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Diskutiere im Thema ADHS mit 47 und ich bin verwirrt im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 54

    Beitrag ADHS mit 47 und ich bin verwirrt

    Hallo,

    ich habe vor 2-3 Wochen die Diagnose ADHS bekommen. Mit fast 50 - das war schon ein ganz schönes Ding.

    Aber von Anfang an:
    Mitte September bin ich in eine Psychiatische Klinik eingewiesen worden.

    Ursprünglich "nur" wegen einer Medikamentenabhängigkeit.
    Entgiftung von Kopfschmerztabletten - mein Aufenthalt sollte ca. 2 Wochen dauern. So mein einweisender Arzt.

    Daraus sind 3 Monate geworden! - Mit folgendem Ergebis:

    1) die jahrelange Unterfunktion meiner Schilddrüse ist eine chronische Entzündung und nennt sich : Haschimoto - autoimmune Entzündung

    2) zwei Rheumaformen. Weichteilrheuma (Muskulatur) und (zweitrangig)Sjögren-Syndrom (chronische Entzündung von Tränen- und Speicheldrüsen mit trockenem Auge und trockener Mundschleimhaut).

    3) Depression - organisch hervorgerufen aus einer Kombination von Punkt 1) + 2)

    4) ADHS

    Und das mit dem ADHS war auch irgendwie ganz witzig, denn es haben mich 3 Mitpatienten unabhängig voneinander angesprochen, ob ich ADS habe. Das hatte mich vorher noch nie jemand gefragt.

    Daraufhin habe ich meinen Oberarzt befragt. Viele Tests gemacht und Fragen beantwortet und dann war es klar.

    Tja, und nun stehe ich da mit der Diagnose und weiß gar nicht so genau, was ich damit anfangen soll.

    Sie haben mir ein Medikament gegeben, Elontril (also Bupropion). Das gibt man wohl gerne bei Depression und bei ADS.

    Allerdings hat das bei mir starke Aggression und erhebliche innere und äußere Unruhe hervorgerufen. Sowie Heulerei bis der Arzt kam ;-)
    Dann haben sie es wieder abgesetzt.

    Jetzt bekomme ich Methylphenidat, aber erst seit einer Woche. Ich weiß ja nicht, ob das alles so richtig ist!

    Am Montag habe ich einen Termin mit meiner Hausärztin, und ich weiß schon, dass sie es mir verschreiben kann - aber ich weiß nicht ob ich es überhaupt weiter nehmen soll, ob ich es selbst bezahlen muss und wieviel ich in Zukunft davon nehmen soll.

    Im Moment nehme ich nur eine Tablette. 10 mg??? Aber irgendwie bemerke ich nicht wirklich eine Wirkung.

    Ist alles noch so neu. Bin schon neugierig, wie das alles weiter geht.

    Ansonsten komme ich hier beim Stöbern aus dem Staunen nicht raus. Ständig AHA-Erlebnisse. Erkenne mich sehr oft wieder.

    Bin sehr gespannt auf Eure Zuschriften und Antworten - bzw. ich hoffe, dass ich überhaupt welche bekomme.

    Freue mich schon auf Eure Kommentare. Bis dahin noch ein schönes Wochenende und bis bald.

    Liebe Grüße Kristy

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 64
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS mit 47 und ich bin verwirrt

    Hallo Kristy.

    Kann gut mitfühlen: ging mir ähnlich. Hab 4 Kinder (zwei Generationen) und 3 davon haben AD(H)S diagnostiziert.
    Als ich diesen Sommer dann ein Burnout hatte und in der Klinik gelandet bin,
    wurde mir - mit 57 - auch die Diagnose gestellt.
    Ich wusste es für mich schon lange. Hab mich aber nie darum gekümmert,
    weil ich zu sehr mit dem ADHS meiner Kinder beschäftigt war

    Jetzt nehm ich mir bewusst Zeit für mich und arbeite alles auf:
    Kindheit, Jugend.... Ehen, Partner... Kindererziehung.....
    Dieses Forum hilft mir dabei, meine "Fehler" zu akzeptieren und mich
    dafür nicht mehr zu verurteilen.

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: ADHS mit 47 und ich bin verwirrt

    Hallo Kristy!

    Kristy schreibt:
    Jetzt bekomme ich Methylphenidat, aber erst seit einer Woche. Ich weiß ja nicht, ob das alles so richtig ist!

    Am Montag habe ich einen Termin mit meiner Hausärztin, und ich weiß schon, dass sie es mir verschreiben kann - aber ich weiß nicht ob ich es überhaupt weiter nehmen soll, ob ich es selbst bezahlen muss und wieviel ich in Zukunft davon nehmen soll.

    Im Moment nehme ich nur eine Tablette. 10 mg??? Aber irgendwie bemerke ich nicht wirklich eine Wirkung.

    Ist alles noch so neu. Bin schon neugierig, wie das alles weiter geht.
    Methylphenidat ist das Standart-Medikament bei ADHS. Dass Du bei 10 mg keine Wirkung bemerkst, ist, denke ich normal. Du bist ja noch nicht eingestellt. Die Dosis wird sicherlich langsam aber sicher erhöht, bis dass eine spürbare Wirkung eintritt.

    Wichtig ist aber, dass es nicht bei medikamentöser Behandlung alleine bleibt. Therapie ist notwendig. Denn das Medikament wirkt vergleichbar mit einer Brille:
    Diese verhilft Dir, die Buchstaben zu erkennen. Aber das bedeutet nicht, dass Du lesen kannst. Du musst also lernen, die auf Dich prasselnden Sinneseindrücke zu sortieren. Das Medikament versetzt Dich nun aber in die Lage dazu.

    Gruß
    icke!

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 54

    AW: ADHS mit 47 und ich bin verwirrt

    Hallo Susi,

    na ja, bei 3 von 4 Kindern mit AD(H)S könnte man ja vielleicht wirklich mal auf den Gedanken kommen, dass das irgendwo her kommen muss.

    Wann bist du auf den Gedanken gekommen und welche Anzeichen hast du bei dir entdeckt?

    Hast du nach der Diagnose auch so viele Sachen erkannt, die du auch hast bzw. so viele Aha-Effekte?

    Mich hat das völlig unvorbereitet getroffen. Wobei ich es jetzt nicht wirklich schlimm finde, es erkärt jetzt nur einiges, ich hoffe einfach nur für mich, dass ich ein paar Dinge einfach ein bisschen besser geregelt kriege.

    Was meinst du für Fehler, die du hast, und warum solltest du dich dafür verurteilen?! Das können doch höchstens kleine Schwächen und große Stärken sein ;-)

    Was macht denn das AD(H)S bei dir aus? Bzw. was macht es mir dir und wie gehst du damit um?

    Freue mich auf deine Nachricht von dir, wenn du magst. Würde mich freuen.

    Tschüß und liebe Grüße Kristy

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 54

    AW: ADHS mit 47 und ich bin verwirrt

    Hallo Icke,

    vielen Dank für deine Info. Ganz ehrlich, ich weiß gar nicht, ob ich das mit dem Methylphenidat auf Dauer überhaupt will.

    Wie sind da deine Erfahrungen, die gibt es natürlich nur verschrieben, aber werde ich die selbst bezahlen müssen?

    Mein Mann steht dem Medikament überaus skeptisch gegenüber.

    Und selbstverständlich steht eine therapeutische Begleitung / Betreuung ganz oben auf meinem Zettel. Bin da aber noch auf der Suche.

    Auch muss ich sowieso gucken, was da für mich in Frage kommt. Über die richtige Form bin ich mir da noch nicht im klaren!

    Das müsste so eine Mischung aus "gestern, heute und morgen" sein. Mit Analyse, Verhalten (im Hinblick auf Abhängigkeit) und mit Berücksichtigung auf AD(H)S.

    Erschwerend kommt dazu, dass ich voll berufstätig bin und zusehen muss, dass ich abends was finde. Das wird gar nicht so einfach.

    Mit ca. 32 habe ich schon mal eine Therapie gemacht - Tiefenanalyse - so richtig mit Couch und so - hat fast 3 Jahre gedauert.

    Und heute habe ich das Gefühl, dass ich mit meinem Gefühlschaos wieder ganz am Anfang stehe. So hatte ich mir das nicht gedacht.

    Ok, dass soll´s für heute erst mal gewesen sein.

    Dir liebe Grüße und hoffentlich bis bald mal wieder.

    Kristy

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