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Diskutiere im Thema "ADS-Outing" und Auswirkungen auf Freunde! Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 197

    Frage "ADS-Outing" und Auswirkungen auf Freunde! Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

    Hallo Zusammen,

    heute bin hoffentlich etwas sortierter als gestern.

    • Welche Erfahrungen habt ihr nach Eurem ADS Outing gemacht?
    • Habt Ihr Euch überhaupt geoutet?
    • Würdet Ihr es wieder tun?
    • Haben sich Eure Freundschaften verändert oder sind sogar daran zerbrochen?
    • Ich frage Euch dass, weil ich nicht weiß wie offen ich mit der "Umwelt" umgehen kann/soll/muss.

    Ich habe ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
    Na ja , wenn ich ehrlich bin, habe ich mich nur Zweien "Offenbart", aber trotzdem ist es "komisch"....

    Ich habe mich meiner besten Freundin anvertraut, sie gibt sich auch Mühe das zu verstehen, aber sie kommt nicht wirklich an das Thema ran... Ich habe nun das Gefühl, dass "es" zwischen steht. Das ich ( die früher immer die "Starke" war) jetzt nicht mehr den Platz ausfülle der vorgesehen war....

    Oh Mann, ist ziemlich schwer zu beschreiben was ich meine.

    Mir geht es oft so, dass ich, nachdem ich meine "Schwächen" gezeigt habe, plötzlich das Gefühl habe noch weniger verstanden zu werden, Mitleid will ich auch nicht - oder doch? ...

    Ich habe das Gefühl entweder bisher falsch gesehen worden zu sein, oder jetzt anders angeschaut zu werden.
    Oder hat sich mein Blickwinkel geändert?

    Ein Beispiel:

    Ich habe einer alten Schulfreundin, die weit weg wohnt, gemailt was los ist.
    Sie schreibt unter Anderem folgendens:
    Mir wäre doch irgendetwas an dir aufgefallen??
    Für mich warst du immer völlig normal. Keine leichte Kindheit - keine Frage, aber gerade DESWEGEN hatte ich immer großen Respekt vor deiner Selbstsicherheit, man konnte dich einfach nur gern haben.

    Irgendwie hattest du doch immer etwas von einer "Anführerin" ... wie passt das überein?
    Du warst auch nicht schlecht in der Schule, jedenfalls besser als ich ;o)
    Die unentlich vielen Jahre danach kenne ich dich natürlich nicht .. kann dich nur anhand deiner Briefe heute "beurteilen" und selbst da war ja mein erster Gedanke, daß ICH schreibe, als käme ich gerade aus der Grundschule und DU hättest ein Hochschul-Studium absolviert.

    Ich fand deine Briefe überhaupt nie "wirr", wie du ständig meinst, ganz im Gegenteil. Du schreibst, als wenn du alles fest im Griff hättest!!

    Diese Freundin tut mir gut und es beruhigt mich ja eineseits das nicht aller Welt sofort ins Auge springt was mit mir los ( oder auch nicht los ) ist, aber es bringt mich auch ins Grübeln?
    Kann ich meine "Anstrengungen" dem Alltag zu genügen so gut verstecken? Hatte ich das schon als Kind drauf?

    Habe ich eine falsche Wahrnehmung?

    Um nochmal auf das Thema Outing zurückzukommen:

    Das Thema ADS ist ja in der Gesellschaft ziemlich "negativ-behaftet", mit vielen Vorurteilen versehen und überhaupt denken die meisten es handelt sich um eine Modediagnose. Ihr kennt das ja selber.

    Outet ihr Euch?

    Wenn ja bei wem?

    Erklärt ihr euch warum ihr gerade mit dem Rücken zur Wand steht?
    warum manche Dinge "ANDERS" sind?

    Ich glaube das waren ein paar viele Fragen und ziemliches Durcheinander?

    Ich hoffe ihr versteht was ich meine und ich bin echt gespannt wie ihr das Thema "handelt".

    Danke im Voraus für Die Mühe meinen Mammutbericht zu lesen und meinen Gehirnwindungen zu folgen.

    Toll wäre, wenn evtl. sogar ein paar Fragen kommentiet und/oder beantwortet werden.

    LG und DANKE
    SIlke

    So, und nachdem ich diese Zitate bei so vielen anderen Mitgliedern schon bewundert ahbe, schreibe ich auch noch einen, Allerdings kann ich mich so schlecht entscheiden welchen....

    Du musst von Zeit zu Zeit sagen: "Ich brauche Frieden" -
    deine Feinde sind dadurch völlig verwirrt!

