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Diskutiere im Thema AD(H)S und Krankheitswert im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 105

    AD(H)S und Krankheitswert

    Wenn jemand die ganze Palette von AD(H)S-Symptome hat aber gut damit zurechtkommt bzw. sich arrangiert hat, spricht man dann auch noch von AD(H)S?

    Oder gibt es die Diagnose erst ab einem bestimmten Krankheitswert?

    Wann war für euch der kritische Punkt erreicht, so dass ihr Hilfe gesucht habt?

    Wenn ihr an eure Kindheit zurückdenkt, hätte/ hat euch eine frühere Diagnose geholfen?

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: AD(H)S und Krankheitswert

    Das ist abhängig von Schweregrad und Sozialisation. Mit meinem Schweregrad wäre ich ohne frühzeitige therapeutische Intervention möglicherweise schon lange als Penner auf der Straße gelandet. Natürlich hat ADHS auch sehr viele positive Aspekte und Stärken.

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: AD(H)S und Krankheitswert

    Das Thema Evolution und ADHS fassen folgende Sätze des deutschlandweit führenden Genetikers (und auch einer der weltweit führenden Genetiker) zu ADHS Prof. Klaus-Peter Lesch von der Psychiatrie der Uniklinik Würzburg zusammen:”…Früher vermuteten die Forscher, einige wenige Gene würden ADHS auslösen; doch das trifft, wenn überhaupt, nur auf ganz wenige Familien zu. Für die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gilt: Vermutlich sind es 500 bis 1000 Gene, die einen – jeweils minimalen – Einfluss auf das Temperament und die Konzentrationsfähigkeit des Menschen haben. Diese sind mithin auch keine Krankheitsgene, vielmehr gehören sie zur natürlichen Ausstattung des Menschen. “ADHS ist ein Extrem einer Persönlichkeitsvariante, das zunächst einmal gar keinen Krankheitswert besitzt”, bestätigt auch Klaus-Peter Lesch. Diese milden Ausprägungsformen von ADHS seien in einem Fünftel der Bevölkerung vorhanden und hätten sich im Laufe der Evolution des Homo sapiens immer wieder als vorteilhaft durchgesetzt. Lesch: “Der hohe Energiepegel, der Enthusiasmus, sich mit einer Sache auseinanderzusetzen, die große Kreativität, die Fähigkeit zum Querdenken und der Gerechtigkeitssinn – all das sind Ressourcen, die für unsere Gesellschaft wichtig sind.” zu finden in dem Artikel des ADHS-Gegners Jörg Blech im Spiegel: MEDIZIN: Psychopille & Pausenbrot - DER SPIEGEL 26/2013
    Der evolutive Vorteil von ADHS-Genen ist im Ausmaß abhängig von den Umweltbedingungen. So gibt es Länder, Ethnien und Kulturen, die ADHS-Gene und ADHS evolutiv begünstigen (während andere es entsprechend benachteiligen). So erklären sich auch die in Wahrheit weltweit deutlich unterschiedlichen Prävalenzen von ADHS, die macherorts wahrscheinlich ein Mehrfaches der bis zu 10% in Deutschland erreichen. Zusätzlich zum Faktor evolutive Selektion kommt dann bei den ADHS-Prävalenzen noch der Faktor geographische Isolation hinzu, so auch betrffend wahrscheinlich die Inseln bzw. Inselgruppen Island, Kreta und Japan .
    Dass die Umweltbedingungen des 21. Jahrhunderts ADHS verstärkt von der Latenz in den sichtbaren Bereich rücken, versteht sich ebenfalls.
    So viel zur Evolutionären Anthropologie der ADHS.
    Was die Akzeptanz von ADHS erschwert, ist der sperrige Begriff aus 4 Großbuchstaben. Der Begriff “Autismus” (hier noch erwähnenswert: bis zu ca. 50% der Patienten mit Asperger sollen ebenfalls ADHS haben) z.B. ist viel weniger sperrig und flüssiger.
    Es wird mitunter von ADHS-Gegnern diverser Couleur argumentiert, dass sich hinter ADHS diverse andere Psychische Störungen verbergen können und es ADHS somit quasi gar nicht gäbe. Die Wahrheit ist viel eher: Hinter FAST allen anderen Diagnosen in der Psychiatrie KANN sich ADHS als kausale oder komorbide Störung verbergen. So auch z.B. die Prognose von Russel Barkley , dem weltweit renommiertesten Wissenschaftler zu ADHS , dass sich das ADHS-Spektrum irgendwann einmal als das zentrale Thema in der Psychiatrie insgesamt herausstellen wird.


    Man muss dazu noch sagen, dass bei einem Geschlechterverhältnis von in Wahrheit 1:1 und einer Persistenz von zumindest einer Restsymptomatik in in Wahrheit 100% der Fälle die Prävalenz von ADHS in Deutschland bis zu 10% der Bevölkerung beträgt.
    Natürlich ist ADHS nicht Alles-oder-Nichts, sondern eine dimensionale wie auch eine kategoriale Angelegenheit, d.h. es gibt ganz leichte und ganz schwere Fälle und es gibt auch bei ca. gleichem Schweregrad Unterschiede auch in der Neurobiologie. Zudem KÖNNEN (nicht müssen) FAST alle anderen Störungen der Psychiatrie bei ADHS als Komorbidität vorkommen. Z.B. wird geschätzt, dass mehr als 1/3 der Patienten mit Schizoaffektiver Störung / Schizophrenie ebenfalls ADHS hat, bei Depression, “Burnout”, Borderline, Alkoholismus etc. ist es ähnlich.
    Der angeborene Part bei den multifaktoriellen Erklärungsmodellen zur Pathogenese Psychischer Erkrankungen geht auch mehr und mehr zu den Hirnentwicklungsstörungen und ADHS ist die mit Abstand häufigste Hirnentwicklungsstörung aufgrund der evolutiven Vorteile, die ADHS-Gene bzw. mitunter auch phänotypisch manifestes ADHS haben können.

    So viel zu der Frage, ab wann ADHS eine Krankheit und keine Persönlichkeitsvariante mehr ist...

  4. #4
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.902

    AW: AD(H)S und Krankheitswert

    Hi

    Tatsächlich gibt's die Diagnose- wie jede andere mir bekannte übrigens auch-erst ab einem bestimmten Punkt. Da spielt dann z.B. der im Alltag eher akademische Unterschied zwischen Symptom und Beeinträchtigung eine große Rolle.

    Allerdings ist der, da ADHS fälschlicherweise noch immer als ganz grob gesagt rein psychiatrische Diagnose/ Störung eingeordnet wird, ziemlich...naja...unscharf ist vielleicht der richtige Begriff!?

    „Unter anderem (wahrscheinlich) neurobiologisch bedingte Veränderungen/Abweichungen in Physiognomie &, Transmitterhaushalt des erwachsenen Gehirns, sowie beobachtbare Unterschiede bei Problemlösungs und anderen Denkmustern und deren Auswirkungen“ trifft es eventuell eher.

    Zu „man hat sich arrangiert“:

    Solange, wie dieses Arrangement funktional und bittesehr noch BEZAHLBAR ist, würde keine Diagnostik erfolgen. Es sei denn, Du triebest sie voran.

    Zum Zeitpunkt...

    Ebenfalls korrekt ist, dass ADHS'ler „heutzutage“ wahrscheinlich mehr/früher/intensivere Schwierigkeiten kriegen. Multitasking wird zum sehr wirksamen,funktionierenden Arbeitsstil ernannt. (Hat sich glücklicherweise schon wieder geändert!)

    [Fakten müssen leider draußen bleiben!]

    Hallo TECHNIK! Und Tschüss!
    Das bedeutet größeren Aufwand, größere Anstrengungen fürs Teekochen, weil sonst vergesse ich wieder die Zeit, oder das Wasser zu erhitzen, ODER gleich das Beutelchen. Kochendes Wasser pur. Nix mit on se rock oderso! JEDEN EINZELNEN TAG DEINER EXISTENZ!

    Nicht verschweigen darf und kann ich die Patienten-WUNSCH-Diagnose>>>Arzt-Dilemma Connection, welche sich manchmal gar aus absolut nachvollziehbaren Gründen ergibt! Legaler werden die Folgen dadurch nur auch nicht!

    Das gehört quasi umme Ecke rum zum Zeitpunkt der nötigen Behandlung...

    Ist der Mensch nämlich in seinem Befinden weniger gut aufgestellt, FÜHLT sich durch Ärzte nicht ernstgenommen und GLAUBT/FÜHLT nunmehr erstrecht und konkret, dass die vorgestern gestellte Diagnose, die zu dem Zeitpunkt auch noch ob der Gründlichkeit des Profis herzlich gelobt wurde- absolut NICHT PASST!!

    So. Nun stolpert man beim stündlich terminierten Gespräch mitm Internetdoktor und dann auch noch beim Onkel Guugel hinterher AUSGERECHNET über ADHS!

    Und JETZT geht's erst so richtig los.
    Querlesen der Liste.
    Oooh, das PASST JA ALLES!

    O. Muss seit Kindheit...naja, also Tante Philomena hat mir einmal voll gemein gesagt, ich soll grad mal stillsitzen. O war das alles immer schwer!

    Heißt?? Was nicht passt, wird passend gemacht.

    Was hat DAS denn nun WOMIT zutun, oder??
    DAS kann ich aufklären!

    Dieser „Exkurs“ nennt eine direkte Folge der Idee, es gäbe keine beständig vorhandene Beeinträchtigung durch..., sondern ab einem bestimmten Punkt funktionieren PLÖTZLICH Kompensationsmechanismen nicht mehr, die ein VIERJÄHRIGER ANGEBLICH mehr oder weniger problemlos und selbst wenn nicht>>> trotzdem!!! jahrelang durchhalten kann.

    Das bedeutet SELBSTVERSTÄNDLICH NICHT, dass es keine absolut nachvollziehbaren Gründe für einen solchen Zusammenbruch gäbe, bitte nicht in die Richtung falsch verstehen!!

    Ergebnis: Die ja sogar in diesem Thread beobachtbare und beobachtete Tatsache einer gewissen Häufung.

    Wurde in der Kindheit ADHS festgestellt, sollte ein Arzt Dir noch eine Kopie der Diagnose aushändigen können! Leider wird diese Diagnose nicht mehr anerkannt werden.

    Unabhängig davon, ob noch Immer Beschwerden da sind, oder nicht. Deine ADHS war demgemäß also schonmal intelligent genug, pünktlich an Deinem 18. Geburtstag Dein Hirn zu verlassen!

    Mist. Irgendwas vergesse ich grad. Glaub ich. Toll. Medikamente zu spät genommen. Ich habe versucht, das ohne Medi noch schlimmere Wirrwar so zu bearbeiten, das es lesbar würde...
    Geändert von luftkopf33 ( 4.11.2017 um 08:19 Uhr)

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: AD(H)S und Krankheitswert

    Definitionsgemäß spricht man von "der" ADHS bzw. ausgesprochen das S in ADHS für -Störung...und nicht, wie immer gesagt wird S für Syndrom. Störung betont den Krankeitswert...und somit spricht man von ADHS erst, wenn medizinische Relevanz besteht und somit Anspruch auf Therapie durch Ärzte, Psychotherapeuten etc. besteht...das, was in meinem obigen Post beschrieben wurde, die ADHS-Persönlichkeit, das ist im Großen und Ganzen dasselbe, nur dass die Symptomatik so leichtgradig ist, dass es keinen Krankheitswert besitzt und somit die medizinische Relevanz fehlt...

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: AD(H)S und Krankheitswert

    im Englischen sagt man "ADHD" mit D für disorder (zu Deutsch "Störung") und nicht ADHS mit S für Syndrome...die Bezeichnung ADHS gibt es im Englischen gar nicht...

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: AD(H)S und Krankheitswert

    Auch in der ADHS-Forschung sehr kontrovers diskutiert wird zudem gerade die sogenannte adult-onset-ADHD ...das beschreibt Fälle von Erwachsenen, bei denen im Kindesalter und in der Adoleszenz keinerlei Auffälligkeiten retrospektiv festgestellt werden können, aber dennoch im Erwachsenen-Alter sehr wohl Auffälligkeiten auch in der Neuropsychologischen Testdiagnostik festgestellt werden können...ich persönlich glaube, dass bei diesen Fällen sehr wohl Auffälligkeiten auch in Kindheit und Jugend bestanden, diese aber schlicht so weit kompensiert werden konnten oder so sehr unterschwellig waren, dass sie nicht auffielen (Stichwort Mädchen! mit ADHS), während jetzt im Erwachsenenalter die Symptomatik nicht mehr kompensiert werden kann und sie ob der höheren Belastungen im Erwachsenenalter von der Latenz an die sichtbare Oberfläche tritt...

  8. #8
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.750

    AW: AD(H)S und Krankheitswert

    Man kann das nicht durch das Fehlen von Symptomen auf ein Nicht vorliegen einer Krankheit schließen. Es gibt zB Kindererkrankungen, da bleiben einige Symptome einfach aus. Dennoch ist das Kind erkrankt.

    Schwache Auswirkungen bedeuten nicht automatisch, dass keine Erkrankung vorliegt.

    Meine erster Arzt machte den Fehler : er schaute nur nach den grossen Auffälligen Symptomen in meinem Leben : Abi und fester Arbeitsplatz? Kann kein ADHS sein. Er testete mich erst gar nicht. Menschen, die mich im Alltag kennen (und ADHS) du hast es aber sowas von!
    2.Doc testete mich: " volles" ADHS.
    Ich denke mir, ADHS zeigt sich nicht nur in den grossen, sondern eben auch in den vielen kleinen Symptomen. Man kann sie nur leichter übersehen. Und ausserdem ist man ja nicht nur "ADHS". Man ist viel mehr. Nicht nur das Umfeld, auch die eigene (sonstige) Person /Persönlichkeit entscheiden darüber, wie deutlich sich das ausprägt. Man ist ja mehr als nur ADHS. Bei mir half neben meinen sozialen Fähigkeiten und eben auch ein hoher (sorry) analytischer Verstand ich war imner gut darin, Fehlerquellen zu analysieren und Methoden, Techniken zu entwickeln, diese zu umgehen. Meine Mathebegabung bescherte nur leider dennoch keine Einsen, die machte ich mit Dussel igen Flüchtigkeitsfehler zu einer Drei. Meine AverSion gegrn dumpfes Vokabellernen wurde bei den Fremdsprachendeshalb nicht zum Desaster, weil die Quaselitis mir regelmäßig den A... Rettete. Es gab weitere Faktoren zu meinen Gunsten, zB hatte ich viel Glück bei den komorbiden Störungen.

    Ladtnotleast machte man vor allem in den Anfängen den Fehler, ADHS vor allem Jungen zuzuordnen, weil man aufgrund der damals bekannten Symptomen Rückschlüsse auf das Vorhandensein des ADHS schloss. Die eher "weibliche" Variante wurde gerne übersehen bzw aufgrund der geringer deutlichem Ausprägung schloss man auf geringeres oder nach dem cht vorhandenes ADHS. Heute weiss man, dass genau diese Sichtweise (die du in deinem Eingangthread als Frage formuliert hast) falsch ist. ADHS ist eben mehr als der Zappelphillip und der mit den typischen Auffälligkeiten.
    Und : ADHS wird beim Erwachsenwerden nicht mehr cht unbedingt geringer, sondern nur unauffälligrr. Die Symptome gehen nur scheinbar zurück

    Ansonsten bevorzuge ich " Störung" statt Krankheit.

  9. #9
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.902

    AW: AD(H)S und Krankheitswert

    Ups. Zitat verschwunden. Sorry. Muss es halt mal so gehen.

    Moselpirat spricht einen sehr wichtigen Aspekt an!

    EIN Symptom...oder ZWEI...drei...drölf...macht noch keine Beeinträchtigungen im Lebensalltag. Und EINE bis drölf Beeinträchtigungen machen isoliert betrachtet eben noch LÄNGST keine spezielle Störung! Ebenso sicher ist, dass noch obendrein die Symptome durchaus in unterschiedlichen Lautstärken, sprich Intensitäten vorliegen können. Hier muss dann eine SUBJEKTIVE AUSSAGE HER! Finde ICH das zu laut, zu leise, zu schräg...watweißich

    Eine diagnostische Methodik nach Art einer Zählung einzelner Symptome wäre nun selbstredend keinen Deut besser/präziser/sinnvoller etcppchen, als ihr o.g. Pendant.

    Natürlich gibt's Leitlinien nicht umsonst. Wenn ein Profi mir allerdings gegenüber säße und jeden seiner Sätze sowie meine Ausführungen und Erklärungen anhand einer Wort-für-Wort-Checkliste abarbeiten wollte! würde ich mich schleunigst & mit den allerbesten Wünschen empfehlen!

    Es ist schon wichtig, ein Gegenüber zu haben, das...sie/er... in der Lage ist, meine Gesamtsituation ansatzweise zu überblicken, sonst sind Missverständnisse vorprogrammiert.

    Ansonsten habe ich persönlich jedenfalls den Eindruck, mit Dir, liebe Zebramama, eine ziemlich engagierte, an den Details- umgangssprachlich auch -sehr plumig -das „Eingemachte“ genannt- Interessierte junge Lady am anderen Ende des Kabels zu haben.

