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Diskutiere im Thema Single Leben im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Single Leben

    Hallo

    Die Situation ist aktuell so, dass ich eine neue Arbeitsstelle beginne und ich Angst vor der neuen Situation habe. Daher ist das Thema ausziehen noch schwerer für mich, beziehungsweise steht nicht wirklich zur debatte. Ich habe totale Angst mir eine eigene Wohnung zu suchen, mit der totalen Selbstständigkeit und verantwortung für eine Wohnung nicht klarzukommen, überfordert zu sein und es nicht zu schaffen. Ich habe Angst, Panik vor dem alleine sein, alleine in einer Wohnung zu sein. Ich habe eine Therapeutin.

  2. #12
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Single Leben

    Hallo Nicki,

    ich habe Kinder und ich finde, mein Job ist es, ihnen Wurzeln und Flügel zu geben und im Endeffekt dafür zu sorgen, dass sie mich nicht mehr brauchen wenn sie alt genug sind.

    Alt genug heißt für mich spätestens Anfang zwanzig.

    Es freut mich, dass Du einen Therapeuten hast und ich hoffe, Du kannst Dich etwas lösen.

    Ich kenne Dich oder Deine Mutter nicht, aber vielleicht benötigt sie auch einen Therapeuten...

    Grüße Korda

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.327

    AW: Single Leben

    Hallo Nicki,

    schön, dass du einen Therapeuten hast. Vielleicht besprichst du das Thema mal in einer der Sitzungen.
    Du beginnst eine neue Arbeitsstelle und wenn diese weiter weg liegt, wäre es jetzt eine gute Gelegenheit sich nach einer Wohnung umzuschauen, auch wenn es dir Angst
    macht. Wie sage ich immer, Versuch macht klug. Du solltest es auf jeden Fall versuchen.

    LG Murmel

  4. #14
    Ahornsirup

    Gast

    AW: Single Leben

    nicki82 schreibt:
    Hallo

    Die Situation ist aktuell so, dass ich eine neue Arbeitsstelle beginne und ich Angst vor der neuen Situation habe. Daher ist das Thema ausziehen noch schwerer für mich, beziehungsweise steht nicht wirklich zur debatte. Ich habe totale Angst mir eine eigene Wohnung zu suchen, mit der totalen Selbstständigkeit und verantwortung für eine Wohnung nicht klarzukommen, überfordert zu sein und es nicht zu schaffen. Ich habe Angst, Panik vor dem alleine sein, alleine in einer Wohnung zu sein. Ich habe eine Therapeutin.
    Wie wärs, wenn du ne WG gründest oder dir eine suchst?
    Ich wohn auch nicht so gerne alleine und lieber in Wgs.
    Es gibt auch Erwachsenen-Wgs, mit Leuten die Arbeiten und mit denen man nicht darüber diskutieren muss, wer Klopapier kaufen soll. ; )
    Da ich alleine auch ein wenig zur Verwahrlosung tendiere *hust*, ist das eine gute Lösung für mich.

    Durch das was ich hier gelesen habe, wirkst du sehr unselbstständig und abhängig von deinen Eltern.
    Und ich denke es wäre sehr wichtig für dich, dich etwas abzunabeln.

    Grade auch, wenn du dir einen Partner wünschst. Ich habe einen Freund, der wohnt mit Anfang 30 auch noch bei seinen Eltern und wundert sich, warum es mit den Mädels nicht klappt.
    Bei den Eltern wohnen, wirkt aber leider auf viele Menschen nicht sehr attraktiv.
    Grade wenn man frisch verliebt ist.. will man dass die Eltern alles davon mitbekommen? Eher nicht, oder?

  5. #15
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 102

    AW: Single Leben

    Korda schreibt:
    ich habe Kinder und ich finde, mein Job ist es, ihnen Wurzeln und Flügel zu geben und im Endeffekt dafür zu sorgen, dass sie mich nicht mehr brauchen wenn sie alt genug sind. Alt genug heißt für mich spätestens Anfang zwanzig.
    Schön. Nur liegt bei den meisten von uns das Problem nicht gerade darin, dass wir nicht wissen, wie ein Mensch idealer Weise sein sollte.

    Ist schon richtig, was Nicki macht: Ein Schritt nach dem anderen und mit leichteren Dingen beginnen. Das war hier der Jobwechsel. Wenn das geschafft ist, dann kommt der nächste Schritt. Wenn ein Schritt zu groß ist, wie das Ausziehen von zu Hause, dann zerteilen in kleinere Schritte. Womit genau wärst du überfordert, wenn du alleine wohnst? Mach mal eine Liste, Nicki. Und dann gehe diese Liste durch und frage dich: Bei welchen dieser Punkte ist es wirklich wichtig, dass du es schaffst. Für diese Punkte suchst du dir dann im Vorfeld eine von den Eltern unabhängige Lösung.

    Beispiel: In der Früh aus dem Bett kommen meistens halbwegs rechtzeitig in der Arbeit zu sein um den Job nicht zu verlieren. Ich würde sagen, dass ist wichtig. Schaffst du da bereits jetzt ohne Hilfe deiner Eltern? Wenn ja: super, eines der wichtigsten Dinge, um alleine zu leben, schaffst du ja bereits. Wenn nein: Nicht weiter tragisch. Vielleicht findest du eine Lösung, bei der du nicht von deinen Eltern abhängig bist. Z.B Fahrgemeinschaft bilden, sodass dich ein Arbeitskollege mit dem Auto abholt. Oder du bestellst dir ein Taxi, dass dich um eine bestimmte Zeit abholt, oder einen telefonischen Weckdienst, oder du bastelst einen Wecker, den man nur per Funkfernbedienung vom Badezimmer aus abdrehen kannst, was auch immer, dir fällt sicher etwas ein, was einen Versuch wert ist.

    Nächster Punkt: Beispiel: Du kannst nicht gut Kochen? Du wirst vergessen rechtzeitig einzukaufen, bevor die Geschäfte schließen? -> Nicht wichtig. Ich hatte man ein halbes Jahr lang keine Küche, weil ich die alte ausgebaut habe, aber dann keine Motivation hatte, die neue einzubauen. Man verhungert nicht. Nächste Punkt der Sorgen bereitet: Du wirst es nicht schaffen, regelmäßig Staub zu saugen. Unwichtig. usw. so gehst du eben alles durch.

    Und wenn am Schluss noch immer etwas offen ist. Beispiel: Trotz diverser Versuche von selbst aufzustehen und selbstständig aus dem Haus zu gehen klappt es immer noch nicht. Naja, mich hat jahrelang mein Vater in der Früh mit in die Arbeit genommen, obwohl ich alleine gewohnt habe (und heute treibt mich meine Freundin aus dem Haus, wenn sie zur Arbeit geht). Was ich meine: Für den einen oder anderen Punkt, kannst du ja weiterhin deine Eltern einspannen auch wenn du alleine Wohnst. Und ich schätze, nicht wenige deiner Altersgenossinnen werden das genauso tun, dass sie gelegentlich ihre Eltern einspannen z.B. wenn es darum geht Enkelkinder zu beaufsichtigen.

    Ahornsirup schreibt:
    Ich habe einen Freund, der wohnt mit Anfang 30 auch noch bei seinen Eltern und wundert sich, warum es mit den Mädels nicht klappt.
    Bei den Eltern wohnen, wirkt aber leider auf viele Menschen nicht sehr attraktiv.
    Grade wenn man frisch verliebt ist.. will man dass die Eltern alles davon mitbekommen? Eher nicht, oder?
    ... und wenn jemand mit Anfang 30 überhaupt noch nie sowas wie Verliebtheit empfunden hat? Nur ein typisches Beispiel. Oder: Wenn mit Anfang 30 Verliebtheit noch nie erwidert worden ist? Was heißt noch nie erwidert worden!? Wenn überhaupt noch nie jemand vom anderen Geschlecht irgendeine Form von Interesse an einem gezeigt hat? Nur ein weiteres typisches Beispiel. Oder: Es wäre nicht nur unangenehm, wenn die Eltern es mitbekommen, wenn man frisch verliebt ist, sondern man hat panische Angst, dass die Person, die einem gefällt das mitbekommen könnte. Wieder nur ein Beispiel von vielen. Die Problematik ist meist etwas komplizierter, als Außenstehende so glauben. Daran, dass die Betroffenen nicht wissen, was beim anderen Geschlecht so im allgemeinen gut ankommt, was als attraktiv und was als unattraktiv gilt, liegt es aber in den seltensten Fällen.

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 644

    AW: Single Leben

    Liebe nicki82

    Wenn ich das hier so lese , erinnert mich das ein bisschen an meinen Sohn.

    Mein Sohn ist intelligent , extrem schüchtern , fühlt sich in fremder Umgebung unwohl , meidet Menschenansammlungen , ist am liebsten zuhause , liebt einen stetig gleichen Tagesablauf , seine Lieblingsbeschäftigung ist You Tube schauen und Gamen , hat keine Freunde , zeigt kein Interesse daran aktiv nach einer Freundin zu suchen, meidet Blickkontakt zu Gesprächspartnern , muss " seine Ordnung " haben , hat Mühe Gefühle zu zeigen oder bei anderen deren Gefühle zu erkennen , lebt in seiner eigenen Welt.

    Wenn Dir manches davon bekannt vor kommt , könnte es sein das Du das Asperger Syndrom hast.

    Mein Sohn wird schon bald eine Abklärung machen lassen , da er besonders seit der Pubertät anfangs in der Schule , später in der Ausbildung je länger je mehr massive Probleme durch seine sozialen "Schwierigkeiten" , Kommunikations Problemen und auf andere "seltsam" wirkende Persönlichkeit bekam und der Abschluss seiner Ausbildung in Gefahr ist.

    Sprich doch Deine Therapeutin mal darauf an , vielleicht wäre es gut wenn Du Dich von einem Asperger Spezialisten/in mal abklären lässt ?.

    Lieber Gruss
    yuna

  7. #17
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Single Leben

    blauzahn schreibt:
    Schön.
    Stimmt schon, dass mein Post (wenn auch ernst gemeint) sich ein bisschen wie ein schlauer Spruch aus dem Poesiealbum anhört...

    Danke für Eure konkreten Tipps, besonders Deiner und Yuna's...

  8. #18
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 644

    AW: Single Leben

    @ Korda

    Nee finde nicht das sich Dein Text wie aus dem Poesie Album liest.

    Ist halt nicht immer leicht die richtigen Worte zu finden , manchmal denke ich über meine Texte im nachhinein auch : " Was hab ich da geschrieben ?".
    Oder denke , warum habe ich mich so umständlich oder missverständlich ausgedrückt ? , oder konnte das was ich sagen wollte halt einfach nicht in die
    richtigen Worte packen ?.

    What ever , Du meinst es ja nur gut und das ist die Hauptsache und wird auch so verstanden , also mach Dir keinen Kopf.

    Lieber Gruss
    yuna

  9. #19
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Single Leben

    Therapie ist schon mal gut. In deiner scheinbar aussichtslosen Situation können oft Tiere helfen. Also Katzen zum Beispiel. Besorg dir eventuell eine oder zwei Katzen. Um die mußt dich kümmern. Das fördert Verantwortung und festigt Vertrauen. Zieh von zuhause aus und starte ins Leben. Jetzt bist du traurig und unsicher bei deiner Mom. In einer Situation, in der sich nichts ändern wird, sich nichts ändern kann. Viel Glück!

  10. #20
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 102

    AW: Single Leben

    Korda schreibt:
    Stimmt schon, dass mein Post (wenn auch ernst gemeint) sich ein bisschen wie ein schlauer Spruch aus dem Poesiealbum anhört...
    Das war von mir nicht so sarkastisch gemeint, wie's vielleicht rüber gekommen ist. Ich denke du hast sicher auch recht, dass es wichtig wäre, die Mutter in die Therapie mit einzubeziehen, und sicher zu gehen, dass sie am selben Strang in zieht, und Nicky beim Selbstständig-Werden unterstützt und nicht vielleicht unbewusst entgegenwirkt, weil sie sich vielleicht ebenfalls einsam fühlt.

    Nur glaub' ich, was die Thread-Erstellerin sucht und auch wirklich braucht, aber noch nicht gefunden hat, ist zunächst mal das Gefühl verstanden zu werden.

    Und ich denke, auf einer abstrakten Ebene verstehen wir alle als ADHSler die Problematik: Sich etwas zu wünschen, theoretisch auch zu wissen wie man dort hin gelangen kann, aber nicht in der Lage zu sein, die für für andere banal wirkenden Schritte in diese Richtung auch zu gehen, zumindest nicht mit der von anderen erwarteten Konsequenz und Zielstrebigkeit, sodass man schließlich bei anderen den Eindruck zu hinterlässt, man würde gar nicht wollen, oder man hätte die Notwendigkeit diese Schritte nicht einfach kapiert.

    Darauf wollte ich irgendwie hinaus. Keine Ahnung, ob das jetzt igendwie verständlich ist, was ich meine.

    Die Frage ist, wie noch zu konkreterem Verständnis kommen, das meiner Meinung nach für eine konkrete Hilfe notwendig ist.

    @ Nicky:

    - Vielleicht könnte der von yuna vorgeschlagene Untersuchung auf Asperger-Verdacht zielführend sein.

    - Ich möchte mal vorsichtig nachfragen, ob du schon versucht hast, Austausch mit Betroffenen, was die Beziehungslosigkeit betrifft (Absolute Beginners), zu suchen, Nicky.

    - Ich habe mir jetzt deine älteren Threads durchgelesen, die sich ja um's gleiche drehen. Von 4.Kl.konzert wurde dort die Frage aufgeworfen, ob du denn eine ADHS-Spezifische wie beispielsweise eine Medikamentöse Behandlung hast. Bei mir hat die Einstellung auf Ritalin, die Art wie ich von anderen wahrgenommen werde stark verändert. Auch wie meine Therapiewilligkeit von der Therapeutin eingeschätzt hat, hat sich verändert, ohne dass ich bewusst irgendetwas anders gemacht habe. Vorher hatte ich laut Feedback meiner Therapeutin so gewirkt als würde ich zur Therapie "geschickt", wäre nur halbwillig dabei hätte ich gar kein richtiges Interesse an der Therapie, hätte auf Fragen meist mit "weiß ich nicht" geantwortet.

    yuna schreibt:
    What ever , Du meinst es ja nur gut und das ist die Hauptsache und wird auch so verstanden , also mach Dir keinen Kopf.
    @Nicky: In der Hoffnung, dass das für mich auch gilt möchte ich mir erlauben, hier eine Beobachtung wiederzugeben: Deine Beiträge, Nicky, hier im Forum wirken so, als würden die meisten Antworten, die du erhältst, gar nicht so recht wahrgenommen. Vor allem alles, was irgendwie anderen Input liefert, als jenes, um das deine Gedanken kreisen. Falls das so ist und falls das bei der Therapie vielleicht ebenfalls so ist, dann könnte diese selektive Wahrnehmung auch eine Erklärung sein, warum nicht so richtig etwas weiter gehen will.

    Ich denke es braucht irgendeien Quer(denkanstoß)stoß. Irgendetwas, das aus der Schleife ("Ja, ich sollte ausziehen, nein ich hab' Angst alleine") rauswirft.

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