Seite 4 von 7 Erste 1234567 Letzte
Zeige Ergebnis 31 bis 40 von 61

Diskutiere im Thema Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 124

    AW: Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein

    Hi @ all...

    Selbstbewußtsein ist zwar da, aber das Selbstwertgefühl ist einfach nicht vorhanden bei mir.

    Ich habe in der letzten Zeit in vielen 3D Contests (internationale Fantasy 3D Bild Wettbewerbe) mal den 1., 2. und auch mal den 3. Platz belegt.
    Doch irgendwie kann ich mich nie wirklich freuen, hab das Gefühl es nicht Wert zu sein.

    Habe einen Menschen kennengelernt und auch Gefühle entwickelt, aber durch meine selbstzerstörerischen Selbstabwertung alles zerstört. Habe seither nichts mehr von ihm gehört.

    Auf der einen Seite rede ich mir ein, ein wahrer Freund oder auch einer der liebt, sollte über soetwas stehen und trotzdem zu einem halten.
    Zum andern hasse ich mich, dass ich diese Eigenart nicht steuern kann und wieder alleine bin.

    Leider wurde in der Kindheit viel zerstört, durch Sprüche wie: Du taugst nichts, du kannst nichts, du faules Stück oder noch viele andere miese Sprüche, die ich jetzt nicht aufführen mag.
    Alles hat sich so derbe eingebrannt ins Hirn, dass man sich nur daran erinnern kann und nicht an die guten Dinge, die eher selten gesagt wurden, wie: Das hast du super gemacht, usw.

    zu B1gBuddaH : also ich bräucht nicht mal Gras, um paranoid zu werden.

    Heutzutage kann ich mich erst hinlegen, um meiner Erschöpfung Herr zu werden, wenn auch die Schmerzen da sind. Geht aber auch erst seit letztem Jahr, seit ich EU-Rentnerin bin... doch auch nur mit doofen Schuldgefühlen, die mir einreden ich darf nicht ausruhen...

    Meinen Kinder kann ich aus vollem Herzen Lob und Mut zusprechen, Kritik geht gar nicht...

    Menno bin ich wieder verpeilt O.o

  2. #32
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein

    Selbstwert - was ist das?
    Seit meiner ADS-Offenbarung habe ich so viel gelernt, bin ein anderer Mensch geworden, kann lesen, denken, argumentieren, erlebe mich als intelligent und begabt, habe sogar (nach langer Zeit vergeblicher Anläufe) gelernt, mich selbst wenigstens sekundenweise zu lieben. Aber ich scheitere immernoch daran, mir selbst einen Wert zuzugestehen.
    Alle wohlmeinenden Aufmunterungen meiner Mitmenschen bleiben in dem Filter in meinem Kopf hängen, der deren Motivation für einen Lob analysiert und diesen damit für mein lebenslang gepflegtes Selbstbild einer Versagerin unschädlich macht.

    Kann man einen verinnerlichten Wertmaßstab überhaupt willentlich ändern?
    Braucht es nicht gerade ein soziales Umfeld, um zu bestimmen, was Wert ist und was nicht?

    Ist mir mein linker Kleiner Finger etwas wert? Was ist er mir wert? Eine Tafel Schokolade, ein Motorrad, eine Nacht mit George Clooney? Wieviel bin ICH wert? Und für wen? Für mich? Ich hab mich ja schon, umsonst sogar. Also bin ich wohl nichts wert.

    Verdammt.

    Und von L´Oréal krieg ich Pickel…

    Hat nicht jemand eine gute Idee, wie man zu einem brauchbaren Selbstwertgefühl kommt????

  3. #33
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein

    Goldkind schreibt:
    Kann man einen verinnerlichten Wertmaßstab überhaupt willentlich ändern?
    ja,das kann man.wenn der wille dazu stark genug ist.

    Goldkind schreibt:
    Braucht es nicht gerade ein soziales Umfeld, um zu bestimmen, was Wert ist und was nicht?
    meiner ansicht nach:nein. denn das selbstwertgefühl soll aus dir selbst heraus entstehen,nicht durch andere,sondern unabhängig von anderen.ebenso wie selbstvertrauen und selbstbewusstsein.niemand anders kann es für dich übernehmen, dir deiner eigenen stärken und schwächen bewusst zu sein-das kannst nur du selbst.

    Goldkind schreibt:
    Hat nicht jemand eine gute Idee, wie man zu einem brauchbaren Selbstwertgefühl kommt????
    ich habe mir meines in einer therapie erarbeitet.

  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein

    Ich empfinde mich als sehr selbstbewusst, da ich keine Probleme habe anderen meine Meinung zu sagen und auch mit Gegenwind klar komme, Trotz allem gibt es Situationen wo ich gehemmt bin...ich mag nicht so gernen, ohne die Leute zu kennen, in einer Gruppe sein, ich bin nicht so kontaktfreudig, aber dass hat eher etwas mit meiner Vergangenheit zutun. Ich bin kein großer Meister in deutlich sprechen und wenn verhasple ich mich öfters.

    Sonst bin ich eher für andere frech und vorlaut und trage mein herz auf der Zunge.

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 144

    AW: Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein

    mein selbstwertgefühl ist merkwürdigerweise recht hoch angesetzt^^
    ich werde regelmäßig gemobbt und runtergedrück aber komme aus irgendwelchen gründen gut damit klaar (zwar erst nach langer betrachtung aber immerhin).
    bei mir drückt sich das ganze ads gedönz manchmal in die richtung kontaktfreudig uas, ich nutze meine übermäßige aktivität um leute anzusprechen (auch wenn ich denen damit scheinbar ab und an angst einjage weil ich zu offen bin^^).

    das alles allerdings nur wenn es mir gut geht, sobal ich zu sehr im stress versinke gerate ich wieder in den alten trott, also abblocken, hemmungen vor allem und jedem, reizbarkeit ......... etc.pp

    eig guter weg zum selbswert gefühl ist für mich einmal ignoranz und zum anderen akzeptieren das ich verrückt bin.
    ich weis ich bin anders und ich bin stolz darrauf ein individuum zu sein.
    besinne dich auf deine einzigarten !

  6. #36
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein

    @ Lept0pp
    Lept0pp schreibt:
    eig guter weg zum selbswert gefühl ist für mich einmal ignoranz …
    was ist denn an Ignoranz hilfreich? Ich dachte immer, Selbstwertgefühl entsteht auch Selbstbewusstsein (kommt von Wissen)?

    ich weis ich bin anders und ich bin stolz darrauf ein individuum zu sein.
    Anderssein ist in der Gesellschaft gemeinhin nicht positiv bewertet und um dennoch stolz darauf sein zu können, braucht es eine gehörige Portion Selbstliebe (die erarbeite ich mir gerade) und Trotz, also Abgrenzung. Ich will mich aber nicht abgrenzen. Diese Grenze, diese Kluft zwischen mir und denen, die mir die ach so nötige Selstvergewisserung geben können, ist ja eins der zentralen Probleme, eben weil ich anders bin.
    Und was ist daran positiv, ein Individuum zu sein? Wir könnten doch garnicht existieren ohne gesellschaftliches Umfeld, ohne Rückmeldung, ohne Schutz. "Selbst" ist ein psychologisches (und gesellschaftliches/sprachliches) Konstrukt - das wusste schon Buddha und ist Gegenstand neuester neuro/psycho/philosophischer Forschung! (siehe T. Metzinger: Der Egotunnel)

    @ Flopsi
    ja,das kann man.wenn der wille dazu stark genug ist
    starker Wille entsteht aus starker Motivation, die wiederum in diesem Fall aus Selbstwertgefühl (bin ich mir die Anstrengung wert?)

    selbstwertgefühl soll aus dir selbst heraus entstehen
    soll, tut es aber nicht, nicht bei mir…

    ich habe mir meines in einer therapie erarbeitet.
    das freut mich für Dich; wenn Du mir jetzt noch sagst, wie, dann kann ich es vielleicht auch versuchen

  7. #37
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 144

    AW: Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein

    nunja dazu muss man betrachten welche faktoren das eigene selbstwertgefühl und der gleichen beeinflussen.
    bei mir sind das vorallem andere menschen die mich auslachen, mobben, diskriminieren usw. da ich nicht allen aus dem weg gehen kann muss ich mich ihnen stellen und /oder sie ignorieren.
    egal was in der gesellschaft gesagt wird oder sonst jemand anders, meine meinung ist :
    man mus erstmal sich selber lieben. wie man das anstellt muss jeder selber mit sich abklären, haupsache es klappt.
    es gibt keinen goldenen weg zur selbstliebe. manche vertrauen auf gott, manche gehen zum psychologen, und wieder andere finden ihren ganz eigenen weg.

    aber denke daran, andere menschen / der glaube kann/können dir nur den weg zeigen, ihn beschreiten musst du selbst (bedeutet aber nicht das du dabei alleine bist)

  8. #38
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein

    Goldkind schreibt:
    @ Flopsi

    starker Wille entsteht aus starker Motivation, die wiederum in diesem Fall aus Selbstwertgefühl (bin ich mir die Anstrengung wert?)


    soll, tut es aber nicht, nicht bei mir…


    das freut mich für Dich; wenn Du mir jetzt noch sagst, wie, dann kann ich es vielleicht auch versuchen
    naja die frage ist doch:hast du den willen,was an deinem leben zu ändern,zu verbessern oder nicht?wenn ja,wird es dir das früher oder später wert sein,daran zu arbeiten.

    und wie meinst du die frage nach dem "wie" ich es gemacht hab?!kann ich dir nicht beantworten,da ich wie gesagt eine therapie gemacht hab.es war eine reine gesprächstherapie und offensichtlich hat die therapeutin dort das richtige zur richtigen zeit gesagt/gefragt. wie genau sie das gemacht hat,kann ich dir nicht sagen,denn ich bin ja selbst keine therapeutin...

    der punkt aber ist meiner meinung nach:
    ich wollte unbedingt etwas ändern und nicht mehr mit selbsthass und ohne selbstbewusstsein durch die welt gehen.also hab ich es getan und bin zur therapie-trotz angst,dem gefühl,es kurz vorher doch sein zu lassen usw usw...
    und ich war in der thera 100% offen,hab alles vor ihr ausgebreitet,was es zu sagen gab.
    so habe ich es halt geschafft-und hab heute nen riesen selbstbewusstsein und nen mordsego,dass durch mein anschließendes studium und die dortigen erfolgserlebnisse noch verstärkt wurde.ich bin quasi seitdem ein neuer mensch!die thera war eine der besten entscheidungen meines lebens,denn sie hat das leben,dass ich heute führe (ich studiere) erst möglich gemacht....vorher,ohne an mich zu glauben,hätte ich nicht mal das abi versucht nachzuholen...

    fazit:wenn du wirklich was ändern willst,wirst du es auch tun!
    wenn nicht,ist es dir nicht genug wert meiner meinung nach,ein besseres leben zu haben-und dann kanns dir ja grad nicht soooo schlecht gehen.

    ich hoff du verstehst nix falsch.aber genau so,haargenau so,sehe ich es.wer wirklich leidet und nicht mehr leiden will,holt sich hilfe...

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 806

    AW: Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein

    hallo

    auch ich habe diesen thread mehr oder weniger ganz durchgelesen, und finde mich in einigen beschreibungen sehr stark wieder ... !

    zu dir, Flopsi, möchte ich aber noch etwas sagen:
    was du schreibst, das kommt aus deiner momentanen erfolgreichen position, und wirkt irgendwie, nimm es mir nicht übel, ziemlich arrogant!
    ich kenne das selber nur zu gut von mir. ich habe auch mit 30 nochmals angefangen zu studieren, und bin mir so stark, selbstbewusst und leistungsfähig vorgekommen ... bestimmt hätte ich damals geredet wie du. irgendwann aber, fast am ende des studiums, kam der zusammenbruch, weil ich mich total übernommen hatte. klar, da kamen noch andere dinge dazu, über die ich jetzt nicht schreiben möchte. aber fest steht, in dieser krise ist mein selbstwertgefühl in eine bodenlose schlucht gestürzt, noch tiefer als es jemals vorher war. vom selbstbewusstsein mal ganz zu schweigen.

    in diesem sinne: ich wünsche dir, dass es für dich so bleibt, wirklich, aber erhebe dich bitte nicht über andere, denen vielleicht deine erfolge bisher versagt geblieben sind!

    und nun zu mir ...
    ich glaube ich wurde ohne selbstwertgefühl (aus dem sich meiner meinung nach ein GESUNDES selbstbewusstsein entwickelt!) geboren. jedenfalls kann ich mich an keinen tag in meiner kindheit erinnern, an dem ich mich selbstbewusst verhalten hätte, oder auch nur im geringsten eine gute meinung über mich gehabt hätte. eigentlich schätze ich es ja nicht sehr, wenn man als erwachsener sämtliche aktuellen probleme der kindheit und damit den eltern anhängt. trotzdem würde ich in meinem fall sagen, dass sich vielleicht das schlechte selbstwertgefühl meiner eltern auf mich übertragen hat. nicht dass sie mir mit absicht minderwertigkeitskomplexe eingeimpft hätten, sicherlich nicht. aber sie konnten nicht anders, als sich so verhalten wie sie sich selbst fühlten. mein vater ist ein "selbstbewusster" polterer, wie der bruder der threaderstellerin. meiner mutter wurde ein fehlerfixiertes, unsicheres wesen anerzogen, das sie bis heute plagt.

    mein mangelndes selbstvertrauen (finde ich eigentlich den passendsten begriff dafür), zeigte sich bereits als ich sprechen lernte. ich wagte es einfach nicht. offenbar hätte ich es längst gekonnt, übte nachts heimlich in meinem zimmer, aber nach aussen zeigen konnte ich es nicht. dieses verhalten zog sich (sinngemäss) bis zum ende meiner teenagerjahre und weiter hin. erst mit mitte zwanzig lernte ich, wenigstens oberflächlich selbstbewusst aufzutreten, auch wenn es in mir drin ganz anders aussah.

    seither gelingt es mir meist, einen sehr positiven, kommunikativen und gescheiten ersten eindruck zu hinterlassen, beispielsweise bei vorstellungsgesprächen. doch da alles nur "gespieltes theater" ist, kann ich dieses auftreten nicht über längere zeit aufrechterhalten. so habe ich bisher die meisten leute im nachhinein (oft schon nach kurzer zeit) enttäuscht. eine golden glänzende verpackung und drinnen ist ein fauler apfel. zumindest bin ich mir dann so vorgekommen.

    diese ständig wiederkehrenden beweise, dass ich mit meinem negativen selbstwert ja recht hatte, diese hämmer die ich von anderen menschen zu spüren bekam (kündigungen, entliebungen, rückzüge, mobbing ... ) haben mich letztlich immer mehr runtergezogen. auch wenn ich zwischendurch erfolgreiche hochphasen hatte und mich hätte gut fühlen können, ich konnte mir selber und meinem glück nie so richtig trauen. genauso wenig wie meinen fähigkeiten, die sich dank ADHS in sehr unregelmässigen wellen zeigten oder auch gar nicht.

    so, und jetzt, da ich im "sozialen netz" stecken geblieben bin, 3 jahre meines lebens nicht gearbeitet habe und 37 jahre davon nichts über mich selber wusste, jetzt MÖCHTE ich wirklich etwas daran ändern! die diagnose hat mir bereits sehr geholfen, mir aber auch einige unangenehme realitäten über mich selber bewusst gemacht. nicht nur gut, also ...

    und da kommt tatsächlich jemand daher und sagt: du kannst es, wenn du nur willst! ES LIEGT AN DEINEM WILLEN, NICHT AN DEINEN FÄHIGKEITEN!
    Flopsi schreibt:
    fazit:wenn du wirklich was ändern willst,wirst du es auch tun!
    wenn nicht,ist es dir nicht genug wert meiner meinung nach,ein besseres leben zu haben-und dann kanns dir ja grad nicht soooo schlecht gehen.

    ich hoff du verstehst nix falsch.aber genau so,haargenau so,sehe ich es.wer wirklich leidet und nicht mehr leiden will,holt sich hilfe...
    na danke ... das habe ich mein leben lang schon ungezählte male zu hören bekommen ... ich habe mir immer hilfe gesucht, niemand konnte mir helfen. und du sagst ja auch in einem früheren beitrag:
    denn das selbstwertgefühl soll aus dir selbst heraus entstehen,nicht durch andere,sondern unabhängig von anderen.ebenso wie selbstvertrauen und selbstbewusstsein.niemand anders kann es für dich übernehmen, dir deiner eigenen stärken und schwächen bewusst zu sein-das kannst nur du selbst.
    also wie gesagt, nimm es mir nicht übel, Flopsi, ich habe ja nichts gegen dich, verstehe dich auch gut ... aber vllt könntest du ja versuchen, etwas mehr einfühlungsvermögen zu zeigen, oder? das würde bestimmt auch deinem eigenen ego gut tun!

    lg
    L

    ps: vermutlich ist das alles nur unverständliches gebrabbel, ich schick's jetzt aber trotzdem einfach mal ab, denn ich bin gerade ziemlich aufgewühlt ...

  10. #40
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein

    @ Lineli: Das hast du schön geschrieben. Danke für deine Offenheit.


    Ich bin nicht sehr selbstbewusst. Mein Selbstwertgefühl schwankt.
    In Phasen, in denen viel schief läuft, sinkt mein Selbstwertgefühl. In Phasen, in denen es gut läuft, steigt es.
    Es gibt Phasen, da mag ich mich nicht. Und es gibt Phasen, da mag ich mich sehr.
    Mein Selbstbewusstsein ist ähnlich schwankend.

    Für mich ist es sehr wichtig, mit diesen Schwankungen klarzukommen. Sie nicht zu unterdrücken, sondern bewusst auch schlechte Phasen anzunehmen. Ohne konkret dagegen anzugehen. Durch manche tiefen Täler muss man durch.
    Genauso muss man lernen mit Höhenflügen umzugehen. Auch diese muss man zulassen können. Gutes und Schönes fühlen und spüren lernen. Und ganz wichtig, es zu konservieren.

    Daher ist es für mich persönlich gar nichtmal so wichtig, mein Selbstbewusstsein und mein Selbstwertgefühl mehr aufzubauen.
    Ich denke, wenn ich lerne Schwankungen nach unten rechtzeitig abzufangen, tiefe Täle rechtzeitig als tiefe Täler zu erkennen, dann wird mein Umgang mit ihnen einfacher und sie rauben mir nicht noch mehr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl.

    Das Problem bei AD(H)S sehe ich darin, dass durch schlechte Erfahrungen und viel negative Kritik, die wir im Laufe unseres Lebens bekommen haben, unser Selbstbewusstsein am Boden ist. Knock out. Nix geht mehr.
    Um das Selbstwertgefühl ist es auch nicht viel besser bestellt.
    Wenn man jetzt eine Therapie anfängt, die das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein stärken, dann ändert man sich selber.
    Was aber in den meisten Fällen erstmal gleich bleibt, ist die Umgebung.

    Die Menschen in der Umgebung sehen die Veränderungen nicht sofort und vielleicht glauben sie auch nicht daran, dass wir uns ändern können. Denn wir haben es ja schon so oft versprochen und daraus wurde dann nie was. Wir haben begeistert hunderttausend Sachen angefangen und sie nie beendet. Wie sollen unsere Mitmenschen glauben, dass diesmal alles anders ist? Und dass das dauerhaft anhalten wird?

    Ich denke, dass sowohl die Therapie bzw. die Arbeit an sich selber, als auch die Umgebung eine entscheidende Rolle spielen. Wenn ich michh in der Therapie weiter entwickle, meine Mitmenschen aber gleich bleiben, dann wird es schwierig. Ich bekomme dann statt positiver Bestätigung und Aufmunterung negative Kritik. Ich kann vielleicht besser mit dieser Kritik umgehen, aber es ist sehr schwer gegen diese äußeren Umstände anzukämpfen.
    Und genauso ist es auch mit anderen äußeren Umständen, wie Arbeitslosigkeit, Trennungen, Schulden etc.

    Umgekehrt ist es natürlich genauso. Wenn ich eine sehr positiv eingestellte Umgebung habe und dort gelobt werde und von meinen Mitmenschen gemocht werde, dann kann ich das nicht annehmen, weil ich kein Selbstbewusstsein habe. D.h. ohne Therapie, nur mit positiver Umgebung ist es auch schwer.

    Daher war es für mich sehr wichtig, dass ich glücklicherweise durch einen Ortswechsel eine Gruppe wunderbarer Menschen kennengelernt habe, die meinem Selbstwertgefühl und meinem Selbstbewusstsein sehr gut getan haben.

    Dadurch konnte ich eine Menge positiver Erfahrungen sammeln, die mich nicht nur aufgebaut haben, sondern die ich quasi abgespeichert habe und bei Bedarf also in einer Krise, abrufen kann.
    Das bewahrt mich vor vielen weiteren Einbrüchen.
    Und dazu brauche ich nicht viel Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Mir reicht eine kleine, aber solide Menge, die nicht so leicht zusammenbrechen kann.
    Geändert von Fliegenpilz (18.10.2011 um 20:13 Uhr)

Ähnliche Themen

  1. Mehr Selbstbewusstsein durch Methylphenidat / Ritalin?
    Von Chaot im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 24.12.2009, 15:18

Stichworte

Thema: Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum