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Diskutiere im Thema Wie geht es Euch im Alltag? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Das ist ja interessant, dass es Dir genauso erging. Das mit den Depressionen kenne ich auch. Weil ich auch nie was zu Ende gemacht habe. Obwohl eine Ausbildugn habe ich beendet. Aber den Rest. Und meine Verkäuferprüfung die ich im Selbststudium gemacht habe, habe ich auch geschafft. Aber so habe ich immer das Gefühl ich hätte viel mehr erreichen können. Nicht das Verkäufer nichts wert ist! Nur ich denke mir oft, vielleicht wenn es anders gelaufen wäre und ich nicht die Probleme in der Schule usw gehabt hätte, hätte ich evtl auch mein Abi machen und studieren können. Aber wie sage ich immer so schön? "Hätte, hätte Fahrradkette". Jetzt, ist es so wie es ist und ich sollte das Beste daraus machen.
    Das mit dem komischen Selbstbild kenne ich übrigens auch. Ich habe einen geringen Selbstwert. Seit meiner Kindheit schon. Und ich fand andere immer besser wie mich selbst. Mittlerweile hat sich das aber auch schon gebessert.
    Wann hast Du für die Diagnostik einen Termin, wenn ich fragen darf? Gehst Du das staionär?

    LG und Dir auch Frohe Ostern..

  2. #12
    Iam


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 208

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Hallo Jaimi,

    Wie geht essen mir mit ADHS/ ADS? Gute Frage. Bin zwar dabei mich neu zu sortieren, nach der offiziellen Diagnose, aber so richtig klar bin ich mir da noch nicht.

    Vielleicht muss ich dazu sagen, dass ich mit 48 schon ziemlich lange als Chaoten unterwegs bin.


    Bis 2011 hatte ich mich verhältnismäßig ganz gut im Griff. Gut okay, Ordnung war noch nie meine Stärke und kreativ war ich auch immer. Aber ansonsten war eigentlich alles ziemlich "normal", also für mich zumindest. Ich war als Kind und Teenager verträumt, schusselig und mototrisch nicht unbedingt in der Oberliga. Hab nicht oft im hier und jetzt gelebt, konnte aber, wenn es notwendig war, recht schnell und richtig handeln. Schule und Lehre sind mir recht leicht gefallen und alles was neu war, war hochinteressant. So ging es eben weiter im Leben und ich hatte das GLÜCK, einen tollen Partner zu finden, der mir immer zur Seite stand. Trotzdem hatte ich immer mit Depression und Angststörung zu kämpfen.

    2011 erkrankte mein Vater schwer. Mehr möchte ich hier nicht dazu sagen. Ich war plötzlich sein gesetzlicher Betreuer und mussten neben dem noch meine Arbeit, meine Mutter, meine Familie und die Freunde unter einen Hut bekommen. Dank meiner Familie und der Freunde habe ich das auch irgendwie (keine Ahnung wie) geschafft. Nach der Genesung meines Vaters starb meine beste Freundin, seit Kindertagen. Das hab ich dann nicht mehr verkraftet.

    Mein Ziel bei der Reha war "mich wieder in den Griff zu bekommen. " Ich hatte erhebliche Konzentrationsschwäche, war komplett desorganisiert und hatte angefangen zu stottern. Mir wurde schnell schwindelig und ich war vergesslicher als je zuvor. Meine Panikattacken waren inzwischen ein fast täglicher Begleiter und ich wollte einfach nur wieder ein einigermaßen "normales" Leben führen.

    Bei der Reha wurde mir dann erklärt, ich müsse einfach lernen loszulassen und mich den Problemen seit meiner Kindheit stellen. Ich war misstrauisch, habe aber den Ärzten und Therapeuten vertraut.

    Was die Depression und die Angststörung anging, da hat die Reha zumindest soweit geholfen, dass ich dann wusste, was da in mir passierte und wie ich gegen steuern kann. Der Rest, der war noch genau so schlimm wie vorher. Beruflich habe ich es mit einer Wiedereingliederung probiert und hart gekämpft. Mehr als vier Stunden wurde aber nicht mehr draus. Da ich aber nie aufgeben wollte, habe ich nochmal eine Therapie in der Tagesklinik dran gehangen. Gleiches Spiel und noch ein paar Kindheitstraumas mehr aus der Versenkung geholt. Geändert hat es sich in dem Maße, das ich irgendwann selbst die vier Stunden nicht mehr geschafft habe. Also Teil EU-Rentner und Unterstützung durch das Integrationsamt. Weiter dazu ambulante Therapie. Keine Besserung... Nochmal 7 Wochen Tagesklinik.... Eine Mitpatientpatientin sprach mich auf Adhs an. Ich würde sie an ihren Sohn erinnern..... Mit den Therapeuten geredet. Nein, kann nicht sein. Auf dem ersten Tests bestanden... Ein Therapeut sagt, nicht eindeutig, vielleicht, der chefarzt sagt, nein das kann nicht sein. Therapie fertig. Gleiche Probleme wie vorher, dazu noch ziemliche Erschöpfung.

    Also hab ich irgendwann auf einer Überweisung zur Diagnose bestanden. Glück gehabt und in der Uniklinik in Dresden dran gekommen und nach drei Monaten stand fest, ja es ist ADHS. Das war voriges Jahr im September. Inzwischen bin ich EU-Rentner und kann gar nicht mehr arbeiten. Ich setzte jetzt meine Hoffnung in die medikamentöse Unterstützung um wenigstens ein bisschen was von meinem Leben zurück zu bekommen.

    Die Zeit bis dahin habe ich genutzt um mehr über dieses Adhs herauszufinden. Um zu erkennen, was macht es mit mir? Was ist der Unterschied zwischen einem Nichtbetroffenen und mir? Welche Wahrnehmung ist anders? Was kann ich selbst tun um wieder besser klar zu kommen?

    Morgen findet das erste Gespräch mit der Psychaterin statt, die sich um meine medikamentöse Einstellung kümmern soll. Wenn das klappt, dann will ich mit weiterer Psychotherapie/Ergotherapie und allem was an therapeutischen Möglichkeiten noch besteht, versuchen, mein Leben aus diesem momentanen Chaos aus Kreativflashs und Erschöpfung heraus zu bekommen und vielleicht sogar wieder arbeiten können. Das ist mein Ziel.

    Wie ich damit zurechtkomme? Ganz schlecht. Da bin ich ehrlich. Aber ich bin wie der berühmte Frosch im Melkeimer. Ich strampeln so lange herum, bis ich einen Butterklumpen habe und von dem aus geht es weiter. Auch wenn es in den letzten Jahren meistens nur in den nächsten Eimer ging. Irgendwann muss ich ja mal raus sein aus dem verdammten Stall

  3. #13
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    @Jaimi84 der Termin erfolgt im Mai und ich versuche soweit es geht nicht stationär zu gehen, aber falls mir dazu geraten wird würde ich s machen

  4. #14
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Tja, wenn ich so überlege... auch ich habe so meine Probleme im Alltag.
    Struktur hilft. Aber die ist nicht immer gegeben.
    Bundeswehr klappte diesbezüglich prima; denn da ist alles feingegliedert und durchgeplant.
    Doch obwohl ich auf der einen Seite die Struktur brauche und auch gut finde; so sehr rebelliert meine freigeistig-kreative Seele innerlich dagegen.

    Aus dem eigenen Wissen um meine Unstrukturiertheit, hatte ich mich danach auch für eine Ausbildung entschieden,
    weil ich wusste, bzw. befürchtete, mit Anfang 30 noch nicht den ersten Schein zu haben - geschweige denn ein abgeschlossenes Studium.

