Seite 2 von 4 Erste 1234 Letzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 31

Diskutiere im Thema größtes Problem Temperament/Impulsivität im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 51

    AW: größtes Problem Temperament/Impulsivität

    Hallo yasmine,

    das könnte ich sein! Genauso! Wenn ich unter Stress und Druck bin, dann reagiere ich noch schneller impulsiv und aggressiv.

    Ich soll Medikinet nehmen, werde nächste Woche anfangen. Ich hoffe inständig dass das etwas bewegt!

    Ich werde auch sehr schnell aggressiv, wenn etwas nicht so läuft wie ich es möchte. Hier das Selbe: wenn ich generell gerade unter Stress steht und dann sowas passiert, dann können Gegenstände fliegen und ich raste völlig aus

    Wie geht dein Mann damit um? Du sagst dass deine Ehe auf de Krippe steht. Nimmst du keine Medikamente?

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: größtes Problem Temperament/Impulsivität

    Hi Annica

    annica89 schreibt:

    das könnte ich sein! Genauso! Wenn ich unter Stress und Druck bin, dann reagiere ich noch schneller impulsiv und aggressiv.
    Das ist ziemlich typisch bei ADHS!

    Ich soll Medikinet nehmen, werde nächste Woche anfangen. Ich hoffe inständig dass das etwas bewegt!
    Ich wünsche es dir vom ganzen Herzen! Gerade las ich (Buch von D.Ryfell- "ADHS bei Frauen" , glaube ich), dass MPH eben gegen Impulsivität sehr gut wirken soll und dass Patienten dadurch zu mehr Ausgeglichenheit verholfen werden kann.

    Wie geht dein Mann damit um?
    Sehr schlecht. Er macht genau das Gegenteil von dem, was er machen sollte, Ruhe bewahren, nicht reagieren. Er nimmt meine Ausbrüche persönlich, reagiert gekränkt, wütend, dann fliegen die Fetzen. Ich vermute seit der Diagnose meines Sohnes, dass er selbst (mein Mann) betroffen ist. Er selbst hat das mit sehr hoher Wahscheinlichkeit von seinem Vater geerbt. Der Opa (Vater von Vater) soll ein Choleriker gewesen sein. Der Sohn der Schwester meines Mannes hat die Diagnose mit 10 Jahren bekommen. Seine Mutter ist mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst betroffen.

    Du sagst dass deine Ehe auf de Krippe steht. Nimmst du keine Medikamente?
    Bisher nicht, da ich erst vor ein paar Monaten den Verdacht habe, selbst an AD(H)S zu leiden und ich bis vor Kurzem keinen AD(H)S Arzt gefunden hatte (ich lebe in einer AD(H)S Öde, hier gibt es nur das SPZ für die Kinder, sonst nichts). Aber ich habe einen Termin in ein paar Wochen. Falls der Arzt die Diagnose stellt, dann bin ich bereit, ADS Medis einzunehmen.

    Falls ich die Diagnose bekomme und auf das Medi anspreche, dann hoffe ich, dass ich diesen furchtbaren Stimmungsschwankungen nicht mehr ausgesetzt werde, also ausgeglichener werde, in Stresssituationen gelassener, weniger impulsiv/aggressiv reagieren kann und meine Ehe dadurch retten kann.

    Meine bisherigen Diagnosen waren übrigens: wiederkehrende Depressionen, bipolare Störung, Angststörung, Borderline Störung (ich überlege, ob ich etwas vergessen habe...). Mittlerweile bin ich nach der Lektüre einiger Bücher über AD(H)S bei Erwachsenen zu 99,99% sicher, dass AD(H)S die wahre Ursache meiner Symptome ist. Das hatten mir übrigens in einem anderen Forum für Eltern von Kindern mit AD(H)S einige Mitglieder vor 5-7 Jahren gesagt, aber ich habe leider damals nichts zum Thema im Erwachsenenalter gelesen. Jetzt erkenne ich mich in fast allen Lebensgeschichten in AD(H)S Büchern wieder, auch hier im Forum, die Wender-Utah-Kriterien sind fast alle erfüllt, ebenfalls der Fragebogen von Krause weist deutlich auf eine ADHS hin.

