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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 165

    Verdacht auf ADHS bei Verwandten

    Hallo meine Lieben

    In den letzten Monaten habe ich verschiedene Beobachtungen gemacht bei meinem Vater und Bruder. Meine Mutter hat unabhängig von meinen Beobachtungen auch ein paar Eigenheiten kundgetan.

    Es ist jetzt für mich schwierig die Symptome zu benennen, weil diese sehr persönlich sind und es ja nicht mich betrifft.

    Aber im Grunde geht es mir darum, dass diese Symptome ganz offensichtlich die Lebensqualität von meinem Bruder und Vater einschränken.

    Soll ich überhaupt und wenn ja wie, die ADHS Problematik ansprechen. Meine Familie weis, dass ich ein ADHSler bin. Aber offen gesprochen wird nicht darüber.

    Was soll ich tun? Habt ihr mir ein paar Tipps für den Umgang?

    Liebe Grüsse Snoopy

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 180

    AW: Verdacht auf ADHS bei Verwandten

    Snoopy schreibt:
    Hallo meine Lieben

    In den letzten Monaten habe ich verschiedene Beobachtungen gemacht bei meinem Vater und Bruder. Meine Mutter hat unabhängig von meinen Beobachtungen auch ein paar Eigenheiten kundgetan.

    Es ist jetzt für mich schwierig die Symptome zu benennen, weil diese sehr persönlich sind und es ja nicht mich betrifft.

    Aber im Grunde geht es mir darum, dass diese Symptome ganz offensichtlich die Lebensqualität von meinem Bruder und Vater einschränken.

    Soll ich überhaupt und wenn ja wie, die ADHS Problematik ansprechen. Meine Familie weis, dass ich ein ADHSler bin. Aber offen gesprochen wird nicht darüber.

    Was soll ich tun? Habt ihr mir ein paar Tipps für den Umgang?

    Liebe Grüsse Snoopy
    Das gleiche "Problem" hab ich auch. Bei mir ist es mein Papa, der ganz offensichtlich ads hat. Aber er ist ü70 und nimmt so viele Medikamente, da will ich ihn nicht zu noch einem Medikament "verhelfen". Also lass ich ihn damit in Ruhe. Er scheint klarzukommen.


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  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: Verdacht auf ADHS bei Verwandten

    Bei mir ist es ähnlich. Ich denke aber, es ist schwierig mit anderen darüber zu sprechen, besonders wenn sie mit psychischen Dingen nichts am Hut haben wollen.
    @ Snoppy
    Denke du solltest dich da ganz vorsichtig herantasten und erst einmal prüfen, wie überhaupt die Reaktion dann von deinem Gegenüber ist.
    Drücke dir die Daumen, das es klappt.

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 952

    AW: Verdacht auf ADHS bei Verwandten

    Wie ist euer Verhältnis.. wenn Du zu ihnen ein inniges hast, dann würde ich das auch direkt ansprechen und Du darfst nur nicht enttäuscht sein, wenn sie es ablehnen oder nicht darauf eingehen werden.

    Je schlechter Euer Verhältnis ist, umso vorsichtiger würde ich es ansprechen. Letztendlich werden sie dann nur dann offen dafür sein, wenn sie es selber schon als Problem erkannt haben und nach Lösung suchen. Auch nehmen sie das vielleicht auch garnicht so als Problem war.. also gerade Dein Vater hat vielleicht schon das halbe Leben hinter sich und kam damit gut durch . Und eventuell leidet ihr eher - als engere Familie - unter seinen Problemen.

    Letztendlich mußt Du bedenken, dass sie sich so vollkommen in Ordnung finden wie sie sind (eben als besondere Charaktereigenschaft sehen) und sich vielleicht angegriffen fühlen werden, wenn Du ihn dann mit ADS kommst, also ihnen erzählen willst, dass es eine Störung ist...

    Du kannst es mal so nebenbei erwähnen und schauen wie sie reagieren. Ansonsten würde ich sie nur direkt darauf auf Probleme ansprechen, wenn diese auftreten. Also wenn einer erzählt er hat ständig das Problem und weiß nicht, was er dagegen machen soll... oder mal so beiläufig ala " dass Dir X schwerfällt könnte auch liegen an..".


    Weiterin fällt mir noch dazu ein.. wie nimmt Dich Deine Familie und Deine ADS bedingten Probleme war? Sieht sie Dich eher als Problemkind? Oder sieht eher nicht Deine Probleme und Du bist eher Vorzeigekind und sind eher verwundert, dass Du auf einmal mit einer Diagnose ankommst?

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 165

    AW: Verdacht auf ADHS bei Verwandten

    Vielen lieben Dank Rina Oka. Deine Antwort hilft mir sehr.

    Du stellst die Fragen, die mir nicht in den Sinn kamen.

    Ich werde mir überlegen welche Strategie ich anwenden werde......

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 515

    AW: Verdacht auf ADHS bei Verwandten

    Ich kann mich dem bereits gesagten nur anschliessen.

    In meiner Familie sind höchstwahrscheinlich fast alle von ADHS betroffen.

    Ich selbst bin fast 50 und habe mehr oder weniger durch Zufall von meinem ADHS erfahren.

    Ich suchte wegen Depressionen Psychologische Hilfe und dabei kam mein ADHS ans Licht.

    In meiner Familie, Eltern und Bruder sind aber alle bis heute "ohne" Diagnose durchs Leben gegangen.

    Natürlich existieren in der Vergangenheit und bis heute ADHS bedingte Probleme in meiner Familie.

    Ich habe meiner Familie zwar mitgeteilt, dass bei mir höchstwahrscheinlich ADHS vorliegt, werde sie aber in Ruhe lassen und nicht dazu drängen eine ADHS Abklärung vorzunehmen.

    Zum einen weil alle eine ablehnende Haltung zu so "Psycho Kram" haben, zum anderen weil sie sich selbst nie in Frage gestellt haben und sich selbst nicht so wahr nehmen , als sei mit ihnen nicht alles in Ordnung. Wenn es Probleme gibt, sind sowieso immer andere daran schuld.

    Und das obwohl zum Beispiel Mein Vater und mein Bruder durchaus "sehr" stark von ADHS betroffen sind.

    Ich habe aber für mich selbst entschieden , dass ich ADHS verstehen will, mich selbst besser verstehen will und eine Verbesserung vornehmen will.

    Deshalb werde ich die Abklärung durchführen und alles erdenkliche was für mich möglich ist tun, um vielleicht den Rest meines Lebens so verbringen zu können, dass ich nicht mehr vollständig meinen Gefühlen ausgeliefert bin , vielleicht mal eine angefangene Sache zu enden bringen kann , mich meine Impulsivität nicht mehr zum Ausrasten bringt usw. .

    Aber meine Familie noch zu einer Änderung, Besserung, Einsicht oder ähnlichem zu bringen, dass habe ich schon lange aufgegeben.

    Natürlich ist das nicht überall gleich, Deine Wunsch, Deine gut gemeinten Gedanken, kann ich gut verstehen. Aber sei nicht enttäuscht wenn Du vielleicht in Deiner Familie keinen Anklang findest. Ich glaube am wichtigsten ist in diesem Moment, dass man auch endlich in seinem Leben, bei aller Familien Liebe in Ehren, auch mal an sich denkt, sich selbst hilft.

    Lieber Gruss
    yuna

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 226

    AW: Verdacht auf ADHS bei Verwandten

    Ich kann mich dem nur anschliessen. Meiner Meinungen nach fühlen sich ADHSler sehr schnell fremdbestimmt und reagieren je nach Ausprägung sogar verletzend. Ich habe diese Erfahrung bei meinem Mann gemacht als ich ihn vor kurzem darauf angesprochen habe. Ich lasse dieses Thema vorerst mal, solange er kein Leidensdruck hat. Auch wenn ich immer wieder darunter zu leiden habe. Auf der anderen Seite sind wir schon sehr lange zusammen, er hat auch ganz viele guten Seiten und ich kenne ihn nicht anders. Langweilig wird es aber nie, irgend etwas ist immer.

    Auch nicht hilfreich ist was immer wieder in den Medien zu lesen ist. Da sind ganz viele falschen Meinungen und Vorurteile vorhanden.

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 165

    AW: Verdacht auf ADHS bei Verwandten

    Danke für eure Ratschläge. Das war sehr hilfreich für mich.

    Ich werde das Thema ADHS nicht direkt bei meinem Vater und Bruder ansprechen. Aber wenn sie Bemerkungen machen, dass dies oder jenes schwierig sei für sie, probiere ich mit meinem Hintergrundwissen zu helfen. Ich kann ihnen ja auch Ratschläge geben ohne ADHS in den Mund zu nehmen.

    Wenn sie mir aber konkret Fragen stellen, kann ich ja auch offen sein. Aber ich denke, dass ich mit meiner Mutter mal unter Vier Augen sprechen werde, über das Thema ADHS allgemein und über die Zusammenhänge mit ihren Beobachtungen.

    Das bin ich ihr irgendwie schuldig. Sie hat so viel für mich getan seit ich auf der Welt bin, jetzt kann ich auch mal etwas für sie tun. Ich denke, dass es für sie auch eine Entlastung geben wird, wenn sie von mir eine andere Sichtweise kennen lernt. Vielleicht relativiert sich dann auch einiges für sie.

    Wir werden sehen......

    Hej, aber alleine schon zu sehen, dass es einigen hier genau gleich ergeht wie mir, ist schon eine riesen Erleichterung.

    Danke DANKE!

  9. #9
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Verdacht auf ADHS bei Verwandten

    Hi.
    Ich habe es auch bei meinem Vater gesehen.
    Da ich ein direkter Mensch bin habe ich das Thema gleich bei der nächst besten Situation angesprochen.
    Er hat auch schon die Vermutung gehabt aber er möchte einfach nicht mehr in seinem alter zum Psychologen. Weil er einfach zu viele andere Krankheiten hat und mit vielen Tabletten kämpft.

    Aber ich muss sagen wenn es um Freunde oder Bekannte geht bin ich mehr zurück haltend. Ich versuche dann wenn man unter 4 Augen ist das Thema vorsichtig anzusprechen aber beende es auch sofort wenn ich merke die Person möchte nicht. Also bohre nicht mehr nach.

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