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Diskutiere im Thema Ablehnung innerhalb der Familie? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Addy Haller schreibt:
    Schon mal daran gedacht, dass der Dogmatismus deiner Mutter auch auf ADHS zurückzuführen sein könnte? Eine sinnvolle Diskussion ist dann kaum möglich.

    "Die größten Kritiker der Elche sind in Wirklichkeit selber welche" - Komme einem ADHSler bloß nicht mit dem Thema ADHS, es sei denn, er hat es bereits in sein Denken integriert.
    Lustigerweise gehe ich fest davon aus, dass sie es ebenfalls hat. Bei meinem älteren Bruder wurde es gestern auch diagnostiziert und da hatte ich genau den selben Gedanken.
    Was eine Familie.

    Aber ja, ich werde mich auch von ihr distanzieren, weil mir das einfach nicht gut tut und andere Themen gibt es momentan nicht wirklich. Vielleicht ändert sich das ja mal wieder.

    Zum Thema "Nicht darüber reden":

    Ich gehe eigentlich recht offen damit um. Wenn ich auf Ablehnung treffe, is mir das in den meisten Fällen recht wumpe. In meinem Freundeskreis wissen es eigentlich alle (sind eh nur 5-6) und von den Leuten weiß ich, dass sie 1. mich gut genug kennen und wissen, dass ich mich auch mit einem Thema befasse, bevor ich darüber rede und 2. das sie genügend Verstand besitzen selbst zu recherchieren, falls Fragen auftauchen.

    Bei Kunden und Geschäftspartner ist das natürlich was anderes. Da würde das selbstverständlich nur belasten.

  2. #12
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Director schreibt:
    Ich hab für mich auch schon mit der Sache abgeschlossen und belächle dieses pseudowissenschaftliche Getue ja auch schon.
    "Wissenschaftliche" Beweisbarkeit hin oder her (auch ADHS ist ja in der sog. Wissenschaft heftig umstritten wie wir alle leidvoll erfahren haben)

    Deine Mutter ist von etwas überzeugt und Du nennst es "pseudowissenschaftliches Getue" und wunderst Dich, dass Eure Gespräche suboptimal verlaufen?

    Du ärgerst Dich, weil Du von Deiner Mutter nicht ernst genommen wirst.

    Nimmst Du sie denn ernst?
    Geändert von Korda (25.08.2017 um 08:49 Uhr)

  3. #13
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Wenn sie mit etwas Neuem kommt, lehne ich es nicht sofort ab und informiere mich zuerst.

    Ich drücke mich ihr gegenüber natürlich auch anders aus. Sowas wie pseudowissenschaft sage ich ja nicht direkt.

    Aber wenn man mir mir Chemtrails kommt, oder mir versucht klarzumachen, dass in Cannabis Stoffe sind, die nicht von der Erde sind - dann nehme ich die Unterhaltung natürlich nicht ernst.
    Oder wenn man als Quelle erhoetes-bewusstsein.de heranzieht.

    Aber wenn man mir normal kommt und eine vertrauenswürdige Quelle nennen kann, dann nehme ich die Unterhaltung auch ernst.

  4. #14
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.785

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    das Problem bist nicht du, sondern sie. aber du wirst sie nicht ändern können. Was einzig möglich ist, ist dass du Toleranz einforderst und ihr euch auf eine Art Waffenstillstand einigt. Redet am besten einfach gar nicht drüber. ich habs bei meiner eigentlich nur kurz angeschnitten. ab und an kommt ein Seitenhieb von meiner Schwägerin. aber ich mag auch gar nicht drüber reden. ich rede mit meiner Familie auch nicht über Sex oder mit meinen Brüdern über Menstruation etc.
    manche Sachen lasse ich einfach außen vor und unthematisiert.
    eine sehr gute Freundin und ich sind total unterschiedlicher Meinung über Homöpathie, Esoterik usw. ich höre mir das eine oder andere freundlich an, kommentiere aber nicht. Etliche Themen vermeiden wir. wir respektieren die Meinung des anderen als gleichberechtigt und wollen uns nicht gegenseitig bekehren. das gehört mE zum Respekt dazu.

    Internetseiten zeigen immer nur das Spektrum, welches man sehen will. ist Zeichen einer vorgefertigten Seite. Wenn ich schon überzeugt bin, dass Adhs Humbug ist, dann finde ich auch nur diese Seiten
    Wenn ich Homöpathiefans was über einen wissenschaftlichen Test berichtete, der Hinweise darauf bot, dass es mehr als nur Placebo ist, hatte ich aufmerksame Zuhörer. Als sich jener Test als schlampig durchgeführt erwies und andere das Gegenteil bewiesen, wollte man plötzlich davon nichts mehr hören. alles Humbug. nur "Wissenschaft". (so wie andere "fauler Zauber" aussprechen), die haben ja keine Ahnung.

    siehst du mitunter BigBang? Sheldons Mutter, die darauf beharrt, dass Evolution Blödsinn ist? versuche mal diese Frau zu überzeugen

    deine Mutter müsste sich für deine Sichtweise interessieren. tut sie aber offenbar nicht. Da ist Hopfen und Malz verloren.




    ach so, eigene Familie Ergänzung: habs mal meinen jüngeren Bruder gesagt, der rückblickend ein ziemlich eindeutiges Adhskind war, der volle Zappelphillip-Klischee-Adhsler. weiß er. auch meine Diagnose.Thema für ihn erledigt, anscheinend kein weiterer Gesprächsbedarf. arbeitet mit einer Kollegin, die es vermutlich auch hat. einmal thematisiert.
    Geändert von Moselpirat (25.08.2017 um 11:23 Uhr)

  5. #15
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    @ Director, Ja sorry, war vielleicht etwas hart formuliert von mir. Impulsivität lässt grüßen...

    Ich kann nur gut nachvollziehen, dass man ADHS gegenüber skeptisch sein kann, besonders, wenn man entweder nicht betroffen ist oder aber man hat "es", aber es stört einen nicht.

    Es gibt ja nicht wie z.B. bei einem Beinbruch ein "ja" oder "nein". Selbst ADHS Fachleute werden nicht immer jeden identisch diagnostizieren.

    Ich schließe mich den Meinungen an, dass man sich genau überlegen sollte, wem man es erzählt. Meine Frau weiß es und eine gute Freundin. Sonst keiner. Und bei meiner nicht-betroffenen Frau habe ich die Erfahrung gemacht, je weniger man versucht, zu überzeugen, umso verständnisvoller sind ihre Reaktionen.


    Viele Grüße, Korda

  6. #16
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Dein Thema bewegt, Director... Das sieht man anhand der vielen Antworten ♥

    Gerne gebe ich auch noch meine 5 Cent dazu.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es helfen würde, wenn du mit deiner Mutter sprichst - NICHT über ADHS, sondern wie sehr es dich belastet, dass diese ewige Streitereien eure Mutter-Sohn-Beziehung zerstören. Und damit kannst du - wie Moselpirat vorgeschlagen hat - auf einen Art "Waffenstillstand" hinarbeiten.
    Oft hilft dieses 'Heraustreten' aus der Streitsituation, eine andere Perspektive zu einzunehmen. Man kann über Gefühle reden, die der Streit in einem auslöst und gemeinsam auf ein grösseres Ziel (intaktes Verhältnis) hinarbeiten.

  7. #17
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.785

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    danke, tierna, das hast du gut gesagt. wenn sowieso klar ist, dass ihr euch in dem Punkt niemals einig werdet, warum dann darüber streiten?

    und wenn die Vorwürfe dennoch kommen, dann versuche mal mit "paradox" zu reagieren. Auf Vorwürfe a la "warum sieht deine Wohnung so aus ?" antworte mal: weil ich leider nicht so toll, ordentlich, disizipliniert wie du bin. " oder so.

    ich gehe mal davon aus, dass ihr im Grunde über Dinge streitet, die sie eigentlich gar nichts mehr angehen, oder ? es ist vermutlich deine Wohnung und dein Leben. oder sie hat Anforderungen an dich und statt dankbar zu sein, nörgelt sie ? dann erneut: sie ist das Problem.

    Beispiel: meine Mutter hat jahrelang über meinen Garten (Neubaugrundstück) genörgelt. Irgendwann war ich soweit (weil ich es wollte), Gärtnereinen Garten anlegen zu lassen. Jemand aus meiner Familie meinte dann naiv: na, dann wird sie nichts mehr auszusetzen haben. Ich hab nur gelacht: wenn es nicht der Garten ist, ist es meine Frisur. und wenn ich dann zum Friseur gehe, sind es meine Kleidung. oder irgendwas anderes. Abends bin ich dann zufällig noch zu meiner Mutter gegangen, wir reden über meinen Garten (hatte sie gesehen) und plötzlich schaut sie auf meinen Rücken und meint: "du könntest mal wieder zum Friseur, die Haare sind lang geworden " ich brach in schallendes Gelächter aus ! Respekt, Mum, 2 Std hat es gedauert. ich erklärte ihr, warum ich lachte und glücklicherweise nahm sie es mit Humor

    was ich damit sagen möchte: du kannst es ihr vermutlich nie recht machen. und: es geht bei einem Streit ganz oft gar nicht um die Inhalte. sondern um etwas ganz anderes. versuche mal rauszufinden, was wirklich dahinter steckt. worum geht es eigentlich? ich wette, es geht eigentlich gar nicht um dich, zumindest nicht zentral. sondern um sie. vielleicht um ihr Verhältnis zu ihr. vielleicht Angst vor Abnabelung, VErlustängste. eigene Unzufriedenheit. du hast ihre Erwartungen nicht erfüllt. wenn sie dich nicht benörgeln kann, ist sie unglücklich oder was auch immer

    bei Konflikten; achtet mal darauf, worum es wirklich geht. hinter jedem Du-Vorwurf steht eigentlich immer eine Ich-Botschaft. was ist wohl ihre ?


    und; warum ist es dir so wichtig, dass sie dein Adhs akzeptiert ? (ist es ihr Genörgel, weil du nicht so funktioniert, wie sie es gerne hätte ? oder noch mehr ?
    Geändert von Moselpirat (25.08.2017 um 20:46 Uhr)

  8. #18
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Hallo zusammen

    ich werde auch größtenteils von meinen beiden Eltern abgelehnt.

    Diese Erfahrung mache ich schon sehr lange... und diese tut weh.

    Ich frage Mutter wir mal was zusammen machen und biete Ihr
    auch Hilfe an.

    Sie sagt oft, "nein" und auch sehr häufig dass ich
    Mutter nicht helfen kann... nicht mal beim kochen oder putzen.

    Beide kommen mich auch kaum besuchen, erwarten aber, dass
    ich ihr Sohn komme. Aber nur wenn Sie es wünschen.

    Bei uns ist das Familienverhältnis nicht gerade stabil... es wird
    nach aussen hin aber zumindest der Schein gewahrt.

    Bin oft allein und traurig deswegen ...

    Meine Meinung ist daher ... cool bleiben leben und leben lassen.
    und positiv denkend bleiben.

  9. #19
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Tierna schreibt:
    Ich könnte mir vorstellen, dass es helfen würde, wenn du mit deiner Mutter sprichst - NICHT über ADHS, sondern wie sehr es dich belastet, dass diese ewige Streitereien eure Mutter-Sohn-Beziehung zerstören. Und damit kannst du - wie Moselpirat vorgeschlagen hat - auf einen Art "Waffenstillstand" hinarbeiten.
    Oft hilft dieses 'Heraustreten' aus der Streitsituation, eine andere Perspektive zu einzunehmen. Man kann über Gefühle reden, die der Streit in einem auslöst und gemeinsam auf ein grösseres Ziel (intaktes Verhältnis) hinarbeiten.
    Vielen Dank für den Rat Tierna. Dazu muss ich aber sagen, dass ich genau so stur bin, wie meine Mutter es ist. Sogar sturer! Sie hat auch schon zu mir gesagt, dass wir einfach nicht mehr über das Thema reden sollen, denn sie hat ihre Meinung und ich habe meine.
    Ich für meinen Teil kann, zumindest in meiner aktuellen Lage (Diagnose vor 2-3 Wochen, Medikamente, Bruder bekam selbe Diagnose vor 2 Tagen, usw.) nicht mit dieser negativen Einstellung umgehen. Selbst wenn es jetzt heißt, dass wir nicht mehr drüber reden, weiß ich, dass sie spätestens wenn ich mal Kopfschmerzen hab oder Ähnliches mit Sprüchen wie "Kommt von den vielen Medikamenten" daherkommt.

    Und mich ärgert es auch massivst, dass sie Argumente bringt die einfach nicht stichhaltig sind und wenn ich versuche sie "aufzuklären", lässt sie nur Spielraum für ihre eigene Meinung.

    Beispiel:

    Sie will mir beweisen, dass Ritalin usw. schlecht ist. Geht auf die Seite adhs-kritik.de und kopiert mir einen Text.
    Ich lese mir das durch, schaue mir den Arzt an und recherchiere über diesen. Dann stoße ich auf Kritik an diesem Arzt, in der es heißt, dass er nur Behauptungen aufstellt und was er sagt nicht Hand und Fuß hat. Des Weiteren "belegt" er seine Thesen mit Aussagen eines anderen Arztes, auf dessen Wikipediaseite genau das Gleiche über seine Aussagen steht.
    Das geht dann halt immer so weiter.
    Wenn ich dann versuche ihr das zu sagen, kommt sie mit Aussagen wie "Ich glaube, die haben Recht" und "Ich glaube die Naturheilkunde ist viel besser und die Medikamente machen einen nur krank"

    Wie soll man denn bitte da gegen argumentieren?

    Ich hatte sie drum gebeten, sich mal den Wikipediaartikel von Methylphenidat durch zu lesen. Eine Minute später kam ein Screenshot von den Nebenwirkungen mit dem Satz: "Ein Medikament, das so viele Nebenwirkungen hat, kann ja nicht wirken."

    ???? Bitte was?
    Alle Antibiotika für Arsch, na toll! Dann bekomm ich lieber mal keine Lungenentzündung.

    Ich habe einfach gemerkt, dass ich hier gegen Windmühlen kämpfe. Und weil ich damit aktuell überhaupt nicht klar komme, dass ich von ihr auf so extrem viel Ablehnung stoße, werde ich mich einfach ein wenig distanzieren.
    Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass ich in der Einstellungsphase der Medikamente bin und alles ein wenig ernster sehe als sonst.


    Moselpirat schreibt:
    ich gehe mal davon aus, dass ihr im Grunde über Dinge streitet, die sie eigentlich gar nichts mehr angehen, oder ? es ist vermutlich deine Wohnung und dein Leben. oder sie hat Anforderungen an dich und statt dankbar zu sein, nörgelt sie ? dann erneut: sie ist das Problem.
    Eigentlich ist unser Verhältnis sonst immer sehr gut. Jeder hat halt seine Ansichten und sie ist auch extrem nett und hilfsbereit usw. aber sie lernt halt immer mehr Kräuterkundler kennen und unterhält sich auch nur mit solchen bzw. geht nur zu Ärzten, die in der Homöopathie zu Hause sind. Dadurch und durch völlig falschen Medienkonsum, verdreht sich halt das Weltbild. Im Sinne von die Regierung ist schlecht und will alle unter Kontrolle halten.
    Kann mir ja eigentlich auch egal sein und war es bis dato auch immer. Aber jetzt beeinflusst es mich ja auch, wenn sie ständig versucht mich zu bekehren oder ich gehässige Kommentare abbekomme. Das nervt.

    Moselpirat schreibt:
    Beispiel: meine Mutter hat jahrelang über meinen Garten (Neubaugrundstück) genörgelt. Irgendwann war ich soweit (weil ich es wollte), Gärtnereinen Garten anlegen zu lassen. Jemand aus meiner Familie meinte dann naiv: na, dann wird sie nichts mehr auszusetzen haben. Ich hab nur gelacht: wenn es nicht der Garten ist, ist es meine Frisur. und wenn ich dann zum Friseur gehe, sind es meine Kleidung. oder irgendwas anderes. Abends bin ich dann zufällig noch zu meiner Mutter gegangen, wir reden über meinen Garten (hatte sie gesehen) und plötzlich schaut sie auf meinen Rücken und meint: "du könntest mal wieder zum Friseur, die Haare sind lang geworden " ich brach in schallendes Gelächter aus ! Respekt, Mum, 2 Std hat es gedauert. ich erklärte ihr, warum ich lachte und glücklicherweise nahm sie es mit Humor
    Sehr schöne Anekdote mit dem Garten
    Sowas gibt es bei uns, zum Glück, eher weniger. Da mosere ich mehr rum, wenn ich bei ihr bin. Totales Chaos und immer sind die Kinder schuld.

    Moselpirat schreibt:
    was ich damit sagen möchte: du kannst es ihr vermutlich nie recht machen. und: es geht bei einem Streit ganz oft gar nicht um die Inhalte. sondern um etwas ganz anderes. versuche mal rauszufinden, was wirklich dahinter steckt. worum geht es eigentlich? ich wette, es geht eigentlich gar nicht um dich, zumindest nicht zentral. sondern um sie. vielleicht um ihr Verhältnis zu ihr. vielleicht Angst vor Abnabelung, VErlustängste. eigene Unzufriedenheit. du hast ihre Erwartungen nicht erfüllt. wenn sie dich nicht benörgeln kann, ist sie unglücklich oder was auch immer
    Das mit der eigenen Unzufriedenheit könnte gut passen, obwohl sie sehr oft das gegenteil behauptet.

    Moselpirat schreibt:
    bei Konflikten; achtet mal darauf, worum es wirklich geht. hinter jedem Du-Vorwurf steht eigentlich immer eine Ich-Botschaft. was ist wohl ihre ?
    Da könnte ich mal drauf achten.

    Moselpirat schreibt:
    und; warum ist es dir so wichtig, dass sie dein Adhs akzeptiert ? (ist es ihr Genörgel, weil du nicht so funktioniert, wie sie es gerne hätte ? oder noch mehr ?
    Ich denke, dass das ADHS ein Teil von mir ist. So bin ich halt. Und mein Bruder hat die selbe Diagnose und ich gehe fest davon aus, dass sie es auch hat.
    Ihr Leben ist genau so von Fehlschlägen gezeichnet wie meins und ich finde, dass ich seit der Diagnose Perspektive habe.

    Und ich empfinde eine Aussage wie "ADHS" gibt es nicht. Einfach verletzend. Meiner Meinung nach ist es wie wenn ein Vater zu seinem schwulen Sohn sagt, schwul sein gibt es nicht.
    Was soll denn das?

    Aber vielen Dank für die vielen, tollen Ratschläge. Ich schalt erstmal einen Gang zurück und versuch mal klar zu kommen. Schönes Wochenende euch allen

  10. #20
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 103

    AW: Ablehnung innerhalb der Familie?

    Hallo Director & alle!

    Mein Vater ist vor einiger Zeit gestorben, und meine Mutter hat den Kontakt vor 13 Jahren abgebrochen. Dies hat im Grunde nicht viel an unserem Verhältnis davor geändert.

    Mein Vater war Dipl. Soz.-Pädagoge. Alles was ich richtig machte, war nur ein logisches Ergebnis seiner exzellent angewandten Erziehung - was daneben ging, beruhte auf meiner Faulheit, selbst-Sabotage und Uneinsichtigkeit. Ich hätte einen Elektra-Komplex, der verursacht, dass ich mich gegen Erfolg wehre, um ihm, meinem Vater, eins auszuwischen.
    Haha.

    Ich hab mir irgendwann gesagt, dass mein Vater eine ziemlich arme Figur ist, dass er mich und meine Miss-/Erfolge als Hebel für sein Selbstwertgefühl benutzt.
    Benutzt. Ja.
    Blödmann.


    Dann kam Esoterik auch in mein Leben: Die Richtung, in die später die 2. Frau meines Vaters die Diskussionen aufpeppte: "Man muss nur wollen/ alles eine Sache der innere Einstellung/ hör endlich auf, deinen Vater zu ärgern!/ du ziehst diese negativen Schwingungen absichtlich an!"

    Als staatlich bestellte Fachleute für Kindererziehung haben sie "Ritalin" (so als Begriff von ihnen verwendet, lieber Admin!) bei den von ihnen betreuten Kindern abgesetzt und sie zu Yoga verdonnert. Half nie, und wieder waren die Kinder selbst schuld. Oder die feinstoffliche Umgebung. Oder die Gesellschaft. Oder. Schnell noch Schüsslersalz und Bachblüten einwerfen, da hatten sie weniger Bedenken.


    Sie war damals tatsächlich beleidigt, als mein Vater Krebs bekam, trotz Bio-Food und Erleuchtungs-Seminaren, usw. Sie pendelte an ihm herum, mixte ihm grüne Smoothies, und verabreichte ihm Aprikosenkerne (Blausäure, hallo!?).
    Sie kaufte jeden Eso-Scheiß, den sie kriegen konnte.


    Bei meiner Mutter lag die Sache anders: niemand durfte krank sein oder Schwäche zeigen - außer ihr selbst. Zart, schwach, weiße Haut, Kulleraugen, aber wehe, man spurte nicht.

    Wie Du hätte ich meinen (Stief-)Eltern nicht mit "eingeredeten Malaisen" kommen brauchen.

    Ich stelle gerade fest, dass ich voll den Laberflash kriege

    Lieber Director, ich habe noch eine andere physische Norm-Abweichung. Sie nennt sich ME/CFS (< link). Bei jenen, mit denen ich mich verbunden fühle, sage ich bei ungefragten Tipps: "Ich schätze deine Sorgen, deine Zuwendung und Hilfsbereitschaft - nur wäre es darüber hinaus gut, wenn wir auf dem gleichen Kenntnisstand sind, damit es nicht zu Missverständnissen kommt."

    Das habe ich nun bei ADHS so weitergemacht.

    Und - aua! - den anderen erzähle ich nichts mehr darüber oder habe die Beziehung im Stillen aufgelöst. Nicht jeder kann mit anders-Sein umgehen. Was mich wundert, schließlich haben sie mich so kennen gelernt. Vielleicht löst auch die ärztliche Diagnose das alte Stigma der vermeintlichen Geisteskrankheit aus, und mit Betroffenen wollen manche ums Verrecken einfach nicht in Bezug gebracht werden. Warum, ist mir letztlich wumpe.

    Ein schönes Wochenende!
    Honu

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