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Diskutiere im Thema ADHS: Anerkannte psychische Krankheit? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-BeitrÀge: 111

    Frage ADHS: Anerkannte psychische Krankheit?

    huhu
    weiss jemand genau ob adhs ibei erwachsenen eine annerkannte psychische erkrankung ist gibt es da einen artikel oder steht das im gesetz?
    danke fĂŒr eure hilfe.

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-BeitrÀge: 6.172

    AW: ADHS: Anerkannte psychische Krankheit?

    SalĂŒ maryy

    Ja, ADHS ist eine anerkannte psychiatrische Krankheit, sie wird aber leider noch nicht von allen Ärzten akzeptiert. Viele Fachpersonen behaupten immer noch es sei nur eine Modediagnose um den Verkauf von mph zu fördern

    Schaue einmal hier, da ist ein Artikel in dem die Diagnose und Behandlung beschrieben ist.:Empfehlungen zur Diagnostik asnp.pdf

    Wenn du dazu noch Fragen hast, stelle sie ruhig. Du kannst aber auch in den BeitrÀgen in diesem Kapitel ADS/ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung - ADS ADHS bei Erwachsenen Forum noch nachschauen.

    Herzliche GrĂŒsse
    Pucki

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-BeitrÀge: 98

    AW: ADHS: Anerkannte psychische Krankheit?

    Kurze Frage zur PrĂ€zisierung... habe mich diesbezĂŒglich nicht informiert, dachte ich frag gleich hier nach:

    Ist es NUR als PSYCHISCHE Erkrankung anerkannt?

    Aus meiner Sicht ist es nÀmlich zumindest auch, wenn nicht sogar hauptsÀchlich in der NEUROLOGIE anzusiedeln. Die Ursache ist ja durch die "Fehlfunktion" im dopaminergen System klinisch nachzuweisen...oder nicht?

    Lg
    Kit

  4. #4


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-BeitrÀge: 20.808
    Blog-EintrÀge: 40

    AW: ADHS: Anerkannte psychische Krankheit?

    Hallo

    Ausschlaggebend sind in dem Fall die Symptome, welche sich eben im psychiatrischen Bereich ansiedeln.

    Ansonsten könnte man z.B. auch jede Form der Depression, die einen gestörten Serotoninhaushalt mit sich bringt, als neurologische Störung einstufen, was aber auch keiner machen wĂŒrde.

    Reine neurobiologische Ursachen als Ursache einer AD(H)S anzunehmen, ist zudem ein ĂŒberholter Stand der Wissenschaft.

    Die meisten Fachleute sind sich mittlerweile einig, dass ebenso weitere, sozialpsychiatrische und andere Umwelt- Faktoren eine Rolle bei der Entstehung und im Verlauf einer ADHS bzw. ADS spielen.

    Eine generelle Störung im Bereich Stoffwechsel, z.B. des Dopaminstoffwechsels, ist zudem bis heute wissenschaftlich nicht nachgewiesen, sondern eben nach wie vor nur eine Hypothese.





    Liebe GrĂŒĂŸe,
    Alex

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-BeitrÀge: 92

    AW: ADHS: Anerkannte psychische Krankheit?

    Entschuldigung, dass ich mich einmische. Aber ADS als Krankheit zu bezeichnen, bzw. anzuerkennen zielt m. E. genau in die falsche Richtung.

    Ist es nicht vielmehr so, dass das Gehirn bei uns anders "geschaltet" ist
    und dadurch die Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, ImpulsivitÀt usw. sich
    von den "Normalos" unterscheidet?! Was hat das mit einer psychischen Krankheit zu tun?

    Wenn ĂŒberhaupt von Krankheit gesprochen werden kann, dann wohl
    eher bezĂŒglich der vielfĂ€ltigen KormobitĂ€ten, die sich aufgrund der
    typischen langjÀhrigen "Erfahrungen" im wirklichen Leben einstellen.