    Bis heute habe ich zehn Arbeitgeber/ -Stellen gehabt. Nach anfänglicher Begeisterung für mich und meine Tatkraft und von mir für den Job, wandelte es sich nach einiger Zeit.
    Ich verlor die Lust am Job und damit auch der Arbeitgeber an mir.

    Auch wenn ich Strukturen brauche, so sehr hasse ich es mittlerweile, wenn man mich von vorn bis hinten reglementiert; ich mich sklavisch an Prozessabläufe halten muss (insbesondere, wenn sich andere (vor allem Vorgesetzte) die Freiheit nehmen, auch Option B oder C zu wählen).

    Immer wieder das gleiche zu besprechen, zu machen und zu tun, geht mir auch sonst auf die Nerven.
    Anfangs kann ich mich noch gut einbringen, habe Ideen und Alternativen am Start, aber wenn niemand auf mich hört und man unbeirrt seinen Striemel durchzieht, aber gleichzeitig bejammert, dass es diese und jene Probleme gibt, dann schmeiße ich irgendwann auch das Handtuch.

    Auch bei der Vereinsarbeit oder anderen Gruppierungen. Das macht mich madig.
    Wenn ich zunächst vor Begeisterung sprudele, tage- und nächtelang mir Gedanken mache, wie man es besser machen kann und dann ein paar Alphatiere das lapidar abwinken ("tolle Idee, aber zu kompliziert/ würde für uns nicht funktionieren") und dann Monate/ Jahre später ein ähnliches Modell tatsächlich umsetzen...
    Aber wie heißt es so schön: der Prophet zählt im eigenen Land nichts.


    Noch so ein Punkt: wichtige Aufgaben auf die lange Bank schieben ist auch so eine Sache bei mir. Wenn ich eine Arbeit zum Monatsende fertig haben muss, fange ich sicher nicht am 02. an - eher am 28. Und für gewöhnlich (scheinbar lerne ich auch nicht daraus), kommen am 29. und 30. plötzlich Aufgaben hinzu, die ohne Frage wichtig sind, nicht aufgeschoben werden dürfen und gemacht werden müssen. Dann noch das übliche Tagesgeschäft ... da wird es dann immer enger. Hätte ich mir jeden Tag nur zehn Minuten Zeit genommen, wären das 300 Minuten = 5 Stunden gewesen, in der ich das locker geschafft hätte. Aber so bleiben mir am Ende keine 2 Stunden, in denen ich das hochkonzentriert durchballern muss - mit entsprechenden Flüchtigkeitsfehlern - auch weil die Zeit zur Korrektur/ Überprüfung fehlt. Blöd nur, wenn einem der Chef genau diese Punkte aufzeigt.

    Und so kommen bestimmte Verhaltensmuster immer wieder an den Tag. Offenbar lerne ich auch nicht. Oder nur langsam.
    Es heißt ja: aus Fehlern lernt man. Stimmt. Aber ich kann es nicht immer beim nächsten Mal umsetzen. Oder habe es wieder vergessen.
    So sehr ich mir auch vornehme und es hoch und heilig verspreche, diesen oder jenen Fehler nicht wieder zu machen, kommt er doch immer wieder vor.


    Ordnung halten und Perfektion: Ich liebe Ordnung und Struktur. Ich finde das toll und auch sehenswert. Zum Beispiel wenn im Regal alls sauber augereiht und ausgerichtet ist. Egal ob Bücher, Schuhe, Konservendosen, usw. Die Grundstruktur bekomme ich auch hin. Doch mit der Zeit verliert sich die Struktur, es wird unordentlicher.
    Oder aber ich fang gleich hochtrabend an, bspw die Aktenordner von A-Z neu zu beschriften, einheitlich zu gestalten... das führt dann dazu, dass die Order A-F ganz toll und perfekt gestaltete Rückenschilder haben, aber die Ordner G-Z weiterhin kreuz und quer, in unterschiedlichen Farben und verschiedensten Rückenschildern dastehen. Das macht das hehre Ziel der perfekten Ordnung natürlich zunichte.
    Ich kann aufräumen und putzen, dass es danach nur glänzt und man selbst auf dem Klo operieren könnte - so sauber ist es. Aber bis ich mal den Hintern hochbekomme, das kann dauern. Zu meiner Junggesellenzeit konnte es schon mal 3-4 Wochen dauern, bis ich mal zu Schrubber oder Staubsauger griff. Da war es für mich hilfreich, mir Besuch einzuladen, um dann den trifftigen Grund zu haben, endlich sauber zu machen.
    Das hat sich gebessert. Die Familie bedingt bessere Strukturen und zwingt auch mich, meinen Teil beizutragen (auch weil ich es sonst schlecht von den Kids einfordern könnte). Aber während es bei anderen Familien immer blitzt und glänzt, man dort Fotos für Schöner Wohnen machen könnte, sieht das bei uns teilweise noch aus, wie in einer verlotterten Studentenbude.
    Das ist und war auch dem begrenzten Budget geschuldet, aber auch unserer Bequemlichkeit und dem "damit leben können". Wobei es ja auch peinlich war und ist, jemanden einzuladen, wenn das so grottig aussieht. Seit zwei, drei Jahren sind wir dabei, diese Missstände abzuschaffen und uns so wohler zu fühlen.

  5. #15
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Hallo,
    wie geht es Euch? Bei mir ist soweit alles gut. Ich merke nur dass die Arbeit wiedereinmal zu viel. Ausserdem machen mir meine Stimmungsschwankungen zu schaffen. Gestern, war es z.b so dass mich die Arbeit voll genervt hat. Meine Stimmung im Keller war. Ich hätte heulen können. Ich war wiedermal ziemlich unständlich was meine Arbeitsleistungs betrifft und etwas langsam. Am Abend wurde es besser. Heute war die Stimmung gut. Es war sehr viel los in der Arbeit. Ich hatte viel Stress. Da ging es aufeinmal dass ich einigermaßen schnell arbeiten komme. Wenn ich mal anlaufe nehme und den richtigen Flow habe, bin ich voll schnell. Trotzdem war ich heute etwas "verpeilt".Kennt ihr das auch? Diese Stimmungsschwankungen und die Schwankungen was eure Leistungsfähigkeit betrifft? Gestern hab ich mich so müde und ausgepowert gefühlt, weil ich wieder viel zu viel gemacht habe. Und heute geht es.
    Was macht ihr dagegen?

    Dann. Ich habe Ende kommender Woche Geburtstag. Und ich habe so viel vor. Ich muss einkaufen, Wohnung putzen, Backen, Wäsche waschen, arbeiten, Musik üben, jemanden im Krankennhaus besuchen. Ich habe mich vorhin mal hingesetzt und mir eine To Do liste geschrieben. Und ich bekomme das nicht hin ! Entweder ist ein Tag voll gepumpt mit Sachen , die ich machen will oder ich weiß nicht wo ich anfangen soll, wie ich was priorisieren soll. Für mich ist das alles was ich vor habe wieder viel zu viel und macht mir einen wahnsinnigen inneren Druck. Es ist wie ein riesen Berg der vor mir ist. Am liebsten würde ich alles an einem Tag machen , damit alles hinter mir ist. Ich kann es einfach nicht aufteilen. Ich habe es versucht die Dinge in der To Do Liste mit Zeiten usw einzutragen doch irgendwie klappt das nicht. Und ich schiebe wieder vor mich hin. Eigentlich wollte ich heute für die Musik üben. Doch dann denke ich mir. Das kann ich morgen auch machen, weil ich Spätschicht habe. Obwohl morgen auch noch andere wichtige Dinge anstehen. Ich müsste auch mein Stundenkonto von meiner Arbeit überprüfen doch ich schaffe es einfach nicht. Andere Sachen sind die viel wichtiger oder sagen wir mal interessanter.

    Was macht ihr dagegen, wenn ich bestimmte Dinge vor habt? Wie priorisiert ihr Euch? Habt ihr Tipps was die To Do Liste angeht?

    Und kennt ihr das übrigens auch dass ihr manchmal beim Schreiben Rechtschreibfehler habt? Ich merke es, wenn ich mir den Text dann noch mal durchlese, dass ich manchmal von einem Wort ein Buchstaben vergesse oder viele Flüchtigkeitsfehler in einem Satz habe. Na ja.. ich sollte mal versuchen langsamer zu machen

    So das wars wieder von mir. Ich würde mich sehr über Antwort von Euch freuen! Und wünsche Euch einen schönen Abend!

    LG Jaimi

  6. #16
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Hallo Rudirakete, willkommen im Forum.
    Das mit dem Ordnung halten kenne ich auch. Bei mir in der Wohnung ist es von Aussen super ordentlich. Doch man darf nicht in meine Schränke schauen. bzw in meine Ordner. Es geht mir da wie Dir. Wenn ich was Ordnen muss fange ich zuerst voll motiviert an. Dann wird es immer unstrukurierter. Ich bin vor ca 3 Monaten umgezogen. Die ich wichtigsten Dinge habe ich aus meinen Umzugskartons raus und in meine neue Wohnung geräumt. Andere unwichtigere Dinge wie Ordner, Bücher usw.. liegen doch in meinen kisten. Diese sind alle schön im Keller gestapelt. Da müsste ich auch mal ausräumen. Doch irigendwie fällt es mir schwer da Ordnung zu halten. Gerade so Dinge wie Ordner oder Unterlagen sortieren mag ich überhaupt nicht.

    Meine Wohnung ist zwar schön eingerichtet aber es fehlen noch die Details. Ein paar Dekoartikel sind auch noch in meinen Umzugskartons fällt mir gerade ein. Na ja vielleicht schaffe ich es mal meine ganzen Kartons und die Ordner aufzuräumen und die Ortner neu zu sortieren.

    Wird bei Dir auch ADS vermutet oder hast Du einen eigen Verdacht? VG Jaimi

  7. #17
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Jaimi84 schreibt:
    Wird bei Dir auch ADS vermutet oder hast Du einen eigen Verdacht? VG Jaimi
    Sowohl als auch. Und weil ich kürzlich mal wieder eine sehr unüberlegte Dummheit gemacht habe, die für einige Menschen verstörend war, ist und sie (inklusive mir) immer noch belastend ist, muss ich das Thema endlich mal angehen!
    Ich dachte auch, ich wäre schon groß und über vieles hinweg. Sicherlich habe ich mich weiter entwickelt, bin erwachsener geworden, kann mich auch besser diszplinieren. Aber manches Mal scheint da eine SIcherung durchzubrennen. Das macht weder mir, noch der Umwelt Spaß.

  8. #18
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Guten morgen zusammen

    ich wollte mich wieder einmal melden und fragen wie es Euch so geht? Nächste Woche ist es bei mir endlich soweit-ich habe einen Termin bei der Psychaterin, die ADS festestellen soll. Und ich bin schon sehr gespannt drauf. Endlich hat das warten ein Ende. Hoffentlich bekommen da endlich Antworten warum manche Dinge bei mir so sind, wie sie sind.

    Momentan geht es bei mir Bergauf und auch mal Bergab. Zur Zeit verspüre ich eine Innere Unruhe, die etwas heftiger als sonst ist. Heute in der früh z.b. war ich schon wieder realitiv früh wach ( um sieben Uhr). Hatte das Gefühl ich muss mich bewegen bzw irgendwas machen. Hatte auch schon wieder viele Ideen im Kopf, was ich an dem Tage alles machen könnte, , obwohl der Tag ja erst begonnen hat. Ich hab mich für Frühsport entschieden. Ein guter Start in den Tag, den ich habe gemerkt, meine innere Unruhe wurde leichter.
    Danach habe ich mir Frühstück gemacht. Nur dann viel mir wieder was ein. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht bzw vor mich hingeträumt und dabei ganz vergessen dass mein Müsli auf dem Tisch steht. Irgendwie laufe ich wieder neben der Spur. Kennt ihr das? Es kommt mir so vor dass die Symptomatik schlimmer wird, wenn ich emotional sehr gestresst bin. Abends kann ich auch schlecht abschalten. Ich liege der Coach schaue Fernseh und mach nebebei immer etwas anderes. Meistens mit dem Handy im Internet surfen oder durch die Kanäle zappen, weil ich denke vielleicht kommt ja noch was besseres. Ausser es interessiert mich was , dann kann ich mich darin "verlieren" und "tauche" in den Film oder in die Sendung quasi richtig ein so dass ich um mich herum nicht mehr wirklich was mitbekomme.
    Ja, es ist schon etwas anstregend. Aber es macht mich auch einzigartig. Und es hat auch viele positive Seiten. z.b. ich bin sehr kreativ, sponatan, habe eine hohe Auffassungsgabe, lerne schnell (wenn mich was interessiert), bin sehr empathisch, habe einen hohen Gerechtigkeitsinn und bin begeisterungsfähig.
    Dennoch hoffe ich dass die Ärztin mir helfen kann und ich eine passende Therapie finde.

    In der Arbeit geht es momtan. Ich arbeite ja in einem Verkauf. Momentan bei einem Bäcker. Leider ist es so, dass wir ab sofort Nachmittag immer alleine im Laden sind. Das heißt ich muss alles alleine machen. Kunden bedienen, aufräumen, abspühlen. Am Abend alles ausräumen, Boden und Theke wischen , Abrechnung machen usw... Und da bekomme ich Probleme. Sobald ich weiß eine Kollegin ist da klappt alles. Nur sobald ich alleine bin bekomme ich " Panik". Weil ich bin dann ziemlich gestresst, da ich weiß dass ich das alles machen und nebenbei den Kunden bedienen muss. Es sind dann so viele Sachen in meinem Kopf. So dass ich mir einen inneren Druck aufbaue und ich dann gereizt werde. Ich hab schon versucht mich auf den Moment zu konzentrieren also nicht auf das zu schauen was ich alles machen muss sonder was ich gerade mache. Doch das ist echt schwer.
    Am Abend brauche ich auch immer länger wie die anderen meistens 1 Stunde bis das ich fertig werde. Ich verzettel mich dann in den Sachen und schaffe es nicht püntklich fertig zu werden. Und wie gesagt, wenn eine Kollegin da ist klappt es besser. Vielleicht weil ich weiß sie ist da und es läuft strukturierter ab.
    WIe geht es Euch damit sobald ihr Dinge alleine machen müsst? Fällt es Euch auch leichter, wenn jemand da ist der Euch "struktur gibt"?

    Mich würde auch mal allgemein interessieren ob ihr EUREN Job gefunden habt? Einen der Euch ausfüllt und ihn nicht nur macht weil ihr ihn machen müsst? Bei mir ist es momentan auch so, dass ich oft denke. Ich bin was mein Beruf betrifft irgendwie immer noch auf der Suche. Was ich schon alles angefangen und nicht zu Ende gebracht habe. Jetzt bin ich schon wieder am schauen, dass ich wo anderes hinkommen, weil es mir da nicht gefällt. Ich würde so gerne was kreatives machen. Nur leider bekomme ich keine Umschulung. Das zumindest zum damaligen Zeitpunkt so. Ich hab mich da mal beim Arbeitsamt informiert. Ohne das ich etwas von meiner Panikstörung usw und evtl ADS erzählt habe. Das Amt meine sie zahlen mir nichts. Weil ich ja die Ausbildung zum Verkäufer habe und da gibt es Jobs.
    Und jedesmal wenn ich mich wo anders bewerbe ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen werde kommt immer die gleiche Frage: Warum haben sie so oft gewechselt? Ich weiß schon gar nicht mehr was ich darauf sagen soll und es ist mir echt unangenehm. Ich kann auch die Seite des Arbeitgebers verstehen warum er das frägt. Ich glaube es ist von seiner Seite aus schwierig jemanden einzustellen der schon so viele Ausbildungen und Jobs angefangen aber nie zu Ende gebracht hat
    Das längte was ich mal bei einem Arbeitgeber am Stück ausgehalten habe waren knapp 3 Jahre. Und dann hat mir wieder was nicht gepasst oder ich hatte das Gefühl, das ist es nicht und bin dann gegangen oder ich wurde gekündigt. Ich bin auch nicht sehr belastbar. Sobald es mal streissige Phasen in der Arbeit gab war ich krank bzw fühlte mich sehr überfordert.

    Nun bin ich 33 und immer noch auf der Suche nach meinen beruflichen Weg. Wenn ich denke eine gute Freundin von mir hat ihren Meister gemacht. Sie steht voll im Berufsleben. Es freut mich sehr für sie! Nur dann werde ich traurig , weil ich mir oft denke. Ich würde auch gerne mehr machen. Ich hätte auch mehr erreichen können. Denn laut IQ den ich damals beim Psychologen machen musste habe ich eine gutes bis teilweise überdurchschnittliches Ergebnis. Nur habe seit Kindheit immer das Gefühl egal was ich in meinem Leben gemacht habe sei es in der Schule oder privat. Es ist mir nichts in schoß gefallen. Ich hab mich IMMER mehr als die anderen anstregen müssen und war oft hintern dran. Ich war zwar sehr ehrgeizig und fleißig nur es kam manchmal nie was dabei rum. Meine Mittlere Reife habe ich auch mit ziemlich viel Ehrgeiz geschafft, weil ich mich auf einmal so reingehängt habe. Obwohl die Lehrer damals der Meinung waren ich schaffe nicht mal den Hauptschulabschluss.
    Ich will jetzt auch nicht mehr so viel jammern und froh sein dass ich einen Job habe. Nur manchmal kommt mir der Gedanke. Was wäre gewesen wenn man ADS eher gestellt hätte? Ich weiß zwar nicht ob ich es habe. Doch seitdem ich das Buch von Neuy-Bartmann über ADS gelesen habe wurde mir einiges klar. Es war das erstemal das ich ein Buch in 5 Stunden ganz gelesen hatte. Und ich erkannte mich in fast allen Sachen was da drin stand wieder. Jetzt bleibt nur abzuwarten welche Diagnose die Ärztin nächste Woche stellt. Und wenn es ADS ist kann ich endlich einen Weg einschlagen und werde schauen welche Therapiemöglichkeiten ausser der medikamentösen es noch gibt.

    Um wieder auf des Thema Beruf zurück zu kommen. . Wie geht es Euch damit ? Habt ihr Euren Weg gefunden? Wie geht das Arbeitsumfeld mit der Art anders zu sein bei euch um? Stösst ihr auf Verständis oder ist es wie bei mir manchmal das die Kollegen von Euch genervt sind? Habt es eigentlich Euren Arbeitgeber erzählt? Arbeitet ihr lieber alleine oder mit jemanden zusammen?

    Ich freu mich wenn ich jemand Lust hat sich hier mit mir auszutauschen. Ich wünsch Euch einen schönen sonnigen Sonntag!

    Bis Bald..

    Jaimi

  9. #19
    Ahornsirup

    Gast

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Jaimi84 schreibt:
    Guten morgen zusammen


    Mich würde auch mal allgemein interessieren ob ihr EUREN Job gefunden habt? Einen der Euch ausfüllt und ihn nicht nur macht weil ihr ihn machen müsst?
    Jain. Ich arbeite auf MEINEN Job hin. Ich weiß was ich will und ich würde verdammt glücklich sein, wenn ich darin wirklich mal arbeiten kann. Aber es ist kein Job, den man so einfach kriegt.
    Die Konkurrenz ist groß, man muss gut organisiert sein, Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten haben und gut im Networking sein.
    Das sind alles Dinge, die mich eher daran Zweifeln lassen, ob das wohl mal was wird.
    Aber - ich KANN einfach nicht in Bereichen arbeiten, die ich nicht mag. Ich weiß nicht, ob das son ADHS-Ding ist.

    Es gibt noch einen Job, in dem aber immer ganz gerne gearbeitet habe, nämlich Barkeeping. Keine Ahnung, warum, aber das macht mir echt Spaß. Man hat viel zu tun, kann kreativ arbeiten, muss aber nicht die ganze Zeit übertrieben freundlich zu allen sein. Wenn das mit dem Traumjob nichts wird, dann waer das was, mit dem ich OKAY wäre.
    Und das ist auch nicht schlecht.


    Jaimi84 schreibt:
    Nun bin ich 33 und immer noch auf der Suche nach meinen beruflichen Weg. Wenn ich denke eine gute Freundin von mir hat ihren Meister gemacht. Sie steht voll im Berufsleben. Es freut mich sehr für sie! Nur dann werde ich traurig , weil ich mir oft denke. Ich würde auch gerne mehr machen.
    Mir geht es ähnlich und ich glaube vielen anderen auch. 28, immer noch Bachelorstudentin, die sind alle schon gefühlt viel weiter.
    Ich fühl mich deswegen auch oft ziemlich scheiße, vorallem je näher die 30 rückt. Ich dachte früher immer, ich wäre da schon viel weiter in meinem Leben.. =/

  10. #20
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.138

    AW: Wie geht es Euch im Alltag?

    Hallo,

    Der Alltag schaffe ich irgendwie, einigenmassen... Es gibt Aufgaben wie putzen, Wäsche Einkaufen, mache ich regelmässig und muss mich wenig schieben dazu... Aufräumen geht je nach Stimmung, im Moment besser und manche anderen schiebe ich lieber aus...

    Bei der Arbeit habe ich sehr oft gewechselt, sehr oft der Job verloren und in vielen Bereich gearbeitet, aber irgendwie gab immer etwas dass nicht ging... Meine Langsamkeit war oft ein Problem und auch die Flüchtigkeitsfehler...

    Seit bald 2 Jahren habe ich ein Job der mich wirklich gefällt in ein Team der mit meine Schwächen umgehen kann... Ich arbeite auf eine Biobauernhof und bin bei die Gemüsen. Es ist sehr abwechselungsreich (je nach Wetter und Jahrezeiten auch), oft körperlich und ich liebe ehe die Natur... Ich finde schön draussen zu sein auf der Feld und die Vögel zu hören... Ich merke auch immer wieder dass ich anders bin als meine Kolleguen und oft bin ich auch überfordert. Aber sie sind nett und mögen mich, ich merke es...

    Meine Diagnose habe ich seit bals 10 Jahren und es hat sich seit dem sehr viel verändert und verbessern. Vor alle, ich kann immer besser zu mich stehen und mich so mögen wie ich bin. Ich nerve mich nicht mehr um meine Langsamkeit und Ablenkbarkeit, weil ich meine Reizoffenheit mag: Sie hat eine tolle Seite, ich merke oft was anderen nicht merken und es nützt auch.

    Mich nervt mich noch meine Stimmungschwankungen und dass ich heftig reagieren kann. Aber vor allem, weil es mein Umfeld rasch zu viel wird, auch wenn ich mich Mühe gebe. Aber oft, möchte nicht auch nicht immer verstecken wie es mich gerade geht...

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