    Vermutlich habe ich die ADHS von meinem Vater geerbt.
    Geändert von Yasmine (24.11.2017 um 18:41 Uhr)

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 51

    AW: größtes Problem Temperament/Impulsivität

    Wir könnten Geschwister sein. Oder du könntest ich sein und ich du. Wahnsinn! Ich habe es wohl auch von meinem Vater geerbt. Der hatte viele psychische Probleme, viele Therapien, nichts wirkte wirklich.
    Jetzt, wo ich weiß, was adhs ist, denke ich, dass er es auch hat.

    Ich habe meine Diagnose auch erst seit Dienstag. Mein Sohn ist sehr wahrscheinlich auch betroffen, daher habe ich erst angefangen mich mit dem Thema zu befassen.

    Das mit den Eheproblemen kenne ich SO gut! Mein Mann ist genauso, er nimmt es oft persönlich und dadurch eskaliert es regelmäßig. Ich kann es ihm nicht mal verdenken! Ich wüsste auch nicht, wie ich mit so einem Menschen umgehen sollte, der ständig so impulsiv - gerade unter Stress - reagiert. Mal schafft er es ach ruhig zu bleiben und dann eskaliert auch nichts. Ich hoffe dass er durch die Diagnose nun besser damit umgehen kann. Zum anderen hoffe ich natürlich, dass die Tabletten genau das bewirken: dass ich endlich ruhiger werde. Das wäre der größte Wunsch, den ich habe. Ich empfinde es als riesengroße Last so zu sein. Es ist so belastend.

    Wo findet man das Buch? Das hört sich super spannend an!

    Ich drücke dir ganz doll die Daumen dass du schnell Gewissheit hast und dann etwas ändern kannst an allem!

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: größtes Problem Temperament/Impulsivität

    annica89 schreibt:
    Wir könnten Geschwister sein. Oder du könntest ich sein und ich du. Wahnsinn! Ich habe es wohl auch von meinem Vater geerbt. Der hatte viele psychische Probleme, viele Therapien, nichts wirkte wirklich.

    Jetzt, wo ich weiß, was adhs ist, denke ich, dass er es auch hat.
    Ja, das ist sehr wahrscheinlich. ADHS bei Erwachsenen ist ja erst seit ca. 2000 in Deutschland bekannt/anerkannt. Als mein Vater bzw. der Vater meines Mannes, mein Mann und ich (70-80er Jahre) Kinder waren, galten solche Leute halt als "Choleriker", "schwierig" (so bezeichnete meine Schwiemu ihren Schwiegervater), als "aufsässig" (Kinder), manche wurden zu Alkoholikern oder begingen sogar Selbstmord. Ich vermute, dass viele Kinder, die als "schwer erziehbar" galten, in Wirklich an ADHS mit oppositionellem Verhalten litten. In unserer kleinen Stadt gibt es ein Künstler, dessen Vater Selbstmord begangen hat. Dieser soll ein Choleriker gewesen sein. Dieser Künstler erzählte uns nach einer Theateraufführung, dass er in der Schule ein absoluter Versager war und sich im erlernten Beruf zu Tode langweilte. Er blühte erst richtig auf, als er seine Liebe zur Kunst ausleben konnte. Ich wette, er und sein Vater sind (war) ADHSler!

    Allerdings ist die Versorgung von Erwachsenen immer noch miserabel, viele Ärzte und Psychologen halten diese Erkrankung als "Modediagnose" und es gibt viel zu wenige Spezialisten.

    Das mit den Eheproblemen kenne ich SO gut! Mein Mann ist genauso, er nimmt es oft persönlich und dadurch eskaliert es regelmäßig. Ich kann es ihm nicht mal verdenken! Ich wüsste auch nicht, wie ich mit so einem Menschen umgehen sollte, der ständig so impulsiv - gerade unter Stress - reagiert. Mal schafft er es ach ruhig zu bleiben und dann eskaliert auch nichts. Ich hoffe dass er durch die Diagnose nun besser damit umgehen kann.
    Ist er vielleicht selbst betroffen?

