Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 18

Diskutiere im Thema Keine sozialen Beziehungen aufgrund von Überforderung? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 12

    Keine sozialen Beziehungen aufgrund von Überforderung?

    Kurz zu meiner Person, ich bin 28 Jahre alt und studiere schon seit einigen Jahren...

    Ich habe seit Ende meiner Schulzeit keinerlei neuen Freunde gemacht und hatte in meinem Leben noch nie eine romantische und/oder sexuelle Beziehung zu einer anderen Person. Wenn man mich nun fragen würde, ob ich gerne neue Freunde oder eine Beziehung und alles was dazu gehört hätte, würde ich wohl "Ja" sagen. Da ich mich aber anscheinend genau gegensätzlich dazu verhalte, frage ich mich nun, warum ich unterbewusst anscheinend doch etwas anderes will.

    Ein Psychologe würde dazu evtl. sagen, dass ich Angst vor Nähe habe, weil mich meine Mutter nicht geliebt hat, oder zu sehr geliebt hat oder was auch immer, aber ich glaube, dass wäre nicht der wahre Grund.
    Außerhalb meines Studiums habe ich praktisch keine anderen Verantwortungsbereiche. Meine Eltern wohnen einige Autostunden weit weg, ich telefoniere mit ihnen einmal pro Woche, aber mehr auch nicht. Ich muss mich also praktisch nur um 3 Dinge tagtäglich kümmern in meinem Leben: mein Studium, meinen Haushalt, mein Überleben (sprich: Kochen). Und trotzdem bin ich total überfordert. Meinen Studiumsaufgaben komme ich kaum nach und meine Wohnung sieht oft aus wie ein Saustall. Das Kochen schiebe ich manchmal bis 22 Uhr auf, bis ich mir dann denke, dass es jetzt auch zu spät ist und ich dann nur ein, zwei belegte Brote esse. Obwohl mein "Kosmos" also so beschränkt ist, komme ich meinen Aufgaben nicht wirklich nach. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich noch eine Beziehung oder auch nur einen guten Freund hätte, gäbe es ja noch ein weiteres Element in meinem Leben um das ich mich kümmern müsste. Ich glaube, dass ich unterbewusst weiss, dass ich das nicht schaffen würde und dem nicht gerecht werden könnte und deshalb immer andere Leute auf Abstand halte. Mein Studium ist halt das wichtigste und ich würde meinen Erfolg nicht durch andere Sachen torpedieren wollen.
    Ich bin zum Glück ein Mensch, dem seine Autonomie sehr wichtig ist und der sehr gut allein sein kann, von daher gibt es keinen richtigen "Leidensdruck" diesbezüglich (damit meine ich die sozialen Beziehungen, bzgl. meines mangelnden Studiumerfolges sehr wohl), es wäre mehr ein "nice to have".

    Mich würde interessieren, ob irgendwer bei sich ähnliche Verhaltensmuster erlebt hat, oder andere Anmerkungen hat? Vielleicht bin ich ja auch auf dem Holzweg und die Ursachen liegen ganz wo anders...

  2. #2
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Keine sozialen Beziehungen aufgrund von Überforderung?

    Vielen Dank für deine Offenheit. Das mit den sozialen Kontakten kenne ich nur zu gut. Doch weißt du, es gilt manchmal auch der Spruch geteiltes Leid ist halbes Leid. Wie fändest du es denn, wenn du mit einer netten Person gemeinsam kochen könntest...

    Eine Frage habe ich

    wie verbringst du denn deine Zeit am Abend wenn du nicht kochst und für die Uni lernst?

  3. #3
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Keine sozialen Beziehungen aufgrund von Überforderung?

    Hallo blotus,
    Ich finde den Ansatz "Angst vor Nähe" gar nicht schlecht!! Dieses "Symptom"- was ich in meinem Fall auch mit Bindungsangst in Zusammenhang bringen würde, kommt nur bei einem Teil medizinischer Persönlichkeitskategorisierun gen ( ich vermeide mal das Wortende "Störungen" ) vor. Was deine nicht vorhandene Paarbeziehungserfahrung betrifft, denke ich, da gibt es wahrscheinlich mehr Menschen als man glaubt, denen es ähnlich geht, ich finde es bewundernswert, dass Du dich nicht daran störst!!! Wie steht es denn um deine Gefühle? Sind sie vorhanden, kannst Du sicher differenzieren wann du wirklich glücklich, begeistert,zufrieden, ausgeglichen, verärgert, niedergeschlagen,wütend oder traurig bist? Dass dein Zustand für dich "kein Drama" ist, ist schon mal sehr sehr gut...oder ? Wahrscheinlich würde es dir nichts ausmachen, als schizoid eingestuft zu werden, aber möglicherweise würde es dir auch nichts mehr ausmachen, wenn Du depressiv bist und eben so gut wie nichts mehr fühlst in deiner emotionalen Abstumpfung gegenüber der Überforderung, dem Leistungsdruck und deinen unerfüllten Wünschen und Idealen...
    Möglicherweise stumpft der AD(H)Sler aber auch zwangsläufig ab, manchmal gefordert durch die chemischen Beihilfen, oder die früh erfahrenen und wiederholten Misserfolge lassen einen irgendwann resignieren und Anderen mit negativen Voreinstellungen begegnen, die zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden....tatsächlich ist die Unfähigkeit, mit Anderen Menschen näheren persönlichen/intimeren/langfristigen/verbindlichen Kontakt zu haben/pflegen auch bei Depressionen nicht unüblich, ebenso wie der Zusammenhang von AD(H)S und Depressionen oder Depressionen und einer lieblosen Mutter... für mich persönlich waren Zeiten, in denen ich mich nur über das erfolgreiche Erreichen meines Studienabschlusses und mein physisches Überleben konzentrierte, tatsächlich sehr deprimierend. Teilweise fühle ich mich heute aber immer noch manchmal zu minderwertig oder beschämt um Zeit mit anderen zu verbringen, und das obwohl ich mein Studium nun gepackt habe...