    Gruß,
    Tommy

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-BeitrÀge: 98

    AW: ADHS: Anerkannte psychische Krankheit?

    genau , das denke ich auch @tommy...

    es ist wohl auch deswegen, dass ich ads fĂŒr mich eher im neurologischen Bereich ansiedle, da die probleme ja eigentlich durch umfeld und lebensart verursacht werden. (bei tieren wĂŒrde man wohl von "nicht artgerechter haltung" sprechen )...wobei ich auch nicht wusste, dass die theorie mit dem dopaminergen system noch nicht wirklich fundiert bestĂ€tigt ist.

    allerdings wĂ€re es fĂŒr mich logischer und auch angenehmer zu akzeptieren, wenn von einer neurologischen variation ausgegangen werden könnte, die die grundlage fĂŒr ads bildet...was daraus wird, hĂ€ngt sehr stark vom umfeld ab...

    aber medizin und wissenschaft sind ja kein wunschkonzert... daher interpretiere ich lieber

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-BeitrÀge: 92

    AW: ADHS: Anerkannte psychische Krankheit?

    @Kityara
    BezĂŒglich der Entstehungsursache Streiten sich ja auch die BefĂŒrworter und Gegener
    einer ggf. notwendigen Medikamentenbehandlung mit Methylphenidat. Was ja auch
    nachvollziehbar ist, wenn man sich ĂŒber Dopaminmangel oder DopaminĂŒberschuss
    bzw. verzögerter Wiederaufnahme oder erhöhter Abgabe streitet.

    Das Wichtigste ist doch, ob dem ADS`ler geholfen werden kann oder nicht, notfalls
    eben auch mit Medikamenten (ich glaub jetzt geht es am Thema vorbei - sorry).

    Aber nochmal: Als Psychische Erkrankung sehe ich ADS nicht.


    Tommy

  8. #8


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-BeitrÀge: 20.808
    Blog-EintrÀge: 40

    AW: ADHS: Anerkannte psychische Krankheit?

    Naja

    Die Ansicht, ob man nun selbst seine AD(H)S als Krankheit bzw. Störung bezeichnen will oder nicht, ist denk ich sehr individuell und letztendlich auch abhÀngig von den individuellen Auswirkungen bzw. davon, wie man in der Lage ist, damit umzugehen.

    Auf einer Skala, auf der am einen Ende eine furchtbare, Leidens-verursachende Krankheit steht und am anderen Ende eine besondere, GlĂŒck-bringende Gabe, ist jeder Zwischenschritt möglich.

    Wobei ich hier deiner Meinung (@ tommy) bin, dass die eigentliche AD(H)S zumindest bei Erwachsenen i.d.R. das kleinere Übel ist, sondern der eigentliche Leidensdruck sowie die psychischen Symptome zum ganz großen Teil durch das Sammelsurium an KomorbiditĂ€ten verursacht wird, die beim einen mehr und bei anderen wiederum weniger zum Tragen kommen.

    Tommy schreibt:
    Aber ADS als Krankheit zu bezeichnen, bzw. anzuerkennen zielt m. E. genau in die falsche Richtung.
    Zielt meiner Ansicht nach schon allein daher in die richtige Richtung, da genau das letztlich die Voraussetzung dafĂŒr ist, dass die im Rahmen einer AD(H)S-Diagnostik und -Behandlung anfallenden Kosten auch von den Krankenkassen ĂŒbernommen werden.

    Ansonsten wĂ€ren wir schon allein (aber nicht nur) aus finanziellen GrĂŒnden schnell wieder bei den frĂŒheren ErklĂ€rungsmodellen der Psychiatrie, unter denen AD(H)S-Betroffene zig Jahre lang unter dann hĂ€ufig wechselnden Diagnosen wie bipolarer Störung, Borderline-Syndrom, schizoider Persönlichkeitsstörung, Schizophrenia simplex und Vergleichbaren eingeordnet und mit entsprechender, mehr oder (meist) weniger effektiver Medikation (Neuroleptika, Phasenprophylaktika, usw.) und mehr oder (meist) weniger effektiven, auf den entsprechenden Diagnosen aufbauenden Psychotherapien und Vergleichbarem behandelt wurden.

    Mag jeder selbst entscheiden, ob ihm das lieber wÀre.



    Liebe GrĂŒĂŸe,
    Alex

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-BeitrÀge: 92

    AW: ADHS: Anerkannte psychische Krankheit?

    Ja, Alex, da hast Du schon Recht, bezĂŒglich der Behandlung resp. Bezahlung der
    Arzt- und Therapiekosten. Ich wollte auch nur deutlich machen, dass wir als
    Betroffene uns nicht als psychisch krank "abstempeln" lassen dĂŒrfen. Das macht
    es den Anderen meiner Ansicht nach zu einfach, weil wir nicht in ihr "Raster" passen.

    Nach meiner Erfahrung erfolgt bei den meistens vorhandenen KormobiditÀten
    die Behandlungen und Therapie dieser oft lange bestehenden Probleme.

    Im Grunde können (mĂŒssen?) wir froh sein, dass es Fachleute gibt, die sich
    (auch) mit ADS auskennen. So dĂŒrfte es dann auch kein Problem sein, nach
    einer erfolgten Diagnose die passende Behandlung zu erhalten.

    Gruß,
    Tommy

  10. #10


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-BeitrÀge: 20.808
    Blog-EintrÀge: 40

    AW: ADHS: Anerkannte psychische Krankheit?

    Hallo

    Tommy schreibt:
    Ich wollte auch nur deutlich machen, dass wir als
    Betroffene uns nicht als psychisch krank "abstempeln" lassen dĂŒrfen.
    Wobei es leider hier in dieser Gesellschaft grĂ¶ĂŸtenteils tatsĂ€chlich so ist, dass man mit einem entsprechenden Dogma belegt und eben wirklich "abgestempelt" wird, sobald es bekannt wird, dass man tatsĂ€chlich eine psychische Krankheit hat.

    In der Tat muss man sich mal fragen, auf welchen Annahmen und auf welchem Wissen das dann beruht.

    Das ĂŒbliche, gesellschaftliche Bild ist vollkommen durchsetzt von falschen Information und Vorstellungen, die nicht zuletzt auch noch von den Medien ("Geisteskranker tötet Frau und Kinder"), entsprechenden filmischen (Einer flog ĂŒber das Kuckucksnest" usw) und sonstigen allgemein bekannten "Machwerken" unterstĂŒtzt und bestĂ€tigt werden.

    Dass beispielsweise nur ein winziger Prozentsatz aller psychisch Kranken irgendwie "gefĂ€hrlich" oder (so, wie man sich das auch immer vorstellt) "verrĂŒckt", "irre" oder was auch immer ist, wird dabei ebenso ignoriert, wie die Tatsache, dass psychische Krankheiten - auch sehr schwerwiegende wie z.B. Psychosen - in der heutigen Zeit fast immer heilbar oder zumindest so adĂ€quat behandelbar sind, dass ein "normales" und unauffĂ€lliges Leben unter allen nicht-psychisch-Kranken möglich ist.

    Letztendlich wirkt dabei sicher auch die Tatsache wesentlich mit, dass psychische Krankheiten nach wie vor noch stark tabuisiert werden, was wohl letztlich der Angst entspringt, vielleicht sogar selbst davon betroffen zu sein oder irgendwann in Zukunft mal entsprechend zu erkranken.

    Wahrscheinlich braucht dieses Gesellschaft auch irgendwie einen SĂŒndenbock fĂŒr ihre schwarzen Seiten und einen ausgleichenden Gegenpol zu den ganzen klugen, schönen, reichen und natĂŒrlich absolut fehlerfreien Menschen und psychische Krankheiten bzw. die davon Betroffenen eignen sich in dem Punkt hervorragend.

    Je weniger Ahnung man davon hat, desto hervorragender ist diese Eignung.




    Liebe GrĂŒĂŸe,
    Alex

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