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Diskutiere im Thema Sich nicht entschuldigen können- geht es euch ähnlich? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    Sich nicht entschuldigen können- geht es euch ähnlich?

    Hallo ihr Lieben,

    der Titel klingt jetzt natürlich irgendwie nach kleinem, unreifen Blag- wenn der Thread hier also nicht reingehört, da (so wird es mir immer gesagt) die Fähigkeit, sich zu entschuldigen, ja ein Zeichen von Reife ist- bitte packt das zu den jungen Erwachsenen. Ich hatte aber das Gefühl, dass ich hier mehr Leute erreiche und überhaupt, was ist schon Alter... Nech?

    Ich hoffe mal, ich treffe hier wirklich auf ernsthaftes Gehör. Was ich jetzt schildere ist keine schöngeredete "Ich hab einfach keine Lust drauf" Geschichte oder sowas.. Also, nicht, dass es sowas hier gibt. Aber ich bin jetzt nu eben auch ne Weile raus aus dem Schreiben von Texten, und über meine Gefühle rede ich ohnehin überhaupt nicht gern, und das ist auch ein Thema, das mir so dermaßen peinlich ist- da muss ich mir tatsächlich mal hier einen Rat einholen.

    Ich habe ein riesengroßes Problem damit, mich für meine Fehler zu entschuldigen. Kritikfähig bin ich wirklich überhaupt nicht, in den letzten Jahren ist es ein wenig besser geworden- bis dann die Ausbildung kam und ich mit soviel davon überschüttet wurde, dass es mich dann wieder sehr "panisch" davor gemacht hat (Ob das alles wirklich Kritik war, was ich da gehört habe, muss ich mich bis heute selber fragen.. Da hab ich nämlich auch kein gutes Gespür für).

    Es geht hier in meinem Fall nicht nur um irgendwelche kleinen Sachen, wie "Ich hab ein Glas zerstört" oder "Tut mir wirklich Leid, dass ich gestern so schlecht drauf war" oder sonstiges.. Aber auch nicht um riesendinger, die nicht zu verzeihen sind.

    Am schlimmsten ist es immer bei meinem Partner- Also, alle, die ich bisher hatte.
    Auch wenn ich da sitze und ganz genau weiß, was ich falsch gemacht habe, und einigermaßen das Gefühl habe, des verstehen zu können- Ich kriege meinen Mund nicht auf! Ich kann 5 Tage am Stück reden, aber nicht, wenn es zu sowas kommt.
    Ich weiß nicht, ob es falscher Stolz ist. In dem Moment habe ich einfach wirklich Panik davor, mir selbst einzugestehen, dass ich etwas falsch gemacht habe. Und gerade bei dem eigenen Freund ist das wirklich alles andere als super. Ich habe es schon so oft versucht, aber ich "sitz den Stress dann einfach aus".
    Bei Freunden ist das irgendwie immer eine andere Geschichte, aber da habe ich dieses Problem hin und wieder auch..

    Vermutlich liegt das an meinem viel zu geringen Selbstwert, da ist auch irgendwie immer der Ursprung all meiner tiefgreifenden Probleme..

    Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich formuliert. Ich finde mein Verhalten selbst lächerlich, aber mit "Änder das doch einfach", was mir dann immer gesagt wird, ist mir eben nicht geholfen.
    Es geht keinesfalls darum, dass ich das mit irgendwelchen Krankheitssymptomen entschuldigen möchte (höhö, wasn Wortspiel..).I
    Aber es wäre schön, wenn jemand, der das möglicherweise auch kennt, einfach mal seinen hilfreichen leckeren Senf dazu gibt und ich mir da möglicherweise was mitnehmen kann..

    Danke schonmal und ein schönes Wochenende.

  2. #2
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.304

    AW: Sich nicht entschuldigen können- geht es euch ähnlich?

    Manchmal, aber nicht oft, kann ich mich irgendwie auch nicht entschuldigen... Besonders wenn heftige Emotionen im Spiel sind. Aber, es passiert mich selten. Es ist wie, wenn ich mal der Mund höffnen würde, dann auch ich sehr emotional werde und könnte peinlich werden.

    Passiert mich wirklich viel weniger heute als früher, weil ich einiges in mich auch aufgeräumt habe.

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Sich nicht entschuldigen können- geht es euch ähnlich?

    Hast du über mich geschrieben?!

    Ich kenne das absolut und kann das demzufolge auch definitiv nachvollziehen! Gerade in meiner Beziehung (die vor über vier Wochen "kaputt ging") war ich so oft in der gleichen Situation, wie Du sie beschreibst. Ich kann dir allerdings (aktuell) keinen Tipp oder aber hilfreichen, leckeren Senf dazugeben, denn ich habe das bisher auch nicht in den Griff bekommen...

    Was ich allerdings für mich erkannt habe, ist, dass ich das wahrscheinlich eben nicht alleine in den Griff bekomme und mir dabei helfen lasse(n muss). Ich habe viele, viele Psychologen diesbezüglich bereits kontaktiert (also erstmal wegen genereller Hilfe) und nächste Woche meinen ersten Termin bei einer Therapeutin. Vielleicht weiß ich danach ja schon etwas mehr...?!

    Bei mir ist "der Knackpunkt", dass ich bei Streits klar und deutlich erkenne, was falsch läuft und wie ich aus der Situation "rauskommen" würde, aber eben den Mund nicht aufbekomme und es nicht einmal schaffen würde in dem Moment "ADHS" zu sagen. Das ist für mich eben das deutliche Zeichen, dass ich da alleine wohl nicht "rauskomme" und mir helfen lassen muss!!!

    Sorry, wenn ich nicht wirklich weiterhelfen konnte...

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 764

    AW: Sich nicht entschuldigen können- geht es euch ähnlich?

    mucki0985 schreibt:
    Hast du über mich geschrieben?!



    Bei mir ist "der Knackpunkt", dass ich bei Streits klar und deutlich erkenne, was falsch läuft und wie ich aus der Situation "rauskommen" würde, aber eben den Mund nicht aufbekomme und es nicht einmal schaffen würde in dem Moment "ADHS" zu sagen. Das ist für mich eben das deutliche Zeichen, dass ich da alleine wohl nicht "rauskomme" und mir helfen lassen muss!!!

    Zitat etwas abgekürzt, aber wow, dieser Satz ist echt wie aus meinem Mund.
    Es ist oft auch schon eine große Hilfe, wenn man weiß, dass man mit sowas nicht allein da steht.
    Ich gehe ja bald endlich in die Klinik und auch wenn es mir echt unangenehm ist, muss ich dann über dieses Thema reden.

    Meistens tritt das Problem auf, wenn wir uns wegen Eifersucht oder so gestritten haben, weil ich weiß, dass ich total überreagiere, es aber partout nicht sagen kann.. ist nicht so, dass ich nicht möchte, ich KANN tatsächlich einfach nicht, wegen einer blöden Blockade.
    Es ist für mich unerträglich, einzusehen, dass ich mich in dieser Situation geirrt habe und gleichzeitig habe ich dann das Gefühl, dass ich doch wieder schlechter bin als "die/der andere", auf den /die ich eifersüchtig bin.
    Ist jetzt n Beispiel, dabei ist es aber am heftigsten.

    Schlimm, mir wird immer vorgeworfen, ich denke nicht nach, da ich nicht so viel über mein Innenleben rede. Es geht nur oft so viel darin vor, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

  5. #5
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.902

    AW: Sich nicht entschuldigen können- geht es euch ähnlich?

    Hmm. Ich habe dies Problem Gott sei Dank eher nicht. Allerdings wirkte Deine Beschreibung auf mich spontan so ... unter Druck, unter dir selbst leidend und nicht wissen, wo bittschön der Notausgang ist, dass ich nicht dran vorbei kam.

    Und beim Lesen fiel mir etwas auf. Ich hoffe, es ist jetzt nichts, was Du schon erwähnst oder so...das wäre mir sehr peinlich.

    Hab vergessen, die Zitierfunktion zu nutzen.

    Du schreibst sinngemäß, sehr vehemente Kritik führe zu einer regelrechten Lähmung. Auch dann, wenn Du WEIßT, dass es jetzt richtig und angemessen wäre, Dich zu entschuldigen, kommen die Laute einfach nicht raus.

    Als Grund nennst Du an einem Punkt die irrationale, jedoch übermächtige Angst, aufgrund des Fehlers an sich SCHLECHTER zu sein, als andere, ihnen UNTERLEGEN zu sein-wobei eventuell noch vorhandene Eifersucht eine Rolle spielen und die Situation weiter verschärfen kann.

    Mir fiel auf, dass Du hier tatsächlich gar keine Unterscheidung vornimmst. Es scheint relativ gleichgültig zu sein, ob ein Fehler-wie anfangs erwähnt- größer, oder gar nicht der Rede wert ist.

    Worum es eigentlich geht. Die Tatsache, dass all die anderen selbst auch Fehler machen. Hatte der Fehler Konsequenzen? Welcher Art?

    Natürlich wird ein Missgeschick, das eine Entschuldigung nötig macht, nicht gerade in (meine ) Kategorie 2 fallen. Aber an dem anderen Punkt ist diese Unterscheidung plötzlich weg.

    Von dieser Warte aus ist es für mich persönlich absolut einleuchtend, glasklar und gar kein Wunder, dass Du regelrecht phobisch auf die Notwendigkeit einer Entschuldigung reagierst!

    Wenn schon FEHLER solche Auswirkungen auf Dich haben- ob nun wirklich oder befürchtet- wäre eine Entschuldigung, sprich zunächst das SchuldEINGESTÄNDNIS, was glaub ich, leicht mal übersehen wird!, fast zwangsläufig DER SUPERGAU für Deine Psyche!

    Das ist völlig verständlich. Unter derartigen Umständen sogar ziemlich... äh... normal. Und: Es ist veränderbar! Du bist nicht unabwendbar darin gefangen! Es ist eine Herausforderung, ja. Und keine Kleine. Aber zu bewältigen ist sie doch allemal!

    Wenn ich auch nicht DIESES Problem habe, ein ähnliches habe ich durchaus. Ich neige zu Zwangsgedanken. Kann zwischendurch mal extrem perfektionistisch werden.

    Neben dem immer wieder neu und ganz bewusst formulierten Eingeständnis dieser persönlichen Baustelle, die sehr anstrengend, ja erschöpfend sein kann, hilft mir da die regelmäßig wiederholte „Konfrontation“ mit der Tatsache meiner MENSCHLICHKEIT.

    Weil ich Mensch bin, kann ich unmöglich perfekt sein. An mir selbst arbeiten kann ich selbstverständlich, ja. Allerdings an LOHNENDEN Aufgaben und Zielen!

    Es ist okay so. Und! Alle anderen sitzen IM SELBEN BOOT! Ohne jede Ausnahme! Ergo ist es ebenfalls okay, Fehler zu machen. Und nein! Kein Mensch ist in der Hinsicht BESSER ALS DU, (oder ich,) oder KÖNNTE ES jemals SEIN!

    Um da rauszufinden gibt's verschiedene Möglichkeiten. Es kann, muss aber keineswegs zwingend eine Therapie sein. Oft reicht ein guter Freund, ein Seelsorger, eine liebe Seele aus der Umgebung, die dabei helfen, Dein Gleichgewicht wiederzufinden.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Dir das bald gelänge und wünsche Dir weiterhin alles Gute!


    Soweit meine Idee. Ich hoffe, ich konnte ein bisschen helfen.



    Liebe Grüße vom Luftköpfchen!
    Geändert von luftkopf33 ( 3.11.2017 um 15:28 Uhr)

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Sich nicht entschuldigen können- geht es euch ähnlich?

    Lihibra schreibt:
    Zitat etwas abgekürzt, aber wow, dieser Satz ist echt wie aus meinem Mund.
    Es ist oft auch schon eine große Hilfe, wenn man weiß, dass man mit sowas nicht allein da steht.
    Ich gehe ja bald endlich in die Klinik und auch wenn es mir echt unangenehm ist, muss ich dann über dieses Thema reden.

    Meistens tritt das Problem auf, wenn wir uns wegen Eifersucht oder so gestritten haben, weil ich weiß, dass ich total überreagiere, es aber partout nicht sagen kann.. ist nicht so, dass ich nicht möchte, ich KANN tatsächlich einfach nicht, wegen einer blöden Blockade.
    Es ist für mich unerträglich, einzusehen, dass ich mich in dieser Situation geirrt habe und gleichzeitig habe ich dann das Gefühl, dass ich doch wieder schlechter bin als "die/der andere", auf den /die ich eifersüchtig bin.
    Ist jetzt n Beispiel, dabei ist es aber am heftigsten.
    Bei mir hatte das Problem gar keinen bestimmten Auslöser. Wenn wir anfingen zu streiten, dann war mir - wie bereits geschrieben - bewusst, was gerade falsch läuft und was ich wahrscheinlich anders machen könnte, aber ich spürte tatsächlich eine Blockade - ich konnte einfach nicht "zurück" und unmöglich aussprechen, dass ich eventuell überreagiert habe oder dass wir vielleicht mal fünf Minuten "Pause" machen sollten. Ich wurde innerlich auch richtig aggressiv (niemals IHR gegenüber) und hatte eine unfassbare Wut in mir, denn ich führte zwei Streits, die ich nicht "gewinnen" konnte: einen "gegen" SIE und den Anderen gegen mich! Es lief immer gleich ab: wir haben so lange gestritten, bis wir völlig am Ende waren, erschöpft und nicht mehr konnten - erst dann war ein vernünftiges Gespräch mit mir möglich. Ich habe mich in den Streits danach gesehnt, IHR nahe zu sein, SIE einfach in den Arm zu nehmen und IHR zu sagen, dass es mir Leid tut...aber ich konnte nicht.
    Das war der Hauptgrund für unsere Trennung, denn am Ende war SIE mit ihren Kräften einfach am Ende. Noch schlimmer: SIE hat sich ständig gefragt, was SIE falsch macht und was SIE anders machen kann - aber egal, wie SIE in der Situation reagiert hätte: SIE konnte überhaupt nichts richtig machen.
    Aber das alles habe ich leider eben erst danach "eingesehen" und bin jetzt erst an dem Punkt, an dem ich weiß, dass ich daran arbeiten muss, da ich alleine überhaupt keine Ahnung habe, wie ich das in den Griff bekommen soll.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    luftkopf33 schreibt:
    Das ist völlig verständlich. Unter derartigen Umständen sogar ziemlich... äh... normal. Und: Es ist veränderbar! Du bist nicht unabwendbar darin gefangen! Es ist eine Herausforderung, ja. Und keine Kleine. Aber zu bewältigen ist sie doch allemal!

    Neben dem immer wieder neu und ganz bewusst formulierten Eingeständnis dieser persönlichen Baustelle, die sehr anstrengend, ja erschöpfend sein kann, hilft mir da die regelmäßig wiederholte „Konfrontation“ mit der Tatsache meiner MENSCHLICHKEIT.

    Weil ich Mensch bin, kann ich unmöglich perfekt sein. An mir selbst arbeiten kann ich selbstverständlich, ja. Allerdings an LOHNENDEN Aufgaben und Zielen!

    Es ist okay so. Und! Alle anderen sitzen IM SELBEN BOOT! Ohne jede Ausnahme! Ergo ist es ebenfalls okay, Fehler zu machen. Und nein! Kein Mensch ist in der Hinsicht BESSER ALS DU, (oder ich,) oder KÖNNTE ES jemals SEIN!

    Um da rauszufinden gibt's verschiedene Möglichkeiten. Es kann, muss aber keineswegs zwingend eine Therapie sein. Oft reicht ein guter Freund, ein Seelsorger, eine liebe Seele aus der Umgebung, die dabei helfen, Dein Gleichgewicht wiederzufinden.
    Das klingt, als würde es mit "lediglichem" Reden (über "die Sache") besser werden und man könnte das dadurch in den Griff bekommen?! Oder meintest du mit dem "es ist veränderbar" etwas Anderes? Denn ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass es mir hilft (und ich das in den Griff bekomme), wenn ich da "einfach nur" mit anderen Menschen drüber rede...

  7. #7
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.902

    AW: Sich nicht entschuldigen können- geht es euch ähnlich?

    Nein, leider, ganz so einfach ist es nicht. Allerdings ist das leidige Drüber reden tatsächlich EIN zentrales Element. Soweit ich weiss, gar der meisten bekannten Therapien.

    Es ist halt so, dass man zu zweit bestimmte Zusammenhänge schneller erkennen und viele „Knoten“ oder Verwicklungen leichter auflösen kann!

    O, ja „es“ das veränderbar ist, ist diese Angst. Der Glaube, anderen wegen eigener Fehler als Person unterlegen zu sein.

    Das wichtigste Element in MEINEM persönlichen Ansatz ist die erwähnte selbstständige, eigene Arbeit.

    Das könnte man vielleicht als eine Art kognitiver Konfrontationstherapie bezeichnen.

    Durch Wiederholung übe ich mich in der geschilderten, sinnvolleren Art, mit mir selbst umzugehen. Sonst bleibt die andere Denkweise immer wieder nur eine Theorie, die nie wirklich MEIN Denken formt.
    Geändert von luftkopf33 ( 3.11.2017 um 15:50 Uhr)

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Sich nicht entschuldigen können- geht es euch ähnlich?

    Lihibra schreibt:
    Es geht nur oft so viel darin vor, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
    Ich nenne das bei mir, "seelisches Ungleichgewicht".

    Im Grunde hast du ein oder mehrere Probleme, die du lösen willst, du aber einfach nicht weiter kommst.

    Geh einfach einen anderen Weg um innere Konflickte und Blockaden zu lösen.

    Mir hilft grundsätzlich immer dabei:
    Besinnung auf eigene Grundbedürfnisse, seelische, körperliche und materielle.
    Darüber nachdenken, was DIR wichtig in DEINEM Leben ist.
    Und was willst du in deinem Leben getan haben, was dich in ZUFRIEDENHEIT sterben lässt, wenn du 100 Jahre alt sein wirst.

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Sich nicht entschuldigen können- geht es euch ähnlich?

    Ich habe das Gefühl, dass ich mich zu oft entschuldige, das wurde mir dann auch so bestätigt und dass es nicht angebracht wäre sich zu oft zu entschuldigen, weil es rüberkommt, dass man unsicher wäre

  10. #10
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Sich nicht entschuldigen können- geht es euch ähnlich?

    mucki0985 schreibt:
    Bei mir hatte das Problem gar keinen bestimmten Auslöser. Wenn wir anfingen zu streiten, dann war mir - wie bereits geschrieben - bewusst, was gerade falsch läuft und was ich wahrscheinlich anders machen könnte, aber ich spürte tatsächlich eine Blockade - ich konnte einfach nicht "zurück" und unmöglich aussprechen, dass ich eventuell überreagiert habe oder dass wir vielleicht mal fünf Minuten "Pause" machen sollten. Ich wurde innerlich auch richtig aggressiv (niemals IHR gegenüber) und hatte eine unfassbare Wut in mir, denn ich führte zwei Streits, die ich nicht "gewinnen" konnte: einen "gegen" SIE und den Anderen gegen mich! Es lief immer gleich ab: wir haben so lange gestritten, bis wir völlig am Ende waren, erschöpft und nicht mehr konnten - erst dann war ein vernünftiges Gespräch mit mir möglich. Ich habe mich in den Streits danach gesehnt, IHR nahe zu sein, SIE einfach in den Arm zu nehmen und IHR zu sagen, dass es mir Leid tut...aber ich konnte nicht.
    Das war der Hauptgrund für unsere Trennung, denn am Ende war SIE mit ihren Kräften einfach am Ende. Noch schlimmer: SIE hat sich ständig gefragt, was SIE falsch macht und was SIE anders machen kann - aber egal, wie SIE in der Situation reagiert hätte: SIE konnte überhaupt nichts richtig machen.
    Aber das alles habe ich leider eben erst danach "eingesehen" und bin jetzt erst an dem Punkt, an dem ich weiß, dass ich daran arbeiten muss, da ich alleine überhaupt keine Ahnung habe, wie ich das in den Griff bekommen soll.
    Puhhh, Mucki0985 als ich diese Sätze gelesen habe isses mir aber sowas von eiskalt den Rücken runter gelaufen... Hast mir ne riesen Gänsehaut verschafft!

    Dieser innere Supergau, der bei mir ebenfalls in vergangenen Konflikten in Beziehungen entstand. Ich kann in diesen Momenten nicht einmal ansatzweise den Gefühlszirkus in mir bändigen und somit war es mir auch nie möglich mich auf ein vernünftiges Gespräch einzulassen. Oft geht das soweit, dass ich dieser Situation entfliehe.

    Wenn ich dann denke ich habe verstanden was schief lief bzw. dass eine Entschuldigung angebracht wäre bin ich jedoch am gleichen Punkt wie Lihibra!

    Ich weiß nicht, ob es falscher Stolz ist. In dem Moment habe ich einfach wirklich Panik davor, mir selbst einzugestehen, dass ich etwas falsch gemacht habe. Und gerade bei dem eigenen Freund ist das wirklich alles andere als super. Ich habe es schon so oft versucht, aber ich "sitz den Stress dann einfach aus".
    Bei Freunden ist das irgendwie immer eine andere Geschichte, aber da habe ich dieses Problem hin und wieder auch.
    Denn auch diese Worte könnten von mir sein!

    ..schön, nicht der einzige zu sein

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