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Diskutiere im Thema Toleranz und Intoleranz im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    Toleranz und Intoleranz

    Hi,

    ich stell hier mal ne Frage, die eigentlich in fast jedem Thread vorkommt. Wie tolerant geht unser Umfeld mit uns bzw. AD(H)S um?

    Habt ihr auch st√§ndig das Gef√ľhl, andere meinen, AD(H)S sei nur eine Ausrede f√ľr unser Benehmen? Andere haben eigentlich null Verst√§ndnis f√ľr unsere Probleme, weil wir erwachsen sind und uns eigentlich unter Kontrolle haben sollten? Wenn wir versuchen, unser Verhalten, unsere Gedanken, unser innerliches Chaos mit ADHS bzw. ADHS √ľberhaupt zu erkl√§ren, zu h√∂ren bekommen: Du kannst aber nicht alles auf ADHS schieben!?

    Diese Intoleranz unserer Probleme, diese Abwertung, als faul und unsozial zu gelten macht mich fertig! Ich stecke vor allem noch in der Phase, die Diagnose akzeptiert zu haben, aber noch nicht damit umgehen zu können. Das war vor der Diagnose leichter: Da war ich einfach nicht normal!

    Wie kommt ihr damit zurecht, wie geht ihr damit um?

    LG

    Snagila

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Das ist ein Problem, welches ich auch habe. Dabei geht es mir erst einmal darum, Akzeptanz f√ľr meinen Sohn zu bekommen, was nicht mal immer der Fall ist.

    F√ľr mich selbst habe ich bisher kaum erw√§hnt, dass ich in der Phase stecke, f√ľr mich rauszufinden, ob ich nun auch betroffen bin oder nicht. Wenn ich hier lese und schreibe, dann wei√ü ich, dass ich hier her geh√∂re und unter Menschen bin, die mich verstehen und die ich verstehe. In meinem Umfeld f√ľhle ich mich unverstanden, bel√§chelt und teilweise bemitleidet, so nach dem Motto "die arme Irre". Ich kann eben auch nicht erkl√§ren,worum es bei AD(H)S geht, jedenfalls niemanden, der nicht involviert ist und ich kann nicht begreiflich machen, was unsere Probleme sind.

    Ich empfinde das genau so, ich f√ľhle Intoleranz und bin wahnsinnig traurig dar√ľber.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Hallo,

    ich war und bin im Allgemeinen schon immer ein toleranter Mensch.
    Mir ist es ergal ob jemand behindert ist oder schwul,lesbisch, dick, d√ľnn oder eine entsprechende sexuelle Orientierung hat ... und bei uns ADS lern gibt es liebe Leute dumme Leute Zicken und Idioten genauso wie bei denen die kein ADS haben.
    Und so manche Defizite die wir haben, haben nicht ADS ler genauso , nur da wird es anscheinend nicht so thematisiert wie bei uns .... denn jede Schwäche kann als Stärke genutzt werden.
    F√ľr mich gibt es keinen Unterschied zwischen ADS lern und denen die denken normal zu sein .... denn ich kenne niemanden der NORMAL ist und keine Probleme im Leben hat..... ob Macke, falsche Angewohnheit oder psychische Probleme ...

    Hier spielt vielleicht die Sympathie eine Rolle ... mit dem EInen kann man mit dem Anderen nicht

    Gruß Silke

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Hi Schn√ľpperle,

    ich konnte 37 Jahre lang damit, dass ich anders bin! Aber das Anderssein hat bei mir auch viele Depressionen ausgelöst. Die mussten nicht behandelt werden, da ich optimistischer Optimist bin!

    Tolerant war ich auch schon immer! Frei nach dem Motto:

    Leben und leben lassen!

    Seit meiner Diagnose sehe ich vieles, was ich getan habe, in einem neuen Licht! Pl√∂tzlich gibt es eine Erkl√§rung zu meinem Verhalten! Und ich muss mich nicht mehr st√§ndig schuldig f√ľhlen!

    Leider ist mit der Diagnose die Toleranz meines Verhaltens geringer geworden. Was ich √ľberhaupt nicht verstehe! Fr√ľher trotzdem akzeptiert zu sein und pl√∂tzlich daf√ľr ausgelacht und ge√§chtet zu werden!

    Anscheinend herrscht bei vielen die Meinung: Problem erkannt, Problem gebannt!

    Und da ich nun eine Erklärung (niemals eine Entschuldigung) habe, scheine viele zu denken: Ok, jetzt weiß sie ja wie sie ist! Also kann sie auch den KNOPF DRÜCKEN und es abstellen!

    Leider ist im Moment noch das totale Gegenteil der Fall! Mit dem Begreifen und erkl√§ren fange ich gerade erst an, es wirklich auszuleben! Mich nicht mehr zur√ľckzunehmen, ich zu sein!

    Das gesunde Maß will ich jetzt lernen. Und erst jetzt kann ich es, da ich es begreife und verstehe.

    Dazu muss ich es aber auch volle Pulle leben, und nicht, wie fr√ľher, unterdr√ľcken!

    Wenn jemand ständig schlecht gelaunt ist und dann erfährt, dass er Krebs hat, bekommt er Verständnis ohne Ende, Dann wird sein/ihr Verhalten auf Schmerzen und Psyche geschoben!

    Wir ADHSler sind schon lange psychisch auffällig! Aber die Toleranz dazu fehlt! Und einfach nur "anders" zu sein lebt sich leichter, als plötzlich "biochemisch auffälig" zu sein!

    Doof und anders sein darf man, nur liefere ja niemals eine Erklärung dazu ab! Lebe weiter doof und anders! Das bringt vielleicht sogar noch Bewunderung oder Neid!

    In dem Moment, wo du es erklären kannst, bist du einfach nur noch eine IRRE!

    Weil die meisten in dein "Anderssein" schon Störungen reininterpretiert haben, mit denen sie klar kommen konnten!

    Pl√∂tzlich wirft man ihre selbst gestellte Diagnose √ľber den Haufen und sie fangen an, eine mit neuen Augen zu betrachten!

    Schlimm daran ist, dass man schon immer so war, plötzlich aber nicht mehr ins Bild passt, das sich andere gemacht haben!

    Es geht also gar nicht so sehr darum, anders zu sein. Es geht vielmehr darum, das andere in ihrer Meinung √ľber uns ersch√ľttert werden!

    Denn nicht nur wir m√ľssen und wollen umdenken, umlernen!

    Nein, vor allem die anderen m√ľssen pl√∂tzlich mit einem neuen Bild von uns klarkommen!

    Und das wollen die Wenigsten! Weil sie ihre Meinung revedieren und ihren Standpunkt √§ndern und vor allem ihren Horizont erweitern m√ľssten!

    Nicht wir m√ľssen uns √§ndern, die anderen m√ľssen Toleranz lernen!

    LG

    Snagila

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 178

    AW: Toleranz und Intoleranz

    hallo snagnila!

    ich weiß wass du meinst, . sie interpretieren so viel in uns hinein was wir nicht sind, vor einer woche war ich bei den eltern, da meinte mein vater naja, wenn du fertig bist und einen job suchst, dann darfst du dein komisches adhs aber nicht jedem auf die nase binden so eine frechheit...

    erstens w√ľrde ich es nie machen, aber er hat am wenigsten recht sich dar√ľber zu beschweren...

    Dann gibt es, denen ich es nie erz√§hlen w√ľrde, die schauen dich an wie einen alien und manchmal was noch schlimmer ist, erz√§hlst du es jemandem von dem du gedacht hast sie versteht es und st√∂sst nur noch auf mehr unverst√§ndnis auch das gibt es....leider

    Meine Konklusio: die dich verstehen und damit umgehen lernen sind die dich lieben egal was kommt , den rest davon zu √ľberzeugen ist harte arbeit.....oder vergebliche liebesm√ľh....

    Lg Erin

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 759

    AW: Toleranz und Intoleranz

    @ snagilaWir ADHSler sind schon lange psychisch auffällig! Aber die Toleranz dazu fehlt! Und einfach nur "anders" zu sein lebt sich leichter, als plötzlich "biochemisch auffälig" zu sein!

    Doof und anders sein darf man, nur liefere ja niemals eine Erklärung dazu ab! Lebe weiter doof und anders! Das bringt vielleicht sogar noch Bewunderung oder Neid!

    In dem Moment, wo du es erklären kannst, bist du einfach nur noch eine IRRE!

    Weil die meisten in dein "Anderssein" schon Störungen reininterpretiert haben, mit denen sie klar kommen konnten!

    Pl√∂tzlich wirft man ihre selbst gestellte Diagnose √ľber den Haufen und sie fangen an, eine mit neuen Augen zu betrachten!

    Schlimm daran ist, dass man schon immer so war, plötzlich aber nicht mehr ins Bild passt, das sich andere gemacht haben!

    Es geht also gar nicht so sehr darum, anders zu sein. Es geht vielmehr darum, das andere in ihrer Meinung √ľber uns ersch√ľttert werden!

    Denn nicht nur wir m√ľssen und wollen umdenken, umlernen!

    Nein, vor allem die anderen m√ľssen pl√∂tzlich mit einem neuen Bild von uns klarkommen!

    Und das wollen die Wenigsten! Weil sie ihre Meinung revedieren und ihren Standpunkt √§ndern und vor allem ihren Horizont erweitern m√ľssten!

    Nicht wir m√ľssen uns √§ndern, die anderen m√ľssen Toleranz lernen!




    wie recht du hast, genauso denke ich im moment.....
    aber, dass die " anderen " sich ändern, darauf lohnt wohl nicht zu hoffen.

    harte arbeit oder vergebene liebesm√ľh......

    haste recht erinraven...

    nahacht

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Hej snagila

    .... hmmmmm ja, das ist so ne Sache mit Toleranz und Intoleranz ....seufz.... nochmals ....seufz....

    jo , das ist es ja wehalb ich da wahrscheinlich solange rummache mit der endg√ľltigen Diagnose .... na ja im Juni hab ich es dann mal , das Ergebnis ...

    ... aber eben dieses "schwarz-auf -weiß " es haben
    Das war vor der Diagnose leichter: Da war ich einfach nicht normal!
    ....seufz... wie wahr ....hab versucht einer Freundin so bisle zu erz√§hlen , wie es mir geht ....h√§tt ich mal bleiben lassen sollen .... von wegen Verst√§ndnis .....schau , das du wegkommst von Tabletten ....und , und , und ....wie wenn ich da jetzt in was reingeraten bin , woraus man mich retten m√ľ√üte

    Und das wollen die Wenigsten! Weil sie ihre Meinung revedieren und ihren Standpunkt √§ndern und vor allem ihren Horizont erweitern m√ľssten!
    ...da frag ich mich , ob sie vielleicht eher Angst haben , mit ihren Unzul√§nglichkeiten konfrontiert zu werden , pl√∂tzlich steht alles Kopf , ws sie sich so an Meinung gebildet haben ....√ľberleg...

    Meine Konklusio: die dich verstehen und damit umgehen lernen sind die dich lieben egal was kommt , den rest davon zu √ľberzeugen ist harte arbeit.....oder vergebliche liebesm√ľh....
    irgendwo bin ich es leid , st√§ndig √ľberzeugen zu wollen ....da halte ich mich zur Zeit an die ersten ...die die einen nehmen , egal was kommt ... es gibt genug Fronten und Baustellen ....zus√§tzliche rauben zuviel Kraft , und dann noch vergeblich meist ...zu schade f√ľr die Kraft und Zeit , die da auf der Strecke bleibt ...

    ...ich erlebe da zur Zeit, wie sich der Freundeskreis verändert , "Freundschaften " zu ende gehen , weil ich nicht mehr so funktioniere wie man es gewohnt ist ... und es entstehen neue Freundschaften ...

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: √Ąrztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Ich habe die Diagnose noch vor mir. Was ich hier lese ist ja nicht gerade ermutigend. Meine Familie und meine Freunde haben es schon so lange mit mir ausgehalten, was sollen da die paar Buchstaben die meinem Anderssein einen Namen geben aendern? Dass ich Dinge gerne anders als die Anderen sehe, eigen eigenartigen Geschmack habe und Chaos auf Beinen bin wissen die doch schon lange??? Die Toleranz muss vor allem ich selbst finden nur so kann ich mit den laehmenden Selbstvoruerfen aufhoeren.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 79

    AW: Toleranz und Intoleranz

    ich hatte eben eine Unterhaltung mit einer Frau die ich seeeehr seeeehr mag, und bin wieder völlig konsterniert.

    Fr√ľher f√ľhlte ich mich h√§ufig unverstanden, und habe so viele male erlebt, dass mich die meisten Leute nicht einfach so wie ich bin akzeptieren k√∂nnen.

    Nun habe ich (nach 35 jahren) die Diagnose und f√ľr mich ist es grossartig; nun weiss ich was los ist, und kann daran arbeiten, was ich auch in einigen Bereichen erfolgreich mache.

    Nun heute mit der Frau gesprochen (sie ist unter den 5 Leuten weltweit, die mich richtig gut kennen) und wie gesagt ich mag sie sehr. Seit einigen wochen kennt sie die Diagnose, aber ich wollte sie nicht zusch√ľtten mit zuviel info. nun habe ich heute mit ihr gesprochen, ihr erz√§hlt was mit mir los ist, auch an einigen beispielen unserer gemeinsamen vergangenheit.

    Ich war so was von positiv und geduldig in dem gespr√§ch, dass ich selber √ľberrascht war.

    Aber der grundtenor ihrer Antworten war; nun glaubst Du daran, dass Du ADHS hast. das ist doch alles Ausrede, bring mal dein Leben in Ordnung, etc etc.

    Hat mich echt getroffen, vor allem, war sie eine der Haupt-Gr√ľnde, weshalb ich √ľberhaupt zum psychi ging, sie warf mir immer vor, dass ich mich nicht um meine Gesundheit k√ľmmere und nicht zum Arzt ginge. (womit sie auch recht hatte.)

    Also sie ist DIE Person, die mir nahesteht, sie arbeitete sogar im Gesundheitswesen, und sie wollte, dass ich zum Artzt gehe. und dann diese Unverständnis, wenn ich wirklich zum Arzt/psychi gehe und eine proffessionelle Diagnose habe.

    Wie werden denn erst andere Personen auf sowas reagieren?? Macht mir gerade wirklich Angst....

    Auch; hast Du den Arm im Gips; alle aaahh Du armer,
    Kriegste Dein Leben nicht in Griff, weil Dein Hirn anders ist , kriegste noch einen drauf - echt zum Kotzen..

  10. #10
    Sunshine

    Gast

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Hallo zusammen,

    ich habe mir auch mal meine Gedanken gemacht, warum denn plötzlich Menschen, die erst damit klar kommen, dass man anders ist, plötzlich umschwenken, wenn das ganze einen Namen hat. Das ist meine ganz persönliche Schlussfolgerung:

    So wie purzel schon geschrieben hat, in dem Moment wo man erklären kann, was los ist und wie das alles zusammenhängt, wird man abgestempelt. Ich denke das liegt gar nicht mal daran, das es ADHS ist, es könnte auch anderes sein, denn sobald es irgendwie was mit der Psyche zu tun hat, rennen die Leute buchstäblich weg.

    Ist mir neulich auch aufgefallen, als ich mit ein paar Bekannten zusammen gesessen habe und wir √ľber Depressionen gesprochen haben und obwohl auch die Medien etwas sensibler damit umgehen kam doch gleich der Satz "ach ja, immer wenn was schief l√§uft im Leben, hat man gleich Depressionen".

    Ich glaube die meisten stempeln jeden ab, bei dem etwas im Gehirn nicht so funktioniert wie es "sein soll". Ich glaube auch, dass es etwas mit unserem gesellschaftlichen Bild von St√∂rungen im Gehirn zu tun hat, denn ADHS hat es schon immer gegeben, nur wurde es fr√ľher entweder nicht bemerkt oder war kein Problem, zumindest stellt sich mir die Frage, warum es heutzutage solch ein Tabuthema ist und ADHSler stellenweise als Simulanten hingestellt werden.

    Kann sein, dass es Angst ist, weil sie nicht wissen wie sie damit umgehen sollen, aber auf alle F√§lle ist es etwas f√ľr einen "Normalo" unvorstellbares. Denn jemand ohne ADHS kann einfach nicht verstehen, wie man wichtige Termine vergessen kann, er kann nicht verstehen, wie man seinen Haushalt und anderes nicht im Griff haben kann und schon gar nicht, wie es ist, wenn man sich nicht konzentrieren kann.

    Das rechtfertigt aber keinesfalls solch ein Verhalten, wie es einige eurer "Freunde" (wenn man sie denn noch so bezeichnen kann) an den Tag legen und auch wenn sie es nicht verstehen können, so können sie einen wenigstens so akzeptieren wie man ist.

    Es ist schwierig da noch etwas erkl√§ren zu wollen, wenn jemand pl√∂tzlich nicht mehr "verr√ľckt" (im positiven Sinne ) ist, weil verr√ľckt sein ist ja heutzutage lustig und cool, sondern das diese Person pl√∂tzlich eine St√∂rung im Gehirn/ADHS hat und schon sind wir beim dem verr√ľckt oder irre, was nicht mehr lustig ist, sondern Angst macht. Versteht ihr was ich meine?

    Dann geht die Abstempelei wieder los und Dummheit und Intolleranz zirkulieren und es werden Angriffe wie "sowas gibt es nicht, Du willst blo√ü nicht" oder auch diesen bl√∂den Satz "wenn man will kann man auch" und diese Angriffe werden als Verteidigung genutzt, um entweder nicht weiter dar√ľber nachdenken zu m√ľssen oder aber, der Mensch ist ja Gewohnheitstier, man aus seinen eigenen Strukturen ausbrechen m√ľsste um einen Umdenkprozess einzuleiten. Es ist ja einfacher, seinen alten Gewohnheiten und Gedanken oder seinem Wissensstand treu zu bleiben, alles andere w√§re ja zuviel Stress und w√ľrde bedeuten, das man das eine oder andere Mal einen Fehler gemacht hat

    Alles in allem wird es wohl noch ein langer und einsamer Weg sein, bis ADHS in unserer Gesellschaft genauso etabliert ist, wie Diabetes.

    Lasst euch nicht unterkriegen, wir sind auf dem richtigen Weg und mit jedem Stein der einem in den Weg gelegt wird, kann man sich eine Br√ľcke bauen, auch wenn es oftmals so aussieht als steht man am Abgrund. Den Anfang haben wir gemacht, jetzt hei√üt es durchhalten, denn ADHS ist nicht das Problem, sondern die alten, √ľberholten Ansichten und Richtlinien in unserer Gesellschaft!



    Liebe Gr√ľ√üe
    Sunshine

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