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Diskutiere im Thema Hypoaktivität Diagnose, Erfahrungsberichte gesucht im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    Rotes Gesicht Hypoaktivität Diagnose, Erfahrungsberichte gesucht

    Hallo liebe Hypos,
    ich hätte eine Frage:

    Mein Freund hat schon des längeren den Verdacht Ads (Ohne H )zu haben, allerdings hat er das "Problem", dass er es während der Stunde bei seinem Psychiater immer relativ gut schafft nicht so sehr aufzufallen bzw sich relativ gut zu konzentrieren... Kennt das einer von euch? Oder schließt sich deshalb eine Diagnose von ADS gleich automatisch aus, weil man es schafft dem Psychiater währen der 50 Minuten halbwegs zu folgen?
    Mein Freund befindet sich gerade mitten im Diagnoseprozess und da bei uns die Wartezeiten zwischen einem und dem nächsten Termin immer sehr lange sind und wir auch auf die testpsychologische Untersuchung noch einige Wochen warten müssen würden wir uns um jede Hilfe sehr freuen.
    Ich glaube aber, dass bei meinem Freund wenn dann eh nur die hypoaktive Diagnose in Frage kommt, weil er nie hyperaktiv oder auffällig impulsiv war, eher das Gegenteil Hat jemand von euch vllt ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie hat bei euch anderen Hypos der Diagnoseprozess so ausgesehen?
    Liebe Grüsse eure Chaosladyy

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 537

    AW: Hypoaktivität Diagnose, Erfahrungsberichte gesucht

    Guten Abend,

    bin zwar kein Hypo, sondern ein Hyper, aber in einem solchen Fall würde ich wohl erstmal die Schilddrüse überprüfen lassen und zwar bei einem Endokrinologen (= Facharzt für Hormone).
    Eine Schilddrüsenunterfunktion kann nämlich zu Symptomen führen, die wie ein ADS aussehen.

    Dass dein Freund sich beim Psychiater gut konzentrieren kann, könnte natürlich am für AD(H)S typsichen Hyperfokus liegen. Am besten, dein Freund spricht das bei dem Psychiater mal an.

    LG u alles Gute,
    Hyper

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 103

    AW: Hypoaktivität Diagnose, Erfahrungsberichte gesucht

    Hallo chaosladyy!

    Da ich eine Viertelstunde zu spät zum Diagnose-Termin kam, und eher unkonzentriert und vergesslich bin, wenn ich in eine neue Situation gerate, stellte sich mir diese Frage nicht. Aber was Hyper schreibt, über den Hyperfokus, das kenne ich auch. Leider nur sehr selten; im Alltag wäre das hilfreich.


    @Hyper
    Den Gedanken hatte ich zunächst auch gehabt. Ich hab Hashimoto und meine Schilddrüse macht überhaupt nix mehr. Aber die Thyroxin-Medikation hat nicht wirklich was gebracht - was sich nun als ADHS herausstellte.
    Und ME/CFS ist auch noch dabei.
    Beides hätte k.o.-Ausschluss-Diagnose sein können, aber - die beiden anderen Sachen hatte ich ja als Kind noch nicht.
    Und beide Diagnosen befundet zu bekommen, schließt ja nicht aus, trotzdem noch ADHS obendrauf zu kriegen.
    Die Ärztin, die mich diagnostiziert hat, wusste von diesen anderen Erkrankungen. Ich hatte meine beiden Diagnosen per Arztbrief dabei.

    Gruß
    Honu

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 952

    AW: Hypoaktivität Diagnose, Erfahrungsberichte gesucht

    ADS heißt nicht, dass man sich überhaupt nicht konzentrieren kann, sondern nur dass man die Aufmerksamkeit nicht so gut steuern kann und z.b. sich auf die Ablenkung konzentriert anstatt auf die zu erledigende Aufgabe.

    D.h. es sagt überhaupt nichts aus, wenn Dein Freund die ganze Therapiestunde konzentriert bleiben kann. Erstmal geht es um die eigenen Problemen, die für ihn sicherlich interessant genug sein werden, dass er den Fokus darauf erhalten kann. Und weiterhin kann es auch noch der Neuigkeitswert sein.. dh. wenn etwas noch neu ist, ist es interessanter und darauf konzentrieren und erst nachdem sich ein gewisser Gewohntheitseffekt einstellt , kommt Langweile auf und damit verbunden, dass Problem, sich zu konzentrieren.

    Hypos sind oft nach aussenhin betrachtet unauffälliger.. da ist aussagekräftiger, wie es immer inneren aussieht.. das chaos findet dann mehr nur im inneren statt.. nach aussenhin ist man hingegen vielleicht sogar eher lahmarschig.

