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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    ADS in Asien

    Hallo
    Was meint ihr.. Wart ihr je in Asien? Kennt ihr Asiaten?
    Wie denkt ihr, dass ADS sich in Asien zeigen könnte?

    Haben andere Völker - Asiaten, Afrikaner oder irgendwo Eingeborene, Ureinwohner - eine Tendenz zu anderer Hirntätigkeit, die dem ADS vergleichbar ist?

    Meine Erfahrungen mit Asien lassen mich darauf schliessen, dass es, je mehr gegen Osten, eine andere Denkfähigkeit gibt, die nicht nur durch Verhaltenserziehung erklärt werden kann.

    Der Hyperfokus dünkt mich teilweise extrem stark möglich, auch ein strukturiertes Denken und eine sehr offene Art konnte ich beobachten (oder sind wir hier schon so verkrnorzt?)

    Habt ihr ev. irgendwo etwas zu dem Thema gelesen?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 70

    AW: ADS in Asien

    hab ich mich auch schon öfter gefragt.
    keine ahnung, wie das mit den genen läuft, immerhin haben gerade die von dir angeführten völker einen ganz anderen genpool als wir - ich sag jetzt mal - weißen.

    könnte es auch an deren erziehung liegen? ich denke da so an japan & das rigorose system. dann sehe man sich mal die manga-kultur an. ganz schön abgedreht!

    menschen, die noch mit der natur leben (soweit noch möglich), wachsen auch ganz anders auf & haben mit andersgearteten problemen umzugehen.

    da ich leider kein völkerkundler bin, sind das natürlich jetzt alles nur gedanken von mir, die mir spontan in den sinn gekommen sind.



    mich würde das thema brennend interessieren!

    liegt es an den genen? oder an der erziehung?
    ich hab erst vor ein paar tagen das buch "die ritalingesellschaft" gelesen, wo der autor, herr DeGrandpre die behauptung vertritt, ADHS sei keine genetische störung, sondern nur durch unsere schnellfeuerkultur bedingte anpassungsschwierigkeit. (nicht meine meinung! aber trotzdem mal interessant, die verschiedenen standpunkte zu betrachten. das buch ist von 2002. wie weit ist die forschung mittlerweile eigentlich genau?)
    über das buch könnte man wahrscheinlich sowieso endlos diskutieren.....



    hier hab ich übrigens eine gegenteilige meinung als die des herrn degrandpre gefunden.
    and here as well.
    Geändert von strangecat ( 4.04.2010 um 16:34 Uhr)

  3. #3
    IchBins

    Gast

    AW: ADS in Asien

    Vielleicht eine etwas provokannte Anmerkung:

    In anderen Ländern, mit einer anderen Kultur und Erziehungsmethoden stellt sie vielleicht gar nicht die Frage nach ADS....könnte doch sein?

    Wie beschreiben hier das AD(H)S unter anderem durch verschiedene Symphtome.... darunter auch die so oft erwähnte Impulsivität. Um mal mit der Tür ins Haus zu fallen, stelle ich einfach mal die Behauptung auf das es bei beispielsweise einem Italiener zu seinem Kulturstamm gehört und gar nicht wegzudenken ist. Hier wiederrum sieht man es als EIN Symphtom unter anderen an. Das ist es ja auch was eine Diagnose-Stellung so schwer gestaltet.

    Jede Person hat seine Persönlichkeit. Der eine Schusselig und Fleissig, Agressiv dennoch ruhig, zappelig und ungeduldig.

    und jede Kultur hat auch so seine Klischees die durchaus erfüllt werden. Beispiel des Tempraments, was für mich immernoch eine Umschreibung der Impulsivität darstellt.

    AD(H)S wird sich also nicht nur sonderlich anders in den verschiedenen Kulturkreisen zeigen, sondern auch Hierzulande bei jeder Person anders äußern.

    Wenn ich mir hier viele Beiträge durchlese, dann stolpere ich immer wieder auf Dinge, wo ich mir denke... das ist bei mir nun so überhaupt nicht der Fall. Dafür bringe ich aber vielleicht ein "Symphtom" mit, wo jeder andere sich fragen würde: " Hm, komisch, kann ich bei mir nicht feststellen"...

    Deswegen kann mal wohl auch nicht gezielt sagen wie es sich im speziellen bei einem Asiaten äußert, denn auch jeder Asiat ist anders und trägt seine eigene Persönlichkeit. Natürlich unter der Berücksichtigung der kulturellen Umstände und dessen Erziehung,.... die wiederrum ja auch wieder individuell ist

    Dennoch glaube ich, dass ADS auch große Vorteile mit sich bringen. Nicht nur hier, sondern überall. Deswegen meinte ich auch Eingangs, das dort es gar nicht als ADS angesehen wird. Die Gene spielen dort bestimmt auch eine große Rolle aber meines Wissens gibt es in diesem Bereich viel zu wenig Forschungsarbeiten und Untersuchungen.

    Lg, IchBins
    Geändert von IchBins ( 4.04.2010 um 18:30 Uhr)

  4. #4
    Kennt sich hier aus

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    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: ADS in Asien

    Genau, das Spontane wird bei gewissen Kulturen gerne gesehen, aber gerade die Italiener habe meine Spontaneität nicht wahrgenommen, nur meine nicht vorhandene Mimik. Sie sagten immer: lache doch.. sei doch nicht so verklemmt...
    PS: Mein einer Urgrossvater ist Italiener - bis jetzt habe ich gewisse meiner "Auffälligkeiten" immer damit erklärt (schwallweises Reden)

  5. #5
    IchBins

    Gast

    AW: ADS in Asien

    Gerade wenn es um verschiedene Kulturen geht, dann hat das ja auch immer etwas mit einer etwas anderen Lebenseinstellung zu tun

    Also was ich meine ist, das das erzieherische in anderen Kulturen vielleicht auch etwas anders gehandhabt wird. bzw so wird es auch sein.

    Und wie wir alle wissen, brauchen wir "ADS-ler" gewisse Rituale. Andere Kulturen wachsen mit festen Ritualen also schon auf. Der Moslem packt um was weiß ich wieviel Uhr seinen Teppich aus und betet gen Mekka. Dazu gehört auch Struktur.... aber selbst dieser Moslem kann ADS haben.. in seinen Genen.. aber eben durch diese Rituale die ihm angelernt worden sind, merkt er es selber gar nicht. Weiß gar nicht wie ich das schreiben soll... *lach* hoffe man versteht trotzdem was ich sagen will * hihi*

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 70

    AW: ADS in Asien

    naja, aber es gibt doch hier in unserer kultur genügend menschen, bei denen es eben auch erst später auffällt. natürlich ist auch in asien die erziehung individuell. was ich aber meinte ist die mentalität eines volkes.
    aber es stimmt, man kann schwer alle über einen kamm scheren! die spanier oder die engländer sind ja auch ganz anders als die deutschen. & dann kommt es auch wieder darauf an, wo - in welcher gegend - man aufwächst.

    ich denke, ADHS ist überkulturell.

    das DSM-IV gilt doch für alle menschen, oder täusch ich mich da?

  7. #7
    IchBins

    Gast

    AW: ADS in Asien

    eben so ist. es gilt für alle Menschen.... und deswegen auch so schwer. Natürlich ist ADHS überkulturell. Was aber eben das DSM-IV nicht eindeutig werden lässt, weder bei uns noch woanders. ich bin der Meinung das es auch Persönlichkeiten gibt, die eine Vielzahl verschiedener Symphtome aufweisen und trotzdem nicht ADS haben. Wenn dann noch der Kulturelle und der Erzieherische Aspekt hinzukommt, dann wirds richtig schwer... nicht zu vergessen die eigene Idendität....

    ...es gibt so einen schönen Satz den ich mal gelesen habe: Die schlimmste Krankheit ist die Diagnose.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 70

    AW: ADS in Asien

    da stimm ich dir zu!

    solang man mit sich & seinen symptomen klarkommt, braucht man ja auch eigentlich keine diagnose. & uneigentlich auch.

  9. #9
    Kennt sich hier aus

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    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: ADS in Asien

    Hi,

    ich denke, das ADHS sicherlich von Kulurkreis zu Kulturkreis unterschiedlich wahrgenommen wird. Aber, da es eine neurologische Störung ist, wird es sich auch von Kultur zu Kultur anders äußern. Das "Anders-zu-sein" ist ja nicht von der Erziehung abhängig. ADHSler denken und fühlen anders, ohne es erklären zu können. Und das wird auch in östlichen Kulturen nicht wirklich anders sein, sondern höchstens anders empfunden werden.

    LG

    Snagila

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