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Diskutiere im Thema Wir sind, was wir sein wollen! im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    IchBins

    Gast

    AW: Wir sind, was wir sein wollen!

    Ich laufe meines Studiums lieber Paul ( psychologie ) ist DAS ein wichtiger Bestandteil vom ganzen.

    Wenn du in meinem ersten Beitrag den Spruch auf die Goldwage lägst erhälst du, wie soll es auch anders sein, ein verzerrtes Bild. Sinn und Zweck von diesem Therad war es meiner Meinung nach dem postiven an der ganze Sache eine Chance zu geben.

    Dann kommen da so Leute mit dem "Fingerzeig"... du verstehst was ich meine.

    Ich finde es hingegen ungeheurlich den leuten eine positive Lebenseinstellung zu verwehren.. und zu behaupten es bringe nix.. ( nichts anderes lese ich aus deinen Beiträgen )...

    Wenn du meinst diesen menschen damit mehr mut zu machen, bist du auf dem Holzweg. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht was an dem Satz falsch sein soll... es is eine LEBENSEINSTELLUNG von der ich Rede... und nicht von DEM ultimativen Lösungsweg....

    Ich bin mein ganzes Leben auf die Fresse geflogen weil ich mich nicht leiden konnte... ich ein selbstwertproblem hatte.. und warum?? weil ich nuuuur negativ gesehen habe.. kein Ausweg... immer war alles scheisse und schlecht.. ich war frustieret... ich konnte das gelabber vom positiven denken nicht mehr hören...

    Mein Therapeut hat mich auf den Weg gebracht... steht mir heute noch fachlich zur Seite... hat mich gelehrt wie wichtig es ist positv im Leben eingestellt zu sein..

    Und ja ich bin was ich denke: Denke ich ich bin scheisse... bin es.. ( nämlich für mich ) und nicht für die Umwelt..

    Aber von mir aus soll es Leute geben die die Augen verschließen.. das Kind muss sich auch erstmal an der Herdplatte verbrennen!

    Ich wünsche DIR jedenfalls lieber Paul alles gute mit deinem halb leeren anstatt halbvollen Glas... ( um dein Bild des Vertrieblers und Versicherungsvertreters noch ein wenig zu unterstützen , und was nicht ganz so ernst gemeint ist)

  2. #12
    girasole

    Gast

    AW: Wir sind, was wir sein wollen!

    Hallo Patty,

    Patty schreibt:
    Das mit dem positiven Denken hat bei mir nie funktioniert.
    Vielleicht ist das ein Glück?

    Seit vielen Monaten versuche ich es erneut mehrfach täglich. Laut Theorie soll das Denken z.B. "Ich mag mich" dazu führen, daß man es auch irgendwann so fühlt.

    Leider stecke ich nach wie vor in tiefem Selbsthass.
    Ich denke, dass auch nichts besser wird davon, dass "Ich mag mich" gebetsmühlenartig wiederholt wird (wobei ich natürlich nicht weiß, ob du das überhaupt so tust.), sondern dadurch, dass du dich mit dem, was dich so unzufrieden macht auseinandersetzt, dich selbst vielleicht nicht so streng bewertest, deine Gefühle wahrnimmst und achtest, etc (Hab leider kein Kochrezept dafür.)

    Stell dir vor du beginnst eine Beziehung zu jemand, indem du dir die ganze Zeit vorsagst, wie toll diese Person ist.

    Oder die Beziehung zu der Person entsteht, indem du dich mit ihr auseinandersetzt, schaust was sie mag, wie sie gerade drauf ist, auf sie eingehst, sie herausforderst. Was man eben so miteinander macht.

    Ich möchte jetzt nicht sagen, dass das "Ich pflege die Beziehung mit mir selbst" der Weisheit letzter Schluss ist und zu garantierter Zufriedenheit führt.
    Allerdings erscheint es mir schlüssiger, damit eine Verbesserung zu erreichen, als mit dem "Ich mag mich" Mantra.


    Ich frage mich ob es wegen der Gefühlsabspaltung nicht funktioniert, oder weil erst die Traumata aufbereitet sein müssen, oder ....?
    So habe ich positives Denken auch erlebt, als Gefühlsabspaltung

    Wieso sind eigentlich gerade die Dinge in meinem Leben in die Brüche gegangen, bei denen ich so optimistisch war? Vermutlich leide ich unter Wahrnehmungsstörungen.
    Nö, ich glaub mit Dir stimmt alles. Goldrichtig!

    Wenn etwas in die Brüche geht, wo du doch optimistisch warst, kann (muss aber nicht) es daran gelegen sein, dass der Optimismus den Realismus ausgeschaltet hat und du wesentliche Schritte unterlassen hast. Das lässt sich aus der Ferne schwer sagen.
    Das ist das Problem mit dem Optimismus. Einerseits kann er uns beflügeln, andererseits uns auch sehr dumm halten.

    Wie so oft macht die Dosis das Gift

    lg, girasole

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Wir sind, was wir sein wollen!

    @ichbins

    ich hab doch eindeutig klar gemacht welche art von positiven denken ich ablehne.
    wenn du dich auch noch nach eigener aussage mit motivation auskennst hätte es beim namen jurgen höller eigendlich bei dir klingeln müßen.
    aber anstat dich von dem ganzen schrott der auf diesem gebiet vezapft wird zu distanzieren und deine vorstellung von einer vernünftigen positiven einstellung zu konkretisieren greifst du mich weiterhin an?
    warum?
    bringt doch keinem was wenn wir uns fetzen.

    also nochmal, auch ich finde eine positive lebenseinstellung wichtig.

    aber erst nachdem man:

    1. seine möglichkeiten und einschränkungen erkannt hat.

    2. dies akzeptiert (häufig sehr schmerzhaft).

    wer dann im rahmen des möglichen pläne schmiedet und diese mit optimismus angeht, hat gute chancen auf erfolg.

    die meisten in diesem forum leiden darunter, daß sie ihre fähigkeiten falsch eingeschätzt haben und dadurch immer wieder miserfolge erleben musten.
    andere kennen ihre einschränkungen und sind darüber traurig anstat auf ihre fähigkeiten zu schauen und sich darüber zu freuen.

    ein frosch kann halt nicht so lange unterwasser schwimmen wie ein fisch. dafür kein ein fisch nicht hüpfen.
    was soll ich jetzt dem frosch erzählen, daß es beim unterwasser schwimmen auf seinen willen und sein denken ankommt.

    nur weil der teich von fischen regiert wird, die meinen unter wasser schwimmen sei das ding, auf das es ankommt brauch ich mir noch lange keine mühe geben das auch zu können.
    ich find stundenlang in der sonne auf einem seerosenblatt zu sitzen ist viel schöner.
    mir egal ob die fische mich für faul halten.
    anstadt mich jetzt dafür zu schämen was für ein schlechter fisch ich bin, oder fest daran zu glauben daß auch ich ein guter fisch werden kann, wen ich es nur wirklich will, freue ich mich darüber ein frosch zu sein.
    und dazu muß ich noch nicht mal an mich glauben, ich bin einfach.

    ich vertrete einfach einen komplet anderen ansatz als du.
    plsychologie ist ein mittel, mit dem menschen inerhalb der gesellschaft gut funktionieren sollen.
    ich versuche es mit philosophie.
    und da halte ich es mit diogenes.
    und auf einmal tut mir die fehlende gesellschaftliche anerkennung nicht mehr weh.
    für all das braucht es keinen starken willen sondern einen scharfen verstand.
    Geändert von Paul (14.06.2010 um 00:54 Uhr)

  4. #14
    girasole

    Gast

    AW: Wir sind, was wir sein wollen!

    @IchBins


    ad girasole

    Das ist im Endeffekt dasselbe... nichts anderes habe ich behauptet. Also was habe ich anders geschrieben? Vielleicht zu kompliziert formuliert ? kann bei mir schonmal passieren.
    Du hast geschrieben:
    Du bist was du denkst. Du kannst was du denkst ... einfache Tatsache
    Ich hab mal gehört: Du bist was du isst. (aber das ist ein wenig off-topic, und beleidigt jetzt wieder die Schweine und Rindfleisch-Esser Tschuldigung)

    Nein, es ist mir nicht zu kompliziert formuliert, ich finde es zu eindimensional.
    Es geht nicht um eine Dualität positiv-negativ. Mir fehlt dabei der Realismus. Das wäre dann die dritte Dimension, die so komplex ist, dass sie sich in beliebig viele weitere Dimensionen aufspalten lässt. Grau, halbgrau, zartgrau, blaßgrau, dunkelgrau, schwarzgrau, ad infinitum

    "Du kannst was du denkst..."

    Ja, so in etwa habe ich das von meiner Psychotherapeutin damals auch vermittelt bekommen. All meine Bedenken (die aus Erfahrungen stammten, mit denen sie sich nicht auseinander setzten wollte.) waren negatives Denken, und das war VERBOTEN.

    Nichts soll dich daran hindern deine Träume zu verfolgen.

    In Folge hatte ich mich dann in Situationen begeben, die mich total überfordert und mir letztendlich sehr geschadet haben. Ich habe positiv gedacht, anstatt eine realistische Einschätzung zu treffen.

    Ad(h)s-ler brauchen die Motivaton von außen.
    Ich bevorzuge es, wenn mich jemand unterstützt meine eigene Motivation zu finden. Intrinsisch statt extrinsisch

    Achja, denjenigen den ich ein schlechtes gewissen mache, sind ja wie du sagst diejenigen dennen es gut geht... aber dennen kann es nicht passieren.. denn die denken auch positiv nichts für ungut..
    Ich lese den Satz jetzt erst. Wow. Ich weiß echt nicht, wie du zu dieser Deutung kommst. Ich sage nirgendwo, dass die mit dem schlechten Gewissen, die sind denen es gut geht. Das ärgert mich, wenn das so verdreht wird!

    Ich merke, wir reden sehr aneinander vorbei. Ich sehe da auch überhaupt nichts, was sich jetzt daran ändern könnte.
    Deswegen höre ich hier auf.
    Don't write, don't call.

    Ciao,
    girasole

  5. #15
    IchBins

    Gast

    AW: Wir sind, was wir sein wollen!

    Ich glaube hier ist eindeutig etwas Missverstanden worden, und zwar gewaltig.

    Ich bitte eich doch noch mal meinen Beitrag durchzulesen. Es geht darum kein Satz der geschrieben wird auf die Goldwage zu legen. DAS ist eindimensional. Genauso wenig greife ich hier jemand an, das liegt mir wirklich fern, ich versuche lediglich mich auf das geschriebene von euch einzulassen.

    Angegriffen kann ich mich jedoch schon fühlen wie sie Paul in seinem ersten Beitrag nach meinem verfasst hat. Da fängt das eindimensionale Denken an.

    Das Optimissmus alleine nicht reicht ist mir durchaus bewusst. Vielleicht war es dann ja DOCH zu kompliziert geschrieben. Die Grundbotschaft IN den Sätzen ist doch eine ganz andere, die nicht gesehen wird, oder nicht gesehen werden will. Ich verstehe jedoch durchaus was ihr meint.

    Jedoch setzt JEDE Therapie eine Positivität voraus. Ich habe z.b nie behauptet das NUR durch positives denken plötzlich der Krebskranke kein Krebs mehr hat. Aber wisst ihr was? Er lebt besser. Positiv wird neu formuliert und für sich als solches annerkannt, wenngleich er dennoch unter den Schmerzen leidet.

    "Du kannst was du denkst" NOCHMAL: Es geht nicht darum nur das ich denke ich kann fliegen, dass ich das dann auch wirklich kann. Alleine aber die Vorstellung erzeugt eine wahnsinns "Kraft" ( um es mal so zu nennen ).

    positives denken setzt keinesfalls voraus das es Tabus gibt oder etwas worüber nicht geredet werden soll. Genauso wenig soll dadurch etwas schön geredet werden.

    Achja, fall der eine oder andere es schon vergessen hat ging es darum " Wir sind, was wir sein wollen" das ist der Threadtitel.

    Wenn mich jemand motivieren möchte: Ich stehe vor einer Aufgabe die ich einfach nicht schaffe zu lösen.. : Nein das kann ich nicht.. ich bin zu blöd zu schlecht, zu was weiss ich... meint ihr nicht das mit der einstellungsänderung : Ich gebe mein bestes, man besser fährt.... was von beiden ist positiver..und was ich wahrscheinlicher das es zum Ziel führt??

    Ich habe hier niemand beleidigt oder sonst irgendetwas. Ich lasse es allerdings nicht zu das auch meine Sätze verdreht werden, die etwas klar machen sollen was ich sage, was ich aber nie so gesagt habe.

    Ich habe nie etwas von Akzeptanz gesagt, von Einsicht.. auch einsicht ist eine positive einstellung, nur mal Rande.

    Ich vertrete einfach KRASS ausgedrückt... UNPHILOSOPHISCH und für diesen Therad-ENTSCHEIDEND.. den Punkt: DU bist was du denkst. Ich denke ich bin anders und das ist auch gut zu..

    Wer es jetzt immernoch nicht verstanden hat, dass ich hier sicherlich NICHT positives denken als Allerheilmittel hinstellen möchte, dann weiss ich auch nicht weiter. Für mich es positives Denken die Basis auf den Weg IN die Besserung. Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? ...

    Alles Gute,,, ich werde mich nun auch zurück halten. Bin aber per PN gerne bereit eine näher darauf einzugehen. Ich hoffe und denke doch mal das es auch Leute gibt die meine Absicht in diesen Therad mit meinem Beitrag durchaus verstehen und nachvollziehen können...

    @Paul .. du schreibst ich sehe es von der psychologischen Warte aus.. richtig... du von der Philosophischen... dann haben wir das Thema doch schon längst geklärt oder?

    Wünsch euch eine gute Nacht

    IchBins

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Wir sind, was wir sein wollen!

    um das thema nun zu einem ausgeglichenen ende zu bringen:

    die kraft des negativen denkens


    völlig zu unrecht wird negatives denken oft als kontraproduktiv eingeschätzt.
    dabei ist es gerade die kraft des negativen denkens, die uns vor unheil bewahrt.

    blickt man in die geschichte zurück, so kann man nur mit großen bedauern den sieg des positiven denkens zur falschen zeit betrauern.

    wie viel positiver hätte sich unsere welt entwickeln können, hätte das negative denken zur rechten zeit überwogen.

    hätten sich die völker und ihre führer gedacht:

    das wird nichts, das können wir unmöglich schaffen.
    dafür haben wir nicht genug kraft, das wird uns ruinieren.
    egal wie sehr wir uns anstrengen, am ende werden wir viel mehr verloren haben als wir gewinnen können.
    besser wir versuchen es erst gar nicht.

    der erste und zweite weltkrieg wäre uns erspart geblieben!

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 124

    AW: Wir sind, was wir sein wollen!

    @Paul,

    erstmal möchte ich sagen, dass ich es sehr unpassend finde, andere Mitglieder dieses Forums so scharf an zu greifen......
    Das ist nicht der Umgang, den wir hier miteinander haben (....zum Glück....)
    Jeder sollte das Recht haben, seine Erfahrungen mit zu teilen,- ohne dafür persönlich angegriffen zu werden - natürlich auch Du- aber der Ton macht die Musik und man kann auch seine Meinung sagen,- ohne "beleidigend" zu werden.........

    An positivem Denken ist eigendlich nichts aus zu setzen, man muß nur verstehen, was damit gemeint ist.- Es bedeutet ja nicht, sich alles "schön zu reden".....
    Mein Leitspruch für mein Leben ist:

    "Ich wünsche Dir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die man nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die man nicht hinnehmen muß ,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden
    ."

    Es soll ja nicht heißen, dass durch positives Denken alles "schick" wird. Auch negative Dinge gehören zum Leben und können auch wichtig für unsere "Entwicklung" sein. Es geht nur darum, wie man mit solchen Dingen umgeht. Es gibt immer wieder unangenehme Situationen im Leben und manches kann man halt nicht ändern (...auch nicht "positiv weg denken"....) aber man sollte versuchen für sich einen weniger belastenden Umgang damit zu finden. Situationen oder ander Menschen kannst Du nicht ändern - das sind auch Fakten - Was Du ändern kannst ist allein Dein Umgang damit..........
    Ich sage ja nicht, das es einfach ist,- aber es ist möglich es zu lernen. Wenn man immer alles negativ sieht, macht es das Leben nicht leichter - im Gegenteil.............

    Natürlich birgt das Leben mit ADS/ADHS auch seine "Schwierigkeiten" ( Symptome) aber auch viele positive "Seiten" (besondere Fähigkeiten)....

    Ich versuche mein Augenmerk mehr auf die positiven Eigenschaften von ADS zu richten und diese Fähigkiten für mich zu nutzen....die nicht so positiven Dinge nehme ich als "zu mir gehörig" an und aktzeptiere sie- und an den Dingen, die mir wirklich Leidendruck bereiten, versuche ich zu arbeiten................
    Niemand sagt," ....du mußt Dich einfach nur zusammenreißen...." - Aber man kann auch an sich arbeiten - und man kann auch "Hilfe" in Anspruch nehmen..........

    Ich habe in der "Verhaltenstherapie" und der "psychisch funktionalen Ergotherapie" viele Dinge verbessern können, die mir das Leben heute leichter machen.........
    Ob man das möchte oder nicht, muß jeder für sich entscheiden....ein Patentrezept gibt es nicht.- Dazu ist ADS/ADHS zu komplex und vielfälltig.....jeder sollte sich für sich persönlich das "Beste" heraussuchen und mit der Zeit seine eigenen Strategien entwickeln........

    Liebe Grüße Anja


    Geändert von stubbsnase (14.06.2010 um 06:49 Uhr)

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Wir sind, was wir sein wollen!

    @stubbsnase

    mir geht es nicht darum einen menschen sondern eine menschenverachtende heilslehre anzugreifen.

    die ideologie des positiven denkens wurde nicht, um menschen zu helfen, sondern um geld zu verdienen entwickelt.

    es handelt sich um einen riesigen markt von sogenanter lebenshilfe, auf dem unzählige bücher und seminare verkauft werden.

    der ursprung dieser abzocke war in amerika (Dale Carnegie, Joseph Murphy, Vincent Norman Peale)

    in den 80gern schwappte die welle nach deutschland.

    nachdem hier einige der gurus opfer ihres eigenen irrglaubens wurden, ebbte der hype wieder ab.

    da aber keine bauernfängerei zu dumm sein kann um jemals völlig zu versagen, wird auch heute noch mit dem selben unfug geld verdient.

    besonders im breich des pseudowissenschaftlichen NLP wird die alte lehre im neue gewand verkauft.

    um es noch einmal in aller deutlichkeit klar zu machen, ich rede nicht von einer optimistischen lebenseinstellung sondern von positiven denken als bewuste selbstmanipulation.

    in diesem, und nur in diesem sinne gild:

    positives denken macht krank!


    das betrifft besonders menschen die schon einige probleme mit sich bringen.

    gegen welche art des positiven denkens ich mich wende habe ich mit dem hinweis auf amerikanische motivationpsychologie und jurgen höller ja wohl eindeutig klar gemacht.

    wenn ich dann das gefühl habe, daß sich hier jemand davon nicht distanziert, sondern im gegenteil auch noch genau die sprüche dieser scharlatane als argumente bringt:

    "Ich habe sehr sehr viele erfolgreiche Leute kennen lernen dürfen, und ALLE hatten etwas gemeinsam. positives denken."

    kann es passieren das ich versehentlich etwas zu persöhnlich werde.

    ich arbeite in meiner argumentation zwar gerne mit ironie und satiere, aber es geht mir stehts um die inhaltliche auseinandersetzung.

    persöhnliche bemerkungen sollen lediglich als anschauungsbeispiele dienen.

    trotz meines vieleicht etwas lockeren sprachstils meine ich meine warnung toternst:

    positives denken macht krank!


    wer sich noch nie mit dem thema auseinander gesetzt hat findet hier eine sehr kurze und äußerst neutrale beschreibung:

    Positives Denken ? Wikipedia

    wer etwas tiefer in die materie einsteigen möchte kann hier beginnen:

    Positives Denken macht krank. Wahnsinn statt Psychotherapie - Teurer Mythos positives Denken. PSYCHOTHERAPIE, Stuttgart

  9. #19
    IchBins

    Gast

    AW: Wir sind, was wir sein wollen!

    Lieber Paul,

    Ich bin sehr froh das du dir im Laufe deines Lebens etwas angeignet hat was sich "eigene Meinung" nennt. Dennoch ist es nicht in Ordnung meines Erachtens Sätze die ich hier schreibe als Sätze als Scharlatanarie abzutun. Ich sagte ja bereits mein persönliches Umfeld.

    Wenn ich lese positives Denken macht krank, dann reicht es mir.

    Mein Onkel ist mit 46 Jahren an Hodenkrebs gestorben, ich war damals 16 Jahre alt. Er hatte es erst recht spät erfahren und der Krebs hatte auch schon gestreut. Viele Krankhausaufenthalte waren natürlich die Folge, die Familie am Ende. Ich habe mit meinem Onkel damals sehr viel unternommen, er hat mir Fragen beantwortet wenn ich Probleme in der Beziehung hatte und ausserdem hatten wir das gleiche Hobby, ( Ferngesteuerte Autos ).

    Als ich erfahren habe das mein Onkel sterben wird ist für mich eine Welt zusammen gebrochen, bzw ich konnte es gar nicht so richtig realisieren. Aber weisst du was lieber PAUL. Mein Onkel wusste das er stirbt, 3 Jahre haben die Ärzte ihm gegeben, 2 Jahre hat er davon nur überlebt. Er ist nicht in selbstmitleid versunken, hat nicht gejammert wie schlecht es ihm geht, sondern hat in ALLEM immer noch etwas gutes gesehen.. er war trotz seiner Krankheit ein Humorvoller Mann geblieben.. er war schon immer ein positiv eingestellter Mensch, der die dinge nimmt wie sie sind. Denn ändern kann er ja eh nicht.

    Aber dadurch hat er nicht gelitten, weil er Spaß am Leben hatte und den Rest seines kurzen Lebens auch noch Spaß haben wollte. Mir persönlich hat es gezeigt welch eine Wirkung eine solche POSITIVE Einstellung haben kann, wie es einem bereichert. WIe gesagt hatte ich auch ein ziemliches Tief im Leben und mein Therapeut musste mich erst wieder dran erinnern. Und heute gehts mir super. Nach Missbrauch, nach Demütigungen, tausend mal die Arbeitsstelle gewechselt und immer wieder verlassen werden von geliebten Menschen.

    Mich hat positives Denken ( die Aussicht auf etwas besseres ) und das ist weitaus mehr als nur optimistisch zu sein, sehr geholfen und gesund gemacht.

    NLP als Pseudowissentschaft zu bezeichnen .. bzw die Behauptung alleine schone aufzustellen ohne sich mit der Materie auszukennen, so wie es ja scheint finde ich sehr anmassend und auch komplett unpassend.

    wenn ich dann das gefühl habe, daß sich hier jemand davon nicht distanziert, sondern im gegenteil auch noch genau die sprüche dieser scharlatane als argumente bringt:

    "Ich habe sehr sehr viele erfolgreiche Leute kennen lernen dürfen, und ALLE hatten etwas gemeinsam. positives denken."

    kann es passieren das ich versehentlich etwas zu persöhnlich werde.
    Auch das war wieder ein persönlicher Angriff auf mich. Ich kenne diese Leute tatsächlich, es ist kein Spruch sondern Fakt. Dann hättest du nach meinem Beitrag nur einen Satz schreiben müssen: " Du lügst". ... hätte das gleiche ausgesagt.

    Ich kann nur das wiedergeben wie ich die Welt erlebt habe, die Höhen und Tiefen. Meinst du mein Leben läuft immer Rund? Das ich immer alles positiv sehen? Wieso verrückst du plötzlich alles?? Was zum Teufel hat NLP alleine damit zu tun?? ( nur mal nebenbei, ich bin ein NLP-Fan, da ich mich schon seit langer Zeit damit beschäftige "

    Wenn positives denken krank macht lieber Paul, dann gibt es auch kein Ad(h)s um das mal überspitzt zu sagen. Und ganz ehrlich lieber Paul, ich lese in deinen Beiträgen nur das negative herraus und darauf habe ich keine Lust mehr. Ich habe mehrfach versucht auf deine Beiträge einzugehen.. aber immer wird schlecht gemacht und mies gemacht. Im nächsten Beitrag von dir heisst es dann ja vielleicht das es meinen Onkel nie gegen hat?? das ich mir die Geschichte einfach so ausgedacht habe?? Schakaa???

    Ich glaub es geht los...

    --FIN--


    kurzer nachtrag: Ich vertrete NICHT die Meinungen selbsternannter Motivationstrainer, damit das auch mal deutlich wird. Wenn ich von Erfolgreichen Menschen rede, heisst es nicht das die ne rolex tragen und nen Porsche fahren.

    In diesen Punkt stimme ich dir zu, das wäre zuviel des guten. Jedoch eine positive Sicht auf unveränderbare gegebenheiten, die akzeptanz... da stehe ich hinter. Hinter mein Ad(h)s hinter meinen Fehlern, hinter meinen Stärken.
    NOCHMAL: Positives "schaaakaaa" denken reicht nicht und ich DISTANZIERE mich hiermit auch ausdrücklich davon!!

    NLP: finde ich persönlich super. Ist auch nicht umsonst Lehrinhalt eines Psychologiestudiums. aber dann sind wahrscheinlich alle psychotherapeuten Scharlatane die das gelernte wissen gezielt und effektiv einsetzten. Und es gäbe keine Menschen die mit Hilfe von Psychotherapie geheilt wurden.... mich stört die Kurzsichtigkeit, die Suche nach der Weltverschwörung und vor allem dem Haar in der Suppe!
    Geändert von IchBins (14.06.2010 um 13:04 Uhr)

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: Wir sind, was wir sein wollen!

    Vorweg - ich bin weder ein Anhänger von NLP noch von extremen negativen Denkens oder postitiven Denkens....

    Viele ADHSler haben jedoch ein Problem mit einer realistischen Selbsteinschätzung - Eigenwahrnehmung. Im Positiven wie im Negativen.

    Was heißt, ohne Rückmeldung von außen sind beide Varianten gefährlich!

    Es kann sowohl ein Überschätzen der eigenen Fähigkeiten (=> Frust bei Misserfolg) als auch ein nicht erst Anfangen ("schaff ich sowieso nicht") die Folge sein.

    Hier helfen nur kleine Schritte, die viele positive Erfahrungen bringen. Dann kann man auch an sich glauben und der Statz "Ich kann das" ist authentisch!

    LG
    Erika

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