Seite 2 von 3 Erste 123 Letzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 28

Diskutiere im Thema Toleranz und Intoleranz im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Hi,

    es geht euch also auch irgendwie so! Mich belastet das im Moment sehr, da mein Kopfkino ständig diesen einen Film in ständiger Neuauflage spielt.
    Das ist sicher in erster Linie mein Problem, weil ich mich mit mir auseinandersetzen muss! Aber es ist trotzdem sehr schwierig. Das schwerste daran ist für mich, dass ich jetzt lernen muss, mich selbst so zu akzeptieren, wie ich bin. Mich anzunehmen, wie ich bin! Nicht mehr dauernd die Frage "WARUM?" zu stellen.
    Auch dieser Lernprozess ist belastet mich, weil ich versuche, die Fehler von früher zu vermeiden und diese dann doch mache. Weil ich versuche, mich im Griff zu haben und dann doppelt versage!

    Ein langer Weg liegt vor mir! Aber der Weg ist das Ziel!

    LG

    Snagila

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Toleranz- Intoleranz wisst ihr ich denke es hat mehr was mit verstehen -(akzeptieren) zu tun

    die leute können unser ticken -inneres nicht verstehen wie auch -sie durchleben es nicht jeden tag man kann sich schwer in so etwas reinversetzen und
    durch dieses nichtverstehen bekommt man seinen stempel- ich denke man fängt sowas erst an zu akzeptieren -verstehen wenn man es am eigenen Leib verspührt oder?

    bevor ich eigentlich erst ma kapiert haben was mit mir los ist war ich überhaupt nicht in der Lage -ich nen es mal die macken meiner kinder zu verstehen -ihre vergesslichkeit -obwohl ich sie gerade darauf hingewiessen habe- ihre schusselichkeit -alles zu verlegen und zu verlieren- ihre impulsivität -.............usw. (bis man mich konfrontierte ich bin haargenauso und ich hab`s nie gesehen oder wahrgenommen ich bin halt so)

    ist es leicht so etwas zu akzeptieren und als eine Fehlfunktion im Hirn abzutun -neeeeeee
    ich habs nicht verstanden und toleriert ,konnte es nicht akzeptieren weil dies nur probleme gab - weil man sich diese dadurch macht
    macht vieles schwer es ist ein laaaaaaaaaaaanger schritt

    wenn man selber das nicht kann wie sollen die Normalos(wie ihr sie so schön bezeichnet)das verstehen

    obwohl es meiner Meinung nach keine" normalos " gibt wir sind alle individuell und jeder hat sein splinn , macken- Was ist normalo ? gibts dafür ein katalog

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Toleranz ist in Bezug aus Erkrankungen für mich zum Fremdwort geworden, ich habe aber gleich zwei solche unglückliche Störungen. Neben der ADS habe ich auch noch eine leichte Epilepsie, die mir auch oft Kummer bereitet.
    Da ich sehr offen mit meinen Wehwehchen umgehe, pralle ich im Umgang mit Mitmenschen oft auf eine Mauer des Unwissens und der Ignoranz, die mich fast immer mit dem Gefühl zurückläßt, ein fauler und unfähiger Schwachsinniger zu sein. Mit der Zeit schleicht es sich ein, dass man sich selbst mit den Augen der Anderen sieht, das ist Gift fürs Selbstbewußtsein, aber es bleibt auf Dauer nicht aus.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 234

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Es wird mir immer vorgeworfen, dass ich ständig die selben Fehler mache.
    Dass ich immer das Selbe vergesse und meinen Haushalt nicht auf die reihe bekomme. Dass ich mitten in einem Gespräch plötzlich abwesend bin oder nicht kommunizieren kann.
    Das kann es doch nicht geben!! Aus Fehlern lernt man doch, sagen alle, wieso machtst du immer die selben?

    Ich kann auf diese Vorwürfe gar keine Antwort geben , ich kann halt nur sagen, dass es so ist .

    Auch wenn ich mich bemühe keine Fehler zu machen, es passieren immer wieder die selben.

    Sobald ich Menshcen näher komme, werde ich schon wieder ausgegrenzt deshalb. Und es ist ja nur meine Schuld. Stimmt ja auch, ich kann aber nicht anders. Oder doch? Ich weiss es nicht.

    Es gibt Menschen, die meinen schrägen Humor schätzen, aber das ist schon alles. Dann wird mal herzlich gelacht, und dann bin ich schon weg vom Fenster. Für eine freundschaft oder eine Beziehung ist das nicht genug.


    Schneeflocke

  5. #15
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Hi,

    ich sehe es wircklich im Moment so: Ich will zurück zu meinem alten Leben! Ich will ein ganzes Jahr einfach streichen!

    Ich war anders! Na und? Ich war doof, nicht integer, moralisch daneben, ...!

    Egal! Ich war 38 Jahre lang so und hatte gelernt, damit zu leben! Jetzt bin ich ADHS und nichts mehr von dem, was ich war! Jetzt bin ich "GESTÖRT"!

    Vor allem bin ich jetzt selbst total verstört und finde mich nicht mehr zurecht! Toleranz schlägt in Intoleranz um, Akzeptanz ist nicht mehr vorhanden!

    Wie schon oben gesagt: Je mehr ich mich verstehen lerne, desto weniger wird mein Verhalten akzeptiert!

    Dabei bin ich doch nicht anders als vorher!

    Ich verstehe einfach nicht mehr, was hier passiert bzw. warum das passiert! Und ich fühle mich so unendlich hilflos dabei! Kennt ihr das auch?

    LG

    Snagila

  6. #16
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Liebe Snagila,

    vielleicht lernst Du mehr AD(H)S zu verstehen und es als Störung zu betrachten - mir geht es ebenso. Dein Umfeld kennt Dich aber seit 38 Jahren nicht anders als das, was Du bis zu Deiner Diagnose warst. Das wirft nicht nur Dein eigenes Bild durcheinander, sondern wohl auch leider das Deiner Umwelt.

    AD(H)S ist alleine in Fachbereichen der Medizin nicht anerkannt, auch in der Psychologie kommt es gerade erst so langsam durch. Wie sollen da Durchschnittsbürger mit klar kommen, wenn nicht einmal Neurologen eine andere Reaktion wissen, als liebevoll-mitleidig zu lächeln? (habe ich ürbigens selbst oft genug erlebt...)

    Es ist schwierig, weil eben unsere Umwelt damit nicht zurecht kommt - und das, was wir uns selbst erhoffen würden um damit, mit der Diagnose und mit uns selbst, zurecht zu kommen, einfach nicht geliefert werden kann. Etwas, das wir so dringend an Zuspruch bräuchten, um besser mit unserem Leben und unserem Empfinden zurecht zu kommen...

    Mir geht es ebenfalls wie Dir - und ich habe jeden sch*** verdamm*** Tag mit Psychologie von Studenten bis Professoren zu tun. Alleine mein engster Kreis - außerhalb der Psychologie! - versteht mich und steht zu mir. Das finde ich echt traurig!

    Du schreibst in Deiner Sigantur: "Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist!"

    Genau DAS ist die einzige Möglichkeit, wenn Du mich fragst.

    Es ist verdammt schwierig und wir stoßen auf soviel Intoleranz, leider. Aber wer sonst, außer uns, sollte das Thema AD(H)S sonst so offen diskutieren und auf die Straße bringen? Das tut ja bedauernswerterweise nur die geringste Zahl von Medizinern und Psychologen.

    Lasse Dich bitte nicht unterkriegen. Ich erlebe tagtäglich soviel Intoleranz von Menschen, die eigentlich eine größere Toleranz aufgrund ihres Wissens haben sollten, als von sonst jemandem.

    Anders herum erlebe ich allerdings auch sehr viel Toleranz von Menschen, die mal so gar keine Ahnung von dem Thema haben und die Diagnose vielleicht als solche annehmen, wenn auch nicht ganz verinnerlichen können. Die selben Menschen sind allerdings auch (erstaunlicher- und erfreulicherweise) der Meinung, dass das eben nunmal zu meinem Charakter gehört und mich auch eben ausmacht, weil soviele gute Seiten damit einhergehen.

    Drücke Dich mal ganz fest - Du bist damit nicht alleine, liebe Snagila!

    Liebe Grüße!
    Geändert von Ehem. Mitglied 14 (25.05.2010 um 23:09 Uhr) Grund: Räschtschreibunk

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Oh, oh, ein schwieriges Thema!
    Bei mir sehen die Reaktionen sehr unterschiedlich aus.
    Meine Mutter steht voll hinter mir, aber eigentlich schon immer. Sie sagt immer (habe ich in einem anderen Thread schon mal geschrieben): "Ich verstehe es nicht wirklich, aber es ist nun mal so." Darüber bin ich sehr, sehr froh.
    Dann gibt es z. B. meinen Opa, der meint: "Das kann doch nicht sein, dass du das vergessen hast, usw." Aber eigentlich kann ich ihm nicht einmal einen Vorwurf daraus machen, wer kann ADS bzw. ADHS schon nachfühlen, wenn er nicht, wie wir, selbst davon betroffen ist.
    Gott - sei - Dank steht aber der größte Teil meines Umfeldes hinter mir und versucht es zu verstehen, wie meine Mutter.
    Ich muss aber auch sagen, dass ich mir natürlich Mühe gebe und mich auf keinen Fall auf dem ADS ausruhe. Aber ich denke das tun wir alle hier, warum würden wir uns sonst so intensiv austauschen und nach Lösungen suchen. Außerdem bin ich ein sehr ehrlicher Mensch, der dann auch mal sagt: "Ok, das war jetzt einfach nur "Blödheit" von mir und hat nichts mit ADS zu tun." oder in der Schule auch mal zugibt, dass er nicht oder wenig gelernt hat, obwohl das meistens leider nicht der Fall ist und aber notenmäßig so aussieht, aber da brauche ich den meisten von euch ja nichts zu erzählen, kenn ihr sicher auch.
    Ich denke Ehrlichkeit ist sehr wichtig, auch in Bezug auf ADS bzw. ADHS. Das man auch mal zugibt, wenn etwas nichts mit der Krankheit zu tun hat. Aber dieser Tipp hängt jetzt natürlich von meinen überwiegend positiven Erfahrungen damit ab. Wem man von ADS bzw. ADHS erzählt, ist nicht immer ganz einfach, sieht man ja besonders hier in dieser Rubrik.
    Ich wünsche euch allen auf jeden Fall auch mal die Erfahrung machen zu können, so angenommen zu werden, wie wir nun mal sind. Denn die Belastung der Krankheit alleine ist schon groß genug, da brauchen wir wirklich nicht auch noch Leute, die uns erzählen wollen, das ganze ist nur erfunden und eine Ausrede.

  8. #18
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Toleranz und Intoleranz

    Hi,

    das wirklich komische an Toleranz und Intoleranz seit der Diagnose ist echt die Umkehrung! Und das schwierigste an der ganzen Sache ist, selbst damit klar zu kommen. Jede Erklärung des Verhaltens wirft neue Fragen auf, jede Reaktion wird (vor allem von mir selbst) anders analysiert, Fehlverhalten wird mit Willenskraft im Vorfeld versucht, zu vermeiden und bricht sich dann nur um so heftiger Bahn.

    Vielleicht ist es überhaupt das eigentliche Problem: Sich endlich selbst verstehen und akzeptieren! Nicht mehr die Vogel-Strauß-Methode anwenden wollen und um so heftiger im Dreck landen und den Kopf dann noch tiefer in den Sand stecken?

    Ich weiß es nicht! Aber ich arbeite an der Lösung!

    Oder anders: Ich habe eine Lösung, leider passt die nicht zum Porblem!

    LG

    Snagila

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Toleranz und Intoleranz

    hi du...;-)

    na das ist echt alles gut rübergekommen von dir.
    sehe mich da echt wieder...g

    versuche auch alles zu analysieren nach dem wissen das ich ads habe.

    lieben gruss, chr....

  10. #20
    :-)

    Gast

    Daumen hoch AW: Toleranz und Intoleranz

    Achterbahn schreibt:
    Ich habe die Diagnose noch vor mir. Was ich hier lese ist ja nicht gerade ermutigend. Meine Familie und meine Freunde haben es schon so lange mit mir ausgehalten, was sollen da die paar Buchstaben die meinem Anderssein einen Namen geben aendern? Dass ich Dinge gerne anders als die Anderen sehe, eigen eigenartigen Geschmack habe und Chaos auf Beinen bin wissen die doch schon lange??? Die Toleranz muss vor allem ich selbst finden nur so kann ich mit den laehmenden Selbstvoruerfen aufhoeren.
    Diese Zeilen haben mich sehr positiv beeindruckt,echt klasse !

Seite 2 von 3 Erste 123 Letzte

Stichworte

Thema: Toleranz und Intoleranz im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum