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Diskutiere im Thema Angst vor Veränderungen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 258

    Angst vor Veränderungen

    Hi,

    ich habe mal eine Frage an Euch:

    habt ihr auch Angst vor Veränderungen?

    D.h. auch vor sogenannten "Verbesserungsveränderung en":

    Wohnortwechsel - auch wenn Wohnung/Haus objektiv schöner als das bisherige Wohngehäuse ist.

    Arbeitsplatzwechsel - auch wenn die Arbeitsbedingungen objektiv besser sind als der bisherigen Stelle

    Aufgeben bestimmter Rituale - auch wenn diese eher aufwendig oder störend sind?

    etc...

    Ist das bei ADHSlern häufiger als bei sogenannten "Normalen" ?

    Gruß pingpong

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Angst vor Veränderungen

    Hi pingpong,


    ich selber der Prototyp der Veränderungsangst. Ich sollte mir z.B. mal seit Jahren eine größere Wohnung suchen. Und obwohl ich es mir leisten könnte, sträubt sich irgendetwas in mir. Nächstes Problem: Ja, sollte ich vielleicht mal in einen anderen Bezirk ziehen? - Nieeeee. usw.

    Ich könnte mir aber vorstellen, dass das anerzogene Verhaltensmuster sind. Wenn man seine Eltern so erlebt hat, dass Veränderungen nichts gutes bedeuten, oder dass man vielleicht selber die Erfahrung gemacht hat, dass Veränderung Ungemach mit sich bringt, dann speichert man das mglw. als unangenehmes Gefühl ab.

    Gruß,

    Rollo

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Angst vor Veränderungen

    hi pingpong,
    ja das kenne ich auch aber ich weiß das mein chaos und die ängste irgendwann ein ende haben..
    bis jetzt habe ich nur positives erlebt wenn es darum ging umzuziehen oder sich umzugewöhnen und so weiter.

    es tut immer weh und das darf es auch. es darf einen auch verunsichern und man darf auch dagegen versuchen zu rebellieren wäre schlimm wenn das nicht passieren würde denn das ist "normal"

    mein mann muß für 3 jahre beruflich nach köln und das ist ca 300km von unserem wohnort weg. wir können nicht mitziehen wegen unserem haus und wir beide(meine tochter und ich) brauchen eine kontinuierliche struktur. und wieder neuer ort, neue schule umgebung usw.. wäre purer stress..

    das ist die hölle für mich gewesen bzw ist es immer noch aber... ich sehe immer das positive daran. er ist am WE zuhause und im urlaub. wir können jeden abend lange telefonieren. ich kann wieder was für mich machen und mich auf diesem weg vielleicht igendwo finden

    es tut mir sehr weh und ich habe sämtliche ängste.. schaffe ich das mit meinem chaos und meinen verlustängsten??? schaffe ich das alles alleine mit meiner süßen.. bkommt er auch wirklich wieder nach hause oder findet er vielleicht eine tolle "normale" frau dort ?? usw...

    aber ich darf so fühlen weil es "normal" ist..jeder nicht adhs/ads familie fühlt genauso vielleicht nicht so intensiv aber es ist "normal"

    Jeder mensch hat probleme mit veränderungen umzugehen. nur ich habe gelernt das ich angst haben darf und mich auch winden und verstecken davor usw..solange ich es aber trotzdem versuche.
    denn ich möchte glückich werden und ICH möchte mein leben bestimmen und ICH bin ich und nicht mein ADHS ist ICH!!

    Daher kurz gesagt! Es ist ok angst zu haben und gegen alles neue zu rebellieren, nur versucht auch die positiven seiten zu sehen. denn es bereichtert eurer leben!!! und jede gute veränderung macht das leben EUER leben Lebens und liebenswerter!!

    in diesem sinne
    eure saphira

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 258

    AW: Angst vor Veränderungen

    Danke Rollo, danke Saphira,

    für Eure Rückmeldung.

    Ich könnte mir schon vorstellen, dass diese Angst "erlernt" ist.

    Bei mir ist es die Sorge, dass mein Chaos (im Kopf und sonstwo) nach einer Veränderung noch größer ist als vorher.
    z.B. dass das Einlernen in einer neuen Arbeitsstelle+ gleichzeitige Veränderung des Wohnortes mich überfordern könnten.

    Wenn ich z.B. eine neue Stelle von meinem Wohnort "anpeilen" kann, beunruhigt mich das weniger als wenn ich beide Veränderungen gleichzeitig in meinem Kopf "verschalten" muss.

    Gruß pingpong

  5. #5
    soary

    Gast

    AW: Angst vor Veränderungen

    Hallo pingpong,

    Angst vor Veränderungen? Nein.
    Ich war da schon immer sehr mutig, zu mutig manchmal

    Mal kurz 2 Tage überlegt und schwupps.. Umzug alleine mit kleinem Kind in eine völlig fremde Großstadt.

    Sicher kamen da immer irgendwelche Schwierigkeiten, aber die hab ich jedesmal gemeistert und bin heut eigentlich echt stolz drauf.

    Wenn man etwas neues beginnt, egal ob Wohnung oder Arbeit, wird es sicher hier und da mal haken. Aber das kann dir auch passieren, wenn du alles beim Alten lässt.

    LG soary

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Angst vor Veränderungen

    soary schreibt:
    Hallo pingpong,

    Angst vor Veränderungen? Nein.
    Ich war da schon immer sehr mutig, zu mutig manchmal

    Mal kurz 2 Tage überlegt und schwupps.. Umzug alleine mit kleinem Kind in eine völlig fremde Großstadt.

    Sicher kamen da immer irgendwelche Schwierigkeiten, aber die hab ich jedesmal gemeistert und bin heut eigentlich echt stolz drauf.

    Wenn man etwas neues beginnt, egal ob Wohnung oder Arbeit, wird es sicher hier und da mal haken. Aber das kann dir auch passieren, wenn du alles beim Alten lässt.

    LG soary
    Ob das mutig ist?? Wer von klein auf öfter man woanders war, dem fällt es leichter als Anderen.

    Geht auch "Normalos" so, nicht nur ADHSlern.

    Bin auch mit meinen Kindern umgezogen und hab 1 Jahr alleine gewohnt. Dann zog mein Mann wieder mit ein.

    Was mir jetzt allerdings Angst macht - die DHH neben uns wurde jetzt verkauft an eine Familie mit 4 Kindern. Sie scheint mir ein bisschen arrogant (?) ... keine Ahnung, was die von uns denken wird oder wie die Kinder auf meine Kinder reagieren .... mach mir da immer so meine Gedanken darüber, wie wir auf Andere "wirken". Laut, auffällig, hektisch, agressiv???

    Und wenn ich dann mal frage bekomm ich gesagt, dass meine Kinder sogar ziemlich lieb sind im Gegensatz zu Andern.

    Die Unsicherheit bleibt (schwer das wegzukriegen, wenn die Kindheit wie bei so Vielen so negativ war "Nie machst du was richtig!").
    Geändert von MefaMama ( 7.05.2010 um 19:12 Uhr) Grund: Schusseljule. Hatte was vergessen.

  7. #7
    soary

    Gast

    AW: Angst vor Veränderungen

    @Mefamama: wo hast du denn gelesen, das sich öfter woanders war als ich klein war?





    @pingpong: dass einen nen Orstwechsel samt neuer Arbeit überfordern könnte, da stimm ich dir zu. Aber ich denk, wenn man sich "eingelebt" und "eingearbeitet" hat, legt sich das wieder und man findet sich zurecht.
    Geändert von soary ( 7.05.2010 um 19:53 Uhr)

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Angst vor Veränderungen

    @soary

    Das war gar nicht speziell auf dich bezogen (heut hab ich`s aber auch mit undeutlicher Schreiberei *seufz*). Galt der "allgemeinen Bevölkerung" *g*

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 540

    AW: Angst vor Veränderungen

    Hallo pingpong,

    ich musste in meinem Leben 20-ig mal umziehen, habe xunzwanzig Arbeitsstellen gehabt und ich habe eine wahnsinnige Angst vor Veränderungen.

    Wobei die Angst aber aus den Negativerlebnissen stammt, vlt. kannst du Alternativlösungen finden, wie z.B. übergangsweise in Untermiete oder in Pension ziehen, zuerst einmal schauen, wie die ersten 3 Monate laufen, oder so?

    Eine weitere Frage ist natürlich, in wie weit du bereit bist, dein soziales Gefüge um dich herum aufzugeben, hast du nur wenige und gute Freundschaften, die verlieren sich auch nicht, wenn du weiter weg wohnst. Bist du da, wo du wohnst in einem festen Gefüge /Vereine und andere Freizeitaktivitäten) verankert, wird es, denke ich, schwieriger.

    Keine Veränderung bedeutet auch keine Verbesserung.

    Hast du Freunde, zu denen du jederzeit zurück kannst,die breit sind dich aufzufangen.
    Fühlst du dich, da wo du bist, Daheim?

    Solche Fragen stelle ich mir bei Veränderungen.

    LG, Anja

  10. #10
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: Angst vor Veränderungen

    Ich bin auch nicht unbedingt ein Freund von Veränderungen.

    Umzüge, neue Arbeitsstellen, Veränderungen jeglicher Art beschäftigen mich im Vorfeld sehr, verunsichern mich und machen mir teils ebenfalls Angst.

    Ich denke, dass sich so etwas gerne entwickelt, wenn in jungen Lernjahren - sprich als Kind - oft Unsicherheit erlebt wurde. Dann sind später Veränderungen jeglicher Art vielleicht Auslöser für das als Kind empfundene Gefühl, das dann wieder hoch kommt. MefaMama hatte das ja oben schon so ähnlich geschrieben.

    Ich selbst sehe in Routinen und gleichbleibenden Dingen eine Art Sicherheit. Ich kann mich zwar auf Neues recht schnell einstellen, kann aber auch schonmal zickig werden, wenn jemand diese für mich sicheren Bahnen durchbricht.

    Vielleicht ist das unter AD(H)S´lern noch eher verbreitet als unter dem "gesunden" Teil der Bevölkerung, weil gerade wir so sehr auf feste Strukturen angewiesen sind? Als Kind habe ich mich schonmal öfter hilflos gefühlt, wenn eine Struktur wegfiel und ich zu hören bekam "stell´ Dich nicht so an", "konzentrier´ Dich mal", "sei doch nicht so hektisch" oder "wo ist denn das Problem? Verstehe ich nicht...", etc., pp.

    Da finde ich es kein Wunder, dass ich Veränderungen eher ablehnend bis ängstlich gegenüber stehe.

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