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Diskutiere im Thema Ablehnung innerhalb der Familie? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 8

    Ablehnung innerhalb der Familie?

    Hallo ihr Lieben,

    mich belastet zur Zeit extrem stark, dass meine Mutter wirklich alles Mögliche versucht um das Thema ADHS in den Dreck zu ziehen. Sie ist stark esoterisch angehaucht und faselt immer was von Lichtenergie und Schwingen usw. und, dass ihre Möchtegern Gurus doch alle Recht haben.
    Und das ich nur krank bin, weil ich mir das einrede?

    Wenn ich ihr dann beispielsweise die Wikipedia Einträge ihrer "Ärzte" zeige, in denen ausnahmslos steht, dass das alles Quacksalber sind und deren Thesen wissenschaftlich nicht belegt sind, flippt sie immer aus und blockiert total.
    Dann bekomm ich wieder Sachen zu hören, von wegen die Pharmaindustrie will alle ausbeuten und wir werden alle krank gemacht. Das typische Chemtrail Geschwafel eben.

    Wie ist das bei euch in der Familie so? Stößt ihr auch so extrem auf Ablehnung? Wie geht ihr dagegen vor?
    Aufklärung funktioniert bei mir leider nicht, da ihre Meinung zu festgefahren ist.

    Liebe Grüße
    Director

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 106

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Jaja, die lieben Lichtbringer. Gott OSRAM hat denen das Hirn verbruzzelt. Licht und Liebe allen Hirnbruzzlern. Die lernen auch nix mehr dazu. Sollen sie doch ihren Glühlampensalat verputzen, wenn sie denn davon satt werden. Du für dich? Leb du dein Leben und kümmere dich um dein ADHS und deine Gesundheit. Ärgere dich nicht.
    Ich für mich sag einfach, dass ich ADHS und Autismus hab und was die damit anfangen, das ist ihr Problem. Wenn sich wer dafür interessiert, dann wird er schon fragen.

  3. #3
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Naja, bei mir ist es ja auch so, dass einfach bei jeder Kommunikation ein Streit entsteht.
    Hab sie heute zum ersten Mal seit 2-3 Wochen gesehen und nach 2 Minuten isses direkt eskaliert. Ultra nervig.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.728

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Wie gehe ich dagegen vor? Gar nicht, aber ich habe auch noch nicht versucht, Familienmitglieder (also abgesehen von meiner Frau und meinen Kindern natürlich) von meiner ADHS-Diagnose zu überzeugen oder ihnen überhaupt davon zu erzählen.

    Lass doch deine Mutter an Lichtbringer glauben, du bist doch erwachsen?

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Hallo Director!

    Wer an "Licht und Liebe" glaubt tut dies aus Überzeugung warum soll man dann einen anderen "Glauben" annehmen? Wenn du sie versuchst zu "überzeugen" akzeptierst du sie in ihrem glauben ja auch nicht.

    Wichtig ist doch, dass du es für dich klar hast und weisst welchen weg du gehen möchtest.

    Und gerade ADHS und Medikation macht den "Licht und Liebe" - Gläubigen echt auch Angst und Sorge um ihre Mitmenschen, aufgrund ihrer Einstellung und den Quellen aus denen sie ihr Wissen beziehen und vielleicht macht sie sich deswegen ja auch Sorgen um dich????

    Ich bin Vegetarier und trotzdem hat jeder Fleischesser es halt für sich entscheiden Fleisch zu essen und das ist für mich auch ok so, es ist deren Weg.

    Was ändert sich für dich letztendlich in dem, was du für dich tun mußt um mit ADHS klarzukommen wenn deine Mutter es anerkennt?

    Sollte sie dich von sich aus immer wieder darauf nerven kannst du ihr ja spiegeln das sie damit negative Schwingungen auslöst, die du nicht mit ihr gemeinsam in die Welt aussenden möchtest. Vielleicht kann sie damit was anfangen? War aber nur so ne Idee und auch nicht provokativ gemeint.

    ...aber trotzdem glaube ich dir gerne, das es mit solchen Kommentaren nicht einfach ist, weil sie einen ja treffen...

  6. #6
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Vielen Dank für die netten Kommentare.
    Ich hab für mich auch schon mit der Sache abgeschlossen und belächle dieses pseudowissenschaftliche Getue ja auch schon.

    Es ist viel mehr so, dass sie immer wieder versucht mich zu bekehren. Ich solle keine Medikamente nehmen und einfach daran glauben, dass ich gesund bin. Und dann wird es auch so sein..
    Wenn ich dann mit Fakten komme, blockiert sie.

    Ich finde es halt einfach sehr schade, dass eine eigentlich gute Mutter/Kind Beziehung so kaputt geht, nur weil man auf seinen Standpunkt beharren muss.

    Und ich selbst bin aktuell einfach nicht in der Verfassung das immer und immer wieder mitzumachen. Das ist echt schwer zu ertragen.

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 101

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Hallo Director.

    Auch ich wollte mal was beitragen zu dem Thema.

    Bei mir ist es genauso. Aber auch allgmein bei andern Problemen.

