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Diskutiere im Thema Das Gefühl, als Person verboten zu sein im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 238

    Das Gefühl, als Person verboten zu sein

    Liebe Forumsleute,

    durch meine Prokrastination komme ich oft wichtigen Verpflichtungen nicht nach und erledige auch wichtige übernommene Aufgaben nicht rechtzeitig und ausreichend.
    Das führt zu einem schlimmen schlechten Gewissen. Soweit ich Informationen über Prokrastination finde geht es anderen Leuten damit nicht anders.

    Nun habe ich schon sehr sehr oft gelesen und auch gehört, ADHS dürfe ich nicht als Ausrede missbrauchen. Ich sei also verantwortlich für mein Fehlverhalten.
    Das führt nun verbunden mit dem erleben, meine Prokrastination nicht besiegen zu können zu dem starken Gefühl, als Person verboten zu sein und kein Recht zu haben zu leben.
    Ich habe das Gefühl, dass ich es beim besten Willen einfach nicht kann, meine Pflichten zumindest in ausreichendem Maße zu erfüllen.
    Wenn es stimmen sollte, dass ich es nicht kann und wenn es trotzdem stimmen sollte, dass ich dennoch verantwortlich dafür bin, dann kann ich daraus nur schließen, als Person verboten zu sein, unerlaubt eben.

    Verantwortung als Konzept setzt Handlungsfreiheit voraus. Für mich passt das alles nicht zusammen.
    Also entweder KANN ich an meiner Prokrastination echt etwas ändern, dann bin ich auch verantworlich, oder ich kann es eben nicht, aber dann bin ich nicht verantwortlich.
    Es heißt oft, dass schwere Prokrastination aus eigener Kraft nicht mehr in den Griff zu bringen sei und man solle professionelle Hilfe holen. Das habe ich schon vor langer Zeit gemacht und obwohl ich damit mehrfach abgewiesen wurde war ich so hartnäckig, dass ich nun doch die ADHS-Diagnose habe, Medikamente leider ohne Erfolg ausprobiert habe und die zweite Psychotherapie mache, ohne entsprechenden Erfolg zu sehen.
    Mit Coaching habe ich es auch versucht und das nicht nur für kurze Zeit.
    Ich halte das nicht gut aus, diese Verantwortung, ohne das Erleben von entsprechender Handlungsfreiheit. Ich empflinde das als Entwertung, als ein Verbot meiner Person.

    Ich will endlich einen Weg finden, mich zumindest ausreichend moralisch richtig zu verhalten. Was ist das für eine Moral, der ich einfach nicht gerecht werden kann und was hilft dabei? Wo ist der Ausweg? Wenn es stimmt, dass ich auch mit ADHS verantwortlich bin für mein Fehlverhalten, dann muss ich doch auch etwas tun können, um mich künftig richtig zu verhalten.

    Jetzt habe ich keine Zeit mehr. Es ist schon 7:30 Uhr.

    Viele Grüße!

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 453

    AW: Das Gefühl, als Person verboten zu sein

    Momentan kann ich Dir darauf keine gescheite Antwort liefern ,

    ich fühle mich derzeit ziemlich beschissen, ich habe auch das Gefühl im Leben versagt zu haben. Zur Zeit bricht mein ganzes vergangenes Leben über mich herein.

    Bin nur noch am Grübeln, drehe mich im Kreis, finde aber keine befriedigenden Antworten, das ist bei mir derzeit höchstwahrscheinlich eine Depression.

    Ich bin jetzt bald 50 , habe mich irgendwie durch's Leben gekämpft, mal besser, mal schlechter, wobei zweiteres Überwiegt.

    Ohne einen blassen schimmer von ADHS/ADS zu haben, geschweige denn, dass ich jemals auf die Idee gekommen wäre, dass ich tatsächlich ADHS/ADS haben könnte.

