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Diskutiere im Thema ADHS Diagnose erhalten, einige Fragen. im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 133

    ADHS Diagnose erhalten, einige Fragen.

    Hallo,

    ich habe gerade meine ADHS Diagnose erhalten, die Psychologin sagte mir das es eindeutig sei und erklärte mir wie es jetzt weitergehen wird. Sie wird einen Bericht schreiben der mir und meiner Hausärztin zugeschickt wird, darin wird Sie schreiben das Sie eine Behandlung mit Medikamenten und eine Psychotherapie für richtig empfindet, dieser Bericht wird in 2-4 Wochen fertig sein, sie erwähnte auch das Medikament Ritalin.

    Jetzt meine Fragen.

    1: Darf mein Hausarzt jetzt entscheiden welches Medikament ich bekommen soll?
    2: Übernimmt die Krankenkasse die kosten oder muss ich als Schüler alles selbst bezahlen?
    3: Wie ist das mit dem Autofahren?


    4: Leider habe ich eine komische Hausärztin, die gute kommt aus Griechenland und ist sehr konservativ, auch was sowas wie ADHS angeht, kann Sie mir eine Behandlung mit Medikamenten einfach verwehren?!

    Danke

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.739

    AW: ADHS Diagnose erhalten, einige Fragen.

    ME dürfen Psychologen keine Medikamente verschreiben.

    Du solltest dir also möglichst einen Facharzt suchen, der Ahnung von AD(H)S hat und der die Diagnostik deiner Psychologin anerkennt. Dafür wäre es gut, wenn du diesen Bericht auch in eigenen Händen hättest.

    Du könntest deine Psychologin zB fragen, ob sie Ärzte kennt oder gar mit welchen zusammen arbeitet. UU besteht in manchen Praxen aufgrund eine Praxisgemeinschaft oä auch die Möglichkeit Medikamente und Therapie zu bekommen - auch wenn dann zumeist jedes Tätigkeitsfeld einem anderen Arzt / Therapeuten zugeordnet ist.

    Sinnvoll ist es auf jeden Fall sich einen Arzt mit Erfahrung zu suchen, der dich in der Einstellung begleitet, unterstützt und für dich ansprechbar ist bei Fragen oder Problemen.

    Wenn du nicht möchtest, dass deine Hausärztin einen Bericht bekommt, dann kannst und solltest du das ruhig ansprechen. Allerdings wirst du ihr später eine Medikamenteneinnahme nur bedingt verschweigen können, wenn sie dir zB andere Medikamente verschreiben möchte/muss/soll.

    Generell ist es eher so, dass der, der das Medikament verschreibt entscheidet, was du bekommst. Die Psychologin gibt da wohl eine Empfehlung. Bleib also ruhig offen und leg dich jetzt nicht darauf fest.

    Für einige Medikamente kommt die Krankenkasse auf und andere musst du selbst bezahlen. UU kann zuerst ein Medikament versucht werden, was Eigenleistung wäre, weil sich daran besser eine Einzeldosis festmachen lässt - wenn es um MPH (Wirkstoff) geht. Oft wird dann aber zu einem Medikament in Kassenleistung gegriffen zur "Langzeitbehandlung". Dennoch kommt es darauf an, ob und wie du es verträgst und wie es wirkt.

    Auch ein anderer Wirkstoff kommt immer wieder mal als Erstmedikament ins Rennen, wobei das dann Strattera heisst. Dieses wird in jeder Stärke von der Kasse getragen.

    Daneben gibt es noch andere Medikamente, die aber eher noch seltener als Erstmedikament verschrieben werden.

    Allen Medikamenten ist es jedoch gemein, dass du darauf eingestellt werden musst. Es muss also nicht nur das beste Medikament für dich gefunden werden, sondern auch noch die richtige Dosis oder Dosen - eben je nach Medikament.

    Nun bekommst du vermutlich langsam eine Ahnung, warum du dir einen vernünftigen Arzt mit Ahnung, Wissen und möglichst auch Erfahrung suchen solltest. Das musst du nämlich nicht alles auf deinen Schultern nehmen - dafür gibt es Hilfe.

    Das mit dem Autofahren ist umstritten - falls du ua das Fahren mit MPH meinst. Schaust du mal in die Suchfunktion.

    .

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 947

    AW: ADHS Diagnose erhalten, einige Fragen.

    sporty90 schreibt:
    ........

    ......4: Leider habe ich eine komische Hausärztin, die gute kommt aus Griechenland und ist sehr konservativ, auch was sowas wie ADHS angeht, kann Sie mir eine Behandlung mit Medikamenten einfach verwehren?!......
    Patienten und Arzt sollten ein gegenseitiges Vertrauen haben. Das scheint hier nicht so zu sein, womit es evtl. sinnvoll wäre einen neuen Arzt / tin zu suchen.

    Ein Hausarzt ist kein Psychater, von daher sollte der Hausarzt meines Wissens nur die Medikamente verschreiben die der Psychater bescheinigt (was diesen Bereich angeht). Jedenfalls war es bei mir der Fall - was ja auch logisch ist.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.392

    AW: ADHS Diagnose erhalten, einige Fragen.

    Kann durchaus sein dass ein Hausarzt, nach der Empfehlung durch den Psychiater (ich vermute hier die übliche Begriffsverwirrung), auch die Medikamenteneinstellung vornimmt.

    Aber dann sollte dieser (oder diese) damit auch Erfahrung haben oder sich wenigstens darin einarbeiten. Da muss man Glück haben, und zwingen kann man seinen Arzt schon gar nicht. Aber wir haben ja freie Arztwahl. Besser du nimmst einen Facharzt (einschließlich weibliche Form), und auch die sind teils unwillig. Das hat mit dem Herkunftsland ganz wenig zu tun.

    Meine Hausärztin hat keine Ahnung von Ritalin und das gibt sie auch zu, schreibt aber die Medikamente in der Stärke auf, wie es mir mein Facharzt im Bericht aufzählt. Und mindestens alle 3 Jahre möchte sie von ihm einen neuen Bericht.

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 133

    AW: ADHS Diagnose erhalten, einige Fragen.

    Ich machte den ADHS Test in einer speziellen Klinik in Münster, allerdings war die Frau die mich testete keine Psychiaterin sondern Psychologin, sie schreibt einen Bericht wo sie aufzählt was mir ihrer Meinung nach helfen würde, damit soll ich dann zu meiner Hausärztin oder mir einen Arzt meiner Wahl suchen, ihre Worte.

    Wie kann ich das jetzt verstehen? Also schreibt die Psychologin jetzt in ihrem Bericht eine Medikamenten Empfehlung woran sich der Arzt halten kann, aber nicht muss? Bin gerade ein wenig überfordert wie es jetzt weitergehen wird und was ich machen muss.
    Geändert von sporty90 ( 7.03.2017 um 22:07 Uhr)

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.739

    AW: ADHS Diagnose erhalten, einige Fragen.

    Wenn der Arzt die Diagnostik so übernimmt, dann stehen ihm mehrere Medikamente zur AD(H)S-Behandlung zur Verfügung, die er dir verschreiben kann.

    Das wären im Allgemeinen mit dem Wirkstoff MPH eine unretadierte (Medikinet*) oder eine retadierte Form (Ritalin LA* oder Medikinet adult*).

    Der Arzt ist nicht unbedingt an den Bericht deiner Psychologin gebunden, kann die dortigen Informationen aber durchaus übernehmen. Im Normalfall sollte er dich noch einmal selbst einschätzen und dann entscheiden. Immerhin ist es in seiner Verantwortung und hoffentlich zu deinem Besten.

    Davor solltest du aber keine Angst haben. Nach meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass es manchmal anders kommt, als man denkt und das Ergebnis mehr als gut sein kann.

    Ein Vorschlag wäre, dass du dir einen Facharzt möglichst in deiner Nähe suchst, der mit dir eine Medikamenteneinstellung macht und dich ggf später auch medikamentös betreuen kann. Adr. kannst evtl über eine örtliche SHG oder auch hier über das Forum bekommen.

    Gleichzeitig solltest du dich nach einem Therapeuten in der Nähe umsehen, der wirklich auch über AD(H)S Bescheid weiss und da Erfahrung hat. Adr. evtl wie oben. Normalerweise dauert es eh etwas, bis man einen Termin bekommt.

    * soweit ich jetzt weiss - Ihr dürft mich gerne verbessern.

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 133

    AW: ADHS Diagnose erhalten, einige Fragen.

    @ChaosQueeny: Also währe es das beste, mir einen Psychiater aufzusuchen?! Werde ich dann machen, ich glaube nicht das meine Hausärztin dafür die richtige ist, möchte auch mal kurz beschreiben warum.

    Ich brauchte eine Überweisung, erklärte ihr meinen Verdacht und das ich mich auf ADHS testen lassen möchte, ihre Antwort war " Sie sind wahrscheinlich einfach nur müde, einfach mal früher schlafen gehen", dabei verdrehte Sie die Augen.

    Wenn ein Arzt so über ADHS denkt kann das nur schiefgehen.

    Noch eine Frage, ich habe manchmal gelesen das die Wirkung von Ritalin nach einiger Zeit der Einnahme nachlässt, stimmt das wirklich?
    Geändert von sporty90 ( 8.03.2017 um 10:48 Uhr)

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: ADHS Diagnose erhalten, einige Fragen.

    Hallo sporty!

    Normalerweise dürfen in Deutschland nur spezialisierte Ärzte das MPH verschreiben, weil es ein Rezept für ein Medikament ist, dass unter das Betäubungsmittelgesetz fällt und daher nicht einfach mal so vom Hausarzt rausgegeben werden darf. Ich glaube, nicht mal jeder Psychiater darf das einfach mal so, will mich da aber nicht festlegen..
    Es besteht aber die Möglichkeit dass der behandelnde Psychiater evtl. dem Hausarzt die Berechtigung (weiß gerade nicht, wie ich es anders nennen soll) erteilt, dass du die Rezepte von ihm erhalten darfst.
    Zum Eindosieren, würde ich aber auf jeden Fall einen erfahrenen Arzt suchen, damit du gut beraten wirst und unter ordentlicher Begleitung stehst. Wer dann späterdie weitere medikamntöse Behandlung übernimmt, wenn du fertig eindosiert bist, ist dann noch mal überlegenswert, wenn es dafür Gründe gibt (Anfahrt zum Psychiater zu weit z.B.).
    Ohne Hausarzt kam ich abe rtrotzdem nicht aus, weil ich im vorfeld auch körperliche Untersuchungen wie EKG und Herzultraschall durchführen lassen musste und auch ständig die Blutwerte überprüft bekam. Inzwischen passiert dass nur noch alle 3 Monate, die Blutabnahmen meine ich damit.

    Meine Psychiaterin sagte mir, dass Autofahren unter MPH bei Betroffenen sicherer ist, aber ich soll immer eine Copie des Rezeptes dabei haben, falls es bei einer Kontrolle zu Schwierigkeiten kommen sollte und habe auch jetzt eine Bescheinigung erhalten, weil ich demnächst ins europäische Ausland fahre, dass ich das Medikinet adult aus medizinischen Gründen nehmen muss.
    Als ich ihr sagte, ich könnte es für die Woche auch mal aussetzen, war sie davon nicht so begeistert, gerade weil es mir beim Fahren und Konzentrieren gut hilft.

    Ich nehme meine Medikamente seit einem halben Jahr ungefähr und merke keinen Wirkungsabfall, im Gegenteil, ich selber habe mich entschlossen, die erlaubte Dosis nicht auszunutzen, weil es mir für den Nachmittag manchmal zu viel erscheint. Da schaue ich einfach, was ich vorhabe und ob es passend ist, noch mal nachzulegen. Das ist auch mit der Ärztin so abgesprochen.
    Aber das kann ja bei jedem anders sein.

    LG lillith

  9. #9
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 133

    AW: ADHS Diagnose erhalten, einige Fragen.

    Danke für deine Antwort, wie lange bleibt der Wirkstoff denn Im Blut? Bin nämlich auch viel und gerne am reisen und würde das MPH während meinen Reisen nicht nehmen wollen, wie lange ist das MPH nachweisbar so das es im Ausland ( Autofahrt ) zu Problemen kommen könnte ?

    Ich habe mich heute beim Psychiater gemeldet und einen Termin für den 28.3 bekommen, die Frau am Telefon sagte mir das das Einstellen kein Problem sei und der Arzt Erfahrung hätte.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.392

    AW: ADHS Diagnose erhalten, einige Fragen.

    sporty90 schreibt:
    Wenn ein Arzt so über ADHS denkt kann das nur schiefgehen.
    Ja, aber das betrifft sehr viele Ärzte (und noch mehr Nicht-Ärzte) und nicht nur welche mit Migrationshintergrund.

    Noch eine Frage, ich habe manchmal gelesen das die Wirkung von Ritalin nach einiger Zeit der Einnahme nachlässt, stimmt das wirklich?
    Nein.

    Aber natürlich bemerken viele Betroffene nach einiger Zeit, dass Medis allein nicht in jeder Hinsicht genügen, dass man sich auch Strategien erarbeiten muss bspw. gegen die Aufschieberitis. Die Medis schaffen dafür die Voraussetzung, aber nehmen es einem nicht ab.

    Und dann ist klar, dass man sich an das Gute auch schnell gewöhnen kann.

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