    Meiner Beobachtung nach gibt es anscheinend Ehepaare, wo beiden betroffen sind, als ob ADHSler sich gegenseitig anziehen würden (vielleicht weil die Normalos ihnen zu langweilig sind). So hat mein Onkel und seine Frau beiden Symptome (2 ihrer 3 Kinder ebenfalls). Mein Schwager und meine Schwägerin ebenfalls.

    Wie hat dein Mann auf deine Diagnose reagiert?

    Meiner will partout nichts von ADHS hören, blockt jeden Versuch ab, darüber zu diskutieren. Er hat die Diagnose unseres Sohnes (wie seine sture Schwester!!!!!!!!!) von Anfang an abgelehnt.

    Zum anderen hoffe ich natürlich, dass die Tabletten genau das bewirken: dass ich endlich ruhiger werde. Das wäre der größte Wunsch, den ich habe. Ich empfinde es als riesengroße Last so zu sein. Es ist so belastend.
    Ja, sehr. Ich bin es auch Leid. Ich möchte nur normal sein, mehr nicht.

    Wo findet man das Buch? Das hört sich super spannend an!
    https://www.amazon.de/ADHS-bei-Fraue...n+ausgeliefert

    Absolut empfehlenswert!

    Ich habe gerade das andere Buch angefangen:

    https://www.amazon.de/Wir-fühlen-uns.../dp/3456856725

    Und dieses hier habe ich gebracht gekauft, aber noch nicht gelesen:

    https://www.amazon.de/Erwachsenen-Be...1548793&sr=1-5

    Danach möchte ich gerne die Bücher von Helga Simchen lesen.

    Ich drücke dir ganz doll die Daumen dass du schnell Gewissheit hast und dann etwas ändern kannst an allem!
    Vielen Dank! Ich kann ehrlich gesagt mit meiner Vergesslichkeit, meinem Chaos einigermaßen leben, aber was ich mir sehnlichst wünscht ist die emotionale Stabilität, also keine depressive Tiefs nach Kränkungen/Zurückweisungen. Wenn dieses eine Symptom für immer verschwinden könnte, dann wäre ich hochzufrieden!
    Geändert von Yasmine (24.11.2017 um 20:46 Uhr)

  5. #15
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 150

    AW: größtes Problem Temperament/Impulsivität

    Hallo, ihr seid ja hier gerade so wunderbar ins Gespräch vertieft, ich grätsche nur mal kurz dazwischen.

    Die Impulsivität /Aggressivität und Unfähigkeit, Kritik oder empfundene Ungerechtigkeit zu ertragen bzw. erwachsen darauf zu reagieren haben mir auch immer sehr zu schaffen gemacht, darunter haben alle Beziehungen (Familie, Freunde, Lehrer, Vorgesetzte, Kollegen bis hin zu Alltagsbegegnungen (Verkäufer etc.)) gelitten bzw. sind komplett in die Brüche gegangen.

    Ich nehme Medikinet adult, was mich zwar ruhiger macht und mir einiges an Kontrolle gegeben hat, aber ich muss Euch warnen: wenn die Hormone schwanken, dann wirkt es bei mir so gut wie gar nicht, ich hatte schon trotz Medikinet regelrechte Ausraster, die mich selbst vollkommen überrascht haben.

    Auch ist es so, dass ich durch das Medikinet irgendwie klarer sehe, was um mich herum so alles los ist im zwischenmenschlichen Bereich (vor allem auf der Arbeit) - und da habe ich mich anfangs hier und da ich auch mal plötzlich ganz klar und deutlich zu etwas geäußert, hab Stellung bezogen etc. (war auch darüber teilweise selbst überrascht) und gemerkt, dass damit keiner gerechnet hat.

    Na ja, und wegen der Impulskontrolle - ja, ich bin durchschnittlich um einiges kontrollierter, während Medikinet wirkt. Aber ich denke, da staut sich dann auch einiges auf, was sich dann plötzlich, wenn man gar nicht damit rechnet, Bahn bricht.