    Derzeit habe ich immerhin mal die Verdachts Diagnose ADS ohne Hyperaktivität und ausserdem Depression. Bin noch in der Abklärungsphase bei einer ADS Spezialistin.

    Die Abklärung zieht sich "ewig" in die Länge, und langsam aber sicher bin ich immer mehr am verzweifeln, wegen meiner Depression, die sich seither verstärkt hat, breche ich manchmal ohne Grund in Tränen aus. Nein, ich bin eigentlich derzeit nicht in der Lage Dir eine passende oder gescheite Antwort zu liefern.

    Trotzdem hat mich Deine Schilderung sehr angesprochen, weil auch ich das Gefühl habe nicht's geregelt zu bekommen, auf der Stelle zu treten. Im Gegensatz zu Dir bin ich zum ersten mal in Psychologischer Behandlung, weil mich mein Leben , jetzt mit bald 50 eingeholt hat und ich fast unter der Last zerbreche.

    In den geschilderten Symptomen von ADS kann ich mich selbst total extrem wiedererkennen, es ist für mich seither als halte mir zum ersten mal in meinem Leben jemand den Spiegel vor's Gesicht. Ich selbst hoffe deshalb das die Diagnose und entsprechende Medikamente Besserung und eine positive Veränderung in mein Leben bringt.

    Nun bin ich gerade wieder entmutigt, da Du schreibst, dass Dir weder Therapie noch Medikamente wirklich geholfen haben.

    Verzeih mir bitte meine starke Emotionalität, aber auch dies bestimmt schon mein ganzes Leben, wie soviele andere ADS "typischen" Merkmale die ich jetzt nicht alle aufzählen kann.

    Hier im Forum dabei zu sein ist für mich ein echter Segen, weil ich so viel neues erfahre, die verschiedensten Meinungen und eigene Erlebnisse von anderen Betroffenen lesen kann, vieles das mir hilft und das mich nachdenklich stimmt in mir aufnehmen kann.

    Ich hoffe für Dich das auch Du für Deine Fragen Antworten findest und wieder ein Silberstreif am Horizont auftaucht. Das alles zum Guten wendet.

    Lieber Gruss
    yuna

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 176

    AW: Das Gefühl, als Person verboten zu sein

    yuna schreibt:
    Momentan kann ich Dir darauf keine gescheite Antwort liefern ,

    ich fühle mich derzeit ziemlich beschissen, ich habe auch das Gefühl im Leben versagt zu haben. Zur Zeit bricht mein ganzes vergangenes Leben über mich herein.

    Bin nur noch am Grübeln, drehe mich im Kreis, finde aber keine befriedigenden Antworten, das ist bei mir derzeit höchstwahrscheinlich eine Depression.

    Ich bin jetzt bald 50 , habe mich irgendwie durch's Leben gekämpft, mal besser, mal schlechter, wobei zweiteres Überwiegt.

    Ohne einen blassen schimmer von ADHS/ADS zu haben, geschweige denn, dass ich jemals auf die Idee gekommen wäre, dass ich tatsächlich ADHS/ADS haben könnte.

    Derzeit habe ich immerhin mal die Verdachts Diagnose ADS ohne Hyperaktivität und ausserdem Depression. Bin noch in der Abklärungsphase bei einer ADS Spezialistin.

    Die Abklärung zieht sich "ewig" in die Länge, und langsam aber sicher bin ich immer mehr am verzweifeln, wegen meiner Depression, die sich seither verstärkt hat, breche ich manchmal ohne Grund in Tränen aus. Nein, ich bin eigentlich derzeit nicht in der Lage Dir eine passende oder gescheite Antwort zu liefern.

    Trotzdem hat mich Deine Schilderung sehr angesprochen, weil auch ich das Gefühl habe nicht's geregelt zu bekommen, auf der Stelle zu treten. Im Gegensatz zu Dir bin ich zum ersten mal in Psychologischer Behandlung, weil mich mein Leben , jetzt mit bald 50 eingeholt hat und ich fast unter der Last zerbreche.

    In den geschilderten Symptomen von ADS kann ich mich selbst total extrem wiedererkennen, es ist für mich seither als halte mir zum ersten mal in meinem Leben jemand den Spiegel vor's Gesicht. Ich selbst hoffe deshalb das die Diagnose und entsprechende Medikamente Besserung und eine positive Veränderung in mein Leben bringt.

    Nun bin ich gerade wieder entmutigt, da Du schreibst, dass Dir weder Therapie noch Medikamente wirklich geholfen haben.

    Verzeih mir bitte meine starke Emotionalität, aber auch dies bestimmt schon mein ganzes Leben, wie soviele andere ADS "typischen" Merkmale die ich jetzt nicht alle aufzählen kann.

    Hier im Forum dabei zu sein ist für mich ein echter Segen, weil ich so viel neues erfahre, die verschiedensten Meinungen und eigene Erlebnisse von anderen Betroffenen lesen kann, vieles das mir hilft und das mich nachdenklich stimmt in mir aufnehmen kann.

    Ich hoffe für Dich das auch Du für Deine Fragen Antworten findest und wieder ein Silberstreif am Horizont auftaucht. Das alles zum Guten wendet.

    Lieber Gruss
    yuna
    Liebe yuna,

    So ging es mir auch und die Tabletten wirken wirklich super. Halte dich lieber an mein Beispiel) wird schon. Kopf hoch😘


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  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 238

    AW: Das Gefühl, als Person verboten zu sein

    yuna schreibt:

    Nun bin ich gerade wieder entmutigt, da Du schreibst, dass Dir weder Therapie noch Medikamente wirklich geholfen haben.

    yuna
    Das tut mir leid. Ich habe aber schon von vielen Leuten gehört undE gelesen, denen es doch geholfen hat. Das heißt aber eben nicht, dass es allen hilft.
    Du bist ja nicht ich. Dir kann womöglich richtig gut helfen, was bei mir bisher noch keinen wirklichen Erfolg brachte.

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 101

    AW: Das Gefühl, als Person verboten zu sein

    Hallo Gianna!

    Meine Therapeutin sagt mir immer wieder mal: Was gerade nicht geht, geht eben nicht!

    Das heißt aber natürlich nicht, dass es dann auch so bleiben muß und ich denke, darin erklärt sich die Aussage mit der Verantwortung.

    Ich leide an etlichen Diagnosen und einige sind so, dass ich auch sagen könnte, da kann kann ich doch nichts für mein Verhalten. Das liegt an der Krankheit, dass ich es dass nicht anders machen kann. Soweit auch okay, aber, wenn ich mich darauf ausruhen würde, dann ist der Punkt für die Verantwortung erreicht. Denn die Entscheidung dran zu arbeiten oder nicht, habe ich schon, bei jeder Störung/Krankheit.
    Dass ich krank bin, dafür kann ich nichts, wenn ich nicht daran arbeite, Veränderung anstrebe, aber schon.
    Natürlich darf ich mich fürs aufgeben entscheiden, jedoch muss ich dann auch mit den Konsequenzen leben und dass andere meine Aufschieberitis nicht so toll finden.

    Nun hast du ja schon einiges versucht und du hast das Empfinden, dass es nicht wirklich geholfen hat. Dann war es vielleicht das Falsche.
    Welche Therapieformen hast du z.B. gewählt? Da gibt es dochso viel, oder vielleicht war der Therapeut schon nicht der richtige?
    Oder die Ziele waren zu groß, oder...!
    Welche Medikamente hast du schon ausprobiert, was meint der Arzt dazu, dass sie nicht anschlagen?
    Hast du schon mal an Neurofeedback gedacht und wie sieht es mit einem Ergotherapeuten aus, der auf ADHS spezialisiert ist?
    Da ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

    dass ich auch mit ADHS verantwortlich bin für mein Fehlverhalten,
    Das heißt, du bist nicht für das ADHS verantwortlich, aber schon dafür, wenn du mit ADHS Fehlverhalten zeigst und es nicht zu verändern versuchst.

    Wie würdest du es z.B. sehen, wenn jemand mit einer angeborenen Sehbehinderung Auto fährt und jemanden verletzt. Dann hat derjenige keine Verantwortung für seinen Sehfehler, aber schon dafür, dass er keine Brille trägt oder sich sonst wie unbehandelt hinters Steuer setzt, oder überhaupt Auto fährt.

    LG lillith

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 238

    AW: Das Gefühl, als Person verboten zu sein

    Hallo Lillith,
    vielen Dank für Deine Antwort.
    Ich bin schon mal nicht bereit aufzugeben. Das seh ich gar nicht ein.

    Deine Fragen dazu, was ich bereits an Therapie gemacht habe will ich hier nicht beantworten, habe aber für mich darüber nachgedacht. Klar, da ist nicht alles probiert.
    lillith schreibt:
    Hallo Gianna!
    Das heißt, du bist nicht für das ADHS verantwortlich, aber schon dafür, wenn du mit ADHS Fehlverhalten zeigst und es nicht zu verändern versuchst.
    Wie würdest du es z.B. sehen, wenn jemand mit einer angeborenen Sehbehinderung Auto fährt und jemanden verletzt. Dann hat derjenige keine Verantwortung für seinen Sehfehler, aber schon dafür, dass er keine Brille trägt oder sich sonst wie unbehandelt hinters Steuer setzt, oder überhaupt Auto fährt.
    LG lillith
    Ich versuche mein Fehlverhalten zu ändern, aber habe es noch nicht geschafft. Im Gegenteil: Es wird immer immer schlimmer.

    Was den Vergleich mit dem Sehfehler betrifft, so ist der ganz gut. Ich habe praktisch ständig den Eindruck, dazu gezwungen zu sein, ohne Brille mit Sehfehler Auto fahren zu müssen. Nicht mehr ohne Sehfehler Auto zu fahren ist mir nicht erlaubt. Natürlich darf ich auch nicht mit Sehfehler Autofahren. Und eine Brille gegen den Sehfehler habe ich probiert, die half aber nicht. Die Folge für mich: Unlösbarer moralischer Konflikt. Ich MUSS mich falsch verhalten, solange ich keinen Ausweg finde den ich seit Jahren beständig suche ohne jegliche Bereitschaft, aufzugeben, obwohl das irrsinnig doof erscheint, ständig weiter etwas zu versuchen, was jahrelang nicht geklappt hat.

    Kokret heißt das: Ich darf nicht aufhören zu Arbeiten, weil das viel kaputt machte. Ich darf auch nicht weiter Arbeiten, weil das viel kaputt macht, solange ich die Prokrastination nicht in den Griff bekomme.
    Ich darf also nicht leben. Sterben darf ich auch nicht, das wäre moralisch betrachtet auch sehr schlimm und überhaupt sähe ich das auch kein Stück ein. Hier gibts kein sozialverträgliches Frühableben und außerdem wäre das nicht sozialverträglich sondern sozialschädlich. Da gibt es einige Leute, denen sehr viel daran liegt, dass ich noch lange weiter lebe. Ich selbst gehöre ganz entschieden dazu aber es sind eben noch viel mehr Leute, denen das schadete, wenn ich nicht mehr da wäre.

    Darum bleibt mir im Moment nur: Arbeiten, Prokrastinieren, anderen Schaden zufügen.
    Ich halts nicht mehr aus.

    Mir fallen schon ständig Ideen ein, was ich machen könnte. Teilumsetzen konnte ich auch manches für einige Zeit. Es hat nur nie etwas wirklich geklappt. Ich weiß gar nicht wie es kommt, aber irgendwie habe ich eine Tendenz, einfach nicht aufgeben zu können, so sinnlos es auch erscheint wenn etwas jahrelang nicht klappt.
    Ich suche wie irre für mich einen Weg zu einer Arbeit zu kommen, bei der ich nichts kaputt mache sondern etwas mache, was für andere hilfreich ist obwohl ich ich bin. Das Problem ist auch nicht einfach ADHS. Mit ADHS wird man nicht automatisch so wie ich. Es gibt viele, die mit ADHS nicht ständig anderen so viel schaden.
    Die Prokrastination ist ein ganz eigenes Problem glaube ich. Es hat wahrscheinlich ADHS als Ursache bei mir, aber ADHS allein macht das auch nicht. Sonst würden andere mit ADHS auch alle so sein wie ich. Das ist nicht so. Viele schaden anderen nicht so viel und haben auch ADHS.

    Das krasse ist auch: Ich bin kein Freizeitmensch und kein Langschläfer. Ich habe KEIN Problem damit jeden Tag um 4 Uhr aufzustehen, außer wenn ich vorher über längere Zeit zu wenig geschlafen habe und mein Körper einfach nicht mitspielt. Ich bin sehr wohl Anstrengungsbereit. Mir liegt nichts an viel Freizeit und ich brauche auch nicht viel. Ich kann mich längere Zeit konzentrieren und habe einen Hochschulabschluss, wenn auch einen sehr schlechten. Ich mache auch anstrengedes Zeug wenn ich prokrastiniere, nur nicht das, was ich unbedingt machen muss.
    Ich will einfach nicht arbeiten. Wenn ich bei googel eingebe: "Ich will nicht arbeiten" finde ich immer wieder dieses Lied wo es heißt: "Nein Mann, ich will nicht arbeiten. Ich will noch ein bißchen hartzen. Hätt ich Arbeit müsst ich früh aufstehen..."
    Ich denke mir dann immer wieder. Ja aber ich stehe doch früh auf verdammt. Ich mache das sogar freiwillig. Ich will einfach nicht arbeiten, weil ich meine Hirn nicht zwingen kann, zu denken, was es denken soll. Es denkt einfach was es denkt. Die Folge: Ich prokrastiniere.
    Nun muss ich wieder aufhören zu schreiben.

    Viele Grüße

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 238

    AW: Das Gefühl, als Person verboten zu sein

    lillith schreibt:
    Natürlich darf ich mich fürs aufgeben entscheiden, jedoch muss ich dann auch mit den Konsequenzen leben und dass andere meine Aufschieberitis nicht so toll finden.
    LG lillith
    Bei mir ist das anders: Wenn ich aufschiebe hat das negative Konsequenzen eben gerade nicht nur für mich. Das ist ja das schlimme. Ich mag verantwortlich dafür sein, aber die negativen Folgen treffen andere Leute, die absolut nichts dafür können. Es macht mir nichts, wenn die negativen Konsequenzen mich treffen. Aber leider würde es doch nur immer so sein, dass sie andere treffen.
    Mir könnte nicht viel passieren, jedenfalls nichts, was echt schlimm wäre. Man darf immer sein Existenzminimum pfändungsfrei behalten in Deutschland. Mehr Geld hatte ich eh nie.
    Dann kann man auch bei Straftaten allenfalls ins Gefängnis kommen. Man darf nicht gefoltert werden und Todesstrafe ist auch abgeschafft. Was soll mir schon passieren? Hier bin ich echt in Sicherheit, egal was ich mache. Eine wie ich kann gar nicht die Konsequenzen tragen. Das kann man nur, wenn man dafür genug Geld und Möglichkeiten hat.

    Jetzt baue ich auch scheiße. Ich schreibe hier obwohl ich nicht soll und längst aufhören muss.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.831

    AW: Das Gefühl, als Person verboten zu sein

    Was hast du denn effektiv für Lösungsansätze in der Therapie gegen die Prokrastination ausprobiert?

    Ehrlich gesagt sagst du zwar, du möchtest dich ändern, aber in all deinen Ausführungen liest man heraus, das du so wie es ist eigentlich auch ganz gut überlebst. Scheint dir irgendwo auch zu reichen. Ist da wirklich der Wille zur Änderung?

    Bist du auch bereit die Arschbacken so richtig zusammen zu kneifen um was zu ändern? Zu wie viel wärst du bereit? Siehst du überhaupt einen Sinn FÜR DICH in einer Änderung?


    Ich glaube bevor du wirr irgendwas anfängst, solltest du erstmal ganz ehrlich Bestand aufnehmen.

    Wichtig ist auch der genaue Grund oder Gründe der Prokrastination. Sind es Antriebsprobleme, ist es fehlende Sinnhaftigkeit, rebellisches Verhalten, Ablenkung, mangelnder Durchblick und Organisation, kein Durchhaltevermögen, Umgehen von unbequemen Dingen etc. Wenn man den Grund weiss, dann kann man auch viel besser dran arbeiten, wenn man möchte.

  9. #9
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 980

    AW: Das Gefühl, als Person verboten zu sein

    Gianna schreibt:
    Bei mir ist das anders: Wenn ich aufschiebe hat das negative Konsequenzen eben gerade nicht nur für mich. Das ist ja das schlimme. Ich mag verantwortlich dafür sein, aber die negativen Folgen treffen andere Leute, die absolut nichts dafür können. Es macht mir nichts, wenn die negativen Konsequenzen mich treffen. Aber leider würde es doch nur immer so sein, dass sie andere treffen.
    Mir könnte nicht viel passieren, jedenfalls nichts, was echt schlimm wäre. Man darf immer sein Existenzminimum pfändungsfrei behalten in Deutschland. Mehr Geld hatte ich eh nie.
    Dann kann man auch bei Straftaten allenfalls ins Gefängnis kommen. Man darf nicht gefoltert werden und Todesstrafe ist auch abgeschafft. Was soll mir schon passieren? Hier bin ich echt in Sicherheit, egal was ich mache. Eine wie ich kann gar nicht die Konsequenzen tragen. Das kann man nur, wenn man dafür genug Geld und Möglichkeiten hat.

    Jetzt baue ich auch scheiße. Ich schreibe hier obwohl ich nicht soll und längst aufhören muss.
    Mein ADHS und Co (einige) lassen mich zwar das Leben etwas "verwirrt" betrachten, da ich es nie wirklich verstanden habe und mich schon als Kind von dieser Gesellschaft / Menschen distanziert habe. Dennoch gab es für mich immer eine Regel: Niemals andere schädigen - selbst wenn es Ar....löcher waren. Ich bin sicherlich kein Engel oder ein Heiliger......dennoch kann ich mit guten Gewissen sagen, dass ich mein lebenlang immer ehrlich war und niemals einen Menschen geschädig habe. Dies könnte ich auch nie mit meine "Krankheit" entschuldigen.

    Ich muss aber zugeben, dass mir meine Ehrlichkeit und Co eher Nachteile eingebracht haben und viele Enttäuschungen

    Dafür kann ich aber relativ gut schlafen

  10. #10
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Das Gefühl, als Person verboten zu sein

    Hallo Gianna,

    ich würde das etwas anders formulieren. Nicht "du bist verantwortlich", sondern "du übernimmst die Verantwortung". Das machst du, um die Situationen möglichst positiv voranzubringen. Es wäre nicht gut, wenn dich die anderen (und auch du selbst) als das Opfer deiner Umstände sehen.

    Es ist definitiv möglich, Prokrastination in den Griff bekommen. Am besten ist es, wenn du dafür einen geeigneten Therapeuten findest. Das kann aber leider eine ziemliche Herausforderung sein.

    -Chenadrix

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