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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 9

    Idee ADHS als Chance?

    Liebe Mitchaoten,

    Mal abgesehen von all den Problemen, die wir mit unseren Mitmenschen, unserem Chaos, unserem ständigen Drang zu Veränderung, weil uns wiedermal langweilig ist, usw. haben, so stelle ich doch fest, (ob in ADS Büchern oder auch beim Lesen eurer Beiträge hier), daß wir ADS'ler uns definitiv durch besondere Fähigkeiten von der Masse der nicht-Betroffenen abheben.

    Wir sind halt nicht normal, aber sind und waren es nicht immer die nicht-Normalen, die in der Geschichte der Menschheit etwas Besonderes zustande gebracht haben? Wir sind vielleicht keine solchen Genies wie Einstein oder Mozart - aber ADHS hatten die wohl offenbar auch, und daß Hochbegabung oft mit ADHS einhergeht, ist ja allgemein bekannt. (Kommt vielleicht sogar daher der Spruch mit dem Genie und Wahnsinn??)

    Könnten wir nicht dieses Forum nutzen, um für uns selbst zu konkretisieren und um uns bewußt zu machen, was uns eigentlich der Masse der funktionierenden Normalos gegenüber auszeichnet?

    Offenbar passen wir nicht in das gesellschaftliche und wirtschaftliche System, das sich halt aus den Eigenschaften und Lebensvorstellungen der großen Masse so entwickelt hat wie es ist - und dafür auch dienlich ist.

    Kommen die meisten unserer Probleme nicht daher, daß wir ständig versuchen uns an etwas anzupassen, das einfach unseren Fähigkeiten nicht entspricht? Natürlich darf man das nicht so generalisieren, ich hasse es auch wenn ich wiedermal merke, daß nicht ich über mich die Kontrolle habe, sondern wiedermal irgendein Impuls so stark wird, daß er einfach mit mir davonläuft, aber grundsätzlich müßte es doch möglich sein, so selbstbewußt zu werden, daß wir mit unseren speziellen Stärken das kompensieren könnten, was der großen Masse fehlt.

    Ich selbst habe dieses Selbstbewußtsein auch nicht, im Gegenteil, aber theoretisch bin ich überzeugt davon, daß man entweder sein ADHS als Krankheit sehen und bekämpfen kann, oder es als Chance zu betrachten eine EInzigartigkeit an den Tag zu legen, die von allen Seiten nur bewundert wird.

    Vielleicht könnten wir uns gegenseitig helfen dieses Selbstbewußtsein zu stärken, indem wir uns über unsere besonderen Fähigkeiten informieren, um Ideen zu entwickeln, wie wir unser ADHS nutzen können.

    Ich freu mich auf eure Beiträge
    Liebe Grüße
    Karin

    PS: Lucy hat letztens so was Tolles geschrieben - Danke:

    "Ich hatte vor kurzem am Arbeitsplatz mit einer externen Mitarbeiterin einer Agentur zu tun, die meine Kreativität bewunderte.

    Ich erzählte ihr sofort und direkt und provokant (so wie ich eben bin): "Ich hab ja auch ADS!". Sie fragte mich, was ADS sei und mit mir macht. Meine Antwort war: "Es macht mich kreativ, sensibel, flexibel, meine Wahrnehmung ist extrem schnell und nehme Details war, die ein "Normaler" gar nicht erkennt. Ich kann Nonverbales lesen wie in einem Buch. Ich denke schneller, mehr und ständig, und, und, und...

    Nachteil ist, ich kann mich nicht immer fokusieren, muss im Büro die Rollos schließen, damit ich nicht über den Vogel nach denke der vorbei fliegt, die Umwelt ist manchmal mit mit und meinen Gedanken überfordert, auch das kreative Chaos steht mir oft im Weg. Das bezahlen von Rechnungen ist nicht meine Stärke, nicht weil ich kein Geld hab, ich vergess es einfach.

    Aber wenn Sie mich heute fragen würden, ob ich auf das Positive verzichten möchte um das Negative damit aufzuheben, bleibt mir nur eine Antwort: "Der Herr verschohne mich! Nie und nimmer würde ich tauschen wollen."

    Die externe Mitarbeiteren sagte danach zu mir: "Wow, ich glaub ich will auch ADS". "


  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: ADHS als Chance?

    hey,

    japp,seh ich genauso.

    man soll-las ich grad eben noch-bei ADS an den schwächen arbeiten,die einen persönlich behindern/belasten (das wär bei mir dann vor allem die konzentration wegen lernen und die gefühlsregulierung vor allem in liebesbeziehungen) und die stärken fördern!

    macht ja vollkommen sinn.genauso sollte es -meiner ansicht nach- JEDER halten,egal ob er ADS hat oder nicht.ich nenn das "seinen weg finden" und "selbstverwirklichung".

    das selbstbewusstsein hab ich,aber auch nur,weil ich vor ca 5 jahren eine therapie machte,um altes zu bewältigen.
    seitdem bringt mich nichts und niemand dazu,an mir zu zweifeln.
    an meinem verhalten-ja,sicher.man muss ja auch kritisch bleiben und selbstreflektiert sein,um an sich selbst arbeiten zu können.
    aber an MIR,meiner person,meinem wert und meinen fähigkeiten zweifeln?!NIEMALS!!!

    mein ego ist etwas,das mir niemand mehr nehmen kann.
    und das wünsche ich allen,denen es (noch) nicht so geht...

    ich seh meine baldige diagnose und nachfolgende therapeutische maßnahmne eher als
    1.erklärung für probleme der vergangenheit an
    und
    2.chance,weiterhin effektiv an mir arbeiten zu können.
    Geändert von Flopsi (12.07.2010 um 14:59 Uhr) Grund: tippfehler

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 409

    AW: ADHS als Chance?

    Hallo Huddelolli,

    es freut mich wahnsinnig, dass ich dich mit meinem Beitrag erreicht habe und du dir gedanken darüber machst, dass ADS auch positives haben kann. Genau das wollte ich vermitteln!

    Das soll ja nicht heißen, dass ADS grundsätzlich toll ist, aber das es auch schöne Seiten haben kann.

    Natürlich gibt es einiges vieles an ADS was das Leben schwer macht und natürlich auch verbessert werden sollte, aber es ist aus meiner Sicht immer wichtig nicht nur das Negative zu sehen.

    Jeder Mensch hat gute und schlechte Seiten; ob ADSler oder Normalo; dass macht keinen Unterschied.

    Ich bin schon ganz gespannt darauf, was du an dir findest, was du ganz besonders gut kannst bzw. an dir magst.

    Liebe Grüße
    Lucy

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 70

    AW: ADHS als Chance?

    Hey,
    ja die positiven Seiten nutzen, ich zum Beispiel rede gern, mache gern Pläne und bin immer auf der Suche nach neuen, hab mir vor Jahren aktiv das Feld der Politk genommen, bin seit ettlichen Jahren dort auch in vielen viele leitenden Funktionen und halte oft und gerne reden, strukturier gern Ding um und bringe neues auf den Weg, da kann ich meine Stärken voll nutzen, nur leider geht das in meinem Beruf nicht und das ist vll das Hauptproblem.
    Viele Dinge die man gern macht kann man halt oft nicht mit dem was notwendig ist vereinbaren.... und sich gerade im Job anzupassen fällt mir total schwer, und komisch ist in der Politik mache ich die Fehler die ich im Job mache oder die schwierigkeiten die ich im Beruflichen mit Menschen habe habe ich im politischen Bereich so gut wie gar nicht, warum versteh ich net ???????
    Und auch Freunde finden ist net immer leicht, weil viele sehen einfach den ersten Eindruck und sind dann weg ohne hinter die Fasade zu schauen :-(
    Naja vll lerne ich ja noch meine Stärken auch beruflich zu finden oder einfacher wohl nen anderen Job
    Lg

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 45

    AW: ADHS als Chance?

    Komisch, in anderen, einschlägigen Foren wird immer davon geredet, dass z.B. Mozart oder Einstein wahrscheinlich auch Autisten gewesen seien. Wobei ich mir da noch eher vorstellen kann, dass das zutrifft. Obwohl das eine das andere ja nicht ausschließt und ich keinen der beiden persönlich gekannt habe.

    Es stimmt wohl, durch das ADS ist die Wahrnehmung oft überlegen (manchmal sicher aber auch zu sehr). Mir steht es dennoch meist im Weg, wenn ich irgendwas tun oder mein Potenzial nutzen will. Was nutzen einem diverse Fähigkeiten und Begabungen, wenn man diese nie einsetzen kann, sondern sich ständig selbst im Weg steht?

    Kurz gesagt: Klar gibt es auch positive Seiten, aber insgesamt würde ich doch schon lieber tauschen wollen.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: ADHS als Chance?

    Hallo karin

    mein gehirn ist zur zeit wieder kurz vorm ueberlaufen
    und daher fällt es mir schwer deinen gesamten text zu lesen.

    Aber soweit ich dir folgen kann,
    stimm ich dir zu.

    Klar ich bin chaotisch,klar ich habe gefühlsausbrüche jeder art
    aber ich habe qualitäten die nicht zu unterschätzen sind

    Es sollte eigentlich für jeden mendschen gelten,
    dass er so angenommen wird wie er ist.

    Das er seine begabungen ausleben kann.

    Dass er so gut ist wie er ist
    aber ich befürchte,
    dass wird unsere gesellschaft nie hinbekommen.

    Ich mag ja die super-ich bin was besseres-spießer auch nicht!

    Ich mag mich wie ich bin,
    auch wenn mein sebstwertgefühl
    (wenn auch gewachsen)
    nicht immer das beste ist....

    Auch wenn ich manchmal an mir zweifle.

    Aber ich habe genau so meine qualitäten wie jeder andere!

    Ich finde wir sind gut so wie wir sind.
    Die anderen haben auch immer ecken und kanten.

    Schönen abend und gute nacht

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: ADHS als Chance?

    @butterblume:

    schöner post!

    und auf mich macht er den eindruck,als seist du selbstbewusst.denn jeder zweifelt mal an sich..selbst ich...das soll nicht arrogant klingen,aber in meinem freundes-und bekanntenkreis wissen alle um mein tolles neues (seit 5 jahren vorhanden)ego.aber auch ich zweifle an mir.auch wenn ich weiß,was ich kann und was nicht.was ich bin und was ich nie sein werde...
    tage der unsicherheiten haben wir alle.

    wichtig ist,dass man dennoch seinen eigenen wert nie vergisst!