    Ich will Euch auf jeden Fall trotzdem ermutigen, denn mir hat das Medikament wie sehr vielen anderen Menschen auch enorm geholfen. Aber es hat auch seine Grenzen und auch seine Nebenwirkungen.

    Liebe Grüße, Lefty

  6. #16
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 150

    AW: größtes Problem Temperament/Impulsivität

    Yasmine schreibt:
    Ich kann ehrlich gesagt mit meiner Vergesslichkeit, meinem Chaos einigermaßen leben, aber was ich mir sehnlichst wünscht ist die emotionale Stabilität, also keine depressive Tiefs nach Kränkungen/Zurückweisungen. Wenn dieses eine Symptom für immer verschwinden könnte, dann wäre ich hochzufrieden!
    Das kann ich unterschreiben

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: größtes Problem Temperament/Impulsivität

    Lefty schreibt:

    Ich nehme Medikinet adult, was mich zwar ruhiger macht und mir einiges an Kontrolle gegeben hat, aber ich muss Euch warnen: wenn die Hormone schwanken, dann wirkt es bei mir so gut wie gar nicht, ich hatte schon trotz Medikinet regelrechte Ausraster, die mich selbst vollkommen überrascht haben.
    Oje...mit Hormonschwankungen meinst du sexuelle Hormone, also PMS bei Frauen z.B.?

    Na ja, und wegen der Impulskontrolle - ja, ich bin durchschnittlich um einiges kontrollierter, während Medikinet wirkt. Aber ich denke, da staut sich dann auch einiges auf, was sich dann plötzlich, wenn man gar nicht damit rechnet, Bahn bricht.

    Ich will Euch auf jeden Fall trotzdem ermutigen, denn mir hat das Medikament wie sehr vielen anderen Menschen auch enorm geholfen. Aber es hat auch seine Grenzen und auch seine Nebenwirkungen.
    Danke für dein ehrliches Feedback! Ich mache mir persönlich keine Illusionen, was MPH (oder andere ADS Medis) anbelangt, ich weiß, dass diese ADS Medis kein "magic bullets sind.

    Wenn ich allerdings damit weniger Wutausbrüche habe, im Alltag gelassener mit Terminen, Zeitdruck, Organisation von Haushalt, usw. umgehen kann, wäre ich schon sehr zufrieden.

    Machst du eine Psychotherapie?

    Ich habe vor Kurzem einen wunderbaren, feinfühligen Psychologen gefunden, bei dem ich gerne eine Langzeittherapie machen möchte. Ich weiß allerdings nicht, ob er eine Ahnung von AD(H)S hat, von meinem Verdacht habe ich ihm noch nichts erzählt, ich warte lieber den Termin mit dem ADHS Arzt ab, um darüber mit ihm zu sprechen. Soll er sich tatsächlich nicht mit ADHS auskennen, werde ich aber wahrscheinlich bei ihm bleiben, da mein ADHS Arzt leider zu weit weg ist, um eine langfristige Therapie machen zu können (der Arzt ist auch Psychotherapeut).

    Aber mir geht es in der Therapie (Psycho-) eigentlich um die Aufarbeitung der vielen Verletzungen, die ich die letzten 20 Jahre erlitten habe (Mobbing durch Kollegin in der 1. SS, dann Schreibaby mit Schlafstörungen, dann postpartale Depression nach der 2. SS, sehr wahrscheinlich durch Hashimoto/Schilddrüsenunterfunktion ausgelöst, dazu chronische Kopf-und Gelenkschmerzen nach einem Zeckenstich, periodische Beinlähmung, Ehekrise, enorme Probleme mit einem ADS Kind mit oppositionellem Trotzverhalten, Vorwürfe/Kritiken/Verletzungen deswegen durch die Schwiegerfamilie, usw.). Ich bin an einem Punkt gekommen, wo ich jemanden brauche, um darüber zu sprechen.Die Gespräche mit meiner besten Freundin, die immer in den schlimmsten Momenten für mich da war, waren zwar hilfreich, aber können eine Therapie nicht ersetzen.