    Deshalb trau ich mich jetzt auch „einfach“ mal...ein bisschen weiter vor...*schüchtern umkuckend n Stückchen vorwärts-tippel*

    Bei der Einschätzung können dem Diagnostiker Eckdaten, wie sie eine möglichst NICHT „aufgehübschte“ Vita/ein aktueller Lebenslauf mit allen Abbrüchen, Umentscheidungen oderoder... und Schulzeugnisse liefern, schon sehr hilfreich sein.

    Besonders dann, wenn der Suchende selbst größere Erinnerungslücken hat, die der Diagnostiker nicht recht einordnen kann- ihre Ursache betreffend.

    Oder...
    Wenn definitiv keine Familienmitglieder greifbar sind, die wichtige (Zusatz-) Informationen liefern können.

    Ergänzend hilfreich:
    Berichte von noch ZUSÄTZLICH hinzugezogenen Ärzten, Sonderpädagogen, Psychologen, aus der Vorschule usw. falls vorhanden. o je...*räusper* usw. .

    So entsteht nämlich etwas sehr wichtiges! Ein besseres Gesamtbild!
    Im Beispiel ist bereits zu diesem frühen Zeitpunkt relativ gut sichtbar, dass es zumindest SCHWIERIG werden dürfte, DIESE Art Brüche, beim schnelle n „querlesen“ NICHT zu sehen oder korrekt als objektiv hinderlich für die Lebensgestaltung einzuordnen.

    Dazu sind die schlicht ZU deutlich und nicht mehr mit ANDEREN auch ganz NORMALERWEISE vorkommenden Situationen zu erklären.

    Genau DAZU ist diese umfangreiche Sondierung nämlich DA! Es KÖNNTE ja immerhin auch sein, dass in einem bestimmten Fall gar keine ADHS vorliegt! Oder diese so marginal symptomatisch ist, dass ein eigener (ICD oder DSM-) Schlüssel den Wert des Papiers kaum überstiege, sodass der Arzt vorschlägt, konkret und vorrangig an - nach Rausrechnen der ADHS- mit aufgefundenen anderen Baustellen, wie z.B. Zwangsgedanken, generalisierte Ängste, oder immer und immer wieder zuschlagende, QUÄLENDE Depressionen.

    Dieser Mix erklärt u.a. das völlige Versagen der bewährten Medikamente. Produziert ganz nebenbei selbst„ADHS-Symptome“, die dummerweise absolut nicht auf's ADHS-Medikament ansprechen.

    Vergesslichkeit, impulsiv handeln, impulsiv Gefühl ausdrücken, kann keine Struktur ohne Vorgabe von Außen aufrichten UND erhalten! Zeitblindheit. Probleme, Prioritäten zu setzen. Auch, was die banalsten Reize angeht, die auf (mein) das Hirnilein treffen! Soziale „Integrationsherausforderung “ für mich.


    Das sind so die wichtigsten Symptome bei Erwachsenen, deren motorischer Cortex zwar noch immer flippt, ABER:

    Immerhin hat der Rest des Gehürrns mittlerweile gut aufgeholt, so dass das Mobiliar heutzutage meistens eine deutlich längere Lebensdauer hat, als noch zu Zeiten der größten Diskrepanz zwischen den Beiden!


    (Shoppen ist hell in..green.)

    Stimulanzien und Ängste sind wahrhaftig ein Duo Infernale!

    Ach so, keine Sorge! Die Beispiel-Vita ist meine eigene. Also kein Datenschutzproblem.

    So. Hast Du jetzt mal zu Ende editiert, verehrtester Herr Luftkopf?! Mann Mann Mann ey...
    Geändert von luftkopf33 ( 4.11.2017 um 10:31 Uhr) Grund: Hoppla. DAS NENN ICH ZEITFRESSER! Gesamtzeit die ich hierfür gebraucht habe? erste Speicherzeit steht am Beitrag.2,75 Stunden

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 556

    AW: AD(H)S und Krankheitswert

    Gerade zu Krankheitswert von ADHS und u.a. die Abgrenzung zur "ADHS-Persönlichkeit" sowie auch zu adult-onset-ADHD empfehle ich den entsprechenden Vortrag von Dr. Roy Murphy von neulich in Münsingen, den man hier als Video abspielen kann (nach unten scrollen: "ADHS im 21. Jahrhundert"):

    https://de-de.facebook.com/KollegDATeV/

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