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Diskutiere im Thema Soziale Aspekte - Sicherheit und Wohlgefühl als Haupthebel beim AD(H)S im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.822

    AW: Soziale Aspekte - Sicherheit und Wohlgefühl als Haupthebel beim AD(H)S

    Darina schreibt:
    Ich hoffe, dass du keine Kinder hast.
    Was soll diese Aussage?

    Nein, ich habe keine Kinder, WEIL ich verantwortungsvoll bin, und schon sehr früh wusste, das ich Kindern aufgrund meiner Defizite nicht gerecht werden könnte und auch ein gewisses Risiko für vererbbare psychiatrische Erkrankungen in meiner Familie ist. Froh war ich darüber sicherlich nicht immer. Diese Entscheidung war eine sehr einschneidende Entscheidung für mein ganzes Leben. Völlig uneigennützig. Nur weil ich keine Kinder habe, heisst das nicht, das ich nicht verantwortungsvoll, mitfühlend und lösungsorientiert bin.

    Ich habe am eigenen Leib erfahren was Behinderung und Inklusion bedeutet, ich war tiefer drin als du wahrscheinlich je sein wirst, und meine Erfahrungen hier mitzuteilen hat nichts damit zu tun, das ich das bin, was du mit dieser Aussage zu implizieren versuchst. DAS ist respektlos, kurz gedacht und absolut kontraproduktiv.

    ..... und extrem verletzend
    Geändert von creatrice (27.02.2017 um 13:23 Uhr)

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Soziale Aspekte - Sicherheit und Wohlgefühl als Haupthebel beim AD(H)S

    Liebe alice,
    ich danke dir für deinen Text, er macht mir wirklich Mut.
    Ich kämpfe seit vier Jahren für mein Kind und ich würde mir wünschen, dass viele Dinge selbstverständlich wären und nicht erst hart erkämpft werden müssten. Auch ich verstehe oft nicht, warum mein Kind auf Teufel komm raus, anders sein muss und nicht so bleiben darf, wie er ist. Naja, vielleicht haben unsere Mühen was gutes und unsere Enkel, sollten sie ADS haben, haben es leichter.
    Geändert von Darina (27.02.2017 um 13:18 Uhr)

  3. #23


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.757

    AW: Soziale Aspekte - Sicherheit und Wohlgefühl als Haupthebel beim AD(H)S

    Darina schreibt:
    Ich hoffe, dass du keine Kinder hast.
    Kurz OT: Bitte keine Kinderthemen in den Erwachsenenbereichen, dafür haben wir einen extra Bereich


    Liebe Grüße
    Sunshine

  4. #24
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 252

    AW: Soziale Aspekte - Sicherheit und Wohlgefühl als Haupthebel beim AD(H)S

    @ Darina

    Davon abgesehen, dass ich es wirklich unschön finde, dass Du creatrice derart persönlich angreifst nachdem sie sich enorm viel Zeit und Mühe genommen hat um Dir ihren Standpunkt sachlich darzustellen --- davon abgesehen, denkst Du auch an die hypoaktiven ADSler in der Klasse Deines Sohnes?
    Die werden nicht nur durch das Federmäppchenrascheln der anderen, sondern zusätzlich durch das Summen Deines Sohnes abgelenkt und weil sie dabei nicht so auffällig sind offensichtlich vergessen.
    Und wie muss es erst Asperger Autisten gehen, die eventuell noch viel mehr Struktur und Ruhe brauchen? Manchmal gibt es keinen Weg der für jeden passt. Ich zum Beispiel halte es nicht lang in der Gegenwart von hyperaktiven ADHSlern aus. Es tut mir leid das zu sagen, aber sie nerven mich und treiben mich in den Wahnsinn - bei allem Verständnis für unsere gemeinsame Störung, aber man kann nicht erwarten, dass sich die Allgemeinheit immer nach der Minderheit richtet. Nur weil ich keinen Lärm und keine Menschenmengen abkann, muss der Rosenmontagszug nicht unter einer Glasglocke stattfinden.

    Ich habe eine schwerbehinderte Mutter (gehbehindert seit sie Kinderlähmung als Baby hatte) und weißt Du was: sie musste auf manches einfach verzichten. Unter anderem auf ihren Traumberuf. Dafür taten sich andere Möglichkeiten auf.
    Life sucks ... aber so ist es leider einfach.

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Soziale Aspekte - Sicherheit und Wohlgefühl als Haupthebel beim AD(H)S

    creatrice schreibt:
    Ich habe am eigenen Leib erfahren was Behinderung und Inklusion bedeutet, ich war tiefer drin als du wahrscheinlich je sein wirst, und meine Erfahrungen hier mitzuteilen hat nichts damit zu tun, das ich das bin, was du mit dieser Aussage zu implizieren versuchst. DAS ist respektlos, kurz gedacht und absolut kontraproduktiv.
    Das wage ich zu bezweifeln, sonst wüsstest du das eine Förderschule für soziale Entwicklung, nichts damit zu tun hat, dass man den Kindern helfen möchte, sondern sie dient dazu, die Kinder von "normalen Kindern" fernzuhalten. Es gibt sehr viele Studien, die belegen, dass Kinder, nach einem Jahr Förderschule deutlich mehr Defizite im Sozialverhalten haben, als sie vor dem Wechsel hatten.
    Ein Grund für die Inklusion ist die Tatsache, dass der Europäische Gerichtshof Förderschulen als menschenrechtsverletzend eingestuft hat.

    Auf Wunsch von Sunshine beende ich damit meine Ausführungen zu Kinderthemen.

    Ich entschuldige mich ausdrücklich bei creatice. Es ist ein sehr emotionales Thema und die Aussage von mir war nicht fair. Ich habe es abgeändert, wie es gemeint war.
    Geändert von Darina (27.02.2017 um 13:32 Uhr)

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.822

    AW: Soziale Aspekte - Sicherheit und Wohlgefühl als Haupthebel beim AD(H)S

    Ich kenne meinen Lebenslauf und auch wo ich so alles gelandet bin, und damit die Vor- und Nachteile von gesonderten Einrichtungen. Ich war dort. Und ich war auch in normalen Schulen, auch Gymnasium und Uni, und auf normalen Ausbildung- und Arbeitsstellen. Ich kann für mich selbst die Unterschiede ganz klar festmachen, und diese eigenen Erlebnisse und Erfahrungen habe ich hier ansatzweise mitgeteilt.

    Nur weil dir meine Ansichten und Erfahrungen nicht gefallen, heisst das nicht, das du meine Behinderungen oder Erfahrungen in Sachen Inklusion anzweifeln solltest. Das wäre der falsche Weg. Alle Seiten anhören würde allen mehr helfen, als das Beste zu wollen aber dabei nicht alle Betroffene ernst zu nehmen. Zumindest ist auch das meine Erfahrung.

    Sicherheit und Wohlgefühl hat bei mir z.B. auch was damit zu tun, das ich in Gesellschaft keine merkliche Sonderrolle einnehmen muss, einfach aus Erfahrung heraus. Mir sind Dinge die im Hintergrund laufen viel lieber, als offensichtliche. Scham ist ein wichtiger Aspekt. Auch solche Ansichten muss man mit bedenken, wenn es darum geht, welche Hilfen für ADHSler, egal ob erwachsen oder nicht, förderlich sind.

  7. #27
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Soziale Aspekte - Sicherheit und Wohlgefühl als Haupthebel beim AD(H)S

    Ich zweifle nicht deine Erfahrungen an, sondern die Allgemeingültigkeit dieser.

  8. #28
    Ist hier zuhause

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    Forum-Beiträge: 6.822

    AW: Soziale Aspekte - Sicherheit und Wohlgefühl als Haupthebel beim AD(H)S

    Ich habe nicht gesagt, das sie allgemeingültig sind.

    Aber ich glaube eine gewisse Gültigkeit haben sie schon. Nur damit du verstehst, warum ich hier so intensiv mitdiskutiere, und auch meine Aspekte nicht völlig abschmettern lassen will....

    Ich habe als die Erste in ganz Deutschland das Persönliche Budget zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten, als das Gesetz zum Persönlichen Budget, DEM Aushängeschild der individuellen Inklusion, in Kraft trat. Ich habe vor dem damaligen Minister für Arbeit und Soziales gesprochen, wo alle anwesenden Behinderten bei der Auftaktveranstaltung klatschten als ich meine Erfahrungen und Wünsche aussprach (kann also nicht all zu weit weg von anderen sein), ich habe auf Einladung von Paritätischen Wohlfahrtsverband bei der deutschlandweiten Konferenz der Behindertenwerkstätten über die Sinnhaftigkeit eines individuellen Persönlichen Budgets gesprochen, und ich war Peer-to-Peer Berater für das PB zur Teilhabe am Arbeitsleben. Ich bin wahrlich weder unerfahren, noch bin ich nicht für Inklusion, speziell für individuelle. Ich habe aktiv mit dafür gekämpft, das das PB verbessert wird, und Gesetzeslücken zum Nachteil des Behinderten geschlossen werden. (hat übrigens nichts gebracht, das Gesetz gerät immer mehr in den Hintergrund )

    Ich weiss aber eben auch wo die Grenzen sind, was machbar und auch für alle vertretbar ist, und was nicht. Ich bin auf Grenzen von erfahrenen verständnisvollen Personen gestoßen, die einfach nicht zu überwinden waren, und ich bin auf eigene Grenzen gestoßen die trotz sehr individueller Förderung vorhanden waren.

    Darauf aufmerksam zu machen ist für mich als jemand der aktiv an der Inklusion mitarbeitete und sie genutzt hat, enorm wichtig. Es bewahrt vor bitterbösen Enttäuschungen egal auf welcher Seite, Enttäuschungen die ich alle schon erlebt, gehört und gesehen habe. Das der Grad des Machbaren bei dem einen so, und bei dem anderen so ist, ist natürlich klar, und der muss auch gefunden werden, aber ein "zu viel" hat immer das selbe Ergebnis, entweder ist nur eine Seite, oder sogar beide Seiten sehr unzufrieden und das ganze Projekt wird dann meist abgebrochen oder muss sogar abgebrochen werden. Und es geht auch nur, wenn es für beide Seiten machbar ist. Das entspricht leider oft nicht den Wünschen auf der einen und der anderen Seite, aber wie Pepperpence schon sagte, müssen eben beide Seiten Abstriche machen und sich bemühen aufeinander zu zu gehen, nicht nur das eigene Süppchen warm halten.

  9. #29
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 381

    AW: Soziale Aspekte - Sicherheit und Wohlgefühl als Haupthebel beim AD(H)S

    Danke, creatrice, für das offene Mitteilen deiner Erfahrungen! Ich hab was gelernt

  10. #30
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Soziale Aspekte - Sicherheit und Wohlgefühl als Haupthebel beim AD(H)S

    creatrice schreibt:
    Ich weiss aber eben auch wo die Grenzen sind, was machbar und auch für alle vertretbar ist, und was nicht.
    Es klingt aber nicht ganz überzeugend. Es fehlen Fakten.

    Was ich aus deiner Geschichte erfahren habe, dass du viel dafür gekämpft und dich selber ans Leben von Normalen angepasst hast. Wie ich verstehe, dass du eine gewisse Sicherheit und ein Wohlgefühl dadurch gewonnen hast. Das ist meine Wahrnehmung. Es kann falsch sein.

    Nur reden wir über Menschen, die deine Durchsetzungsfähigkeit nicht haben. Wir reden auch darüber, dass wir wirklich wir selbst sein wollen. Wir sind nicht krank. Wir sind anders. Und das ist das Leben der Andere, das die Gesellschaft abschreckt und uns krank macht, nicht ADHS.

    Es ist schön, wenn du in deiner Arbeit ein Verständnis von NICHT-ADHSler holen kannst. Bei mir hat es nicht funktioniert. Egal ob ich in 3-4 Monaten das geschafft habe, was die Normale in 9 Jahren nicht geschafft haben. Die Arbeitsweise passt ihnen nicht. Und das habe ich die letzten 3 Jahren: Top Arbeitsqualität, die schwierigsten Projekten (die von Normalen direkt abgelehnt werden) und kein Verstand, dass ich keine Kake verkaufen will und alle Behauptungen von Chefs mit voller Naivität zu ernst annehme.

    Frag mal, wie viele erfahrene ADHSler empfehlen würden, die Karten bei nächstem Bewerbungsgespräch öffnen? Meine Erfahrung ist 1 von 50. Auch nicht-ADHSler haben mich abgeraten. Alle hatten Recht. Was bleibt uns? Mit 1000 Bewerbungen einen Arbeitgeber finden, der vielleicht selbst in einer Art und Weise betroffen ist? Dafür braucht man deine Kraft, die wir nicht besitzen.

    Du sagst, dass es nichts anderes funktionieren wird, als was du schon für gutes hälst, weil wir voll unfähig durch unsere Defizite sind. Und ich sehe es anders. Bei mir könnte es klappen. Und ich habe ein klares Bild, was ich brauche. Aus meiner alten Arbeit in der Unternehmensberatung kann man schon vieles nehmen, was moderne Unternehmen so wie so implementieren:

    1. Fokus auf deine Stärke und nicht auf Schwäche. Es hat mir enorm geholfen. Und das ist der effektivste Weg zum Unternehmenserfolg.
    2. Ein geschulter Manager als Coach und geforderte ständige Hilfsbereitschaft bei Kollegen. Es hilft am Anfangt seinen Weg zu finden. Ich wünsche mir, dass der Manager gewusst hätte, dass ich etwas spezifisch bin.
    3. Aufgaben/Projekt-Market, wo du selbst dir das holst, was dich gerade interessiert. Es war nie langweilig. Ab und zu kriegst auch was langweiliges, aber morgen ziehst du dir eine interessante Aufgabe. Deine Zukunft ist in deinen Händen. Mach 70% der Arbeitszeit auf Klientrechnung und der Rest interessiert keinen.
    4. Klare Spielregeln und logische, standardisierte, selbsterklärende Arbeitsprozesse mit kleinem Zeitaufwand. Effektiv und langweilt nicht. Alle profitieren nur.

    Ich war da der höhst motivierte Mitarbeiter unter voll deprimierten Nicht-ADHSler. Ich habe es richtig gemocht. Und wenn dabei kein Up-or-out-System wäre und ich den Direktoren nicht alles glauben würde, könnte ich da weiter bleiben und glücklich sein. Klar könnte ich wie Nicht-ADHSler unangemessene Analysen nicht machen und dabei klar verstehen, das 1000 Leuten ihren Job durch deine Kake verlieren. Das ist die richtige Arbeitsweise in Sinne von Normalen - Geld ist alles.

    Die ganzen störenden Effekte kann man ruhig dadurch eliminieren, dass die Leute genau wissen, wie wir ticken. Die Strukturierung und Motivierung kann man erlernen. Dafür gibt es Coach und Werkzeuge. Und NICHT-ADHSler mit Verständnis können die ganze langweilige Managementaufgaben übernehmen.

    Sag mal bitte ehrlich, bist du glücklich in der Welt der nicht-ADHSler? Aber abgesehen davon, was du schon mit viel Aufwand erreicht hast.

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