    Mir geht es also leider zeitweise sehr ähnlich wie dir in deinen Ausführungen, nur dass ich es geschafft habe, eine Hand voll Freundinnen zu haben,
    zu denen der Kontakt in Zeiten hoher Anforderungen auch minimiert werden kann, ohne das ein Drama entsteht....Ich hab mich allerdings auch zeitweise gut für Kontakte bemühen können, für viele zwar nicht gut genug, aber es gibt tatsächlich auch Menschen, die mit dem Maß an Nähe, dass ich geben kann, freundschaftlich klar kommen! Ich wünsche dir sehr, dass Du auch noch einige dieser Art treffen wirst.Tatsächlich überfordern auch gute Freundschaften mich manchmal, so dass ich mich Monate- oder auch Jahre lang distanzieren muss und wiederrum keine gute Freundin bin...naja ich bin froh, zumindest schreiben zu können....aber manchmal eben ...allergisch auf Erwartungen...
    Teilweise isoliere ich mich bewusst, aber während meiner letzten Gesprächstherapie, als ich neben meinem Examen durch meine damalige Beziehung und andere Dinge wirklich komplett überfordert war, kam der Verdacht auf, ich verwüste meine Wohnung und drücke mich vor dem Aufräumen in der unbewussten Absicht, niemanden reinlassen zu müssen (tatsächlich könnte da was dran sein, Besuch zu empfangen scheint mir sehr unangenehm, meist ist es dann aber nicht so schlimm wie ich dachte).Während meiner Zeit im Studentenwohnheim hatte ich stets Angst, jemand könne auf die Idee kommen, bei mir zu klopfen oder sich zu mir gesellen zu wollen...schon die Stimmen aus der Küche am anderen Ende des Flures nervten mich oft...lediglich einen Freund für gewisse Stunden konnte ich regelmäßig um mich ertragen (mit körperlicher Nähe habe ich so gar keine Probleme, ich hätte wirklich gern mehr davon, solange ich mich danach wieder distanzieren kann)...meine letzte Therapeutin hielt mich übrigens für schizoid ( aber, ich halte sie bis heute auch leider nicht für übermäßig professionell und meine sie lag knapp daneben)....allerdings verbringe ich durchaus auch mal gerne ein paar Stunden mit Menschen die ich mag und war z.B. auch schon wochenweise mit Teilen meiner Familie oder Leuten von der Arbeit zusammen gewohnt, was mich aber enorm anstrengt und im Endeffekt auch eine nicht allzu kurze Erholungszeit einfordert ...ich würde schon gerne den Menschen treffen, zu dem mir eine tiefere Bindung oder Vertrautheit möglich ist, aber ich kann mir vorstellen, dass ich mich nach unserem Treffen erstmal länger davon erholen muss....Bei meinem letzten Freund war es ähnlich,sollte eigentlich nur eine Sache von einer Nacht werden, aber seltsamerweise entstand schon in dieser Nacht eine derartige Nähe, dass ich in den folgenden drei Tagen keinen Fuß vor die Tür bekam und niemanden sehen wollte. Die Erfahrung, es eine Weile mit jemandem "auszuhalten" ohne sich danach komplett durch den Wind,ängstlich, ausgelaugt, erschöpft oder traurig zu fühlen ist allerdings toll und lohnt sich. Eigentlich lohnt es sich sogar, wenn es anstrengend ist!! Wenn es dir also wirklich so wenig ausmacht, niemanden zu haben und du tatsächlich auch keine Angst vor Ablehnung und Zurückweisungen haben solltest, empfehle ich dir, dich mal gegensätzlich zu deinem gewohnten Muster zu verhalten und dir zu überlegen, wie du z.B.ädequat und offen auf Andere reagieren könntest, welche Signale Anderer darauf hinweisen könnten, dass sie dich in Ordnung finden und wie du angebracht dir sympathischen Menschen Kontaktinteresse signalisieren könntest...bzw. wie du Kontakte angemessen pflegen könntest...naja ich würde auch empfehlen mit kleinen Schritten anzufangen und es stets als Übung zu sehen und zu versuchen, aus Fehlern zu lernen.

    Alles Gute dir.

  4. #4
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Keine sozialen Beziehungen aufgrund von Überforderung?

    Danke für eure Beiträge.

    @keinstein: Wie gesagt, es ist keine bewusste Entscheidung keine Freunde zu haben. Ich habe nur keine und daher über die Gründe nachgedacht, da ich die Entscheidung anscheinend unterbewusst getroffen habe. Ich denke eigtl. auch, dass einige näheren persönlichen Kontakte mir gut tun würden.
    Abends spiele ich Videospiele oder surfe ziellos im Internet umher, hauptsache nicht die Aufgabe machen, die ich erledigen wollte...

    @Zora: Während ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe, hatte meine jüngere Schwester eine längere, schwere Depression und daher habe ich Erfahrungen mit der Thematik. Glücklicherweise scheine ich da eine hohe Resilienz zu haben. Würde eher sagen, dass ich unverbesserlicher Optimist bin. Jeden Abend, wenn ich mich ins Bett lege, denke ich, dass morgen der Tag ist, an dem ich endlich meiner Arbeit nachkomme. Wird zwar nie was, aber ich verliere trotzdem die Hoffnung nicht. Ich habe zum Glück auch kein Problem mit meinem Selbstwertgefühl oder so. Ich weiss, was ich kann und was nicht. Jeder Mensch hat seine Schwächen, von daher bin ich da ja nicht anders als andere Menschen.
    In meinem Eröffnungspost habe ich mich etwas kurz gefasst. Es ist nicht so, dass ich keine Freunde mehr hatte seit der Schule, nur dass ich keine neuen Freunde mehr seit dem gemacht habe. Während der Schulzeit war ich sozial sehr gut integriert und hatte einige gute Freunde, viele auch noch Jahre über das Abitur hinaus. Als ich dann für das Studium weggezogen bin, ist der Kontakt halt weniger geworden, wie das so ist. Sie sind in andere Städte gezogen und man trifft sich immer seltener. Bis vor etwa einem Jahr habe ich mich auch immer noch mit zweien getroffen, aber die Menschen verändern sich eben auch und die Interesseren sind nicht mehr wirklich ähnlich. Früher haben wir halt viel "Party gemacht" und sie möchten das dann immer noch, wenn wir uns treffen, aber ich trinke seit einiger Zeit keinen Alkohol mehr und habe keine Lust mehr darauf.
    Ich glaube nicht, dass ich grundlegende Probleme im sozialen Umgang habe. Du sagst ja, dass es dich teilweise erschöpft wenn du lange Zeit mit anderen Personen zusammen bist, was ich auch an vielen anderen Stellen hier im Forum schon gelesen habe. Das konnte ich bei mir bisher noch nie beobachten. Ich und meine Freunde aus der Schule haben früher immer Urlaub gemacht für eine Woche, was bedeutete, dass man zu 6. oder teilweise noch mehr zusammen in eine Ferienwohnung gefahren ist, wo man dann jeden Tag Unmengen an Bier getrunken, Videospiele gespielt und ab und zu mal Einen geraucht hat. Fand die Wochen immer super und war traurig, wenn sie zu Ende waren.
    Es geht weniger darum, dass mich zwischenmenschliche Beziehungen generell überfordern, sondern dass sie ja auch einfach Aufmerksamkeit und "Arbeit" verlangen und ich das Gefühl habe, ich kann mich nur um X Sachen in meinem Leben kümmern. Und das X ist bei mir leider sehr klein. Freundschaften/Beziehungen wären dann halt einfach X+1 und damit "too much to handle". Während meiner Schulzeit musste ich mich praktisch um nichts kümmern, zum zur Schule hingehen wurde ich von außen gezwungen, Hausaufgaben habe ich eh nie gemacht, so dass ich genug Kapazitäten hatte um mich um Freundschaften zu kümmern.
    Ach, ich weiß auch nicht, ob das alles Sinn macht, was ich schreibe.
    Geändert von blotus (25.05.2017 um 03:14 Uhr)

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Keine sozialen Beziehungen aufgrund von Überforderung?

    Hm...also du schreibst, dass dich die Interaktion direkt nicht belastet - ich verstehe leider nich ganz, was dann der Arbeitsaufwand ist, den du meinst?

