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Diskutiere im Thema Manisch Depressiv oder doch ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Manisch Depressiv oder doch ADHS?

    Hallo Sghrn,

    mit deiner Antwort jetzt kann ich noch mehr Anfangen und du hast dann jetzt für mich doch ein sehr deutliches Bild deiner Problematik gezeichnet.

    Du schreibst:
    [...] die Denkstörungen vor allem paranoid und teilweise sogar schizoid waren. So hatte ich ständig das Gefühl, dass Menschen meine Gedanken kontrollieren können
    Dieses Erleben ist geradezu klassisch für Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis wobei dahinter nicht immer gleich die Erkrankung Schizophrenie steckt. Ich finde es interessant, dass diese Symptome mit einer Behandlung durch Antidepressiva abgeklungen sind. In der Regel werden dann Neuroleptika verordnet.

    Wie ist das denn nun mit der Depression? Ängste können Symptome einer Depression sein aber Angsterkrankungen und Phobien sind dann doch wieder etwas ganz anderes, als eine Depression. Wie ist das denn nun mit der Depression? Bist du manchmal über mehrere Tage depressiv? D.h. gedrückte Stimmung, Hoffnungslosigkeit, Pessimismus, Leere, Langeweile, Müdigkeit usw.

    An dieser Stelle könnte man jetzt auch darüber spekulieren, ob du evtl. eine schizoaffektive Störung hast. Man könnte sagen, dass dies so eine Mischerkrankung aus Schizophrenie und bipolarer Störung ist. Da würde dann auch der Einsatz von Lithium zur Prophylaxe Sinn machen. Vielleicht hatte dies deine Ärztin im Sinn?

    Von einem Psychotherapeuten, der ADHS für eine Erfindung hält würde ich Abstand nehmen. Ich würde mich da wirklich an die Charité oder an eine ADS-Selbsthilfegruppe aus Berlin wenden, die dir sicher einen Rat geben können, wo du eine ADS-Diagnostik machen lassen kannst.

    Es wundert mich nicht, dass du in einer der Bipolarisgruppen keine Hilfe für dich gefunden hast. In den Selbsthilfegruppen für bipolare Menschen findet man doch häufig die eher schweren Fälle, die ausgeprägte Bipolar I oder Bipolar II-Störungen haben.

    Kann dir wirklich nur Empfehlen, dich an eine kompetente Klinik zu wenden. Meiner Erfahrung nach sind niedergelassene Psychiater bei komplizierten Krankheitsbildern oft überfordert, wenn der Patient noch mitten in der Diagnostik und Selbstfindungsphase ist. Die Behandlung in Kliniken kann in solchen Fällen auch ambulant erfolgen. Im Idealfall wäre eine Zusammenarbeit der Klinik mit deiner Ärztin anzustreben.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: Manisch Depressiv oder doch ADHS?

    Danke für deine rasche Antwort. Du scheinst über einen gewissen Erfahrungshorizont zu verfügen
    Also derzeit lebe ich eigentlich schon relativ angstfrei. Ich hab keine Berührungsängste mehr mit Menschen etc. Früher haben mich die kleinsten Geräusche im Mietshaus schon total durcheinander gebracht. D.h. es musste schon eine extreme Störung in meinem Gehirn gewesen sein.. wieso auch immer. (Oder O-Ton meiner Psychiaterin: Weiß' der Teufel wieso...)
    Wenn jetzt allerdings um die Uhrzeit jemand hier klingeln sollte, würde ich nicht mehr die Tür auf machen Das ist allerdings eher meine Art vermute ich
    Ich denke, dass die Meds bei den besagten Symptomen sehr gut angeschlagen haben. Ich fühl jetzt nur noch ne gewisse "Echo-Erscheinung". Mein Gehirn erwartet quasi etwas, das dann nicht eintrifft. Im moment bin ich wirklich in der Situation, dass ich sagen würde, so kann ich gut weiterleben, allerdings kommt mir die Diagnose manisch-depressiv etwas komisch vor. Dass ich bei der Einnahme von Anti-Depressivas nicht depressiv bin, ist aber auch irgendwie logisch oder?

    Folglich könnte ich doch jetzt "nur noch" manisch sein... Vielleicht ist das ja auch der Fall..

  3. #13
    Ist öfter hier

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    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Manisch Depressiv oder doch ADHS?

    Nach dem was du bis jetzt geschildert hast, sehe ich auch eher weniger eine Legitimation für die Diagnose bipolare Störung. Schizoaffektive Störung in Kombiation mit ADHS könnte so eine Verdachtsdiagnose sein. Es ist ja anspruchsvoll, so eine Diagnose bei einem komplexen Störungsbild richtig zu stellen. Das geht eigentlich nur, wenn man die betreffende Person über einen längeren Zeitraum beobachtet.


    Dass ich bei der Einnahme von Anti-Depressivas nicht depressiv bin, ist aber auch irgendwie logisch oder?
    Naja, so logisch ist das eigentlich nicht. Ich kenne genug Fälle, die durch die Einnahme von Antidepressiva erst richtig depressiv geworden sind. Psychopharmaka können auch paradox und vorhersehbar wirken.

    Ich würde mich an deiner Stelle wirklich an die Charté wenden. Die haben sogar ein Zentrum für ADHS im Erwachsenenalter. Siehe hier: Charité Campus Benjamin Franklin - Klinik und Hochschulambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie: Centrum für ADHS im Erwachsenenalter

    Viel Erfolg! Manisch bist du sicherlich nicht ;-)

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 419

    AW: Manisch Depressiv oder doch ADHS?

