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Diskutiere im Thema problemmensch: ja. aber auch adhs? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 2

    problemmensch: ja. aber auch adhs?

    hallo,

    ich beschäftige mich schon etwas länger mit adhs bei erwachsenen. ich überlege auch schon ziemlich lange herum ob ich eventuelle betroffen sein könnte.
    was lässt mich glauben, ich könnte es haben?

    so weit ich mich erinnern kann, bin ich unglücklich. die frage ist jetzt nur, inwieweit meine geschichte da eine rolle spielt. ich habe ziemlich viel scheisse in meinem erst 25 jahre langem leben mitbekommen. meine mutter ist gegangen, da war ich zwei jahre alt. ich bin bei meinem vater aufgewachsen, der heillos mit mir und meinen geschwistern überfordert war. meine geschwister sind beide fast schon soziopathisch und komisch. sie haben beide schon versucht sich umzubringen.

    ich war immer seehr distanziert anderen kindern gegenüber und habe sehr viel geweint als ich klein war. seit ich drei bin habe ich schreckliche verlustängste. von menschen wurde ich daher auch immer enttäuscht und kann auch jetzt nur schwer bis garnicht anderen vertrauen. wenn ich einen freund habe liebe ich ihn dann bis zur selbstaufgabe. ich empfinde den meisten menschen gegenüber starke ablehnung und hass.

    ich bin entweder sehr depressiv oder sehr aufgeweckt und dann auch unterhaltsam und witzig. ich muss ständig irgendwas tun, finde nie ruhe und bin dabei unglaublich chaotisch. ich kann keine ordnung halten, dinge planen etc.
    die trauer/glücks phasen konnte ich bisher immer selber abfangen, mit gesundem menschenverstand. aber oft ist da diese leere. ich habe einen therapeuten, der mich zum meditieren und tagebuchschreiben schickt. ich weiss nicht so recht. ich kann eben kaum schlafen, hab auf die meisten sachen keine lust und geb schnell auf. ich hänge zu viel vor dem internet rum und beschäftige mich mit sinnloser scheisse, weil ich manchmal selber kaum ertrage. mein therapeut meint ich soll alleine in ein kloster gehen oder so. als ob das ne lösung wäre.

    also überlege ich seit monaten hind und her ob ich mich auf adhs untersuchen lassen soll. das problem ist: einerseits bekomme ich mich schon selber in den griff (meistens) andererseits glaube ich, wenn ich zum arzt dackel und dem sage, dass ich das glaube zu haben wird er das auch diagnostizieren. ich habe angst medikamente zu bekommen, die möglicherweise meine kreativität dämpfen. ich weiss dass ein psychisches problem zu 80 prozent hausgemacht ist. (meiner meinung nach). aber da ist irgendwas in mir ( oder es fehlt, je nach dem), dass einfach in mir rumbohrt. ich verstehe einfach nicht woher dieses ständige LEID kommt.

    sollte ich wohl eine diagnose stellen lassen? wie ist das mit medikamenten, falls ich recht haben sollte. verändern die meine persönlichkeit? könnte es auch einfach von dem ganzen mist kommen, den ich erlebt habe und sollte ich wohl erstmal was anderes ausprobieren?
    hat jemand von euch ähnliche probleme?

    danke für antworten

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 61

    AW: problemmensch: ja. aber auch adhs?

    Ich denke Erlebnisse der Kindheit, Erziehung und der Freundeskreis formt ein Menschen sehr. Natürlich kann das genuso ein Hintergrund für dein Verhjalten und denken sein wie evtl eine Krankheit die noch dazu kommt..
    Wenn du keine Probleme mit dir hast und du eigentlich alles im Griff hast- ist eine Diagnose nicht wichtig.
    Wenn du aber nicht mehr klar kommst oder die Menschen um dich herum würd ich es machen.
    Medis möcht ich auch keine nehmen aber es gibt reichlich andere Therapieformen die dir helfen könnten...

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: problemmensch: ja. aber auch adhs?

    hey setink

    vieles aus deiner kindheit könnten wenn du adhs hast deine problematik verstärkt haben.
    den je größer die belastung um so mehr treten die syntomatik im vordergrund.

    denke einfach mal nach ob du gewissheit haben möchtest oder so weiter leben möchtest.
    einfach die gewissheit ob es nun von deiner kindheit kommt oder adhs ist.
    vieles in deinen bericht spiegelt auch mein leben wieder.
    ich hatte zwar beider eltern aber das sagt ja nicht viel.

    ob du wenn du die diagnose adhs hast oder nicht und solltest du dann adhslerin sein.
    ob du dann medikamente bekommst oder nicht muß dann der arzt entscheiden und du ob du welche nimmst.

    wenn du nur mph bekommst kann ich dir aus meiner sicht sagen das du deine kerativität nicht verlieren wirst sondern das gegenteil sein wird.
    auch das du deine persönlichkeit verlierst auch nicht.
    du wirst du bleiben und das mph ist nur eine krücke der du gestützt sein wirst.

    antidepressiva würd ich nicht nehmen da man da nicht mehr einer selbst ist.
    finde ich so und ist nicht jeder seine meinung.

    jedenfalls hab ich dies vor meiner diagnose so enpfunden und ich hab dazu keinen guten draht weil man mich mit 10 schon damit vollgestopft hat.
    ich ziehe daraus keinen nutzen aber es gibt viele den es hilft.

