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Diskutiere im Thema Unbeschwertheit im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 12

    Unbeschwertheit

    Hallo ihr Lieben,

    habe gerade zum Thema "Smalltalk" geschrieben wie schwer mir das fällt.
    Warum ich das bedauerlich finde ist, dass ich an so einem besagten Gesprächsabend, wenn sich die Themen um für mich langweilige und unwichtige Dinge drehen, eigentlich gern Teil des Ganzen wäre aber nicht bin.Alle anderen scheinen kein Problem mit dem Blödsinn zu haben, dadurch fühle ich mich ausgeschlossen.Nehme ich dann teil fühle ich mich als Heuchlerin.Oder als Spielverderberin, weil ich so ernsthaft bin.

    Um wirklich unbeschwert sein zu können brauche ich das Gefühl, wenigstens ein bisschen erkannt zu werden; das ist irgendwie so ein Teufelskreis.
    Viele Menschen wollen das Kennenlernen garnicht, und mir erschließt sich dann der Aufwand nicht.Ich frage mich manchmal ob es allen so geht.

    Und noch eine Frage: kotzt ihr euch auch manchmal selber so an wenn ihr über euch schreibt?Manchmal weiß ich nicht ob es wirklich die Antworten sind die mir helfen oder eher das Schreiben über mich selbst

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Unbeschwertheit

    Hallo!Vereinzelt geht es mir auch so.Ambesten sei wie du bist und wenn du gerne bei gewissen Themen teilnehmen moechtest Tues einfach.Das ist nicht schlecht.Man tausch sich aus und man lernt und erweitert sein Horizont nur wenn man sich austauscht.L.G Saly

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 324

    AW: Unbeschwertheit

    Ich kann nicht für die anderen sprechen, aber ich ich würde mal sagen das viele sich auch oft komisch fühlen, wenn sie hier über sich selber schreiben ( und ja ich bin definitiv mit von der Partie).

    Wenn ich das richtig verstanden habe ist für dich Smalltalk so eine Art Barriere die nur schlecht zu überwinden ist, um Leute wirklich so kennen zu lernen, dass Du mit Ihnen eine gute "Grundlage" hast? Oder?

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.756

    AW: Unbeschwertheit

    Nein, auf keinen Fall. Ich gehe immer davon aus, dass meine Gedanken für den Rest der Welt hochinteressant sind.

    So geht es auch Herrn T. in W., der deswegen den ganzen Tag twittert. Die Leute, die dann alles von ihm lesen, sind dann aber auch selbst schuld.

  5. #5
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Unbeschwertheit

    Hahaha, ja ich mich fesseln meine Gedanken auch ganz schön Und ich liebe verkorkste Menschen bei denen ich meine Gehirnwindungen richtig anstrengen muss.
    Smalltalk als Barriere klingt genau richtig!Dient er denn vielleicht genau dazu Menschen auf Distanz zu halten?Ich bin denke oft die anderen wollen dann garnicht mehr.Ich fühle mich danach auch so leer, als hätt ich mich tierisch angestrengt und nix bekommen.Und mittlerweile fällt mir oft auch garnix ein, und das mir!

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 324

    AW: Unbeschwertheit

    Hallo saden

    Nein, Smalltalk dient nicht dazu die Leite auf Distanz zu halten sondern eher dazu diese Distanz zu überbrücken. Denn viele Leute, die keinerlei Bezug zueinander haben, müssen sich erstmal mit Belanglosigkeit in ein tiefergehende Gepräch behelfen.

    Smalltalk ist auch vielen "normalos" zu simpel, aber alle machen es, denn ist auch ein guter Weg, deinem Ggü. zum ersten Mal einschätzen zu können.

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 322

    AW: Unbeschwertheit

    Genau so kenne ich es von meinem Bruder, er sitzt dabei, wenn alle reden, er würde gern mitreden, aber kommt nicht über die Schwelle. Nur in kleiner Runde oder mit einem einzelnen Gegenüber geht es, aber es gibt keine Einleitungsfloskeln a la "schön dich zu sehen", es muss auf den Punkt kommen.
    Ich bin eher das Gegenteil, mir ist kein Thema zu banal, um wo ich gehe und stehe mit irgendwem ins Gespräch zu kommen. Auch an der Kasse im Supermarkt oder bei ähnlichen Gelegenheiten versuche ich oft, über das notwendige Maß hinaus ein paar extra-Worte auszutauschen, so als müsste ich mich ständig vergewissern, dass wir zur gleichen Spezies gehören.
    Das ist aber auch sehr unterschiedlich, es gibt Tage, da möchte ich am liebsten überhaupt nicht reden, aber die sind eher selten.
    Andererseits schalte ich bei "ernsthaften" Gesprächen mit mehreren anderen schnell ab, weil ich manchmal nicht folgen kann oder weil ich nicht damit umgehen kann, wenn es ein sehr polarisierendes Thema ist und jemand anfängt unsachlich zu werden (dieses "Früher-war-alles-besser"-Ding bei Familienfeiern oder wenn jemand anfängt über Politik zu reden und es nur in einem Nörgeln ohne konstruktive Beiträge endet), dann versuche ich immer wenn es geht mich zurückzuziehen.
    Ansonsten trage ich wie man so schön sagt, "das Herz auf der Zunge" und habe mich damit auch schon in unschöne Situationen gebracht oder auch zu spät gemerkt, dass es mein Gegenüber gar nicht interessiert oder dass ich Dinge preisgebe, die ich besser für mich behalten hätte.

  8. #8
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 836

    AW: Unbeschwertheit

    Manchmal weiß ich nicht ob es wirklich die Antworten sind die mir helfen oder eher das Schreiben über mich selbst https://adhs-chaoten.net/images/smilies/002.gif
    Ganz eindeutig ist für mich das schreiben ein wichtiger Teil der Selbstreflexion und daher wichtiger als Antworten von Menschen die ich nicht mal persönlich kenne.

    Manchmal helfen auch die Antworten. Und manchmal erkenne ich (nicht selten zu spät) das mich einige Antworten sehr aufbringen...


    Ich glaube es ist leider nicht ungewöhnlich das "wir" mit langweilige Themen nix anfangen können und dennoch so gerne Teil der Gruppe werden möchten. Das ist wirklich ein sehr grosses Problem und für mich ein Grund für Ausgrenzungen bzw. das Gefühl ausgrenzt zu werden.

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 324

    AW: Unbeschwertheit

    september schreibt:
    Genau so kenne ich es von meinem Bruder, er sitzt dabei, wenn alle reden, er würde gern mitreden, aber kommt nicht über die Schwelle. Nur in kleiner Runde oder mit einem einzelnen Gegenüber geht es, aber es gibt keine Einleitungsfloskeln a la "schön dich zu sehen", es muss auf den Punkt kommen.
    Ich bin eher das Gegenteil, mir ist kein Thema zu banal, um wo ich gehe und stehe mit irgendwem ins Gespräch zu kommen. Auch an der Kasse im Supermarkt oder bei ähnlichen Gelegenheiten versuche ich oft, über das notwendige Maß hinaus ein paar extra-Worte auszutauschen, so als müsste ich mich ständig vergewissern, dass wir zur gleichen Spezies gehören.
    Das ist aber auch sehr unterschiedlich, es gibt Tage, da möchte ich am liebsten überhaupt nicht reden, aber die sind eher selten.
    Andererseits schalte ich bei "ernsthaften" Gesprächen mit mehreren anderen schnell ab, weil ich manchmal nicht folgen kann oder weil ich nicht damit umgehen kann, wenn es ein sehr polarisierendes Thema ist und jemand anfängt unsachlich zu werden (dieses "Früher-war-alles-besser"-Ding bei Familienfeiern oder wenn jemand anfängt über Politik zu reden und es nur in einem Nörgeln ohne konstruktive Beiträge endet), dann versuche ich immer wenn es geht mich zurückzuziehen.
    Ansonsten trage ich wie man so schön sagt, "das Herz auf der Zunge" und habe mich damit auch schon in unschöne Situationen gebracht oder auch zu spät gemerkt, dass es mein Gegenüber gar nicht interessiert oder dass ich Dinge preisgebe, die ich besser für mich behalten hätte.

    Das geht mir ähnlich. Wenn ich unter meinen Freunden sitze, dann höre ich bei vielen Themen nicht zu und sitze einfach in der Ecke und beschäftige mich mit meinem Handy, das hat sich schon verselbstständigt, aber das heißt nicht, dass ich die Anwesenheit der anderen Person nicht zu schätzen weiß, meine engsten Freunde wissen und akzeptieren das auch. ich klinke mich dann bei interessanten Themen wieder ein.

    Und das mit dem "extra-Worte austauschen" kenne ich auch, es ist bei mir eher so, dass ich es mir einfach in gewisser Weise antrainieren und ein gewisses Maß an Smalltalk beherrschen möchte. Aber auch bei mir ist es tages-, phasen- und stimmungsabhängig.

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 324

    AW: Unbeschwertheit

    Denker23 schreibt:
    Ganz eindeutig ist für mich das schreiben ein wichtiger Teil der Selbstreflexion und daher wichtiger als Antworten von Menschen die ich nicht mal persönlich kenne.

    Manchmal helfen auch die Antworten. Und manchmal erkenne ich (nicht selten zu spät) das mich einige Antworten sehr aufbringen...

    Geht mir auch so. Manchmal hilft es mir persönlich schon das Problem schwarz auf weiß vor mir zu sehen um zu begreifen was in mir abgeht und was die Lösung sein könnte.

    Manchmal helfen die Antworten der anderen, aber ich habe es genau wie du schon ab und zu so erlebt, das einige dann nicht adäquat reagieren und ich mich dann auch da drüber aufrege.

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