    Echt, nicht manisch? Denk ich auch

    Ich benutz jetzt auch mal die Zitate-Funktion, du machst das so schön

    Naja, so logisch ist das eigentlich nicht. Ich kenne genug Fälle, die durch die Einnahme von Antidepressiva erst richtig depressiv geworden sind. Psychopharmaka können auch paradox und vorhersehbar wirken.
    Davon hab ich selbst schon gehört. Ich gehe jetzt einfach mal laienhafterweise davon aus, dass das Problem dann beispielsweise nicht beim Serotonin oder wie auch immer liegt. Wie das bei mir selbst der Fall ist, kann ich mit letzter Gewissheit natürlich auch nicht sagen.. Rückwirkend würde ich mich nicht als depressiv bezeichnen sondern höchstens mal unglücklich, was also durch externe Dinge verursacht wäre. Eigentlich neige ich eher zu Fröhlichkeit und Euphorie. Allerdings können gerade Menschen, die so sind, durch bestimmte Dinge auch traurig gemacht werden..

    Schizoaffektive Störung in Kombiation mit ADHS könnte so eine Verdachtsdiagnose sein.
    So etwa seh ich das auch..

    Das geht eigentlich nur, wenn man die betreffende Person über einen längeren Zeitraum beobachtet.
    Leider kann man mich nicht in ein Gehege sperren
    Meine Psychiaterin wollte mich auf sone stationäre Klinik schicken, wo ich dann irgendwie mit anderen Kuchen backen soll. Sowas geht aber nun wirklich nicht
    Bei dem Arzt, der mich auf ADHS untersuchen soll, muss ich immerhin Schulzeugnisse mitbringen, das macht mich schonmal etwas zuversichtlich.

    Ich würde mich an deiner Stelle wirklich an die Charté wenden. Die haben sogar ein Zentrum für ADHS im Erwachsenenalter
    Dazu hab ich am Anfang des Threads schon mal was gesagt. Leider haben die im Moment ne Überbelegung. War wie gesagt auch meine erste Adresse. Stell mich auch gerne der Wissenschaft zur Verfügung

    Werd übrigens bald schlafen. Mirtazapin hat gleich Nachtschicht

  5. #15
    Ist öfter hier

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    Forum-Beiträge: 173

    AW: Manisch Depressiv oder doch ADHS?

    Bei dem Arzt, der mich auf ADHS untersuchen soll, muss ich immerhin Schulzeugnisse mitbringen, das macht mich schonmal etwas zuversichtlich.
    Das hört sich doch sehr professionell und gründlich an! Dann scheinst du ja jemanden kompetenten gefunden zu haben. Ich hatte wohl den Abschnitt zur Charité in deinem Beitrag überlesen. Also war ich schlampig. Woran das wohl liegt?

    Lass das Mirtazapin mal wirken. Ich sollte auch schon längst im Bett sein, bin es aber wie immer natürlich noch nicht.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: Manisch Depressiv oder doch ADHS?

    Tja, leider hast du wohl keine Depressionen, sonst würdest du es auch bekommen . Hätte nie gedacht, dass ein Antidepressiva so gut gegen Schlafstörungen wirkt
    Eigentlich wollte ich hier ja zum Ausgleich Fussball spielen. Aber der Verein ruft mich nicht mehr zurück. Ich glaube die halten mich für verrückt oder so *g*
    Kann mir das echt nicht erklären... Ich hab schon früher in meinem Fussballverein angeeckt.. Ist halt ein Proletensport

    Wenn sich was neues ergibt etc. werd ich hier sein. Allerdings schon hart, wieviele Leute sich das hier angucken
    Grüße an alle

    PS: Nochmal zu dem manisch: Ich denke, man darf auch nie vergessen, dass es zu jeder menschlichen Verhaltensweise ein Krankheitssymptom gibt. Deswegen sollte man nicht dazu neigen, immer alles zu pathologisieren. Dass bestimmte Zustände bei mir krankhaft waren, ist absolut unfraglich. Aber man sollte doch eine gewisse Resistenz gegenüber Pathologisierungen behalten!
    Geändert von Sgrhn (19.09.2010 um 15:15 Uhr)

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 419

    AW: Manisch Depressiv oder doch ADHS?

    So, seit heute bin ich dann einer von euch
    "Mittleres bis schweres ADHS"

    Schätze ich werd hier also wieder öfters rumpöbeln


    [Edit] Zur Ergänzung:

    Es sieht wohl mehr oder weniger so aus, dass meine Depressionen eher von meinen sozialen Problemen/Phobien stammen, die insbesondere durch dieses Syndrom ausgelöst werden. Der Arzt und ich waren uns darüber einig, dass eine bipolare Störung eher unwahrscheinlich ist, da ich eigentlich nie phasenhafte Schwankungen erlebe. Stattdessen meinte er, dass er so einen wie mich schon länger nicht mehr erlebt hätte. Ab heute nehme ich Methylphenidat und wenn es euch nicht stört, kann ich ja auch mal drüber berichten
    Besonders interessant wird es, da ich in etwa einer Woche ein Referat halten muss, mal sehen wie die Unterschiede sind...
    Geändert von Sgrhn (11.01.2011 um 13:34 Uhr)

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