    In der Mitte meines Lebens spüre ich, dass ich einen Neuanfang brauche. Den Hausarzt habe ich schon gewechselt (der neue HA hält ADS für eine Modediagnose, ist aber ansonsten bis jetzt OK), einen guten Psychologen habe ich offensichtlich gefunden, wenn der ADHS Arzt sich wirklich mit ADHS auskennt, die Diagnose stellt und ich endlich eine Therapie bekommt, die die Ursache meiner Symptome behandelt (und nicht die Folgen!), dann könnten die nächsten Jahre für mich deutlich entspannter/glücklicher werden.

  8. #18
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 150

    AW: größtes Problem Temperament/Impulsivität

    Hallo Yasmine,

    oh ja, ich spreche von PMS! Oh je oh je oh je, mein Mann kann ein Lied davon singen... zum Glück habe ich's mittlerweile immer im Fokus, sodass ich genau weiß: Vorsicht, du befindest dich gerade in der kritischen Phase!! Es beruhigt mich auch, wenn ich sonstwas für Stimmungsausbrüche habe (depressiv oder aggressiv) und im Kalender sehe, dass es wohl "nur" wieder die Hormone sind. Man weiß es dann einfach und braucht nicht schon wieder zu grübeln, was das nun wieder ausgelöst haben mag...

    Eine Therapie mache ich erst seit kurzem. ADHS ist bei dem Therapeuten kein Thema, aber zum Glück akzeptiert er meine Diagnose und scheint auch keinen Widerwillen dagegen zu haben. Es ist nur einfach nicht sein Gebiet. Die Therapie spart also die ADHS-Problematik im Grunde aus. Es kommen also meine Themen auf den Tisch, aber er hat jetzt keine spezielle Methode für mich.

    Ja, Du hast ja auch einiges hinter Dir, Yasmine. Ich spreche hier nicht so gerne detailliert über meine Probleme, da ja doch alles öffentlich ist, aber die größte Baustelle war auch immer der zwischenmenschliche Bereich. Na ja, und Selbstzweifel und Ängste. Ich denke mal, da Du mit Deinem Therapeuten Glück hattest, solltest Du es ruhig bei ihm versuchen, auch wenn er keine Ahnung von ADHS hat. Ich denke und hoffe, dass die Aufarbeitung und auch das Erkennen der eigenen Verhaltens- und Denkweisen auch so klappt.

    Mir hilft die Therapie jedenfalls durchauch schon. Das Schönste ist, dass da jemand sitzt, der sich alles anhört und Mitgefühl und Verständnis aufbringt und die Perspektive hier und da zurechtrückt oder mich sogar bestärkt, wo ich vielleicht denke, ich mache etwas falsch!! Und die Vergangenheit mal bearbeiten zu können - das ist wirklich wichtig und tut mir trotz all dem Schmerz, der hochkommt, gut. Denn ich habe zwar schon oft über alles geredet, aber man ist doch nie so offen wie dort in der Praxis. Da kann man wirklich alles sagen und muss auch die Gefühle nicht zurückhalten, muss sich nicht schämen, nicht stark tun usw.


  9. #19
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: größtes Problem Temperament/Impulsivität

    Hallo Lefty,

    Lefty schreibt:
    oh ja, ich spreche von PMS! Oh je oh je oh je, mein Mann kann ein Lied davon singen... zum Glück habe ich's mittlerweile immer im Fokus, sodass ich genau weiß: Vorsicht, du befindest dich gerade in der kritischen Phase!! Es beruhigt mich auch, wenn ich sonstwas für Stimmungsausbrüche habe (depressiv oder aggressiv) und im Kalender sehe, dass es wohl "nur" wieder die Hormone sind. Man weiß es dann einfach und braucht nicht schon wieder zu grübeln, was das nun wieder ausgelöst haben mag...
    Leider ist mein Zyklus seit 1-2 Jahren total unregelmäßig, mal kommt die Mense nach 13 Tagen, dann nach 39 Tagen, so dass ich nie voraussehen kann, wann der nächste hormonell bedingte Tief kommen wird. Vorher hatte ich meine Blutung alle 28-29 Tagen, meist beim Vollmond (kein Scherz), mein Mann wusste, Blutung + Vollmond = in Deckung gehen!*gg*

    Jetzt trifft es mich aus heiterem Himmel, ich kapiere meist 1-2 Tage später, wenn die Blutung da ist, warum ich plötzlich depressiv/reizbar war.

    Es ist für mich und meinen Mann wirklich extrem belastend.

    Eine Therapie mache ich erst seit kurzem. ADHS ist bei dem Therapeuten kein Thema, aber zum Glück akzeptiert er meine Diagnose und scheint auch keinen Widerwillen dagegen zu haben. Es ist nur einfach nicht sein Gebiet. Die Therapie spart also die ADHS-Problematik im Grunde aus. Es kommen also meine Themen auf den Tisch, aber er hat jetzt keine spezielle Methode für mich.
    Ok. Ja, ich vermute, so wird es mit meinem Therapeuten auch so sein. Er scheint aber sehr offen zu sein, ich glaube nicht, dass er eine ADHS Diagnose ablehnen wird.

    Ja, Du hast ja auch einiges hinter Dir, Yasmine. Ich spreche hier nicht so gerne detailliert über meine Probleme, da ja doch alles öffentlich ist, aber die größte Baustelle war auch immer der zwischenmenschliche Bereich. Na ja, und Selbstzweifel und Ängste.
    Ja, das sind bei mir auch die Knackpunkte: Beziehungen, Ängste ( das geht bei mir in Richtung Zwangsstörung, Panikattacken habe ich immer wieder, z.B. in engen, geschlossenen Räumen, im Flugzeug, aber auch Zwangsgedanken) und Selbstzweifel bzw. sehr geringes Selbstwertgefühl, obwohl ich in vielen Bereichen überdurchschnittlich begabt bin. Die berufliche Verwirklischung ist auch ein wichtiger schmerzhafter Punkt.

    Mir hilft die Therapie jedenfalls durchauch schon. Das Schönste ist, dass da jemand sitzt, der sich alles anhört und Mitgefühl und Verständnis aufbringt und die Perspektive hier und da zurechtrückt oder mich sogar bestärkt, wo ich vielleicht denke, ich mache etwas falsch!! Und die Vergangenheit mal bearbeiten zu können - das ist wirklich wichtig und tut mir trotz all dem Schmerz, der hochkommt, gut. Denn ich habe zwar schon oft über alles geredet, aber man ist doch nie so offen wie dort in der Praxis. Da kann man wirklich alles sagen und muss auch die Gefühle nicht zurückhalten, muss sich nicht schämen, nicht stark tun usw.
    Ja, du hast Recht. Beim 1.Termin ging es mir relativ gut, beim 2.Termin (da ging es um mein ADS Kind) habe ich wie ein kleines Kind geweint.

    Allerdings war ich danach aufgewühlt, ist es bei dir auch so?

    Mein Psy sagte mir, er lässt lieber 2 bis 4 Wochen zwischen den Termin verstreichen, um dem Patienten die Zeit zu lassen, das Gesprochene zu verarbeiten. Ich hatte bei einer 1. Therapie vor 10 Jahren jede Woche 1 Termin, da fand ich die Abstände viel zu kurz und das Ganze deswegen sehr anstrengend.

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 51

    AW: größtes Problem Temperament/Impulsivität

    Yasmine, ich habe zwei Kinder. Beides schreibabys. Der große ist 7 und die kleine 17 Monate. Es war beide Male die Hölle! Die kleine ist auch noch nicht raus aus allem. Ish mittlweile ein high Need Kind, extrem bedürftig und so so anstrengend und fordernd. Das ist der große auch, nun hat er Verdacht auf ADHS. Naja ... es muss ja auch alles irgendwo her kommen.

    Und wie es so schön ist, unter Stress (mir schreibaby kaum zu vermeiden) werden die eigenen Symptome noch krasser.

Seite 2 von 4 Erste 1234 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Impulsivität?
    Von Vennezia im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 5.07.2016, 15:45
  2. Impulsivität???
    Von Berta im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 11.06.2015, 20:28
  3. impulsivität
    Von Nervzwerg81 im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 22.07.2012, 19:20
Thema: größtes Problem Temperament/Impulsivität im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum