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Diskutiere im Thema Wie reagiert Ihr, wenn Leute... Vorurteile im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 48

    Frage Wie reagiert Ihr, wenn Leute... Vorurteile

    Hallo,
    mich würde mal interessieren, wie Ihr so reagiert,
    wenn in Eurem Umfeld, ob in Schule, Arbeit, Familie, etc. über das Thema ADHS und evtl. auch Ritalin gesprochen wird
    und eine Menge Vorurteile auf den Tische kommen,
    ohne dass die Leute wissen, dass Ihr es auch habt?

    Geht Ihr weg?
    Bringt Ihr Euch in die Diskussion ein und stellt es richtig?
    Zeigt Ihr dabei Eure eigenen Erfahrungen oder tut Ihr so als wenn Ihr einfach nur gut informiert seid....?

    Freue mich über Eure Erfahrungen!

    Gruß
    Moonshine

  2. #2
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Wie reagiert Ihr, wenn Leute... Vorurteile

    Also wirklich eingreifen tue ich nur, wenn zB Schwachsinn behauptet wird, zB dass es ADHS gar nicht gäbe, Ritalin etc alles nur auf die olle Pharmalobby zurückzuführen wäre und so Stuss eben...
    Nachdem es ja inwzischen genug Studien und nun auch bildgebende Untersuchungen der Hirnstrukturen von allen mögichen psychischen Erkrankungen gibt (und ich in allen Lebensbereichen ausschließlich wissenschaftlich bzw evidenzbasiert argumentiere), räum ich dann mal auf und lege Fakten auf den Tisch.

    Ich erwähne dabei nicht, dass ich selbst betroffen bin (eventuell würde ich es mal bei Freunden tun, aber die Situation hatte ich noch nicht wirklich). Da es nur um trockene Datenlage geht (und die Leute, mit denen ich wenn, dann diskutiere, mich kennen und wissen, dass ich überall nur nach Datenlage gehe), findet das denke ich auch niemand 'verdächtig'.
    Wo ich das nicht mache - im Internet Sprich Facebook oder so...da habe ich gelernt, einfach drüber hinwegzulesen und mich nicht reinzusteigern (gar nicht bezüglich ADHS, sondenr allgemein so Verschwörungsmist und Pharmalobbyphobia). In Gruppen, die nicht meine eigenen, engen Freunde sind (Freunde von Freunden oder einfach irgendwelche Leute, die ich nicht kenne), sage ich auch einfach mal gar nichts dazu.

    Musste früher üüüberall und immer meinen Senf abgeben - das mach ich inzwischen nicht mehr, da es oft nur Energieverschwendung ist. Bzw wäge ich ab, wo Leute ernsthaft interessiert an der Realität sind, oder einfach nur gegen irgendwas endlosdiskutieren wollen.

  3. #3
    Ahornsirup

    Gast

    AW: Wie reagiert Ihr, wenn Leute... Vorurteile

    Das kommt ganz darauf an, ich höre mir das erstmal an...
    Wenn derjenige wirklich interessiert ist, dann erzähl bzw erklär ich schon mal was.
    Wenn ich merke, dass derjenige bloß seinen Stuß verbreiten will, um sich aufzuregen, dann sage ich entweder gar nichts. Oder ich
    sage ihm dass, ich das Gefühl habe, dass er bloß seinen Stuß verbreiten will, um sich aufzuregen. =D

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Wie reagiert Ihr, wenn Leute... Vorurteile

    Am besten gar nicht reagieren: Wer Vorurteile öffentlich fällt neigt auch dazu diese zu verteidigen um sein Gesicht zu wahren.
    Wenn ich mich nicht outen will - bleib ich besser still.



    Es ist ja nicht mein Bier, was in den Medien für (w)irres Zeugs verbreitet wird.
    Leute die solchen Quatsch glauben gibt's wie Sand am Meer - bekehren kann man sie nur schwer.

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 194

    AW: Wie reagiert Ihr, wenn Leute... Vorurteile

    Ich denke auch, dass man ADHS nur verstehen kann, wenn man es auch selbst "hat".

    Außerdem ist der Ruf von ADHS dermaßen verhunzt, dass es vermutlich besser wäre, man erfindet einen neuen Namen für diese Art der Gehirnverdrahtung...

    Aus Diskussionen halte ich mich daher raus...

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 48

    AW: Wie reagiert Ihr, wenn Leute... Vorurteile

    Okay, danke schon mal für Eure Beiträge und ich bin gespannt, welche Meinungen es noch dazu gibt...!

    Was ich hier lese, geht alles in die Richtung: Besser nichts sagen. Ich glaube auch, dass es in vielen Fällen wohl das richtige ist.

    Trotzdem kommen mir dabei auch immer folgende Gedanken:

    Es gibt so viel Unwissenheit in unserer Gesellschaft über ADHS.

    Dieses ganze Unwissen führt doch leider genau dazu, dass Leute gar nicht erkennen, dass sie es vielleicht sogar selbst haben.


    Allein das Unwissen darüber, wie ADHS bei Erwachsenen aussieht....

    Wäre unsere Gesellschaft besser aufgeklärt, hätten wir vielleicht auch schon viel früher unser ADS/ADHS erkannt und hätten uns behandeln lassen können.

    Ich selber habe vor über 10 Jahren in einem Haus gearbeitet, in der sich abends auch eine ADHS Selbsthilfegruppe für Erwachsene traf.

    "Na sowas´" habe ich gekichert und wäre nie auf die Idee gekommen, dass irgendwann die Krise kommt, in der ich erkenne, dass dieses Thema doch gar nicht so weit von mir entfernt liegt...

    Auch bezüglich Medikamente:
    Wenn ich Medikamente nehme, fühle ich mich total normal, als wenn ich gar kein ADS hätte. Jedenfalls FAST.
    Wie viele Leute neben uns haben eigentlich das gleiche Thema und können es durch Unwissenheit nicht erkennen,
    gerade weil ADS so verschiedenartig auftritt und gleichzeitig spezifische Charakteristika hat...

    Und noch was: Sind nicht auch viele Leute unter uns, die es trotz ADS weit gebracht haben???
    Könnte es nicht sein, dass durch unser Outing sich das Bild von ADS/ADHS auch irgendwie verändert???

    Das sind jetzt nur mal so meine Gedankenspiele. Habe jetzt nicht vor, einen auf "Wir haben ADHS" zu machen, aber ich denke einfach darüber nach, wie sich das Bild in der Gesellschaft verändern könnte / sollte, usw.
    Ich weiss, man muss gleichzeitig vorsichtig sein, weil einen sonst die Umgebung nur noch mit einem komischen "Gott, ist die verwirrt!" anschaut...

    Und zum Thema Umbenennung:
    Ich hätte da einen Vorschlag: LGP = Leidenschafts- Gelenkte Persönlichkeit

    Was haltet Ihr davon? Oder fällt Euch was Besseres ein?

    Freue mich auf Eure Gedanken dazu.

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 194

    AW: Wie reagiert Ihr, wenn Leute... Vorurteile

    Der Kinderarzt Karsten Dietrich hat versucht, eine unwiderlegbare Definition von ADHS aufzustellen. Sicherlich auch, um vom ADHS-Schmuddelimage wegzukommen und die Disposition neu zu benennen. Er nennt es die "Theorie der fehlangepassten Sicherheitsreaktion".

    Ich kann sein Buch "ADHS - die Einsamkeit in unserer Mitte" nur wärmstens empfehlen.

    Es ist meiner Meinung nach die mit Abstand schlüssigste Erklärung/Beschreibung von ADHS, im Kinder- und Erwachsenenalter.

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 542

    AW: Wie reagiert Ihr, wenn Leute... Vorurteile

    In der Regel sage ich nichts - geht keinen was an und die Leute die es was angeht wissen 1. dass ich es habe und 2. wie ich darüber denke (besonders über das Reizthema "Medikamente ja oder nein?")

    Wenn ich was sage verpacke ich es meist in eine andere Geschichte von wegen "Der Sohn von Bekannten..." und erzähle dann meine eigenen Anekdoten. Klappt ganz gut und niemand käme nur auf den Gedanken, dass ich "der Sohn" bin.

    Da ich immer sehr, sehr angepasst war hat auch fast keiner gemerkt, dass mit mir irgendwas nicht stimmt, ich war halt einfach ein bisschen sonderbar. Die weinigen Leute mit denen ich vor und nach der Diagnose Kontakt hatte/habe haben erst den Unterschied mit einsetzender Behandlung gemerkt. Anfangs wollten mir die meisten es sogar ausreden: "DU? ADHS? Niemals... steiger dich da nicht in irgendwas rein!".

    Leute davon überzeugen zu wollen auch bei sich ADHS-Symptome zu erkennen und evtl. sogar behandeln zu lassen sollte man wirklich tunlichst vermeiden. Ich mache das nur bei zwei Leuten um sie - nett gemeint - ein wenig aufzuziehen. Die haben es aber nicht schlimm und kommen in ihrem Leben ganz gut zurecht - eine Behandlung in dem Sinne ist nicht nötig da kein offensichtlicher Leidensdruck zu bestehen scheint.

    Letztens habe ich zwei Putzfrauen auf Arbeit dabei zugehört wie sie über Burn-Out philosophiert haben. Was das überhaupt ist, woher man das bekommt und warum das immer mehr wird usw. usf. Da musste ich schon sehr mit mir ringen den beiden Damen nicht mal Erfahrungen aus erster Hand zu liefern - habe es aber dann doch gelassen. Geht keinen was an!

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Wie reagiert Ihr, wenn Leute... Vorurteile

    Ich gehe recht offen damit um, mir ist egal was andere von mir denken, aber wenn dumme Klischees in die Echokammer geschrien werden, um ein wenig Bestätigung zu bekommen, das macht mich wütend und ich stelle das richtig.

    Wenn also die böse Pharmamafia wieder mal mit faulen, überforderten Eltern koaliert, um die armen Kinder mit einem kaum erforschten Medikament ruhig zu stellen, beginne ich meine Argumentation mit der Tatsache, daß kaum ein sychopharmaka so gut erforscht ist wie MPH und fahre fort, was für ein Glück dieses Medikament für viele Betroffene bedeutet. Sobald der richtige Kontext konstruiert wurde gehe ich im weiteren Verlauf auch auf die Nachteile ein und erkläre warum ich selbst meistens versuche auf medikamentöse Therapie zu verzichten, hebe aber immer die Vorteile / den Wert dieser Möglichkeit hervor.

    Wenn es darum geht, daß das ganze ja blo0 eine Erfindung des Belzebubs oder wem auch immer sei, und das ganze Pack in erhabener Bestätigung schwelgt, reagiere ich anfangs etwas aggressiver, erkläre aber geduldig daß man nicht alles glauben müsse, was man in der Presse liest bzw ein einzigelner Reporter so über über diese monetarisiert, indem edr einem Dahinscheidenden die Worte im Munde umdreht. Was sich die esotörichten Realitätsverweigerer eigentlich einbilden, uns ohnehin schon leidende auch noch als Simulnten zu stigmatisieren, und was sie dazu bringt, ohne jemals einen schlimmeren Fall persönlich studiert zu haben ihren unreflektierten Gedankenergüssen eine höhere Güte zuzusprechen, als gut ausgebildeten Fachkräften die auf einen riesigen Fundus an Fachwissen und praktischer Erfahrung aus jahrelanger Forschung zurückgreifen können.

    Wenn ich mich beruhigt habe erkläre ich das ganze ein wenig aus eigener Erfahrung oder anderen Beispielen. Das der Name uglücklich, aber historisch machvollziehbar sei, weil ja auch Hyperfokus dazu gehöre aber eben auffiele, wenn ein Kind in der Schule nicht zuhören wolle und einen eigenen Kopf hat. Das es eher eine andere Art der Aufmerksamkeitssteuerung und Reizverarbeitung sei.

    Je nach Sympathie gehe ich später auch weiter auf die Zweifler zu und erzähle Ihnen das ADS, ob hypo- oder hyperaktiv, eine Charakterstärke sei, die in einer kapitalistischen Leistungsgesellschaft eben schnell mal Krankheitswert entwickelt. Man hätte ja auch Künstler werden können, oder Manager, Einstein, was auch immer.

    Bei mir wäre sicher vieles besser gelaufen, wenn es früher diagnostiziert und medikamentös behandelt worden wäre. Andererseits hätte ich ohne einen gewissen Leidensdruck nie die Gelegenheit gehabt, das ganze, also gerade auch mich selbst, verstehen zu lernen.

  10. #10
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 737

    AW: Wie reagiert Ihr, wenn Leute... Vorurteile

    Also ich reagiere da leider oder auch nicht schon impuliv

    Zumindest wenn Schwachsinn geredet wird, habe ich öfters erlebt, insbesondere der Medikation bezüglich ADHS

    Wir sind ja alle ziemlich belesen, was dies angeht, und ich kann so eine Schei....dann einfach nicht stehen lassen.

    Ob es die Meinung der Anderen ändert oder auch nicht, ich habe meine Senf, der ja auch stimmt, dazu gegeben...

    Und habe mich selber damit auch befreit, und finde es für mich gut, so einen Müll den die erzählen, auch zu

    korrigieren, auch über Mißbrauch und Sucht bezüglich Ritalin & Co.

    Dann kommt es auch schon mal vor, dass ich mich oute, dann wird es oft ganz still,

    Denn mit dem Fachwissen, was ich habe, sie nicht mit halten können, entweder beleidigt abziehen,

    oder sagen, ja muss ich mich mal genauer informieren.


    LG Chaosfee

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