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Diskutiere im Thema Schlaf als Flucht vor Reizen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Schlaf als Flucht vor Reizen?


    Prächtig!

  2. #12
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Schlaf als Flucht vor Reizen?

    Also den TV komplett aus meiner Wohnung zu schmeißen, kommt für mich nicht in Frage. Ich gucke allerdings da kein normales Fernsehen drauf. Die Werbung nervt mich viel zu sehr. Ich gucke meist Serien auf Netflix o.ä.
    Das mache ich auch echt gern und kann mich darin auch Stundenlang versenken. Zudem könnte ich auch ohne Fernseher dann einfach auf dem Laptop gucken
    Und einfach zuhause zu sitzen, ohne zb. Fernsehen, ist mir auch einfach zu langweilig. Wüsste gar nicht was ich dann machen sollte .
    Meistens spiele ich Handy und lasse die Serien auch oft im Hintergrund laufen. Oft bekomm ich dann auch gar nicht alles mir und muss mich gerade bei neuen Serien oft richtig drauf konzetrieren, dass ich alles mitbekomme

  3. #13
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Schlaf als Flucht vor Reizen?

    Also ich erkenne mich wirklich in dem was du schreibst wieder.

    Jeden Tag nehme ich mir vor das Handy das Tablett den Fernseher nach der Arbeit erst mal nicht so verwenden. In mich hinein Uni hören, was mich dennoch interessieren könnte.

    In meiner Wohnung stehen diverse Dinge, die ich gerne einmal haben wollte jedoch bis heute noch nie benutzt habe.

    Dazu gehören eine Gitarre, eine Ukulele, Millionen von Fitness Geräten, Stricknadeln… Ich könnte bestimmt noch eine halbe Stunde weiter Dinge aufzählen.

    Letztendlich endet es immer darin, dass ich wild an meinem Handy meinem Tablett und meinem PC herum drücken, nebenbei Netflix laufen habe und oftmals gleichzeitig noch telefonieren. Keine Nacht vergeht, ohne dass mich ein Hörspiel in den Schlaf begleitet hat. Das ist Dauer Beschallung pur, und absolut verständlich, wieso ich ständig so müde bin und ständig schlafen könnte. Ich würde es so gerne ändern und nehme es mir wieder vor aber es durchzuhalten fällt mir wahnsinnig schwer .

    Es erscheint mir eine Besonderheit von ADHS zu sein, dass man ständig auf der Suche nach dem schnellen Kick ist. Das Handy ist eben schnell verfügbar. Man googelt eine Seite und kann sofort sein Gehirn mit Informationen belohnen.

    Die Gitarre zu anzunehmen, dann festzustellen, dass sie doch eigentlich verstimmt ist und man erst das Stimmgerät suchen musst etc. gibt eben keinen schnellen Kick. Dazu kommt dann noch eine gewisse Ungeduld, und schon hat man ein Grund, diese Dinge doch eigentlich gar nicht anzufassen.

    Ich persönlich finde das sehr schade, denn früher habe ich zwar nicht viele Dinge geschenkt bekommen, doch jede Neuerung in meinem Zuhause war ein kleines Fest. Ich habe mich so intensiv mit den wenigen vorhandenen Dingen beschäftigt, dass ich eine Expertin für jedes Teil war.

    Heute kann ich mir selber Dinge kaufen, und bevor ich mich überhaupt mit ihm auseinandergesetzt habe, sind Sie schon wieder verstaubt. Kein Wunder mit den Medien der heutigen Zeit ist zu meiner Zeit damals noch nicht in dieser Form gab, ist eben die Schnelle Ablenkung und eben das müde machende Medium sofort verfügbar.

    Eine theoretische Lösung habe ich bereits gefunden eine praktische Umsetzbarkeit und eine gewisse Konsequenz, davon bin ich meilenweit entfernt meiner Meinung nach sind für einen ADHS la digitale Medien ein KO Kriterium. Es würde mich interessieren, wenn du mir darüber berichtest Ob du neben deinem Medienkonsum die Energie hast weitere Dinge in Angriff zu nehmen.

    Noch einmal zusammenfassen, meine Abende ab 17:00 Uhr sehen immer so aus, dass ich Medien konsumieren und nebenbei meine Wohnung aufräumen Tag für Tag. Schrecklich.

    Morgen ist ein neuer Tag werde ich es schaffen, den Fernseher auszulassen? Das Handy weg zu legen? Ein Vorhaben Wie immer. Ich warte auf den ersten Tag an dem ..mir gelingt,

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 312

    AW: Schlaf als Flucht vor Reizen?

    Ich erkenne mich soooo in dem wieder, was ihr schreibt!
    Ich dachte bis jetzt nicht, dass es anderen Menschen auch so geht.

    Und der Gedanke, dass Schlaf eine Flucht vor Reizen ist, ist durch und durch nachvollziehbar für mich.

    Meine Abende sehen auch so aus, dass ich was mache und nebenbei Netflix laufen habe (seit ich mit dem Bullet Journal angefangen habe, mache ich wenigstens was Sinnvolles/Kreatives). Meine Therapeutin ermutigt mich ständig, doch mal mit anderen Leuten was zu unternehmen. Aber da wären ja noch mehr Reize.

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Schlaf als Flucht vor Reizen?

    Deswegen hab ich mir schon mal ne soziale Phobie als Diagnose eingefangen-dabei ist mein Rückzug nur ne Flucht vor Reizen und kollidiert immer wieder mit meiner Geselligkeit und Interesse an Menschen.

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 312

    AW: Schlaf als Flucht vor Reizen?

    Oh, die Diagnose Sozialphobie hab ich seit kurzem auch, allerdings glaube ich, dass ich tatsächlich Züge davon habe (diese Züge sind auch, seit ich Sertralin nehme, deutlich besser geworden).

    Dass ich abends nichts unternehmen mag, hat damit zu tun, dass ich introvertiert bin, dass ich nicht noch mehr Reize brauche, dass ich, wenn ich Heim komme, Zeit zum Runterkommen brauche und wenn ich vorher was unternommen habe, wird es dann noch später als sonst, weil ich einfach nicht gleich ins Bett gehen kann (egal, wie müde ich bin).

    Dass ich mich Leute nicht anrufen oder im Supermarkt nicht ansprechen traue und so ... das ist dann die Sozialphobie.

    Diesen Twist zwischen Reizüberflutung und Interesse an Menschen kenne ich aber auch sehr gut. Ach, es tut gut zu lesen, dass es anderen gleich geht.

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 386

    AW: Schlaf als Flucht vor Reizen?

    keinstein schreibt:
    Einen Waldspaziergang ohne Handy, und ohne Menschen kann der wahre Wunder vollbringen.
    Oh ja, das ist Balsam für das überreizte Gehirn!!!!!!!!! In der Natur und besonders im Wald kann ich am Besten abschalten, Kraft tanken...

    Was mir ganz gut tut ist Wasser: allein an einem Fluss, am Meer, da bin ich im Reinen mit mir und der Welt!

    Ganz schlimm für mich (unerträglich) ist die Dauerbeschallung mit Musik (noch dazu schlechte) in Läden/Kaufhäusern/Supermärkte...da werde ich WAHNSINNIG!!!!! Ich weiß echt nicht, wie Kassiererinnen/Verkäuferinnen das den ganzen Tag, die ganze Woche ertragen können????????

    Dagegen versetzt mich selbstgewählte Musik (vor Allem klassisch...Ave Maria z.B.) in regelrechten Ekstasen...aber nur, wenn ich sie hören möchte.

  8. #18
    Iam


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 215

    AW: Schlaf als Flucht vor Reizen?

    Keine Ahnung ob das so ist, aber ich könnte es mir vorstellen.
    11 Tage Urlaub in den Bergen. Von 22 möglichen MPH Tabletten hab ich sieben gebraucht. 7-8h Schlaf haben völlig ausgereicht. Wieder daheim: zack 12-14h Schlaf.
    Fernseher läuft selten, Radio auch kaum und auch sonst versuchen wir es leise und entspannt anzugehen. Aber es reicht scheinbar schon die Geräuschkulisse von draußen.

  9. #19
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 386

    AW: Schlaf als Flucht vor Reizen?

    Amylein schreibt:
    Hallo ihr Lieben,

    ich schlafe viel. Sehr viel. Ich stehe morgens auf mit 10 Stunden Schlaf und bin gegen MIttag wieder Müde und mache Mittagsschlaf. Meine Mutter (Auch mit ADHS) hat die Vermutung geäußert, dass es vielleicht meine Art und Weise ist von der Reizüberflutung zu entkommen. Also dass meine Körper bei zu vielen Reizen einfach auf diese Art und Weise anschaltet.
    Hat noch jemand hier einen so extremen Schlafbedarf? Weiß vielleicht sogar jemand, ob das mit ADHS zusammenhängen kann?

    Ganz liebe Grüße,
    Amylein
    Hallo Amy,

    ich denke, deine Mutter hat Recht. Schreibabys (die ein hohes Risiko haben, später ADHS zu entwickeln) schreien viel, weil sie trotz Übermüdung und daher Überreizung ihres Gehirns nicht abschalten und in den Schlaf finden können. Sie werden dadurch noch müder und überreizter. Findet man als Mutter einen Weg (für mich dank der Hilfe der Münchner Ambulanz für Schreibabys von Prof.Papousek), damit sie öfter und länger schlafen, dann schreien sie weniger, wirken zufriedener.

    Das überreizte Gehirn braucht in der Tat den Schlaf, um sich erholen zu können. Das stimmt übrigens für alle Menschen, nicht nur für Patienten mit ADS !

    Ich habe übrigens als Baby viel geschlafen und bin immer noch eine Schlafmütze, die 9-10 Stunden Schlaf pro 24 Std braucht. Habe ich dieses Pensums nicht (weil ich z.B. wie heute mich am PC künstlich wach halte), dann bin ich am nächsten Tag müde, kann mich zu nichts aufraffen, mich nicht konzentrieren, das ist echt übel.

    Der Vater meines Mannes (beide vermutlich ADSler) kommt mit relativ wenig Schlaf aus und ist tagsüber topfit.

    Schwierig ist es, wenn man abends nur spät einschlafen kann, aber einen hohen Schlafbedarf hat und morgens früh aufstehen muss. Dann hat man dauernd einen Schlafmangel.

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 386

    AW: Schlaf als Flucht vor Reizen?

    Amylein schreibt:
    Und einfach zuhause zu sitzen, ohne zb. Fernsehen, ist mir auch einfach zu langweilig. Wüsste gar nicht was ich dann machen sollte .
    Ich habe mit meiner Tochter heute Nachmittag 2 Stunden gemalt, du kannst dir nicht vorstellen, welchen Spaß ich dabei gehabt habe!

    Ich hatte Maltherapie in einer psychosomatischen Klinik und weiß noch, wie gut mir das getan hat. Ich habe jetzt den Entschluss gefasst, mindestens 1 Nachmittag pro Wochen dem Zeichnen/Malen zu widmen...

    Ansonsten lese ich gerne oder spiele Schach (mit meiner Tochter oder dem LapTop) oder treibe Sport oder treffe mich mit meiner besten Freundin oder fahre im Sommer ins Freibad oder gehe spazieren, usw.

    Oder mache meine eigene Kosmetik (was mich aber wegen meiner Vergesslichkeit und Organisationsprobleme eigentlich überfordert).

    Ich sehe nur beim Bügeln fern (oder mal abends beim Essen, wenn ich allein bin), denn 2-3 Stunden Bügeln ist für mich der Horror pur...dabei schaue ich mir interessante Sendungen bei Arte und lerne etwas dazu.

    Abends lese ich gerne im Bett vor dem Schlafen. Damit kann ich am Besten einschlafen.


    Meistens spiele ich Handy und lasse die Serien auch oft im Hintergrund laufen. Oft bekomm ich dann auch gar nicht alles mir und muss mich gerade bei neuen Serien oft richtig drauf konzetrieren, dass ich alles mitbekomme
    Wie mein Sohn! Ist aber sehr schlecht für die Konzentration. Man soll am Liebsten immer nur 1 Sache gleichzeitig machen (Achtsamkeit).

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