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Diskutiere im Thema Mutter verleugnet ADHS bei ihrem Sohn?! im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 3

    Mutter verleugnet ADHS bei ihrem Sohn?!

    Hallo zusammen,

    Ich bin erst seit gestern zwar hier aber hab schon eine Frage die mich beschäftigt bzw. Ein Thema. Seitdem ich den Verdacht hab dass mein ADHS nie weg war und es gegenüber meiner Familie geäußert hab, kam die Reaktion:
    “Die Ärzte haben damals gesagt in der Pubertät verschwindet dein ADHS also hast du es nicht mehr“...

    Jetzt frag ich mich woher so etwas kommem kann und wie ich damit umgehen soll? Ich will nicht leugnen dass ich es weiterhin haben könnte, aber ich will auch nicht dass sie mir nur zustimmt, dass ich Ruhe gebe. Mein Arzttermin steht schon und ich hoffe er bringt Licht ins klare.

    Es tut mir dass ich das hier geschrieben hab aber ich musste es loswerden und wollte wissen... wie haben eure verwandten/bezugspersonen das aufgenommen...

    MfG
    Burle

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 7.756

    AW: Mutter verleugnet ADHS bei ihrem Sohn?!

    Hallo 'Burle,

    du kennst deine Mutter am besten.
    Vielleicht kann sie den Gedanken, dass die ADHS fortbesteht, einfach noch nicht zulassen.
    Vielleicht hat sie auch Schuldgefühle, dass sie nicht ihr bestes getan hat.

    Ich habe selbst zwei betroffene Kinder groß gezogen und manches würde ich heute anders machen, aber damals war halt nichts anderes möglich.

    Grundsätzlich sollte man gut überlegen, wen man von seiner ADHS erzählt.
    Obwohl die guten Beiträge in der Presse über Erwachsenen-ADHS und ADHS überhaupt langsam mehr werden, hat ADHS bei vielen Menschen einen schlechten Ruf.

    Lass dich nicht irre machen.

    Liebe Grüße
    Gretchen

  3. #3
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.402

    AW: Mutter verleugnet ADHS bei ihrem Sohn?!

    Die ADHS ist stigmatisiert bis zum dorthinaus - sogar unter Ärzten ist es immer noch teils eine Art Glaubensfrage, ob es das überhaupt gibt.

    Eltern sind deshalb oft sehr verunsichert - die meisten vertrauen dem Arzt bzw trauen es sich nicht, die Aussagen in Frage zu stellen.

    Vielleicht wartest du jetzt erst einmal den Arzt-Termin ab.

    Du brauchst die Diagnose ja nicht leugnen. Wichtig ist, dass du für dich das Gefühl hast, dass es passt. Es kann sein, dass deine Eltern sich von dir den neuen Stand erklären lassen und ihn akzeptieren. Es kann aber auch sein, dass deine Eltern davon nichts wissen wollen, es nicht wahr haben wollen. Das wird dann vielleicht schwer, aber ggf wirst du das dann auch akzeptieren müssen.

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Mutter verleugnet ADHS bei ihrem Sohn?!

    Hallo,

    bei meinem Sohn kam der Verdacht mit ADHS im Kindergarten , aber bei der Untersuchung sagten Sie das er es wohl nicht hat .
    In der Schule ist er ziemlich auffällig geworden mit herumlaufen, sich ablenken lassen usw... die Lehrerin meinte auch der hat kein ADHS der macht das nur weil er Aufmerksamkeit möchte .
    Ach was !

    Naja ehrlich gesagt kannte ich bis dato auch nur meine Schwester und paar andere Knallerfälle , habe mich davor nie so wirklich mit dem Thema beschäftigt .

    Da ich eine Ergo für meinen Sohn und sein Konzentrationsproblem wollte musste ich trotzdem zum Psychotherapeuten und ihn untersuchen lassen .
    bei Gesprächen erwähnte ich immer egal was er hat das hab ich auch , aber ADHS habe ich auf keinen Fall weil er ist wie ich ...
    Ok nach weiteren beschäftigen mit diesem Thema und Untersuchungen bei meinem Psychotherapeuten muss ich es anders formolieren , ich habe es und er hat es von mir

    Wie auch immer , aber vielleicht geht es deiner Mutter ja genauso wie mir und denkt sie weiß was es ist und ist trotzdem viel zu unwissend über dieses Thema ?!

    Unsere Verwandschaft sagte auch unsere Ärzte spinnen und um so mehr ich von meinem Wissen teile, oder oft mit links zu bombardiere , verstehen Sie es irgendwie langsam .


    Ich hoffe für dich , das deine Mutter das auch verstehen wird , aber in erster Linie ist auch wichtig das du erst mal lernst damit umzugehen.
    Damit werde sowohl ich auch meine Familie daran arbeiten müssen.

    Ich wünsche dir alles Gute


  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.400

    AW: Mutter verleugnet ADHS bei ihrem Sohn?!

    Hallo Burle,

    du musst mit 22 nicht deine Mutter um Erlaubnis fragen, wenn du nun eine Behandlung haben willst. Klingt jetzt etwas hart, aber nimm deinen Termin wahr und lass deine Mutter damit in Ruhe.

    Für sie ist es nämlich schwer, denn sie wird sich kritisiert fühlen durch was du machst, auch wenn du das natürlich gar nicht beabsichtigst. Aber wenn du jetzt eine Behandlung bekommst und es geht dir damit besser, dann wird sie sich Vorwürfe machen dass sie dir das nicht früher ermöglicht hat.

    Die einfachste Methode, deiner Mutter nicht weh zu tun, wäre es einfach zu lassen. Dann kriegst du aber auch keine Hilfe. Das wäre die falsche Rücksichtnahme.

    Also schau dass du deinen Weg gehst, lass aber deine Mutter in Ruhe damit. Sag ihr am Besten ausdrücklich, dass du ihr keinen Vorwurf machst. Dass du den Wunsch hast, Mitgefühl von deinen Eltern zu bekommen, verstehe ich, aber hol dir das besser woanders.

    Deinen Eltern hat man noch erzählt, ADHS würde mit der Pubertät verschwinden. Dir und deiner späteren Frau wird man so einen Unsinn nicht mehr erzählen (und wenn doch wisst ihr es besser), falls eure Kinder ADHS haben.

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Mutter verleugnet ADHS bei ihrem Sohn?!

    Ich hab auch geglaubt, dass mein ADS nach der Pupertät verschwunden ist. Tja hab dann immer einzelne Symtome gegoogelt aber nix befriedigendes gefunden. Du weist ja wie Dr Googel so ist.
    Schlussendlich stieß ich auf den Begriff Reizüberflutung und möglicher Zusammenhang mit AD(H)S.
    Ich hab mich dann mehr mit dem Thema beschäftigt und dadurch festgestellt, dass mein ADS nie verschwunden ist, sondern sich nur verändert hat...

    Naja die Erkenntnis half mir zwar total weiter, aber wie du schon sagtest, Family und Andere hielten zu Beginn die Möglichkeit, dass ADS auch noch im Erwachsenenalter existiert zunächst für unwahrscheinlich. Ich solle mich doch einfach nur mehr anstrengen, bei der Sache bleiben und mich nicht so stark ablenken lassen, weil das könne ja nicht so schwer sein...

    ADS im Erwachsenenalter hielten sie oft für ne Ausrede oder ich erhielt nen Vortrag über "erfundene Krankheiten"(Stichwort: AD(H)S gabs ja früher auch nicht!) oder darüber wie furchtbar doch Eltern seien, die ihre Kinder mit "Drogen zupumpen" würden, etc....

    Ich erwähne das ADS daher nur wenn es sein muss. Auf Diskusionen der oben genannten Art, hab ich einfach keine Lust.

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Mutter verleugnet ADHS bei ihrem Sohn?!

    Hallo Burle,

    ich kann 4.Kl.konzert nur zustimmen.

    Das Gute an ADHS im Erwachsenenalter ist, dass man an die Sache wie ein Erwachsener dran gehen kann - selbstbestimmter und eigenständiger. Wenn andere Deine Meinung teilen ist es super. Wenn nicht kann man nichts machen.

    Grüße Korda

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Mutter verleugnet ADHS bei ihrem Sohn?!

    Bei mir ist genau gleich...du bist ja viel ruhiger....also ist es weg und war nur eine Phase.
    Als ich ihr vor kurzem einen Fragebogen zu meiner Kindheit vorgelegt habe sagte sie dann zu mir:"...das warst/bist du...unglaublich, du hast es wirklich". Ich habe ihr auch vorweg gesagt, dass ich ihr keine Vorwürfe mache...

  9. #9
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.402

    AW: Mutter verleugnet ADHS bei ihrem Sohn?!

    Burle schreibt:
    wie haben eure verwandten/bezugspersonen das aufgenommen...
    Ein sehr naher Verwandter hat, ähnlich wie von Circuxx beschrieben, recht offen reagiert ... meine Berichte mit Erinnerungen verknüpft und Verhaltensweisen aus meiner Kindheit beschrieben und gemeint, das könne dann ja gut alles zusammenpassen. Und Sorgen gehabt, wg möglichlicher Schuldzuweisungen. Wobei ich klargestellt habe, dass es mir um keinerlei Schuldzuweisungen gehe - im Gegenteil, damit sei ja niemandem geholfen! Ich möchte einfach nur verstehen ...

    Eine andere sehr nahe Verwandte hingegen will von alledem nix wissen - ist felsenfest davon überzeugt, dass man ihr eh nur an den Kragen wolle und verweigert jede Art von Gespräch und Selbstreflexion. Früher hat mich das sehr verletzt und wütend gemacht. Heute verstehe ich, dass es sich bei ihrer Verweigerung um einen Schutzmechanismus handelt. Vielleicht würde sich ein Berg an Problemen für sie dann öffnen, den sie selber nicht bewältigen kann.

    Mein Verständnis vertreibt damit zwar immer noch nicht richtig meine Traurigkeit und Wut - hilft aber, mich nach solchen Phasen einigermaßen schnell wieder zu fangen und mir klar zu machen, dass ich heute in allererster Linie selber dafür verantwortlich bin, ein einigermaßen zufriedenes Leben führen zu können.
    Ich kann die Menschen nicht verändern; Genesungshilfe von denen zu erwarten, die Teil des Systems sind, welches zu meinen heutigen Problemen geführt hat, kann nur in eine Sackgasse führen! Das wäre vielleicht, als würde man nach einem Unfall, der einem ein Bein gebrochen hat, erwarten, dass das Bein wieder heile wird, wenn man diesen Unfall nochmal erlebt

    In diesem Sinne denke ich: wenn du deiner Mutter von deiner Diagnostik erzählen möchtest, dann musst du dir genau überlegen, was du dir davon erhoffst.
    Als Mutter und Tochter möchte ich sagen: wenn es dein eigener Wunsch ist, wenn es dir von ganz tief innen heraus wichtig ist, dann spricht das für ein Gespräch. Allerdings solltest du keine Erwartungen damit verknüpfen und bereit sein, jede Art von Reaktion zu respektieren.

    Ebenfalls als Mutter und Tochter möchte ich noch hierzu etwas sagen:

    4.Kl.konzert schreibt:
    Für sie ist es nämlich schwer, denn sie wird sich kritisiert fühlen durch was du machst, auch wenn du das natürlich gar nicht beabsichtigst. Aber wenn du jetzt eine Behandlung bekommst und es geht dir damit besser, dann wird sie sich Vorwürfe machen dass sie dir das nicht früher ermöglicht hat.
    Das ist m.E. ein problematisches Denken für denjenigen, der eine Therapie macht. Wenn ein Elternteil sich Vorwürfe macht, weil es einem Kind durch eine Behandlung besser geht, dann ist das ganz alleine die Aufgabe des Elternteils, sich darüber Gedanken zu machen!
    Ein Kind trägt nicht die Verantwortung dafür, wenn Eltern Probleme mit einer Erkrankung des eigenen Kindes haben (ob psychisch oder physisch)!!
    Wenn Kinder so empfinden, ist es schon längst Teil des Gesamtproblems!
    Besonders bei psychischen Verwicklungen ist es absolut notwendig, die eigene Erkrankung von derjenigen der Eltern trennen zu können - den entsprechenden Teil der Verantwortung, den die Eltern zu tragen haben, selbigen zurückzugeben und nur den Teil der Verantwortung anzunehmen, der zur eigenen Genesung notwendig ist!

    (Und ja: das kann ich deshalb aus vollster Überzeugung sagen, weil es meine eigene Baustelle ist ...)

  10. #10
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 715

    AW: Mutter verleugnet ADHS bei ihrem Sohn?!

    Hallo Burle,

    ich denke, du bist erwachsen und kannst dir jetzt selbst die Diagnostik holen und brauchst dazu nicht deine Familie um Erlaubnis zu fragen.
    Sicher können Symptome mal für eine gewisse Zeit verschwinden. Ich habe es gerade nicht so auf dem Schirm, ob du schon damals
    Medikamente eingenommen hast.
    Persönlich würde ich dir empfehlen, lass die Diagnostik noch einmal machen und wenn die Diagnose ADHS weiter Bestand hat,
    dich medikamentös einstellen.

    LG Murmel

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