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  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 92

    AW: ADHS: Anerkannte psychische Krankheit?

    ...und genau dehalb würde und werde ich "es" für mich behalten.
    Meine Erfahrung (Sohn mit ADHS "durchgebracht") ist, dass nicht betroffene
    Menschen es gar nicht richtig verstehen.

    Dabei kommt es auch nicht darauf an, ob sie unzureichend oder einseitig informiert sind. Wahrscheinlich kann auch niemand von uns erwarten, dass sich "Normalos" wirklich umfassend informieren.

    Letztentlich haben alle eigene Probleme und im Zweifelsfall wenig "Lust" objektiv
    mit ADS umzugehen.

    Wir müssen uns selbst mit dem "Schopf aus dem Sumpf ziehen" und das Beste
    aus unserer Eigenart machen. (Hört sich nach "Binsenweisheit" an, ist klar)

    Gruß,
    Tommy

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 98

    AW: ADHS: Anerkannte psychische Krankheit?

    ...Asche über mein haupt...

    Bis das Thema AD(H)S bei uns in der Familie aufkam (ich mein jetzt offiziell); das war Ende letzten Jahres, als meine Mutter erfuhr, dass mein Onkel (ca. 60J) schon seit längerem deswegen in Behandlung ist, weigerte auch ich mich ein Stück weit, ADS zu akzeptieren...

    Ich glaube, ein grosser Prozentsatz derer, die selbst nicht betroffen sind und auch niemanden in unmittelbarer Umgebung haben, haben einfach zuwenig Anreiz, sich darüber zu informieren.(off-topic: ich glaube, das ist hier in der Schweiz auch ein Hauptproblem bei Abstimmungen: Wer sich nicht informiert, kriegt nur die Botschaften mit, die mit 3 Wörtern auf ein Werbeplakat passen und ist extrem empfänglich für Marktschreierei...worauf ich jetzt nicht im Detail eingehen möchte...)
    ...was jedenfalls zur Folge hat, dass ein Grossteil der Öffentlichkeit nur das mitbekommt, was den Medien wert scheint, breitgeschlagen zu werden.
    (Und wir alle wissen ja, wie sich die Boulevardwelt / Regenbogenpresse mit der Farbpalette der Fantasie-Ergänzungen verhält... oder ihren Lesern mit vermeintlichen Expartenmeinungen sogenanntes "Fachwissen in verständlichen Häppchen" serviert, damit die Verkaufszahlen der nächsten Ausgaben gesichert sind...)


    Ich bin im Allgemeinen auch eher der Meinung, dass es mir besser bekommt, mich in diesem Thema zurückzuhalten. Mir ist glaube ich noch nie gelungen, ein Thema, das mir am Herzen liegt/mir wichtig ist nicht mit meinem gesamten Umfeld zu diskutieren... zumindest in meinem Büro... naja, bei einer Mitarbeiterin ist es mir mal "rausgerutscht" in einer schwachen Minute... als ich reden musste. War ein gutes Gespräch...mittlerweile denk ich anders drüber, weil ich genau weiss, dass sie nicht in mich rein sehen kann und relativ kühl die Meinung "Wenn du wolltest, könntest du..." vertritt, daher habe ich mich glücklicherweise noch rechtzeitig mit weiteren Erklärungen zurückgehalten... nicht dass sie noch denkt, ich wolle mich mit ADS rausreden oder mich entschuldigen. Ich musste mich schon WEGEN ADS bei ihr entschuldigen (weil ich sie aus Frust mal bisschen angeherrscht hab und streng genommen ist sie mir vorgesetzt...:S)

    und auch sonst merke ich (weil ich es einfach nicht schaffe, auf mein verdammtes maul zu hocken), dass ich häufig mit meinen erklärungen, erzählungen, ... mein Umfeld eher irritiere und abschrecke als auf Verständnis stosse... obwohl ich von mir zu wissen glaube, dass ich in meinem umfeld als extrem sachlich und logisch denkender mensch bekannt bin (die emotionale seite, die ich absolut nicht kontrollieren kann, bricht immer nur in bestimmten situationen hervor...) und deswegen auch glaube, ads verständlich und sachlich erklären zu können...

    abschliessend möchte ich sagen: seit der Diagnose weiss ich um das Potenzial, das in uns allen schlummert. und ich will es aktivieren. Deswegen bin ich zwar froh, dass die akzeptanz von ADS als Krankheit steigt, aber - wie ihr alle sagt - es ist eine persönliche Entscheidung, ob man sich selbst damit krank machen will/muss oder nicht. Auch wenn ich zurzeit noch sehr im Sumpfloch der Komorbiditäten stecke bin ich überzeugt, dass wenn ich diese Baustellen abgeschlossen habe und ein ADS-gerechteres Leben aufgebaut habe, wird was grosses draus.

    Affen werden schliesslich auch nicht im Aquarium gehalten.

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