    Ich kenne leider auch nur die Seite, dass ich es anstrengend finde mit anderen Leuten zusammen zu sein. Vor allem der Weg dorthin (zum Zusammenkommen ;D) Mit der Ausnahme zu Zeiten wo ich auch noch Party gemacht und getrunken habe - da war das super und ich war happy unter vielen Leuten.
    Aber nüchtern und im Alltag finde ich 'Wir müssen uns mal auf nen Kaffee treffen' schlimmer als nen Arzttermin...also meistens. Meine Familie sehe ich gerne, aber alles was darüber hinaus geht fühlt sich an wie ein 'Termin'. Falls du es für dich auch eher in die Richtung gehend meintest, sprich dass es Arbeit ist, sich immer 'nen Termin' auszumachen verstehe ich es.

    Verstehe leider auch den Rest n bisschen haha...Bin ebenfalls ein guter Optimist und nehme mir jeden Abend vor 'morgen machst du's aber' und dann wirds doch nichts...Kann stattdessen auch 12h/Tag sinnlos am PC verbringen. Und mein Studium leidet ebenfalls sehr, bzw ich deshalb. Auch hat mein STudium mehr Priorität als großartig oder viele Freundschaften zu pflegen - umsetzen kann ichs nur nicht so gut.

    Interessant fände ich jedenfalls, was genau du mit Arbeit meinst, wenn du sagst dass das Zusammensein mit Freunden per se dich nicht stört.

    Denn wenn es nur darum ginge sich erstmal zu treffen, dann wäre es ja hilfreich, wenn hier deine Freunde die Initiative ergriffen! Mir hilft das zB sehr. Ab und an schaff ichs dann auch von mir aus mich zu überwinden, aber nachdem ich ja sowieso eher lieber zu Hause bleibe, passiert das mit einem Gefühl der Aufopferung und kostet Energie/Zeit usw..

    Ad Beziehungen kann ich auch nicht so viel sagen, da ich immer entweder in ungesunden Zwischendingern war (als AD/H/Sler kann man sich ja wunderbar übertrieben in dumme Dinge reinsteigern..ich zumindest ^^) oder direkt in langjährigen fixen (eigentlich erst einer bzw jetzt meiner zweiten) Beziehung, wo ich auch mit meinem Partner zusammengezogen bin.
    Mit der konstanten Nähe komme ich eigentlich besser klar als nur so sporadischem Treffen (eben weil ich es anstrengend finde mir überhaupt etwas auszumachen und dann auch wirklich hinzugehen).

    Ich habe allerdings eher das gegenteilige Problem tendenziell zu starke Gefühle zu haben - da hilft mir Ritalin grade ganz gut, wenngleich ich sogar das Gefühl habe, es nimmt mir auch ein bisschen Enthusiasmus.

    Bist du denn medikamentös in Behanldung? Wenn du sagst dass du denkst du hättest keine Depression (abendlicher Optimismus würde eine Depression aber auch nicht ausschließen, bzw äußert sich Depression bei Person X nicht ident mit Depression von Person Y), könnte ja ein externer Faktor deine Emotionen dämpfen.
    Außerdem kenne ich es von mir selbst, dass man in einen Strudel gerät, wenn man viel alleine ist. Also einen Strudel von noch mehr Isolation und auch n STück weit Verwahrlosung.

    Da ich das Glück hatte es mir leisten zu können, habe ich mir in schlimmen Zeiten eine Putzfrau zur Hilfe geholt, da ich es einfach nicht gebacken bekommen habe...War mir zwar bisschen peinlich, aber ich weiß, dass Chaos in der Wohnung noch mehr Chaos in meinem Kopf hervorruft, daher war das meine Notlösung.
    Heute bekomme ich den Haushalt gut alleine hin, aber immernoch mit viel Überwindung.
    Du schreibst auch, dass du zu Schulzeiten gut integriert und sozial aktiv warst - jetzt aber auch nicht sonderlich unter deinem eher isolierterem Alltag leidest (was ich schonmal beneidenswert finde übrigens!) - dh du vermisst das per se jetzt nicht so?

    Laut meiner Verhaltenstherapeutin gehören zB die 3 Säulen (Essen, Sex/Soziales und Schlaf) für einen gesunden Menschen gefestigt im Alltag. Sie ist zwar relativ unwissend bezogen auf AD(H)S (dafür bin ich beim Psychiater), aber ich denke dass diese Säulen auch auf einen AD(H)Sler übertragbar sind, meinst du nicht? Wir sind ja keine außerirdische Spezies..nur bisschen anders

    Also lange Rede, kurzer Sinn:
    - was genau empfindest du als Arbeit bei Freundschaften
    - bist du dir sicher, dass du Gesellschaft mit deinem neuen (nüchternen) Lebensstil noch so toll fändest (Vgl weil ich es zB nur unter Alkeinfluss tat)
    - was erhoffst du dir bzw wie wünscht du dir, dass sich deine Situation bessert mit mehr sozialen Kontakten (Hint - du meintest, dass es nur ein nice-to-have wäre..bist du dir sicher, dass da gar kein Leidensdruck vorherrscht? Nice-to-have könnte man ja auch einfach weiterhin weglassen, wenn es dir sonst nichts gibt)

    Sorry für den langen Text - alles was ich im Alltag zu wenig interagiere, kommt dann als Roman ins Internet
    Geändert von Fringilla (25.05.2017 um 11:32 Uhr)

  6. #6
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Keine sozialen Beziehungen aufgrund von Überforderung?

    Fringilla schreibt:
    Sorry für den langen Text - alles was ich im Alltag zu wenig interagiere, kommt dann als Roman ins Internet https://adhs-chaoten.net/images/smilies/002.gif
    Vielen Dank für deinen Beitrag, das mit der Länge macht gar nichts, lange Texte zu lesen war für mich zum Glück noch nie ein Problem

    Fringilla schreibt:
    Hm...also du schreibst, dass dich die Interaktion direkt nicht belastet - ich verstehe leider nich ganz, was dann der Arbeitsaufwand ist, den du meinst?
    Arbeit ist der falsche Ausdruck. Es geht eher darum, dass Freundschaften Zeit "kosten". Wenn mich ein Freund dann anrufen würde im Sinne von "Jo, lass uns JETZT etwas zusammen machen" und ich habe noch X Sachen für die Uni zu machen, würde ich trotzdem immer zusagen und würde dann noch weniger für die Uni machen


    Fringilla schreibt:
    Verstehe leider auch den Rest n bisschen haha...Bin ebenfalls ein guter Optimist und nehme mir jeden Abend vor 'morgen machst du's aber' und dann wirds doch nichts...Kann stattdessen auch 12h/Tag sinnlos am PC verbringen. Und mein Studium leidet ebenfalls sehr, bzw ich deshalb. Auch hat mein STudium mehr Priorität als großartig oder viele Freundschaften zu pflegen - umsetzen kann ichs nur nicht so gut.
    Ja, das mit dem PC ist echt schlimm teilweise. Habe schonmal überlegt komplett auf einen PC in meiner Wohnung zu verzichten, aber irgendwie ist das auch nur schwer durchführbar in der heutigen Zeit. Wahrscheinlich ist es bei dir ähnlich wie bei mir, in der Theorie hat die Uni alleroberste Priorität, aber in der Praxis sind dann teilweise sogar Katzenvideos wichtiger...

    Fringilla schreibt:
    Bist du denn medikamentös in Behanldung? Wenn du sagst dass du denkst du hättest keine Depression (abendlicher Optimismus würde eine Depression aber auch nicht ausschließen, bzw äußert sich Depression bei Person X nicht ident mit Depression von Person Y), könnte ja ein externer Faktor deine Emotionen dämpfen.
    Außerdem kenne ich es von mir selbst, dass man in einen Strudel gerät, wenn man viel alleine ist. Also einen Strudel von noch mehr Isolation und auch n STück weit Verwahrlosung.
    Nein, ich nehme keine Medikamente. Bis zur Verwahrlosung ist es zum Glück bisher noch nicht gekommen, habe heute erst wieder staubgesaugt, ich mache es halt nur nicht so oft, wie es eigtl. sollte (meine Wohnung ist nur 20 qm groß, gefühlt wird die unfassbar schnell dreckig...). Ich weiß, dass viele an einer Depression leiden, ohne es zu merken. Aber ich kann mir das bei mir nicht vorstellen (das sagt aber wohl wahrscheinlich jeder).

    Fringilla schreibt:
    Du schreibst auch, dass du zu Schulzeiten gut integriert und sozial aktiv warst - jetzt aber auch nicht sonderlich unter deinem eher isolierterem Alltag leidest (was ich schonmal beneidenswert finde übrigens!) - dh du vermisst das per se jetzt nicht so?

    Laut meiner Verhaltenstherapeutin gehören zB die 3 Säulen (Essen, Sex/Soziales und Schlaf) für einen gesunden Menschen gefestigt im Alltag. Sie ist zwar relativ unwissend bezogen auf AD(H)S (dafür bin ich beim Psychiater), aber ich denke dass diese Säulen auch auf einen AD(H)Sler übertragbar sind, meinst du nicht? Wir sind ja keine außerirdische Spezies..nur bisschen anders https://adhs-chaoten.net/images/smilies/002.gif

    - was erhoffst du dir bzw wie wünscht du dir, dass sich deine Situation bessert mit mehr sozialen Kontakten (Hint - du meintest, dass es nur ein nice-to-have wäre..bist du dir sicher, dass da gar kein Leidensdruck vorherrscht? Nice-to-have könnte man ja auch einfach weiterhin weglassen, wenn es dir sonst nichts gibt)
    Ich denke, dass deine Therapeutin da durchaus Recht hat. Ganz ohne soziale Kontakte würde es mir auch sehr sehr schlecht gehen. Es ist nicht so, dass ich mich an der Uni nie mit jemanden unterhalten würde oder so, aber das geht nie über den Unikontext hinaus und sind nur halt Bekanntschaften. Außerdem bin ich in dem Videospiel, welches ich abends meist spiele, sozial in einer Gruppe involviert, da unterhält man sich dann auch mal 2-3 Stunden abends im Voicechat (zumeist aber nichts persönliches).
    Leidensdruck klingt für mich halt immer so dramatisch, ich würde sagen, dass es meine Lebensqualität wohl schon verbessern würde, wenn ich ein paar Freunde hätte, aber es ist nicht so als wäre meine Lebensqualität ohne Freunde sehr schlecht.
    Ich glaube, das größte Problem, was ich in der Beziehung habe, ist, dass ich eine sehr "mechanistische" Vorstellung von den Dingen habe. Im Sinne von: "WENN ich meine Unisachen im Griff habe, DANN versuche ich mir einen Freundeskreis aufzubauen". Da das WENN aber nie eintritt, komme ich nie zum Punkt DANN. Ist beim Sport übrigens genau so, wenn ich drüber nachdenke. Eigtl. würde ich schon gerne etwas Sport machen, aber immer erst dann WENN ich meine Uniprobleme überwinde. Aber darauf warte ich nun schon 7 Jahre.

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Keine sozialen Beziehungen aufgrund von Überforderung?

    Oh krass, das ist das erste Mal, dass ich von jemand anderem...naja eigentlich meine Gedanken und das entsprechende Verhalten bezüglich Uni und Sozialleben lese Genauso meinte ich es nämlich...Mein Sozialleben leidet auch darunter, dass die Uni t h e o r e t i s c h an erster Stelle kommt.
    Deshalb treffe ich schon aus Prinzip niemanden 1 Monat vor ner Prüfung, auch wenns ne Mini Prüfung ist - einfach nur weil es Zeit kostet, wei du sagst, die ich t h e o r e t i s c h in Lernen investieren sollte.
    Nachdem ich weiß, wie schelcht das klappt, denk ich mir einfach, dass die Wahrscheinlichkeit zumindest eine Seite mehr gelernt zu haben höher ist, wenn ich 24/7 zu Hause bleibe (wo ich dann auch diese eine Seite nicht gelernt habe...)

    Über die Uni hab ich auch eher keine neuen Freundschaften geknüpft - keine engen zumindest. Aber vielleicht sogar eher weil ich mich schwer ernshaft für Leute interessiere. Also aus dem Herzen raus. Auch wenn das doof klingt und ich das nicht abwertend meine.

    Kann meine Freunde daher auch auf einer Hand abzählen (inkl den weniger engen!). Bekanntschaften machen fällt mir im Prinzip schon leicht, da hab ich auch keine Probleme. Aber mein Interesse reicht halt selten um hier das, was du wsl auch als Arbeit bezeichnest, zu investieren.
    Was du auch mit Arbeit meintest, also die Zeit...nunja, das erlebe ich auch bei engen Freunden. Da schaffe ich es zB meine beste Freundin ab und an auf der Bibliothe zu treffen und 'zu lernen'.

    Den Gedanken des Aufschiebens à la 'Zuerst bekomm ich das und das in den Griff, d a n n mach ich die und jenes' kann ich auch nachvollziehen. Wenn da mal jemand nen Tipp hätte, wie das zu umgehen ist außer 'Mach es einfach' - lasst es mich wissen Ne aber im Ernst, mir hat da an guten Tagen einfach Selbstreflexion geholfen...Wenn ich sehe, dass ich 10h nichts getan habe, dann kann ich mich an nem guten Tag auch dazu überreden lassen mal raus zu gehen. Weil ich weiß, dass es ein Irrglaube ist, dass noch mehr weiterginge.
    Aber leider auch nicht oft...

    Ad Videospiele...also ich selbst bin sogar zu ungeduldig um Videospiele zu spielen. Das ist bestimmt ein Segen, da ich sonst ca nichts mehr tun würde, außer zu spielen ^^ Ich bin dennoch kein Gegner davon und denke, dass soziale Interaktionen über diese Spiele auch nicht so abzuwerten sind, wie sie es vllt oft werden.
    Mein Freund und Bruder, oder eigetnlich viele meiner Freunde, haben hier auch sowas wie echte Freundschaften gefunden und es macht ihnen Spaß und Freude sich über dieses Medium mit anderen auszutauschen.

    Einen echten Kontakt ersetzt es natürlich nicht, bzw steigen die Chancen neue Menschen im echten Leben kennenzulernen dadurch natürlich nicht...es sei denn es gibt da regionale Treffen (mit Leuten, die du mögen könntest).

    Ist halt doof, dass deine alten Freunde a) weiter weg sind und b) noch so hart auf Party aus sind - solche Freunde habe ich auch gehabt und dann..naja nicht verloren, aber man sieht sich dann halt nicht mehr. Das wäre auch nicht schlimm, wenn das ein neuer Freundeskreis ersetzen könnte.

    Denkst du es liegt auch daran, dass du einfach die Leute, die du kennengelernt hast, nicht so passend oder interessant gefunden hast? Bzw kann es sein, dass das Ausbleiben von neuen Freundschaften eher daran scheitert als nur an deiner Motivation und Lust hier Zeit zu investieren?

    Leidensdruck klingt schon dramatisch ja, aber ich denke, dass doch jeder nach einem Maß Normalität strebt - da gehören diese 3 Säulen nunmal dazu haha! Insofern verstehe ich schon, was du meinst.
    Ich sehe das auch oft mehr trocken als emotional...es gehört halt dazu zu einem gesunden Dasein, also achte ich zumindest bei den wenigen Freunden einigermaßen darauf etwas annähernd normales aufrecht zu erhalten.

    An unseren Unis gibt es zumindest in meinem Studiengang immer wieder praktische Übungen, wo man andere Studenten kennenlernt (nur durch Vorlesungen hab ich noch nie ein Wort mit irgendjemandem gewechselt und frage mich seit jeher, wie andere darüber Freunde gefunden haben ) Hast du sowas auch? Oder Facebook Unigruppen? Ich denke wenn du dich an die Uni hälst, umgibst du dich zumindest schonmal mit Menschen mit denen du was gemeinsam haben könntest (oder noch eher als anderswo)..

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Keine sozialen Beziehungen aufgrund von Überforderung?

    Ich bin ähnlich.


    Einen großangelegten Freundeskreis hatte ich noch nie. Mit 1 bis 3 Freunde fühlte ich mich immer am wohlsten.
    Leider wurde ich aber in meiner Schulzeit im Schulbus und schlussendlich auch im Dorf gemobbt. Meine beste Freundin sorgte dafür, dass sie zu meiner einzigen Freundin wurde und schlussendlich verrat sie mich an die beliebten Mädels um selbst beliebter zu werden...
    Die restliche Schulzeit war ich daher sehr allein und isoliert, weil keiner aufgrund von falschen Gerüchten etwas mit mir zu tun haben wollte.


    Es fällt mir daher sehr schwer Vertrauen zuzulassen. Mitlerweile bin ich 22 und Jahre sind vergangen. Immernoch tue ich mir mit Vertrauen schwer, geschweige denn Kontakt aufrechterhalten. Aber immerhin habe ich nun eine einzige Freundschaft über ein ganzes Jahr halten können.
    Das ist für mich schon ein großer Erfolg! : )


    Eine Beziehung hingegen schaffe ich noch nicht. Ich würde zwar schon gerne eine führen aber ich bezweifle ob ein Typ mit meiner komplizierten und wechselhaftigen Art, klarkommen würde. Ich will den Typen den Trennungsschmerz ersparren und verteile daher lieber Körbe am laufenden Band. Sie wissen ja nicht, dass vieles an mir nur aufgesetzt ist, um im Alltag und in Gesellschaft zu bestehen.
    Dass sie sich in diese Rolle verlieben, ist und war nie meine Absicht.


    Vielleicht bin ich in ein paar Jahren wieder Beziehungsfähig, zur Zeit bin ich es aber eindeutig nicht, außerdem habe ich eh gerade genug Stress mit der Scheidung meiner Eltern und den nicht funktionierenden Lernvorbereitungen für meine Lehrabschlussprüfung.

  9. #9
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Keine sozialen Beziehungen aufgrund von Überforderung?

    Fringilla schreibt:
    Oh krass, das ist das erste Mal, dass ich von jemand anderem...naja eigentlich meine Gedanken und das entsprechende Verhalten bezüglich Uni und Sozialleben lese https://adhs-chaoten.net/images/smilies/013.gif Genauso meinte ich es nämlich...Mein Sozialleben leidet auch darunter, dass die Uni t h e o r e t i s c h an erster Stelle kommt.
    Deshalb treffe ich schon aus Prinzip niemanden 1 Monat vor ner Prüfung, auch wenns ne Mini Prüfung ist - einfach nur weil es Zeit kostet, wei du sagst, die ich t h e o r e t i s c h in Lernen investieren sollte.
    Nachdem ich weiß, wie schelcht das klappt, denk ich mir einfach, dass die Wahrscheinlichkeit zumindest eine Seite mehr gelernt zu haben höher ist, wenn ich 24/7 zu Hause bleibe (wo ich dann auch diese eine Seite nicht gelernt habe...)
    Dann verhalten wir uns ja in der Hinsicht wirklich sehr ähnlich. Lustig und auch irgendwie traurig, dass wir denken, dass es anders nicht geht

    Fringilla schreibt:
    Denkst du es liegt auch daran, dass du einfach die Leute, die du kennengelernt hast, nicht so passend oder interessant gefunden hast? Bzw kann es sein, dass das Ausbleiben von neuen Freundschaften eher daran scheitert als nur an deiner Motivation und Lust hier Zeit zu investieren?
    Das hat wahrscheinlich auch damit zu tun, ja. "Interessant" trifft es übrigens ziemlich gut, die meisten Menschen, die man so trifft, sind einfach nicht besonders interessant (meiner Meinung nach). Bin mir übrigens ziemlich sicher, dass mein bester Kumpel der letzten Jahre an ADHS leidet. Er ist mMn so ein richtiger "Bilderbuchfall", grundsätzlich zu allem zu spät, vergisst jeden Termin, verliert/verlegt alle seine Sachen. "Normale" Menschen sind mir da vielleicht einfach oft zu langweilig!? Ich nehme mir auf jeden Fall mal vor, ihm mal per Whatsapp zu schreiben, dass man sich mal treffen könnte in nächster Zeit.


    Fringilla schreibt:
    An unseren Unis gibt es zumindest in meinem Studiengang immer wieder praktische Übungen, wo man andere Studenten kennenlernt (nur durch Vorlesungen hab ich noch nie ein Wort mit irgendjemandem gewechselt und frage mich seit jeher, wie andere darüber Freunde gefunden haben https://adhs-chaoten.net/images/smilies/066.gif) Hast du sowas auch? Oder Facebook Unigruppen? Ich denke wenn du dich an die Uni hälst, umgibst du dich zumindest schonmal mit Menschen mit denen du was gemeinsam haben könntest (oder noch eher als anderswo)..
    Ich finde das echt nett, dass du mir da in der Beziehung helfen willst, aber ich glaube, wenn ich wirklich wollte, würde ich schon Freunde finden können. In den Übungen zu den Vorlesungen unterhalte ich mich öfter mit einigen Leuten und wir helfen uns auch gegenseitig bei der Lösung der Aufgaben. Letztlich müsste ich ja nur sagen: "Hey, willst du mir mal deine Whatsapp-Kontaktdaten geben? Dann können wir ja mal was zusammen machen!". Aber wie gesagt, so lange ich meinen Studiumsaufgaben so gar nicht nachkomme, ist es mir irgendwie nicht möglich, mich auf irgendetwas anderes einzulassen. Beschäftige mich gedanklich gefühlt 24/7 mit Unisachen, obwohl ich effektiv fast nichts aktiv mache...


    @twenty-me: Das mit dem Mobbing ist echt schlimm, dass es dir da schwer fällt Vertrauen zu anderen Personen aufzubauen, kann ich nachvollziehen. Ich wünsche dir, dass du in der Beziehung in der nächsten Zeit noch viele Fortschritte erzielen kannst.

  10. #10
    Ahornsirup

    Gast

    AW: Keine sozialen Beziehungen aufgrund von Überforderung?

    Also meine sozialen Kontake haben früher darunter gelitten, dass ich immer Uni etc vorgeschoben/gezogen habe.
    Da ich kaum noch Kontakte habe, haben die bei mir aber inzwischen mehr Prioriät.


    Aber manchmal frag ich mich auch, wie andere das alles schaffen.
    Wenn ich mal hier in der Wg klar Schiff mache.. dann dauert das auch einfach den ganzen Tag.
    Keine Ahnung warum. Vielleicht weil ich zwischen dem Putzen immer mal wieder Pausen mache und Welpen-Videos auf Youtube schauen muss.



    Gestern bekam ich ein Gespräch von zwei Bekannten mit, die sich darüber unterhielten, dass sie jeden Tag so 2 bis 5 (?!) Stunden mit ihrem Partner "kuscheln, rumhängen, Zweisamkeit genießen".
    Ich kenne die, die studieren auch, haben Nebenjobs, ein aktives Sozialleben, ihre Wohnungen sind keine Messi-Buden..
    Ich meine wie geht das? Wie kriegen die das alles auf die Reihe? Als ich nachgefragt habe, haben sie bloß angefangen zu lachen...

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. totale Überforderung
    Von Gurke1987 im Forum Angehörige von Erwachsenen mit ADS/ADHS
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 18.04.2015, 09:35
  2. Antworten: 64
    Letzter Beitrag: 31.08.2013, 18:42
  3. Keine Müdigkeit aufgrund Medikinet Retard
    Von Maximilian im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 3.07.2012, 04:25
  4. Keine sozialen Kontakte
    Von ledànqy im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 123
    Letzter Beitrag: 25.05.2012, 23:57
  5. Diagnose: Kommbinierte Entwicklungsstörung aufgrund Überforderung der Mutter
    Von Franca im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 3.02.2012, 16:43
Thema: Keine sozialen Beziehungen aufgrund von Überforderung? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum