Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 11

Diskutiere im Thema Hochbegabung, soziale Phobie ADS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    Hochbegabung, soziale Phobie ADS

    Hallo,

    ich vermute ADS zu haben und wollte euch mal meine Gedanken aufzeigen,
    ihr kennt euch ja sicher aus.

    Ich bin zur Zeit 19 und "studiere" BWL an der LMU

    Ich war immer ein guter Schüler, musste nie lernen,
    hatte immer nur 1en und so weiter.

    Das einzige, was ich nicht kann|konnte war Mathe und
    Sprachen.

    Mathe - weil ich micht nicht konzentrieren kann und Sprachen,
    weil man da lernen muss.

    Ich habe im Unterricht immer extrem aktiv mitgearbeitet, eigentlich
    immer am meisten und war deshalb bei den Lehrern beliebt.
    Habe deswegen auch oft super Noten bekommen, obwohl ich nicht
    unbedingt besser war als andere.

    Würde mich prinzipiell als arroganten Hochstapler bezeichnen.

    Habe dann mein Abi letztes Jahr mit 1,4 gemacht, ohne wirklich
    viel dafür zu lernen. Nur Geschichte und Bio ein bisschen, weil man ja
    Jahreszahlen können muss.

    Ich habe immer extrem kurzfristig gelernt. Das wurde immer schlimmer,
    von einem Tag vorher bis 4 Stunden vorher. Ohne den ULTIMATIVEN Druck
    ging nichts. Ich habs einfach nicht gemacht. Keine Ahnung warum. Ich war
    einfach der faulste Mensch meines sozialen Umfelds und alle meinten, ich
    bleibe immer unter meinen Möglichkeiten.

    Flüchtigkeitsfehler bestimmten das Bild meiner schulischen Laufbahn.


    Privat sah und sieht es so aus:

    Ich lebe in einem Chaos, mein Zimmer sieht aus wie eine Müllhalde,
    ich wasche meine Sachen immernur dann, wenn ich nichts mehr habe bzw.
    alles zu sehr stinkt.

    Ich ernähre mich schlecht, weil ich zu faul bin. In der Regel renne ich einfach
    zum Burgerbrater.

    Ich bin extrem anfällig Computerspielesucht. Ich war und bin eigentlich
    immer noch süchtig. Habe die letzten Jahre im Schnitt sicher 5h am Tag
    gespielt. JEDEN TAG. und dabei alles erdenkliche vernachlässigt.

    Ich bin unbeliebt, zwar respektiert man mich für meine Cleverness,
    ich habe schon ein paar Leute, die mich mögen, weil ich es gelernt
    habe mich zu verstellen. Aber alle, die mich zu lange kennen,
    mögen mich nicht. Einschließlich meiner Familie (Mutter, Großeltern etc.)

    Ich bin sehr empathisch (bilde ich mir zumindest ein) und denke den
    ganzen Tag nach. Über alles mögliche, nur führt es zu nichts.

    War ich in der Schule noch sehr gut (ich war auf einem Internat), verkacke
    ich mein Leben grade total.

    Früher wurden mir alle Mahlzeiten bereit gestellt und so weiter.
    Der Tagesablauf war strukturiert und geplant. Ich war zwar Systemfeind
    und Querdenker, Chaot (Laut Umfragen Abibuch, aber eben auch so),
    kam aber klar.

    Ich hatte schon immer ein Problem mit Authoritäten, meine Mutter ist mit
    mir 6 Jahre zum Psychodoc gerannt, weil sie nicht klarkam. Usw.

    Jedenfalls jetzt, wo ich selber Einkaufen, Essen zubereiten und
    Haushalten muss, STERBE ich.

    Ich bin sitze häufig einfach nur rum und sinniere, wie kacke ich bin
    und wie unfähig.

    Ich habe ein Schlafproblem, schlafe unregelmäßg, brauche idR 10h um
    "ausgeschlafen" zu sein, bin völlig ungenießbar wenn ich
    nicht ausgeschlafen bin, verschlafe ständig die Uni. Bin eigentlich
    nie "völlig ausgeschlafen und fit"

    Das Gefühl kenne ich nur aus Erinnerungen an meine Kindheit
    und einmal, wo ich eine Woche lang durchgekifft habe,
    ging in mir innerlich die Sonne auf eines Morgens und ich fühlte
    mich vollkommen ausgeschlafen und fit.