    LG Andrea

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 2

    AW: problemmensch: ja. aber auch adhs?

    also, ich denke halt dass ich schon seeeeeehr verplant bin. aber andererseits bin ich das halt einfach. ich hab sowieso keinen bock auf einen bürojob. die sache mit den medikamenten gibt mir zu denken. ich sehe es auf eine weise nicht ein, meinen körper von etwas abhängig zu machen, nur damit ich besser "funktioniere".
    die depressiven phasen sind sehr schlimm, aber ich überstehe sie weil ich weiss das geht wieder weg.
    wenn ich mich auf adhs diagnostizieren lasse, zu welchem arzt müsste ich dann gehen?
    der therapeut den ich jetzt habe ist der meinung, ich bekomme meine probleme in den griff wenn ich mein verhalten etwas ändere. da ist zwar was dran aber ab und an weiss ich nicht wie ich aus dem loch komme.
    macht dieses mph nicht süchtig? was ich drüber gelesen hatte hörte sich jetzt nicht so gut an.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 98

    AW: problemmensch: ja. aber auch adhs?

    Hi setink,

    wir sind hier keine Psychologen und können dir deshalb nur Parallelen zu uns bestätigen oder nicht.
    ich sehe da Parallelen zu mir - aber auch ich habe die Diagnose noch nicht und warte auf mein Endgespräch.

    Wie alt bist du? Bei mir war in der Jugend/ in den 20ern total Ruhe und ich fühlte mich wohl - ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das ADHS aus meiner Kindheit noch bestehen würde und dass ich etwas gegen die Symptome machen müsste - ich hatte ja kaum welche und es ging mir gut.
    Die Symptome sind dann aber heftiger geworden, als ich volle Stelle zu arbeiten begann, bei meinen Eltern auszog und meine langjährige Beziehung zerbrach. Ich merkte, dass ich gerne selbstständig lebte, aber ich merkte auch sehr schnell, dass ich mein Leben schlecht organisieren konnte, vor allem die Ordnung in meiner Wohnung und die Ordnung in beruflichen Dingen.

    Als ich dann nach ein paar Jahren heiratete, schwanger wurde und wir ein Haus bauten, wurde es ganz schlimm:-(

    Die Kleine ist jetzt ein Jahr alt und meine Symptome sind echt schlimm geworden, so geht es nicht weiter. Ich habe schon vor der Diagnose ADHS Medikamente genommen - in der Schwangerschaft ein Antidepressivum, weil die Depression von alleine nicht wegging, sondern immer schlimmer wurde und nun, nach Absetzten des Medikaments einen Stimmungsstabilizer.

    Ob du ADHS hast oder nicht, das ist nur durch eine ausführliche Diagnostik herauszufinden. Dein Therapeut - bist du bei ihm glücklich? Ich finde seine Ansichten etwas merkwürdig...
    Um dich testen zu lassen, muss er dir etwas schreiben, eine Überweisung mit der Bitte um eine ADHS-Testung. Du könntest auch einne Termin bei einem Psychiater machen und er schreibt dir das. Dann kannst du dich ja hier über diese Seite darüber informieren, wo es in deiner Nähe eine ADHS-Sprechstunde gibt.

    Ich habe, als mir mitgeteilt wurde, dass ich vielleicht ADHS habe, alles aufgeschrieben, was mich von anderen Menschen unterschiedet, angefangen von der Kindheit. Ich habe meine alten Schulzeugnisse herausgeholt, ich habe mich meinen Eltern gesprochen, ich habe mit meinen Freunden gesprochen, wie mich wahrnehmen und ob ich bestimmte Eigenschaften habe.
    Ich habe zwei Bücher gelesen (in Teilen), in denen es um ADHS bei Erwachsenen gehrt und mir ist auf jeder Seite ein Licht aufgegangen.

    Es war recht schnell klar, dass ich mich testen lassen würde und ich habe den (mittlerweile 30 Seiten umfassenden) Text zum ersten Test mitgenommen. So konnte ich bei den Fragen der Psychologin immer wieder reingucken und hab ihn ihr zum Schluss auch gegeben (er liegt nun in meiner Akte).

    Ich würde dir in jedem Fall raten, dich testen zu lassen.

    Was für Maßnahmen dir dann empfohlen werden, sei es eine analytische Therapie zur Aufarbeitung der Kindheit, sei es eine Verhaltenstherapie oder ein Coaching, sei es die Gabe eines Medikaments - das wirst du alles dann erfahren. Versuch, dir keine Gedanken zu machen, sondern mach einen Termin für die Testung. Das wird alles dauern, so dass du viiiiel Geduld aufbringen musst:-)
    Bis dahin kannst du dich ja hier austauschen und mitschreiben:-) Nur nicht so viele Gedanken machen, was dann passiert, wenn du die Diagnose tatsächlich hast - das ist JETZT erst mal nicht wichtig!

    Literatur zu dem Thema ist insofern hilfreich, als du dich vielleicht wiederfindest und schon Strategien entwickeln kannst, mit dem Chaos umzugehen.
    Mir ist die Leserei aber irgendwann zuviel geworden und ich habe die Bücher jetzt weggelegt und warte noch die zwei Monate, bis ich endlich das Gespräch habe.

    Viel Erfolg!
    Geändert von Janie (10.08.2010 um 20:10 Uhr)

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