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADHS als Chance?

    Leit ischd ja nett, wie ihr Euch die Sache schön redet dahanna.

    Ich will Euch ja gar ned bremsen in Eurem Enthusiasmus.

    Aber ADS ischd nun mal eine massive Behinderung. Auch und gerade für Hochbegabte. Jupp. Ond nix anderes. Japp.

    Kritisieren will ich Euch aber nicht. Im Gegenteil, man braucht solche Legenden. Ansonsten wär es ja gar ned auszumhalten.

    Bloss muss man halt im Auge halten, dass diese ganzen Legenden, die bekannteste im AD(H)S-Kreise ist beispielsweis die Legende von den Jägern und den Huntern.

    (Jojo, von den Jägern und den Huntern... Mei... Also von den Huntern und den Farmern... Wieso fragdr no emmer so bleed, wenn ihr eh wisst, was gemeint ischd?)

    Damit ischd nicht gesagt, dass dr Tom koi Ahnung hat oder an Scheiss verzählt. Im Gegenteil unzählige, Hunderttausende, wenn man nach den (amerikanischen) Auflagen gehen darf, haben sich durch seine Bücher "aufrichten" oder "trösten" lassen. Vor allem Jugendliche.

    Aber man muss eben wissen, oder irgend wann einmal draufkommen, dass es sich um Legenden handelt.

    Sicherlich gibt`s Leut, die dann TROTZ ihrer ADS no was aufd Reih gebracht haben, musikalisch, künstlerisch, mathematisch, was woiss i ond so weiter... Die Mehrzahl dieser so genannten ADS-Genies ischd aber besoffen im Strassengraben gelandet, oder hend sich vorher scho die Flinte ins Maul geschoben...

    Die sind leider natürlich ned berühmt geworden, scho klar, des ischd sozusagen ihr - später Makel - aber diese Ungenannten bilden sozusprech die Mehrheit - und zwar deutlich, reinst prozentual jetzt betrachtet.

    Also bloss weil einer mal Dusel gehabt hat, und trotz seiner ADS ond bevor er no aufgrund seiner Leberzirrhos ins Grab neighupft ischd, no a baar Symphonien hat fertig stellen oder a baar Bilder hat malen können, die 200 Jahr später dann nemme als Schmirerei, sondern als Malerei gegolten haben, kann ma ned sagen, dass ADS eine Gabe ischd.

    Also für weitaus die moischde Betroffene definitiv NICHT.

    NOT. I´m sorry. Ha, noi. Schee wer's gwesa, scho, aber ha no. Ischd halt ed so...


    "Was eben wichtig ist zu wissen, ist, dass alle Kinder und Jugendlichen mit AD(H)S, die 8 bis 28 fache Zeit brauchen bis sie etwas (beim Lernen - der Zitator) fest verautomatisiert haben."

    Cordula Neuhaus, Quelle: I komm glei no drauf

    Also, was ich sagen will mit dem Zitat, ein potentielles "Genie", das trotz seines AD(H)S doch noch zum Nobelpreis kommen will, braucht - neben guter Pflege, und möglichst frühen, und dementsprechend von aussen stimulierenden Erfolgen, sowie jede Form von zu kriegender sozialer Struktur von aussen, auch noch - vor allen Dingen eines: ZEIT, seine Begabung zu entwickeln.

    YouTube - Äffle und Pferdle - Schmetterlinge

    Diese Zeit hatte beispielsweis Hermann Hesse. Der - laut - Cordula (Neuhaus) ADS-Betroffene Dichter also...

    ADS-ADHS Fundgrube - Hilfe bei Konzentrationsschwäche, Aufmerksamkeitsstörungen Legasthenie, Dyskalkulie

    ab 16.11 min

    (Bitte alle anderen Abschnitte des Interviews ebenso anhören.)


    Also Fall Hesse. Wir haben diese ZEIT NICHT. Heute würde es heissen, Sie sind jetzt 30 und können immer noch nicht leben, von ihren "tollen" Novellen, die Sie da schreiben, sehr geehrter Herr Hesse, des mächt nix, wir hend da au no einen geilen Ein-Euro-Job für Sie.

    Wenn sie scho zbleed send, Romane zum schreiben, also beim Scheisshausputzen am Bahnhof und beim Kippenzammrechnen im Park, dau hättr mr scho no a Plätze frei für Sie. Ihre Romane, die eh niemand lesen will, die kennads ja no end dr Mittagspaus schreiben. Ond an Sonntag gibt`s ja au no, ha no... zur freien betätigung...

    Japp. Ihr seht also, was den AD(H)Slern heutzutage - neben Ritalin, um gleichzeitig von diesem Reizwort au einmal wegzukommen (es muss aber ein extrem reizendes Wort sein, man muss es quasi no ned a mal erwähnen, ohne dass die Hälft der Welt ned scho wissen würde, um was es geht, des ist wirklich faszinierend: YouTube - Late Show - Tom Cruise Top Ten List (Nr. 8 meinen wir hier jetzt, gell?) - vor allem fehlt, ist ZEIT, ZEIT, geeignete Kompensationsstrategien zu entwickeln. Das müsste eigentlich sogar ein AD(H)S-"Kritiker" einsehen, der ja - beinahst unisono - behauptet, AD(H)S könne es gar ned geben, weil es AD(H)S früher au ned gegeben hat.

