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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    Seit Diagnose hyperfokussiert auf Thema ADS

    Ich bin seit meiner Diagnose vor ca. 1,2 Jahren total fokussiert auf das Thema ADS, reflektiere noch intensiver mein Fühlen, Denken, Handeln...und das nun alles vor dem Hintergrund ADS. Nach dem Motto: aha..typisch..schon wieder was verpeilt..schon wieder so'nen Gedankensprung..schon wieder ein Gefühl von Leere/Langeweile - da ist es wieder..mein ADS. Vorher war alles auch so..aber es war eben "normal", ein Teil von mir. Kennt ihr das? Schön finde ich das nicht. Außerdem analysiere ich innerlich diverse Kontaktpersonen, die ähnlich ticken..der/die ist doch bestimmt ADS'ler. Manchmal würde ich mir wünschen, es (die Erkenntnis) rückgängig zu machen. Weil ich zur Zeit so festgefahren bin auf dieses Thema. Ich war dazu auch schon immer psychologisch sehr interessiert..vielleicht kommt das noch dazu?! Aber diese überreflektiererei ist nicht wirklich produktiv?!

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Seit Diagnose hyperfokussiert auf Thema ADS

    Hallo!
    Habe zwar noch keine ADS Diagnose aber mein Sohn. Ich denke, das man das automatisch macht, wenn man um die Sache weiß. Auch bei mir (glaube das ich ads habe) stelle ich fest, das ich mich genauer betrachte. Eigentlich betrachte ich mein ganzes Umfeld anders. Ich hinterfrage meine Handlungen und die meiner Umwelt mehr. Kenne sehr viele die irgendwie auch Symtome eines ads haben. Dabei denke ich, dass ich vielleicht zu viel in alle hineininterprettiere-obwohl die sind echt so ads mäßig drauf. Bei mir selber denke ich wie du:ach schon wieder weißt du nicht wo deine Brocken liegen-Typisch ads.Bei meinem Sohn das gleiche. Ich finde es bis zum gewissen Punkt nicht schlimm. Mache mir manchmal auch einen Witz draus und kann über bestimmte Situationen lachen.
    Lg
    Flocky

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 1.323

    AW: Seit Diagnose hyperfokussiert auf Thema ADS

    Hallo Janinka,

    ich glaub auch, dass das völlig normal ist, dass man plötzlich das Leben aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Schliesslich hat man als ADSler oft Jahr- oder Jahrzehnte lang die Erfahrung gemacht - ich bin anders als die anderen, warum nur? - Plötzlich hat man einen Grund und es wird vieles klar. Das ist auch gut so. Mir hat es geholfen, meine Selbstbewusstsein aufzubauen. Dass ich eben nicht durchgeknallt bin, sondern für einen ADSler schon fast wieder normal. Es gelten eben andere Massstäbe. Mir fällt es bei anderen Menschen auch immer stärker auf, wenn bei ihnen Gründe für ADS sprechen. Erst heute Morgen habe ich einen Bericht über Donna Leon auf ARTE gesehen. Mein erster Kommentar war - wenn diese Frau kein ADS hat fress ich nen Besen - Und irgendwie find ich das auch ganz witzig. Toll zu sehen, was diese Menschen gesehen und erlebt haben. Mein Motto: ADSler leben auf der Überholspur.

    Aber wie alles im Leben, kann man es hier auch übertreiben. Ich behalte es im Hinterstübchen, dass ich ADSler bin, aber ich gebe dieser Tatsache nicht allzuviel Raum. So versuche ich damit zu leben, aber mein Leben davon nicht bestimmen zu lassen.

    LG
    Enolem

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Seit Diagnose hyperfokussiert auf Thema ADS

    Hallo janinka,

    seitdem ich meine Diagnose sicher weiss, hat ads( schon der 3stdl. Tbl.Einnahme wegen) einen zentralen Platz im Tagesablauf. Ich finde es aber sehr entlastend zu wissen, warum ich so ticke, wie ich ticke
    Damit verbunden ist bei mir auch, dass ich meiner unmittelbaren Umwelt klar gesagt habe, was los ist. Mir ist auch wurscht, was sonst noch wer von mir denkt
    Da dir der Kram vermutlich ne Weile erhalten bleibt, wirst du dich wohl irgendwie immer damit beschäftigen, mal mehr-mal weniger...
    Grüße, olchi

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 867

    AW: Seit Diagnose hyperfokussiert auf Thema ADS

    Das "Hyperfokusieren" ist normal!

    Jeder, der eine Erkrankung diagnostiziert bekommt, beschäftigt sich mit dieser intensiv!

    ADHS ist ein Teil von dir und du mußt nun dich neu kennen lernen.

    ADHS ist ein sehr zentrales Thema - vor allem am Anfang. Sicher legt sich das wieder, wenn du diese Diagnose angenommen hast und auch klar Schiff machen konntest.

    Es braucht seine Zeit. Beim einen länger, beim anderen kürzer. Sicher kann es auch zu viel des Guten werden. Aber das merkst du sicher daran, wenn das Fokusieren auf das Thema ADHS dich anfängt zu belasten/ blockieren oder zu sehr vom eigentlichen Leben abhält.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Seit Diagnose hyperfokussiert auf Thema ADS

    wie du schon schreibst: du warst schon immer psychologisch interessiert. jetzt hast du eine antwort auf dein so-sein-&-warum.
    ich hatte jahrzehntelang immer das nagende gefühl, ich bin anders als die anderen. aber warum? warum bekomm ich ganz normale dinge im leben nicht geregelt, was für andere scheinbar ein klacks ist? warum benehme ich mich immernoch fast wie ein kind in manchen situationen? warum kann ich mich einfach nicht wirklich entspannen? .........?.........?.......... .?

    jetzt hat die suche endlich ein ende & ich kann beginnen, daran zu arbeiten, denn jetzt weiß ich ja, wo ich ansetzen muß.
    das ist ein gutes gefühl, finde ich!

    nur mein engstes umfeld weiß von der diagnose. auf arbeit möchte ich es aus diversen gründen nicht bekannt machen. so kann mir keiner vorwerfen, ich nähme es nur als ausrede für probleme her oder so. außerdem bin ich der meinung, daß die öffentlichkeit noch viel zu wenig darüber weiß & noch viele vorurteile herrschen, die mir zum nachteil gereichen könnten.

    meine diagnose liegt jetzt ca. ein 3/4 jahr zurück, aber die ganze sache hat sich bei mir sowieso über fast ein jahr hingezogen, bis ich alle ärztl. untersuchungen hatte & diverse sitzungen bei der psychiaterin. & ich hatte mich schon bestimmt 1 oder 2 jahre mit dem thema beschäftigt (durch einen hinweis einer bekannten, die auch diagnostiziert wurde), bis ich endlich mal zur psychiaterin gegangen bin!
    auch jetzt beschäftigt mich das thema nach wie vor! ich will ja an mir arbeiten. dazu braucht man natürlich auch das nötige verständnis & hintergrundwissen über die "krankheit".

    was mir sehr viel hilft, ist die selbsthilfegruppe & die verhaltenstherapie. vllt. ist das ja auch was für dich (wenn du´s nicht eh schon machst)?

  7. #7
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 902

    AW: Seit Diagnose hyperfokussiert auf Thema ADS

    Hi
    natürlich fand man das vorher normal....aber man verstand oft nicht warum klappts bei Anderen mit dem Haushalt usw

    Ja bei anderen das ADS suchen ...iss wohl auch normal

    und ich denke die Sucht dann alles über ADS wissen zu wollen hilft uns sehr stark und können froh drüber sein
    es hilft zu erfahren was ist das ADS bei uns ist ,
    zu wissen warum bin ich so ...(nicht faul usw )

    und schön zu lesen das Albert Einstein auch ADS´ler war ....das macht uns doch so richtig stolz,oder nicht .

    ich denke mal auch das uns dann das Wissen über ADS wieder vom Loch raus zieht ...es auch eine Therapie für uns ist

    was mir sehr stark geholfen hat war das Buch :Wir fühlen uns anders (das rote ,findest Du auch in meinem Alben ) von Doris Ryfell Rawak

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 1.323

    AW: Seit Diagnose hyperfokussiert auf Thema ADS

    Hallo Dipsi,

    leider weiss ich nicht mehr, in welchem Thread das stand, auch nur ganz nebenbei erwähnt weils grad passt, auch wenns eigentlich nicht hierher gehört. Wir ADSler befinden uns in sehr illustrer Gesellschaft. Es gibt so viele promininte ADSler. Würd jetzt gern den Link reinsetzen, weiss aber nicht mehr genau, wie der hiess.

    LG
    Enolem

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