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Diskutiere im Thema Wer von euch ist einsam und führt Selbstgespräche? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Wer von euch ist einsam und führt Selbstgespräche?

    Ich hatte schon eine Teamleiterin gehabt, die während ich daneben stand Selbstgespräche geführt hat

    Meist sag ich dann auch nix, weil ich ja nicht angesprochen wurde ^^
    Als es ihr dann bewusst wurde, guckte sie mich ein wenig erschrocken an und entschuldigen sich.

    Ich ganz trocken: Selbstgespräche benötigen einen intelligenten Gesprächspartner.

    Den Spruch hab ich irgendwann Mal aufgegriffen und ich find den so passen

    Ich bin auch so einer: Ich spreche mit meinen Pflanzen, Tieren (Aquarium), Pflegekatzen (wenn welche da sind), mit mir Selbst (meist mit meinem inneren Kritiker) und sogar mit meiner Wohnung - letzteres meist wenn mal wieder was verschwunden ist und ich meinen "Hausgeist" (Esotheriker und so) ankeife - manchmal klappts und das Teil taucht an dem Ort auf, wo ich schon 3x geguckt habe . . . .

    In der Beruffschule fand ich das schlimm, hinterher wollte niemand mehr neben mir sitzen, aber ich dachte auch eher, dass die anderen mir zuhören - > tja, das haben sie dann meistens nicht und mir war es peinlich.

    Auf der Straße führe ich immer Stundenlang Monolog im Kopf - wie meine besagte Jukebox ^^ Aber ich meine grad der Monolog ist seit dem ich Medis bekomme nicht mehr ganz so extrem.

  2. #12
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 294

    AW: Wer von euch ist einsam und führt Selbstgespräche?

    Mirrorcube schreibt:
    Auf der Straße führe ich immer Stundenlang Monolog im Kopf - wie meine besagte Jukebox ^^ Aber ich meine grad der Monolog ist seit dem ich Medis bekomme nicht mehr ganz so extrem.
    Schade, dass es mit den Medis weniger wird, ich finde diese anregenden Gespräche mit einem selber eigentlich immer ziemlich cool. Auch Selbstgespräche finde ich immer lustig. Früher wurde ich deswegen immer ausgelacht und bespuckt, aber heute feier ich es einfach

    Was ist schon dabei?
    So wie du sagst Mirror, man braucht dazu nen intelligenten Gesprächspartner

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: Wer von euch ist einsam und führt Selbstgespräche?

    Schließe mich an. Ich find das je nach Laune unterhaltsam , aber auch eine gute Sache, um Dampf abzulassen , so wie ich's der betreffenden Person gegenüber besser nicht mache

    Neulich war ich mal eine Woche allein hier, was ich sonst nicht kenne und ich kam kaum raus, habe die meiste Zeit am PC gearbeitet, was eh schon der Horror ist... Auch wenn es für mich manchmal recht erholsam ist ohne meine ganze Baggage, wurde mir die Zeit ganz schön lang und Selbstgespräche sicher häufiger...

    Nachbarschaftstechnisch ist es sicher unauffälliger, wenn man mit mehreren Leuten wohnt, weil dann eh immer viel los ist... allein kriegt man wahrscheinlich schneller der Stempel "wunderlich".

    Bei uns macht das eigentlich jeder, wobei es bei Kindern bis zu einem bestimmten Alter "normal" ist (das sie eigentlich überschritten haben )

    Als Kind fand ich es besonders interessant, wenn meine Oma Selbstgespräche geführt hat. Heute denke ich, ihre Selbstgespräche waren von der Art her ein bisschen wie die meiner Mutter... und meine

    Ich frag mich manchmal, warum Singen unter der Dusche eher allgemein akzeptiert zu werden scheint als Selbstgespräche...

    Im Übrigen: ADHSler neigen eher zu Selbstgesprächen, sie sind eine Strategie die Selbstregulation zu verbessern.

    Und in der Psychotherapie werden in puncto Strategien gerne sog. "Selbstverbalisationen" oder auch "Selbstinstruktionen" aufgebaut. Da gibt's ganze Verfahren, z.B. den Selbstverbalisationsansatz von Meichenbaum (s.a. Stressimpfungstraining).

    Erstmals erfolgreich eingesetzt hat er ein solches Verfahren mit "impulsiven und hyperaktiven Kindern" (1971). Sowas aber auch!

    Natürlich sind die Inhalte der Selbstverbalisation wichtig (statt streng, kritisch oder abwertend ---> ermutigend, orientierend, verstärkend).

    Finckla hat doch da so einen netten Spruch: Seid nett zu euch selbst.
    Also, sprechen wir weiter mit uns selbst!
    Geändert von alice_s (13.11.2017 um 12:14 Uhr)

  4. #14
    Fen


    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Wer von euch ist einsam und führt Selbstgespräche?

    alice_s schreibt:
    Und in der Psychotherapie werden in puncto Strategien gerne sog. "Selbstverbalisationen" oder auch "Selbstinstruktionen" aufgebaut. Da gibt's ganze Verfahren, z.B. den Selbstverbalisationsansatz von Meichenbaum (s.a. Stressimpfungstraining).

    Erstmals erfolgreich eingesetzt hat er ein solches Verfahren mit "impulsiven und hyperaktiven Kindern" (1971). Sowas aber auch!

    Natürlich sind die Inhalte der Selbstverbalisation wichtig (statt streng, kritisch oder abwertend ---> ermutigend, orientierend, verstärkend).
    Ist ja witzig. Ich mach das beim Klavier-Üben. Da sag ich mir laut, was ich besser machen soll bzw. worauf ich achten soll beim nächsten Durchgang und hinterher, wenn was gut geklappt hat, lob ich mich. Ich mach das nicht immer, aber wenn etwas partout nicht klappen will, klappt es mit laut gesprochenen Anweisungen plötzlich viel besser.

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: Wer von euch ist einsam und führt Selbstgespräche?

    Fen schreibt:
    Ist ja witzig. Ich mach das beim Klavier-Üben. Da sag ich mir laut, was ich besser machen soll bzw. worauf ich achten soll beim nächsten Durchgang und hinterher, wenn was gut geklappt hat, lob ich mich. Ich mach das nicht immer, aber wenn etwas partout nicht klappen will, klappt es mit laut gesprochenen Anweisungen plötzlich viel besser.

    Genau das!

    Vielleicht ist es ja so: ADHSler machen das intuitiv, die anderen müssen's erst durch Psychotherapie lernen

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 390

    AW: Wer von euch ist einsam und führt Selbstgespräche?

    Ich mache das immer wieder. Ich bin seit 15 Jahren Hausfrau, bis Mittag also allein im Haus und mein Mann hört nicht gerne zu (wahrscheinlich selbst ADHSler), wenn ich mich mit ihm unterhalten will. Also spreche ich mit mir selber. Ich habe das Gefühl, dass es mir hilft, mir über meine Gefühle, Gedanken, Wünsche im Klaren zu sein, bzw. Erlebnisse zu verarbeiten.

  7. #17
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 294

    AW: Wer von euch ist einsam und führt Selbstgespräche?

    alice_s schreibt:
    Im Übrigen: ADHSler neigen eher zu Selbstgesprächen, sie sind eine Strategie die Selbstregulation zu verbessern.

    Und in der Psychotherapie werden in puncto Strategien gerne sog. "Selbstverbalisationen" oder auch "Selbstinstruktionen" aufgebaut. Da gibt's ganze Verfahren, z.B. den Selbstverbalisationsansatz von Meichenbaum (s.a. Stressimpfungstraining).

    Erstmals erfolgreich eingesetzt hat er ein solches Verfahren mit "impulsiven und hyperaktiven Kindern" (1971). Sowas aber auch!

    Natürlich sind die Inhalte der Selbstverbalisation wichtig (statt streng, kritisch oder abwertend ---> ermutigend, orientierend, verstärkend).
    Das ist ja mega interessant. Das sollte ich vielleicht mal stärker in meinen Alltag integrieren...

  8. #18
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 450

    AW: Wer von euch ist einsam und führt Selbstgespräche?

    Ich habe mal gehört,
    dass Selbstgespräche ein Zeichen von Intelligenz wären.

    Aber mal genau betrachtet:
    Wer "hört" denn nicht seine eigenen Gedanken
    andauernd im Kopf "drinnen" ?

    Sind wir uns da immer so sicher, dass nur wir das hören,
    oder ob wir nicht vielleicht doch unsere Gedanken
    "laut gedacht" haben ?

    seid nett zu euch selbst
    liebe Grüße
    finckla

  9. #19
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 591

    AW: Wer von euch ist einsam und führt Selbstgespräche?

    finckla schreibt:

    Aber mal genau betrachtet:
    Wer "hört" denn nicht seine eigenen Gedanken
    andauernd im Kopf "drinnen" ?

    Sind wir uns da immer so sicher, dass nur wir das hören,
    oder ob wir nicht vielleicht doch unsere Gedanken
    "laut gedacht" haben ?
    Du würdest dich wundern, wie viele Leute genau das nicht gut können. Die denken auch immer was, begleitend zu Situationen, sind sich dessen aber nicht bewusst, kriegen es nicht zu fassen und können es dementsprechend auch nicht ausdrücken.

    Vielleicht sind die tatsächlich anders gestrickt als "wir hier", wär mal interessant zu sehen, ob es in dem Bereich systematische Unterschiede gibt zwischen ADHSlern und Nicht-ADHSlern.

  10. #20
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Wer von euch ist einsam und führt Selbstgespräche?

    Für mich trifft in gewisser Weise zu, was Finckla geschrieben hat.

    Ich führe permanent Selbstgespräche, allerdings nicht laut. Das kann ich kontrollieren. Als Kind habe ich noch laut mit mir gesprochen, beim Spielen und so. Irgendwann habe ich mir das abgewöhnt.

    Einsam fühle ich mich fast nie, eben weil ich mich mit mir selbst sehr vielschichtig unterhalten kann ;-).

    Wenn ich jetzt darüber nachdenke, war es vielleicht in meiner frühen Kindheit so, dass ich mir das mit den Selbstgesprächen angewöhnt habe, weil damals nicht immer geeignete Gesprächspartner da waren.

    Selbstgespräche sind für mich auch ein Mittel, meine überschießenden Emotionen in gewisse Bahnen zu lenken. Also jetzt nicht wegen Einsamkeit sondern wegen der Selbstkontrolle im Umgang mit anderen.

    Es ist für mich unglaublich hilfreich, wenn ich eine Äußerung von jemandem auf Anhieb z.B. so richtig dumm finde, mich erst einmal zu bremsen, nicht gleich loszupoltern, sondern mir ganz langsam _im Kopf_ zu sagen: "Also das war jetzt so etwas von dumm!" und dabei keine Miene zu verziehen.
    Das gibt mir Zeit, dann etwas später angemessener zu reagieren und hat schon manche Situation gerettet.
    Ich gebe mir sozusagen selbst ein STOP, formuliere in Gedanken meine überschießende Reaktion in Worte und übersetze das nach kurzem Nachdenken in eine sozial passendere Sprache.

    Hat allerdings jahrelanges Training erfordert und gelingt mir bis heute nicht in allen Situationen.

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