    Des ist, zugebenermassen für rational denkende Menschen, sehr schwer nachzuvollziehen, diese Aussage, also konkret, wo jetzt die Logik in der Tatsache liegt, die Erde ist eine Scheibe, weil früher ist sie auch schon eine gewesen.

    (Aber sehr viel wird schon dadurch deutlicher, dass der AD(H)S-Kritiker ein ebenso von dieser Zeit Geplagter ist, der also mithin einfach keine Zeit hat, seine Theorien genauer zu überdenken, was ihn ja sympathisch macht.)

    Und die Menschen, auf dieser Scheibe - folgen wir mal weiter dieser typischen Argumenation - haben trotzdem etwas erreicht in ihrem Privat- und Berufsleben, und des obwohl sie gar ned gewusst haben, dass die Erde gar keine Scheibe ist, ond noch dazunau es gar kein Ritalin gegeben hat, no ned a mal Antidepressiva oder Antipsychotika.

    Jupp, i`m very sorry, no ned a mal a Psychoanalyse - des wurde ja erschd sehr viel später modern, als jüdische Rache für Ausschwitz. Also, wie dem auch sei, argumentieren, diese AD(H)S-"Kritiker", so schlecht kann des gar ned gewesen sein, als die Erde noch eine Scheibe war-.

    Jupp, des ist gewissermassen ja au richtig.

    Aber da die Erde nunmal jetzt koi Scheibe (mehr) ist, also rational betrachtet, gell, kein Mensch könnte auch nur eine Sekunde überleben, wenn er das Gefühl hätte, sich auf einer Topographie zu bewegen, sondern vielmehr auf einerm glibberigen Ei. Und die AD(H)S-"Kritiker" bevorzugen numal die Oberfläche.

    Ich will bloss sagen, damit des deutlich wird, ond ned wieder irgendwelche Missverständnisse aufkeimad, von wegen "Unbelehrbarkeit der AD(H)S-Ums-Verrecken-Weil-Ritalin-ums-Verrecken-Wollenden", dass sie damit recht haben. Japp, eingentlich scho. Es ist eben für alle Beteiligten besser, wenn die Erde eine Scheibe ist/bleibt...

    Nur uns, speziell, die von AD(H)S-Betroffenen, bringt diese antiquierte Sichtweise jetzt ned unbedingts weiter.

    Damit sei - wirklich - nix gegen jene Menschen behauptet, die im Zeitalter des DSL-16.ooo auch mit ihrem Atari-Gehirn einschliesslichs Wechelgemüse weiterkommen. Und sich der Gesellschaft der sich immer schneller wechselnden beruflichen Erfordernisse entsprechend anpassen können...

    Nur wir stellen fest, dass immer mehr Leute, diesen Erfodernissen NICHT mehr gerecht werden können.

    Japp. Auch Leute OHNE AD(H)S. Aber um die geht es uns jetzt - thematisch - in diesem Forum weniger. Aber AD(H)Sler sind anfälliger, was die ständig sich verändernden Parameter ihrer Produktionsbedingungen betrifft...

    Why this?

    Because "ADHD is a production disorder."

    Russell A. Barkley, japp, ich komm glei nommal drauf zurück


    Der Hass der Gesellschaft, der sich auf eine kleine Gruppe (etwa 2 bis 3 %) der an ADHS Erkrankten konzentriert, die ihre Faulheit durch den - allerdings eben legalen (deswegen gründen sie Foren und keine - wie es ja in dieser Logik sinnvoller wäre, Drogenringe) Wunsch nach antreibenden Superdrogen - wie Ritalin oder Amphetamin - kompensieren wollen, bleibt bemerkenswert - Und hat - so viel hab ich jetzt auch schon verstanden - mehr mit den Projektionen der Hassenden zu tun, als mit der Lebenswirklichkeit der Gehassten.

    Diese AD(H)Sler also: Anstatt sich - wie übrigens jeder anständige, angestrengt arbeitende Manager, sich sein Modafinil ehrlich verdienend auf dem Schwarzmarkt besorgende... nein, nein, diese AD(H)Sler wollen - und des bloss auf ihrer faulheitsbedingten Krankheitseinbildung (des muss man sich mal vorstellen!), diesen medikamentösen WETTBEWERBSVORTEIL au no umsonst haben UND AU NO AUF REZEPT ALSO AU NO AUF KOSTEN DER ALLGEMEINHEIT DIE DIESELBEN ARBEITSLEISTUNGEN ERBRINGEN MUSS UND ZWAR OHNE EINGEBILDETER FAULHEIT (=AD(H)S) UND SICH DIE STIMULANZIEN NOCH DAZUNAU AUF DEM SCHWARZMARKT BESORGEN MUSS, ANSTATT EINFACH MIT DEM - ALLERDINGS SELBST ZU ZAHLENDEM REZEPT (ABER IMMERHIN) - IN DIE APOTHEKE WANDERN ZU KÖNNEN.