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 85

    AW: "ADS-Outing" und Auswirkungen auf Freunde! Welche Erfahrungen habt ihr gemac

    Hallo Silke,

    das ist gar nicht so ein unproblematisches Thema. Ich habe auch oft gedacht das ich eine falsche Selbstwahrnehmung habe, aber es ist viel mehr so, das andere meinen Kampf normal zu sein, nicht mitbekommen, sondern nur sehen das ich , naja was überdreht aber sonst normal wahrnehmen. Ausser meine Familie, die ja dann doch MEINE normal Seite mitbekommen.
    Outen tue ich mich vorsichtig. Ich versuche erst mal den Begriff ADHS zu vermeiden, wegen der Vorurteile. Ich sage das ich eine bio-chemische Störung im Gehirn habe, und das "schockt" die Menschen erst mal etwas, was mir die Tür öffnet und die Menschen hören zu und bedauern. Erst nach ein paar Erklärungen sag ich (nicht immer) das es ADHS ist.
    Und dann kommt zu 99% die Bemerkung : das wußte ich ja gar nicht, das das so ist!

    Ich hoffe es hilft etwas...
    LG kerry

  3. #3
    Has


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 69

    AW: "ADS-Outing" und Auswirkungen auf Freunde! Welche Erfahrungen habt ihr gemac

    Genauso mache ich das auch ich umschreib es immer mit Neurotransmittermangel. Habs so ungefähr 4 Leuten gesagt 3 davon wars komplett egal. Meinten dann nur so, ja genauso kennen wir dich ja auch. und die vierte war meine Mutter die hat erst rumgeheult einen Tag lang und sich besoffen, weil sie meinte sie sei dran schuld und dann hat sie es verdrängt und nie wieder erwähnt. Von meiner Seite wird da auch nix mehr kommen wurde damals dann von meinem Stiefvater zur Sau gemacht weil ich dran schuld wäre das meine Mutter schon wieder getrunken hätte -.-. Bin vor einer weile weit weckgezogen in eine neue region. Hier habe ich es noch niemanden erzählt und frage mich auch oft soll ich es mal sagen oder lieber doch nicht.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: "ADS-Outing" und Auswirkungen auf Freunde! Welche Erfahrungen habt ihr gemac

    Hi Silke,

    das Ding ist echt das die meisten nicht wissen was das ist und nicht verstehen was du damit sagen und bewirken willst. Damit wissen sie auch nicht wie man damit umgehen soll und wie man reagieren soll. Da ich AD(H)S für mich als Persönlichkeitstyp betrachte, der schlecht in die heutige Gesellschaft passt und nicht als eine Erkrankung, erzähle ich es nicht mehr.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: "ADS-Outing" und Auswirkungen auf Freunde! Welche Erfahrungen habt ihr gemac

    Ja,finde ich auch schwierig, nach wie vor.

    Ich habe es eigentlich ziemlich vielen Leuten gesagt kurz nach der Diagnose, einfach auch weil ich Austausch brauchte.

    Aber ich habe den Eindruck,dass sich ausser selbst betroffenen und dem Artzt der es diagnostiziert hat keiner was drunter vorstellen kann. Und was ich als Erklärung für mein auffälliges Verhalten meine wird dann als Entschuldigung missverstanden.

    Insbes.meine Familie hat das ganz von sich gewiesen und das hat mich ziemlich runtergezogen.

    Andere, alte Freunde, konnten dafür umso mehr mit anfangen.

    Ich bin insg.der Meinung, dass "dosierte Ehrlichkeit" weiterhilft. Also nicht jedem und nicht in jeder Situation.

    Wenn ich mich gerade mal selbstbewusst fühle stehe ich dazu.

    sage aber nicht "Störung im Kopf" sondern statt ADHs manchmal einfach:"angeborene Hyperaktivität"-das ist eh nicht zu übersehen und vielleicht noch "empfindlicher Stoffwechsel".

    Vorsicht ist bestimmt angebracht- Ritalineinnahme wird oft genug mit Drogeneinnahme gleichgesetzt bei denen die uninformiert sind und das sind die meisten!

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 735

    AW: "ADS-Outing" und Auswirkungen auf Freunde! Welche Erfahrungen habt ihr gemac

    Silke schreibt:

    Diese Freundin tut mir gut und es beruhigt mich ja eineseits das nicht aller Welt sofort ins Auge springt was mit mir los ( oder auch nicht los ) ist, aber es bringt mich auch ins Grübeln?
    Kann ich meine "Anstrengungen" dem Alltag zu genügen so gut verstecken? Hatte ich das schon als Kind drauf?

    Habe ich eine falsche Wahrnehmung?

    Jep, ich glaube in der Tat, dass da Welten aufeinander prallen.
    Man muss schon sehr genau hinsehen, um einen Menschen wie uns wirklich als solchen
    zu indentifizieren.

    Selbst mit meiner Mutter hatte ich letztens eine Auseinandersetzung in der sich herausgestellt
    hat, dass sie mein Chaos noch immer als eine Art Protesthaltung gegenüber der
    Gesellschaft ausgewiesen hat. Und das obwohl ich ihr klipp und klar versucht habe
    klar zu machen, dass ich das nicht mit Absicht mache, sondern drunter leide.
    Irgendwie, ich weiss nicht warum, sehen vorallem Menschen, die einen schon sehr lange
    kennen, immer noch als etwas, was sie sich mal in ihrem Hirn zurecht geschustert haben.
    Das hat damals gepasst und das passt dann schon ein Leben lang. Da muss man
    seine Wahrnehmung dann nicht updaten oder so.

    Natürlich haben wir ja auch gelernt zu funktionieren - Zumindest nach aussen.

    Zu Deiner Frage:
    Nein, ich werde das keinem erzählen. Mein Mann weiss das und meine Mutter.
    Aber sonst geht das wirklich keinen etwas an. Wenn ich irgendwann klarer sehe
    und es mir besser geht, vielleicht. Aber ich glaube, ohne zurecht gelegte Techniken
    geht das gar nicht. Schon alleine deswegen, weil sich ja jeder irgendwie mit gewissen
    Teilsymptomatiken des Krankheitsbildes herumschlägt, wie z.B. Vergesslichkeit.
    Das wird dann immer leicht heruntergespielt und abgetan, als "Spinnerei". Sowas
    brauchen Leute wie wir nunmal gar nicht.

    Nein, ich erkläre mich nicht mehr.
    Warum auch.
    Das ist alles schon kompliziert genug.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 85

    AW: "ADS-Outing" und Auswirkungen auf Freunde! Welche Erfahrungen habt ihr gemac

    Da muß ich sagen, mit meiner Family hab ich echt Glück. Meine Mam ist sogar mit zum Arzt, was bei der Diagnostik bezüglich Kindheit sehr geholfen hat. Sie hat sich mit dem Thema sogar auseinander gesetzt. Toll!! Und das coolste ist, wir können sogar sagen das das von meinen Vater her kommt. Er findet das sogar gut, auf einmal sagt er Dinge über sich, die ich gar nicht wußte, weil er sie selbst nicht einordnen konnte. Es erklärt sich so vieles. Und meine Kids sind die Besten, können sogar Situationsbeding gut mit mir umgehen. Z.B. wenn sie mich was fragen wollen, fragen sie erstmal ob ich ansprechbar bin. Oder wenn sie was fragen und ich blöd reagiere, fragen sie mich ob die Medis nicht mehr wirken - öhm ja - ok ich frag später noch mal. Super, oder?!?
    Bei ganz engen Freunden (echte Freunde!!) konnte ich nach der Diagnose alles rauslassen und bei den Bekannten hab ich wohl dosierte Angaben gemacht.

    Auf jeden Fall hat hypie1 absolut Recht :

    Ich bin insg.der Meinung, dass "dosierte Ehrlichkeit" weiterhilft. Also nicht jedem und nicht in jeder Situation.

    Wenn ich mich gerade mal selbstbewusst fühle stehe ich dazu.

    sage aber nicht "Störung im Kopf" sondern statt ADHs manchmal einfach:"angeborene Hyperaktivität"-das ist eh nicht zu übersehen und vielleicht noch "empfindlicher Stoffwechsel".

    Vorsicht ist bestimmt angebracht- Ritalineinnahme wird oft genug mit Drogeneinnahme gleichgesetzt bei denen die uninformiert sind und das sind die meisten!
    bb Kerry

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 5

    AW: "ADS-Outing" und Auswirkungen auf Freunde! Welche Erfahrungen habt ihr gemac

    Hallo Silke,

    Also, ich habe mich relativ offen "geoutet" , erst bei freunden und dann bei der familie.

    Aber ich vergesse immerwieder , das die leute nicht so ticken wie ich. Ich kann sehr viele

    sachen nachvollziehen und mich auch in die andere person reinversetzen.

    Das konnten leider viele aus dem freundeskreis und auch der familie nicht.

    "Modeerscheinung" "man muß nur etwas diszipliniert sein" "deine faulheit kannst mit

    sowas nicht entschuldigen" Das waren sachen die ich leider zu hören bekommen habe

    Ich habe für mich entschlossen , das ich dieses Thema nicht mehr öffentlich machen

    werde! Halt nur noch wo ich muß (Kindergarten , Schule) wegen der kids.

    Am schlimmsten finde ich das manche leute gleich mit ihrem "halbwissen" die größten töne

    spucken.

    Das war halt meine erfahrung mit dem "outing" Ich hoffe das dein umfeld besser damit

    umgeht.

    LG

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 138

    AW: "ADS-Outing" und Auswirkungen auf Freunde! Welche Erfahrungen habt ihr gemac

    hmm also ich habe es einigen wenigen personen bisher schon erzählt. meine schwägerin meinte dann so sinngemäß :man findet zu allem irgendeine störung krankheit oder sonst was.
    und bei einem bekannten, bei dem ich noch nichts gesagt habe, gehe ich auch mal davon aus, dass er es dann als ausrede ansehen würde. noch habe ich ihm nichts erzählt.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: "ADS-Outing" und Auswirkungen auf Freunde! Welche Erfahrungen habt ihr gemac

    Also die engeren Freunde und die Familie habe ich eingeweiht, nachdem ich den ersten "Schock" überwunden hatte. Damals noch ohne ärztliche Diagnose...aber es passte alles...es bestand praktisch kein Zweifel.

    Alle waren natürlich sehr überrascht. Die Freunde haben von Anfang an sehr offen reagiert, waren interessiert, haben viel nachgefragt. Es waren ausnahmslos positive Reaktionen. Natürlich muss ich jetzt öfters viel erklären, was mir ja nicht schwer fällt...also zur Zeit betreibe ich intensive Aufklärungsarbeit in meinem privaten Umfeld. Interessant ist nur, dass jeder Zweite, der mich darüber ausfragt, dann meint, er hätte die Symptome auch und "fürchtet", er habe auch AD(H)S...die wollen es jetzt auch alle haben...lach... Also ich muss dann immer anmahnen, die Bälle flach zu halten und etwas genauer hinzusehen. Kurzum: meine engen Freunde haben alle sehr toll reagiert.

    Mit der Familie war das anfangs etwas komplizierter, da gab es unterschiedliche Reaktionen: ein Teil ebenso offen, andere schockiert oder skeptisch. Ist ja auch nicht einfach, wenn auf einmal mit der Familie "sowas" sein soll, mit Sohn oder Geschwisterteil "was nicht stimmt". Ich war ja auch nie hyperaktiv gewesen, nie sozial unangepasst oder negativ auffällig, war durchschnittlich gut in der Schule, hatte studiert ...an "sowas" hätte nie jemand gedacht... Also, man versuchte mich zu überzeugen, dass ich doch "ganz normal" sei - und einfach so, wie ich eben bin. Und ich hätte es ja "zu was gebracht". Und außerdem, was es mir nützen würde, wenn es so sei, dass ich das hätte, hieß es...was hätte ich dann davon?
    Inzwischen hat es einige Gespräche gegeben, schon aus Anlass mit der Befragung bezüglich Diagnose. Da ist dann doch das eine oder andere zu Tage getreten und geklärt worden. Inzwischen ist die Dagnose anscheinend akzeptiert.

    Sowohl Freunde wie auch Familie unterstützen mich jetzt, mein Leben zu verändern, das ADS und die Folgen zu behandeln etc. Einfach toll, ich habe da vollen Rückenhalt. Sie haben jetzt auch mehr Verständnis für meine Grenzen, z.B. wenn mir etwas zu viel wird, oder ich das Bedürfnis habe, mich zurückzuziehen. Wir können über meine Macken sogar witzeln, z.B. meine Schusseligkeit und Verpeiltheit.

    Bei Bekannten entschiede ich, ob ich etwas sage und wenn ja, wieviel. Ich gehe da nach Bauchgefühl, auf welches ich mich recht gut verlassen kann. Meine Menschenkenntnis schützt mich da meist vor negativen Erfahrungen.

    Ich habe nur einzelne Arbeitskollegen eingeweiht, mit denen ich eng befreundet bin und die auch mein absoluten Vertrauen besitzen. Die anderen nicht. Auch mein Chef weiß es bisher nicht. Ob ich es einmal sage, weiß ich nicht, bisher bestand aber keine Notwendigkeit, das zu tun - mir ist nichts eingefallen, welchen Nutzen ich daraus ziehen sollte. Also lass ich es, solange es mir nichts nützt. "Hausieren gehen" muss ich damit nicht.

    LG Spezi

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