.

    Zu optimalen Ergebnissen kommt es erst, wenn des innere Erregungsniveau synchron zu den Aussenreizen abläuft.

    Oder banal ausgedrückt: Wenn der ADHSler zu einer Tätigkeit findet, die ihn in aussreichendem Maße mit Stimuli von aussen versorgt.

    No oifacher ausgedrückt, die ihm Spass macht.


    I weiss zum Beispiel nicht, ob der Bursche hier ADHS hat... Kann mir aber andererseits au ned vorstellen, dass er ganz sauber ischd in dr Birn. Also, irgendan Sprung in dr Schüssel, der dem unseren zumindest ned unähnlich ischd, haddr glaub scho. Was i damit sagen will, Stimulanzien von innen (oral eingenommen) braucht der glaub tatsächlich ned.

    YouTube - Ueli Steck's Triple Speed Climbing Record
    Geändert von Eiselein (23.12.2010 um 20:59 Uhr)

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 521

    AW: Ist unsere Aufmerksamkeit wirklich immer schlecht?

    Also als schlecht würde ich meine Aufmerksamkeit nicht beschreiben. Nur eben achte ich nicht immer auf das Wichtige sondern schenke Dingen im Hintergrund meine Aufmerksamkeit.

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