    Wenn ich es doch mal in die Uni geschafft habe, kann ich einfach
    nicht zuhören. Ich raff es einfach nicht. Es geht einfach nicht.
    Selbst wenn mich das Thema interessiert, - entweder ich schlafe ein
    oder ich spiele mit meinem Handy oder ich unterhalte mich oder ich
    grüble (Hier fällt häufig der Begriff Kopfkino")

    Ich kann übrigens auch den ganzen Tag damit verbringen auf
    meiner Bettkante zu sitzen und darüber nachzudenken, wie es
    wohl wäre Milliardär, Superman oder David Backham zu sein.

    Wenn die Uni interaktiver wird, kann ich sehr gut aufpassen und
    lerne auch mit. Aber nur, wenn es echt Face-to-Face ist.

    Mein Selbstwertgefühl geht gegen Null. Ich fühle mich hässlich,
    schlecht gekleidet und dumm, weil ich eben nichts auf die Reihe bekomme.
    Im letzten Semester bin ich einfach zu keiner Prüfung gegangen,
    weil ich es einfach alles verplant und vergeigt habe.

    Ich kenne das auch mit Zetteln, To-Do-Listen also, und irgendwelchen
    Motivationsbüchern und die ganzen schäbigen Tricks, aber das alles
    hilft einfach nicht gegen meine pathogene Faulheit, die mein ganzes
    Leben runterzieht.

    Ich beneide die Menschen, die sich einfach nur hinsetzen
    und ihren Aufgaben nachgehen. Ich wäre gern ein anderer Mensch.

    Als ich mal wieder im Internet gesurft war, ich habe mich grade über Steroide informiert
    (Ich betreibe nebenbei unregelmäßig und planlos Kraftsport,
    obwohl mein Wissen auf dem Bereich das von wahrscheinlich über 90% der
    Trainierenden übersteigt und ich daher weiß, das das sinnlos ist.)
    bin ich auf den Artikel "Gehirndoping" "ich kann lernen wie ein Zombie"
    von einer großen Zeitung gestoßen und fands interessant.
    Ritalin hilft sich zu konzentrieren und besiegt den inneren Schweinehund.
    Ich wollte das unbedingt mal probieren. Ich bin aber eigentlich sehr vorsichtig
    was Drogen und so betrifft.

    (Achso ja, gelegentliche Hybris zwischen den Selbstzweifelfphasen
    gehört auch zu meinem Emo-Repertoire)

    jedenfalls bin ich seit dem Artikel sensibilisiert, was Ritalin betrifft, und
    habe versucht da irgendwie ranzukommen. Hab viel gelesen und bin
    natürlich sofort auf ADHS gestoßen. Hab mir das Krankheitsbild
    angeschaut und BAM - dachte natürlich sofort - das hab ich.

    Hab neulich von nem Bekannten ne Tablette mit 20mg bekommen,
    vorhin 10mg eingeworfen und war tatsächlich sehr struktuiert.
    Hab erstmal mein Zimmer so gut wie seit Monaten nicht mehr geordnet
    und war echt sehr klar, kaum abgelenkt - super.

    Jedenfalls, liebe Gemeinde, wollte ich in diesem Post nur Fragen,
    ob ich das wirklich haben könnte. Ich hab nen Termin bei nem
    ADHS-Doc, Mr. Rothfelder in 4 Wochen, will aber so viel Wissen wie
    möglich vorher anhäufen.


    Das, was ich oben geschrieben habe, ist natürlich nicht strukturiert,
    soll aber nur ein paar Eindrücke vermitteln, wie ich so drauf bin.
    Das ich damit natürlich keine Sympathien erwecke weiß ich, aber i
    ch will mich grad nicht drauf konzentrieren sympathisch zu sein
    sondern einfach nur direkt meine Situation schildern. So bin ich halt.


    Ähm, achso, ich habe kaum körperliche Auswirkungen. Ich bin zwar ungeduldig,
    muss aber nicht einfach so aufstehen, wie es häufig als Symptom aufgeführt wird.

    Ich hasse es aber zum Beispiel bei Familienfeiern lange am Tisch zu sitzen,
    aber das ist ja sicher normal.

    Hier so eine Checkliste ausm Internet:

    [ ... ]

    http://www.netdoktor.de/Krankheiten/...enen-5737.html


    Also, keine Ahnung, sagt ihr mal was.

    Mfg
    Geändert von Alex (17.06.2010 um 00:49 Uhr) Grund: Text durch Link ersetzt (Urheberrecht)

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Hochbegabung, soziable Phobie ADS

    Hmmmmm.......

    Lieber Odem,

    wie wäre es mit einer Diagnosestellung? Es ist gut, dass du einen Termin beim Doc hast. Denke es wird dir auch helfen, hier zu lesen.....

    Klar, es klingt viel danach. Aber es können halt auch andere Dinge damit zu tun haben.

    Gerade im Bereich HB und ADHS überschneiden sich viele Symptome....

    Und es ist auch so, dass zum ADHS noch viele Komorbiditäten hinzu kommen können. Oder eigenständige Erkrankungen, oder ..... oder....

    Ich weiß, Ungeduld lässt grüßen, das hilft dir jetzt nicht wirklich.....

    Schau mal in diesen Thread:
    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-hoc....html#post8733

    Und natürlich im Prinzip in jedem einzelnen Thread. Zur Sozialen Phobie findest du hier was: http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...html#post41029

    LG
    Erika

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Hochbegabung, soziable Phobie ADS

    Eine Diagnose kann dir nur ein Arzt erstellen und das du einen Termin gemacht hast ist mit sicherheit schon der richtige Schritt.

    Wenn du meine Persönliche Meinung dazu hören willst, dann würde ich schon auch auf ADHS tippen.

    Das beste ist wirklich du siehst dich mal hier im Forum um und liest die Beiträge. Sie können dir sicher auch weiter helfen.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Hochbegabung, soziable Phobie ADS

    Hi Odem,

    Deine Beschreibung ruft in mir extrem viele Erinnerungen wach...
    Als ich bei meinen Eltern ausgezogen bin, um zu studieren und plötzlich mein Leben selber regeln sollte, bin ich auch ziemlich aufgeschmissen gewesen. Wenn ich im Studium nicht meine Freundin kennengelernt hätte, die mir extrem geholfen hat mich zu organisieren, hätte ich wohl nichts auf die Reihe bekommen...

    Wohnst Du denn alleine? Wenn ja, würde ich Dir auf jeden Fall raten, Dich mal nach einer netten WG umzusehen. Das sollte aber eine sein, die sich nicht als reine "Zweck-WG" sieht, sondern auch als Gemeinschaft.
    Das kann extrem hilfreich sein, wenn man mit Leuten zusammenwohnt, die einem etwas Struktur geben können. Die einem auch mal freundlich auf die Finger hauen, wenn man den Putzplan schon wieder nicht einhält, mit denen man den Papierkram erledigt, der nunmal anfällt, wenn man einen eigenen Haushalt hat und mit denen man auch mal offen quatschen kann, wenn was nicht richtig läuft.

    Wenn man dann sieht, dass die Mitbewohner sich auf Klausuren vorbereiten, regelmäßig morgens zu den Vorlesungen gehen und zum Semesterende ordentlich feiern wenn die Prüfungen überstanden sind, hat man auch gleichzeitig den Druck, sich auch mal "auf den Arsch" zu setzen, weil man nicht der "WG-Honk" sein will, der bis Nachmittags schläft und nie was auf die Reihe bekommt

    Da Du "erst" 19 bist, gehe ich davon aus, dass Du wohl noch am Anfang Deines Studiums stehst. Wenn Du Dich schon in den ersten Semestern, in denen eigentlich noch alles neu und interessant sein dürfte, nicht richtig für die Materie begeistern kannst, solltest Du evtl. darüber nachdenken, warum Du Dich für BWL entschieden hast.

    Das Problem bei BWL ist, dass man häufig überfüllte Vorlesungen mit "Massenabfertigungen" der Studenten findet und nur sehr wenige Seminare angeboten werden. Da fällt die Motivation natürlich besonders schwer.
    Hast Du Dich für BWL entschieden, weil man damit in der Regel gutes Geld verdienen kann oder ist das wirklich ein Studiengang der Dich stark interessiert?

    Da Du wohl noch am Anfang stehst, kann ich dir nur empfehlen jetzt genau darüber nachzudenken, ob Du das Studium in dieser Disziplin wirklich machen willst oder ob ein Verwandter Studiengang eher Deinen Vorstellungen entsprechen würde.
    Es gibt viele Studenten, die im 1. oder 2. Semester noch wechseln, das ist nichts wildes. Ab einer höheren Zahl an Semestern ist man aber ganz schnell an einem persönlichen "Point of no Return" angelangt, an dem man sich sagt "ich hab jetzt schon so viel Zeit und Geld investiert, hab zwar keine Lust mehr auf den ganzen Mist, aber jetzt muss ich das irgendwie zuende bringen..."
    Dann kann man sich schnell verzetteln und die Motivation wird noch schwerer. Also falls Du BWL nicht aus vollem Interesse gewählt hast, würde es sich evtl. lohnen, den Studiengang zu wechseln und etwas zu suchen, wo es mehr kleine, übersichtliche Seminare mit mehr "Face-to-Face" gibt und von dem Du sagst, dass Du da einfach richtig Lust drauf hast.

    Nach einem Bachelor kannst Du ja immer noch einen Master im Wirtschaftlichen Bereich machen...

    Ich würde Dir auf gar keinen Fall empfehlen Dich darauf auszuruhen, dass Du vielleicht bald Deine Diagnose bekommst und evtl. die "Wunderdroge" Methylphenidat verschrieben bekommst um dann hochmotiviert Dein Studium in Rekordzeit zu bewältigen.

    Denn anders, als oben geschrieben, besiegt Ritalin unter Garantie NICHT den "inneren Schweinehund". Es kann unter Umständen dabei helfen, sich besser zu konzentrieren, aber die Motivation muss von einem selber kommen. Das ist mit Medis genau so schwer wie ohne...

    Auch wenn Du in deinem Selbstversuch eine Motivationssteigerung verspürt hast, wird diese wohl eher von Deinem Eigenantrieb stammen. Ich habe das am Anfang auch beobachtet nach dem Motto "jetzt habe ich was genommen und alles läuft super". Das ist einfach eine Euphorie die dadurch ensteht, dass man sich sagt, jetzt ändert sich alles, jetzt kann ich all das, was mir vorher so schwer gefallen ist. Ich ändere mein ganzes Leben. (Wie in dem Lied "alles neu" von P. Fox).
    Nach den ersten Wochen merkt man aber ganz schnell, dass die Medis Motivations-technisch keine Wundermittel sind und einem nur die Konzentration etwas erleichtern. Alles andere muss von einem selber kommen.

    Die Zeit bis zu Deinem Termin könntest Du also gut nutzen, um Dir einen Schritt-für-Schritt-Plan zu machen, wie es besser werden könnte.
    Ich habe nach meinem ersten Verdacht auf ADS auch einfach alles schleifen lassen bis zum Termin und dachte, danach kann ich voll durchstarten. Dann habe ich erfahren, dass es vom ersten Termin bis zur Diagnose und evtl. Mediakation mehrere Wochen dauert und habe mit großen Erwartungen an die Medis auch in dieser Zeit nichts gemacht und auf den großen Effekt gewartet. Rückwirkend betrachtet, eine ärgerliche Vergeudung meiner Zeit. Nicht, dass die Diagnose und die Behandlung sinnlos waren, ganz und gar nicht, aber es wird einem nichts abgenommen und die entscheidenden Impulse müssen einfach von einem selber kommen.

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Erfolg!

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Hochbegabung, soziable Phobie ADS

    Nun, BWL habe ich mir natürlich auch wegen der guten Gehälter ausgesucht.
    Aber auch, weil ich eher durch verbale Kommunikation und Innovation, Smartheit überzeugen kann, als durch akademische Leistung.

    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, den ganzen Tag im Labor zu arbeiten, Akribie und dergleichen liegen mir fern. Ich habe auch in der Schule noch mehrere Wirtschaftswettbewerbe und Vertiefungen besucht, das Thema reizt mich schon sehr. Ich wäre gern irgendwann mein eigener Chef. Deligieren liegt mir. Ich bin nur extrem schlecht im ausführen immer wieder gleicher Dinge, weil ich sie dann einfach irgendwann nicht mehr mache oder nur noch unzureichend.

    Besonders interessiert mich der gesamtwirtschaftliche Kontext, also Makroökonomie. Ein VWL-Studium enthält mir jedoch zu viel Mathematik. Außerdem will ich nur verstehen, wie die Wirtschaft funktioniert, aber nichts vertiefen oder dergleichen. Der Kompromiß in BWL gefällt mir theoretisch ganz gut.

    Wissenschaftlich interessiere ich mich für Medizin, Neurobiologie und Psychologie. Wenn ich mal was sinnvolles mache, lese ich in diesen Bereichen Artikel in Wikipedia, weils mich einfach brennend interessiert. Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, eines dieser Fächer zu studieren.

    Aber ich studiere jetzt BWL und dabei bleibt es auch.

    Ach ich weiß nicht. Zwischen meinen Kommilitonen fühle ich mich nicht wohl und sicher sind die Gehaltsvorstellungen unrealistisch. Schließlich muss man ja auch entsprechend arbeiten und als Arzt oder Psychologe verdient man ja auch nicht schlecht.

    Macht mich nicht unsicher

    In meiner Freizeit kann ich mich immernoch mit dem Zeugs beschäftigen, bzw. einen relevanten Master draufsetzen oder sowas.


    Aber danke für eure Anregungen.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Hochbegabung, soziable Phobie ADS

    Hey Odem,
    sorry, ich wollte Dich jetzt nicht verunsichern. Das klingt doch so, als wäre Dein Interesse in diesem Bereich gut ausgeprägt.
    Ich wollte damit nur rüberbringen, dass Du Dir evtl. nochmal klarmachst, warum Du Dich dafür entschieden hast, damit Du Deiner Motivation und dem Spaß am Studium neuen Auftrieb verpassen kannst. Die Aussage mit dem "umorientieren", falls Du mit deiner Wahl nicht so glücklich sein solltest, war auch eher in Richtung "Verwandte Studienfächer" gemeint, die eben auch eine Ökonomische Komponente und Schnittflächen mit den Wirtschaftwissenschaften haben, aber auch andere Interessenspunkte abdecken.

    Aber wie gesagt: lass dich von mir nicht verunsichern. Wenn Du Spaß und Interesse an der Materie hast und das hast du ja jetzt bestätigt, kann man sich auch durch trockene Vorlesungen kämpfen. Und wenn Du während der Vorlesung mal von deinem Kopfkino ablelenkt bist, gibt es ja meißtens noch Manuskripte und Reader zum Nachschlagen.
    Du wirst Dein Ding auf jeden Fall schon machen

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 1.323

    AW: Hochbegabung, soziable Phobie ADS

    Hallo Odem

    ich verstehe Deine Neugierde. Allerdings meine ich, es wäre besser, so "unbelastet" wie nur möglich zur Diagnose zu gehen. Je mehr Du Dir an Wissen aneignest, umso mehr Möglichkeiten sehe ich, den Test zu manipulieren.

    Und einen Selbstversuch mit mph zu starten halte ich für absolut gefährlich. Nicht umsonst bekommt man diese Medikamente nur als BtM-Rezept. Ich möchte Dir daher dringend abraten, das zu praktizieren!!

    Ausserdem ist mph nicht die EierlegendeWollMilchSau. Es kann Dir helfen, strukturierter an Dinge heranzugehen, sehr viele benötigen jedoch darüberhinaus noch therapeutische Begleitung.

    Ich rate Dir deshalb, erstmal die Diagnose abzuwarten und mit dem Arzt dann das weitere Vorgehen zu besprechen.

    Liebe Grüsse
    Enolem

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 316

    AW: Hochbegabung, soziable Phobie ADS

    Also ich lese das wie ein Tagebuch meines Lebens,... Org.

    Schlimm für dich, aber du wirst gute Seiten daran finden, und der Moment wo es dir innerlich wirklich klar ist das diese "Erkrankung" schuld ist an so vielen Erlebten oder auch nicht Erlebten,...

    Alles gute noch!

    Kleine Anmk.: mit dem Ritalin solltest wirklich äußerst Selbst-diszipliniert umgehen (ging mir so anfangs nicht soo leicht damit, jetzt zum Glück schon,...)!

    Lg

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Hochbegabung, soziale Phobie ADS

    So, ich hatte jetzt meinen Termin beim Arzt.

    Es ist ein Neurologe und Psychotherapeut, der sich auf AD(H)S spezialisiert hat, auch ein Buch darüber geschrieben hat.

    Nach einem 13 minütigen Gespräch hat er mir sofort 100x 20mg TAD verschrieben.
    Er hat vor allem nach meiner Familie gefragt. Weil meine kleine Halbschwester 3x trotz normaler Intelligenz sitzen geblieben ist und mein Vater 4 verschiedene Jobs und Frauen hatte und momentan garnichts macht, war für ihn die Sache klar.

    Ich hätte ihm auch sonstewas erzählen können, er war irgendwie sehr manipulierbar.

    Die Punke, weswegen ich denke, dass ich ADS haben könnte, kamen garnicht zur Sprache. Auch eventuelle Komorbiditäten interessierten ihn wenig. Er sah alles als logische Konsequenz meiner Unzufriedenheit wegen meinem universitären und allgemeinen Versagen.

    Irgendwie hatte das einen Fließbandcharakter. Ich habe jetzt zwar mein MPH, genügend davon, aber so richtig glücklich bin ich damit nicht. Hätte mich am liebsten "ausgeheult", also meine ganze Leidensgeschichte erzählt und hatte eigentlich auf Antworten gehofft.

    Mit den 2000mg!!! MPH soll ich jetzt experimentieren, schauen, welche Dosierung mir passt und meine Symptome lindert, mehr sagte er dazu nicht.

    Mehr so : Nach Bedarf, 3x1 am Tag oder so. Schauen sie mal.

    Ja und teuer ist es. Ich bin ja armer Student. Habe jetzt 220€ für Diagnostik und die erste Ration MPH bezahlt. Eigentlich alles frei verfügbare Geld im Monat.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Hochbegabung, soziale Phobie ADS

    So, ich habe vor ungefähr einer Stunde 12mg MPH genommen, ein wenig mehr als eine halbe 20mg Pille von dem TAD, weil ich zu doof war sie gescheit zu teilen. (hatte nur Brösel in der Hand)

    War anscheinend zu viel. Es stört mich zar nicht im geringsten, dass 20cm hinter mir seit ner halben Stunde zwei Mitbewohner laut für Klausuren lernen und mein Geist ist wie leergefegt, ich kann aber irgendwie nicht richtig denken.

    Lesen zum Beispiel fällt mir grade schwer, ich kann die Buchstaben mit meinen Augen nicht richtig "festhalten" um den Sinn zu entschlüsseln, sondern springe schnell weiter zum nächsten Wort. Ich muss fast schon die Luft anhalten, um Wort für Wort Buchstaben zu dechiffrieren.

    Mal sehen wie sich das entwickelt, ich versuche jetzt mal einer effektiven Tagesroutine nachzugehen und schaue wie effizient das verläuft.

    Normalerweise fällt mir schon schwer, Duschen-Essen-Anziehen hintereinander durchzuführen, ohne dann nach dem Duschen in der Küche 2 Stunden lang die herumliegende Zeitung zu lesen weil ich eine Interessante Überschrift gelesen habe oder dergleichen.

    Zeitungen und Magazine sind sowieso etwas ganz fieses, besonders wenn rücksichtslose Mitbewohner jeden Tag eine neue auf den Küchentisch legen.

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Soziale Phobie ja oder nein
    Von ichnicht im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 2.05.2010, 09:55
  2. Durch ads soziale phobie?
    Von Chaoselfe im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 24.03.2010, 15:24
  3. Wegen Sozialer Phobie Studium abbrechen?
    Von Noreia im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 13.03.2010, 01:18
  4. Soziale Kontakte
    Von Birgit im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 16.12.2009, 18:09
  5. Hochbegabung HSP!?
    Von hope im Forum ADS/ADHS und Hochbegabung
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 22.10.2009, 17:30

Stichworte

Thema: Hochbegabung, soziale Phobie ADS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum