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Diskutiere im Thema ADHS als Ausrede im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 20

    Böse ADHS als Ausrede

    Ihr Lieben, wer kennt das....man sagt dass man z.b. momentan nicht arbeiten kann, den Haushalt nicht gut hin bekommt ect. weil man durch das ADHS Probleme damit hat und wird als faul abgestempelt und bekommt gesagt, man solle das ADHS nicht al Ausrede für alles nehmen?

    Ich bin Mama eines Kindes (2,5) mit Regulationsstörung (sprich Schreikind) und mit angeborenen aber mittlerweile 3 mal operierten Fehlbildungen, hab seit über 10 Jahren Depressionen (inclusive einer Wochenbettdepression seit 2 Jahren und Geburtstrauma durch 6 tage Einleitung und kaiserschnitt) die von keinem Arzt ernst genommen werden und hab auch schon vor meiner Tochter keinen Job länger als maximal 1 Jahr ausgehalten und musste dannach teilweise Beruhigungsmittel bekommen, weil ich so am Ende war. Mein Studium hab ich geschmissen nachdem ich alle Prüfungen erfolgreich geschrieben hatte, da ich keine Konzentration für die Hausarbeiten und Bachelorarbeit hatte. Seitdem meine Tochter auf der Welt ist bin ich abends so fertig, dass ich weder Lust hab abends was schönes zu unternehmen, noch sonst wo freiwillig hin gehen will ( auf en Spielplatz und zu Ärzten gehen wir schon, aber da muss ich mich sehr zwingen). Ich war früher der Lebensfrohste Mensch von allen und bin heil froh, dass ich so langsam wieder Spaß am Leben bekomme, wieder in Kontakt zu anderen trete, ab und zu nähe und wenn ich nicht zu müde bin auch mal wieder freiwillig raus gehe. Ich arbeite an mir und will unbedingt irgendwann wieder arbeiten, hier alles ordentlich haben und mehr mit meiner Familie unternehmen (momentan nutze ich die Wochenenden wenn mein Mann mit der kleinen im zoo ect. ist zum Haushalt schmeißen, was ich während er Woche kaum schaffe, weil ich zu unstrukturiert bin um neben einem schreienden/meckernden/ Unordnung machenden Kind alles zu putzen).

    Nun wurde mir eben mal wieder vorgeworfen ich solle das ADHS nicht als ausrede nehmen....da könnte ich kotzen! Ohne das ADHS hätte ich wahrscheinlich keine Depressionen, Angststörung und könnte mich besser strukturieren. Wie soll ich denn arbeiten gehen, wenn ich es schon ohne das Kind früher kaum geschafft hab und meine Tochter nur (seit neustem) 3 Stunden am Tag in die Kita geht, wir aber sonst keinen hier kennen und mein Mann von 7 bis 19 Uhr arbeiten ist.....
    Für mich ist momentan die logische Reihenfolge: Kind glücklich aufwachsen lassen und helfen die Regulationsstörung (sicher auch ein ADHS) besser in den Griff zu bekommen, dann mich selbst wieder lieben lernen, durch Spaß ins leben zurück finden und eine Therapie machen und ganz am ende steht da wieder Arbeiten gehen und einen blitzeblank perfekten Haushalt zu führen...


    Kennt ihr das? Geht es euch auch so? Oder seht ihr das vlt ganz anders und ich bin einfach nur faul?

  2. #2
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.725

    AW: ADHS als Ausrede

    Liebe ChaosGlück bei dem Packen bist du ja schon ohne die ADHS "gut versorgt" mit Steinen, die dir das Leben in den Weg gelegt hat.

    Und ja, solch blöde Reaktionen kenne ich auch - dazu schlage ich vor: rechtfertige dich vor niemandem, wenn du irgend etwas nicht schaffst. Es muss reichen, Grenzen zu ziehen und Nein zu sagen.
    Worum es tatsächlich geht, erzähle ich auch nur engen Freunden ...

    ChaosGlück schreibt:
    Kind glücklich aufwachsen lassen und helfen die Regulationsstörung (sicher auch ein ADHS) besser in den Griff zu bekommen, dann mich selbst wieder lieben lernen, durch Spaß ins leben zurück finden und eine Therapie machen
    Dazu möchte ich sagen: Du kannst für dein Kind nur gut da sein, wenn es dir selber auch gut geht. Will heißen: Wenn du 100% deiner Energie in dein Kind steckst, bleiben für dich, deinen Mann und andere Aktivitäten nichts mehr übrig.

    Eine Sache hast du schon angesprochen: ihr habt wohl wenig soziale Kontakte.
    Da würde ich ansetzen: schau, ob es irgendwelche Elterngruppen gibt, die euch gefallen und denen ihr euch anschließen könnt. Es ist wichtig, sich austauschen und gegenseitig helfen zu können!

    Auch würde ich bei irgendeiner caritativen Einrichtung Erkundigungen zwecks Familienhilfe einholen. Das könnte dir und deinem Mann ermöglichen, auch mal Zeit nur für dich oder für euch zu verbringen!

    Vielleicht findest du zur Zeit noch nicht Kraft oder Zeit und Raum, um eine richtige Therapie anzugehen. Aber dich selber wieder oder neu kennenzulernen und zu mögen/lieben, damit kannst du ruhig jetzt schon anfangen *mutmach*.

    Ich habe damals auch 2 Mutter-Kind-Kuren gemacht - das tat auch sehr gut. Sich austauschen, Tipps bekommen, feststellen, dass es andere Eltern gibt, die einen verstehen.

    Vielleicht gibt es ja auch von unseren Fories welche, die bei euch in der Nähe wohnen und ebenfalls Kinder haben? Beim Kölner-Treff z.B. ist es ok, wenn man auch sein Kind mitbringt.

    Ich drücke euch feste die Daumen, dass es für dich und deine Familie weiter Stückchen für Stückchen wieder in ein leichteres Leben geht.

    Liebe Grüße, habit
    Geändert von habitbreaker (14.08.2017 um 14:11 Uhr)

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 125

    AW: ADHS als Ausrede

    Ich sehe das auch so, dass man nicht an allen Fronten gleichzeitig aktiv sein muss, aber ich glaube auch, dass du dein eigenes Wohlbefinden ernst nehmen und dich jetzt schon darum kümmern solltest. Und nicht erst, wenn dein Kind dann mal groß ist.

    Zumal es sicher auch deinem Kind gut tut, wenn du mit dir selbst mehr im reinen bist. Also ich denke, dass sich das positiv verstärken könnte.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.659

    AW: ADHS als Ausrede

    ChaosGlück schreibt:
    Nun wurde mir eben mal wieder vorgeworfen
    Von wem denn?

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 136

    AW: ADHS als Ausrede

    Ich würde dir auch ein Mutterkindkur empfehlen, einfach mal raus aus dem Trott und kannst vielleicht mal durchatmen und all das andere wS so gut tut bei einer Kur.....

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 274

    AW: ADHS als Ausrede

    .... auf jeden Fall ist es ein riesiges Paket !

    Wir sind mit 2 Kindern und meiner Arbeit im Aussendienst und der Arbeit meiner Frau bei 50% und den Kindern in der Kita gut im Stress.

    Ich schaffe es kaum den Sachen wie Steuererklärung und sowas nachzukommen.

    Der Haushalt ist definitiv nicht permanent "besuchsbereit"...

    Du hast Dir nichts vorzuwerfen und auch nichts vorzuwerfen zu lassen - Wer ein "Schreikind" zu versorgen hat ist definitiv entschuldigt !

    Ohne Dir in Deinen Kram reinreden zu dürfen würde ich gerne folgende Ideen anbieten:

    - Du versorgst Dein Kind gut (Spielplatz und so...) gibt es da Chancen für Kontakte z.B. beim Kinderturnen, Schwimmen oder in einem Mutter-Kind-Cafe ?
    - Wohnung in hübsch ist nett aber nicht Priorität No. 1
    - Denk an Dich ! - Wenn Du ausfällst sind die beiden anderen wichtigen Personen in Deinem Leben viel schlechter dran ! Nimm Dir "Ich-Zeit" !
    - Kuren wurden angesprochen...
    - Ggf. gibt es ja irgendwie Hilfe, aber da habe ich keine Idee wo - Hier baue ich aufs Forum...
    - AD(H)S ist genau so eine "Ausrede" wie Rollstuhl, Schwerhörigkeit, Sehbehinderung oder eine motorischen Einschränkung (ohne jetzt Werten zu wollen),
    denn: Nur weil es die anderen nicht sehen ist es nicht "weg" oder "eingebildet" oder eine "Ausrede" !!!!

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