    Jupp. So ischd`s. Der ganze Streit um AD(H)S dreht sich um diesen Punkt:

    Die einen müssen schuften und schwitzen, schwitzen und schuften, um etwas zu erreichen, und jetzt kommen die anderen, also wir, die eingebildeten Kranken, die wir unsere Wunderpille wollen, mit der zackzefax, sich eben die ganze Arbeit wie von selbst erledigt.

    Jetzt ischd die Frage, wie man den 98 % Ritalingegnern in der Republik die Angst nehmen kann, vor den 2 Prozent ADHSlern, die sie intellektuell und auch quantitativ womöglich von der Bühne des allg. Geschehens "fegen" würden, womöglich, gell, i kann des nur vermuten, es ischd schwierig sich in Gehirn-Systeme paranoider Struktur einzufühlen - unter der -strittigen - Voraussetzung eben, dass diese eingebildeten Kranken in grossen Massstäben ihre Drogen jetzt au no legal - schwäbisch ausgedrückt: au no ogschafft (unverdientermassen) - bekommen können würden könnten...

    Ich denke mit der Argumentation, dass Stimulanzien auf ADHSler nicht in der gleichen Weise wirken als auf normale Menschen, kommen wir nicht weiter, da sich eben normale Menschen nichts vorstellen können, was ausser ihrer Normierung liegt, daher stammt ja ihr Name.

    Aber man wird wohl doch formulieren können, dass diese, dumpfe Angst unbegründet ist, da Stimulanzien bei AD(H)Slern allenfalls leichte Verbesserungen hervorrufen, die meisten liegen auf dem Gebiete der Konzentration, und zwar nicht der Intensivität der Konzentration, sondern der Ausdauer der Konzentration, also deren Länge, die sich aufgrund von Stimualnzien u. U. einem Normalmass angleichen lässt ( noi, leider ned darüber hinaus verbessern lässt, noi au ned durch Verdoppelung der Dosis... dut jetzt leid, aber bringt ja au nix, wenn man bezügl. Wirkung von Stimulanzien auf AD(H)SLer immer von traumhaften Märchen- oder au Alptraumszenarien ausgeht...), angleichen also, nicht erreichen:

    Also, liebe Leut: Es wird nicht passieren. Der schwarze Ritalin-Mann wird nicht kommen. Ihr scheisst Euch umsonst in die Hosen.

    Die Angst also, dass Euch diese komischen AD(H)Sler die Show stehlen würden, nur weil sie ihre Drogen vom Staat bezahlt bekämen (Wenn's no so wär, könnt man manchen Ritalin-Kritiker vielleicht sogar no ernst nehmen... aber no ist`s ja so, wenn dich an sich nach 2 Jahrzehnten psychiatrischer Fehldiagnosen endlich dazu entschlossen hast, doch lieber AD(H)S zu haben, statt Schizophrenie oder Manische Depression oder Borderline, weil's mit der Diagnose A(D)HS nun mal eben die "geileren" Drogen gibt (ha no, was willschd denn mit Seroquel oder Lithium grossartigscht anfangen, ob jetzt gesnieft oder anal appliziert... dau kanndschd di eigentlich im Grunde gnomma bei koiner oinziga Techno-Chill-Out-Party blicka lassen, mit dem, au no vellig überteuerten Schrott... Also Ritalin isch dau scho geiler, ha no... ischd doch klar... ellaweil...) also, liebe, Leut, i wollt bloss sagen: Diese Angst ischd völlig unbegründet.

    Diese Stimulanzien bewirken bei AD(H)Slern nur eine (leichte) Verbesserung ihres Konzentrationsvermögens, in der oben beschriebenen Weise. Und sonst - leider - gar nix.

    Einige wenige werden ruhiger, als Folge der verbesserten Konzentration, einige wenige auch weniger impulsiv, als Folge der verbesserten Konzentration, in erster Linie aber verbessert sich nur die Konzentration...

    AD(H)S-Kritiker: "Ha, sag ich doch, weil des ein Aufputschmittel ist, verbessert sich natürlich die Konzentration (allerdings natürlich nur so lange wie dieses Aufputschmittel wirkt...)"

    Noi. Die Konzentration verbessert sich bei einem AD(H)S-Betroffenen nicht durch eine aufputschende Wirkung von Ritalin. Sondern dadurch, dass sich unter dem Einfluss von Ritalin störende Umwelteinflüsse (Lärm, Gespräche, Attraktionen) leichter unterdrücken lassen, erhöht sich die Konzentration. Japp, i geb zu, des ischd schwer zum vermitteln, aber so ischd´s halt.

    Also, was ich damit sagen wollte, wenn die Welt tatsächlich so einfach wäre, wie sie sich für einen normalen ADHS-Kritiker darstellt, würde ich mich sofort da einreihen.

    Japp, nommal genauer, als Betroffener rege ich mich über so genannte AD(H)S-Kritiker auf. Aber ich kann mich bis heute noch nicht dazu überwinden, sie zu hassen.

    Weil ich gerade, in ihren scheinbar progressivsten Exemplaren (mein Lieblings-AD(H)S-Kritiker ist Tom Cruise... ) und Vertretern, immer wieder Merkmale aufzuschnappen meine - ich meine beispielsweise in der intensiven emotionalen Abwehrhaltung gegen über einem bereits als ojektiv erwiesenen Fakt, in einem i.d.R. bereits zur -konträr - deutlichst nach abwärts zeigenden Lebens-Karriere-Kurve, gerdaezu rigorosem Festhalten an einmal lieb gewonnen "Überzeugungen", und deren Verteidigung bis aufs Blut, ob sie nun verifizierbar sind oder nicht, scheisswurschd...

    Kurz, ich mag Ritalin- oder AD(H)S-Kritiker. I can`t help it.

    Japp, ich sag`s glei wie´s ischd, bevor ich mich an einen Tisch mit deutschen "Fachmännern", Psychiatern, setze, um über das eventuelle Doch-noch-Vorhanden-Sein von so was wie AD(H)S, zumindest bei Kindern und so weiter und doch vielleicht, aber immerhin in dieser Höhe, und unter der Berücksichtigung der "Tatsache", dass es sich eh auswächst, aber immerhin trotzdem doch und so weiter, setzte ich mich lieber mit ausgewiesenen ADH(H)S-Kritikern an einen Tisch zum Diskutieren, ha jo, da ist glei klar:

    AD(H)S gibt es nicht.

    Und Ritalin gibt es deswegen auch nicht.

    Und Amphetamin, wo kämen wir da au hin, es regieren hier immer (noch) Frau Merkel und Herr Westerwelle, jedenfalls no ned die Hotentotten oder Dschingis Khan.

    YouTube - dschinghis khan eurovision


    Also, liebe; AD(H)S-Kritiker, um zu einem zweiten wichtigen Punkt zu kommen, DENE hätt i - womöglichst au - koine Stimualnzien verschrieben, ob die jetzt a einigermassen seriöse "Diagnos" daher gebracht hätten oder ned, elso bei aller Liebe, ha noi, dau koaschd ja nemme, es gibt bei aller Liebe doch Grenzen der menschlichen Vorstellungsmöglichkeit... Ein deutscher Psychiater sagt i. d. R. bei einem auftauchenden Phänomen, das nicht seiner Erfahrungswelt entspricht: FORENSIK, ausnahmsweise möchte man diesen Leuten zumindest in diesem konkreten Falle nicht widersprechen...

    Aber liebe Leut, Spass beiseite, es kann doch bei der Frage nach einer angemessenen medizinischen Versorgung eines Menschen hierzuland jetzt ned ernsthaft darauf ankommen, ob der unserem Staat und seiner demokratischen Ordnung friedlich und feierlich gesinnt ist, oder ob der jetzt mit geistesverblödender Musik oder anderen Parolen agiert, des kann ja ned dr Massstab sein...

    Des freut mi hetzt aber ausserordentlichst, dass wir uns, liebe "Kritiker", wenigstens in dem Punkt, uneinig sind...


    Ja, heidanei, jetzt semmr wieder abgschweift, om was ischd`s denn jetzt eigentlischd nommal ganga... in dem Poschd, kruzifix...

    A so, um die Frag, ischd AD(H)S geil, a scheena Sach, a Garant für kreative Erlebnisse, a Möglichkeit um billig an heilandszackmässiggeile Drogen ranzukommen, mithin formuliert:

    Ischd AD(H)S vielleicht ed a Krankheit, sondern eventuell sogar eine gottgegebene Saugeil-Gabe?

    Noi, ischd's ned. Heilandszackerment nommal.

    Es ist auf sämtlichen Gebieten des menschlichen Lebens, sei es beruflich, sei es freizeitmässig, sei es beziehungstechnisch betrachtet, eine massive Behinderung des Alltags. Jappp.

    YouTube - Dr Russell Barkley - ADHD Is Not A Gift


    Genau, so ischd des, Russ. Aber was willschd macha, in einem Land, wo die Kenntnis der englischen Sprache zwar zur notwendigen Grundausrüstung von Psychiatern - eigentlich - gehört, dass die aber also, in dr Fachsprach angedeutet, sich eben überhaupt nicht einer einzigsten Vokabel erinneren können, sobald es um ein Thema geht, das ihnen nichts einbringt, geschweige denn irgendwelche Forschungsergebnisse also bezügl. ADHD aus Amerika überhaupts zur Kenntnis nehmen können zu wollen wollen, rein strukturell jetzt betrachtet, also, des ist vellige Zukunftsmusik, Russ... I drück mi bewusst unklar aus...

    Also, ich bitt Dich, der Euter einer Milchkuh hat eben bloss 4 Zitzen, das Gehirn eines deutschen Psychiaters ungleich mehr Zellen.

    Warum sollte er diese neben seinen wichtigsten Aufgabengebieten - Nahrungssuche, Gelderwerb, Organisation von Streiks gegen die Bundesregierung und die Krankenkassen, sowie der stets frischen und nie abzureissenden Versorgung mit erotischen Sensationen aus dem niederschwellig zu betrachtendem Bereich der zumeist kaum deutsch sprechechenden, aber dafür über manch andere Qualifikation (einschliesslich der durch zufällige Beobachtung unterstützend wirkenden, bruchstückartigen "Diagnose"-Findung) verfügenden, psychiatrischen Fach-Pflegekraft aus dem Ost-Bereich, sich noch um etwas anderes kümmern. Besonders wenn es sich dabei, um so etwas ("monetär", wichtigstes Stichwort deutscher Psychiater), aber au schon rein oberflächich betrachtet, um so was Ungeiles und völlig Schwachsinniges wie ADHS handelt?

    Also, ha no, Russ, man muss ja die Kirche mal im Dorf lassen: Jeder, der die Geistesbeschaffenheit deutscher Psychiater einigermassen kennt und am eigenen Leibe in diversen Fachkliniken über die Jahrzhente die unabweisbare Ehre hatte, eindringlichst studieren zu dürfen, weiss, dass das ein Ding ist, dass man selbst unter den günstigsten Voraussetzungen, mit denen man sie vielleicht noch locken könnte (Geld, Nutten, Sprit, Beförderung, Schutz vor der Ehefrau)... kurz, es ist einfach ein Ding der Unmöglichkeit. Man muss hier - bei aller Liebe - realistisch bleiben... des kannst - wirklich - ned verlangen...

    Japp, Russ, man kann also - zusammenfassend sagen - dass sich das Hauptforschungsgebiet deutscher klinischer Psychiater inzwischen hauptsächlich nach dem Osten verlagert hat, während sich das deinige ja mehr auf den Westen konzentriert...

    Dass dabei - notwendigerweise, gerade auf Dauer - unterschiedliche Ergebnisse in Sachen der Erforschung von AD(H)S bei Erwachsenen zwischen Deutschland und U.S.A. zu Tage treten müssen, nimmt ja keinen noch ernsthaft und einigermassen denkenden Menschen Wunder...

    Glücklicherweise durftest Du ja bei Deinen "konspirativen" Deutschlandreisen bereits deutsche Psychiater und mithin also auch deren "Geistes-"Verfassung kennenlernen.

    Und konntest dadurch feststellen, dass des dahanna mit AD(H)S nie was werden wird.

    Ha, no, des ist quasi schad, aber bringt ja au nix, ellaweil um den heissen Brei herumzumschwätzen, ein deutscher Psychiater, da musst Du froh sein, wenn der nach dem Scheissen auf der Schüssel sein eigenes ********* zum Abwischen findet, geschweige denn, dass der jemals ein AD(H)S diagnostizieren oder gar no behandlen könnt`, ha no, Leit, man muss au mal realistisch bleiben... und anfangen, mit der zeit zu rechnen, überhaupts in historuschen Dimensionen denken... hierzuland... aufm Teppich bleiben sozusprech...

    Übrigens: Am Anfang hab ich noch - den übrigens weitverbreiteten - Fehler gemacht, zu denken, dass diese Leute tatsächlich unterbelichtet sind.

    Dann bin ich - zu spät, aber immerhin no rechtzeitig - draufgekommen, dass Psychiater gar nicht so dämlich sind, wie sie tun, sondern sozusagen ihre Verblödung künstlich einsetzen, als Abwehr-Waffe.

    Wann immer es sich beispielsweise einzusetzen gilt, gegen einen Patienten mit einer potentiell unbequemen (unbequem heisst im psychiatrischen Deutsch: schlecht abrechenbaren Störung) handelt. Geht es dagegen beispielsweise um das gemeinsame Abfressen des Buffetts mit dem Bürgermeister anlässlichs des neuen Klinikneuanbaus, kehrt plötzlich ihre alte Intelligenz zurück, jo, des geht quasi ganz ohne Ritalin und Simmsalabimm... Jo, ischd schwer zum Erklären, wenn man es nicht sebst erlebt hätte, wäre es qusi fast nicht mitteilbar: Das unmittelbare "Switchen" deutscher Psychiater zwischen Total-Verblödung bei unlukrativen und Total-Intelligenz bei lukrativen Unternehmungen...

    Also, wenn man es ned wissen täte, müsste man sagen FF 22.0 = wahnhafte Störung, aber eben mit zackezefix "Switch" zur gesellschaftlich akzeptierten, normativen Nicht-Störung (= so viel Geld scheffla wie möglich, ohne dabei in den Knast zu kommen und/oder die Praxis aufgeben zu müssen)... oder so ähnlich jedenfalls... Affektverflachung ischd jedenfalls nur bei Bankkontoverflachung festzumstellen, ansonten durchaus alles knorke, ha, was fragadr mi, i be ja koi Spezialischd... mit rechte Dinge geht`s hier in diesem Lande bezüglich psychiatrischer Sonn-, Mon- und Feiertagsdiagnosen jedemfalls nemme zu... des ischd a mal Fakt...

    Also, wie gesagt, völlig verblödet sind diese Leute jedenfalls nicht ("Switch-Effekt").

    Obwohl es einen wirklich nicht geringen Anteil gibt, dem wirklich auch mit guter Pflege nicht mehr zu helfen ist.

    Aber die Verdummung, mithin also die Volksverdummung, die sie betreiben, ist vielmehr, davon müssen wir erfahrungsgemäss heute leider ausgehen - eine bewusst eingesetzte, also eine willentliche Verblödung, eine Waffe also, wenn auch eine stumpfe, oder um mit Peter Sloterdijk zu sprechen: Es kostet wahnsinnig viel Energie, um als intelligenter Mensch wirklich dauerhaft als dumm zu erscheinen... also, i weiss ned , wie`s Euch geht, aber mein Mitleid haben sie schon irgendwie...
    Geändert von Eiselein (14.07.2010 um 11:49 Uhr) Grund: a saumässigs Deitsch

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 1.323

    AW: ADHS als Chance?

    Hallo Eisilein,

    leider muss ich Dir in sehr vielen Punkten recht geben. Dass es schwierig ist, ADS als Chance zu sehen erlebe ich nicht nur am eigenen Körper sondern auch in der Erziehung meiner Kinder.

    Ich stimme Dir auch zu, wenn Du sagst, es fehlt die Zeit, das Potential das ein ADSler mitbringen kann, auszuschöpfen. Und die Tatsache, dass viele ADSler im Abseits landen. Die allerwenigsten machen eine Karriere wie Bill Gates, der meines Wissens, bekennender ADSler ist.

    In meiner Rolle als Mutter erlebe ich es leider sehr oft, dass sowohl ich als auch meine Kinder angefeindet werden. So werden auch wir mit Klischees wie ADS gibts nicht bis zu - was bist Du für eine Mutter, dass Du Deinen Kindern Drogen gibst - konfrontiert.

    Aber was ist die Quintessenz des Ganzen? Soll ich mir deshalb, wie Du schreibst, wirklich die Pistole an den Kopf setzen? Kollektiver Selbstmord wegen ADS?

    Nein! ADS ist eine Behinderung, das ist wahr. Sich aber deshalb entmutigen lassen? Das will ich auch nicht. Denn ADS hat durchaus auch positive Aspekte, nur nicht offensichtlich.

    Wie jedes Mitglied der Gesellschaft muss sich auch ein ADSler seine Nische im Leben suchen. Wenn ich nicht Jura studieren kann, weil es mir nicht gelingt, langen Vorlesungen in überfüllten Hörsälen zu folgen, dann muss ich mir was anderes suchen. Es werden ja nicht nur Juristen auf dieser Welt gebraucht.

    Und auch wenn nicht so hoch gefeiert, es gibt die Paralympics! Vor diesen Sportlern ziehe ich den Hut, da sie es schaffen, trotz ihrer Handicaps Höchstleistungen zu vollbringen.

    Ich muss für mich überlegen, wo ich meine Messlatte ansetze. Gebe ich mich meinen Handicaps hin und umgebe ich mich mit negativen Gedanken, oder kämpfe ich, obwohl es für mich ungleich schwieriger ist in dieser Gesellschaft.

    Resümierend will ich damit zum Ausdruck bringen, ADS ist für mich keine Chance per se, Viel mehr sollte der Thread hier heissen, Chancen trotz ADS.

    Liebe Grüsse
    Enolem

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 126

    AW: ADHS als Chance?

    danke huddelolli für den start des themas, habe mich das auch schon oft gefragt, denn irgendwie kann man jeden "fluch/segen" für nen job mißbrauchen.

    also klares: es ist auch eine chance an enolem. zumindest nach meinem dafür emfpinden.

    beispiel: ich habe anfang der 2000er software entwickelt (den technischen teil) zur dokumentation und evaluation von unheilbaren krankheiten. (diabetis, ms, schizo und sowas)

    irgendwann kam ich dann an die position, dass ich in großen kliniken notfallhelfer für deren netzwerke war. wenn also irgendwas nicht funktionierte bin ich in die klinik gefahren und habe es gelöst. leider ist das komische an den it berufen, dass sich ungern ein administrator in die karten schauen lassen mag, also war die erste aufgabe hinkommen und übersicht verschaffen und plan machen bzw: problem eingrenzen.

    ich darf an dieser stelle bitte nochmal zitieren:

    huddelolli schreibt:
    PS: Lucy hat letztens so was Tolles geschrieben - Danke:
    Lucy schreibt:

    "Es macht mich kreativ, sensibel, flexibel, meine Wahrnehmung ist extrem schnell und nehme Details war, ... Ich kann Nonverbales lesen wie in einem Buch. Ich denke schneller, mehr und ständig, und, und, und...
    diese fähigkeiten haben mir immer super geholfen, weils die anderen admins nicht getan haben. und das lief super. die "kombinationsgabe" ist herrlich... man erfasst einen sachverhalt und weiss genau wie es gelaufen ist das es zum fehlern kam.


    leider kann ich an dieser stelle nicht sagen was meine konzentrationsschwierigkeiten damit zu tun haben manch komplexen mist zu verstehen und zu begreifen. irgendwie wiederspricht sich das für mich, aber das bekomme ich schon noch raus.

    weiter beispiele sind bestimmt: feuerwehrmann oder ne art ermittler jeglicher behörden, detektiv oder eben servicetechniker für it-netze oder maschinenanlagen oder so.

    also kopf hoch!

    NACHTRAG: es muss jeder den job finden den er mag. mir kam auch gerade die idee, das man es ja auch als mediator versuchen kann.
    Geändert von MaC_ (26.09.2010 um 11:38 Uhr) Grund: Nachtrag

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