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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 540

    Welcher Weg ist mein Weg

    Hallo Mitchaoten,

    ich weiß selber noch nicht genau wo dieser Beitrag enden wird, bzw. was ich genau damit erreichen will, darum liebe Mods. wenn ihr den Eindruck habt, dass der Beitrag falsch ist, bitte verschieben.

    Da ich meine Diagnose von meinem Verhaltenstherapeuten bekommen habe und dieser keine Medis verschreiben kann,wollte ich zu Einem die Diagnose sichern und zum Anderen evtl. mit Medis meine derzeitge berufliche Situation verbessern.

    Bei der ADHS-Diagnostik kam leider dieses miserable Ergebnis heraus. Bei dem Konzentrationstest von 100 getesteten Personen, schnitten gerade 4 Personen in der Geschwindigkeit sowie in der Aufmerksamkeit (Flüchtigkeitsfehler) schlechter ab als ich.

    Unter der Gabe von MPH blieb es bei der langsamen Arbeitsweise, meine Arbeitsqualitität, d.h. Aufmerksamkeit hat sich auf 33 erhöht.

    Bei der Testung ohne Medis war ich von der Merkfähigkeit zwar überdurchschnittlich, mit MPH verschlechterte sich dieses geringfügig.

    Was immer noch ein sehr schlechtes Ergebnis ist!!!!!
    Der nächste Test folgt in ca. 7 Tagen unter der Gabe von Notrilen.

    Laut des Ergotherapeuten würde es schon reichen, wenn ich den Durchschnitt von 50 erreiche, was mache ich wenn das nicht geschieht?

    Ich mache mir wahnsinnige Sorgen was meine berufliche Existenz angeht.
    Kann nicht richtig Schreiben und Rechnen. Meine Aufmerksamkeit ist furchtbar. Das einzigste was ich wohl kann ist Zusammenhänge erkennen und das in meinen Zeugnissen steht, sie hat eine schnelle Aufassungsgabe. Allerdings habe ich mir zuletzt aufgrund von Flüchtigkeitsfehler auch nur immer Hilfsjobs rausgesucht. Muss ich micht davon verabschieden, dass ich beruflich nichts mehr erreichen werde?

    Ich verzweifel so langsam. Zumal es auch so ist, dass ich mein Leben lang immer nur Überleben musste, d.h. ich habe nie wirklich die Wahl gehabt herauszufinden was mir wirklich Spass und Freude bereitet, meine Persönlichkeit hat sich dadurch nicht wirklich voll entwickelt.

    Woher soll ich denn wissen, welcher Weg der richtige Weg für mich ist und was ich wirklich kann und dazu noch Spass macht. Und ich sollte meinen Weg finden, ansonsten werde ich es nie und mein Leben lang nur rumschippern und das möchte ich nicht mehr.

    Ich habe das Gefühl, dass mein Geist in meinem Körper gefangen ist. Tagtäglich frage ich mich, ob ich dumm bin.

    Und ich habe auch keine Lust mich ständig rechtfertigen zu müssen, warum ich so bin wie ich bin . Geschweige denn, immer dieses Versagen entschuldigen zu müssen. Lernen macht mir zwar Spass, aber beruflich umsetzen kann ich es anscheind nicht....

    Auch habe ich schon soviele Jobs gehabt, dass ich kaum wirklich auf dem Arbeitsmarkt noch eine realistische Chance habe. Was soll ich nur tun

    Ich möchte mein Leben nicht damit verbringen, immer nur irgendwelche Hilfsjobs anzunehmen bzw. das Gefühl haben, dass ich mein Leben nicht in den Griff habe, sondern mag endlich mein Leben selber bestimmen. So wie es ist, mag ich einfach nicht mehr leben.

    Ich habe auch keine Lust mehr auf zickige Kolleginnen u.s. w. Ich weiß im Moment nicht mehr weiter.

    Zurzeit frage ich mich täglich, ob ich aufgeben soll?
    Werde ich jemals alleine überlebungsfähig sein?

    Ich bekomme von meiner Außenwelt so wenig mit. Wird mir MPH ausreichen?

    In meinem Kopf kreiseln gerade so die Gedanken.


    LG, Anja

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: Welcher Weg ist mein Weg

    klingt vllt platt,aber:
    wer nicht kämpft,hat schon verloren...

    evtl ist mph einfach nicht das richtige mittel für dich?

    und,soweit ich weiß,sollte man ebenfalls eine therapie machen?medis allein bringens nicht...
    ist doch bei depressionen das gleiche.nur pillen allein bessern zwar häufig die symptome,aber das eigentliche problem,die ursache,muss man in einer therapie bearbeiten,sonst kann sich ja auf lange sicht nichts ändern...

    ich versteh deine ängste,beruflich nicht fuss fassen zu können,vollkommen.
    ich bin zb grad im vorletzten semester und auch,wenn es vorher -zumindest einigermaßen- glatt lief an der uni (bis auf einige verpatzte klausuren und recht langsames scheine-erlangen-tempo...),habe ich nun,wos aufs ende zugeht,so viel zu tun,dass ich momentan meist denk,ich packs nicht.

    aber:wenn du glaubst,es geht nicht mehr-kommt von irgendwo ein lichtlein her...

    und dieses lichtlein könnte für dich zb die einstellung auf die medis sein.und therapie.
    mach dir klar,dass ein paar pillen von heute auf morgen nichts großartig ändern.dazu gehört mehr.
    bsp:was sollte mir zb mph nützen bei meinen starken konzentrationsstörungen,wenn ich trotzdem negativ weiterdenk und ich mich dann zb trotzdem nicht aufraffen könnte,mit arbeiten anzufangen?!eben.gar nix.

    und bitte,stell dich nicht als dumm dar.in deinen zeugnisse stand doch was von schneller auffassungsgabe?ich würd mal so laienhaft behaupten,die hat man nur,wenn man intelligent ist...

    also,gib nicht auf!die suche nach der/den lösung(en) deiner probleme hat doch grad erst begonnen....

    *große portion hoffnung rüberschick*

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Welcher Weg ist mein Weg

    Hey, kann dich gut verstehen, bei mir lief nie alles so wie bei anderen.
    in der Schule habe ich mein Fachabi mit naja halt bestanden gemacht, danach Ausbildung zur Speditionskauffrau, da kam mir meine Fähigkeit Probleme zulösen sehr zu gute aber mit Kollgen etc kam ich nie aus und wenn ich sowas wie Ablage machen musste, hatt ich den blanken Horror, weil Tage drauf wieder mal Zettel an der falschen Stelle gefunden wurden. Danch war ich in ner großen Firma, da gings ganz gut weil ich keine Eingaben ins System, Ablage oder machen musste sondern immer nur Probleme lösen, neues Werkaufbauen etc also Dinge die ich sehr gut kann... Danach war ich 3 Monate arbeitslos und hab dann in ner sehr kleinen Speditions angefangen und da ging der Horror erst los, nur Datenerfassung =1000 Fehler, Ablage etc und dann Kollegen und nen Chef die mich einfach nie verstanden haben, wenn ich was gesagt hab kam des immer irgendwie anders na als ich wollte, nach 3 Monaten war ich wieder auf der Straße und ich dachte mir ok jetzt musste echt was tun und hab mir ne Psychologin gesucht, nur bei der reden wir bisher bloß, tut zwar gut aber hillft halt nur bedingt. Jetzt hab ich seit April zwar wieder nen Job, aber nur zickige ******, nen Cholerischer Chef und Datenerfassung und die sind alle so übergenau und alles muss super perfekt sein und ich verzweifel echt an mir...
    Und so schlimm es auch ist, ich muss diesen Job schaffen, bin ja mal wieder nur befristet eingestellt und mein Lebenslauf ist schon so nen Chaos...
    Bin echt gespannt wie des alles die nächsten Jahre weiter gehen soll weil eines Tages Harz IV oder so will und kann ich net...
    Hoffe vll krieg ich ja ne Umschulung mit meiner Diagnose kann nur hoffen

    Also du siehst wir sind nicht allein auf dieser Welt, nur warum versteht uns die Welt nicht ;-)

    Lg und schönen Abend
    Kasiopaia

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Welcher Weg ist mein Weg

    Hallo Anja,

    wow, Du hast mit vielen Dingen genau getroffen, was in mir auch abgeht.

    Wenn dieses "arbeiten müssen" und gesellschaftliche Verpflichtungen nicht wären .... dann wäre das Leben noch immer nicht leicht, aber sehr viel erträglicher.

    ich wünsche Dir eine gute Lösung und daß sich Deine Situation zum besseren verändert.
    Gib nicht auf - ich tue es auch nicht!

    Liebe Grüße
    Versatile

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Welcher Weg ist mein Weg

    Hi,

    @ anja: Du schreibst, dass du deine Diagnose von deinem Verhaltenstherapeut bekommen hast. Daher habe ich jetzt mal eine Frage: Wie gut läuft diese Verhaltenstherapie? Und wäre es, wenn mph nicht anschlägt, eine Möglichkeit, die Therapie zu vertiefen? Vielleicht sind deine Erwartungen an Medis auch zu hoch. Keine Ahnung.

    Ich halte es auf jeden Fall für eine gute Alternative, in einer Therapie herauszufinden, was genau du denn machen willst und was in dieser Richtung mit deinen Stärken möglich ist. Auch gibt es die Möglichkeit, über Ehrenämter seinem Ziel näher zu kommen. Da wiegen der Zwang und die Versagensangst meiner Meinung nach nicht so schwer. Und in der Therapie wäre vielleicht auch zu klären, ob deine Angst dich am Rechnen und Schreiben hindert.

    Alles nur Vorschläge!

    LG

    Snagila

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Welcher Weg ist mein Weg

    Wenn arbeiten und Gesellschaftliche verpflichtungen nicht wären und es einfach weiter gehen müsste, dann wäre ich wahrscheinlich schon lange vor langeweile gestorben oder von ner brucke gehupft....
    Ne irgendwas um zu kämpfen brauche zumindest ich...und gesellschaftliche verpflichtungen sind auch Familie, Hobby etc und das würde ich net einfach hergeben wollen, weil das gibt mir die Kraft auch scheiß Zeiten zu überstehen...ich hatte schon zeiten ohne Job und so schlimm mein jetztiger auch ist... bissl normalität wie alle anderen will ich schon mein leben ist schon chaotisch genug ;-)

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 540

    AW: Welcher Weg ist mein Weg

    Hallo Zusammen,

    vielen Dank für eure zahlreichen Antworten,
    werde bald ausführlicher Antworten, spätestens am WE.
    Muss nämlich dringend ins Bett stehe morgens 04.30 Uhr auf und bin abends erst um 20.00 Uhr zu Hause.

    LG, Anja

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