    Hab gelernt ( ca. seit ich 14 bin ) mit Problemen nicht mit meinen Eltern oder meinem Bruder drüber zu reden, führt zu streit, Rumgeschreie... eskaliert direkt. Es wird nicht ernst genommen, nicht realisiert, runtergespielt. Egal wie schwerwiegend und belastend die Probleme für mich sind.


    Es wurde von Vater und Mutter bei mir festgestellt hab ich nicht, ich streng mich nur nicht an, hätte es nie versucht, bin zu faul. Ende aus.

    Mein Bruder hat einfach aus Desinteresse den Raum verlassen, als ich mit dem Thema angefangen habe. Wohne nicht mehr bei Eltern, war extra hingekommn um mit ihnen zu sprechen. Macht eine Fremdanalyse natürlich schwierig. Er ist älter als ich, also nicht zu jung für das Thema.

    Sie sehen es wohl als Ausrede ... hab mir für meinen teil eine selbsthilfegruppe gesucht in der ich über meine Probleme reden kann.

    Man kann es nur bis zu einem gewissen Punkt probieren, wenn sie unbelehrbar sind spreche nicht mit den Personen ( in dem fall deine Mutter ) über das Problem.

    Gruß Lasse

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 334

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Moin Director,

    mach dir nichts draus.

    Ich backe inzwischen sehr kleine Brötchen im Hinblick auf konstruktive Diskussionen innerhalb meiner Herkunftsfamilie, besonders dann, wenn es um ADHS geht.

    Früher habe ich es immer sehr schwer genommen, wenn mir bei Themen, die mir wichtig waren, unverhohlen Desinteresse (siehe Post von Lasse93) oder strikte Ablehnung engegenprallten. (Unterstützung oder auch nur Solidarität sind in meiner Familie leider Fremdworte, jeder hat genug damit zu tun, sein Leben auf die Reihe zu kriegen, da mögen einen die anderen doch bitte nicht auch noch mit ihren Befindlichkeiten belasten).

    Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass es in "ADHS-Familien", wenn also mehrere Personen betroffen sind, häufig so zugehen dürfte.

    Was tun, wenn zwei Menschen einfach nicht von ihrem Standpunkt abrücken können, weil sie zu sehr ihrer eigenen Wahrnehmung der Welt verhaftet sind? Schon mal daran gedacht, dass der Dogmatismus deiner Mutter auch auf ADHS zurückzuführen sein könnte? Eine sinnvolle Diskussion ist dann kaum möglich.

    "Die größten Kritiker der Elche sind in Wirklichkeit selber welche" - Komme einem ADHSler bloß nicht mit dem Thema ADHS, es sei denn, er hat es bereits in sein Denken integriert.

    Mit anderen Worten: Wenn deine Mutter von deiner ADHS nichts wissen will, spricht nicht mehr mit ihr darüber. Es bringt nichts.

    Du musst deinen Wunsch, in deiner Familie auf Akzeptanz zu stoßen, ja nicht völlig aufgeben. Vielleicht verschiebst du ihn einfach auf unbestimmte Zeit und umgibst dich (frei nach den Beewerths) in der Zwischenzeit mit "Menschen, die dir gut tun" bzw. mit denen du konstruktiv über das Thema sprechen kannst.

    Alles Gute und beste Grüße

    Addy

  9. #9
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.200

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Meine Mutter wusste schon immer das ich Adhs habe, sie sagte mir immer, es wäre eine Krankheit, die es nicht wirklich gebe, dann glaubte sie doch wieder dran so irgendwie(Sie ist keine überzeugte Estorikerin, aber sie ist davon beinflusst). Sie gab mir mal mit 16 Jahren Medikamente, ich hatte damals angeblich davon Kopfschmerzen, rückwirkend halte ich es für möglich, das sie es mir eingeredet hat, ich weiß es nicht.
    Es hat mich nie jemand über die Symtome aufgeklärt, erst als ich mal durch puren Zufall das selber gelesen habe, habe ich es begriffen.
    Wieviel Leidensweg wäre mir erspart geblieben, ich denke mein Hass und meine Verachtung gerade für medizinische Scharlatanerie rührt daher.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.728

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Lasse93 schreibt:
    Hab gelernt ( ca. seit ich 14 bin ) mit Problemen nicht mit meinen Eltern oder meinem Bruder drüber zu reden, führt zu streit, Rumgeschreie... eskaliert direkt. Es wird nicht ernst genommen, nicht realisiert, runtergespielt. Egal wie schwerwiegend und belastend die Probleme für mich sind.


    Es wurde von Vater und Mutter bei mir festgestellt hab ich nicht, ich streng mich nur nicht an, hätte es nie versucht, bin zu faul. Ende aus.
    Hallo,

    ich kann nur jedem, der dies noch nicht gemacht hat (weibliche mitgemeint), empfehlen sich bei der Herkunftsfamilie nicht durch Offenbarung der Diagnose angreifbar zu machen.

    Man kann Andeutungen machen, man kann über das Thema allgemein reden, dass man eventuell glaubt davon betroffen zu sein und die Reaktion abwarten.

    Aber besser nicht konkret verraten, dass man diese Diagnose erhalten hat und behandelt wird! Bringt nix, auf sich herumtrampeln zu lassen.

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