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Diskutiere im Thema Wie geht es Euch im Alltag? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 41

    Wie geht es Euch im Alltag?

    Hallo zusammen

    ich würde heute gerne mal wissen, wie es Euch im Alltag so geht? Beruf, Schule, Freunde, Familie usw..? Wie gehen Angehörige mit ADS um? Wie klappt es bei Euch in der Arbeit? Ich werde auch ein bisschen was von mir erzählen..

    Erstmal heute geht es mir nicht so gut. Die letzten Tage schon nicht. Ich fühle mich wieder etwas ausgepowert, weil ich mir wieder viel zu viel vorgenommen habe. Eigentlich hätte ich die Feiertage frei. Doch ich schaffe es einfach nicht einen Tag mir mal nichts vorzunehmen. In der Arbeit läuft es auch durchwachsen. Doch dazu gleich mehr. Mir fällt es einfach schwer zu planen. Ich verspüre dann oft einen inneren Druck den ich mir selbst auferlege, weil ich oft meine bestimmte Dinge gleich erledigen zu müssen. Kaum bin ich bei einer Sache, fällt mir schon die nächste ein. Wenn ich mich entspannen oder mich mit Dinge beschäftigen will, die mir wichtig sind oder konzentration erfordern schiebe ich diese vor mich hin. Kennt ihr das auch so?

    Bei mir sieht der Alltag so aus.

    Beruf: Nun ja ich habe nach der gefühlten 6.Arbeitsstelle und zwei Ausbildungen die ich in meinen Leben bis jetzt gewechselst habe bin ich seit kurzen wieder bei einem neuen Arbeitgeber. Vom Team passt es. Nur ich höre wie zu oft. Ich sei zu langsam. Und das nervt mich tierisch. Ich habe dies bis jetzt in jeder Arbeitstelle gehört. Ich sei sehr fleissig, freundlich und nett zu den Kunden, aber sehr langsam und ich könne schwer Prioritäten setzten.Ich mache aber die Aufgaben sehr gewissenhaft und wenn es mal klappt auch gut.
    Erst gestern hat mich eine von meine Chefs immer wieder während der Arbeit gesagt dass ich schneller machen soll. Mein satz ist dann immer: "Ich weiß ich bin nicht die schnellste, aber ich tue mein Bestes". Gestern kam dann von ihr ein : "Echt? " Und ich ich darauf "Ja."
    Dann sollte ich eine Aufgabe erledigen, die ich nochmal machen musste, weil ich es nicht richtig gemacht habe . Ich kam danach wieder zu ihr in den Verkaufsraum vor. Und sie meinte ich soll ihr helfen und wenn es geht heute noch . Da ging mir schon die Hutschnur leicht hoch. Später sagte sie zu mir sie würde jetzt, die Aufgabe , die ich machen sollte machen, weil wir hier nicht schlafen. So was in der Art. Und dann ist mir der Gedulsfaden geplatz. Ich habe in einen bestimmten Ton gesagt, das es mir jetzt reicht! Das ich mein bestes gebe, ich nicht mehr wie arbeiten kann und man das auch mal sehen sollte und nicht ständig hinter herlaufen um mir zu sagen dass ich zu langsam bin. Das weiß ich, aber mehr als mein bestes geben kann ich nicht. Und es reicht jetzt entgültig! Hab mich umgedreht und bin gegangen. Den ganzen Tag war sie auf einmal nett zu mir und sie hat nichts mehr gesagt. Nur am Ende vom Arbeitstag meinte sie: " Morgen ist ein neuer Tag". Sie ist so eigentlich echt nett. Nur mich nervt ihr ständiges rumgenörgel weil ich zu langsam bin. Selbst meine Kollegen sagen schon dass sie es oft mit ihrer nörglerei übertreibt und ich auch schon besser geworden bin.Doch ich kann dafür einfach nichts. Es kommt mir so vor. Als ob mein Hirn einen Schritt weiter ist, aber mein Körper das nicht koordinieren kann. Ausserdem gibt es dann momentan in denen ich wieder schneller Arbeite und dann wieder zu langsam bin. Kennt ihr das auch?
    Wie geht es Euch in der Arbeit? Habt ihr auch Probleme mit der Schnelligkeit? Ich bin 32 und habe was meinen beruflichen Weg betrifft noch nicht gefunden. Ich bin immer noch auf der Suche. Doch ich wüsste schon was ich gerne machen würde. Irgendwas kreatives, in der Werbung oder was mit Musik. Weil ich sehr kreativ bin und ich das Gefühl habe das ich das kann. Da sagt mir keiner das ich zu langsam bin oder bestimmte Dinge nicht gut mache. Im Gegenteil....

    Schule: War bei mir genauso. Ich war ängstlich, anhänglich, veträumt, hab mir nichts zugetraut. Und sehr verletzlich was kritik angeht. Hatte kaum Selbstwertgefühl. Im Zeugnis stand zwar dass ich sehr schüchtern, fleißig und ehrgeizig war und mich oft für die Belange der Klasse eingesetzt habe. Doch leider ist dabei oft nichts drum rum gekommen.
    In Mathe war ich ziemlich schlecht. Ich habe dort eine Schwäche. War immer was das lernen betrifft hinten nach. Obwohl meine Intelligenz recht gut ist. BIs auf heute ärgere ich mich weil ich es nicht zu mehr geschafft habe. Manchmal habe ich das Gefühl ich hätte mehr erreichen können.
    Nun muss ich das Beste daraus machen


    Familie: Da komme ich gut zurecht. Selbst 2 meiner Famileienangehörigen haben zu mir schon gesagt, dass ich mich auf ADS testen lassen soll. Weil sie letztens einen Bericht darüber gelesen haben und mich darin wieder gefunden haben. Sie meinten auch dass ich schon immer besonders und anders war. Und sie sich wünschen würden wenn ich endlich mal zur Ruhe komme, zufrieden werde und meinen Weg finde. Ich glaube für meine Eltern ist das dann schwieriger mit der Diagnose umzugehen. Als ich ihnen von meinen Verdacht erzählt habe meinten sie das habe ich nicht. Vermutlich, weil es für Eltern schlimm ist, wenn Kinder "Krank" sind. (Obwohl ADS in dem Sinne ja keine Krankheit wäre. )
    Meine Eltern suchen sich da unterbewusst die Schluld bei sich , weil sie als ich zu Welt kam sie damals noch sehr jung waren. Und ich auch ein Früchen war, das auch fast gestorben wäre. Doch daran hat niemand Schuld! Ich weiß dass meine Eltern mich lieben und immer ihr Bestes gegeben haben!

    Freunde: habe ich ein paar gute. Die beschreiben seitdem sie mich kennen als manchmal etwas chaotisch, sprunghaft. liebenswert, kreativ, unruhig, und ja ich gebe es zu manchmal auch etwas unpünktlich und ich kann andere auch gut begeistern . Aber ich habe gute Freunde, die mich so nehmen wie ich bin und ich mich auf sie verlassen kann und sie sich auch auf mich..

    So ich glaube das wars jetzt fürs erste. Vielleicht hat ja jemand Lust zu antworten und zu beschreiben , wie es im Alltag so geht.

    Viele Grüße Jaimi

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 24

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Hallo Jaimi84,

    als ich deine Beschreibung gerade gelesen habe, fühlte
    ich mich erinnert an so manch ähnliche Erfahrung.

    Wenn du die Chance hast und dich dazu in der Lage fühlst,
    sprech mit einem Spezialisten über einen ADS Test.

    befor die Diagnose bei mir Gestell war, fühlte ich mich oft umhergetrieben,
    bin nirgends so richtig angekommen, weder Job noch sonst wo..

    inzwischen ist es viel besser geworden.. will nicht sagen das mir
    alles gelingt aber zum Gegenteil... ist es in Ordnung.

    Das was immer so ein bisschen bleibt, egal was geschieht...ist das anders sein..
    Aber wie wir ja in der heutigen Zeit wissen...ist anders, ein Form von besonders.


    viele Grüße
    Geändert von zahrtbitter (13.04.2017 um 23:26 Uhr)

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Hallo Zartbitter,
    danke für Deine Antwort. Das hast Du schon geschrieben. Anders sein ist eine Form von besonders. Das habe ich mir auch oft gedacht. Das ich besonders bin.
    Wann und wie hast Du die Diagnose erhalten, wenn ich fragen darf? Nimmst Du Medikamente ein? Ich bin schon auf den Termin gespannt, den ich im Juni habe. Ich hoffe es geht alles gut!

    Mittlerweile glaube ich auch dass ich wirklich ADS habe, weil mir ein paar im Forum schon geantwortet haben dass sie vieles von meinem Verhalten kennen. Auch mein Psychologe meint, dass es typisch ist. Und ehrlich ich hoffe es dass es das ist. Denn dann hat das Kind endlich mal einen Namen und mir kann richtig geholfen werden. Bis jetzt wurde ich immer nur zwecks Panikstörrung, depressive Episoden, und Angsstörung behandelt. Obwohl die Ängste weniger wurden und manchmal kaum noch da sind, habe ich innerlich immer gespürt irgendwas stimmt nicht mit mir. Ich bin anders.
    Und als ich gelesen habe das ADS auch Begleiterkrankungen wie Ängste und Depressionen hat, wurde mir einiges klar..

    Heute habe ich frei. Und ich werde es ruhiger angehen lassen. Ich werde mich heute meiner Musik widmen und zur Probe fahren. Sonst geht es mir heute gut. Ich konnte nur nicht richtig schlafen.

    Noch mal eine andere Frage kennst Du bzw Ihr das auch, dass eure Gedanken selbst beim Essen abschweifen? Ich möchte einmal erleben dass ich beim Essen bei der Sache bin. Aber nein ich denke dann in die Situation von der Arbeit, was ich noch heute alles machen muss. Mein Problem ist dass ich sehr kreativ bin und eine gute Vorstellungskraft habe. Ist das für ADS auch typisch? Kreativität und gute Vorstellungskraft?

    So jetzt werde ich hier noch ein bisschen rumstöbern und versuchen später meine Entspannungsübungen zu machen.

    VG Jaimi

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.321

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Hallo Jaimi84,
    meine Gedanken schweifen ständig ab, egal was ich gerade tue. Das ist schon sehr schlimm. Fange zig Sachen an und mache nichts richtig zu Ende.
    Ich denke schon das AD(H)Sler kreative Menschen sind.
    LG Murmel

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Und ich habe schon wieder alles gemacht ausser meine Musik. Meine Entspannungsübungen habe ich geschafft. Das Musiküben oder lernen hab ich wieder hergeschoben. Hab tausend andere dinge gemacht, telefoniert, stundenlang im Internet gewesen, und jetzt muss ich auch zur Probe los.
    Gibt es da Tipps sich besser zu strukturieren?

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 24

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    hi Jaimi,

    das freut mich das du bereits einen Termin hast.
    Erinnre mich daran, wenn du magst.. wie es ausgeht.

    Bei mir war es so, das mich eine Freundin drauf aufmerksam gemacht hat und
    ich zum ersten mal gespürt habe, (ähnlich wie bei dir) das könnte einiges erklären.

    Nach ein paar Terminen bei dennen einen Test durchgeführt wurde fiel die Diagnose.
    ( da war ich 29 Jahre alt)
    Und ich kam zu dem Entschluss, mich für eine Medikamentöse Begleitung zu entscheiden.

    Heute bin ich inzwischen 35 Jahre und mein leben hat sich sehr zum positiven verändert.
    Wie schon erwähnt, ich irre nicht mehr ganz so verwirrt durch die Welt nur immer noch anders.


    Ich habe glücklicherweise auch heute frei und lasse es ruhig angehen.. das sind mir die liebsten Tage.
    Was spielst du für ein Instrument ? Ich habe mal versucht ein Instrument (Gitarre) zu erlernen, aber leider kann ich mir die Noten nicht einprägen.

    Ich möchte noch sagen, das die Kreativität doch mit einer der schönsten Eigenschaften in unserem leben sein kann.. ohne könnte es
    doch schon ganz schön langweilig werden... findest du nicht auch.

    Und ja.. ich kenne das nur all zu gut, wenn das Gedanken Karusell anfängt sich zu drehen.
    Freunde von mir sagen oft.. das ich zu viel nachdenke. naja.. ohne geht es nicht...


    schöne grüße

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.321

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    @Jaimi,
    hast du es schon einmal mit so einer Art Tagesplan versucht. Dort schreibst du alles auf, was du an einem Tag erledigen möchtest. Bitte für den Anfang nur wenige Dinge,
    sonst wird es bestimmt nicht klappen. Spreche da aus eigener Erfahrung. Diesen Plan hängst du dir gut sichtbar auf.
    LG Murmel

  8. #8
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Ich bin erstaunt darüber wie ähnlich es bei mir abgelaufen ist.

    Ich bin 21 Jahre Alt und habe 2 Schulabbrüche hinter mir. Nach Abbruch meiner zweiten Schullaufbahn, arbeitete ich ein Jahr in der Psychiatrie und fing daraufhin eine Ausbildung zum Krankenpfleger an, welche ich nach der Hälfte abgebrochen hab, um diesen September wieder mein Abitur an einem Staatlichen Kolleg nachzuholen. Durch meinen gesamten Alltag zieht sich eine innerliche Unruhe und Angespanntheit und ich Denke über sehr vieles nach. Ich war schon bei einigen Psychologen, da ich Vermutete, dass es Angststörungen/Verhaltensstörungen oder sonstige Psychischefehlfunktionen sein könnten, jedoch versprach keiner dieser Therapieansätze etwas Linderung. Erst vor kurzem machte mich meine Mutter darauf Aufmerksam, dass es auch ADHS sein könnte und ich begann mich mit der Materie auseinander zu setzen. Mittlerweile bin ich mir sehr sicher, dass es das sein könnte und die Diagnostik von Fachärzten ist in der Mache.

    Auf Station oder in anderen Einrichtungen meines damaligen Arbeitsumfeldes hat man mir gesagt, dass ich 0 Struktur besäße, jedoch trotzdem meine Aufgaben erledigt bekam ( sehr langsam und habe immer verschiedene Sachen durcheinander gemacht und angefangen ). Meine Freunde und Familie empfinden mich als kreativen/sprunghaften Menschen. Ich schiebe vieles vor mir her und vergesse in letzter Zeit auch manches, kann mich 0 auf Sachen konzentrieren die mir auch im Ansatz kein Interesse abgewinnen können und ich denke viel zu viel über alles nach.

    LG Salemio

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Hallo zusammen,

    vielen lieben Dank für Eure Antworten. Es ist doch erstaunlich wie ähnlich es uns doch ergeht. Jeder hat zwar so "seins" doch trotzdem ist vieles gleich. Nach alle dem was ich bis jetzt von Euch so gehört habe denke ich auch das ich sicher ADS habe. Ich habe heute versucht dieses Thema nochmal mit meinen Eltern zu besprechen. Ich habe zu meiner Mutter gesagt, dass ich gespannt bin was da raus kommt. Da kam von ihr: "bestimmt nichts" Und ich zu ihr: " Doch diesmal denke ich schon". Sie sagte nichts mehr dazu.
    Ich weiß nicht warum sie oder meine Eltern sich damit so schwer tun, dass ich ADS haben könnte. Evtl wie oben schon beschrieben.
    Wie sind Eure Angehörigen mit der Diagnose umgegangen.? Gut, bei mir ist es noch nicht diagnostiziert. Es steht nur im Raum. Doch meine Gefühl sagt mir ich habe ADS.

    @Murmel das mit dem Tagesplan ist echt eine gute Idee. Ich versuche das mal. Am Tag aufzuschreiben was WIRKLICH heute wichtig ist. Z.b heute ging es mir wieder so. Ich hatte heute schon um zwei Schluss. Da fing es wieder an. Was mache ich jetzt? Ich könnte doch.. Ins Fitness, ins Einkaufszentrum, Oma besuchen fahren, zu den Eltern fahren, kochen , Wäsche waschen, usw. So viele Dinge die eigentlich NICHT wichtig sind. Ich vergesse immer dabei eins. Nämlich MICH. Wann ruhe ich mich mal aus? Ich habe das Gefühl richtig ausruhen kann ich nicht. Und selbst wenn ich mich hinlege. Fällt mir immer wieder was ein was ich machen kann. Oder ich schaue ins Internet.
    Ich habe dann nur meine Eltern kurz besucht war einkaufen. Ich bin danach nach Hause, habe die Wäsche abgehängt und nochmal eine in die Maschine und Staubgesaugt. Mehr will ich heute eigentlich nicht machen. Doch dann kommt immer dieser innere Druck ABER ich sollte ja noch... Kennt ihr das auch? Vielleicht schreibe ich heute auf meinen Zettel z.b Ausruhen und ein bisschen Musik üben? Ich wollte schon wieder Bewerbungen auch noch schreiben. Nur das lasse ich heute, weil ich mir gedacht habe, es ist Ostern da liest es bis nach den Feierntagen eh keiner . Das kann ich auch erst machen wenn ich am Di frei habe. Ich komm mir manchmal wie so eine "Maschine mit einem inneren Motor" vor, die ständig was tun muss. Also bildlich gesprochen. Es ist echt so Kräfte raubend!

    @Salemio Hallo erstmal und willkommen im Forum. So wie Du das beschreibst, kenn ich das auch. Ich habe damals auch meine Krankenpflegeausbildung abgebrochen. Nicht weil ich es nicht geschafft hätte. Es ging emotional einfach nicht mehr. Ich war einfach nicht belastbar. Konnte keine Grenze ziehen. Mich hat das alles zu sehr mitgenommen. und auf Dauer machte mich das auch kaputt. WIe ging es Dir in der Schule mit dem lernen eigentlich? Bei mir war es so, dass ich ein ziemliches Wissen hatte. Nur ich habe immer bis zum letzten Drücker gelernt. Meistens echt nur zwei Tage vorher. Wenn überhaupt. Und dann hab ich alles in meinen Kopf reingepresst, meistens ohne Pause bis zur Erschöpfung durchgelernt . Ohne Struktur.
    Auch auf Station war ich ziemlich unsicher. Ich war sehr Gewissenhaft, habe obwohl ich es eigentlich gewusst habe durch meine Unsicherheit und wenig Selbstwertgefühl immer die gleichen sinnlosen Fragen gestellt. Im praktischen hatte ich 1er. In Theorie wäre ich auch super gewesen, hätte ich nur immer eher das lernen angefangen. Doch das fällt mir bis auf heute schwer. Dinge zu tun, die für mich "langweilig" sind.
    Bestes Beispiel Musik. Beim Musik machen, singen usw. bin ich voll dabei. Aber wehedem ich soll üben oder Gehörbildungsübungen mit einem Übungsprogramm am PC machen, das ist für mich der Horror. Ich fang immer Sachen an und bring es nicht zu Ende.
    Weil es mir nach einer gewissen Zeit dann zu langweilig wird. Ich habe so viele offene Baustellen und ich möchte einmal erleben dass ich mal was zu Ende mache. Auf das ich stolz sein kann. Und nicht nur so halb. Ich möchte endlich mal zur Ruhe und ankommen. Aber ich glaube das wird noch ein langer Weg werden. Zumindest, bin ich dabei ihn zu gehen. Und ich hoffe ich komme bald an mein Ziel oder weiß zumindest wohin ich laufen muss.

    Bei wem lässt Du Deine Diagnose machen?

    @Alle : wie geht es bei Euch eigentlich mit dem Kochen? Fällt das euch leicht? Ich z.b mag kochen überhaupt nicht. Ich koche sehr selten und dann ist das immer ein Choas . Lieber gehe ich essen.

    Und wie sieht es bei Euch mit lesen aus? Bei mir ist es so. Ich kaufe mir ein Buch Und lese es dann nie zu Ende. Nur die, die mich wirklich interessieren. Oder wenn ich Zeitungen kaufe. Bleibt es nicht bei einer. Ich nehme oft zwei oder 3 mit weil mich dann die Themen alle so interessieren. Aber wirklich lesen tue ich sie nicht. Also ich lese sich schon. Nur ich "überfliege" es eher und wenn dann lese ich so nebenbei. Am Anfang dachte ich mir: Mei, ich bin halt so. Mittlerweile denke ich, dass das auch ein Symptom ist.

    So jetzt habe ich wieder viel geschrieben....

    Ich freue mich auf Eure Antworten! Und wünsche euch Frohe Ostern

    LG

  10. #10
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Mir ging es exakt genau so, hab aus den selben Gründen aufgehört und mit dem Lernen geht s mir genau so, immer bis zum Schluss gewartet und meistens die Nacht durchgemacht und irgendwie rein damit. Während dem Unterricht nur gezeichnet oder mit nem Stift gespielt, aus dem Fenster geglotzt oder an hundert verschiedene Sachen gedacht, nur nicht an das was gerade wichtig war. Ich überfliege auch alles oder fange oft von vorn an. War sehr lange auch immer auf der Suche nach dem Grund und warum ich so bin. Habe sehr lange schwere depressive Zustände gehabt, da ich nie irgendwas durchgezogen hab andere waren weiter, ich hatte immer nur mein komisches Selbstbild von mir und man fängt an sich zu vergleichen und entwickelt ungesunde negative Gedanken. Mittlerweile wäre ich ehrlich gesagt froh, wenn ich ADS diagnostiziert bekäme, da ich endlich einen Ansatz hätte dem ich nachgehen könnte. Ich kann überhaupt nicht kochen , sowas wie ne Tiefkühl Gemüsepfanne in den Wok schmeißen zähle ich mal nicht dazu . Die Diagnostik erfolgt in Homburg, Uniklinikum.

    LG und frohe Ostern

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