    Hyperaktiv war ich auch nie, .. und impulsiv - wenigstens nach aussen betrachtet - auch weniger.. denn da waren (oder viel mehr sind noch) meine Ängste, die mich ausbremsten.. anstatt impulsiv irgendwie komisch zu reagieren lieber garnicht reagieren.. und ständig jeden Gedanken in Frage zu stellen, ob er "korrekt" ist und deswegen nur verlangsamt auf irgendwelche vor allem sozialen Situationen reagieren zu können...


    Diagnoseprozess sollte eigentlich wie bei Hyperaktiv sein.. letztendlich gibt es eigentlich kaum die reine Ausprägung Hypo oder Hyper, sondern die meistens ADSler sind gemischt.. bzw. ist die Hyperaktivität nur eine Symptom neben den anderen und die Unterscheidung zwischen Hyper und Hypo ist nur ein umgangssprachliches Konstruckt nach dem ausfälligsten Merkmal, was ist so in der Form nicht wissenschaftlich bestätigt ist (*). Somit gibt es zwischen den ADSler, deren Symptome eher mehr Hyper und den ADSler, deren Symptome eher mehr Hypo sind, doch trotzdem noch viele Überschneidungen (mal abgesehen davon, dass es sich im Laufe des Lebens ändern kann.).

    Unabhängig von Hypo/Hyper wirkt sich AD(H)S bei jeden unterschiedlich aus, dh. es ist ganz individuell, an welchen Stellen man Probleme hat und welche Hilfen benötigen werden.



    (*) mal abgesehen von SCT (sluggisch cognitive t?) wäre vielleicht noch die Reinform eines Hypos.. aber weiß jetzt nicht, ob es wirklich schon wissenschaftlich bestätigt ist

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Hypoaktivität Diagnose, Erfahrungsberichte gesucht

    Hey ihr Lieben,

    Danke für die vielen schnellen Antworten kurz zu euren Anregungen: körperlich wurde bei ihm soweit alles abgeklärt, Blutwerte sind alle in Ordnung,bei der Schilddrüse passt alles und er hat auch sonst keinen Mangel.. Eigentlich wurde bei ihm auch sonst schon so einiges abgeklärt von neurologischer Seite und er war auch im Schlaflabor weil man vermutete, dass er vllt zu wenig/ schlecht schläft und diese Problematik dann die Unkonzentriertheit auslösen könnte.. auch eine Depression wurde schon vermutet und behandelt, aber das war dann auch leider nicht so von Erfolg gekrönt, weil leider die Symptome einfach nicht passten...
    WIr hatten auch schon den Verdacht mit dem Hyperfokus, er hat gemeint, dass er vor einer Stunde mit dem Psychiater immer extrem nervös ist und die Stunde für ihn auch extrem wichtig ist und ihn das dann irgendwie innerlich "stimuliert" und er sich deshalb besser konzentrieren kann... diese Stimulation kann er aber leider nicht wirklich willentlich steuern... es gelingt ihm dann leider nicht das auch im Alltag umzusetzen.. aber er meinte dass Gespräche unter vier Augen tendenziell eh besser funktionieren würden, von der Konzentration her... aber eben auch nicht immer

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 537

    AW: Hypoaktivität Diagnose, Erfahrungsberichte gesucht

    Jo, na dann sollte wohl ein ADHS abgeklärt werden.

    Du hattest gefragt, wie eine Diagnostik abläuft/ablaufen kann: Ich musste zwei ADHS-Fragebögen zu meiner Kindheit ausfüllen, Schulzeugnisse mitbringen u einen Fragebogen zu ADHS-Symptomem im Erwachsenalter ausfüllen. Nun besteht der Verdacht, dass ich ein kombiniertes ADHS habe, also sowohl unaufmerksam bin als auch hyperaktiv. Muss nächste Woche zu einem Daueraufmerksamkeitstest am PC, um die Diagnose abzusichern.

    Edit:

    chaosladyy schreibt:
    WIr hatten auch schon den Verdacht mit dem Hyperfokus, er hat gemeint, dass er vor einer Stunde mit dem Psychiater immer extrem nervös ist und die Stunde für ihn auch extrem wichtig ist und ihn das dann irgendwie innerlich "stimuliert" und er sich deshalb besser konzentrieren kann... diese Stimulation kann er aber leider nicht wirklich willentlich steuern... es gelingt ihm dann leider nicht das auch im Alltag umzusetzen.. aber er meinte dass Gespräche unter vier Augen tendenziell eh besser funktionieren würden, von der Konzentration her... aber eben auch nicht immer
    Und ja, so geht es mir auch.

    LG,
    Hyper

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